Zur Erwärmung von Nutzgütern werden im gewerblichen und industriellen
Bereich unter anderem mit Brennstoffen befeuerte Öfen eingesetzt. Dabei werden die
gasförmigen, flüssigen oder festen Brennstoffe in Brennern mit Luft oder sauerstoffhaltigen
Gasen (nachfolgend nicht einschränkend „Luft" genannt) chemisch umgesetzt.
Die dabei freiwerdende Verbrennungswärme wird im Ofen durch Wärmeleitung, durch
Konvektion über die Verbennungsgase und über Strahlungsaustausch zwischen den Flammengasen,
den Ofeninnenwänden und dem Nutzgut an das Nutzgut übertragen.
Zur Erhöhung der Effizienz der Nutzguterwärmung ist es bei niedrigeren
Ofenraumtemperaturwerten, z.B. unterhalb von 1000 °C, besonders vorteilhaft,
die konvektive Wärmeübertragung an das Nutzgut durch eine Erhöhung der Geschwindigkeit
der Gase im Ofen zu steigern.
Im Ofen können hohe Gasgeschwindigkeiten beispielsweise durch Umwälzgebläse
erreicht werden. Diese sind jedoch werkstoffbedingt nur bei Ofenraumtemperaturwerten
bis etwa 800 °C einsetzbar. Bei Öfen, die auch für höhere Ofenraumtemperaturwerte
ausgelegt werden, sind Umwälzgebläse in der Regel nicht einsetzbar.
Im Ofen können hohe Gasgeschwindigkeiten beispielsweise auch durch
sogenannte Impuls- oder Hochgeschwindigkeitsbrenner erreicht werden. Diese Brenner
zeichnen sich durch einen räumlich begrenzten Verbrennungsbereich mit nachfolgender
Düse aus. In der Düse werden die aus dem Brenner austretenden Flammengase beschleunigt.
Die Austrittsgeschwindigkeit kann beispielsweise 80 bis 150 m/s betragen (Kromschröder,
Firmenschrift: Brenner für Gas 7.2 Edition 10.00).
Ein Erwärmungsvorgang von Nutzgütern ist in der Regel durch eine Aufheizphase
mit hoher (=Nenn-) Leistung des Ofens und eine Haltephase zum Temperaturausgleich
im Nutzgut mit geringer Ofenleistung gekennzeichnet.
Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde,
dass gängige Öfen und Brenner in der Haltephase bei verminderter Leistung (Teillast)
häufig ein ungünstiges Wärmeübertragungsverhalten aufweisen.
Bei Teillast des Ofens werden Brenner im Allgemeinen taktend und bei
Nennlast betrieben. Die wirksame Umwälzung der Ofengase sinkt durch die sinkende
Anzahl der gleichzeitig in Betrieb befindlichen Brenner.
Bei Teillast des Ofens können Brenner auch geregelt bei verminderter
Last betrieben werden. Die Geometrie der Brennerdüse bleibt dabei im Allgemeinen
unverändert. Die wirksame Umwälzung der Ofengase sinkt durch die sinkende Austrittsgeschwindigkeit
der Flammengase eines jeden Brenners.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung der
Wärmeübertragung durch Erhöhung der Umwälzung der Ofengase insbesondere bei Teillast
des Ofens/der Brenner.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist durch eine Verbrennung mit erhöhtem
Luftüberschuss bei Teillast gekennzeichnet. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht
werden, dass bei sinkender Brennerleistung und sinkendem Brennstoffstrom der Luftvolumenstrom
unverändert bleibt, in einem geringeren Maße als der Brennstoffstrom sinkt oder
auch ansteigt.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere in
verbesserten Nutzguteigenschaften durch eine im gesamten Ofenraum vergleichmäßigten
Wärmeübergang und in einer Aufwärmzeit- und Energieeinsparung durch einen erhöhten
Wärmeübergang bei Teillast des Ofens.
Die mit dem erhöhten Luftüberschuss verbundenen Abgasverluste können
durch eine wirksame Abgaswärmerückgewinnung am Ofen kompensiert werden.