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Dokumentenidentifikation DE10297584T5 02.12.2004
Titel Adapter zur Anordnung zwischen einem Motor und einem Getriebe in einem Fahrzeug
Anmelder Scania CV AB, Södertälje, SE
Erfinder Jönsson, Hans, Södertälje, SE;
Asgård, Bo, Trosa, SE
Vertreter WUESTHOFF & WUESTHOFF Patent- und Rechtsanwälte, 81541 München
DE-Aktenzeichen 10297584
Vertragsstaaten AE, AG, AL, AM, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BR, BY, BZ, CA, CH, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DZ, EC, EE, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, HR, HU, ID, IL, IN, IS, JP, KE, KG, KP, KR, KZ, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LV, MA, MD, MG, MK, MN, MW, MX, MZ, NO, NZ, OM, PH, PL, PT, RO, RU, SC, SD, SE, SG, SK, SL, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA, UG, US, UZ, VC, VN, YU, ZA, ZM, ZW, AP, EA, EP, OA
WO-Anmeldetag 11.12.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/SE02/02278
WO-Veröffentlichungsnummer 0003051659
WO-Veröffentlichungsdatum 26.06.2003
Date of publication of WO application in German translation 02.12.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.12.2004
IPC-Hauptklasse B60K 5/12

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Einsatz, der zur Anordnung zwischen einem Motor und einem Getriebe in einem Fahrzeug vorgesehen ist, wobei an dem Einsatz wenigstens eine Halterung zum Aufhängen des Motors in dem Fahrzeug angeordnet ist.

HINTERGRUND UND STAND DER TECHNIK

Halterungen zum Aufhängen eines Motors in einem Fahrzeug wurden in der Vergangenheit fest in gefräste Ebenen an dem Motor eingeschraubt. Dies macht es erforderlich, dass bei der Gestaltung des Motors für Befestigungspunkte des Motors gesorgt werden muss, was zu Problemen führen kann, wenn es erforderlich ist, eine Motorgestaltung zu modifizieren. Beispielsweise kann eine gewünschte neuartige Motorgestaltung dazu führen, dass kein geeigneter Raum für die Befestigungspunkte zur Verfügung steht. Ein Beispiel, das in diesem Zusammenhang angeführt werden kann, besteht darin, dass es bei bestimmten Motorgestaltungen wünschenswert sein kann, dem Antrieb für Komponenten, die einen Teil des Motors bilden, vom vorderen Randbereich zum hinteren Randbereich des Motors zu verlagern, wobei in diesem Fall dieser Antrieb den Raum einnimmt, der andernfalls für geeignete Befestigungspunkte zum Aufhängen des Motors erforderlich ist. Es ist deshalb wünschenswert, die Halterungen zum Aufhängen des Motors derart anzuordnen, dass das Erfordernis der Berücksichtigung von Befestigungspunkten bei der Gestaltung des Motors überwunden wird.

Ein weiteres Problem kann dann auftreten, wenn ein Motor und ein Getriebe verschiedener Größen hinsichtlich dimensionsmäßiger Parameter kombiniert werden sollen, die für das Verbinden des Motors und des Getriebes kritisch sind, wie beispielsweise die Verteilung oder der Teilkreisdurchmesser der Bolzenlöcher, die zum Verbinden des Motors und des Getriebes verwendet werden. Derartige Fälle erfordern eine Lösung, die Flexibilität hinsichtlich einer Verbindung eines Motors und des Getriebes verschiedener Größe bezüglich in dieser Hinsicht relevanter dimensionsmäßiger Parameter bietet, wobei die Lösung beispielsweise Modifikationen bei der Gestaltung vereinfachen, die zu einer Veränderung des Motors oder des Getriebes führen.

ABRISS DER ERFINDUNG

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, eine Motoraufhängung bereitzustellen, die die Flexibilität hinsichtlich verschiedener Motorgestaltungen erweitert. Eine weitere Aufgabe liegt darin, die Gestaltung neuer Motoren zu vereinfachen. Eine weitere Aufgabe liegt darüber hinaus darin, den Einbau verschiedener Motortypen in das Fahrzeug zu erleichtern.

