Die Erfindung betrifft einen fluidischen Oszillator, der zu einer
Längssymmetrieebene P symmetrisch ist, aufweisend eine Öffnung, durch die das Fluid
in die so genannte Oszillationskammer als zweidimensionaler Fluidstrahl eintritt,
der zu der besagten Symmetrieebene P quer schwingt, und ein Hindernis, das den größten
Teil der besagten Oszillationskammer belegt, mit einer Stirnwand, in die gegenüber
der besagten Öffnung ein Hohlraum eingearbeitet ist, der von dem schwingenden Fluidstrahl
bestrichen wird.
Fluidische Oszillatoren sind hinreichend bekannt, und das Dokument
WO 9322627 gibt dazu ein Beispiel, das in 1 in der
Draufsicht dargestellt ist.
Dieser Oszillator 1, der zu einer Längssymmetrieebene P symmetrisch
ist, umfasst eine Oszillationskammer 3 mit einem Hindernis 5.
Das Hindernis 5 weist eine Stirnwand 7 auf, in die ein so genannter
stirnseitiger Hohlraum 9 gegenüber einer Öffnung 11 eingearbeitet
ist.
Diese Öffnung 11 definiert einen Fluideingang in die Oszillationskammer
3 und ist in der Lage, einen zweidimensionalen Fluidstrahl auszubilden,
der quer zur Längssymmetrieebene P des Oszillators schwingt.
Ist der fluidische Oszillator im Betrieb und trifft der Fluidstrahl
auf den stirnseitigen Hohlraum 9 und überstreicht diesen während des Schwingens,
bilden sich beiderseits des Strahls Hauptwirbel T1, T2 aus (1),
die gegenphasig und im Zusammenhang mit dem Schwingen des Strahls abwechselnd stark
und schwach sind.
Auf 1 belegt der Wirbel T1 einen Raum,
der weitaus größer ist als der Raum des stirnseitigen Hohlraums des Hindernisses,
und der Druck dieses Wirbels ist derart, dass der Strahl trotz des Vorhandenseins
des anderen Wirbels T2, der sich zwischen der sich an den Hohlraum anliegenden Stirnwand
7 des Hindernisses 5 und der Wand 13 gegenüber der mit
der Öffnung 11 verbundenen Oszillationskammer befindet, in eine extreme
Position gedrängt wird.
Ist der Fluidstrahl in dieser Position, wird ein Teil des aus dem
Strahl hervorgegangenen Stroms hinter das Hindernis gelenkt und ein anderer Teil
zurück, der den Wirbel T2 speist, der immer größer wird und dessen Druck so lange
steigt, bis er ausreichend groß ist, um den Strahl auf die andere Seite in die entgegengesetzte
extreme Position zu drängen.
Somit schwingt der Strahl von einer extremen Position zur anderen
und man kann durch Ermittlung der Schwingfrequenz des Strahls den Fluiddurchsatz
bestimmen, wobei die Frequenz als proportional zum Durchsatz betrachtet wird.
Um Fehler bei der Bestimmung des Fluiddurchsatzes zu reduzieren, darf
das Verhältnis Schwingfrequenz/Durchsatz keinen allzu großen Schwankungen ausgesetzt
sein, die vom Strömungsregime abhängen.
Nun hat der Anmelder im so genannten Übergangsregime, d. h. bei Reynoldsschen
Zahlen, die für die Strömung gegenüber der Öffnung 11 berechnet wurden
und die bei ca. 300 liegen, in der Nähe der Basis des Fluidstrahls neben dem Wirbel
T1 einen Hochdruckbereich feststellen können (Wirbel T3), sowie andere Wirbel, die
auf 1 gegenüber der Stirnwand unter den Wirbeln T1
und T3 dargestellt sind.
Diese Wirbel verstärken die Wirkung von Wirbel T1, und Wirbel T2 benötigt
aus diesem Grund mehr Zeit, bis er ausreichend stark ist, um die von T1 und T3 ausgeübten
Drücke auszubalancieren, wodurch sich die Schwingfrequenz verringert und folglich
Fehler bei der Bestimmung des Fluiddurchsatzes auftreten.
Im übrigen ist durch Dokument US 4,244,230
ein fluidischer Oszillator bekannt, der eine Düse aufweist, die sich in Richtung
eines U-förmigen Hindernisses erstreckt, das eine Oszillationskammer definiert.
