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Dokumentenidentifikation DE10322265A1 09.12.2004
Titel Kugelgelenkverbindung
Anmelder Stabilus GmbH, 56070 Koblenz, DE
Erfinder Muders, Paul, Dipl.-Ing., 56321 Rhens, DE;
Born, Frank, Dipl.-Ing. (FH), 56379 Dienethal, DE;
Schwab, Wilhelm, Dipl.-Ing. (FH), 56564 Neuwied, DE;
Stein, Andre, Dipl.-Ing. (FH), 56329 St. Goar, DE;
Mintgen, Rolf, Dipl.-Ing. (FH), 56743 Thür, DE
Vertreter Klein, T., Dipl.-Ing.(FH), Pat.-Anw., 55263 Wackernheim
DE-Anmeldedatum 16.05.2003
DE-Aktenzeichen 10322265
Offenlegungstag 09.12.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.12.2004
IPC-Hauptklasse F16C 11/06
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine Kugelgelenkverbindung, insbesondere für ein Kolben-Zylinderaggregat, mit einem eine Befestigungsstelle zur festen Anordnung aufweisenden Halteteil 1 und einer über ein Kugelgelenk an dem Halteteil 1 in einem Schwenkwinkelbereich in einer Schwenkebene schwenkbar angeordneten Stangenteil. Dabei weist das Kugelgelenk eine Kugelpfanne 4 mit einer als Kugelsitz dienenden kugelkalottenförmigen Ausnehmung 6 der Kugelpfanne 4 auf, die eine radial gerichtete Kalottenöffnung 5 besitzt, durch die ein kugelartiges Bauteil in den Kugelsitz einführbar und in der Kugelpfanne 4 bewegbar lagerbar ist, das von einer Anlageschulter 9 der Kugelpfanne 4 hintergriffen wird. Die Befestigungsstelle und das Kugelgelenk befinden sich etwa in der Schwenkebene und das Stangenteil durchragt von dem kugelartigen Bauteil aus einen Zapfenschlitz 19, der sich sektorartig mindestens dem Schwenkwinkel entsprechend radial zum Kugelsitz erstreckt und eine mindestens der Dicke des Stangenteils entsprechende Breite aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Kugelgelenkverbindung, insbesondere für ein Kolben-Zylinderaggregat, mit einem eine Befestigungsstelle zur festen Anordnung aufweisenden Halteteil und einer über ein Kugelgelenk an dem Halteteil in einem Schwenkwinkelbereich in einer Schwenkebene schwenkbar angeordneten Stangenteil, wobei das Kugelgelenk eine Kugelpfanne mit einer als Kugelsitz dienenden kugelkalottenförmigen Ausnehmung der Kugelpfanne aufweist, die eine radial gerichtete Kalottenöffnung besitzt, durch die ein kugelartiges Bauteil in den Kugelsitz einführbar und in der Kugelpfanne bewegbar lagerbar ist, das von einer Anlageschulter der Kugelpfanne hintergriffen wird.

Bei derartigen Kugelgelenkverbindungen ist es bekannt, die Befestigungsstelle zur festen Anordnung des Halteteils quer zur Schwenkebene des Stangenteils auszurichten. Dadurch führt der Kraftfluß der Kugelgelenkverbindung zu Biegemomenten an der Befestigungsstelle und an dem Bauteil, an dem das Halteteil fest angeordnet werden soll. Dies macht einen teuren und massiven Aufbau dieses Bauteils, insbesondere eines Karosserieblechs eines Kraftfahrzeugs erforderlich.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Kugelgelenkverbindung der eingangs genannten Art zu schaffen, die einen einfachen Aufbau und eine geringe Belastung des Halteteils sowie des Bauteils, an dem das Halteteil fest angeordnet werden soll, ermöglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß sich die Befestigungsstelle und das Kugelgelenk etwa in der Schwenkebene befinden und das Stangenteil von dem kugelartigen Bauteil aus einen Zapfenschlitz im Halteteil durchragt, der sich sektorartig mindestens dem Schwenkwinkel entsprechend radial zum Kugelsitz erstreckt und eine mindestens der Dicke des Stangenteils entsprechende Breite aufweist.

