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VENTILAUFBAU UND VORRICHTUNG ZUR FLÜSSIGKEITSÜBERTRAGUNG - Dokument DE69914991T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69914991T2 16.12.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000992451
Titel VENTILAUFBAU UND VORRICHTUNG ZUR FLÜSSIGKEITSÜBERTRAGUNG
Anmelder Eastman Kodak Co., Rochester, N.Y., US
Erfinder Piccinino, Jr.,, Ralph L., Rochester, New York 14650-2201, US
Vertreter WAGNER & GEYER Partnerschaft Patent- und Rechtsanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69914991
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 27.09.1999
EP-Aktenzeichen 992031450
EP-Offenlegungsdatum 12.04.2000
EP date of grant 25.02.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.12.2004
IPC-Hauptklasse B67D 5/02
IPC-Nebenklasse B67D 3/04   F16L 37/32   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Ventilaufbau und eine den Ventilaufbau enthaltende Vorrichtung. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf einen Ventilaufbau zum Steuern der Flüssigkeitsströmung zwischen einem Behälter und einem Flüssigkeitssystem, etwa einem chemischen Nachfüllbehälter und einer Entwicklungs- oder Fotoprintmaschine, in denen die Flüssigkeit verwendet wird, ohne dass der Benutzer mit ihr in Kontakt gelangt.

Durchflussregelungen, etwa Ventile, sind zur Regelung des Durchflusses von Material, hauptsächlich Flüssigkeiten, zwischen einem Behältersystem und einem anderen weit verbreitet im Einsatz. Üblicherweise wird ein flüssiges Material einem Behältersystem, etwa einer Entwicklungsmaschine, in der Weise zugeführt, dass das flüssige Material aus einem Behälter, zum Beispiel einem nachgiebigen Behälter, einem in der Entwicklungsmaschine enthaltenen Flüssigkeitsvorrat oder Verteilerkanal zugeführt wird. Die Flüssigkeiten bestehen bei derartigen Anwendungen normalerweise aus flüssigen Chemikalien. Bei den derzeit zum Nachfüllen von Chemikalien in diese Maschinen verwendeten flexiblen Behältern oder Flaschen muss der Benutzer zunächst den Behälter öffnen und dann den Inhalt in die Entwicklungsmaschine gießen. Aufgrund dieses Vorgangs kann Flüssigkeit austreten, was ein Problem darstellt. Natürlich wird der Benutzer durch derartige chemische Leckagen möglicherweise schädlichen Auswirkungen des Materials ausgesetzt. Damit verbundene Probleme der derzeitigen Systeme sind außerdem Chemikalienverluste und daraus resultierende Kosten. Angesichts dieser Defizite besteht ein Bedarf, die entsprechenden Materialien, etwa fotografische Chemikalien, in einem geschlossenen Behältersystem und ohne Leckage in Entwicklungsmaschinen einbringen zu können. Systeme dieser Art würden sich dem Bediener dann als tropffreie oder trockene Zuführsysteme darstellen.

Nach dem Stand der Technik besteht daher ein Bedarf an einem trockenen System zur Einleitung einer Flüssigkeit aus einem geschlossenen Behältersystem. Vorzugsweise müsste bei einem solchen System eine Strömungsregelung oder Ventilanordnung mit beiden Flüssigkeitssystemen (zum Beispiel einem flexiblen Behälter für die fotografischen Materialien und der Entwicklungsmaschine) in Verbindung stehen und müsste derart arbeiten, dass beim Abtrennen des geschlossenen Behältersystems die Ventilanordnung schließen würde und der Benutzer keiner austretenden Flüssigkeit ausgesetzt wäre.

