Einführung:
Gitarrenverstärker sind Musik-Instrumente und die Funktion als Verstärker
ist zweitrangig.
Während der Musik-Evolution der Pop und Rockgeschichte hat sich eine
Röhrenverstärker- Technik mit speziellen musikalischen Eigenschaften entwickelt,
die bis heute noch unerreicht besteht, und bei Top-Modellen zum Einsatz kommt. Diese
Technik achten wir sehr und beteiligen uns auch schon seit Jahren mit eigenen Geräten
an diesem Marktsegment.
Röhrentechnik ist kein Industrie-Standard mehr und demzufolge sehr
teuer: Es ist ein erheblicher wirtschaftlicher Fortschritt, wenn man mit alternativen
Technologien zu den gleichen musikalischen Ergebnisse kommt.
Das musikalische Verhalten einer Röhrenendstufe (Leistungsteil) in
Gitarrenverstärker ist als Alternativtechnologie bisher mit bekannten Technologien
nicht erreicht worden. Der Grund dafür ist das sehr komplexes Verhalten der Komponenten
untereinander. Im Rahmen einer Vorstudie habe ich. die, mir schon länger bekannten
Effekte, untersucht und mit den Erkenntnissen ein Alternativverfahren entwickelt.
Nicht alle Effekte und interaktive Prozesse zwischen den Komponenten
haben eine musikalische Bedeutung. Deshalb habe ich zunächst einmal einen Überblick
über die wichtigsten Effekte zusammengestellt.
Musikalisch wichtige Effekte:
Zu diesem Text gibt es noch einzelne Grafiken die im Inhalt erwähnt
werden.
1 Beschreibung einer Röhrenendstufen-Schaltung:
- Bitte siehe die Grafik-Schaltplan NR:1
Es handelt sich um den Schaltplan unseres Top-Modells in der Röhrenverstärker-Linie.
Bei einer Röhren-Gegentakt-Endstufe in AB-Betrieb übernehmen in diesem
Fall jeweils zwei Pentoden (Tube 13 und Tube 10 die positive Halbwelle oder Tube
11 und Tube 12 die negative Halbwelle) die Leistungsverstärkung von einer Halbwelle.
Im Leistungs-Übertrager (ÜL55064) werden die Halbwellen wieder addiert, und sind
am Lautsprecher wieder komplett vorhanden.
Das bedeutet die beiden Endröhren müssen mit gedrehten Phasenlagen
angesteuert werden. Das übernimmt der Differenzverstärker (wird auch Phase-Splitter
genannt) (Doppeltriode Tube 9) welche den Pentoden vorgeschaltet ist.
An Pin 7 (Tube 9) liegt das Eingangssignal an, und an Pin 2 entweder
kein Signal, oder ein Signal welches vom Ausgang zurückgeführt wird (die sogenannte
Gegenkopplung). Die Endstufe hat schon einen stabilen Betriebszustand ohne daß ein
Signal zurückgeführt wird. Dennoch führt eine unterschiedliche Gegenkopplung zu
unterschiedlichem musikalischem Verhaften. Die verschiedenen Charakteren werden
in diesem Fall mit einem Relais (Rel 8) und einem Feldeffekt-Transistor (T1) umgeschaltet.
Die in der Mitte-Unten zu sehende –48V Spannung ist eine Vorspannung,
die den Arbeitspunkt der Röhre definiert (die so genannte BIAS-Spannung).
Dieses Endstufen-Prinzip verhält sich nicht (aus technischer Sicht)
ideal. Es entstehen hohe Verzerrungen und der Frequenzgang ist nicht linear. Dennoch
sind es genau diese Fehler, die es so musikalisch werden läßt.
Alle weiteren Beschreibungen mache ich nun mit einem vereinfachten
Schaltbild!
2. Die wichtigen Effekte:
Die folgende Beschreibung der hier beschriebenen Effekte wurde aus
eigener Erfahrung und eigenen Versuchen erarbeitet.
Eine Literatur die diese speziellen Gitarrenendstufen-Effekte beschreibt
ist mir nicht bekannt!
Bitte siehe die Grafik NR:1
Die Schaltung ist auf das Wichtigste minimiert. Die Signale in der
Grafik wurden original gemessen. Man sieht den Phase- Splitter der die phasengedrehten
Signale liefert und das Leistungsteil in zwei Blöcken.
