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Dokumentenidentifikation DE10320141A1 09.12.2004
Titel Lichtpolymerisationsgerät
Anmelder Ivoclar Vivadent AG, Schaan, LI
Erfinder Senn, Bruno, Buchs, CH;
Plank, Wolfgang, Rankweil, AT
Vertreter PAe Splanemann Reitzner Baronetzky Westendorp, 80469 München
DE-Anmeldedatum 06.05.2003
DE-Aktenzeichen 10320141
Offenlegungstag 09.12.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.12.2004
IPC-Hauptklasse G21K 5/00
IPC-Nebenklasse A61C 13/15   B29C 35/02   C08J 3/28   
Zusammenfassung Es ist ein Lichtpolymerisationsgerät (10), insbesondere zum Aushärten von lichtpolymerisierbaren Dentalmaterialien, mit einem Gehäuse (12) und einem in das Gehäuse (12) eingebauten Gebläse (26), insbesondere einem Axialgebläse, vorgesehen, wobei eine Lichtquelle (14) Polymerisationsstrahlung aussendet. Die Drehachse des Gebläses (12) erstreckt sich quer zur Lichtaustrittsrichtung der Lichtquelle (14) und es ist insbesondere eine seitliche Luftaustrittsöffnung (28) an dem Gebläse (26) ausgebildet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Lichtpolymerisationsgerät, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Von Hand bedienbare Lichtpolymerisationsgeräte weisen üblicherweise eine recht starke Strahlungsquelle auf, die ihre Strahlung an eine Lichtleitstab abgibt und dazu dient, Dentalmaterialien zu polymerisieren. Die Strahlungsquelle ist in der Regel eine Lichtquelle, partiell aber auch eine Wärmequelle, wobei hier unter Licht auch ultraviolette Strahlung zu verstehen ist.

Derartige Lichtquellen und Stahlungsquellen geben regelmäßig Verlustwärme ab, die aus dem recht kompakten Handgerät abgeführt werden muss.

Zwar ist auch bereits vorgeschlagen worden, recht große Kühlrippen um die Lichtquelle herum vorzusehen und auf die natürliche Konvektion zu vertrauen, um die Wärmeabfuhr zu gewährleisten.

Gerade bei leistungsstarken Halogenlichtquellen ist eine derartige Kühlung jedoch nicht ausreichend, so dass in aller Regel eine Gebläsekühlung vorgenommen wird.

In aller Regel kommt hierbei ein Axialgebläse zum Einsatz, dessen Form dem Durchmesser des Gehäuses des Handgerätes angenähert ist, so dass der Kühlluftstrom im Wesentlichen parallel zur Längsachse des Handgerätes durch dieses hindurch verläuft.

Nachdem ein Anblasen des Behandlungsortes durch den Kühlluftstrom nicht akzeptabel wäre, ist der Luftauslass meist an der Rückseite des Gehäuses vorgesehen.

Um zu verhindern, dass der behandelnde Zahnarzt oder gegebenenfalls Zahntechniker unmittelbar angeblasen wird, ist es aus der DE-OS 34 11 996 bekannt geworden, die Luftaustrittsöffnung etwas nach schräg unten abzusenken, so dass der Kühlluftstrom zumindest nicht auf das Gesicht des Zahnarztes gerichtet ist.

Sämtliche bislang bekannten Lichtpolymerisationsgeräte mit Zwangskühlung erzeugen einen Luftstrom vom Patienten zum Zahnarzt. Dies bedeutet aber andererseits, dass für den Zahnarzt eine erhebliche Ansteckungsgefahr besteht; letztlich wird die Atemluft des Patienten dem Zahnarzt unmittelbar zugeleitet.

Um die Ansteckungsgefahr etwas zu reduzieren, tragen manche Zahnärzte einen Mundschutz mindestens während der Zeit der Behandlung mit dem Lichtpolymerisationsgerät. Dies wird jedoch häufig als unangenehm empfungen, so dass diese Vorsichtsmaßnahme in manchen Fällen unterbleibt.