US-A-5 694 991 und US-A-4 949 745 beschreiben eine Ventilbaugruppe, die Leckagen während der Überführung von Flüssigkeit zwischen einem Behälter und einem zugehörigen geschlossenen Behälter-Flüssigkeitssystem verhindert und bei der der Benutzer keines der Flüssigkeitssysteme vor der Einleitung der Flüssigkeit zu öffnen braucht. Die Ventilbaugruppe gemäß US-A-5 694 991 weist ein zum ersten Flüssigkeitssystem gehörendes erstes Element und ein zum zweiten Flüssigkeitssystem gehörendes zweites Ventilelement auf. Durch diese Art Aufbau wird zwar ein System geschaffen, bei dem zwischen den betreffenden Systemen nur geringe oder keine Leckage auftritt, ein Leckproblem kann sich aber beim Zusammenfügen der beiden Flüssigkeitssysteme zum Überführen der Flüssigkeit ergeben. Wenn die beiden Elemente nicht korrekt axial ausgerichtet sind, kann diese Fehlausrichtung möglicherweise zu kleineren Leckagen zwischen den beiden Teilen führen. Und wenn eines der beiden Elemente in seiner Form geringfügig vom Sollzustand abweicht, könnte dies zusätzlich kleine Leckagen verursachen. Da eines der Elemente dauerhaft an einer Vorrichtung installiert ist und dadurch vielfach wiederholten Vorgängen des Anschließens und Lösens ausgesetzt ist, ist es darüber hinaus wichtig, dass das dauerhaft montierte Element die für diese wiederholte Benutzung erforderliche Dauerhaftigkeit aufweist.

Bei einem typischen System umfasst eines der geschlossenen Behältersysteme einen Behälter mit einer Flüssigkeit, etwa einer lichtempfindlichen Entwicklungslösung, und ist dazu bestimmt, bei entsprechendem Flüssigkeitsbedarf an ein in einem fotografischen Entwicklungsgerät, zum Beispiel einem Minilab, vorgesehenes Flüssigkeitssystem angeschlossen zu werden. Normalerweise enthält auch das Entwicklungsgerät ein geschlossenes Behältersystem zur Aufnahme der einzuleitenden Flüssigkeit. Dies bedeutet, dass die im Minilab installierte Ventilbaugruppe sehr oft und wiederholt, der Flüssigkeitsvorratsbehälter hingegen nur einmal benutzt wird.