Wichtig ist, daß man weiß, daß die ganze Röhrenendstufen- Qualität
erst richtig bei Übersteuerung einsetzt.
Bild 1 und Bild 2 zeigen die beiden Signale an der Anode des Phase-Splitters.
Auffallend ist, daß sich bei Übersteuerung ein asymmetrischer Effekt einstellt.
Das ist gewollt und wird später erklärt.
Bild 3 und Bild 4 zeigen das Signal am Gitter der Pentoden bei knapp
Vollaussteuerung. Man erkennt ein symmetrisches und unverzerrtes Verhalten. In Bild
5 und 6 ist die Endstufe übersteuert. Die Signalkurve wird beim 0-Durchgang begrenzt,
weil ein Strom in das Gitter fließt. Das Ersatzschaltbild der Pentode,
welches für diesen Effekt verantwortlich ist sieht man oben rechts.
Bitte siehe die Grafik NR:2
Bild 1 bis 3 zeigen oben immer den Stromverlauf durch die Pentode,
und unten die Spannung am Pentodengitter.
Bild 1 zeigt das Verhalten mit Burst-Signal. Zu erkennen ist, daß
sich durch den Strom durch das Pentoden-Gitter (fließt nur bei positiver Halbwelle
bei erreichen der Kathodenspannung) sich der Koppelkondensator zwischen Differenzverstärker
und Pentode umlädt. Das führt zu einer DC-Verschiebung am Pentodengitter. Dadurch
verschiebt sich auch der Wechselspannungs-Nulldurchgang. Man erkennt, daß wenn die
kleine Signalperiode beginnt, der Strom durch die Pentode erst wieder fließt wenn
der Kondensator sich wieder ein Stück umgeladen hat. Das hier gezeigte Umladen entspricht
einer Signal- abhängigen Arbeitspunkt-Verschiebung in Richtung B-Betrieb.
Bild 2 zeigt das ganze unverzerrt bei konstantem Signal. Die senkrechten
Linien in gleichem Abstand zeigen, daß die Strom-Halbwelle ihre volle Breite hat.
In Bild 3 ist mit Übersteuerung zu erkennen, daß die beiden Halbwellen
sich nicht mehr richtig zusammensetzen können, weil sie sich zusammen schnüren.
Bild 4 zeigt das Signal am Ausgang bei 50% Aussteuerung. Das Signal
ist noch unverzerrt.
Bild 5 zeigt das Signal bei geringer Übersteuerung. Man erkennt, neben
der Signalbegrenzung mit weichen Abrundungen, die (nach den oben beschriebenen Effekten)
entstehende Übernahmeverzerrung. Diese Verzerrungen sind von großer musikalischer
Bedeutung weil es ein wohlklingender, dynamischer Prozeß ist.
Bild 6 zeigt das Signal bei starker Übersteuerung. Der Effekt wird
asymmetrisch, was eine zusätzliche Oberwellen-Dynamik entwickelt. Dieser Effekt
kommt durch die anfangs erwähnte Asymmetrie des Differenzverstärkers.
Die Grafik NR:2 zeigt die Effekte welche für ein sehr dynamisches
Oberton-Spektrum das mit zunehmenden Eingangspegel sich immer wieder verändert (auch
bei sehr großen Übersteuerungen). Der Musiker empfindet das als ein dynamisches
Verhalten.
Obwohl die Maximal-Aussteuerung schon lange überschritten ist, kann
er mit unterschiedlichen Anschlagstärken den Klang beeinflussen.
Das ist die wichtigste Eigenschaft, die Röhrenendstufen von anderen
Leistungsverstärkern unterscheidet.
Bitte siehe die Grafik NR:3
Bei Röhrenendstufen sind, um die optimale Leistung zu erzielen Endröhren,
Überfrager und Lausprecher Leistungsangepaßt. Der Ausgangswiderstand wird von dem
Innenwiderstand der Röhre und des Übertragers definiert. Das bedeutet, daß die Lautsprecherimpedanz
einen Einfluß auf den Pegelverlauf am Ausgang hat. Die damit verbundene Rückwirkung
vom Lautsprecher auf den Übertrager und Röhren, beeinflussen auch den Maximalpegel
frequenzabhängig und die damit verbundenen Oberwellen, bei Übersteuerung.
