Die Erfindung betrifft ein Reinigungsverfahren unter Verwendung der
Ester pflanzlicher oder tierischer Öle als Trenn- und/oder Waschprodukt. Insbesondere
ist sie anwendbar auf die Reinigung von Sand, Kies und Kieseln, die durch Kohlenwasserstoffe
und insbesondere durch Kohlenwasserstoffe hoher Viskosität verunreinigt sind. Diese
Verunreinigung kann terrestrischen Ursprungs (Lecken einer Pipeline) sein oder kann
aus dem Meer stammen, beispielsweise als Folge einer Schiffskatastrophe.
Die durch den Untergang der ERIKA hervorgerufene Schiffskatastrophe,
welche ein schweres Erdöl Nr. 2 benachbart den Westküsten von Frankreich transportierte,
hat eine erhebliche Emotion der Meeresanlieger gegenüber der viskosen Hässlichkeit
und dem ekelerregenden Geruch, welche die Strände und Ufer des Meeres verunzierten,
gebracht.
Die von den örtlichen Bewohnern eingesetzten Mittel, wobei auch Volontäre
und die öffentliche Hand beitrug, haben dazu geführt, dass bis zum heutigen Tag
eine erhebliche Menge an Sand und Kieseln gesammelt wurden, die von einer übermäßig
viskosen kohlenwasserstoffhaltigen Paste verschmiert waren. Bis heute wurden einige
hundert Tausend Tonnen mineralische Abfälle gesammelt und gelagert. Sie erfordern
eine Reinigungsbehandlung, die in der Lage ist, die Kohlenwasserstoffe von der mineralischen
Oberfläche zu trennen und sie gegebenenfalls so, wie sie sind, als Brennstoff zu
verwenden und Sand und Kiesel so sauber wie möglich rückzugewinnen, d. h. ohne Gefahr
für die Umwelt. Sand und Kiesel können dann in die Natur zurückgegeben werden, insbesondere
auf die Strände oder als Straßenbelagsmaterialien veredelt werden.
Der Hintergrund-Stand-der-Technik wird erläutert durch die folgenden
Patentschriften: WO 99/05 392, US 5 286 386,
DE 42 00 502, EP
0 971 012, EP 0 909 593.
In einer Patentanmeldung der Anmelderin FR 2781497 wurde bereits die
Verwendung von Estern von Ölen als Waschprodukt einer mineralischen Oberfläche (Sand,
Kies, Kiesel) beschrieben, die von Kohlenwasserstoffen verunreinigt war, jedoch
war durchaus kein Verfahren der Säuberung und Reinigung von Sand und Kies im großen
Maßstab beschrieben, wobei es gleichzeitig möglich sein sollte, getrennt die Materialien,
soweit dekontaminiert wie möglich, und die Kohlenwasserstoffe ohne Gefahr für die
Umwelt zu gewinnen.
Ein Ziel der Erfindung besteht darin, dieses technische Problem so
preiswert wie möglich und bei exzellenter Wirksamkeit zu lösen.
Ein anderes Ziel der Erfindung besteht darin, erhebliche Mengen von
Feststoffen (Sand und Kies) zu reinigen, die in Kohlenwasserstoffen eingehüllt sind,
welche seit langem in geeigneten Lagerzonen auf Halde genommen und die bisher nicht
behandelt wurden.
Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, für die Reinigung der
Feststoffe nicht für die Umgebung toxische erdölhaltige Lösungsmittel sondern Produkte
mit gutem Lösungsmittelvermögen, die nicht toxisch sind und ein hohes Potential
der Bioabbaubarkeit haben, zu verwenden und die über einen sehr großen Reinigungswirkungsgrad
verfügen.
Insbesondere befasst sich die Erfindung mit einem Verfahren zur Reinigung
eines Feststoffs, der durch Kohlenwasserstoffe verschmutzt ist, unter Verwendung
eines Esters, der aus der Reaktion eines Alkohols mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen
und einer Fettsäure mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen resultiert. Die Erfindung zeichnet
sich dabei dadurch aus, dass man den Feststoff und die Kohlenwasserstoffe mit diesem
Ester in einem geeigneten Gewichtsanteil kontaktiert und dann wenigstens einmal
die Sequenz der folgenden Stufen durchführt:
Man kontaktiert das Gemisch aus Feststoff-Kohlenwasserstoffen und Ester, das mit
Wasser erhalten wurde und lässt dann dekantieren. Getrennt gewinnt man eine flüssige
Phase Wasser-Kohlenwasserstoffe und Ester sowie die Feststoffe, die wenigstens zum
Teil von den Kohlenwasserstoffen und dem Ester befreit sind.