Es besteht daher ein Bedarf an einem Ventilaufbau, bei dem das mögliche Austreten von Flüssigkeit minimiert ist und der so dauerhaft ist, dass die Ventilbaugruppen wiederholt miteinander verbunden und voneinander getrennt werden können.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung soll ein Ventilaufbau zum Steuern der Flüssigkeitsströmung zwischen einem ersten Flüssigkeitssystem und einem zweiten Flüssigkeitssystem bereitgestellt werden. Das zweite Flüssigkeitssystem enthält eine in das erste Flüssigkeitssystem einzuleitende Flüssigkeit. Das erste Flüssigkeitssystem weist eine erste Ventilbaugruppe auf, die dazu bestimmt ist, mit einer zweiten Ventilbaugruppe an dem zweiten Flüssigkeitssystem in Eingriff gebracht zu werden. Die erste Ventilbaugruppe weist einen Rüssel mit einem Kanal, ein Einlassende zum Aufnehmen der Flüssigkeit und ein Auslassende zum Transportieren der aufgenommenen Flüssigkeit in das erste Flüssigkeitssystem auf. Das Einlassende ist an einem ersten Endabschnitt des Rüssels angeordnet und weist mindestens einen Zulauf auf. Außerdem umfasst die erste Ventilbaugruppe ein Blockierelement, das bezüglich des Rüssels von einer ersten, den mindestens einen Zulauf verschließenden Position in eine zweite, den mindestens einen Zulauf öffnende Position bewegbar ist, und ein erstes Federelement, welches das Blockierelement im Allgemeinen in die den mindestens einen Zulauf verschießende Stellung vorspannt. Über dem mindestens einen Zulauf ist eine Verschlusskappe vorgesehen, die einstückig mit ihr ausgebildet ein erstes, stromaufwärts von dem mindestens einen Zulauf angeordnetes ringförmiges Verschlusselement und mindestens zwei, stromabwärts von dem mindestens einen Zulauf angeordnete ringförmige Verschlusselemente aufweist, wobei das erste ringförmige Verschlusselement und die mindestens zwei ringförmigen Verschlusselemente in einem vorgegebenen Abstand voneinander angeordnet sind und wobei das erste ringförmige Verschlusselement und die mindestens zwei ringförmigen Verschlusselement für einen flüssigkeitsdichten Verschluss zwischen dem Rüssel und der zweiten Ventilbaugruppe sorgen. Die zweite Ventilbaugruppe umfasst einen Körper, einen im Körper vorgesehenen Flüssigkeitszulauf zum Aufnehmen von Flüssigkeit aus dem zweiten Flüssigkeitssystem, einen Körper, der innerhalb eines Körperelements von der den Einlass blockierenden ersten Position in eine den geschlossenen Einlass freigebende zweite Position verschiebbar ist, sowie ein zweites Federelement, das den Kolben im Allgemeinen in die erste Position vorspannt. Wenn die erste und die zweite Ventilbaugruppe gegeneinander gedrückt werden, gelangt der Körper der zweiten Ventilbaugruppe in Eingriff mit dem Blockierelement und bewegt dieses, wodurch der Zulauf des Rüssels geöffnet wird, so dass der Rüssel den Kolben in die den Einlass öffnende Stellung bringt, wobei der geöffnete Zulauf dann in Strömungsverbindung mit dem geöffneten Einlass steht, so dass zwischen dem ersten und dem zweiten Flüssigkeitssystem ein offener Strömungskanal besteht. Wenn die erste und die zweite Ventilbaugruppe voneinander weg bewegt werden, wird der Körper vom Rüssel entfernt, das Blockierelement wird derart bewegt, dass es den Einlass verschließt, und der Rüssel kommt mit dem Kolben außer Eingriff, so dass der Kolben in die den Zulauf verschießende Stellung gleiten und dadurch eine Flüssigkeitsströmung zwischen dem ersten und dem zweiten System verhindern kann.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine Draufsicht einer Ausführungsform des Ventilaufbaus in getrenntem Zustand;

2 eine Seitenansicht des Ventilaufbaus gemäß 1 in getrenntem Zustand;

3 einen Schnitt entlang der Linie 3-3 in 1 des in Eingriff befindlichen Ventilaufbaus in geschlossener Position;

4 einen Schnitt ähnlich 3 des Ventilaufbaus in geöffneter Position;

5 eine vergrößerte Teilansicht des in 4 dargestellten Rüssels;

6 eine perspektivische Ansicht eines teilweise abgebrochenen Behälters, in dem ein Beutel und ein zweites Ventilelement sichtbar sind;

7 eine Seitenansicht einer Vorrichtung mit einer Vielzahl erster Ventilelemente zur Verbindung mit einer Vielzahl zweiter Ventilelemente; und

8 eine Teil-Seitenansicht eines abgewandelten erfindungsgemäßen Rüssels.

In 15 ist eine Ausführungsform eines Ventilaufbaus 10 gemäß der Erfindung dargestellt. Der Ventilaufbau 10 kann eine erste Ventilbaugruppe 12 und eine zweite Ventilbaugruppe 14 umfassen. Wie in 2 und 3 zu erkennen ist, können die Ventilbaugruppen 12, 14 so in Eingriff gebracht werden, dass sie benachbarte erste und zweite Flüssigkeitssysteme C1 und C2 verbinden. Das System C1 weist eine erste Öffnung A auf, in der die Ventilbaugruppe 12 montiert ist. Das System C2 besitzt eine zweite Öffnung B, in der die Ventilbaugruppe 14 montiert ist. Die zweite Ventilbaugruppe 14 weist einen ersten Körper bzw. eine erste Buchse 16 auf, ferner eine Vielzahl sich radial erstreckender Flüssigkeitseinlässe 18 für die Zuleitung von Flüssigkeit aus dem System C2, einen Hohlkolben 20, der im Körper 16 dichtend von einer ersten, in 3 dargestellten Position, in der er die Einlässe 18 verschließt, in eine zweite, in 4 und 5 dargestellte Position, in der er die Einlässe 18 freigibt, und ein zwischen dem Körper 16 und dem Kolben 20 gefangenes Federelement 22, das den Kolben 20 normalerweise so vorspannt, dass er die Einlässe 18 verschließt. Um die Herstellung zu erleichtern, können die Einlässe, wie in 1 und 4 dargestellt, paarweise auf gegenüberliegenden Seiten des Körpers 16 angeordnet sein.