Die vorstehend genannten Aufgaben werden durch einen Einsatz erreicht, der dazu ausgelegt ist, zwischen einem Motor und einem Getriebe in einem Fahrzeug eingesetzt zu werden, wobei an dem Einsatz wenigstens eine Halterung zum Aufhängen des Motors in dem Fahrzeug angeordnet ist.

Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Halterung an einem Arm angeordnet, der von dem Einsatz vorsteht. Der Arm und der Einsatz sind vorzugsweise integral durch Gießen hergestellt. Eine derartige Gestaltung führt zu einer hohen Festigkeit.

Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel nimmt die Halterung die Form wenigstens einer entfernbaren Platte an, die an dem einen Arm, vorzugsweise von unten, relativ zu einem aufgehängten Motor über eine Gewindeverbindung befestigt ist. Die Halterung ist somit einfach zugänglich, da die Halterung gewöhnlich von verschiedenen Konstruktionselementen an der Oberseite abgedeckt wird.

Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist an der Oberseite des Einsatzes relativ zu einem aufgehängten Motor wenigstens ein Gewindeloch ausgebildet, das für wenigstens eines Hubvorrichtung vorgesehen ist, vorzugsweise ein Hubauge, um den Motor ein- und auszuheben. Dies überwindet das Erfordernis für separate Konstruktionselemente, beispielsweise Hubbügel, an einer der Gewindeverbindungen zwischen dem Motor und dem Getriebe, um ein Ein- und Ausheben des Motors zu ermöglichen.

Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist der Einsatz die Form eines Adapters auf, um eine Verbindung zwischen einem Motor und einem Getriebe in Fällen zu ermöglichen, in denen diese unterschiedliche Größen hinsichtlich dimensionsmäßiger Parameter aufweisen, die für ein Verbinden des Motors und des Getriebes relevant sind, wie beispielsweise eine unterschiedliche Verteilung oder ein Teilkreisdurchmesser der Bolzenlöcher, die zur Verbindung von diesen Komponenten genutzt werden. Die Flexibilität hinsichtlich Kombinationen von Motor und Getriebe ist somit größer. Ferner wird auch ein Problem gelöst, das aus der Alternative einer Benutzung eines separaten Adapters entstehen würde, nämlich das Problem, dass zwei oder mehr verschiedene Konstruktionselemente mehr Raum in Anspruch nehmen als eines. Zwei oder mehr verschiedene Konstruktionselemente würden auch hinsichtlich der Lagerhaltung und Teileverwaltung zu Problemen führen und deshalb die Kosten steigern. Ein Einsatz in Form eines Adapters reduziert somit die Anzahl verwendeter Teile und deshalb auch die Kosten und den Raumbedarf.

Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Einsatz dazu vorgesehen, an einer Seite an einem Schwungradgehäuse befestigt zu werden, das zu dem Motor gehört, und an der anderen Seite an dem Getriebe, wobei die Halterung an dem Einsatz derart angeordnet ist, dass sie in einem Fahrzeugrahmen über wenigstens einen Schwingungsdämpfer befestigt ist.

BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die Erfindung wird nun mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, in denen

1 eine schematische Zeichnung eines Einsatzes gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung in Draufsicht darstellt, wobei dieser zwischen einem Motor und einem Getriebe angeordnet ist, und

2 eine schematische perspektivische Ansicht des Einsatzes aus 1 darstellt.

BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN

1 zeigt schematisch, wie ein Einsatz 1 zwischen einem Motor 2 und einem Getriebe 3 positioniert ist. An der Motorseite ist der Einsatz 1 vorzugsweise an einem Schwungradgehäuse 4 befestigt, das zu dem Motor gehört. Die Halterungen 5 zum Aufhängen des Motors sind an zwei Armen 6 angeordnet, die von dem Einsatz 1 vorstehen. Die Halterungen 5 sind mit Schwingungsdämpfern 7 an ihrer Oberseite relativ zu einem aufgehängten Motor versehen. Die Schwingungsdämpfer 7 sind vorzugsweise mit den Halterungen 5 mittels Schrauben 8 verbunden, die in die Schwingungsdämpfer 7 und die Halterungen 5 von oben relativ zu dem aufgehängten Motor eingeschraubt sind. Die Schwingungsdämpfer 7 sind in einem Rahmen 9 des Fahrzeugs befestigt; in dem Ausführungsbeispiel gemäß 1 wird die Befestigung der Schwingungsdämpfer 7 in dem Rahmen 9 durch einen oberen Bereich des Rahmens 9 abgedeckt, jedoch kann die Befestigung beispielsweise mittels einer Gewindeverbindung an jedem geeigneten Bereich des Rahmens 9 angeordnet sein. Das Getriebe 3 ist hinter dem Motor 2 angeordnet, so dass die Halterungen 5 an dem Einsatz 1 die hintere Aufhängung des Motors bilden.

2 stellt schematisch eine Ansicht des Einsatzes 1 dar; die Pfeile in 2 zeigen, an welchen Seiten des Einsatzes der Motor 2 und das Getriebe 3 jeweils anzuordnen sind.

Die Halterungen 5 weisen die Form entfernbarer Platten auf, die an den Armen 6 mittels Schrauben 10 (in 2 teilweise verdeckt) befestigt sind. Wenn verschlissene Schwingungsdämpfer 7 gewechselt werden müssen oder der Motor 2 und das Getriebe 3 aus irgendeinem Grund ausgehoben werden müssen, ist es erforderlich, Zugang zu den Schrauben 10 zu haben. Dies wird durch die Platten 5 erreicht, indem diese fest an den Einsatz 1 von unten relativ zu einem aufgehängten Motor angeschraubt werden. Wenn der Motor 2, das Getriebe 3 und der Einsatz 1 zusammengesetzt werden müssen, ist es in der Tat schwierig, an die Halterungen von oben heranzukommen, da diese durch verschiedene Konstruktionselemente abgedeckt sind. Die Platten sind mit Schraubenlöchern 11 für die Schrauben 8 versehen, die die Platten und die Schwingungsdämpfer 7 miteinander verbinden.

Die Arme 6 in 2, an denen die Halterungen 5 anzubringen sind, sind von zwei Flügeln oder geringfügig bogenförmig ausgebildeten Seiten 12 gebildet, die sich von dem Rest des Einsatzes 1 aus nach hinten erstrecken und so eine Struktur bilden, die gewünschte Festigkeitseigenschaften bereitstellt. Andernfalls würden Festigkeitsprobleme auftreten, wenn die Halterungen zum Aufhängen des Motors an dem relativ dünnen Einsatz angebracht werden würden, dessen Dicke zwischen 30 und 40 mm beträgt. Der Einsatz 1 mit seinen Armen 6 wird vorzugsweise integral durch ein Gießverfahren hergestellt und das hierfür verwendete Material ist vorzugsweise Sphärogußmaterial.

An der Oberseite des Einsatzes 1 sind zwei Gewindelöcher 13 angeordnet. In diese Löcher können Hubaugen eingeschraubt werden und zum Ein- und Ausheben des Motors verwendet werden.

Der Einsatz 1 in 2 weist die Form eines Adapters auf, um eine Verbindung eines Motors 2 und eines Getriebes 3 mit verschiedenen Anforderungen (Standards) hinsichtlich der Verteilung (D2 und D3) und der Teilkreisdurchmesser der Schraubenlöcher zu ermöglichen, die für deren Verbindung genutzt werden. Teilkreisdurchmesser bedeutet derjenige Durchmesser des imaginären Kreises, der von der gegenseitigen Positionierung der Schraubenlöcher gebildet wird. Der Einsatz 1 macht es somit möglich, ein gewünschtes Getriebe 3 einzubauen, ohne die Verteilung oder den Teilkreisdurchmesser der Schraubenlöcher an dem vorhandenen Schwungradgehäuse 4 zu modifizieren. Dort wo es passend ist, kann der Einsatz die Gestalt eines Adapters zwischen den Standards SAE 1 und SAE 2 in solchen Fällen aufweisen, in denen ein Automatikgetriebe verwendet wird.

