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Dokumentenidentifikation DE69631549T2 30.12.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000904343
Titel KEIMTÖTENDE SAURE REINIGUNGSMITTEL FÜR HARTE OBERFLÄCHEN
Anmelder Reckitt Benckiser Inc., Parsippany, N.J., US
Erfinder CRISANTI, Michael, New Fairfield, US
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69631549
Vertragsstaaten BE, DE, ES, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 27.09.1996
EP-Aktenzeichen 969359876
WO-Anmeldetag 27.09.1996
PCT-Aktenzeichen PCT/US96/15463
WO-Veröffentlichungsnummer 9715649
WO-Veröffentlichungsdatum 01.05.1997
EP-Offenlegungsdatum 31.03.1999
EP date of grant 11.02.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.12.2004
IPC-Hauptklasse C11D 3/48
IPC-Nebenklasse C11D 3/44   C11D 3/20   C11D 3/18   C11D 3/04   C11D 3/34   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf verbesserte Reinigungszusammensetzungen, die insbesondere bei Anwendungen bei der Reinigung von harten Oberflächen Verwendung finden.

Verschiedene Formulierungen für Zusammensetzungen von Reinigungsmitteln sind hergestellt worden und im Stand der Technik bekannt. Zum Beispiel sind stark saure Reinigungsmittel, die starke Säuren umfassen, wie zum Beispiel Salzsäuren, beim Entfernen von Hartwasserflecken nützlich, allerdings ist die Gegenwart von starken Säuren bekannt als ein Reizmittel für die Haut und bietet weiter das Potential für eine toxikologische Gefahr. Auch stellen nur wenige irgendeine keimtötende oder hygienischmachende Wirkung auf die behandelten harten Oberflächen bereit.

US 5232632 beschreibt eine schaumige flüssige Reinigungszusammensetzung für harte Oberflächen, die als grenzflächenaktives Mittel ein Detergens erfordert, vorzugsweise ein Gemisch aus nichtionischen und zwitterionischen grenzflächenaktiven Mitteln, gegebenenfalls, aber vorzugsweise ein hydrophobes Lösungsmittel, gegebenenfalls, aber vorzugsweise, ein Polycarboxylat als Detergensbuilder, und ein polymeres, strukturviskoses Verdickungsmittel, um die Viskosität der Zusammensetzung an bestimmte Grenzen anzupassen. Die Zusammensetzungen sind besonders dafür geeignet, von einem manuell betriebenen, mit einem Auslöser versehenen Sprühspender abgegeben zu werden.

Darum zählt es zu den Aufgaben der Erfindung, verbesserte Reinigungszusammensetzungen bereitzustellen, die wirksam sind, eine desinfizierende Wirkung bereitzustellen und bei der Entfernung von Seifenschaumflecken und von Hartwasserflecken mitzuhelfen, insbesondere von harten Oberflächen. Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, verbesserte Reinigungszusammensetzungen, die besonders wirksam beim Entfernen von Hartwasserflecken und von Seifenschaumflecken sind, bereitzustellen, und die eine minimale Reizung der Augen, Haut oder Schleimhautgewebes eines Verbrauchers als weiteres Merkmal enthält.

Erfindungsgemäß wird eine keimtötende Reinigungszusammensetzung für harte Oberflächen bereitgestellt, welche die folgenden notwendigen Bestandteile umfaßt:

Bestandteil (A) saurer Komplexbildner;

Bestandteil (B) Gemisch aus hydrophoben und hydrophilen Lösungsmitteln;

Bestandteil (C) grenzflächenaktives Mittel, welches eine hydrotrope Funktionalität bereitstellt.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch einen oder mehrere weitere optionale Bestandteile, wie Additive aus dem Stand der Technik beinhalten. Anhand eines nicht begrenzenden Beispiels schließen derartige Bestandteile ein: weitere grenzflächenaktive Mittel, insbesondere grenzflächenaktive Mittel, die für die Entfernung von fettigen Verschmutzungen nützlich sind, Schaumbildner und Schaumstabilisierer, Färbemittel, einschließlich Farbstoffe und Pigmentzusammensetzungen, Duftstoffe (ob natürliche oder synthetisch produzierte), Duftstoffhilfsmittel und/oder Duftstofflösungsvermittler, viskositätsmodifizierende Mittel, einschließlich Verdickungsmittel oder Geliermittel, Mittel, die den pH-Wert regulieren, pH-Wert Puffer, Antioxidantien, Wasserweichmacher, weitere lösungsvermittelnde Mittel, die für die Löslichmachung eines oder mehrerer der Bestandteile in Wasser nützlich sein könnten, Konservierungszusammensetzungen, sowie andere Additive aus dem Stand der Technik, die hier nicht besonders erläutert werden. Derartige, wie oben beschriebene Bestandteile, schließen Zusammensetzungen aus dem Stand der Technik mit ein, einschließlich der in McCutcheon's Detergents and Emulsifiers, nordamerikanische Ausgabe, 1991; Kirk-Othmer, Encyclopedia of Chemical Technology, dritte Ausgabe, Band. 22, Seiten 346–387, deren Inhalt hier durch Bezugnahme aufgenommen ist.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen sind vorzugsweise von saurem Charakter, einen pH Wert von weniger als 7,0 aufweisend, vorzugsweise ist der pH-Wert im Bereich von etwa 5,0 bis etwa 1,0 und weiter bevorzugt ist ein pH-Wert im Bereich von etwa 4,0 bis etwa 1,0 und am meisten bevorzugt ist ein pH-Wert von 3,0 bis 1,0.

In einem weiteren Aspekt der Erfindung wird auch ein verbessertes Verfahren zum Reinigen und Desinfizieren von Oberflächen, insbesondere harten Oberflächen, bereitgestellt, das den Schritt des Auftragens einer zur Flecklösung und Desinfizierung wirksamen Menge einer hier gelehrten Zusammensetzung auf eine derartige verschmutze Oberfläche einschließt.

Bestandteil A

Die Bestandteile, die Bestandteile A umfassen, namentlich der erfindungsgemäße saure Komplexbildner, kann praktisch jede Säure sein, die beim Entfernen von Hartwasserflecken von harten Oberflächen wirksam ist, besonders Toilettenoberflächen wie oben erwähnt. Beispielhafte nützliche Säuren schließen ein: Zitronensäure, Cresylsäure, Dodecylbenzolsulfonsäure, Phosphorsäure, Salicylsäure, Sorbinsäure, Sulfaminsäure, Essigsäure, Benzoesäure, Borsäure, Caprinsäure, Capronsäure, Cyanursäure, Dihydroessigsäure, Dimethylsulfaminsäure, Propionsäure, Polyacrylsäure, 2-Ethylhexansäure, Ameisensäure, Fumarsäure, 1-Glutaminsäure, Isopropylsulfaminsäure, Naphthensäure, Oxalsäure, phosphorige Säure, Valeriansäure, Benzolsulfonsäure, Xylensulfonsäure, ebenso wie jede Säure, welche als registrierter pestizidaktiver Inhaltsstoff bei der United States Environmental Protection Agency aufgelistet ist. Weitere nützliche Säuren schließen ein: Sulfonsäuren, Maleinsäure, Essigsäure, Adipinsäure, Milchsäure, Buttersäure, Gluconsäure, Apfelsäure, Weinsäure, sowie Glykolsäure. Vorzugsweise werden Glykolsäure und Zitronensäure verwendet, weil sie wirksam sind und in übermäßigen Mengen vorhanden und vorteilhaft verwendet werden können. Diese sauren Komplexbildner stellen freie Azidität innerhalb der Reinigungszusammensetzung bereit, wobei die freie Säure mit den Fettsäuremetallsalzen reagiert, die innerhalb der Seifenschaumflecken umfasst sind, was die Metallionen entläßt und die Fettsäuren freisetzt, was die Entfernung dieser unerwünschten Flecken von harten Oberflächen erleichtert. Diese sauren Komplexbildner komplexieren ebenso die entstehenden freien Metallionen, welche von den Seifenschaumflecken entlassen werden. Auch wo die sauren Komplexbildnerbestandteile ausgewählt werden, um desinfizierende Eigenschaften als Merkmal zu zeigen, stellen sie gleichzeitig die erforderliche antimikrobielle Aktivität bereit, die notwendig ist, um die gereinigte Oberfläche zu desinfizieren.