Die erste Ventilbaugruppe 12 kann ein zweites Körperelement 24 aufweisen, wobei das Element 24 jedoch nicht erfindungsgemäß ausgebildet sein muss. Im Körper 24 ist ein langgestreckter Rüssel 26 konzentrisch angeordnet. Der Rüssel 26 weist einen in Längsrichtung verlaufenden Kanal 28 mit einer Vielzahl radialer Zuläufe 30 zur Aufnahme von Flüssigkeit aus dem System C2 und ein offenes Auslassende 32 zur Weiterleitung der eingetretenen Flüssigkeit an das System C1 auf. Die Einlässe 30 sind an einem geschlossenen Endbereich 34 des Kanals 28 vorgesehen. Zum wahlweisen Öffnen und Schließen der Zuläufe 30 ist um den Rüssel 26 herum ein bewegliches Blockierelement 36, vorzugsweise eine Buchse, teleskopisch gleitend angeordnet. Über dem oberen Ende des Rüssels 26 befindet sich eine Verschlusskappe 27. Die Verschlusskappe 27 ist mit ausgerichteten Öffnungen 31 versehen, die sich derart mit den Zuläufen 30 ausrichten, dass Flüssigkeit durch sie hindurchfließen kann. Mit der Verschlusskappe einstückig ausgebildet sind ein erstes nachgiebiges, ringförmiges Verschlusselement 37, das über den Zuläufen 30 angeordnet ist, sowie ein Paar unter den Zuläufen 30 angeordneter ringförmiger Verschlusselemente 37. Die ringförmigen Verschlusselemente 37a sind in einem Abstand D zueinander angeordnet, so dass sich unter den Zuläufen 30 zwei voneinander getrennte, beabstandete Verschlussbereiche ergeben, die den Austritt von Flüssigkeit zwischen der ersten und der zweiten Ventilbaugruppe 12, 14 minimieren. Der Abstand D zwischen den Verschlusselementen 37a unterstützt die axiale Ausrichtung zwischen dem Rüssel 26 und dem Körper 16. Form und Größe der ringförmigen Verschlusselemente 37, 37a sind so gewählt, dass jedes ringförmige Verschlusselement sich an die Innenwand 43 der Buchse 16 anlegt (siehe 5). In der dargestellten Ausführungsform besteht die Verschlusskappe 27 aus einem relativ weichen Kunststoffmaterial, in dem dargestellten Beispiel aus einem Polyethylen niedriger Dichte. Die beiden ringförmigen Verschlusselemente 37a vermitteln der Verschlusskappe 27 auch zusätzliche Steifigkeit und verbessern damit die Möglichkeit einer zuverlässigen wiederholten Benutzung. Ein zwischen dem Blockierelement 36 und einem Absatz 44 des Rüssels 26 gefangenes Blockierelement 36 spannt das Blockierelement 36 normalerweise in die in 3 dargestellte Position vor, in der die Zuläufe 30 geschlossen oder blockiert sind. Zur Begrenzung der Bewegung des Blockierelements greift ein radialer Flansch 35 des Blockierelements 36 am Element 24 an.