Die Stufen der Kontaktierung mit dem Ester und mit dem Wasser werden
üblicherweise in einem Gefäß realisiert, welches (Knet)mischmittel umfasst.
Es ist vorteilhaft, um den Restanteil an Kohlenwasserstoffen auf dem
Feststoff zu minimieren, d. h. bei Sand, Kies und Kieseln, wenigstens zweimal die
Aufeinanderfolge der Kontaktierungsstufen des Gemisches Feststoff-Kohlenwasserstoffe
und Ester mit dem Wasser vorzunehmen und dann zur Dekantierung überzugehen und schließlich
getrennt die flüssigen Phasen Wasser und Kohlenwasserstoffe und Ester und Sand,
der wenigstens zum Teil gereinigt ist, zu gewinnen.
Man kann auch Feststoff gewinnen, der im Wesentlichen von sämtliche
Kohlenwasserstoffen und dem zugegebenen Ester befreit wurde. Beispielsweise kann
der Wasch- und Reinigungswirkungsgrad 95% überschreiten und einen Wert von mehr
als 99,5% erreichen.
Das Verfahren nach der Erfindung ermöglicht es, einen ausreichend
gesäuberten Sand zu erhalten, der wieder in die natürliche Umgebung eingeführt wird
und ein Fluidgemisch (Brennstoff und Ester) erhält, das pumpbar ist und als Brennstoff
verwendet werden kann.
Nach einer Charakteristik des Verfahrens kann die flüssige gewonnene
Phase dekantiert werden, man gewinnt getrennt eine wässrige Phase, welche Sand in
Suspension enthält und eine Ester-Kohlenwasserstoff-Phase und rezykliert die wässrige
Phase nach evtl. Abtrennung des Sandes.
Der Gewichtsanteil von mit dem Feststoff und den Kohlenwasserstoffen
kontaktiertem Ester kann 0,5 bis 50% betragen, die obere angegebene Grenze ist aber
eher aus Kostengründen als als ein dem Verfahren innewohnender Wirkungsgrad genannt.
Man ist gewahr geworden, dass die Ergebnisse besser waren, wenn die Menge der zur
Reinigung dienenden Ester größer war.
Bevorzugt verwendet man einen Gewichtsanteil von 3 bis 15% Ester bezogen
auf das Feststoff-Kohlenwasserstoffgemisch.
Die Temperatur zur Imprägnierung mit dem Ester kann unter 100°C,
beispielsweise zwischen 10 und 50°C liegen. Bei Umgebungstemperatur sind die
Ergebnisse für eine Imprägnierungsdauer von 5 bis 15 Minuten sehr gut.
Bevorzugt wird die Kontaktierung des Feststoffs und der Kohlenwasserstoffe
mit dem Ester in einem Knetmischer derart realisiert, dass der verunreinigte Feststoff
gut imprägniert wird. Jedes äquivalente Mittel kann offensichtlich ebenfalls in
Betracht gezogen werden.
Die Kontaktierungsphase des Gemisches aus Feststoff-Kohlenwasserstoffen
und Ester mit dem Wasser kann mit einem Gewichtsanteil von 30 bis 1000% und bevorzugt
100% bis 500% bei einer Temperatur vorgenommen werden, die üblicherweise unter 100°C
und bevorzugt zwischen 60°C und 90°C liegt.
Nach Dekantierung kann der in Suspension befindliche in der wässrigen
Phase gewonnene Sand durch Zentrifugieren eliminiert werden.
Nach einem anderen Merkmal des Verfahrens können die die Ester bildenden
Fettsäure(n) nach der Erfindung aus Palmkernöl, Palmöl, Kopraöl, Erdnussöl, Sojaöl,
Maisöl, Baumwollöl, Sonnenblumenöl, Talköl, Schweineschmalzöl und/oder Gemischen
industrieller verbrauchter Frittieröle, bevorzugt Colzaöl oder Sonnenblumenöl, stammen.
Der Alkohol, der mit den oben genannten Fettsäuren reagiert hat, besteht
vorzugsweise aus Methanol, Ethanol, n-Butanol und 2-Ethylhexanol. n-Propanol, Isopropanol,
Isobutylalkohol oder Tertbutylalkohol sowie n-Hexanol können ebenfalls Verwendung
finden.
