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Dokumentenidentifikation DE102004012947A1 16.12.2004
Titel Fahrgestell für Betonmischer
Anmelder Anhänger- und Fahrzeugbau Meierling GmbH & Co. KG, 58093 Hagen, DE
Erfinder Becker, Heinrich, 58093 Hagen, DE;
Wessel, Horst, 58300 Wetter, DE
Vertreter Köchling und Kollegen, 58097 Hagen
DE-Anmeldedatum 17.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004012947
Offenlegungstag 16.12.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.12.2004
IPC-Hauptklasse B60P 3/16
IPC-Nebenklasse B62D 21/00   
Zusammenfassung Um ein Fahrgestell für Betonmischer, insbesondere mehrachsiger Auflieger für Zugfahrzeuge, bestehend aus einem Rahmen mit zueinander parallelen Längsträgern, die durch Querträger verbunden sind, wobei der Rahmen nahe seines in Normalfahrtrichtung vorderen Endes ein erstes Auflager (1) sowie einen Antrieb (2) für eine Mischtrommel (3) aufweist, die mit einem Teil ihres Umfanges zwischen die Längsträger eintaucht, und am hinteren Ende zweite Auflager (5) für die Mischtrommel (3) sowie eine Abgaberinne (6) aufweist, wobei am hinteren Endbereich Achsaggregate (7) gehalten sind, zu schaffen, welches bei großer Eintauchtiefe der Mischertrommel eine hohe Torsionssteifigkeit und einen niedrigen Schwerpunkt aufweist, wird vorgeschlagen, dass die Längsträger in zwei vordere Trägerteile (9) und zwei hintere Trägerteile (10) aufgegliedert sind, die durch eine zweifach gekröpfte Quertraverse (11) miteinander verbunden sind, so dass der Abstand der hinteren Trägerteile (10) voneinander geringer ist als der Abstand der vorderen Trägerteile (9) voneinander und der Abstand der vorderen Trägerteile (9) von der Aufstandsebene (8) des Fahrgestells größer als der Abstand der hinteren Trägerteile (10) von der Aufstandsebene (8) ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Fahrgestell für Betonmischer, insbesondere mehrachsiger Auflieger für Zugfahrzeuge, bestehend aus einem Rahmen mit zueinander parallelen Längsträgern, die durch Querträger verbunden sind, wobei der Rahmen nahe seines in Normalfahrtrichtung vorderen Endes ein erstes Auflager sowie einen Antrieb für eine Mischtrommel aufweist, die mit einem Teil ihres Umfanges zwischen die Längsträger eintaucht, und am hinteren Ende zweite Auflager für die Mischtrommel sowie eine Abgaberinne aufweist, wobei am hinteren Endbereich Achsaggregate gehalten sind.

Derartige Fahrgestelle sind im Stand der Technik bekannt. Übliche Fahrgestelle für mehrachsige Auflieger bestehen aus zwei jeweils durchlaufenden Längsträgern, die durch Querträger miteinander verbunden sind, wobei der Abstand der Längsträger voneinander so bemessen ist, dass die Mischtrommel des Betonmischers über einen Teil ihres Umfanges zwischen die Längsträger eintauchen kann. In Anbetracht dieser Konstruktion und Gestaltung ist es aber erforderlich, dass der Rahmen insgesamt einen relativ großen Abstand von der Aufstandsebene des Fahrzeuges hat, so dass zum Unterbau entsprechender Achsaggregate aufwendige Anpassungen erforderlich sind. Übliche Standard-Achsaggregate können bei solchen Fahrgestellen nicht eingesetzt werden. Darüber hinaus liegt der Gesamtschwerpunkt des Fahrgestells relativ hoch, was für das Fahrverhalten nachteilig ist. Auch ist das Leergewicht des entsprechenden Fahrgestells aufgrund der gewählten Konstruktion relativ hoch.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Fahrgestell gattungsgemäßer Art zu schaffen, welches bei großer Eintauchtiefe der Mischertrommel eine hohe Torsionssteifigkeit und einen niedrigen Schwerpunkt aufweist, welches in einfacher Weise auch auf unterschiedliche Mischertrommelgrößen anpassbar ist, welches zum Unterbau von üblichen Achsaggregaten geeignet ist und welches hinsichtlich seines Leergewichtes gegenüber dem Stand der Technik reduziert ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass die Längsträger in zwei vordere Trägerteile und zwei hintere Trägerteile aufgegliedert sind, die durch eine zweifach gekröpfte Quertraverse miteinander verbunden sind, so dass der Abstand der hinteren Trägerteile voneinander geringer ist als der Abstand der vorderen Trägerteile voneinander und der Abstand der vorderen Trägerteile von der Aufstandsebene des Fahrgestells größer als der Abstand der hinteren Trägerteile von der Aufstandsebene ist.