In der Darstellung gemäß 6 besteht das System C2 aus der Kassette/dem starren Behälter 150, bestehend aus einem Körper 151 und einer den Körper 151 verschließenden Abdeckung 152. Im Inneren 144 ist ein flexibler Beutel 50 mit einem Ansatz 52 aufgenommen, der in einer Öffnung 54 im Beutel 50 sitzt. Auf dem Ansatz 52 kann eine abnehmbare Kappe 56 vorgesehen sein, die die Ventilbaugruppe 12 aufnehmen kann und eine größere Öffnung für den Zugang zur Ventilbaugruppe 12 aufweist. Die Kassette ist mit einer Öffnung 156 zur Aufnahme des Ansatzes 52 des flexiblen Beutels 50 ausgestattet. Bei der dargestellten Ausführungsform sind drei Öffnungen 156 zur Aufnahme von drei Beuteln 50 vorgesehen. Es versteht sich jedoch, dass die Kassette 150 nach Bedarf jede beliebige Anzahl flexibler Beutel 50 enthalten kann.

7 zeigt eine fotografische Vorrichtung 80 zum Entwickeln eines belichteten, unentwickelten lichtempfindlichen Materials, zum Beispiel eines Films und/oder Papiers. Bei der dargestellten besonderen Ausführungsform besteht die fotografische Vorrichtung 80 aus einem Minilab, wobei die Erfindung jedoch nicht auf ein solches beschränkt ist. Die Vorrichtung 80 weist eine Vielzahl erster Ventilbaugruppen 12 auf, die jeweils dazu bestimmt sind, mit einer zweiten Ventilbaugruppe 14 zusammenzuwirken. Bei der dargestellten Ausführungsform sind vier Ventilbaugruppen vorgesehen, wobei jedoch die Ventilbaugruppen 12 in jeder beliebigen oder erforderlichen Anzahl vorgesehen sein können. Wie in 7 dargestellt, ist ein entsprechender Mechanismus 84 vorgesehen, der eine Kassette 150 mit einer Vielzahl von Beuteln 50 in umgekehrter Position aufnimmt, so dass beim Absenken der Kassette 150 die zweiten Ventilbaugruppen 14 der Beutel 50 in der Kassette 150 jeweils an einer zugehörigen ersten Ventilbaugruppe 14 der Vorrichtung 80 angreifen. Die Kassette 150 kann manuell oder mittels eines – nicht dargestellten – motorgetriebenen mechanischen Systems abgesenkt werden. Wie bereits erwähnt wurde, können die ersten Ventilbaugruppen 12 wiederholt mit einer Vielzahl verschiedener Ventilbaugruppen 12 an verschiedenen Beuteln 50 in Eingriff gebracht werden. Während die neuen Beutel 50 jeweils geleert werden, wird jeweils ein weiterer, frische Nachfülllösung enthaltender Beutel 50 bereitgestellt. Die beiden Ventilbaugruppen 12, 14 können zwar in geeigneter Weise flexibel an ihren jeweiligen Flüssigkeitssystemen angebracht sein, wenn die Ventilbaugruppen 12, 14 jedoch nicht, wie ursprünglich vorgesehen, präzise axial zueinander ausgerichtet sind, kann Flüssigkeit austreten. Eine solche fehlerhafte Ausrichtung kann sich aus unterschiedlichen Gründen ergeben, zum Beispiel daraus, dass die den Beutel 50 enthaltende Kassette nicht die vorgeschriebene Position einnimmt oder dass eine der Ventilbaugruppen eine etwas fehlerhafte Form aufweist. Die beiden beabstandeten Verschlusselemente 37a tragen dazu bei, diese Leckagegefahr zu minimieren. Wenn zwischen den beiden Ventilbaugruppen 12, 14 eine fehlerhafte axiale Ausrichtung besteht, tragen die Verschlusselemente dazu bei, die fehlerhafte Ausrichtung zu korrigieren, und halten gleichzeitig die dichte Verbindung zum Rüssel 26 aufrecht. Die Erfindung löst diese Probleme dadurch, dass zwei Dichtsysteme vorgesehen sind, die die Abdichtung verbessern und die Ausrichtung des Rüssels des zweiten Ventilelements mit der ersten Ventilbaugruppe verbessern.

