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Dokumentenidentifikation DE69822330T2 30.12.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001035770
Titel VERWENDUNG VON FETTALKOHOLCARBONATEN ALS LÖSUNGSMITTEL IN FORMULIERUNGEN FÜR DIE LANDWIRTSCHAFT
Anmelder Cognis Corp., Gulph Mills, Pa., US
Erfinder MUENINGHOFF, C., Jane, The Woodlands, US;
GARST, H., Roger, Cincinnati, US
Vertreter Patentanwälte von Kreisler, Selting, Werner et col., 50667 Köln
DE-Aktenzeichen 69822330
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 02.12.1998
EP-Aktenzeichen 989604814
WO-Anmeldetag 02.12.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/US98/25198
WO-Veröffentlichungsnummer 0009929170
WO-Veröffentlichungsdatum 17.06.1999
EP-Offenlegungsdatum 20.09.2000
EP date of grant 10.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.12.2004
IPC-Hauptklasse A01N 25/02
IPC-Nebenklasse A01N 25/30  

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Lösungsmittel für agrikulturelle Produkte. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf die Verwendung von Fettalkoholcarbonaten für die Zubereitung von Pestizidprodukten.

Es ist bekannt, dass verschiedene agrikulturelle Produkte, wie Insektizide, Insektenabschreckmittel (Repellentien), Fungizide, Bakterizide, Herbizide und Regulatoren des Pflanzenwachstums zu verschiedenen Pestizidprodukten für die Verwendung auf Feldfrüchten und Zierpflanzen, zur Bekämpfung von Unkräutern, Insekten und dergleichen zubereitet werden können. Diese Produkte können in Form einer Flüssigkeit oder halbfesten Dispersion angewendet werden.

Während die Verwendung und Anwendung von Pestizidzubereitungen allgemein bekannt ist, beinhaltet ihre Zubereitung zu einem einzigen und dennoch kompatibel löslichen Pestizidprodukt verschiedene Löslichkeitsprobleme. Aufgrund der chemischen Verschiedenheit, die mit den einzelnen Komponenten, die eine Pestizidzubereitung bilden, verbunden ist, ist es häufig nicht möglich, die Pestizidkomponente zu einer einzigen gleichmäßigen Zubereitung zu dispergieren.

DE-A-4119890 offenbart die Verwendung von Dialkylcarbonaten als Ölkomponente für kosmetische und/oder pharmazeutische Zusammensetzungen. Diese Literaturstelle erwähnt jedoch keine Pestizidkonzentrate, die Pestizid umfassen.

Kurzbeschreibung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Verwendung einer Zusammensetzung, die folgendes umfasst:

  • (a) ein Fettalkoholcarbonat; und
  • (b) eine Cotensid/Lösungsmittel-Komponente, die aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus nichtionischen Tensiden, anionischen Tensiden, kationischen Tensiden, Alkylestern, nichtphytotoxischen Mineralölen, wasserlöslichen Silikontensiden, Fettsäuredialkylethern, Fettsäuredialkylcarbonaten, Pflanzenölen und Gemischen davon besteht;
als Adjuvans in Pestizidkonzentraten.

Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Pestizidkonzentrat, das folgendes umfasst:

  • (a) ein Adjuvans, das folgendes enthält:
  • (i) ein Fettalkoholcarbonat; und
  • (ii) eine Komponente, die aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus nichtionischen Tensiden, anionischen Tensiden, kationischen Tensiden, Alkylestern, nichtphytotoxischen Mineralölen, wasserlöslichen Silikontensiden, Fettsäuredialkylethern, Fettsäuredialkylcarbonaten, Pflanzenölen und Gemischen davon besteht; und
  • (b) ein Pestizid.

Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Behandlung eines Zielsubstrats, das das In-Kontakt-Bringen des Zielsubstrats mit dem oben genannten Pestizidkonzentrat umfasst, und eine wässrige Pestizidzusammensetzung, die das oben offenbarte Pestizidkonzentrat umfasst.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung gehen aus den beigefügten Ansprüchen hervor.