Vorzugsweise umfaßt Bestandteil A Zitronensäure mit zumindest einer weiteren oben beschriebenen Säure, da vom Erfinder beobachtet wurde, daß Zitronensäure gute desinfizierende Wirkung in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen bereitstellt, aber in bestimmten Formulierungen nicht genügend sauer sein kann, um wirksam bestimmte Flecken zu entfernen. Die Zugabe von zumindest einer weiteren Säure stellt zusätzliche Reinigungswirkung bereit, die in bestimmten Formulierungen mit Zitronensäure alleine nicht beobachtet worden war.

Die sauren Komplexbildner-Bestandteile von Bestandteil A sind wünschenswerterweise in der Formulierung in Bereichen von 0,1 bis 10 Gew.-% vorhanden, vorzugsweise von 1,0 bis 8,0 Gew.-% und stärker bevorzugt von 4,0 bis 6,0 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht einer Zusammensetzung. In bevorzugten Ausführungsformen dagegen umfaßt Zitronensäure zumindest 0,1 Gew.-% des Gesamtgewichts der Säuren von Bestandteil A, stärker bevorzugt umfaßt Zitronensäure zumindest 25 Gew.-% und am stärksten bevorzugt umfaßt Zitronensäure zumindest 50 Gew.-% der Säuren von Bestandteil A

Bestandteil B

Die Bestandteile von Bestandteil B sind ein Gemisch aus hydrophoben und hydrophilen Lösungsmitteln, die dazu dienen, bei der Ablösung der Fettsäuren von einer zu reinigenden Oberfläche zu helfen. Bestimmte, in den Seifenschaumresten anwesende Fettsäuren, werden durch die Anwesenheit von Bestandteil B gelöst und/oder zumindest teilweise in Wasser mischbar gemacht, und dieses Merkmal erleichtert das Entfernen des Fleckes von der Oberfläche. Die Lösungsmittel von Bestandteil B sind ebenso nützlich bei der Durchdringung des Fleckes und dienen als ein Träger für die weiteren erfindungsgemäßen Bestandteile, insbesondere die Bestandteile, die Bestandteil A umfassen und bringen sie somit durch die Schicht des Fleckes auf die Oberfläche, auf der der Fleck anwesend ist, und sind dabei bei der wirksamen Loslösung des Fleckes und seiner Entfernung behilflich.

Der hydrophoben Lösungsmittelbestandteil von Bestandteil B sollte eine Solubilisierung der alipathischen Anteile der Fettsäuren, die innerhalb der Seifenschaumflecken umfaßt sind, zeigen. Beispielhaft nützliche hydrophobe Lösungsmittel schließen ein: Lösungsbenzin, Tripropylenglycol-n-butylether, Propylenglycolphenylether, Dipropylenglycol-n-propylether, Ethylenglycolphenylether, und insbesondere Propylenglycol-n-butylether und Dipropylenglycol-n-butylether. Das hydrophobe Lösungsmittel kann ein derartiges Lösungsmittel sein oder ein Gemisch aus zwei oder mehr hydrophoben Lösungsmitteln.

Das hydrophobe Lösungsmittel zeigt wünschenswerterweise eine Löslichkeit in Wasser zwischen 0,0 ml/100 ml und 20,0 ml/100 ml und sollte des weiteren zwischen 50 und 99% des Gesamtgewichts des Bestandteils B innerhalb der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen umfassen. Stärker bevorzugt soll das hydrophobe Lösungsmittel zwischen 60 und 95% umfassen, am stärksten bevorzugt zwischen 80 und 90% des Gesamtgewichts des Bestandteils B der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen.

Das hydrophile Lösungsmittel von Bestandteil B kann eines sein, das bei der Solubilisierung oder bei der Verbesserung der Mischbarkeit des hydrophoben Lösungsmittels in Wasser nützlich ist. Während das hydrophobe Lösungsmittel von Bestandteil B die Seifenfettsäuren ablöst, dient das hydrophile Lösungsmittel zur Solubilisierung des hydrophoben Lösungsmittels in Wasser und stellt dabei eine wirksame Löslichkeit mit der wässrigen Phase bereit und erleichtert die Entfernung des hydrophoben Lösungsmittels und der gelösten Seifenfettsäuren von der zu reinigenden Oberfläche.

Als nichtlimitierendes Beispiel schließen hydrophile Lösungsmittel bestimmte Alkohole ein, Glykole, Acetate, Etheracetate und Glykolether, einschließlich Propylenglycolmethylether, Dipropylenglycolmethylether, Tripropylenglycolmethylether, Propylenglycol-n-propylether, Ethylenglycol-n-butylether, Diethylenglycol-n-butylether, Diethylenglycolmethylether, Propylenglycol, Ethylenglycol, Isopropanol, Ethanol, Methanol, Diethylenglycolmonoethyletheracetat und insbesondere ist Ethylenglykolmonobutyletheracetat nützlich. Ein einzelnes hydrophiles Lösungsmittel oder zwei oder mehr hydrophile Lösungsmittel können verwendet werden.

Die hydrophilen Lösungsmittel, die der erfindungsgemäße Bestandteil B umfaßt, sollten gute Löslichkeit in Wasser zeigen, d. h. annähernd oder tatsächliche „unendliche Löslichkeit" und sollten vorzugsweise innerhalb der Zusammensetzung in einem Gewichtsprozentanteil zwischen 1–50% umfaßt sein, bevorzugt 1–40%, stärker bevorzugt zwischen 5–30%, und am stärksten bevorzugt zwischen 10 und 20%, basierend auf dem Gesamtgewicht des Bestandteils B, innerhalb der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen.

Unter Hinweis auf die wirksamen Mengen von Bestandteil B, ist Bestandteil B wünschenswerterweise zwischen etwa 0,1 bis 10 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht der Reinigungszusammensetzung anwesend, vorzugsweise zwischen etwa 2,0 bis 8,0 Gew.-% und stärker bevorzugt 3,0 bis 6,0 Gew.-%.

Bestandteil C

Die Bestandteile, die Bestandteil C umfasst, stellen die Reduktion der Grenzflächenspannung zwischen der Verschmutzung und den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen bereit, was das Benetzen des Fleckes erleichtert, und auch eine hydrotrope Funktionalität bereitstellt. Eine derartige hydrotrope Funktionalität ist bei der Solubilisierung größererer Mengen Fettsäuren in einem Fleck und in seinem Entfernen von einer Oberfläche behilflich.