Damit ist der Kraftfluß der von der Kugelgelenkverbindung zu übertragenden Kraft weitgehend in Richtung der Schwenkebene gerichtet, so daß an der Befestigungsstelle im wesentlichen nur eine Zug- oder Druckkraft, nicht aber eine ein Biegemoment erzeugende Kraft von dem Halteteil und dem Bauteil, an dem das Halteteil fest angeordnet wird, aufgenommen werden muß. Dies ermöglicht eine leichte Ausbildung dieser Teile.

Die zur Montage des kugelartigen Bauteils erforderliche Kalottenöffnung kann sich unter einem Winkel zur Schwenkebene des Stangenteils oder in Richtung der Schwenkebene des Stangenteils erstrecken.

Eine Ausbildungsmöglichkeit besteht darin, daß die Kugelpfanne an dem Halteteil angeordnet ist.

Dabei kann in einfachem Aufbau das kugelartige Bauteil eine Kugel sein, die einen das Stangenteil bildenden, radial sich erstreckenden Kugelzapfen, insbesondere eine Kolbenstange besitzt, der von der Kugel aus durch den Zapfenschlitz des Halteteils hindurch geführt ist, der sich unter einem Winkel zur Kalottenöffnung erstreckt.

Da die Kalottenöffnung sich nicht in der Kraftflußrichtung befindet, wird die Kugel bei Zug- oder Druckbelastung sicher in der Kugelpfanne abgestützt.

Vorzugsweise erstreckt sich dabei der Zapfenschlitz unter einem Winkel von etwa 90° zur Kalottenöffnung.

In einer anderen, ebenfalls einfach aufgebaute Ausbildung kann das kugelartige Bauteil eine Kugel sein, die einen das Stangenteil bildenden, radial sich erstreckenden Kugelzapfen, insbesondere eine Kolbenstange besitzt, der von der Kugel aus durch den Zapfenschlitz des Halteteils hindurch geführt ist, wobei in Bezug auf den Kugelsitz die Kalottenöffnung dem Zapfenschlitz etwa diametral gegenüber liegt und durch einen Kalottenboden verschließbar ist, an dem das kugelartige Bauteil abstützbar ist.

Dabei kann der Kalottenboden ein separat eingesetztes Bauteil sein oder aber durch das Bauteil, an dem das Halteteil fest angeordnet werden soll, gebildet werden.

Auch hier erfolgt bei Zug- oder Druckbelastung eine sichere Abstützung der Kugel.

Zur einfachen Herstellung können Kugel und Kugelzapfen getrennt hergestellt sein, wobei die Kugel mit einer radial gerichteten Gewindebohrung versehen ist, in der an seinem einen Ende mit einem entsprechenden Gewinde versehene Kugelzapfen eingeschraubt ist.

Dabei ist der Herstellungsprozeß besonders einfach, wenn das Gewinde der Gewindebohrung ein selbstformendes Gewinde ist, das durch Einschrauben des Gewindes des Kugelzapfens in eine Bohrung der Kugel erzeugt ist.

Zur Verdrehsicherung während des Einschraubens des Kugelzapfens in die Kugel kann die Kugel eine radial nach außen mündende Ausnehmung aufweisen, die sich etwa koaxial zur Kalottenöffnung erstreckt, wobei ein Haltewerkzeug durch die Kalottenöffnung in die Ausnehmung eingeführt werden kann.

Erstreckt sich der Zapfenschlitz in einem Endbereich etwa axial zur Kalottenöffnung nach außen mündend, so kann die Kugel mit dem bereits daran befindlichen Stangenteil einfach montiert werden.