Ausführliche Beschreibung der Erfindung

Der hier verwendete Ausdruck "Zielsubstrat" bedeutet eine Pflanze, einen Pflanzenschädling oder eine Kombination aus einer Pflanze und einem Pflanzenschädling. Ein Pflanzenschädling ist definiert als irgendein lebendes Stadium von irgendeinem Unkraut, von Insekten, Milben, Nematoden, Nacktschnecken, Gehäuseschnecken, Protozoen oder anderen wirbellosen Tieren, Bakterien, Pilzen, anderen parasitischen Pflanzen oder Reproduktionsteilen davon, Viren oder anderen Organismen, die den obigen ähnlich sind oder mit diesen zusammenwirken, oder irgendwelchen infektiösen Substanzen, die irgendwelche Pflanzen direkt oder indirekt verletzen oder Krankheiten oder Schäden bei den Pflanzen oder ihren Teilen oder irgendwelchen verarbeiteten, produzierten oder anderen Produkten von Pflanzen verursachen.

Die Fettalkoholcarbonate der vorliegenden Erfindung können entweder allein oder in Kombination mit anderen bekannten Lösungsmitteln, wie zum Beispiel Fettsäuremethylestern, verwendet werden. Sie können als Lösungsmittel in Pestizidzubereitungen, wie emulgierbaren Konzentraten und konzentrierten Emulsionen, verwendet werden.

Diese Fettalkoholcarbonate sind von natürlichen Substanzen abgeleitete, biologisch abbaubare Materialien, die wegen ihrer inhärenten Polarität als Lösungsmittel mit einer Vielzahl von Wirkstoffen verwendet werden können. Diese Verbindungen sind hydrolysestabil, was sehr wichtig ist, wenn man agrikulturelle Tankgemische einsetzt.

Geeignete Fettalkoholcarbonate, die in der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden können, entsprechen der Formel I: R1-O-CO-O-R1(I) wobei R1 ein aliphatischer C6-22-Kohlenwasserstoffrest und vorzugsweise ein aliphatischer C12-18-Kohlenwasserstoffrest ist, der 0 bis 3 Doppelbindungen aufweist. Diese Verbindungen werden durch Umestern von Diethylcarbonat hergestellt.

Beispiele für geeignete Cotenside/Lösungsmittel sind zum Beispiel andere nichtionische Tenside, wie ethoxylierte Ricinusöle, Alkoholethoxylate, Alkylpolyglycoside, Glucamide und dergleichen, anionische Tenside, wie Fettalkoholethersulfate, Phosphorsäureester, Sulfonate und dergleichen, kationische Tenside, wie ethoxylierte Fettamine und dergleichen, Alkylester, wie Methyloleat, Ethylcanolat und Methylsoyat, nichtphytotoxische Mineralöle, wasserlösliche Silikontenside, Fettsäuredialkylether, Fettsäuredialkylcarbonate, Pflanzenöle, wie Canolaöl, Sojaöl und dergleichen sowie Gemische davon, die typischerweise in Adjuvans- und Pestizidzusammensetzungen eingesetzt werden.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Pestizidkonzentrat bereitgestellt, das ein Gemisch aus der Adjuvanszusammensetzung und einem Pestizid enthält.

Die Adjuvanszusammensetzung des Pestizidkonzentrats enthält vorzugsweise: (a) 99 bis 1 Gew.-%, vorzugsweise 90 bis 10 Gew.-% und am meisten bevorzugt 75 bis 25 Gew.-% eines Fettalkoholcarbonats und (b) 1 bis 99 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 90 Gew.-% und am meisten bevorzugt 25 bis 75 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Adjuvanszusammensetzung, eines Cotensids/Lösungsmittels.