Die Länge der Seitenwände der Düse ist gleich dem Abstand zwischen den Enden der
Wände des Hindernisses und dem Scheitelpunkt der Flächen unterhalb der beiden Abschnittselemente
in Form eines Halbovals, die im Verhältnis zum Kanal vertikal angeordnet sind und
deren Hauptachsen parallel zur Strömungsrichtung des Fluids verlaufen, bzw. größer
als dieser. Während des Betriebs des fluidischen Oszillators beeinflusst dieser
Düsentyp das Schwingen des Strahls, indem sie die Entwicklung des Wirbels T1 erheblich
behindert.
Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, diese Probleme zu beheben
und schlägt einen zu einer Längssymmetrieebene P symmetrischen fluidischen Oszillator
vor, der eine Öffnung aufweist, durch die das Fluid in die so genannte Oszillationskammer
in Form eines zweidimensionalen Fluidstrahls, der im Verhältnis zur besagten Symmetrieebene
P quer schwingt, gelangen kann, und ein Hindernis, das den größten Teil der besagten
Oszillationskammer ausfüllt und eine Stirnwand mit einem Hohlraum gegenüber der
besagten Öffnung hat, die von dem schwingenden Fluidstrahl überstrichen wird, dadurch
gekennzeichnet, dass sich die beiden Seitenwände beiderseits der Öffnung erstrecken
und diese verlängern, so dass innerhalb der Oszillationskammer eine Düse ausgebildet
wird, in Richtung des Hindernisses, gemäß einer Länge, die kürzer sein muss als
der Abstand zwischen der Öffnung und der Stirnwand des Hindernisses,
damit das Ende der besagten Wände nicht zu nah bei dem Hohlraum liegt.
Diese Düse schützt den Fluidstrahl vor den im Hochdruckbereich in
der Nähe der Basis des besagten Strahls befindlichen Wirbeln, die dazu beitragen,
dass dieser übermäßig abgeknickt wird.
Der Fluidstrahl ist demzufolge weniger dem Einfluss dieser störenden
Wirbel unterworfen als bei vorgenannter Erfindung.
Demnach weist der erfindungsgemäße fluidische Oszillator eine im Übergangsregime
höhere Schwingfrequenz auf, als der dem Stand der Technik entsprechende fluidische
Oszillator.
Einem Merkmal zufolge sind die Seitenwände zueinander etwa parallel.
Die Länge Le der Seitenwände ist vorzugsweise 0,75 bis 1b, wobei b das Quermaß bzw.
die Breite der Öffnung bezeichnet. Das Längsmaß Le der Seitenwände ist zum Beispiel
etwa gleich b.
Die Stirnwand des Hindernisses weist vorzugsweise zwei im wesentlichen
ebene Stirnflächen auf, die den Hohlraum des besagten Hindernisses umrahmen, wobei
die Ebene jeder der besagten Flächen etwa senkreich zur Längssymmetrieebene P ist.
Die Oszillationskammer hat vorzugsweise zwei Wandabschnitte, die sich
beiderseits von der Öffnung befinden und zwei Flächen aufweist, die jeweils gegenüber
den Stirnflächen des Hindernisses angeordnet sind und zu diesen etwa parallel.
Einem Merkmal der Erfindung zufolge wird der Hohlraum durch eine Fläche
definiert, die in der Schwingebene des Fluidstrahls einerseits zwei gerade, zur
Längssymmetrieebene an den Stellen, wo die besagte Fläche auf die besagten Stirnflächen
trifft, etwa parallele Abschnitte und andererseits einen halbrunden Abschnitt aufweist,
der sich an die besagten geraden Abschnitte anschließt.
Der Teil des Hohlraums, der am weitesten von der Öffnung entfernt
ist, liegt vorzugsweise in einem Abstand Lo von 2,2 bis 2,5b von der Stirnwand des
Hindernisses entfernt, wobei b das Quermaß bzw. die Breite der Öffnung bezeichnet.
Einem anderen Merkmal der Erfindung zufolge ist der Abstand L zwischen
der Öffnung und der Stirnwand des Hindernisses 2,8 bis 3,2b, wobei b das Quermaß
bzw. die Breite der Öffnung bezeichnet.