Beispielhafte Materialien, die als Bestandteil C nützlich sind, schließen eine oder mehrere Verbindungen ein, wie: Alkylphenoxybenzoldisulfonate, lineare Alkylbenzolsulfonate und Alkylnahptalinsulfonate und Salze davon. Derartige Zusammensetzungen sind im Stand der Technik bekannt und als anionische grenzflächenaktive Mittel erhältlich. Diese schließen auch ein, sind aber nicht begrenzt auf: Alkalimetallsalze, Ammoniumsalze, Aminsalze, Aminoalkoholsalze oder die Magnesiumsalze von einem oder mehreren der folgenden Verbindungen: Alkylsulfate, Alkylethersulfate, Alkylamidoethersulfate, Alkylarylpolyethersulfate, Monoglyzerinsulfate, Alkylsulfonate, Alkylamidsulfonate, Alkylarylsulfonate, Olefinsulfonate, Paraffinsulfonate, Alkylsulfosuccinate, Alkylethersulfosuccinate, Alkylamidsulfosuccinate, Alkylsulfosuccinamate, Alkylsulfoacetate, Alkylphosphate, Alkyletherphosphate, Acylsarkosinate, Acylisothionate und n-Taurate. Im allgemeinen umfaßt der Alkyl- oder Acylrest in diesen verschiedenen Verbindungen eine Kohlenstoffkette mit 12 bis 20 Kohlenstoffatomen.

Beispielhafte Alkylphenoxybenzoldisulfonate schließen Metallsalze und organische Salze von Alkylphenoxybenzoldisulfonaten wie Natriumdodecyldiphenyloxydisulfonat, Natriumhexyldiphenyloxysulfonat, Natrium-n-decyldiphenyloxysulfonat, sowie Natrium-n-hexadecyldiphenyloxydisulfonat ein. Andere Metallgegenionen oder organische Gegenionen können in den oben erwähnten Alkylphenoxybenzoldisulfonaten an die Stelle des genannten Natrium treten, sowie Gemische von 2 oder mehr Alkylphenoxybenzoldisulfonaten.

Beispielhafte lineare Alkylbenzolsulfonate schließen Metallsalze und organische Salze von linearen Alkylbenzolsulfonaten, wie Natriumdodecylbenzolsulfonat, Natriumnonylbenzolsulfonat, Isopropylaminsalze von linearer Alkylbenzolsulfonsäure, Triethanolamindodeylbenzolsulfonat, Diethanolamindodecylbenzolsulfonat, Kaliumdodecylbenozolsulfonat, Natriumtridecylbenzolsulfonat, sowie Gemische von Natriumdodecylbenzolsulfonat mit Natriumtoluolsulfonat, Natriumcumolsulfonat und/oder mit Natriumxylensulfonat ein. Andere Metallgegenionen oder organische Gegenionen können an die Stelle des in den oben erwähnten linearen Alkylbenzolsulfonaten genannten Gegenions treten, sowie Gemische von 2 oder mehr linearen Alkylbenzolsulfonaten.

Beispielhafte Alkylnaphtalinsulfonate schließen Metallsalze und organische Salze von Alkylnaphtalinsulfonaten wie Natriumdiisopropylnaphtalinsulfonat, Butylnaphtalinnatriumsulfonat, Nonylnaphtalinnatriumsulfonat, Natriumdibutylnaphtalinsulfonat, Natriumdimetylnaphtalinsulfonat und Natriumdimetylnaphtalinsulfonat ein. Andere Metallgegenionen oder organische Gegenionen können an die Stelle des in den oben genannten Alkylnaphtalinsulfonaten genannten Gegenions treten, sowie Gemische von 2 oder mehr Alkylnaphtalinsulfonaten.

Des weiteren sind als in Bestandteil C verwendete Bestandteile nützlich Natriumxylolsulfonat, Natriumkumolsulfonat und Naphtalinsulfonate.

Hinsichtlich der wirksamen Mengen von Bestandteil C ist Bestandteil C wünschenswerterweise zwischen etwa 1,0 bis 8,0 Gew.-%, basierend auf dem Gewicht der gesamten Reinigungzusammensetzung, vorzugsweise zwischen etwa 2,0 bis 6,0 Gew.-%, und stärker bevorzugt 2,0 bis 4,0 Gew.-% anwesend.

Wie vorstehend erwähnt sind die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen von wässriger Natur. Zu den Bestandteilen A, B und C wird Wasser zugegeben, um schließlich 100 Gew.-% der Zusammensetzung bereitzustellen. Das Wasser kann Leitungswasser sein, aber es ist vorzugsweise destilliertes und ist stärker bevorzugt deionisiertes Wasser.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können einen oder mehrere der folgenden optionalen Bestandteile umfassen, wobei das Gesamtgewicht von derartigen optionalen Bestandteilen etwa 20 Gew.-% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung nicht überschreitet, stärker bevorzugt etwa 10 Gew.-% nicht überschreitet, und am stärksten bevorzugt weniger als 10 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht der erfindungsgemäßen Zusammensetzung ist.

Nichtionische grenzflächenaktive Mittel von der üblicherweise bekannten und verwendeten Art dieser Klasse von Reinigungsmitteln können in wirksamen Mengen zugegeben werden. Beispielhafte nichtionische grenzflächenaktive Mittel schließen bekannte, nichtionische grenzflächenaktive Mittel ein, die im allgemeinen aus einer hydrophoben Gruppe, wie C8 bis C20 primäre oder sekundäre, verzweigte oder geradkettige Monoalkohole, C8 bis C18 Mono- oder Dialkylphenole, C6 bis C20 Fettsäureamide und einer hydrophilen Gruppe, die aus Alkylenoxideinheiten besteht, ein. Diese nichtionischen grenzflächenaktiven Mittel sind zum Beispiel Alkoxylierungsprodukte der vorstehenden hydrophoben Gruppen, die von 2 bis 30 Mol Alkylenoxid enthalten. Als Alkylenoxide werden Ethylen-, Propylen- und Butylenoxide und Gemische davon verwendet. Typische Beispiele von derartigen nichtionischen grenzflächenaktiven Mitteln sind C9 bis C11 primäre geradkettige Alkohole, kondensiert mit 5–9 Mol Ethylenoxid, C12–C15 primäre geradkettige Alkohole, kondensiert mit von 6–12 Mol Ethylenoxid, oder mit 7–9 Mol eines Gemisches von Ethylenoxid und Propylenoxid, C11–C15 sekundäre Alkohole, kondensiert mit von 3–15 Mol Ethylenoxid und C10–C18 Fettsäurediethanolamide und tertiäre Aminoxide, wie höhere Alkyldi(niedere Alkyl oder niedere substituierte Alkyl)aminoxide. Derartige nichtionische grenzflächenaktive Mittel sind im Stand der Technik bekannt und sind in McCutcheon's Detergents and Emulsifiers, vorstehend erwähnt, genauer beschrieben.

Schaumbildner und schaumstabilisierende Mittel können bereitgestellt werden, einschließlich Alkylsulfate, Alkylsulfonate, Aminoxide, sowie Alkanolamide. Dies mag besonders wünschenswert sein, wenn die Zusammensetzung in ein Gerät unter Druck verpackt ist, d. h. ein Aerosolkanister oder in einem pumpbaren Handbehälter (wie ein Handgefäß zum Sprühen mit einem Auslöser).

Ein weiterer optionaler, aber wünschenswerter Bestandteil schließt Duftstoffe, natürlich oder synthetisch hergestellte ein. Ein Duftstofflösungsvermittler, der bei der Dispersion, Lösung oder dem Mischen des Duftstoffbestandteils in einer wässrigen Basis assistiert, kann auch verwendet werden. Dieser Duftstoff-Lösungsvermittlerbestandteil wird in geringen Mengen zugegeben. Ein oder mehrere Farbstoffe aus dem Stand der Technik können auch verwendet werden.

Die Verwendung von einem oder mehreren pH-einstellenden Mitteln, einschließlich geringer Mengen Mineralsäuren, basischen Zusammensetzungen, und organischen Säuren können verwendet werden. Eine beispielhafte Zusammensetzung schließt Zitronensäure ein, wie zum Beispiel die, die in wasserfreier Salzform einer Alkalimetallzitronensäure verfügbar ist. Die Zugabe einer wirksamen Menge eines derartigen pH-einstellenden Mittels ist nützlich, einen Ziel-pH-Bereich für die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen herzustellen.