Ein weiteres Problem ist die Geräuschentwicklung des Handgerätes aufgrund des Gebläses. Für das Handgerät sind kompakte Abmessungen erwünscht. Dementsprechend verbleibt nur ein recht schmaler Spalt für die Bereitstellung des Gebläseluftstromes. Ein besonderes Problem ist der Reflektor für die Lichtquelle des Lichtpolymerisationsgerätes. Der Reflektor weist die an sich bekannte konische Form auf, und sein Außendurchmesser ist nur um weniges geringer als der Innendurchmesser des Gehäuses.

An dieser Stelle steht daher nur ein schmaler Ringspalt zur Verfügung, der hohe Strömungsgeschwindigkeiten und damit eine vergleichsweise große Geräuschentwicklung bedingt. Außerdem muss ein recht starkes Gebläse eingesetzt werden, um trotz dieses Strömungswiderstandes eine ausreichende Kühlung zu bewirken. Diese Gebläse bedingt nicht nur eine schnellere Entladung des Akkumulators, sondern auch eine recht starke Geräuschentwicklung.

Um dennoch eine vernünftige Bearbeitungszeit zu ermöglichen, ist es aus der DE-OS 42 11 230 bekannt, einen recht großen Akkusatz zu verwenden, der zudem den Schwerpunkt des Handgerätes handfreundlich nach unten absenkt und in den Pistolengriff des Handgerätes aufgenommen ist.

Zwar lässt sich durch diese Maßnahme der Nachteil der übrigen Lichtpolymerisation-Handgeräte, nämlich die verkürzte Akkulaufzeit reduzieren. Das Handgerät wird jedoch recht schwer und damit weniger handlich.

Ein weiteres Problem der bekannten Lichtpolymerisationsgeräte, das mit den vorstehend genannten Problemen verkettet ist, liegt in dem vergleichsweise geringen Kühlwirkungsgrad. Während die Kühlluft durch den Ringspalt um den Reflektor herum, also an dessen Außenrand, eine recht hohe Strömungsgeschwindigkeit aufweist, ist die Strömungsgeschwindigkeit und damit die Kühlwirkung ausgerechnet im Bereich der höchsten Temperatur, nämlich nahe der Glühwendel, ausgesprochen gering.

Um diese nachteilige Wirkung zu kompensieren, sind zwei Maßnahmen vorgeschlagen wurden: zum einen hat man Kühlrippen für den Kühlkörper über den gesamten Reflektor sich erstrecken lassen, so dass sie sogar bis in den Ringspalt reichen. Diese Lösung verbessert zwar den Kühlwirkungsgrad deutlich, erfordert jedoch die Herstellung eines aufwendig zu fertigenden und vergleichsweise schweren Reflektors.

Die andere Maßnahme sieht vor, den Strömungsquerschnitt im Bereich der Glühwendel, also am rückwärtigen Ende des Refklektors ebenfalls zu reduzieren. Hierdurch ist die Strömungsgeschwindigkeit auch dort vergleichsweise hoch, und es ist eine verbesserte Kühlung möglich. Nachteilig bei dieser Lösung ist jedoch, dass der Strömungswiderstand insgesamt noch weiter ansteigt, so dass zwar der Kühlwirkungsgrad verbessert, der Strömungswiderstand jedoch erhöht ist.

Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein Lichtpolymerisationsgerät gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 zu schaffen, das die Ansteckungsgefahr für Zahnärzte dem Grunde nach reduziert, hinsichtlich der Handhabbarkeit aufgrund vergleichsweise geringen Akkugewichts verbessert ist, ein geringeres Geräuschniveau bietet, aber dennoch abgesenkte Herstellkosten ermöglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die erfindungsgemäße Lösung sieht vor, den Kühlluftstrom quer zum Gehäuse des Lichtpolymerisationsgerätes auszubilden. Hierbei sei unter Gehäuse das eigentliche Gehäuse, also ohne Handgriff zu verstehen.