Das Pestizid zur Verwendung in den Pestizidkonzentraten der vorliegenden Erfindung wird im Allgemeinen aus der Gruppe ausgewählt, die aus Insektiziden, Insektenabschreckmitteln (Repellentien), Fungiziden, Bakteriziden, Bakteriostatika, Herbiziden und Regulatoren des Pflanzenwachstums besteht, die alle auf biologisch aktiven Wirkstoffen beruhen. Zu den geeigneten Insektiziden gehören zum Beispiel O,O-Diethyl-O-(2-isopropyl-4-methyl-6-pyrimidinyl)phosphorothioat, O,O-Diethyl-S-2-[(ethylthio)ethyl]phosphorodithioat, O,O-Dimethyl-O-(3-methyl-4-nitrophenyl)thiophosphat, O,O-Dimethyl-S-(N-methylcarbamoylmethyl)phosphorodithioat, O,O-Dimethyl-S-(N-methyl-N-formylcarbamoylmethyl)phosphorodithioat, O,O-Dimethyl-S-2-[(ethylthio)ethyl]phosphorodithioat, O,O-Diethyl-S-2-[(ethylthio)ethyl]phosphorodithioat, O,O-Dimethyl-1-hydroxy-2,2,2-trichlorethylphosphonat, O,O-Diethyl-O-(5-phenyl-3-isooxazolyl)phosphorothioat, O,O-Dimethyl-O-(2,5-dichlor-4-bromphenyl)phosphorothioat, O,O-Dimethyl-O-(3-methyl-4-methylmercaptophenyl)thiophosphat, O-Ethyl-O-p-cyanophenyl-O-phenylphosphorothioat, O,O-Dimethyl-S-(1,2-dicarboethoxyethyl)phosphorodithioat, 2-Chlor(2,4,5-trichlorphenyl)vinyldimethylphosphat, 2-Chlor-1-(2,4-dichlorphenyl)vinyldimethylphosphat, O,O-Dimethyl-O-p-cyanophenylphosphorothioat, 2,2-Dichlorvinyldimethylphosphat, O,O-Diethyl-O-2,4-dichlorphenylphosphorothioat, Ethylmercaptophenylacetat, O,O-Dimethylphosphorodithioat, S-[(6-Chlor-2-oxo-3-benzooxazolinyl)methyl]-O,O-diethylphosphorodithioat, 2-Chlor-1-(2,4-dichlorphenyl)vinyldiethylphosphat, O,O-Diethyl-O-(3-oxo-2-phenyl-2H-pyridazin-6-yl)phosphorothioat, O,O-Dimethyl-S-(1-methyl-2-ethylsulfinyl)ethylphosphorothioat, O,O-Dimethyl-S-phthalimidomethylphosphorodithioat, O,O-Diethyl-2,2,2-trichlorethanol, 2-(p-tert-Butylphenoxy)isopropyl-2'-chlorethylsulfit, Azoxybenzol, Di-(p-chlorphenyl)cyclopropylcarbinol, Di[tri(2,2-dimethyl-2-phenylethyl)zinn]oxid, 1-(4-Chlorphenyl)-3-(2,6-difluorbenzoyl)harnstoff und S-Tricyclohexylzinn-O,O-diisopropylphosphorodithioat, 2-Methyl-2-(methylthio)propionaldehyd-O-(methylcarbamoyl)oxim, Ethyl[2-(4-phenoxyphenoxy)ethyl]carbamat, Butyl-2,3-dihydro-2,2-dimethylbenzofuran-7-yl-N,N'-dimethyl-N,N'-thiodicarbamat, 1-Naphthylmethylcarbamat, 2-(Ethylthiomethyl)phenylmethylcarbamat, 5-(4-Phenoxybutyl)dimethylthiocarbamat, Dimethyl-N,N'-(thiobis(methylimino)carbonyloxy)bis(ethanimidothioat); (RS)-&agr;-Cyano-3-phenoxybenzyl-(RS)-2-(4-chlorphenyl)-3-methylbutyrat, (RS)-&agr;-Cyano-3-phenoxyphenyl-(RS)-2,2-dichlor-1-(4-ethoxyphenyl)cyclopropancarboxylat, (RS)-&agr;-Cyano-3-phenoxybenzyl-N-(2-chlor-&agr;,&agr;,&agr;-trifluor-p-tolyl-D-valinat, 3-Phenoxybenzyl-(1RS)-cis,trans-3-(2,2-Dichlorvinyl)-2,2-dimethylcyclopropandicarboxylat.

Zu den Insektenabschreckungsmitteln (Repellentien), die eingesetzt werden können, gehören unter anderem 2-Ethyl-1,3-hexandiol, N-Octylbicycloheptendicarboximid, N,N-Diethyl-M-toluamid, 2,3:4,5-Bis(2-butylen)tetrahydro-2-furaldehyd, Di-n-propylisocinchomeronat und 2-Hydroxyethyl-n-octylsulfid.