Wenn die Ventilbaugruppen 12, 14 passend gegeneinander gedrückt werden, greift eine sich nach außen erweiternde Lippe 39 des Körpers 16 an einer freiliegenden Lippe 40 des Blockierelements 36 an. Bei weiterer Bewegung zieht sich das Blockierelement 36 in die in 4 dargestellte Position zurück und öffnet damit die Zuläufe 30. Gleichzeitig greift der Rüssel 26 am Kolben 20 an und verschiebt ihn, so dass sich die Einlässe 18 öffnen. Die Einlässe 18 befinden sich dann gegenüber den offenen Zuläufen 30, so dass ein offener Strömungsweg vom System C2 durch den Kanal 28 zum System C1 entsteht. Damit kann Flüssigkeit vom System C2 in das System C1 fließen oder umgekehrt. Wenn zum Beispiel das System C2 aus einem Behälter für Chemikalien für ein fotografisches Entwicklungsgerät besteht, kann Flüssigkeit vom System C2 in das System C1 fließen, bei dem es sich um eben dieses Entwicklungsgerät handeln kann.

Zum Trennen der Ventilbaugruppen 12, 14 und Beendigen des Flüssigkeitsflusses zwischen den Flüssigkeitssystemen C1, C2 werden die Ventilbaugruppen 12, 14 durch Bewegung der einen oder der anderen Ventilbaugruppe oder beider voneinander weg gedrückt. Der Körper 16 der Ventilbaugruppe 14 kommt dann mit dem Blockierelement 36 außer Eingriff, und dieses bewegt sich unter der Wirkung von Federn 38 in eine Position, in der es die Zuläufe 30 schließt. Während sich der Rüssel 26 von der Ventilbaugruppe 12 löst, kommt der Kolben 20 frei und kann sich unter dem Einfluss der Feder 22 in eine Position bewegen, in der er die Einlässe 18 schließt. In dieser letztgenannten Position greift ein Paar radialer Anschläge 41 am Kolben 20 an den unteren Flächen zweier Schlitze 42 in einer Seitenwand des Körpers 16 an und verhindert damit die weitere Bewegung des Kolbens 20. Für den Fachmann ist ersichtlich, dass hier auch andere Anschlagmittel möglich sind. Auf diese Weise wird ein Flüssigkeitsstrom zwischen den Systemen C1, C2 verhindert.

Bei der in 16 dargestellten Ausführungsform sind die Verschlusselemente 37, 37a mit der Verschlusskappe 27 einstückig ausgebildet, wobei die Erfindung jedoch darauf nicht beschränkt ist. 8 zeigt eine Teil-Ansicht eines erfindungsgemäß ausgebildeten Rüssels 126. Der Rüssel 126 ist dem Rüssel 26 vergleichbar, wobei gleiche Bezugsziffern gleiche Teile und eine gleiche Funktion bezeichnen. Bei dieser Ausführungsform wird statt einer Verschlusskappe als Abdichtung zwischen der Ventilbaugruppe 12 und der Ventilbaugruppe 14 eine Vielzahl von O-Ringen eingesetzt. Im einzelnen sind ein erster O-Ring 137 in einer ringförmigen Vertiefung im Rüssel 26 über den Zuläufen 30 und ein Paar voneinander beabstandeter O-Ringe 137a unter den Öffnungen 30 vorgesehen, wobei die O-Ringe jeweils auch in ringförmigen Vertiefungen im Rüssel 26 sitzen.