Der Kühlluftstrom erstreckt sich bevorzugt genau an dem Sockel der Lichtquelle vorbei, also von einer Gehäuseseite zur anderen Gehäuseseite. Er ist deutlich kürzer als die Kühlluftströme der bislang bekannten Handgeräte, beispielsweise ein Viertel oder ein Drittel von deren Länge. Die Strömungsgeschwindigkeit kann drastisch abgesenkt werden, ebenfalls beispielsweise auf ein Drittel. Der Kühlkörper kann wesentlich leichter bauend ausgebildet sei, nachdem er den einzigen nennungswerten Strömungswiderstand bildet. Die Kühlung erfolgt unmittelbar an der Stelle, an der die Verlustwärme entsteht, also an der Lichtquelle.

Die Kühlrippen verlaufen in an sich bekannten Weise parallel zur Kühlungsstrom. Nachdem dieser jedoch um einen rechten Winkel gegenüber den bekannten Kühlluftströmen gedreht ist, erstrecken sich die Kühlrippen ebenfalls in einer um etwa einen rechten Winkel gedrehten Ausrichtung.

Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, wenn eine intensive Wärmeleitverbindung zwischen der Lichtquelle und dem recht kleinen Kühlkörper vorgesehen ist.

Die intensive Wärmeleitverbindung kann entweder direkt vorgesehen sein, also so, dass die Lichtquelle unmittelbar mit dem Kühlkörper verbunden ist, oder sie kann indirekt vorgesehen sein. Bei dieser Ausgestaltung ist die Lichtquelle mit dem Sockel und/oder dem Reflektor in guter Wärmeleitverbindung, und der Sockel und/oder der Reflektor ist wiederum mit dem Kühlkörper verbunden. Es versteht sich, dass erfindungsgemäß dafür Sorge getragen ist, dass gerade bei der indirekten Wärmeleitverbindung der Wärmeübergangswiderstand je gering bleibt.

Bei Verwendung einer Halogenlichtquelle mit integriertem Reflektor ist es erfindungsgemäß günstig, wenn die Wärmeleitfähigkeit zwischen der Glühwendel und dem Kühlkörper möglichst gut ist. Hierzu kann beispielsweise der Sockel der Halogenlichtquelle in guter Wärmeleitverbindung mit dem Kühlkörper stehen. Auch ist es möglich, den Kühlkörper so zu dimensionieren, dass der Anschlussstutzen der Halogenlichtquelle in ihn eintritt. Der Wärmewiderstand kann dort durch Einbringung von Wärmeleitpaste noch weiter verbessert werden.

Ein weiterer besonders günstiger Gesichtspunkt ist, dass der recht kleine und vergleichsweise heiße Kühlkörper innenliegend, also mit recht großen Abstand zur Außenwand des Gehaüses hin, angeordnet sein kann.

Hierdurch lässt sich zum einen den Kühlwirkungsgrad deutlich verbessern, denn im Kühlluftstrom liegen dann ausgesprochen heiße Flächen. Zum anderen ist gewährleistet, dass sich das Gehäuse außen nicht warm anfühlt.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Nenndrehzahl des oder der Gebläse weniger als 3000 U/min beträgt und insbesondere die Schallemission des Gebläses in Betrieb weniger als 25 dB beträgt.

Durch die intensive Kühlwirkung kann mit einer geringen Gebläsedrehzahl gearbeitet werden, aufgrund der geringeren Turbolenzen sinkt auch die Schallemission des Gebläses deutlich.

Der für das Gehäuse verwendete Kunststoff wird thermisch nicht belastet, nachdem er aufgrund des großen Abstandes eher kühl bleibt. Besonders günstig ist es auch, dass der rückwärtige Bereich des Gehäuses des Lichtpolymerisationsgerätes kalt verbleibt. An dieser Stelle sind häufig empfindliche elektronische Bauteile oder auch eine LCD-Anzeige vorgesehen, deren Betriebstemperatur recht beschränkt ist und die bei erhöhter Betriebstemperatur eine verminderte Lebensdauer aufweist. Auch der Akkusatz wird nicht von dem Kühlluftstrom beeinträchtigt, und es ist möglich, mit einem vergleichsweise kleine Akkumulator auszukommen, nachdem ein Gebläse mit geringer Leistung einsetzbar ist. Hierdurch sinkt auch die Schallemission durch das Gebläse, beispielsweise auf 20 dB.