Die Zugabe einer wirksamen Menge einer pH-Pufferzusammensetzung, so daß der pH der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen beibehalten wird, kann auch zugegeben werden. Während die erfindungsgemäße Zusammensetzung im allgemeinen keine pH-Pufferzusammensetzung erfordert, kann die Verwendung einer derartigen pH-Pufferzusammensetzung den Vorteil einer Sequestration von Ionen des harten Wassers bereitstellen. Beispiele für derartige nützliche pH-Pufferverbindungen und/oder pH-Puffersysteme oder -zusammensetzungen sind Alkalimetallsulfate, Polyphosphate, Pyrophosphate, Triphosphate, Tetraphosphate, Silikate, Metasilikate, Polysilikate, Carbonate, Hydroxide und Gemische von diesen. Bestimmte Salze, wie die Erdalkaliphosphate, Carbonate, Hydroxide können auch als Puffer wirken. Es kann auch geeignet sein, Puffer, z. B. Materialien wie Aluminiumsilikate (Zeolite), Borate, Aluminate und bestimmte organische Materialien wie Glukonate, Succinate, Maleate und ihre Alkalimetallsalze zu verwenden. Derartige Puffer halten die pH-Bereiche der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen innerhalb akzeptabler Grenzen. Andere, und hier nicht besonders erörterte, können auch verwendet werden. Vorzugsweise wird Zitronensäure, wie sie in einer wasserfreien Salzform einer Alkalimetallzitronensäure verfügbar ist, zugegeben, da sie leicht im Handel erhältlich ist und wirksam ist. Die Zugabe eines derartigen Puffermittels ist in bestimmten Fällen, wo man langfristige, d. h. langdauernde Lagerung, für eine Zusammensetzung annehmen kann, wünschenswert, wie es auch das sichere Hantieren mit der wässrigen Zusammensetzung sicherstellt.

Konservierungsstoffe können auch in geringen Mengen zu den erfindungsgemäßen Formulierungen zugegeben werden, wobei die Konservierungsstoffzusammensetzungen keinen Desinfizierungsmittelbestandteil einschließen. Bekannte Zusammensetzungen des Standes der Technik können verwendet werden. Beispiele für derartige Konservierungsstoffverbindungen schließen jene ein, die zur Zeit im Handel erhältlich sind unter den Handelsnamen Kathon® CG/ICP (Rohm & Haas, Philadelphia PA), Suttocide® A (Sutton Labs, Chatham NJ), sowie Midtect® TFP (Tri-K Co., Emerson NJ).

Verdickungs- und/oder Geliermittel können zu den erfindungsgemäßen Reinigungszusammensetzungen für harte Oberflächen zugegeben werden, um ihre viskosen und/oder thixotropen Eigenschaften zu modifizieren. Zum Beispiel denkt man bei bestimmten Anwendungen daran, daß es wünschenswert sein kann, eine viskosere, d. h. höhere Vikositäten als die von Wasser, bereitzustellen, ob aus ästhetischen oder funktionellen Gründen. Zum Beispiel kann die Zugabe einer geeigneten Menge Geliermittel nicht nur aus ästhetischen Gründen erwünscht sein, sondern auch um die Ausbreitung der Zusammensetzung, wenn sie auf eine Oberfläche aufgetragen wird zu begrenzen. Diese Wirkung ist wünschenswert, weil damit ein Mittel bereitgestellt wird, um die Zusammensetzung über eine begrenzte Fläche, wie zum Beispiel direkt auf einen Fleck aufzutragen, ohne einen Überschuß auf das umliegende Gebiet einer Oberfläche aufzutragen. Diese Wirkung hilft auch bei der Oberflächenretentionszeit auf einer nichthorizontalen Oberfläche, was sicherstellt, daß die Reinigungszusammensetzung mit einer verschmutzten Oberfläche in Kontakt ist, ohne zu schnell abzufließen. Ähnlich können auch thixatrope Eigenschaften unter bestimmten Umständen erwünscht sein. Um derartige funktionelle Merkmale für die Zusammensetzung bereitzustellen können bekannte Verdickungs- und Geliermittel zugegeben werden, einschließlich, aber nicht begrenzt auf Celluloseverbindungen, Xanthangummi, Polymere und/oder Lehme.

Die Vorteile der in dieser Beschreibung beschriebenen Zusammensetzungen schließen insbesondere ein: Desinfizierung, gute Entfernung von Hartwasserflecken, gute Entfernung von Seifenschaumflecken, relativ geringe Toxizität, sowie leichte Handhabbarkeit der Zusammensetzung wegen ihrer leicht schüttbaren oder pumpbaren Eigenschaft. Des weiteren ist, wenn ein oder mehrere der optionalen Bestandteile zugegeben wird, d. h. Duftstoff, Schäumungsmittel, Farbstoffe, die Ästhetik und der Verbraucherappeal des Produkt günstig verbessert.

Wenn auch der pH-Wert von bevorzugten Ausführungsformen von erfindungsgemäßen Zusammensetzungen weniger als 3,0 ist, so fand man doch überraschenderweise, daß diese Formulierungen nicht als besonders reizend für die Augen, die Haut oder die Schleimhautgewebe eines Verbrauchers erscheinen. Dies ist eine überraschende Wirkung, da man aufgrund der Gegenwart der Säuren in der Formulierung, die vorteilhaft bei der Entfernung von Hartwasserflecken sind, sowie aufgrund des relativ niedrigen pH-Werts der Formulierung erwarten würde, daß sie ein ernsthafter Reizstoff für die Augen, die Haut oder die Schleimhautgewebe eines Verbrauchers wäre.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen sind für die Reinigung und/oder Desinfizierung von harten Oberflächen mit einer darauf abgelagerten Verschmutzung nützlich. In einem derartigen Verfahren umfaßt das Reinigen und die Desinfizierung von derartigen Oberflächen den Schritt des Auftragens einer flecklösenden und für die Desinfizierung wirksamen Menge einer hier gelehrten Zusammensetzung zu einer derartigen verschmutzen Oberfläche. Danach werden die Zusammensetzungen wahlweise, aber wünschenswerterweise gewischt, geschrubbt oder auf andere Weise physisch in Kontakt gebracht mit der harten Oberfläche und weiter wahlweise, können sie anschließend von einer derartig gesäuberten und desinfizierten harten Oberfläche abgespült werden.

Die erfindungsgemäß bereitgestellte Reinigungszusammensetzung für harte Oberflächen kann wünschenswerterweise als eine gebrauchsfertige und für den Gebrauch beabsichtigte bereitgestellt werden, wobei ein Verbraucher eine wirksame Menge der Reinigungszusammensetzung auf die zu reinigende Oberfläche aufträgt und wenige Momente danach die behandelte Fläche mit einem Lumpen, Handtuch oder einem Schwamm, gewöhnlich einem Einwegpapierhandtuch oder einem Schwamm abwischt. Bei bestimmten Anwendungen, wo unerwünschte Fleckablagerungen stark sind, kann die Reinigungszusammensetzung auf der verschmutzten Fläche belassen werden bis sie die Fleckablagerungen wirksam gelockert hat, wonach sie dann abgewischt werden kann. Multiple Anwendungen können auch verwendet werden.

In noch einer weiteren Ausführungsform können die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen formuliert werden, so daß sie im Zusammenhang mit einem „Aerosol"-artigen Produkt nützlich sind, wobei sie aus einem unter Druck gesetzten Aerosolbehälter entladen wird. Bekannte Treibmittel des Standes der Technik wie flüssige Treibmittel, sowie Treibmittel der nichtflüssigen Form, d. h. unter Druck gesetzte Gase, einschließlich Kohlendioxid, Luft, Stickstoff, Kohlenwasserstoffe, sowie andere, können verwendet werden.