Bild 1 zeigt den Frequenzgang am Ausgang mit einer typischen Gitarrenbox
ohne einer zusätzlichen Gegenkopplung. Die Auswirkungen von der Box auf den Frequenzgang
ist gut zu erkennen.
Bild 2 zeigt den Frequenzgang am Ausgang mit einem Lastwiderstand
ohne Gegenkopplung. Man erkennt noch die kapazitiven und induktiven Einflüsse von
Röhre oder Übertrager.
Bild 3 zeigt den Frequenzgang am Ausgang mit einem Lastwiderstand
mit Gegenkopplung auf den Eingang. Hier wird durch ein Kompensationseffekt der Innenwiderstand
etwas herabgesetzt. Kapazitive und induktive Einflüsse von Röhre und Übertrager
sind gering.
Bild 4 zeigt den Frequenzgang am Ausgang mit einer angeschlossenen
typischen Gitarrenbox mit einer Gegenkopplung auf den Eingang. Auch hier nimmt der
Einfluß vom Lautsprecher stark ab.
Bild 5 zeigt nun, wie stark der Lautsprecher Einfluß auf den Frequenzgang
nimmt, wenn noch zusätzlich ein Filter in den Signalweg der Gegenkopplung geschaltet
ist.
Sowohl die Rückwirkung durch den Lautsprecherstrom, als auch die verschiedenen
wegen dem Klang gemachten Gegenkopplungen, sind bei Gitarren-Röhrenendstufen von
großer Bedeutung.
Die mit Grafik NR:2 (Oberwellen- erhalten) und Grafik NR:3 (Frequenz-Verhalten
und das Verhalten der Maximalpegel) beschrieben Effekte, sind die Effekte, die bei
Gitarren-Röhrenendstufen von musikalischer Bedeutung sind.
Einige unserer Mitbewerber bauen kleine Röhrenendstufen (mit Röhren
und Übertrager) in ihre Geräte ein (welche diesen Effekte bewirkt), und verschalten
diese Mini-Endstufe so mit einem Leistungs-Halbleiterverstärker, daß der Lautsprecherstrom
Einfluß auf die Mini-Röhren-Endstufe hat um die oben beschriebenen Effekte zu erreichen.
Solche Verfahren verursachen immer noch hohe Kosten, wegen den auch
für kleine Leistungen immer noch teuren Bauteilen (wie z.B. Röhre, Übertrager und
zusätzlicher Netzteilaufwand).
Mein Verfahren beruht auf einem Signalbearbeitungs-Modell was alle
wichtige Effekte in sich beherbergt. Das Verfahren ist mit mehreren anderen Technologien
(z.B. Halbleitertechnik, wenn für das Marketing Röhren von Bedeutung sind geht auch
eine Halbleiter-Röhren-Kombination und digitaler Signalbearbeitung (DSP-Technik))
zu realisieren.
Die Besonderheiten:
1. Keine spezielle Leistungsschaltung:
Um die oben erklärten Effekte zu erzielen werden keine speziellen
Leistungsschaltungen wie zum Beispiel eine Mini-Röhrenendstufe oder eine spezielle
Leistungsendstufe benötigt.
2. Effekte nur über Signalbearbeitung:
Es wird eine reine Signalbearbeitung gemacht.
3. Halbwellen werden getrennt von einander Signal bearbeitet:
Die Beiden Signal-Halbwellen werden getrennt bearbeitet, und wie bei
Röhrenendstufen die im Push-Pull Betrieb arbeiten, später wieder zusammengesetzt.
Die oben beschriebenen Übernahmeverzerrungen können so perfekt nachgebildet werden.
4. Besondere Strom und Spannungsgegenkopplungen:
Die Auswirkungen der Lautsprecherbelastung auf die Endstufen- Parameter
(wie zu Beispiel: Frequenzgang, maximaler Ausgangspegel, u. s w.) wird mit Hilfe
von Strom- und Spannungs-Gegenkopplungen nachgebildet. Eine Besonderheit ist, daß
die Gegenkopplung getrennt für jede Halbwelle, und auch auf das komplette Signal
an verschiedenen Stellen gemacht wird. So entsteht ein Ersatzverhalten für den Einfluß,
welchen der Röhren und Übertrager Innenwiderstände bewirken.