In einer weiteren ebenfalls einfach aufgebauten Ausführung kann die Kugelpfanne an dem Stangenteil angeordnet sein, wobei vorzugsweise die Kugelpfanne an einem Kugelpfannenhalter angeordnet ist, der axial, insbesondere koaxial an einem Ende des Stangenteils angeordnet ist.

Dabei ist in einfacher Ausbildung der Kugelpfannenhalter mittels einer Schraubverbindung mit dem Stangenteil verbunden, wobei das mit einem Gewinde versehene Ende des Stangenteils in eine Gewindebohrung des Kugelpfannenhalters eingeschraubt ist.

Um das kugelartige Bauteil in einfacher Weise an dem Halteteil anordnen zu können, kann das kugelartige Bauteil einen durch die Kalottenöffnung in die Kugelpfanne einführbaren Kugelabschnitt aufweisen, der mittels einem oder mehreren Halteelementen an dem Halteteil anordenbar ist.

Zur Befestigung des kugelartigen Bauteils am Halteteil kann in einer Ausbildung das Halteteil eine sich etwa quer zur Schwenkebene erstreckende Achse sein, die mit einem oder beiden Enden an dem Halteteil befestigt ist.

In einer anderen Ausbildung kann das oder die Enden der Achse einteilig mit dem Kugelabschnitt ausgebildet sein.

Die Achse ist auf einfache Art mit dem Kugelabschnitt dadurch verbunden, die Achse ein eine entsprechende Bohrung des Kugelabschnitts durchragender Achszapfen ist.

Zum einfachen Einsetzen des kugelartigen Bauteils in die Kugelpfanne und anschließenden Sichern darin, besitzt die Kugelpfanne einen Verriegelungskorb, der in eine Ausnehmung des Halteteils, des Stangeteils oder des Kugelpfannenhalters eingesetzt ist.

Dabei ist das Einsetzen des kugelförmigen Baulteils besonders einfach durchführbar, wenn der Verriegelungskorb von der Kugelpfanne frei wegragende Haltearme besitzt, die kreisformartig angeordnet und radial beweglich sind sowie sich in Erstreckungsrichtung der Kalottenöffnung erstrecken und zwischen sich die Kalottenöffnung bilden.

Zur einfachen Sicherung des Verriegelungskorbes in der Ausnehmung des Halteteils, kann der Verriegelungskorb an einem oder beiden Enden radial nach außen gerichtete Rasten besitzen, die bei in die Ausnehmung des Halteteils, des Stangenteils oder des Kugelpfannenhalters eingesetztem Verriegelungskorb den oder die Mündungsbereiche der Öffnung hintergreifen.

Eine feste Anordnung des Halteteils an dem Haltebauteil ist dadurch erreichbar, daß die Befestigungsstelle durch eine oder mehrere Ausnehmungen, insbesondere durch Langlöcher oder durch eine Klemmkeilverbindung gebildet ist.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen

1 einen Querschnitt einer Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer Kugelgelenkverbindung

2 einen Querschnitt einer Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Kugelgelenkverbindung

3 einen Querschnitt einer Draufsicht der Kugelgelenkverbindung nach 2

4 eine perspektivische Ansicht des Halteteils der Kugelgelenkverbindung nach 2

5 eine Ansicht eines dritten Ausführungsbeispiels einer Kugelgelenkverbindung

6 eine Seitenansicht der Kugelgelenkverbindung nach 5

7 einen Querschnitt einer Draufsicht der Kugelgelenkverbindung nach 5

8 eine perspektivische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels des Halteteils der Kugelgelenkverbindung nach 5

9 eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels des Halteteils der Kugelgelenkverbindung nach 5

10 einen Querschnitt einer Seitenansicht eines vierten Ausführungsbeispiels einer Kugelgelenkverbindung

11 einen Querschnitt einer Seitenansicht eines fünften Ausführungsbeispiels einer Kugelgelenkverbindung