Sie können mit wenigstens einer spannungsaktiven Verbindung vermischt
werden, die bevorzugt anionisch und/oder nicht ionisch ist, um das Verunreinigungsmittel
in der natürlichen Umgebung zu dispergieren. Bevorzugt kann man Sorbitololeat wählen.
Die durch die Verwendung eines mit pflanzlichen Methylesteröls erbrachten
Vorteile sind hauptsächlich:
– ein Lösungsmittelvermögen, das mit den Lösungsmitteln mineralischen
Ursprungs bei geringem Gehalt an Aromaten vergleichbar ist,
– eine erhöhte Bioabbaubarkeit und eine Nicht-Toxizität gegenüber den
lebenden Organismen,
– eine sofortige Verfügbarkeit dieses Produktes, das zur Zeit in Frankreich
als Biokraftstoffdiesel mit einem Anteil von 235 000 Tonnen/Jahr hergestellt wird
und damit
– eine ausgezeichnete Wirksamkeit ohne Gefahr für die Umgebung.
Das bei diesem Verfahren verwendete Wasser kann Süßwasser und/oder
Salzwasser, d. h. Meereswasser, sein.
Die Art ihrer Verwendung hängt von der Art des Verunreinigungsmittels
ab und nach einer ersten Verwendungsform zur Behandlung schwerer Kohlenwasserstoffschnitte
(Schweröle oder Motoröle beispielsweise) kann man bevorzugt Gemische von Estern
verwenden, die aus kurzkettigen Säuren (Anzahl der Kohlenstoffatome der Säure hauptsächlich
kleiner 16) stammen. Nach einer zweiten Ausführungsform kann man Ester des Colzaöls
beispielsweise verwenden, bei dem die Oleinsäure/Ölsäure (C18) vorherrschend
ist.
Die Phase Ester-Kohlenwasserstoffe kann nach der Dekantierung gepumpt
werden, um als Brennstoff Verwendung zu finden oder kann auch im Meer dispergiert
werden, wenn sie nicht rückgewinnbar ist.
Die Wahl der spannungsaktiven eingesetzten Mittel zur Dispergierung
der Verunreinigung hängt im Allgemeinen von der Art der Verwendung ab:
Wenn man sie in das Gemisch von Ester einführt, so wählt man spannungsaktive Verbindungen,
die lipophil sind, mit einem HLB von beispielsweise kleiner 10.
Auch kann man vorzugsweise 1 bis 10% der spannungsaktiven Verbindung
bezogen auf die Phase, in der sie solubilisiert ist, verwenden.
Man kann die Methylester der genannten Öle durch Transesterifizierung
in Anwesenheit eines basischen Katalysators herstellen. Die Herstellung von pflanzlichen
Esterölen durch Transesterifizierung mit Ethanol, n-Propanol, Isopropanol, n-Butanol
oder Isobutanol ist viel schwieriger als wenn man von Methanol ausgeht. Für diese
Alkohole bevorzugt man durch saure Katalyse die entsprechenden Fettsäuren zu esterifizieren.
Die Esterifizierungskatalyse von Fettsäuren wird zur Zeit in der Industrie praktisziert
und man verwendet im Allgemeinen als Katalysatoren starke Säuren wie Chlorwasserstoffsäure,
Schwefelsäure oder Sulfonsäuren vom Typ Benzol oder Sulfonparatoluol sowie Ionenaustauscherharze
gemäß [H. Hock, K. Gänicke, Ber, 71, 1430–1437 (1938)].
Für die Herstellung von 2-Ethylhexylestern wird bei Weitem die Transesterifizierung
eines Methylesters mit 2-Ethylhexanol durch basische Katalyse bevorzugt.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, sie sind aber nicht
als begrenzend anzusehen.
Eigenschaften der eingesetzten ProdukteDer verunreinigte Feststoff
Der verunreinigte Sand liegt in Form eines pastenförmigen Abfalls
vor, da er stark durch ein Schweröl imprägniert, jedoch nicht pumpbar ist, und stark
und unangenehm riecht. Der Gehalt an Erdöl kann beispielsweise zwischen 1 und 50%,
bevorzugt zwischen 5 und 30% liegen.