5. Befriebspannungsabhängige Rückwirkungen:
Die maximale Ausgangs-Amplitude wird vor dem eigentlichen Halbleiterverstärker,
durch Rückführung der Endstufen- Betriebsspannung, Betriebsspannungsabhängig begrenzt.
Das ist für das Klangverhalten von Bedeutung, weil die Betriebsspannung zusätzlich
das Signal begrenzt, denn die Röhrenendstufen-Netzteile sind nicht stabilisiert,
sie haben ein weiches Verhalten. Bei diesem Verfahren muß ein Netzteil mit ähnlichem
Verhalten eingesetzt werden. Durch diese Maßnahme kann auch der maximale Ausgangspegel
der Halbleiterendstufe genutzt werden, weil dadurch sich der maximale Eingangspegel
proportional zum maximalen Ausgangspegel der Halbleiterendstufe verhält. So kann
fast die volle Leistung der Halbleiterendstufe genutzt werden, ohne daß sie selbst
übersteuert wird.
6. Realisierung mit verschiedenen Technologien:
Die Verfahrens-Basis ist ein Blockschaltplan der alle signalbearbeitete
Funktionsgruppen in einzelnen Blöcken beherbergt. Jede der Blöcke kann mit verschiedenen
Technologien (Halbleitertechnik, digitale Signalbearbeitung oder natürlich auch
mit Röhrentechnik) realisiert werden. Die Bearbeitung im einzelnen Block ist sehr
einfach gehalten. Der Modulplan ist so aufgebaut, wie die musikalischen Effekte
in einer Röhrenendstufe zusammen wirken.
7. Alle linearen Verstärker sind nutzbar:
Als Leistungsverstärker kann vom 5W Analog IC über PWM-Verstärker
(getaktete Endstufe/Verstärker) bis zu diskreten Hochleitungs-Verstärker alles eingesetzt
werden.
8. Geringste Kosten:
Durch die Integrierbarkeit in verschiedene Technologien können die
Kosten optimiert werden.
Der Patentschutz soll für folgendes Modell angemeldet werden:
Bitte siehe Grafik NR:4
Modellbeschreibung:
1. Differenzverstärker 1
Er vergleicht das Eingangssignal mit dem Signal von der Gegenkopplung
und gibt es sowohl Phasen – richtig als auch Phasen – gedreht weiter.
2. Gegenkopplungsfilter
Hier wird mit einem Tiefpaß das zurück gekoppelte Signal bearbeitet
(Siehe oben Grafik: NR:3 Bild 5).
3. Nicht-lineare Stufen
Die nichtlineare Kurve der beiden Stufen kann je
nach Klangerwartung unterschiedlich sein und ist in der Regel gegeneinander unterschiedlich.
Sie sind ein Ersatz für die Nichtlinearität des Röhren Phase-Splitter (Siehe oben
Grafik: NR1 Bild 1 und Bild 2).
4. Offset-Generatoren
Die beiden Offset-Generatoren legen das Signal auf ein DC-Niveau,
welches mit der Endstufen-Betriebsspannung gekoppelt ist. Sie zeigen das Ersatzverhalten
von dem oben beschrieben Umladungseffekt des Koppelkondensator, der durch den Strom,
der in die Pentoden-Gitter fließt, bewirkt wird. Dies ist in diesem Block mit Schaltung
symbolisch angedeutet.
1. Effekt:
Bei kleinem Pegel befindet sich am Ausgang das gleiche DC-Niveau wie
die Referenzspannung U-Ref. Bei großem Pegel bewirkt ein internes nicht lineares
Verhalten (Begrenzung einer Halbwelle), am Ausgang eine Verschiebung vom DC-Niveau
(wie in Grafik: NR2 Bild 1 bis 3).
2. Effekt:
Die begrenzte Halbwelle, ist die Halbwelle die bis zum Ausgang weiter
verstärkt wird. Deshalb kann durch die Kennlinie vom Begrenzer (Dioden oder Software-Tabelle)
die Spitzenwert-Verformung vom Ausgangssignal beeinflußt werden. Diese Verformung
hat auch einen großen musikalischen Wert, der hier variabel gestaltet werden kann.
