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Dokumentenidentifikation DE10325119A1 23.12.2004
Titel Austauschbare und justierbare Befestigung von Fahrbahnplatten bei einer Magnetschwebebahn
Anmelder Ed. Züblin AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Enoekl, Viktor, 71144 Steinenbronn, DE
DE-Anmeldedatum 04.06.2003
DE-Aktenzeichen 10325119
Offenlegungstag 23.12.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.12.2004
IPC-Hauptklasse E01B 25/30
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft die Befestigung von Fahrbahnplatten einer Magnetschwebebahn auf einem Unterbau mittels Schraubverbindung, dergestalt, daß gebrochene Schrauben einschließlich der Gegenverschraubung (Mutter) auf einfache Weise ersetzt werden können. Erfindungsgemäß geschieht dies bevorzugt durch Verwendung einer Mutter mit Innengewinde und Außengewinde. Ist in dieser Mutter das Innengewinde nicht konzentrisch zum Außengewinde angeordnet, kann zusätzlich durch Verdrehen der Mutter in begrenztem Maße ein Ausgleich von Fertigungsungenauigkeiten von Fahrbahnplatten und Unterbau erfolgen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft die Befestigung von Fahrbahnplatten einer Magnetschwebebahn auf einem Unterbau.

Fahrbahnplatten werden, auf Abstandsstücke gelagert, an ihren Lagern durch Schrauben fest mit einem Unterbau verbunden. Ein Beispiel einer solchen Konstruktion ist z.B. in der deutschen P 103 01 897.2 beschrieben.

Wenn diese Schrauben aufgrund ihres Alters, eines Materialfehlers oder übermäßiger Belastung brechen, so kann der im Bauteil verbleibende Rest der Schraube bislang nur unter erheblichem Aufwand durch Herausbohren entfernt werden. Ein Herausbohren der Schraube ohne Beschädigung des Innengewindes der Gegenverschraubung ist meistens nicht möglich, so daß die gesamte Befestigung einschließlich des umgebenden Betons entfernt und später erneuert werden muß.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Konstruktion anzugeben, die ein relativ einfaches Entfernen gebrochener Schrauben erlaubt.

Darstellung der Erfindung

Die Erfindung wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Wesentliches Merkmal der Erfindung ist hierbei die Verwendung eines in die Fahrbahnplatte einschraubbaren Teiles, welches eine Öffnung aufweist, durch die der Schaft einer Schraube hindurchreichen kann oder in welche das Gewinde einer Schraube eingeschraubt werden kann.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel handelt es sich bei dem in die Fahrbahnplatte einschraubbaren Teil um eine Art Mutter, die sowohl ein Innengewinde zur Aufnahme des Gewindes einer vom Unterbau nach oben zur Fahrbahnplatte reichenden Befestigungsschraube, als auch ein Außengewinde zum Zwecke ihrer eigenen Befestigung in der Fahrbahnplatte aufweist. Bevorzugt ist dieses Außengewinde dabei in eine Metallplatte eingeschraubt, die durch Verankerung in der Fahrbahnplatte ein Teil derselben ist.

Dieses Außengewinde erlaubt es, die Mutter (oder im allgemeineren Fall das „Teil" mit Außengewinde) mitsamt einer darinsteckenden, abgebrochenen Schraube aus der Fahrbahnplatte herauszudrehen.

Nachdem eine neue solche Mutter mit Außengewinde (oder die alte Mutter aus deren Innengewinde die gebrochene Schraube entfernt wurde) in die Fahrbahnplatte eingeschraubt wurde, kann auch eine neue Befestigungsschraube in das Innengewinde der Mutter eingeschraubt werden, welche dann wieder die Fahrbahnplatte mit dem Unterbau verbindet.

Im allgemeineren Fall, in dem die „Mutter" kein Innengewinde aufweist, sondern nur eine Öffnung, befindet sich oberhalb dieser „Mutter" mit Außengewinde eine Mutter (Gegenverschraubung) für die Befestigungsschraube, und die Befestigungsschraube zur Befestigung der Fahrbahnplatte am Unterbau wird von unten her durch die Öffnung in diese Mutter eingedreht.

Eine Öffnung in der oberen „Mutter" mit Außengewinde, die etwas größer ist als der Durchmesser des Schaftes der Befestigungsschraube, erlaubt dabei einen sehr genauen Ausgleich von Fertigungsungenauigkeiten.

Alternativ ist es möglich, daß durch die Öffnung in der „Mutter" von oben nach unten eine Befestigungsschraube eingeführt und die „Mutter" dann mit ihrem Außengewinde in die Fahrbahnplatte eingeschraubt wird. Am unteren Ende der Befestigungsschraube wird dann eine echte Mutter aufgedreht, um die Fahrbahnplatte über die Befestigungsschraube mit dem Unterbau zu verspannen. Auch hier ist es im Falle einer Öffnung, die größer als der Schaft der Befestigungsschraube ist, möglich, einen sehr genauen Ausgleich von Fertigungsungenauigkeiten vorzunehmen.