Für die die Erfindung illustrierenden Beispiele verfügen wir über
einen verunreinigten Sand, dessen Charakteristiken die folgenden sind:
64% trockenen Sandes (darunter 3% „Feinteile")
14% Emulsion (10% Schweröl und 4% Wasser)
22% Feuchtigkeit (freies Wasser).
Der Gehalt an Schweröl wurde bestimmt durch Wiegen nach Extraktion
durch ein chloriertes Lösungsmittel und Verdampfung des letzteren. Er macht größenordnungsmäßig
ca. 10 Gew.-% aus.
Der Gehalt an schwerem Heizöl, bezogen auf das Gewicht des trockenen
Sandes, stellt 15,6 Gew.-% dar.
Der Sand besteht aus 95% Partikeln mit einer Granulometrie von mehr
als 0,2 mm und 5% einer Granulometrie unter 0,2 mm, die man „Feinteile" nennt.
Colzamethylester (Diester)
Erhalten wird er durch Transesterifizierung eines Colzaöls mit Methanol
gemäß den von den Herstellern von Methylestern bekannten Protokollen.
– Dichte bei 20°C = 0,87–0,89,
– Flammpunkt > 185°C,
– Destillationstemperatur zwischen 330 und 350°C.
Andererseits machen seine chemische Zusammensetzung (Gemisch aus Fettsäure-Methylestern
mit 16 bis 18 Kohlenstoffatomen) und sein pflanzlicher Ursprung per Definition aus
ihm ein bioabbaubares und nicht-toxisches Produkt (Fehlen von Schwefel und Aromaten).
Darüber hinaus ist er im Wasser nicht mischbar, praktisch ohne Geruch
und besitzt eine sehr geringe Dampfspannung.
BEISPIEL 1Beschreibung der gewählten Arbeitsweise
In einem Prüfbecher aus Glas mit 600 ml Inhalt führt man bei Umgebungstemperatur
200 g der verunreinigten Sandprobe, dann 15 ml Methylester von Colzaöl ein.
Somit wird die neue Probe gebildet aus 20 g Schweröl, 13,35 g Methylester
von Colzaöl und 128 g trockenen Sandes, der 6 g „Feinteile" enthält.
Man mischt bei 20°C die Produkte mit dem Spachtel 5 Minuten lang
und gibt dann zu dem Gemisch, wobei man weiter Knet mischt, etwa 200 ml Meereswasser,
das rekonstituiert ist (33 g NaCl/l) bei einer Temperatur von 20°C. Schnell
stellt man eine Trennung, gebildet aus drei unterschiedlichen Phasen, fest.
Die flüssigen höheren Phasen werden eliminiert und man gibt 300 ml
salzigen Wassers bei 20°C zu und rührt 1 bis 2 Minuten lang derart, dass der
Sand in Suspension geht und die Eliminierung des verunreinigenden noch im Sand imprägnierten
Mittels abgeschlossen wird.
Die so vereinigten flüssigen Phasen werden gebildet aus:
– einer aufschwimmenden Phase, die Ester enthält, welche das Schweröl
solubilisiert hat,
– einer wässrigen Phase, welche die feinen Sandpartikel in Suspenion enthält
und
– einer unteren Sandphase sauberen Aussehens, die nicht klebt und einen
sehr geringen Geruch zeitigt.
Der erhaltene Sand wird im Wärmeschrank bei 110°C bis auf ein
konstantes Gewicht getrocknet. Anschließend wäscht man letzteren drei- oder viermal
mit Dichlormethan, um vollständig den Ester und das Schweröl, das imprägniert verblieben
ist, zu extrahieren. Nach Verdampfen des chlorierten Lösungsmittels bestimmt man
durch Wiegen den extrahierten Rückstand des Sandes, der Ester und Schwerölrückstände
umfasst.
Der Gehalt an Schweröl in diesem Gemisch wird durch chromatographische
Analyse des Ester/Schwerölgemisches erhalten, indem man diesem ein sog. inneres
Vergleichsmaß zugibt, welches durch einen Methylester von Heptadecanoesäure gebildet
wird, mit einer Kohlenwasserstoffkette mit 17 Kohlenstoffatomen, wobei diese Säure
in den pflanzlichen Ölen nicht vorhanden ist.