Durch diese Ausbildung werden wesentliche Vorteile erreicht. Es wird nämlich durch die gekröpfte Quertraverse und die entsprechende Ausrichtung der vorderen und hinteren Trägerteile eine große Eintauchtiefe der Mischertrommel im Bereich der vorderen Trägerteile erreicht, wobei durch die gekröpfte Quertraverse zusätzlich eine hohe Torsionssteifigkeit sichergestellt wird. Zudem resultiert hieraus ein niedriger Schwerpunkt des Gesamtfahrgestells. Durch entsprechende Ausbildung des 2-fach gekröpften Quertraversen-Elementes ist es in einfacher Weise möglich, lediglich durch Anfertigung von unterschiedlich bemessenen vorderen und hinteren Längsträgerteilen unterschiedliche Fahrgestelle für unterschiedliche Mischertrommelgrößen zu fertigen. Durch die konstruktive Gestaltung wird das Gesamtleergewicht gegenüber der vorbekannten Ausbildung von solchen Fahrgestellen erheblich reduziert. Zudem wird durch die Absenkung des hinteren Fahrgestellteils ein Höhenniveau und auch eine Breitenabmessung erreicht, die den Unterbau von üblichen Achsaggregaten ermöglicht. Das gesamte Fahrgestell ist als Baukastensystem gestaltet und kann in beliebiger Weise entsprechenden Bemessungen angepasst werden.

Vorzugsweise ist zudem vorgesehen, dass die hinteren Trägerteile für Standard-Achsaggregate vorbereitet sind.

Die Trägerteile können bisher übliche Form und Gestaltung aufweisen, wobei auch übliche Achsaggregate mit variablen Fahrhöhen ohne Anpassungsarbeiten einsetzbar sind.

Bevorzugt ist zudem vorgesehen, dass die zweiten Auflager längsverschiebbar und feststellbar an den hinteren Trägerteilen befestigt sind.

Hierdurch ist es in einfacher Weise möglich, den das zweite Auflager für die Mischtrommel bildenden hinteren Standardstützbock entsprechend der Abmessung der Mischtrommel längs der hinteren Trägerteile zu verschieben und in geeigneter Position zu fixieren, so dass auch eine Anpassung an unterschiedliche Mischtrommeln ermöglicht ist. Bei der erfindungsgemäßen Konstruktion entfällt insbesondere der bisher übliche zusätzliche Achsunterbau und die notwendige Anpassung des Rahmens an Achskonstruktionen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im Folgenden näher beschrieben.

Es zeigt:

1 ein erfindungsgemäßes Fahrgestell mit aufgelagerter Mischtrommel in Seitenansicht;

2 den Rahmen des Fahrgestells in Seitenansicht;

3 desgleichen in Draufsicht gesehen.