Die vorstehende Beschreibung wird nicht als beschränkend für die Erfindung angesehen, sondern soll lediglich mögliche Ausführungsbeispiele illustrieren. Dies bedeutet beispielsweise, dass der Einsatz nicht ringförmig sein muss, wie in 1 dargestellt, sondern auch quadratisch sein kann oder jede andere geeignete geometrische Form aufweisen kann. Der Einsatz kann die Form eines Adapters für verschiedene dimensionsmäßige Parameter aufweisen, beispielsweise für Differenzen im Durchmesser zwischen dem Motor und dem Getriebe. Der Einsatz muss auch nicht die Gestalt eines Adapters aufweisen, sondern kann zu anderen Zwecken vorgesehen sein, beispielsweise um die Funktion eines Abstandshalters zu gewährleisten. Der Einsatz muss nicht an dem Schwungradgehäuse des Motors befestigt sein, sondern kann auch an einem anderen geeigneten Teil des Motors befestigt werden. Die Halterungen müssen nicht die Gestalt von Platten aufweisen, sondern können beispielsweise auch planare Oberflächen an dem Einsatz aufweisen, welche Oberflächen beispielsweise derart angeordnet sein können, dass sie fest in einen Rahmen des Fahrzeugs eingeschraubt werden können. Eine Vielzahl alternativer Lösungen fallen ebenfalls in den Rahmen von dem, was durch die beigefügten Ansprüche erfasst wird.

Zusammenfassung

Die Erfindung betrifft einen Einsatz (1), der dazu ausgelegt ist, zwischen einem Motor (2) und einem Getriebe (3) in einem Fahrzeug eingesetzt zu werden, wobei an dem Einsatz (1) wenigstens eine Halterung (5) zum Aufhängen des Motors (2) in dem Fahrzeug angeordnet ist.

1


Anspruch[de]
  1. Einsatz (1) zur Anordnung zwischen einem Motor (2) und einem Getriebe (3) in einem Fahrzeug, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Halterung (5) zum Aufhängen des Motors (2) in dem Fahrzeug an dem Einsatz (1) angeordnet ist.
  2. Einsatz (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (5) an einem Arm (6) angeordnet ist, der von dem Einsatz (1) vorsteht.
  3. Einsatz (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (1) und der Arm (6) integral durch Gießen hergestellt sind.
  4. Einsatz (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (5) die Form wenigstens einer entfernbaren Platte aufweist, die an dem Arm (6) befestigt ist.
  5. Einsatz (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte derart angeordnet ist, dass sie an dem Arm (6) von unten relativ zu einem aufgehängten Motor (2), vorzugsweise mittels einer Gewindeverbindung (10), zu befestigen ist.
  6. Einsatz (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Gewindeloch (13) für wenigstens eine Hubvorrichtung an der Oberseite des Einsatzes (1) relativ zu einem aufgehängten Motor (2) angeordnet ist.
  7. Einsatz (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (1) die Form eines Adapters aufweist, um die Verbindung des Motors (2) und des Getriebes (3) in solchen Fällen zu ermöglichen, in welchen diese letzteren verschiedene Größen hinsichtlich dimensionsmäßiger Parameter aufweisen, die für die Verbindung des Motors (2) und des Getriebes (3) relevant sind.
  8. Einsatz (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die dimensionsmäßigen Parameter den Teilkreisdurchmesser der Löcher, beispielsweise der Schraubenlöcher, umfassen, die für die gemeinsamen Verbindung genutzt werden.
  9. Einsatz (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er an einer Seite dazu ausgebildet ist, an einem Schwungradgehäuse (4) befestigt zu werden, das zu einem Motor (2) gehört, und dass er an einer zweiten Seite dazu ausgebildet ist, an dem Getriebe (3) befestigt zu werden, und dass die Halterung (5) an dem Einsatz (1) derart angeordnet ist, dass sie über wenigstens einen Schwingungsdämpfer (7) in einem Rahmen (9) befestigbar ist, der zu dem Fahrzeug gehört.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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