Wogegen beabsichtigt ist, die vorliegende Erfindung in den Arten der beschriebenen flüssigen Formen zu verwenden, soll man nichts in dieser Beschreibung dahingehend verstehen, daß es die Verwendung der erfindungsgemäßen Zusammensetzung mit einer weiteren Menge Wasser, um daraus eine Reinigungslösung herzustellen, begrenzen würde. In einer derartig vorgeschlagenen verdünnten Reinigungslösung kann, je größer der Anteil an zugegebenen Wasser ist, um die Reinigungsverdünnung zu bilden, desto größer die Reduktion der Rate und/oder Wirksamkeit der so gebildeten Reinigungslösung beim Reinigen einer harten Oberfläche sein, sowie eine Reduktion bei der Desinfizierungswirksamkeit. Dementsprechend kann eine längere Verweildauer auf dem Fleck, um seine Ablösung zu bewirken und/oder die Verwendung von größeren Mengen nötig werden. Entsprechend soll nichts in der Beschreibung dahingehend verstanden werden, die Bildung einer „superkonzentrierten" Reinigungszusammensetzung, basierend auf der vorstehend beschriebenen Zusammensetzung zu begrenzen.

Während die Reinigungszusammensetzungen am günstigsten für die Verwendung in ihrer Form sind, d. h. ihre Form wie vorstehend beschrieben, so können sie doch auch verdünnt werden, um daraus eine Reinigungszusammensetzung zu bilden. Derartige Reinigungszusammensetzungen können leicht hergestellt werden, indem vom Verbraucher oder einem anderen Händler abgemessene Mengen der Zusammensetzungen in weiteren Mengen Wasser verdünnt werden, in bestimmten Gewichtsverhältnissen von Zusammensetzung : Wasser und optional diese geschüttelt wird, um eine gleichmäßige Verteilung der Zusammensetzung im Wasser sicherzustellen. Die erfindungsgemäßen wässrigen Zusammensetzungen können verwendet werden ohne weitere Verdünnung, aber können auch mit einer weiteren wässrigen Verdünnung verwendet werden, d. h. in Zusammensetzung : Wasserkonzentration von 1 : 0 bis zu extrem verdünnten Verdünnungen wie 1 : 10000, aber sie würden vorzugsweise verwendet in einem Gewichts- oder Volumenverhältnis von 1 : 10 bis 1 : 100. Im Allgemeinen werden bessere Ergebnisse und eine schnellere Entfernung bei geringeren relativen Verdünnungen der Zusammensetzung und des Wassers erwartet. Die folgenden nachstehenden Beispiele veranschaulichen beispielhafte Formulierungen und bevorzugte Formulierungen der erfinderischen Zusammensetzung. In dieser Beschreibung und in den begleitenden Ansprüchen soll man durchgehend Gewichtsprozent eines jeden Bestandteils verstehen als Gewichtsprozent des aktiven Teils des genannten Bestandteils, sofern nicht anders bezeichnet.

Beispielformulierungen Herstellung von Beispielformulierungen

Beispielhafte Formulierungen, die bestimmte bevorzugte Ausführungsformen der erfinderischen Zusammensetzungen veranschaulichen und die detaillierter in der nachstehenden Tabelle 1 beschrieben sind, wurden im allgemeinen in Übereinstimmung mit dem folgenden Protokoll formuliert.

In ein Reaktionsgefäß von geeigneter Größe wurde eine abgemessene Menge Wasser bereitgestellt und danach wurden die Bestandteile in der folgenden Reihenfolge hinzugegeben: Verdickungsmittel, grenzflächenaktives Mittel, Lösungsmittel, Säure und zuletzt die Farbstoff- und Duftstoffbestandteile. Das Durchmischen, das im allgemeinen von 5 Minuten bis zu 120 Minuten lang dauerte wurde beibehalten, bis die einzelne Formulierung homogen erschien. Die beispielhaften Zusammensetzungen waren leicht zu schütten und behielten die gut gemischen Eigenschaften (d. h. stabile Gemische) beim Stehen lassen für ausgedehnte Zeiträume, selbst länger als 120 Tage, bei. Es sei angemerkt, daß die Bestandteile in jeder beliebigen Reihenfolge hinzugefügt werden könnten, aber es ist bevorzugt, daß Wasser der Ausgangsbestandteil ist, der in einem Mischgefäß oder Apparat bereitgestellt wird, da es der Hauptbestandteil ist und die Zugabe der weiteren Bestandteile dazu günstig ist.

Die genauen Zusammensetzungen der Beispielsformulierungen sind nachstehend in Tabelle 1 aufgelistet.

Es wurden auch mehrere Vergleichsformulierungen hergestellt. Diese Formulierungen wurden auf die selbe Art und Weise wie die Beispielformulierungen von Tabelle 1 hergestellt, und sie sind detaillierter in der folgenden Tabelle 2 beschrieben:

Die einzelnen Bestandteile, die verwendet wurden, um die Formulierungen gemäß der Tabellen 1 und 2 herzustellen, sind detaillierter in der nachfolgenden Tabelle 3 beschrieben.

Bewertung der Reinigungswirksamkeit

Verschiedene von den oben aufgelisteten Formulierungen wurden auf ihre Reinigungswirksamkeit auf Fliesenoberflächen unter Verwendung der folgenden Protokolle bewertet.

Visuelle Bewertung der Reinigungswirksamkeit

Verschiedene von den oben aufgelisteten Formulierungen wurden auf ihre Reinigungswirksamkeit durch visuelle Prüfung durch eine Gruppe von 20 Podiumsteilnehmern bewertet, die die Schmutzentfernung auf Fliesenoberflächen gemäß des folgenden allgemeinen Protokolls beobachten und einstufen sollten.

"Standard-verschmutze Fliesen" wurden zur Verwendung in den Tests hergestellt. Zuerst wurde eine Testschmutzzusammensetzung hergestellt, die sich aus den folgenden Bestandteilen zusammensetzte: 3,90 Gew.-% eines auf Stearinsäure basierten Seifenstücks, 0,35 Gew.-% eines moderat reinigenden Shampoos, enthaltend Alkylethoxysulfate und nicht enthaltend Conditioner oder Behandlungsadditive, 0,06 Gew.-% hochplastischem englischen Drehton (engl. Ball clay) oder Tonerde 0,15 Gew.-% künstlicher Talg; und 95,54 Gew.-% deionisiertes Wasser mit 2 : 1 Ca : Mg, zugegeben um 20000 ppm Gesamthärte wie CaCO3 zu ergeben. Die Testschmutzzusammensetzung wurde hergestellt, indem man zuerst das Seifenstück in einen geeigneten Behälter schabte, gefolgt von der Zugabe der übrigen Bestandteile in der folgenden Reihenfolge: Shampoo, Lehm, Talg und dann Wasser. Die Testschmutzzusammensetzung wurde mit einem 3-Blatt-Propeller-Mischer gerührt und auf 45–50°C erhitzt und gemischt, bis eine glatte, bröckchenfreie Suspension erreicht war. Danach wurde die Suspension durch einen Buchnertrichter, der mit einem Whatman Nr. 1 Filterpapier oder einem äquivalenten ausgelegt war, gefiltert, und dann wurde das Filtrat in sauberem, deionisiertem Wasser resuspendiert, unter Verwendung der selben Menge an Wasser, die verwendet wurde, um die Testschmutzzusammensetzung zu machen, und auf die selbe Art und Weise wieder filtriert. Der Filterkuchen wurde dann vom Filterpapier entfernt und über Nacht bei 45°C getrocknet. Nach dem Trocknen wurde der Filterkuchen pulverisiert und in einem trockenen, verschlossenen Behälter gelagert.