Anspruch[de]
  1. Ventilaufbau (10) zum Steuern der Flüssigkeitsströmung zwischen einem ersten Flüssigkeitssystem (C1) und einem zweiten Flüssigkeitssystem (C2), welches eine in das erste Flüssigkeitssystem einleitbare Flüssigkeit enthält, mit

    einer ersten Ventilbaugruppe (12), die einen Rüssel (26) mit einem Kanal (28), ein Einlassende zum Aufnehmen von Flüssigkeit und ein Auslassende (32) zum Transportieren der aufgenommenen Flüssigkeit zum ersten Flüssigkeitssystem aufweist, wobei das Einlassende an einem ersten Endabschnitt des Rüssels angeordnet ist und mindestens einen Zulauf (30), ein Blockierelement (36), das bezüglich des Rüssels (26) von einer ersten, den mindestens einen Zulauf verschließenden Stellung in eine zweite, den mindestens einen Zulauf (30) öffnende Stellung bewegbar ist, und ein erstes Federelement (38) umfasst, welches das Blockierelement im allgemeinen in die den mindestens einen Zulauf verschließende Stellung vorspannt, eine Verschlusskappe (27), die einstückig mit ihr ausgebildet ein erstes ringförmiges Verschlusselement (37) aufweist, das stromaufwärts vom mindestens einen Zulauf angeordnet ist, und mindestens zwei ringförmige Verschlusselemente (37a), die stromabwärts vom mindestens einen Zulauf angeordnet sind, wobei das erste ringförmige Verschlusselement (37) und die mindestens zwei ringförmigen Verschlusselemente (37a) in einem vorgegebenen Abstand voneinander angeordnet sind und wobei das erste ringförmige Verschlusselement und die mindestens zwei ringförmigen Verschlusselemente für einen flüssigkeitsdichten Verschluss zwischen dem Rüssel (26) und einer zweiten Ventilbaugruppe (14) sorgen;

    wobei die zweite Ventilbaugruppe (14), die in Eingriff mit der ersten Ventilbaugruppe (12) bringbar ist, einen Körper (16) aufweist, einen im Körper vorgesehenen Flüssigkeitszulauf zum Aufnehmen von Flüssigkeit aus dem zweiten Flüssigkeitssystem, einen Kolben (20), der innerhalb des Körpers (16) von der den Zulauf blockierenden ersten Position in eine den geschlossenen Einlass (18) freigebende zweite Position verschiebbar ist, sowie ein zweites Federelement (22), das im allgemeinen den Kolben (20) in die erste Position vorspannt;

    wobei die erste und zweite Ventilbaugruppe (12, 14) bei Gebrauch aufeinander zu bewegt werden und der Körper (16) der zweiten Ventilbaugruppe (14) in Eingriff mit dem Blockierelement (36) gelangt und dieses bewegt, wodurch das Einlassende (32) des Rüssels (26) geöffnet wird, und wobei der Rüssel (26) den Kolben (20) in die den Zulauf (30) öffnende Stellung bringt, wobei der geöffnete Zulauf (30) dann in Strömungsverbindung mit dem geöffneten Einlass (18) steht derart, dass ein offener Strömungskanal zwischen dem ersten und dem zweiten Flüssigkeitssystem entsteht, und;

    wobei die erste und zweite Ventilbaugruppe (12, 14) bei Gebrauch voneinander weg bewegt werden, der Körper (16) vom Rüssel (26) entfernt wird, das Blockierelement (36) derart bewegt wird, dass es den Einlass verschließt, und der Rüssel (26) außer Eingriff mit dem Kolben (20) gelangt, um dem Kolben eine Bewegung in die den Zulauf verschließende Stellung zu ermöglichen und dadurch zu verhindern, dass eine Flüssigkeitsströmung zwischen dem ersten und dem zweiten Flüssigkeitssystem entsteht.
  2. Ventilaufbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusskappe aus Polyethylen geringer Dichte besteht.
  3. Fotofinishinggerät mit einem Flüssigkeitssystem, das einen Ventilaufbau nach Anspruch 1 oder 2 umfasst.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






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