12 einen Querschnitt einer Seitenansicht eines sechsten Ausführungsbeispiels einer Kugelgelenkverbindung

13 eine Ansicht eines Halteteils der Kugelgelenkverbindung nach 12

14 einen Querschnitt des Halteteils nach 13

15 eine Rückansicht des Halteteils nach 13

16 eine perspektivische Ansicht des Halteteils nach 13

17 eine Ansicht eines Kalottenbodens der Kugelgelenkverbindung nach 12

18 einen Querschnitt des Kalottenbodens nach 17

19 eine perspektivische Ansicht de Kalottenbodens nach 17.

Die in den Figuren dargestellten Kugelgelenkverbindungen besitzen ein Halteteil 1, 1', 1'' das an einem nicht dargestellten Bauteil eines Kraftfahrzeugs wie der Karosserie oder einer Tür fest anordenbar ist. Über ein Kugelgelenk 2 ist eine Kolbenstange 3 einer nicht näher dargestellten Kolben-Zylindereinheit eines Türfeststellers mit dem Halteteil 1, 1', 1'' verbunden.

Das Kugelgelenk 2 weist eine Kugelpfanne 4 auf, die eine einen Kugelsitz bildende kugelkalottenförmige Ausnehmung 6 mit einer radial gerichteten Kalottenöffnung 5 aufweist.

Durch die Kalottenöffnung 5 ist von außen ein kugelartiges Bauteil wie eine Kugel 7 oder ein Kugelabschnitt 8 radial in die kugelkalottenförmige Ausnehmung 6 einführbar. Die Kugelpfanne 4 erstreckt sich zur Kalottenöffnung 5 hin über ihre Mittellinie hinaus und bildet dabei eine das kugelartige Bauteil hintergreifende Anlageschulter 9, durch die das kugelartige Bauteil in der kugelkalottenförmigen Ausnehmung 6 gehalten wird.

Das kugelartige Bauteil sitzt mit soviel Preßsitz in der kugelkalottenförmigen Ausnehmung 6, daß diese Verbindung spielfrei ist, das kugelartige Bauteil aber noch in der kugelkalottenförmigen Ausnehmung 6 sich verdrehen läßt.

In 1 ist das Halteteil 1 als Gabelstück u-förmigen Querschnitts ausgebildet, das an seinem einen Endbereich ein eine Befestigungsstelle bildendes Langloch 10 besitzt, durch das eine nicht dargestellte Schraube zum Anschrauben an die Karosserie oder die Tür des Kraftfahrzeugs hindurchgeführt werden kann.

An dem anderen Endbereich des Gabelstücks ist quer zu dessen Längserstreckung eine durchgehende Ausnehmung 11 runden Querschnitts ausgebildet, in die ein als verschleißfestes Kunststoffteil ausgebildeter Verriegelungskorb 12 eingesetzt ist, der die Kugelpfanne 4 aufweist. Die Querschnittskontur des Verriegelungskorbes 12 entspricht dem Querschnitt der Ausnehmung 11 des Gabelstücks. Der Verriegelungskorb 12 besitzt ausgehend von der kalottenförmigen Ausnehmung 6 koaxial zur Ausnehmung 11 frei wegragend einen Haltering 13, der radial federnd ausgebildet ist und dessen Öffnung die Kalottenöffnung 5 bildet.

Anstatt des Halterings 13 könnten auch von der Kugelpfanne 4 frei wegragende Haltearme einen Kreis bildend angeordnet sein, die radial federnd beweglich sind und zwischen sich die Kalottenöffnung bilden.

An seinen axialen Enden besitzt der Verriegelungskorb 12 radial nach außen gerichtete Rasten 14, die die Mündungsbereiche der Ausnehmung 11 hintergreifen und so den Verriegelungskorb 12 axial in der Ausnehmung 11 sichern.