Als nächstes wurden quadratische, 4,5 Inch schwarze Standardkeramikfliesen als das Testsubstrat gemäß der folgenden Schritte hergestellt. Die Keramikfliesen wurden als erstes mit einem handelsüblichen, leichten, flüssigen Geschirrspülprodukt gereinigt; Kontakt mit der porösen Rückseite der Fliese wurde, soweit möglich, vermieden. Als nächstes wurden die Fliesen komplett mit sauberem Wasser gespült und dann über Nacht in einem 45°C-Ofen getrocknet, wobei die Oberseite einer jeden Fliese dem Ofenblech gegenüber lag; die Fliesen wurden auf Papierhandtücher gelegt, um ein Verkratzen zu vermeiden.

Folgend auf die Herstellung der Testschmutzzusammensetzung und des Testsubstrats, wurden testverschmutzte Oberflächenproben hergestellt. Die Testschmutzzusammensetzung wurde rekonstituiert, indem man 4,5 Gew.-% der Testschmutzzusammensetzung, 9,00 Gew.-% hartes Wasser wie oben beschrieben, 0,77 Gew.-% Salzsäure (0,1 N) und 85,73 Aceton in einem geeigneten Becherglas vereinigte. Als nächstes wurden diese Bestandteile homogenisiert und in eine Suspension gebracht, indem man sie vermischte bis die Farbe von weiß zu grau umschlug, was in etwa 20 bis 30 Minuten erfolgte. Während des Mischprozesses wurde das Becherglas soweit wie möglich abgedeckt, um einen exzessiven Lösungsmittelverlust, d. h. Aceton, zu vermeiden. Anschließend wurde eine geeignete Menge der so rekonstituierten Testschmutzzusammensetzung in einen Airbrush-Apparat eines Künstlers geladen, die bei einem Luftdruck von 40 psi zu betreiben war.

Die rekonstituierte Testschmutzzusammensetzung wurde auf die Oberfläche der gereinigten und getrockneten und wie oben beschrieben hergestellten Fliesen aufgetragen, die als Vorbereitung für den Schmutzauftrag in Reihen und Spalten gelegt worden waren, und zwar, indem man auf Sicht eine einheitliche Menge an Schmutz auf die Fliesen sprühte. Etwa 0,10 bis 0,26 g Schmutz wurde pro Fliese aufgetragen. Man ließ die Fliesen für einen Zeitraum von 30 Minuten lufttrocknen, und danach wurde jede Fliese auf eine Laborheizplatte, die auf etwa 320°C vorgeheizt war, gelegt, bis der Schmutz sichtbar zu schmelzen begann und bevor der Schmutz anfing zu großen Tropfen zusammenzufließen. Eine jede der erhitzen Fliesen wurde dann entfernt und man ließ sie etwa 30 Minuten lang abkühlen. Eine jede der behandelten Fliesenoberflächen fühlte sich bei Berührung klebrig an.

Als nächstes wurde eine Reinigungssimulation unter Verwendung eines „Gardner Washability" Apparates bei Standartdruck- und Schwammstricheinstellungen durchgeführt, um die Reinigungswirksamkeit der Formulierungen zu bestimmen oder zu quantifizieren. Zuerst, und dann für jede neue Formulierung, wurde der Schwamm gut mit Wasser gespült, dann ausgedrückt, bis nur etwa 17,5 ± 0,5 g Wasser zurückblieben. Als nächstes wurden etwa 12 Pumpvorgänge (etwa 1 g) eines Testprodukts auf das verschmutze Gebiet einer Fliese gesprüht, wonach man das Produkt 30 Sekunden lang auf der Schmutzoberfläche der Fliese stehenließ, wonach wiederum der Gardner-apparat eingeschaltet wurde und man es dem Schwamm ermöglichte, die Fliese zwölfmal auf einer Seite der Fliese zu überqueren, was äquivalent war mit 6 Scheuerzyklen des Apparats. Die getestete Fliese wurde entfernt, mit Leitungswasser gespült und man ließ sie trocknen.

Diese Herstellung von standardverschmutzten Fliesen und dieses Reinigungsprotokoll wurde nicht nur für eine jede der Beispielsformulierungen durchgeführt, sondern auch für eine gleiche Anzahl von Vergleichsformulierungen, die eine im Handel erhältliche Reinigungszusammensetzung für harte Oberflächen, vertrieben unter dem Handelsnamen "Comet® Bathroomcleaner", war, die direkt aus dem Sprühbehälter mit Auslöser als ein Schaum, gemäß der Anweisungen auf dem Etikett, verwendet wurde.

20 Individuen dienten als Testpodiumteilnehmer, um das Reinigungsausmaß auf einer Prozent-Basis (0% bis 100% sauber) zu bewerten, indem sie die gereinigten Flächen der Beispielformulierungen und die Flächen, die von den Vergleichsformulierungen gereinigt waren, sowie die verschmutzte/ungereinigte Fläche desselben Versuchs miteinander verglichen. Jeder der Podiumteilnehmer bewertete alle Fliesen und in keinem Fall ließ man die Podiumsteilnehmer über 10% hinaus unterscheiden (d. h. 10, 20, 30, ... 100%). Die von den Podiumteilnehmern bestimmten Berichte wurden für eine jede der bewerteten Fliesen gemittelt und die gemittelten berichteten Werte für eine jede Fliese sind in Tabelle 4 – visuelle Reinigungsbewertung, nachstehend, zusammengefaßt.

Wie die Ergebnisse von Tabelle 4 anzeigen, und wie auch in 1 gezeigt wird, wurde von den verschiedenen Formulierungen im allgemeinen ermittelt, daß sie in ihrer Reinigungswirksamkeit im Vergleich zur bekannten Handelsformulierung zumindest vergleichbar waren, und in bestimmten Fällen fand man, daß sie eine signifikante Verbesserung hinsichtlich der Reinigungswirksamkeit gegenüber der von einer handelsüblichen Reinigungsformulierung aus dem Stand der Technik, bereitstellen.

Reinigungsbewertung

Für die Formulierung gemäß Beispiel 8, detaillierter beschrieben, in Tabelle 1, sowie für die drei Vergleichsbeispiele, obenstehend beschrieben in Tabelle 2, wurde die Reinigungswirksamkeit gemessen. Die Bewertung wurde durchgeführt unter Verwendung eines „Gardner Washability" Apparates, unter Verwendung von Standardschmutzfliesen, die gemäß des obenstehend beschriebenen Protokolls hergestellt waren, und zwar bei Standarddruck und Standardschwammstricheinstellungen, um die Reinigungswirksamkeit der Formulierungen zu bestimmen oder zu quantifizieren. Diese Formulierungen wurden so, wie sie waren (engl. „as is") verwendet und wurden nicht weiter verdünnt, um daraus eine Reinigungszusammensetzung zu bilden. Um die Reinigungswirksamkeit einer jeden der Formulierungen zu bestimmen, wurden Werte für den Reflexionsgrad unter Verwendung eines Gardner Microtriglosmeters bestimmt, das jede Fliese zumindest fünfmal testete; der Durchschnittswert für den Reflexionsgrad wird nachstehend in Tabelle 5 berichtet. Tests wurden für jede der folgenden durchgeführt: eine saubere, unverschmutzte Fliese, eine verschmutzte Fliese, und eine verschmutzte Fliese, folgend auf das Schrubben mit dem „Gardner Washability" Apparat. Derartige Werte für den Reflexionsgrad wurden dann verwendet, um gemäß der folgenden Formel die Prozentreinigungswirksamkeit zu berechnen:

Wobei:

Lt = Durchschnitt % Reflexionsgrad nach Schrubben der verschmutzen Fliese;

Ls = Durchschnitt % Reflexionsgrad vor der Reinigung der verschmutzen Fliese;

L0 = Durchschnitt % Reflexionsgrad der Ausgangsfliese vor der Verschmutzung.