Einem Merkmal der Erfindung zufolge weist der fluidische Oszillator
mindestens zwei Sensoren zur Ermittlung der Schwankungen der Geschwindigkeit oder
des Drucks des Fluidstroms auf.
Vorteilhafterweise sind die Sensoren zur Ermittlung der Geschwindigkeitsschwankungen
des Fluidstroms in der Nähe des Düsenendes angeordnet.
Andere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden durch die nun folgende
Beschreibung offenbart, die lediglich als Beispiel dienen soll und im Zusammenhang
mit den anliegenden Zeichnungen steht, von denen:
1 eine Draufsicht eines dem Stand der
Technik entsprechenden fluidischen Oszillators ist,
2 eine Draufsicht eines erfindungsgemäßen
fluidischen Oszillators ist,
3 eine Draufsicht des fluidischen Oszillators
von 2 ist, bei der die Hauptwirbel T1, T2 für eine
extreme Position des Fluidstrahls dargestellt sind,
4 ein Diagramm ist, das die Linearkurven
des fluidischen Oszillators von 2 mit und ohne Düse
zeigt.
Ein anhand 2 dargestellter und mit dem
allgemeinen Bezugszeichen 20 bezeichner fluidischer Oszillator wird im
Zusammenhang mit einem Gasstrom verwendet, um den Durchsatz und das Volumen des
Gases zu bestimmen, das den besagten Oszillator durchströmt hat.
Der fluidische Oszillator 20 ist im Verhältnis zu einer Längssymmetrieebene
P symmetrisch, auf der eine Eingangsöffnung 22, durch die der Strom in
eine so genannte Oszillationskammer 24 gelangen kann, in deren Zentrum
ein Hindernis 26 angeordnet ist, das den größten Teil dieser Kammer ausfüllt,
und eine Ausgangsöffnung 28 zur Ableitung des Gasstroms aus der Oszillationskammer
angeordnet sind.
Die Oszillationskammer ist von zwei Wänden 30,
32 begrenzt, die gegenüber der Ebene P symmetrisch sind und zwischen denen
die Eingangs- und Ausgangsöffnungen ausgebildet sind.
Die Eingangsöffnung 22 ist in Form eines Spalts mit einem
Quermaß bzw. einer Breite von konstant b ausgebildet, dessen größte Abmessung in
Form seiner Höhe vertikal in 2 dargestellt ist.
Dieser Spalt entwickelt sich längs in der Flucht von Eingangsöffnung
22 und Ausgangsöffnung 28 anhand von zwei zueinander parallelen
Seitenwänden 34, 36, die eine Düse 38 bilden. Diese Seitenwände
entwickeln sich innerhalb der Oszillationskammer 24 bzw. ausgehend von
jeder Wand 30, 32 der Oszillationskammer beiderseits
der Eingangsöffnung über die gesamte Höhe derselben.
Diese Düse wandelt den Gasstrom um, der sie durchquert und der vom
Pfeil F als ein zweidimensionaler Fluidstrom gekennzeichnet wird (der Fluidstrom
bleibt ungefähr gleich gemäß der in Spalthöhe parallelen Richtung), der quer im
Verhältnis zur Längssymmetrieebene P schwingt.
Die Oszillationskammer 24 definiert über ihre Wände
30 und 32 mit den Wänden des Hindernisses 26 zwei Kanäle
C1 und C2, durch die der Gasstrom wechselseitig durch den einen oder anderen Kanal
in Richtung Ausgang 28 des fluidischen Oszillators geleitet werden kann.
Das Hindernis 26 weist über eine Stirnwand 40 auf,
in die gegenüber der Düse 38 ein Hohlraum 42 eingearbeitet ist,
der vom Gasstrahl bei seiner Oszillationsbewegung überstrichen wird.
Die Stirnwand 40 des Hindernisses 26 umfasst ebenfalls
zwei Flächen, Stirnflächen 44 und 46 genannt, die symmetrisch
zu beiden Seiten des Hohlraums 42 angeordnet und im wesentlichen eben sind.
Die Ebene, in der diese Stirnflächen angeordnet sind, ist etwa vertikal
zur Längssymmetrieebene P und zur Stromrichtung gegenüber Spalt 22.