Die Wirksamkeit der Extraktion kann man ausdrücken, indem man die
folgende Berechnungsformel anwendet:
100 – (B × 100/A) wobei:
A: die Menge an Schweröl (in g), die in 100 g trockenen Sandes enthalten ist
B: ist die Restmenge an Schweröl (in g) in 100 g trockenen Sandes.
Im vorliegenden Fall sammelt man 634 mg Rückstand, indem man durch
Gaschromatographie den Gehalt an Schweröl, der bei 403 mg liegt, bestimmt.
Man erhält so für dieses Beispiel einen Wirkungsgrad bzw. eine Ausbeute
benachbart 96%.
Vernachlässigt wird das Vorhandensein der in diesem Sand enthaltenen
Feinteile. Diese befinden sich in der wässrigen Zwischenphase und können vom Wasser
durch Zentrifugieren getrennt werden. In einem industriellen Verfahren würde dieses
Wasser rezykliert.
BEISPIEL 2
Man arbeitet wie in Beispiel 1, unter zweimaliger Zugabe von Wasser,
jedoch mit einem Wasser von einer Temperatur von 80°C. Dies bringt das Gemisch
auf eine Temperatur benachbart 60–65°C.
Unter diesen Bedingungen liegt der Reinigungswirkungsgrad bei 97,2%.
BEISPIEL 3
Man arbeitet wie in Beispiel 1, indem man jedoch den Sand mit dem
Ester bei 50°C anstatt bei 20°C imprägniert.
Unter diesen Bedingungen liegt der Reinigungswirkungsgrad bei 97,0%.
BEISPIEL 4
Man arbeitet wie in Beispiel 2, gibt aber auf einmal 200 ml Wasser
von 80°C zu. Unter diesen Bedingungen liegt der Reinigungswirkungsgrad bei 82,7%.
BEISPIEL 5, Vergleich
Man arbeitet wie in Beispiel 2, ohne jedoch am Sand die Imprägnierung
mit dem Methylester des Colzaöls vorzunehmen.
Unter diesen Bedingungen liegt der Reinigungswirkungsgrad bei 89,8%.
BEISPIEL 6, Vergleich
Man arbeitet wie in Beispiel 1, ohne jedoch am Sand die Imprägnierung
mit dem Methylester des Colzaöls vorzunehmen. Das Ganze läuft bei einer Temperatur
von 20°C ab.
Unter diesen Bedingungen liegt der Reinigungswirkungsgrad bei 83,3%.
BEISPIELE 7 und 7A
Man arbeitet wie in Beispiel 2, indem man jedoch den verunreinigten
Sand mit 30 ml (Beispiel 7) und 7,5 ml (Beispiel 7A) Methylester von Colzaöl anstatt
mit 15 ml imprägniert.
Unter diesen Bedingungen liegt der Reinigungswirkungsgrad bei 97,5%
für Beispiel 7 und 91,4% für Beispiel 7A.
Tafel – 1 Zusammenfassung der Ergebnisse der Beispiele 1 bis
7Imprägnierung des Sandes mit Ester bei einer Temperatur von 50°C.BEISPIEL 8
Man arbeitet wie in Beispiel 4, indem man jedoch auf einmal 400 ml
Wasser von 80°C zugibt.
Unter diesen Bedingungen liegt der Reinigungswirkungsgrad bei 90,8%.
BEISPIEL 9
Man arbeitet wie in Beispiel 2, indem man jedoch 400 ml Wasser von
80°C zweimal (2 × 200 ml) zugibt.
Unter diesen Bedingungen liegt der Reinigungswirkungsgrad bei 94,4%.
BEISPIEL 10
Man arbeitet wie in Beispiel 4, indem man jedoch auf einmal 160 ml
Wasser von 80°C zugibt.
Unter diesen Bedingungen liegt der Reinigungswirkungsgrad bei 80,1%.
BEISPIEL 11
Man arbeitet wie in Beispiel 4, indem man jedoch auf einmal 175 ml
Wasser von 80°C zugibt.
Unter diesen Bedingungen liegt der Reinigungswirkungsgrad bei 62,9%.
BEISPIEL 12, Vergleich
Man arbeitet wie in Beispiel 5, indem man jedoch auf einmal 400 ml
Wasser von 80°C zugibt.
Unter diesen Bedingungen liegt der Reinigungswirkungsgrad bei 82,1%.