Im Falle einer Mutter mit Außengewinde und Innengewinde ist es von Vorteil, wenn das Innengewinde nicht konzentrisch zum Außengewinde angeordnetist. Dann kann nämlich zusätzlich durch Verdrehen der Mutter in ihrer Fassung in begrenztem Maße ein Ausgleich von Fertigungsungenauigkeiten erfolgen, denn durch ein Drehen der Mutter wird ein nicht konzentrisch angeordnetes Innengewinde auf einem Kreisumfang von 360° geschwenkt. Dies erlaubt es, das Innengewinde der Mutter besser auf die Richtung der Befestigungsschraube auszurichten, die möglichst senkrecht sein sollte. Der etwas erhöhte Aufwand der beschriebenen Lösung macht sich dann schnell bezahlt, indem die Fertigungsfehler in der Fahrbahnplatte und/oder dem Unterbau kompensiert werden können. Der Ausgleich erfolgt über Justieren der Mutter mit Außengewinde.

Erfindungsgemäß ist es dabei natürlich von Vorteil, wenn mehrere Typen von solchen erfindungsgemäßen Muttern zur Verfügung stehen, bei denen das Innengewinde unterschiedlich stark von der konzentrischen Ausrichtung abweicht, zum Beispiel 0, 2, 4, 6 und 8 mm.

Die Erfindung wird mit Hilfe der 2 und 3 am Beispiel einer speziellen Ausführung der Lagerung von Fahrbahnplatten auf einem Unterbau, wie sie als Stand der Technik in der P 103 01 897.2 beschrieben ist, näher erläutert. Die 1 stellt den Stand der Technik gemäß P 103 01 897.2 dar. Die Befestigung erfolgt mittels Schrauben und konventionellen Muttern.

In der 2 erkennt man eine Fahrbahnplatte, die wie in 1 über einem CNC-maßgefrästen Block auf einem Unterbau gelagert ist. In der Fahrbahnplatte aus Beton ist eine Metallplatte (Lager) verankert. In der Metallplatte befindet sich eine große Bohrung mit Gewinde. In dieses Gewinde ist eine erfindungsgemäße Mutter mit Außengewinde eingeschraubt.

Um die Mutter besser in das Gewinde einzuschrauben, weist sie bevorzugt an einem nach unten aus der Fahrbahnplatte herausragenden Bereich kein Außengewinde auf. Bevorzugt weist die Mutter dort kantige Bereiche auf (besonders bevorzugt ist sie dort vierkantig), so daß sie leicht mit einem Werkzeug gepackt werden kann. Alternativ kann die Mutter aber auch Versenkungen aufweisen, in die ein Werkzeug eingreifen kann.

Der aus der Fahrbahnplatte herausragende Bereich dient zugleich als Anschlag an die Wandung einer Ausnehmung im CNC-gefrästen Block. Der Anschlag kann auch zur Übertragung von Querkräften herangezogen werden. Das Innengewinde der Mutter ist in diesem Beispiel nicht konzentrisch zum Außengewinde der Mutter angeordnet.

In der Figur ist die Fahrbahnplatte relativ zum Unterbau etwas versetzt. Man erkennt, wie durch entsprechendes Drehen einer geeignet ausgewählten Mutter in der Platte das Innengewinde der Mutter so ausgerichtet werden konnte, daß die Befestigungsschraube keine seitliche Neigung und damit keine seitwärts wirkenden Kräfte oder Biegemomente erfährt.

Die 3 zeigt den Fall einer „Mutter" mit Außengewinde und ohne Innengewinde, sondern nur mit Öffnung. Auch in dieser Figur ist die Fahrbahnplatte relativ zum Unterbau etwas versetzt. Man erkennt, wie die etwas weitere Öffnung in der „Mutter" einen Ausgleich der Versetzung erlaubt.

1Fahrbahnplatte 2oberes Lagerteil 3maßangefertigtes Distanzstück 4unteres Lagerteil 5Unterbau 6Verankerung 7Befestigungsschraube 8konventionelle Mutter 9Unterlegscheibe 10Korrosionsschutzfett 11Aussparung 12Erhebung 13Ausnehmung 14erfindungsgemäße Mutter mit Außengewinde und Innengewin de an exzentrischer Position 15Öffnung 16erfindungsgemäße Mutter mit Außengewinde und Öffnung größer als Schraubendurchmesser

Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Befestigung einer Fertigteil-Fahrbahnplatte einer Magnetschwebebahn auf einem Unterbau über eine Schraubverbindung zwischen Fahrbahnplatte und Unterbau, bei der die Fahrbahnplatte auf Abstandshaltern auf dem Unterbau aufliegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraube mit einem Ende Halt in oder an einem Teil findet, welches mit einem Außengewinde in ein Gewinde in der Fahrbahnplatte eingeschraubt wird.
  2. Teil zur Befestigung einer Fertigteil-Fahrbahnplatte einer Magnetschwebebahn auf einem Unterbau nach dem Verfahren von Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Teil im wesentlichen massiv ist und ein Außengewinde sowie eine Öffnung aufweist, durch die oder in die die Befestigungsschraube zwischen Fahrbahnplatte und Unterbau in etwa achsparallel zum Außengewinde des Teiles gesteckt oder eingeschraubt werden kann.
  3. Teil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung zum Zwecke des Einschraubens der Befestigungsschraube ein Gewinde passend zum Gewinde der Befestigungsschraube aufweist.
  4. Teil nach Anspruch 2, dadurch gekennnzeichnet, daß die Öffnung größer als der Durchmesser der Befestigungsschraube ist.
  5. Teil nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung nicht konzentrisch zum Außengewinde angeordnet ist.
  6. Teil nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es aus dem Bauteil (Stahlplatte), in das es eingeschraubt ist, nach unten herausragt und der herausragende Teil als Schubnocke Querkräfte zwischen den Bauteilen überfragen kann.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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