Erfindungsgemäß besonders günstig ist es aber auch, dass der Wärmeübergang gezielt von der heißesten Stelle – und ausschließlich von der heißesten Stelle – zum Kühlkörper verlaufen kann. Dies bedeutet, dass keine Temperaturvergleichmäßigung innerhalb des Gehäuses stattfindet, die das Gehäuse insgesamt erwärmen würde und damit auch die Kühlwirkung durch den Kühlkörper herabsetzen würde.

Durch die Strömungsrichtung des Kühlluftstromes quer zur Längsrichtung des Handgerätes ist sichergestellt, dass der behandelnde Zahnarzt außerhalb des Kühlluftstromes bleibt. Die Ansaugung erfolgt auch nicht unmittelbar vom Patienten her sondern seitlich. Hierdurch ist sichergestellt, dass kein direkter Austausch vom Schwebeteilchen zwischen dem Patienten und dem Zahnarzt durch den Kühlluftstrom bereitgestellt wird. Die Gefahr von Ansteckungen sinkt damit erheblich, auch ohne dass der Zahnarzt einen Mundschutz trägt.

Der erfindungsgemäße Quer-Kühlungskanal kann in an sich bekannter Weise mit geeigneten Maßnahmen berührungsgeschützt ausgebildet sein. Beispielsweise können Lüftungsschlitze in dem Gehäuse vorgesehen sein, die mit den Einzel-Kühlluftkanälen zwischen den Rippen des Kühlkörpers fluchten.

Es ist auch möglich, ein Rost oder Gitter in die jeweilige Gehäusehälfte zu integrieren, um die Lufteintrittsöffnung beziehungsweise die Luftaustrittsöffnung zu bilden. Ein Rost kann auch abnehmbar ausgebildet sein, um die leichte Reinigung des Kühlkörpers oder gegebenenfalls des Gebläses von Staub zu ermöglichen.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Gehäuse teilbar ist und insbesondere eine Betätigungsvorrichtung, insbesondere ein Druckknopf für ein Abnehmen eines Gehäuseteiles vorgesehen ist, welches Gehäuseteil den Kühlkörper und/oder das Gebläse freigibt. Durch die Abnahme des Gehäuseteils ist ein leichter Zugang zum Gebläse gewährleistet. Durch diese Maßnahme lässt sich das Gebläse zur Reinigungs- oder Wartungszwecken leicht entfernen.

In diesem Zusammenhang ist es besonders günstig, wenn die elektrischen Kontakte für den Gebläsemotor steckbar sind und beim Einstecken des Gebläses in die Arbeitsposition die betreffende Steckverbindung automatisch hergestellt wird. Diese Ausgestaltung vereinfacht weiter die Reinigung, Wartung und/oder den Austausch des Gebläses, wenn dies einmal erforderlich sein sollte.

Der Kühlkörper selbst schützt hierbei die feuchtigkeitsempfindliche Elektronik, so dass auch beispielsweise auch ein Abwischen der Kühlrippen mit einem angefeuchteten Lappen, einen Tupfer oder dergleichen gefahrlos möglich ist.

Der Kühlkörper kann einseitig oder beidseitig des Gebläses ausgebildet sein; bevorzugt ist er einseitig ausgebildet.

Erfindungsgemäß besonders günstig ist es ferner, wenn der Kühlkörper in engen räumlichen und zugleich thermischen Kontakt mit dem Sockel und/oder dem Anschlussstutzen der Lichtquelle ist. Beispielsweise kann der Kühlkörper diesen Bereich U-förmig umgreifen, um einen niedrigen Wärmeübergangwiderstand bereitzustellen.

Erfindungsgemäß besonders günstig ist es, wenn saugseitig des Gebläses ein freies Anströmen mit geringen Strömungswiderstand vorgesehen ist und druckseitig – gegebenenfalls nach einer räumlich knapp bemessenen Druckzone – die durch das Gebläse verwirbelte Kühlluft an den Kühlrippen entlang strömt und in den dort gebildeten Einzel-Strömungskanälen ausgerichtet und beruhigt wird. Sowohl der Strömungswirkungsgrad als auch der Kühlwirkungsgrad ist durch diese Lösung besonders gut.

Weitere Vorteile, Einzelheiten und Merkmale ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen.