Ergebnisse für die Reinigungswirksamkeit sind in der nachfolgenden Tabelle 5 gezeigt.

Wie gezeigt, zeigt die Messung der Reinigungswirksamkeit der Testproben die überlegene Fähigkeit der erfindungsgemäßen Reinigungszusammensetzung, den Testschmutz vom Testsubstrat zu entfernen. Bei einer Durchsicht der in Tabelle 5 berichteten Formulierungen beinhaltet Vgl. 1 den sauren Komplexbildner gemäß Bestandteil A nicht, Vgl. 2 beinhaltet den Bestandteil B nicht und Vgl. 3 beinhaltet den erfindungsgemäßen Bestandteil C nicht. Wie man aus den in Tabelle 5 angezeigten Ergebnissen sehen kann, stellen die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen, die die Bestandteile A, B und C, wie durch die vorliegenden Erfinder definiert, enthalten, eine synergistische Reinigungswirkung bereit, die ansonsten nicht bereitgestellt wird. Diese Wirkung kann deutlicher aus der 2 gesehen werden, die zeigt, daß durch die erfinderischen Zusammensetzungen eine überraschend verbesserte Reinigungswirksamkeit bereitgestellt wird.

Bewertung der Augenreizung

Die Augenreizungseigenschaften von erfindungsgemäßen Formulierungen wurden bewertet unter Verwendung des bekannten Draize Augentest Protkolls. Die Bewertung wurde für eine Formulierung gemäß Beispiel 8 von der vorstehenden Tabelle 1 durchgeführt; der pH dieser Formulierung wurde als 2,0 bestimmt.

Wie dem Fachmann bekannt, mißt der Draize Augentest die Augenreizung hinsichtlich einer Abstufung für die Schwere von Augenverletzungen. Während der Durchführung des Draize Tests war der Wert für den Draize Test am Tag 1 des Tests 11,33 und es wurde weiter beobachtet, daß alle Zeichen einer Bindehautreizung bei allen 6 Objekten bis zum Tag 7 vorübergingen. Die Ergebnisse des Draize Tests zeigten an, daß eine große EPA-Klassifizierung Kategorie III angemessen war, wobei eine Bindehautbeteiligung oder -reizung in sieben (7) Tagen oder weniger, vorüberging. Innerhalb der Richtlinien der "USA Environmental Protection Agency" (EPA), 40 C. F. R. Ch. 1, § 162.10, (1986) wurde, basierend auf den Ergebnissen des Draize Augentests bestimmt, daß die getestete Formulierung eine EPA Klassifikation Kategorie III hat, wo eine Bindehautbeteiligung oder -reizung in sieben (7) Tagen oder weniger vorübergeht. Daß derartige Ergebnisse mit einem Produkt, das eine gute Reinigungswirksamkeit zeigt, bei einem stark sauren pH-Wert, erreicht werden, ist besonders überraschend.

Die vorangegangenen Bewertungen wurden wieder wiederholt, aber unter Verwendung der Formulierung gemäß Beispiel 13, beschrieben in Tabelle 1. Der pH-Wert dieser Formulierung wurde vor jedem Test bewertet und als 2,0 bestimmt. Während der Durchführung des Draize Tests, war der Draize Testwert am Tag 1 des Tests 16,5, und man beobachtete, daß eine Trübung der Cornea nur bei 3 von 6 Subjekten auftrat, welche nichtsdestotrotz bis zum dritten Tag vorüberging. Eine Iritis wurde in 4 der 6 Subjekte beobachtet, welche in diesen Subjekten bis zum zweiten Tag vorüberging. Alle Zeichen von Bindehautreizung bei allen 6 Subjekten ging bis zu Tag 7 vorüber. Die Ergebnisse des Draize Tests zeigten an, daß eine EPA Klassifizierung Kategorie III angemessen war, wo eine Bindehautbeteiligung oder -reizung in sieben (7) Tagen oder weniger vorübergeht. Daß derartige Ergebnisse mit einem Produkt, das eine gute Reinigungswirksamkeit zeigt und das einen sauren pH-Wert von 2,0 hat, ist wiederum besonders überraschend.

Bewertung der Hautreizung

Die Wirkung der Formulierung gemäß Beispiel 8 in Tabelle 1 wurde auch hinsichtlich der Hautreizung bewertet; vor dem Test wurde der pH der Formulierung als 2,0 bestimmt. Die Formulierung von Beispiel 8 aus der Tabelle 1 wurde so, wie sie war, verwendet, das soll heißen ohne weitere Verdünnung in Wasser.

Die Bewertung der Hautreizung wurde gemäß des folgenden Protokolls durchgeführt. Als Versuchstiere wurde eine Gruppe von sechs jungen erwachsenen New Zealand White Kaninchen, die 2,0 bis 3,5 kg wogen, ohne Differenzierung hinsichtlich ihres Geschlechts, gesammelt. Vor dem Auftragen des Testmaterials wurde der Rücken und die Seiten eines jeden Tieres von Haaren freigeschoren. Zwei Seiten, eine auf jeder Seite der Wirbelsäule werden ausgewählt und bleiben intakt. Jedes Versuchstier wird vor der Dosierung mit einem Rückhaltekragen in elisabethanischen Stil versehen. Als nächstes wurde die Testformulierung unter einer 2,5 cm im Quadrat Gazeflecken eingefügt. Die Flecken wurden auf zwei intakte Seiten pro Tier aufgetragen und mit Klebeband gesichert; die Testseiten wurden nicht abgedeckt. Die Testformulierung wurde 4 Stunden lang in Kontakt mit der Haut gehalten und zu dieser Zeit wurden die Wickel entfernt und die Seiten mit 100 ml Leitungswasser gespült. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Rückhaltekragen entfernt.

Die in vivo Bewertung der Hasen wurde durchgeführt, indem man Hautreaktionen beobachtete, einschließlich Geschwürbildung und Nekrose; 4, 24 und 72 Stunden nach Auftragen des Testartikels. Meßwertbildung basiert auf der folgenden Skala:

Erythem
Ödem

Durchschnittliche Werte werden bestimmt, indem man die Werte für Erythem/Schorf auf beiden Seiten addiert und die Werte für Ödem auf beiden Seiten addiert. Jede der sich ergebenden vier Summen wird durch 6 (Anzahl der Tiere) geteilt, um die vier Durchschnittswerte für jeden Einzelzeitpunkt zu erhalten. Die Bestimmung des primären Reizungsindex wird erhalten, indem man die vier Durchschnittswerte für die 24 Stunden und 72 Stundenwerte (insgesamt 8 Werte) addiert und die Summe durch 4 (2 Seiten mal 2 Zeitpunkte) dividiert, um den primären Reizungsindex zu erhalten. Ein primärer Reizstoff ist definiert als eine Substanz, die nicht ätzend ist, aber die einen empirischen Wert von 5 oder mehr ergibt, gemäß des 16. "Code of Federal Regulations" § 1500.3 (c) (4). Als ein Ergebnis des Testprotokolls fand man, daß die Formulierung gemäß Beispiel 8 aus Tabelle 1 keine Reizung verursachte, wie bestimmt durch Beobachtungen an den getesteten Subjekten für 72 Stunden, trotz des sauren pH-Wertes der Formulierung.