In Längserstreckungsrichtung des Gabelstücks und in der zwischen und parallel zu dessen Gabelschenkeln 26 gebildeten Ebene besitzt die Kugelpfanne eine zu ihrem Zentrum gerichtete radiale schlitzartige Zapfenöffnung 18, durch die das freie Ende der Kolbenstange 3 in die Kugelpfanne 4 ragt und dort mit der Kugel 7 verschraubt ist. Dazu besitzt die Kugel 7 eine radial gerichtete Gewindebohrung 15, in die die an seinem Ende mit einem entsprechenden Gewinde 16 versehene Kolbenstange 3 eingeschraubt ist.

Die zwischen den Gabelschenkeln 26 gebildete Ebene sowie die Ebene, in der sich die schlitzartige Zapfenöffnung 18 befindet, bildet eine Schwenkebene der Kolbenstange 3 und die Längsseitige Öffnung des Gabelstücks einen Zapfenschlitz 19, in dem die Kolbenstange 3 schwenkbar ist.

Damit sich beim Einschrauben der Kolbenstange 3 in die Gewindebohrung 15 die Kugel 7 nicht verdreht, besitzt sie eine radial nach außen mündende Ausnehmung 17, die etwa koaxial zur Kalottenöffnung 5 gerichtet ist und in die von außen durch die Kalottenöffnung 5 ein Werkzeug einführbar ist, mit dem ein Verdrehen der Kugel 7 beim Einschrauben der Kolbenstange 3 verhindert wird.

Bei dem Ausführungsbeispiel der 2 bis 4 ist das Halteteil 1' als ein Kunststoffgußteil einteilig mit der Kugelpfanne 4 ausgebildet. Wie bei dem Ausführungsbeispiel der 1 besitzt das Halteteil 1' an seinem einen Endbereich ein Langloch 10 zur Befestigung an einem Karosserieteil oder einer Tür.

Von der kalottenförmigen Ausnehmung 11 erstreckt sich quer zur Längserstreckung der Kolbenstange 3 die Kalottenöffnung 5 und die Kolbenstange 3 ist durch einen dazu etwa rechtwinklig sich erstreckenden Zapfenschlitz 19' im Halteteil 1' in die kalottenförmige Ausnehmung 11 geführt und auf die gleiche Weise mit der dazu angeordneten Kugel 7 verschraubt, wie in 1.

Der radial zur Kugelpfanne 4 durchgehende Zapfenschlitz 19', der unter einem Winkel von etwa 90° zur Erstreckung der Kalottenöffnung 5 ausgebildet ist erstreckt sich um etwa 90° radial zur Kugelpfanne 4. Die Breite des Zapfenschlitzes 19 ist leicht größer als der Durchmesser der Kolbenstange 3.

Wie das Ausführungsbeispiel der 9 zeigt, kann der eine Endbereich des Zapfenschlitzes 19'' sich etwa axial zur Kalottenöffnung 5 nach außen mündend erstrecken, so daß die Kugel 7 bereits vor ihrem Einführen in die Kugelpfanne 4 mit der Kolbenstange 3 verbunden werden kann.

Das Ausführungsbeispiel der 5 bis 8 unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel der 2 bis 4 nur hinsichtlich der Befestigungsstelle. Diese ist als T-förmige Nut 20 ausgebildet, die sich quer zur Schwenkebene der Kolbenstange 3 erstreckt und in die ein an der Karosserie oder der Tür angeordneter Klemmkeil entsprechender Form einführbar ist und eine Klemmkeilverbindung bildet.

Eine solche Befestigungsstelle besitzt auch das Ausführungsbeispiel der 9.

Bei den Ausführungsbeispielen der 10 und 11 ist die Kugelpfanne 4 an einem Kugelpfannenhalter 21 angeordnet, der mittels einer Schraubverbindung koaxial mit dem freien Ende der Kolbenstange 3 verbunden ist. Dabei ist dieses freie Ende der Kolbenstange 3 mit einem Gewinde 16 versehen, das in einer entsprechenden Gewindebohrung 22 des Kugelpfannenhalters 21 eingeschraubt ist.