Die Oszillationskammer 24 umfasst ebenfalls zwei Wandabschnitte
30a und 32a, die symmetrisch beiderseits des Spalts
22 und gegenüber den Stirnflächen 44 und 46 angeordnet
sind.
Die Wandabschnitte 30a und 32a haben Flächen, die
zu den Stirnflächen 44 und 46 parallel sind.
So werden die Wirbel, die sich beiderseits des Strahls ausbilden,
in den beiden freien Räumen zu lokalisieren sein, die sich zwischen den Stirnflächen
44 und 46 und den betreffenden entsprechenden Flächen der Wandabschnitte
30a und 32a befinden. Diese Wirbel werden sich so gewissermaßen
frei zwischen diesen Flächen entwickeln.
Damit die besagten Flächen ihre Funktion erfüllen können, müssen das
Quermaß bzw. die Breite Fo der Stirnfläche 44, 46 nicht groß sein;
eine Breite Fo von 0,8 bis 1,4b und von zum Beispiel gleich 1,2b ist absolut ausreichend.
Der Abstand L zwischen den Stirnflächen 44 und
46 und den Flächen der Wandabschnitte 30a und 32a darf
nicht zu knapp bemessen sein, damit zur Entwicklung der Wirbel ausreichend Platz
bleibt.
Ist der Abstand L zu klein, zum Beispiel unter 2,8b, können im Laminarregime
in der Tat Probleme auftreten, weil der Druck der Wirbel zu rasch ansteigt und deswegen
der Strahl zu schnell schwingt.
Der Abstand L ist zum Beispiel gleich 3b.
In der Draufsicht von 2 zeigt der Hohlraum
42 eine Fläche, deren Profil es ermöglicht, den schwingenden Gasstrahl
in den besagten Hohlraum bei Vermeidung von Umwälzerscheinungen innerhalb dieses
Hohlraums zu lenken.
In der Draufsicht von 2 wird die Fläche
des Hohlraums von zwei geraden Abschnitten 42a, b begrenzt, die
etwa parallel zur Längssymmetrieebene P sind und die an der Hohlraumöffnung auf
die beiden jeweiligen Stirnflächen 44, 46 treffen.
Die Fläche des Hohlraums wird weiterhin begrenzt durch einen halbkreisförmig
geformten Abschnitt 42c, der an die geraden Abschnitte anschließt und somit
den Hintergrund des Hohlraums ausbildet. So haben die Ströme, die auf dem Strahl
beruhen, der sich beim Auftreffen auf die Fläche des Hohlraums geteilt hat und die
von der besagten Fläche gelenkt werden, beim Austritt aus dem besagten Hohlraum
eine etwa parallele Richtung zur Ebene P.
Allerdings sind auch andere Formen geeignet, insofern sie die o. g.
Voraussetzungen erfüllen.
So kann das Profil der Fläche beispielsweise parabolisch sein.
Außerdem ermöglicht die Tatsache, dass die Flächen der Wandabschnitte
30a und 32a zu den Stirnflächen 44, 46 parallel
sind und dass der aus dem Hohlraum 42 austretende Strom zu diesen Flächen
etwa vertikal verläuft, dass auf diesen Strom, der auf die besagten Flächen der
Wandabschnitte 30a und 32a auftrifft, kein Einfallswinkel übertragen
wird, der gegenüber diesen Flächen von der Normalen zu weit abweicht, unabhängig
vom Durchsatz des Stroms.
In der Tat hätte ein im Verhältnis zu diesen Flächen von der Normalen
übermäßig abweichender Einfallswinkel zur Folge, dass sich die Größe des zwischen
einer dieser Stirnflächen und der entsprechenden gegenüberliegenden Fläche des Wandabschnitts
30a und 32a positionierten Wirbels ändern würde.
Ferner ist festzuhalten, dass der Hohlraum tiefer ist als der des
gemäß dem Stand der Technik bekannten, in 1 dargestellten
fluidischen Oszillators, um die Morphologie des Hauptwirbels T1 unabhängig vom Strömungsregime
(laminar, transitorisch, turbulent) zu fixieren. So kann sich auch bei einem sehr
schwachen Durchsatz, d. h. bei Reynoldsschen Zahlen von ca. 50, in diesem Hohlraum
ein Wirbel entwickeln, der mit einem Wirbel im Turbulenzregime
vergleichbar ist. Dadurch können auch für Reynoldssche Zahlen von ca. 50 Schwingfrequenzen
des Strahls gemessen werden, was mit dem Hohlraum des mittels 1
dargestellten Oszillators nicht möglich ist.