Bewertung der antimikrobiellen Wirksamkeit

Mehrere der detaillierter in der obenstehenden Tabelle 1 beschriebenen Beispielformulierungen wurden bewertet, um ihre antimikrobielle Wirksamkeit gegen Staphylococcus aureus (pathogenes Bakterium vom gram positiven Typ) (ATCC 6538), Salmonella choleraesuis (pathogenes Bakterium vom gram negativen Typ) (ATCC 10708) und Pseudomonas aeroginosa (ATCC 15442) zu bewerten. Das Testen wurde gemäß der Protokolle durchgeführt, die in "Use-Dilution Method", Protokolle 955.14, 955.15 und 964.02 beschrieben in Kapitel 6 von "Official Methods of Analysis", 16.

Auflage der "Association of Official Analytical Chemists"; "Germicidal and Detergent Sanitizing Action of Disinfectants", 960.09, beschrieben in Kapitel 6 von "Official Methods of Analysis", 15. Auflage der "Association of Official Analytical Chemists"; oder der "American Society for Testing and Materials (ASTM)" E 1054-91 ausgeführt sind, wobei der Inhalt von diesen hier durch Bezugnahme eingeschlossen ist, durchgeführt. Auf diesen Test wird gewöhnlich Bezug genommen als die "AOAC Use-Dilution Test Method". Wie der Fachmann verstehen wird, zeigen die Ergebnisse des "AOAC Use-Dilution Test Method" die Anzahl der Testsubstrate an, indem der getestete Organismus nach 10minütigen Kontakt mit der Testdesinfektionszusammensetzung lebensfähig bleiben/Gesamtzahl der getesteten Substrate (Zylinder), die in Übereinstimmung mit den AOAC Use-Dilution Test bewertet wurden. Vorher zeigt ein Ergebnis von "0/60" an, daß von 60 Testsubstraten die den Testorganismus trugen und die 10 Minuten lang mit einer Testdesinfektionszusammensetzung in Kontakt gebracht wurden, 0 Testsubstrate lebensfähige (lebende) Testorganismen am Abschluß des Tests hatten. Ein derartiges Ergebnis ist exzellent, was die exzellente Desinfektionswirksamkeit der getesteten Zusammensetzung veranschaulicht.

Die Ergebnisse des antimikrobiellen Tests sind in der nachstehenden Tabelle 6 angezeigt. Die berichteten Ergebnisse zeigen die Anzahl von Testzylindern mit lebenden Testorganismen/der Anzahl an getesteten Testzylindern für jede Beispielformulierung und jeden getesteten Organismus an.

-
bedeutet "nicht getestet"

Wie man aus den voranstehend gezeigten Ergebnissen sehen kann, stellen die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen exzellente Reinigungsvorteile für harte Oberflächen bereit, einschließlich harter Oberflächen mit Flecken, die schwierig zu entfernen sind, sind aber gleichzeitig überraschend mild gegenüber der Haut und Schleimgeweben des Verwenders, was untypisch ist für Reinigungszusammensetzungen, die irgendeinen signifikanten Anteil eines Säurebestandteils einschließen. Diese Vorteile werden weiter ergänzt durch die exzellente antimikrobielle Wirksamkeit dieser Zusammensetzungen gegen bekannte Bakterien, die man gewöhnlich in Badezimmer, Küche und anderen Umgebungen findet und noch weiter durch die Wirksamkeit dieser Zusammensetzungen auch gegen das Poliovirus. Derartige Vorteile veranschaulichen klar die überlegenen Eigenschaften der Zusammensetzungen, die Reinigungs- und antimikrobiellen Vorteile, die ihrer Verwendung anhaften und die dem Stand der Technik nicht bekannt sind.


Anspruch[de]
  1. Wässrige, keimtötende Reinigungszusammensetzung für harte Oberflächen welche umfasst:

    0,1 bis 10 Gew.-% eines sauren Komplexbildner-Bestandteils;

    0,1 bis 10 Gew.-% eines Gemischs aus hydrophoben und hydrophilen Lösungsmitteln;

    1 bis 8 Gew.-% eines grenzflächenaktiven Mittels, welches eine hydrotrope Funktionalität bereitstellt;

    0 bis 20 Gew.-% eines oder mehrerer optionaler Bestandteile;

    eine Restmenge auf 100 Gew.-% an Wasser,

    wobei die wässrige Reinigungszusammensetzung für harte Oberflächen einen pH-Wert von 7,0 oder weniger aufweist.
  2. Wässrige Reinigungszusammensetzung für harte Oberflächen gemäß Anspruch 1, wobei der saure Komplexbildner-Bestandteil ausgewählt ist aus: Zitronensäure, Cresylsäure, Dodecylbenzolsulfonsäure, Phosphorsäure, Salicylsäure, Sorbinsäure, Sulfaminsäure, Essigsäure, Benzoesäure, Borsäure, Caprinsäure, Capronsäure, Cyanursäure, Dihydroessigäure, Dimethylsulfaminsäure, Propionsäure, Polyacrylsäure, 2-Ethylhexansäure, Ameisensäure, Fumarsäure, 1-Glutaminsäure, Isopropylsulfaminsäure, Naphthensäure, Oxalsäure, phosphorige Säure, Valeriansäure, Benzolsulfonsäure, Xylensulfonsäure, Sulfonsäuren, Maleinsäure, Adipinsäure, Milchsäure, Buttersäure, Gluconsäure, Apfelsäure, Weinsäure und Glycolsäure.
  3. Wässrige Reinigungszusammensetzung für harte Oberflächen gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei der saure Komplexbildner-Bestandteil mindestens 50 Gew.-% Zitronensäure umfasst.
  4. Wässrige Reinigungszusammensetzung für harte Oberflächen gemäß Anspruch 1, wobei der saure komplexbildende Bestandteil in einer Menge von 4,0 bis 6,0 Gew.-% vorhanden ist.
  5. Wässrige Reinigungszusammensetzung für harte Oberflächen gemäß Anspruch 1, wobei das Gemisch aus hydrophoben und hydrophilen Lösungsmitteln ein hydrophobes Lösungsmittel, welches ein organisches Lösungsmittel ist, ausgewählt aus: Lösungsbenzin, Tripropylenglycol-n-butylether, Propylenglycolphenylether, Dipropylenglycol-n-propylether, Ethylenglycolphenylether, Propylenglycol-n-butylether und Dipropylenglycol-n-butylether, und ein hydrophiles Lösungsmittel einschließt, ausgewählt aus: Propylenglycolmethylether, Dipropylenglycolmethylether, Tripropylenglycolmethylether, Propylenglycol-n-propylether, Ethylenglycol-n-butylether, Diethylenglycol-n-butylether, Diethylenglycolmethylether, Propylenglycol, Ethylenglycol, Isopropanol, Ethanol, Methanol, Ethylenglycolmonobutyletheracetat und Diethylenglycolmonoethyletheracetat.
  6. Wässrige Reinigungszusammensetzung für harte Oberflächen gemäß Anspruch 1, wobei das Gemisch aus hydrophoben und hydrophilen Lösungsmitteln in einer Menge von 3,0 bis 6,0 Gew.-% vorhanden ist.
  7. Wässrige Reinigungszusammensetzung für harte Oberflächen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der pH-Wert der Zusammensetzung bei etwa 5,0 bis etwa 1,0 liegt.
  8. Wässrige Reinigungszusammensetzung für harte Oberflächen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, welche ein Geliermittel umfasst, und wobei die Zusammensetzung in einer gelierten Form vorliegt.
  9. Wässrige Reinigungszusammensetzung für harte Oberflächen gemäß Anspruch 1, wobei das grenzflächenaktive Mittel, welches eine hydrotrope Funktionalität bereitstellt, ausgewählt ist aus: Alkylphenoxybenzoldisulfonaten, linearen Alkylbenzolsulfonaten, Alkylnaphthalensulfonaten und Salzen davon, ebenso wie Natriumxylensulfonat und Natriumcumolsulfonat.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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