Tafel – 2 Zusammenfassung der Ergebnisse der Beispiele 8 bis
12 Einfluss der WassermengeBEISPIEL 13
Man arbeitet wie in Beispiel 1, indem man jedoch ein identisches Volumen
an Ethylester von Palmkernöl anstelle des Methylesters von Colzaöl zugibt.
Unter diesen Bedingungen liegt der Reinigungswirkungsgrad bei 94,3%.
BEISPIEL 14
Man arbeitet wie in Beispiel 1, indem man jedoch ein identisches Volumen
von 2-Ethylhexylester von Colzaöl anstelle des Methylesters von Colzaöl zugibt.
Unter diesen Bedingungen liegt der Reinigungswirkungsgrad bei 92,5%.
BEISPIEL 15
Man arbeitet wie in Beispiel 1, indem man jedoch ein identisches Volumen
von KETRUL A210 anstelle des Methylesters von Colzaöl zugibt.
Unter diesen Bedingungen liegt der Reinigungswirkungsgrad bei 91,5%.
BEISPIEL 16
Man arbeitet wie in Beispiel 1, indem man jedoch ein identisches Volumen
von Methylester des Colzaöls zugibt, der 2% Emulgiermittel in Form eines Sorbitansesquioleats
anstelle des Methylesters des Colzaöls allein zugibt.
Unter diesen Bedingungen liegt der Reinigungswirkungsgrad bei 91,9%.
Tafel – 3 Zusammenfassung der Ergebnisse der Beispiele 13 bis
16 Einfluss der Natur des verwendeten Lösungsmittels
Anspruch[de]
Verfahren zum Reinigen eines Feststoffs, der durch Kohlenwasserstoffe
unter Verwendung wenigstens eines Esters aus der Reaktion eines Alkohols mit 1 bis
8 Kohlenstoffatomen und einer Fettsäure mit 6 bis 24 Kohlenstoffatomen verunreinigt
ist, gekennzeichnet durch die Abfolge folgender Stufen:
a. man kontaktiert den Feststoff und die Kohlenwasserstoffe mit diesem Ester in
einem geeigneten Gewichtsanteil und
b. man realisiert wenigstens einmal die Abfolge der folgenden Stufen:
i. man kontaktiert das Gemisch Feststoffe-Kohlenwasserstoffe und Ester, das mit
Wasser erhalten wurde,
ii. man lässt dekantieren und
iii. man gewinnt getrennt eine flüssige Phase, Wasser-Kohlenwasserstoffe und Ester,
und den Feststoff, der wenigstens zum Teil von den Kohlenwasserstoffen und dem Ester
befreit wurde.
Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die flüssige Phase dekantiert wird,
man getrennt eine wässrige Phase, die Sand in Suspension und eine Phase Ester-Kohlenwasserstoffe
enthält, gewinnt, und man die wässrige Phase gegebenenfalls nach Abtrennung des
Sandes in Stufe b) rezykliert.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, bei dem dieser Ester in
einem Gewichtsanteil von 0,5 bis 50%, bezogen auf den Feststoff und die Kohlenwasserstoffe,
und bevorzugt 3 bis 15%, vorhanden ist.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der Gewichtsanteil
von Wasser, der mit dem Gemisch aus Feststoff-Kohlenwasserstoffe kontaktiert wird,
zwischen 30% und 1000%, bevorzugt zwischen 100% und 500%, beträgt.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die Kontaktierungstemperatur
mit dem Ester unter 100°C liegt.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem die Temperatur
des Wassers in der Stufe b) unter 100°C und bevorzugt zwischen 60°C und
90°C liegt.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem die Kontaktierung
des Feststoffs und der Kohlenwasserstoffe mit dem Ester und mit dem Wasser in einem
(Knet)mischer realisiert wird.
Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 7, bei dem der Sand aus der
wässrigen Phase durch Zentrifugieren eliminiert wird.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem die Fettsäure(n)
aus Palmkernöl, Palmöl, Kopraöl, Colzaöl, Erdnussöl, Sojaöl, Maisöl, Baumwollsamenöl,
Sonnenblumenöl, Talköl, Schweineschmalzöl und/oder Gemischen industrieller verbrauchter
Friteusenöle und bevorzugt Colzaöl oder Sonnenblumenöl stammt bzw. stammen.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei dem der Alkohol Methanol,
Ethanol, n-Butanol und 2-Ethylhexanol ist.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei dem der Feststoff
Sand, Kies und/oder Rollkiesel ist.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei dem das Wasser Meereswasser
ist.