Der Teil des Hohlraums, der vom Spalt 22 am weitesten entfernt
ist, liegt in einem Abstand Lo von den Stirnflächen 44, 46 entfernt,
die sich auf der Ebene der Öffnung des besagten Hohlraums befinden, wobei Lo von
2,2b bis 2,5b ist und zum Beispiel gleich 2,4b.
In der Tat darf der Hohlraum 42 nicht zu tief sein (zum Beispiel
Lo = 3b), um die Wirkung von Wirbel T1 auf den durchsatzschwachen Strahl nicht zu
verstärken, weil dadurch die Schwingfrequenz des besagten Strahls erheblich gemindert
werden würde.
Die Breite Ro der Öffnung des Hohlraums 42 zwischen den zwei
geraden Abschnitten 42a, 42b ist 3,4b bis 3,8b und zum Beispiel
gleich 3,6b.
Durch Verlängerung des Schlitzes 22 mittels der Düse
38 wird der Fluidstrahl, wenn er sich wie in 3
dargestellt positioniert, von der störenden Wirkung der sich zwischen der Stirnfläche
46 und der entsprechenden Fläche des Wandabschnitts 32a befindlichen
Wirbel in seinem von den Wänden 34, 36 kanalisierten Teil geschützt.
Der Strahl ist damit an seiner Basis gefestigt, wodurch er der störenden Wirkung
dieser parasitärer Wirbel widerstehen und demzufolge im Übergangsregime eine höhere
Schwingfrequenz haben kann, als es bei der bereits bekannten Erfindung (1)
der Fall ist.
Weiterhin wird der Strahl in der Konfiguration des erfindungsgemäßen,
anhand der 2 und 3
dargestellten fluidischen Oszillators eher in seinem freien Teil „geknickt"
als bei der bereits bekannten Erfindung und man sieht, dass der Strahl gegenüber
der Stirnfläche 44 in Richtung der entsprechenden Fläche des Wandabschnitts
30a abknickt, wodurch der Wirbel T2 weniger Platz hat, um sich zu entwickeln.
Das erklärt, warum der Wirbel T2 schneller Druck aufbaut als bei vorbekannter
Erfindung, der von T1 ausgeübte Druck wird demzufolge schneller kompensiert, wodurch
der Strahl schneller schwingt.
Die Länge Le der Seitenwände 34, 36 muss unbedingt
kürzer sein als der Abstand L, damit sich die besagten Wände nicht in zu großer
Nähe zum Hohlraum 42 befinden, der vollständig von einem der Wirbel T1
ausgefüllt sein wird, währenddessen sich der andere Wirbel T2 im Freiraum zwischen
Stirnfläche 44 und der Fläche gegenüber dem Wandabschnitt 30a
befindet (3).
In der Tat würden zu lange Seitenwände (zum Beispiel Le = 2b) die
Entwicklung von Wirbel T1 behindern und damit auch das Schwingen des Strahls. Auch
Wirbel T2 würde sich anders entwickeln, da der Strahl im Hohlraum verweilen würde
und damit T2 gezwungen sein würde, sich in einem begrenzten Raum zu verstärken.
Vorteilhafterweise beträgt das Maß Le 0,75b bis 1b und ist zum Beispiel
gleich 0,9b.
Weiterhin wird dadurch, dass es diese Wände gibt, die Basis des Fluidstrahls
von Rückströmungen, die Fehler bei der Ermittlung der Schwingfrequenz des Strahls
hervorrufen könnten, isoliert.
Wie 2 zeigt, sind die Seitenwände
34, 36 der Düse 38 über ihre Länge Le gleichbleibend
dick mit Ausnahme dort, wo die besagten Seitenwände auf die Wandabschnitte
30a, 32a treffen und leicht konkav sind. Wichtig ist, dass diese
Seitenwände so wenig Platz wie möglich einnehmen, um die Entwicklung der Hauptwirbel
T1 und T2 nicht zu behindern.