3. Effekt:
Eine Verringerung von U-Ref bewirkt am Ausgang eine kleinere Ampitude
der später genutzten Halbwellen. Wenn U-Ref über Spannungsteiler von der Endstufen-Betriebsspannung
gewonnen wird, kann durch das Sannungsteiler-Verhältnis die maximale Ausgangsamplitude
definiert werden. So könnte die Ausgangsleistung vom Verstärker programmiert werden.
Die Kopplung mit der Endstufen- Betriebsspannung beeinflußt das später
im Halbwellen-Addierer zusammen gesetzte Signal so, daß die Netzteil-Belastung die
maximale Ausgangsamplitude ändert (ein natürliches Verhalten an Röhren-Leistungsverstärker
mit instabilen Netzteil wie in einem Gitarrenverstärker).
5. Die Halbwellenverstärker
Die Halbwellenverstärker kompensieren den DC-Anteil von U-Ref wieder
heraus. So daß nur bei einer Offset-Verschiebung durch den Offset-Generator ein
DC-Offset am Ausgang entsteht. Er übernimmt mit nachfolgenden Gleichrichter die
Funktionsweise der Endröhren.
Die Stromgegenkopplung auf den positiven Eingang bewirkt einen Einfluß
vom Lautsprecherstrom auf die Ausgangsamplitude vom Halbwellenverstärker. Das bewirkt
das Verhalten vom Röhren-Innenwiderstand auf das Ausgangssignal.
6. Die Gleichrichter
Sie sorgen dafür, daß nur eine Halbwelle weiter bearbeitet werden
kann. Der Signalverlauf am Ausgang entspricht dem Signalverlauf vom Anodenstrom
der Pentoden.
7. Halbwellen-Addierer
Hier werden wie im Übertrager die getrennt bearbeiteten Halbwellen
wieder zusammen gesetzt. Das Signal am Ausgang zeigt ein Begrenzungsverhalten was
genau ist wie bei einem Röhren-Leistungsverstärker.
8. Differenzverstärker 2
Die Stromgegenkopplung auf den positiven Eingang bewirkt einen Einfluß
vom Lautsprecherstrom auf den Ausgang. Damit läßt sich der Überfrager-Innenwiderstand
simulieren.
9. Linearer Poweramp
Ist eine lineare Leistungsendstufe, die wenig Klirrfaktor hat und
nicht übersteuert wird. Es können auch IC-Endstufen verwendet werden, wie sie in
HIFI-Geräten zum Einsatz kommen. Die Verwendung von solchen Endstufen macht die
Leistungsverstärkung sehr günstig. Die Abstimmung der einzelnen beschriebenen Signalstufen
muß so geschehen, daß die Leistungsendstufe nicht übersteuert wird.
10. Zusammenfassend
Das Signal wird genauso bearbeitet wie in einer Röhrenendstufe. Dabei
spielt die getrennte Bearbeitung der beiden Halbwellen die wichtigste Rolle. Durch
die beiden unterschiedlichen nichtlinearen Stufen am Anfang der Signalkette, kommt
es auch, zu den Eingangs erwähnten Verschiebungen der Übernahmeverzerrungen bei
starker Übersteuerung. Die verschiedene Parameter (wie z.B. nichtlineare Kennlinien,
Strom- oder Spannungs-Gegenkopplung u.s.w.) können sich je nach musikalischen Klang-Empfinden
ändern.
Erster Schaltungsentwurf
Ein erster Schaltungsentwurf steht bereits zur Verfügung.
An ihm kann man sehen, wie mit preisgünstigem Material die Emulation realisiert
werden kann.
Hörvergleiche waren sehr erfolgreich!
Siehe Grafik-Schaltplan NR: 2
Die unter „Patentanspruch" definierten Module sind in der Schaltung
markiert und beschriftet.
Ein wesentlicher Gedanke der Erfindung besteht in dem Modulkonzept.
Das heißt, die Emulation eines Röhrenverstärkers erfolgt in Modulblöcken, die jeweils
einen bestimmten Teil eines Röhrenverstärkers nachbilden. Diese Nachbildungen werden
am Ende zusammengesetzt und bilden das Ausgabesignal. Durch diese modulartige Emulation
ist die Emulation verhältnismäßig einfach und kann mit einfachen Mitteln umgesetzt
werden.