Der Aufbau des Halteteils 1 entspricht dem Gabelstück des Ausführungsbeispiels der 1.

Die Kugelpfanne 4 besitzt wie bei dem Ausführungsbeispiel der 1 einen Verriegelungskorb 12, der in eine durchgehende Ausnehmung 23 des Kugelpfannenhalters 21 eingesetzt und durch Rasten 14 gesichert ist. Die Ausnehmung 23 erstreckt sich dabei etwa rechtwinklig zur Schwenkebene der Kolbenstange.

Koaxial zur Kalottenöffnung 5 ist der Kalottenöffnung 5 gegenüberliegend in der Kugelpfanne 4 eine Durchgangsöffnung 24 ausgebildet. In der Kugelpfanne 4 ist der Kugelabschnitt 8 schwenkbar gelagert, der koaxial beidseitig Abstandszapfen 25 aufweist, die durch die Kalottenöffnung 5 und die Durchgangsöffnung 24 ragen und mit ihren Stirnseiten an den Innenseiten der Gabelschenkel 26 des Gabelstücks in Anlage sind. Dadurch wird der Kugelpfannenhalter 21 immer mittig zwischen den Gabelschenkeln 26 gehalten. Koaxial zu den Abstandszapfen 25 besitzt der Kugelabschnitt 8 beidseitig hervorstehend eine Achse 27 und ist entsprechende Bohrungen 28 in den Gabelschenkeln 26 durchragend an diesen befestigt. Dazu weist die Achse 27 an ihrem einen Ende einen radial sich erweiternden Kopf 29 auf, der an der Außenseite des einen Gabelschenkels 26 anliegt, während das andere Ende der Achse 27 an der Außenseite des anderen Gabelschenkels 26 anliegend zu einem Nietkopf 30 radial erweitert ist.

In 10 ist die Achse 27 ein eine entsprechende Bohrung 31 des Kugelabschnitts 8 durchragender Achszapfen, während in 11 die Enden der Achse 27 einteilig mit dem Kugelabschnitt 8 ausgebildet sind.

Bei dem Ausführungsbeispiel der 12 bis 19 ist das Halteteil 1'' ein Kunststoffteil und weist einteilig auch die Kugelpfanne 4 auf.

Die Kalottenöffnung 5 mündet entgegengesetzt dem Zapfenschlitz 19'' in die kalottenförmige Ausnehmung 11.

Die den Zapfenschlitz 19'' durchragende Kolbenstange 3 ist an ihrem freien Ende mit einem Gewinde 16 versehen und in einer entsprechenden Gewindebohrung 15 der Kugel 7 eingeschraubt.

Der Mündungsbereich der Kalottenöffnung 5 ist durch einen Kalottenboden 32 verschlossen, der entsprechend der Kugel 7 an der dieser zugewandten Seite kalottenförmig ausgebildet ist. Die Kugel 7 ist an dieser kalottenförmigen Kontur des Kalottenbodens 32 in Anlage.

Diametral sich gegenüberliegend stehen von dem kreisförmigen Kalottenboden 32 radial zwei Führungszapfen 33 hervor, die in entsprechende Ausnehmungen 34 im Halteteil 1'' und eine Verdrehsicherung des Kalottenbodens 32 bilden.

An dem die Mündung der Kalottenöffnung 5 aufweisenden Ende besitzt das Halteteil 1'' radial sich erstreckende Laschen 35 auf, die mit axial zur Längserstreckungsrichtung der Kolbenstange 3 gerichteten Ausnehmungen 36 versehen sind, die Befestigungsstellen zur Befestigung mittels Schrauben an der Karosserie oder der Tür bilden.