Es zeigen:

1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Lichtpolymerisationsgerätes;

2 eine vergrößerte Ansicht der Ausführungsform gemäß 1;

3 eine teilweise aufgebrochene Ansicht, entsprechend der Ansicht gemäß 2;

4 eine ebenfalls aufgebrochene Ansicht der Ausführungsform gemäß den 1 bis 3, wobei die gegenüberliegende Seite gegenüber der Ansicht gemäß 1 bis 3 dargestellt ist;

5 ein Schnitt durch die Ausführungsform gemäß den 1 bis 4, wobei eine vertikale Schnittrichtung gewählt ist;

6 ein Schnitt der Ausführungsform gemäß den 1 bis 5, wobei eine horizontale Schnittrichtung gewählt ist;

7 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Lichtpolymerisationsgerätes, unter Darstellung eines wesentlichen Details;

8 eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Lichtpolymerisationsgerätes, unter Darstellung eines wesentlichen Details; und

9 eine Darstellung einer vierten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Lichtpolymerisationsgerätes, wobei Kühlkörper und Lichtquelle dargestellt sind.

Das in 1 dargestellte Lichtpolymerisationsgerät 10 weist ein Gehäuse 12 auf, in dem eine schematisch dargestellte Lichtquelle 14 angeordnet ist. Die Lichtquelle, die mit einem Reflektor 16 versehen ist, sendet Polymerisationsstahlung nach vorne, in die Lichtaustrittsrichtung aus. Die Strahlung durchtritt einen Lichtleitstab 18, der in an sich bekannter Weise endseitig abgekröpft ist.

Das Lichtpolymerisationsgerät 10 weist einen im Wesentlichen pistolenförmigen Handlauf auf. Dementsprechend ist ein Handgriff 20 vorgesehen, und die Auslösung eines Lichtpolymerisationszyklusses erfolgt durch die Betätigung eines Schalters 22. Der Schalter 22 ist an dem Übergang zwischen Handgriff 20 und Gehäuse 12 vorgesehen. Dem Schalter 22 gegenüberliegend ist ein Programmwahlschalter 24 ausgebildet, der gegebenenfalls auch mit einem LCD-Display ausgestattet ist.

Erfindungsgemäß ist das Lichtpolymerisationsgerät mit einem Gebläse 26 ausgestattet, dessen Drehachse sich quer zur Lichtaustrittsrichtung der Lichtquelle 14 erstreckt. Das Gebläse 26 ist etwa mittig in dem Gehäuse 12 – ohne den Handgriff 20 betrachtet angeordnet. Das Ansaugen und das Ausblasen des Gebläses 26 erfolgt seitlich. Aus 1 ist eine Luftaustrittsöffnung 28 ersichtlich, die über eine Mehrzahl von Luftschlitzen 30 verfügt.

In diesem Ausführungsbeispiel ist die Luftaustrittsöffnung 28 in einem separaten Gehäuseteil 32 ausgebildet, das als eine Art Rost vorgesehen ist. Durch Betätigung eines Druckknopfes 34 lässt sich das Gehäuseteil 32 entfernen, so dass das Gebläse und ein dort vorgesehener Kühlkörper frei zugänglich sind und leicht gereinigt werden können.

Das Gehäuse 12 – wieder betrachtet ohne den Handgriff 20 – ist wesentlich länger als breit. Hierdurch ergibt sich ein ausgesprochen kurzer Kühlluftstrom quer durch das Gehäuse hindurch, und auch die Gesamtbaulänge des Lichtpolymerisationsgerätes lässt sich verkürzen.

Aus 2 ist ersichtlich, dass das Gebläse 26 als Axialgebläse ausgebildet ist, das in an sich bekannter Weise eine Vielzahl, beispielsweise 3 bis 10, Flügel 36 aufweist.

In diesem Ausführungsbeispiel ist eine thermische Verbindung zwischen der Lichtquelle und einem Kühlkörper 40 über eine gedruckte Schaltung 38 realisiert.

Dies ist in 3 besser ersichtlich.