So können die Seitenwände 34, 36 zwei gerade, sehr
dünne Lamellen sein, was ausreichend wäre, um den Fluidstrahl zu lenken und vor
Störungen zu schützen.
Mit der Konfiguration des vorher beschriebenen Oszillators kann man
Wirbel T1 und T2 erzeugen, deren Morphologie nur wenig in Abhängigkeit des Strömungsregimes
variiert, wodurch ein sicheres Messen gewährleistet wird.
Mit dem fluidischen Oszillator von 2
kann der Durchsatz des ihn durchquerenden Gases dank zweier Druckmessstellen gemessen
werden, die sich an den äußersten Punkten befinden, die der Gasstrahl im Hohlraum
42 überstreicht. Diese zwei Druckmessstellen sind an bekannte Vorrichtungen
angeschlossen, mit denen die Schwingfrequenz des Strahls gemessen werden kann. Der
Zusammenhang zwischen Frequenz und Durchsatz wird durch vorheriges Eichen hergestellt.
Zur Ermittlung von Schwankungen der Strömungsgeschwindigkeit und demzufolge
auch zur Messung der Schwingfrequenz des Strahls sind Wärme- bzw. Ultraschallsensoren
ebenfalls geeignet.
Auch diese Sensoren können zwischen der Düse 38 und dem Hindernis
26 in der oberen Wand (auf 2 nicht dargestellt),
die die Abdeckung des fluidischen Oszillators bildet, platziert werden, oder sogar
in der unteren Wand des besagten fluidischen Oszillators (die bei 2
den Hintergrund bildet).
Die Lage derartiger Sensoren 48, 50 ist in
2 durch Kreise dargestellt.
Es sei darauf hingewiesen, dass die Sensoren 48,
50 von 2 vorzugsweise vor dem Ende der Düse
38 liegen und um einen Abstand voneinander entfernt sind, der kleiner bzw.
gleich dem Abstand der Seitenwände 34, 36 ist, um im Fluidstrom
angeordnet zu sein.
Bei schwachem Durchsatz bildet sich entlang der Innenflächen der Seitenwände
34, 36 eine Grenzschicht aus, was dem Strahl, wenn er aus der
Düse 38 austritt, einen Geschwindigkeitsgradienten verleiht, der akzentuierter
ist als der Gradient, den man an der Basis des Strahls gegenüber der Öffnung von
1 erhält, weswegen das von den Sensoren ermittelte
Signal stärker ist als bei vorgenannter Erfindung. Demzufolge ist die Schwingfrequenz
eines durchsatzschwachen Fluidstrahls mit den vor der Düse 38 platzierten
Sensoren leichter zu ermitteln als im fluidischen Oszillator der vorbekannten Erfindung.
Weiterhin sind die derart positionierten Sensoren bei höheren Durchsätzen
vor Störeinflüssen, die durch Rückströmungen hervorgerufen werden und die auch von
den besagten Sensoren ermittelt werden könnten, geschützt.
4 zeigt drei Linearkurven von fluidischen
Oszillatoren mit drei verschiedenen Konfigurationen: Kurve A entspricht der Kurve
des Oszillators von 2 ohne die Düse 38, die
Kurven B und C sind Kurven des Oszillators von 2 für
zwei verschieden lange Düsen 38, wobei eine Düse die Länge 0,5b (Kurve
B) und die andere Düse die Länge 0,9b (Kurve C) hat.
Für diese Oszillatoren ist die Breite b des Schlitzes 22
gleich 19 mm, wobei die anderen Abmessungen denen entsprechen, die vorstehend in
Abhängigkeit von dieser Länge b definiert wurden.
Demzufolge bewirkt das Vorhandensein einer Düse in der Oszillationskammer,
dass sich die Schwingfrequenz des Strahls im Übergangsregime erhöht und demzufolge
die Linearkurve des fluidischen Oszillators korrigiert wird.
Diese Wirkung verstärkt sich auch bei leichter Verlängerung der Düse,
wobei es angezeigt ist, diese nicht übermäßig zu verlängern, da dann die Gefahr
besteht, dass die Schwingfrequenz des Strahls im Laminarregime erheblich ansteigt.
Ein derartiger fluidischere Oszillator kann sowohl für Gase als auch
Flüssigkeiten (Wasser, Kraftstoff für Kraftfahrzeuge ...) eingesetzt werden.