In der Zeichnung ist ein Fahrgestell für Betonmischer gezeigt. Im Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen mehrachsigen Auflieger für Zugfahrzeuge. Das Fahrgestell besteht aus einem Rahmen mit zueinander parallelen Längsträgern, die durch Querträger verbunden sind. Der Rahmen weist nahe seines in Normalfahrtrichtung vorderen Endes ein erstes Auflager 1 sowie einen Antrieb 2 für eine Mischtrommel 3 auf, die mit einem Teil ihres Umfanges (bei 4) zwischen die Längsträger des Rahmens eintaucht. Am hinteren Ende sind zweite Auflager 5 für die Mischtrommel 3 sowie eine Abgabeeinrichtung 6 vorgesehen. Zusätzlich sind am hinteren Endbereich des Rahmens Achsaggregate 7 gehaltert. Mit 8 ist die Aufstandsebene des Fahrzeuges angedeutet. Die Längsträger sind in zwei vordere Trägerteile 9 und zwei hintere Trägerteile 10 aufgegliedert, die durch eine 2-fach gekröpfte Quertraverse 11 miteinander verbunden sind. Die Quertraverse 11 ist derart verkröpft, dass das hintere Rahmenteil nach unten versetzt (zur Aufstandsebene 8 hin) ausgerichtet und dessen Trägerteile 10 enger zueinander benachbart sind, als die vorderen Trägerteile 9. Die hinteren Trägerteile 10 sind für übliche Standardachsaggregate vorgesehen. Die zweiten Auflager 5 sind vorzugsweise längsverschiebbar und in beliebiger Position feststellbar an den hinteren Trägerteilen 10 befestigt. Durch die Anordnung der 2-fach gekröpften Quertraverse 11 wird eine große Eintauchtiefe der Mischtrommel 3 im vorderen Bereich zwischen den Trägerteilen 9 ermöglicht, wobei zudem eine hohe Torsionssteifigkeit durch die Quertraverse 11 erreicht wird. Insgesamt wird auch der Schwerpunkt des entsprechenden Fahrgestells zur Aufstandsebene 8 hin verlagert, was für das Fahrverhalten vorteilhaft ist. Unter Anwendung des erfindungsgemäßen Prinzips ist es möglich, unterschiedliche Fahrgestelle nach einem Baukastensystem zu fertigen. Es können dabei verschiedene Achsaggregate mit variablen Fahrhöhen eingesetzt werden, wobei allerdings grundsätzlich Standardachsaggregate verwendet werden können, ohne dass aufwendige Anpassungsarbeiten am Fahrgestell vorgenommen werden müssen. Der Abstand der hinteren Trägerteile 10 von der Aufstandsebene 8 entspricht dem Abstand, der für den Unterbau entsprechender Standardachsaggregate geeignet und bestimmt ist.

Insgesamt wird durch die erfindungsgemäße Konstruktion auch eine Reduzierung des Gesamtleergewichtes erreicht.

Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern im Rahmen der Offenbarung vielfach variabel.

Alle neuen, in der Beschreibung und/oder Zeichnung offenbarten Einzel- und Kombinationsmerkmale werden als erfindungswesentlich angesehen.


Anspruch[de]
  1. Fahrgestell für Betonmischer, insbesondere mehrachsiger Auflieger für Zugfahrzeuge, bestehend aus einem Rahmen mit zueinander parallelen Längsträgern, die durch Querträger verbunden sind, wobei der Rahmen nahe seines in Normalfahrtrichtung vorderen Endes ein erstes Auflager (1) sowie einen Antrieb (2) für eine Mischtrommel (3) aufweist, die mit einem Teil ihres Umfanges zwischen die Längsträger eintaucht, und am hinteren Ende zweite Auflager (5) für die Mischtrommel (3) sowie eine Abgaberinne (6) aufweist, wobei am hinteren Endbereich Achsaggregate (7) gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsträger in zwei vordere Trägerteile (9) und zwei hintere Trägerteile (10) aufgegliedert sind, die durch eine zweifach gekröpfte Quertraverse (11) miteinander verbunden sind, so dass der Abstand der hinteren Trägerteile (10) voneinander geringer ist als der Abstand der vorderen Trägerteile (9) voneinander und der Abstand der vorderen Trägerteile (9) von der Aufstandsebene (8) des Fahrgestells größer als der Abstand der hinteren Trägerteile (10) von der Aufstandsebene (8) ist.
  2. Fahrgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die hinteren Trägerteile (10) für Standard-Achsaggregate vorbereitet sind.
  3. Fahrgestell nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Auflager (5) längsverschiebbar und feststellbar an den hinteren Trägerteilen (10) befestigt sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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