Der Zapfenschlitz 19'' ist entsprechend dem Zapfenschlitz 19' der 2 bis 4 ausgebildet.

1Halteteil 1'Halteteil 1''Halteteil 2Kugelgelenk 3Kolbenstange 4Kugelpfanne 5Kalottenöffnung 6Ausnehmung 7Kugel 8Kugelabschnitt 9Anlageschulter 10Langloch 11Ausnehmung 12Verriegelungskorb 13Haltering 14Rasten 15Gewindebohrung 16Gewinde 17Ausnehmung 18Zapfenöffnung 19Zapfenschlitz 19'Zapfenschlitz 19''Zapfenschlitz 20Nut 21Kugelpfannenhalter 22Gewindebohrung 23Ausnehmung 24Durchgangsöffnung 25Abstandszapfen 26Gabelschenkel 27Achse 28Bohrungen 29Kopf 30Nietkopf 31Bohrung 32Kalottenboden 33Führungszapfen 34Ausnehmungen 35Lasche 36Ausnehmungen

Anspruch[de]
  1. Kugelgelenkverbindung, insbesondere für ein Kolben-Zylinderaggregat, mit einem eine Befestigungsstelle zur festen Anordnung aufweisenden Halteteil und einer über ein Kugelgelenk an dem Halteteil in einem Schwenkwinkelbereich in einer Schwenkebene schwenkbar angeordneten Stangenteil, wobei das Kugelgelenk eine Kugelpfanne mit einer als Kugelsitz dienenden kugelkalottenförmigen Ausnehmung der Kugelpfanne aufweist, die eine radial gerichtete Kalottenöffnung besitzt, durch die ein kugelartiges Bauteil in den Kugelsitz einführbar und in der Kugelpfanne bewegbar lagerbar ist, das von einer Anlageschulter der Kugelpfanne hintergriffen wird, dadurch gekennzeichnet , daß sich die Befestigungsstelle und das Kugelgelenk etwa in der Schwenkebene befinden und das Stangenteil von dem kugelartigen Bauteil aus einen Zapfenschlitz (19, 19', 19'') durchragt, der sich sektorartig mindestens dem Schwenkwinkel entsprechend radial zum Kugelsitz erstreckt und eine mindestens der Dicke des Stangenteils entsprechende Breite aufweist.
  2. Kugelgelenkverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kalottenöffnung (5) sich unter einem Winkel zur Schwenkebene des Stangenteils erstreckt.
  3. Kugelgelenkverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kalottenöffnung (5) sich in der Schwenkebene des Stangenteils erstreckt.
  4. Kugelgelenkverbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugelpfanne (4) an dem Halteteil (1) angeordnet ist.
  5. Kugelgelenkverbindung nach den Ansprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das kugelartige Bauteil eine Kugel (7) ist, die einen das Stangenteil bildenden, radial sich erstreckenden Kugelzapfen, insbesondere eine Kolbenstange (3) besitzt, der von der Kugel (7) aus durch den Zapfenschlitz (19, 19') des Halteteils (1, 1') hindurch geführt ist, der sich unter einem Winkel zur Kalottenöffnung (5) erstreckt.
  6. Kugelgelenkverbindung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Zapfenschlitz (19, 19') unter einem Winkel von etwa 90° zur Kalottenöffnung (5) erstreckt.
  7. Kugelgelenkverbindung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das kugelartige Bauteil eine Kugel (7) ist, die einen das Stangenteil bildenden, radial sich erstreckenden Kugelzapfen, insbesondere eine Kolbenstange (3) besitzt, der von der Kugel (7) aus durch den Zapfenschlitz (19'') des Halteteils (1'') hindurch geführt ist, wobei in Bezug auf den Kugelsitz die Kalottenöffnung (5) dem Zapfenschlitz (19'') gegenüber liegt und durch einen Kalottenboden (32) verschließbar ist, an dem das kugelartige Bauteil abstützbar ist.
  8. Kugelgelenkverbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugel (7) mit einer radial gerichteten Gewindebohrung (15) versehen ist, in die der an seinem einen Ende mit einem entsprechenden Gewinde (16) versehene Kugelzapfen eingeschraubt ist.
  9. Kugelgelenkverbindung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewinde der Gewindebohrung ein selbstformendes Gewinde ist, das durch Einschrauben des Gewindes des Kugelzapfens in eine Bohrung der Kugel erzeugt ist.