Dementsprechend wird der Kühlkörper partiell durchtreten durch die Platine 38, die sich in Längsrichtung des Gehäuses erstreckt und Leiterbahnen für den Anschluss der Lichtquelle trägt. Die Lichtquelle selbst ist in einen Sockel 42 eingesteckt, der auf einer gedruckten Schaltung 44 angebracht ist. In den Sockel 42


Anspruch[de]
  1. Lichtpolymerisationsgerät, insbesondere zum Aushärten von lichtpolymerisierbaren Dentalmaterialien, mit einem Gehäuse und einem in das Gehäuse eingebauten Gebläse, insbesondere einem Axialgebläse, und einer Lichtquelle, die Polymerisationsstrahlung aussendet, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse des Gebläses (12) sich quer zur optischen Achse (76) der Lichtquelle (14) erstreckt.
  2. Lichtpolymerisationsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Drehachse unter einem Winkel von 60° bis 90° zur optischen Achse (76) angeordnet ist.
  3. Lichtpolymerisationsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtpolymerisationsgerät (10) einen Handgriff (20) aufweist, gegenüber dem sich die Drehachse des Gebläses (12) quer erstreckt, wobei der Winkel zwischen der Drehachse und der Längsachse des Handgriffes (20) insbesondere zwischen 60° und 90° beträgt.
  4. Lichtpolymerisationsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kühlkörper (40) vorgesehen ist, der in direkter oder in indirekter Wärmeleitverbindung mit der Lichtquelle (14) steht und von dem Gebläse (26) mit Strömungsluft beaufschlagbar ist.
  5. Lichtpolymerisationsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebläse (26) in einem Strömungskanal angeordnet ist, der an Kühlrippen (46) eines Kühlkörpers (40) entlang verläuft, und dass das Gebläse (26) saugseitig und/oder druckseitig der Kühlrippen (46) angeordnet ist.
  6. Lichtpolymerisationsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sockel (42) der Lichtquelle (14) und/oder die Lichtquelle (14) in den Strömungskanal hineinragt.
  7. Lichtpolymerisationsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlkörper (40) im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist und insbesondere seine Kühlrippen (46) sich im Wesentlichen parallel zur Drehachse des Gebläses (26) erstrecken.
  8. Lichtpolymerisationsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (12) im Bereich des Gebläses an zwei einander im Wesentlichen gegenüberliegenden Seiten mit mindestens einer Lufteintrittsöffnung und mindestens einer Luftaustrittsöffnung (28) versehen ist, die Luftschlitze (30) aufweisen, zwischen denen Stege vorgesehen sind, wobei insbesondere die Stege im Wesentlichen in der Verlängerung der Kühlrippen (46) angeordnet sind.
  9. Lichtpolymerisationsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebläse (26) mindestens teilweise in einer Ausnehmung des Kühlkörpers (40) aufgenommen ist und insbesondere stirnseitige Endbereiche des Kühlkörpers (40) ausgebildet sind, zwischen denen das Gebläse (26) aufgenommen ist.
  10. Lichtpolymerisationsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftaustrittsöffnung (28) oder die Lufteintrittsöffnung in einem Gehäuseteil (32) angeordnet sind, das lösbar mit dem restlichen Gehäuse (12) in Verbindung steht.
  11. Lichtpolymerisationsgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Auslöseelement, insbesondere ein Druckknopf (34), an dem Gehäuse (12) angeordnet ist, mit welchem die Verbindung zwischen dem lösbaren Gehäuseteil (32) und dem Gehäuse (12) im Übrigen freigebbar ist.
  12. Lichtpolymerisationsgerät nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei abgenommenem Gehäuseteil (32) das Gebläse (26, 27) aus dem Gehäuse entfernbar ist.
  13. Lichtpolymerisationsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass entlang der optischen Achse der Lichtquelle (14) oder entlang der Längsachse des Handgriffs (20) eine Mehrzahl von Gebläsen (26) hintereinander angeordnet sind, deren Drehachsen im Wesentlichen zueinander parallel verlaufen und ein ein- oder mehrteiliger Kühlkörper (40) sich von der Lichtquelle (14) und/oder deren Sockel (42) zu den Strömungskanälen der Gebläse (26) erstreckt und Kühlrippen (46) sich bezogen auf die optische Achse (76) quer erstrecken.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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