  10. Kugelgelenkverbindung nach einem der Ansprüche 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugel (7) eine radial nach außen mündende Ausnehmung (17) aufweist, die etwa sich koaxial zur Kalottenöffnung (5) erstreckt.
  11. Kugelgelenkverbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zapfenschlitz (19'') in einem Endbereich sich etwa axial zur Kalottenöffnung (5) nach außen mündend erstreckt.
  12. Kugelgelenkverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugelpfanne (4) an dem Stangenteil angeordnet ist.
  13. Kugelgelenkverbindung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugelpfanne (4) an einem Kugelpfannenhalter (21) angeordnet ist, der axial, insbesondere koaxial an einem Ende des Stangenteils angeordnet ist.
  14. Kugelgelenkverbindung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Kugelpfannenhalter (21) mittels einer Schraubverbindung mit dem Stangenteil verbunden ist.
  15. Kugelgelenkverbindung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das mit einem Gewinde (16) versehene Ende des Stangenteils in eine Gewindebohrung (22) des Kugelpfannenhalters (21) eingeschraubt ist.
  16. Kugelgelenkverbindung nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das kugelartige Bauteil einen durch die Kalottenöffnung (5) in die Kugelpfanne (4) einführbaren Kugelabschnitt (8) aufweist, der mittels einem oder mehreren Halteelementen an dem Halteteil (1) anordenbar ist.
  17. Kugelgelenkverbindung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteelement eine sich etwa quer zur Schwenkebene erstreckende Achse (27) ist, die mit einem oder beiden Enden an dem Halteteil (1) befestigt ist.
  18. Kugelgelenkverbindung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Enden der Achse (27) einteilig mit dem Kugelabschnitt (8) ausgebildet sind.
  19. Kugelgelenkverbindung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (27) ein eine entsprechende Bohrung (31) des Kugelabschnitts (8) durchragender Achszapfen ist.
  20. Kugelgelenkverbindung nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß das oder die Enden der Achse (27) in entsprechenden Bohrungen (28) des Halteteils (1) insbesondere axial unverschiebbar eingesetzt sind.
  21. Kugelgelenkverbindung nach einem der Ansprüche 2, 4 und 7 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugelpfanne (4) einen Verriegelungskorb (12) besitzt, der in eine Ausnehmung (11) des Halteteils (1), des Stangenteils oder des Kugelpfannenhalters (21) eingesetzt ist.
  22. Kugelgelenkverbindung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Verriegelungskorb von der Kugelpfanne frei wegragende Haltearme besitzt, die kreisformartig angeordnet und radial beweglich sind sowie sich in Erstreckungsrichtung der Kalottenöffnung erstrecken und zwischen sich die Kalottenöffnung bilden.
  23. Kugelgelenkverbindung nach einem der Ansprüche 21 und 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Verriegelungskorb an einem oder beiden Enden radial nach außen gerichtete Rasten besitzt, die bei in die Ausnehmung des Halteteils, des Stangenteils oder des Kugelpfannenhalters eingesetztem Verriegelungskorb den oder die Mündungsbereiche der Ausnehmung hintergreifen.
  24. Kugelgelenkverbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsstelle durch eine oder mehrere Ausnehmungen, insbesondere durch Langlöcher (10) gebildet ist.
  25. Kugelgelenkverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsstelle durch eine Klemmkeilverbindung (20) gebildet ist.
Es folgen 11 Blatt Zeichnungen






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