Zu den Fungiziden, die eingesetzt werden können, gehören unter anderem 3,3'-Ethylenbis(tetrahydro-4,6-dimethyl-2H-1,3,5-thiadiazin-2-thion), Zink- oder Manganethylenbis(dithiocarbamat), Bis(dimethyldithiocarbamoyl)disulfid, Zinkpropylenbis(dithiocarbamat), Bis(dimethyldithiocarbamoyl)ethylendiamin, Nickeldimethyldithiocarbamat, Methyl-1-(butylcarbamoyl)-2-benzimidazolcarbamat, 1,2-Bis(3-methoxycarbonyl-2-thioureido)benzol, 1-Isopropylcarbamoyl-3-(3,5-dichlorphenyl)hydantoin, Kalium-N-hydroxymethyl-N-methyldithiocarbamat und 5-Methyl-10-butoxycarbonylamino-10,11-dehydrodibenzo(b,f)azepin, Pyridin-Fungizide, wie Zinkbis(1-hydroxy-2(1H)pyridinthionat) und 2-Pyridinthiol-1-oxid-Natriumsalz, O,O-Diisopropyl-S-benzylphosphorothioat und O-Ethyl-S,S-diphenyldithiophosphat, Phthalimid-Fungizide, wie N-(2,6-p-Diethylphenyl)phthalimid und N-(2,6-Diethylphenyl)-4-methylphthalimid, Dicarboxyimid-Fungizide, wie N-Trichlormethylthio-4-cyclohexen-1,2-dicarboxyimid und N-Tetrachlorethylthio-4-cyclohexen-1,2-dicarboxyimid, 5,6-Dihydro-2-methyl-1,4-oxathin-3-carboxanilido-4,4-dioxid und 5,6-Dihydro-2-methyl-1,4-oxathin-3-carboxanilid, Naphthochinon-Fungizide, wie 2,3-Dichlor-1,4-naphthochinon, 2-Oxy-3-chlor-1,4-naphthochinon-Kupfersulfat, Pentachlornitrobenzol, 1,4-Dichlor-2,5-dimethoxybenzol, 5-Methyl-s-triazol-(3,4-b)benzthiazol, 2-(Thiocyanomethylthio)benzothiazol, 3-Hydroxy-5-methylisooxazol, N-2,3-Dichlorphenyltetrachlorphthalaminsäure, 5-Ethoxy-3-trichlormethyl-1,2,4-thiadiazol, 2,4-Dichlor-6-(O-chloranilino)-1,3,5-triazin, 2,3-Dicyan-1,4-dithioanthrachinon, Kupfer-8-chinolinat, Polyoxin, Validamycin, Cycloheximid, Eisenmethanarsonat, Diisopropyl-1,3-dithiolan-2-iridenmalonat, 3-Allyloxy-1,2-benzoisothiazol-1,1-dioxid, Kasugamycin, Blasticidin S, 4,5,6,7-Tetrachlorphthalid, 3-(3,5-Dichlorphenyl)-5-ethenyl-5-methyloxazolizin-2,4-dion, N-(3,5-Dichlorphenyl)-1,2-dimethylcyclopropan-1,2-dicarboxyimid, S-n-Butyl-5'-para-t-butylbenzyl-N-3-pyridyldithiocarbonylimidat, 4-Chlorphenoxy-3,3-dimethyl-1-(1H,1,3,4-triazol-1-yl)-2-butanon, Methyl-D,L-N-(2,6-dimethylphenyl)-N-(2'-methoxyacetyl)alaninat, N-Propyl-N-[2-(2,4,6-trichlorphenoxy)ethyl]imidazol-1-carboxamid, N-(3,5-Dichlorphenyl)succinamid, Tetrachlorisophthalonitril, 2-Dimethylamino-4-methyl-5-n-butyl-6-hydroxypyrimidin, 2,6-Dichlor-4-nitroanilin, 3-Methyl-4-chlorbenzthiazol-2-on, 1,2,5,6-Tetrahydro-4H-pyrrolol[3,2,1-i,j]chinolin-2-on, 3'-Isopropoxy-2-methylbenzanilid, 1-[2-(2,4-Dichlorphenyl)-4-ethyl-1,3-dioxoran-2-ylmethyl]-1H,1,2,4-triazol, 1,2-Benzisothiazolin-3-on, basisches Kupferchlorid, basisches Kupfersulfat, N'-Dichlorfluormethylthio-N,N-dimethyl-N-phenylsulfamid, Ethyl-N-(3-dimethylaminopropyl)thiocarbamat-Hydrochlorid, Piomycin, S,S-6-Methylchinoxalin-2,3-diyldithiocarbonat, Komplex von Zink and Maneb, Dizinkbis(dimethyldithiocarbamat)ethylenbis(dithiocarbamat).

Zu den Regulatoren des Pflanzenwachstums, die eingesetzt werden können, gehören unter anderem N-Methoxycaronyl-N'-4-methylphenylcarbamoylethylisoharnstoff und 1-(4-Chlorphenylcarbamoyl)-3-ethoxycarbonyl-2-methylisoharnstoff, ein anderer Typ von Regulatoren des Pflanzenwachstums, wie Natriumnaphthalinacetat, 1,2-Dihydropyridazin-3,6-dion und Gibberelline, Triazin-Herbizide, wie 2-Methylthio-4,6-bisethylamino-1,3,5-triazin, 2-Chlor-4,6-bisethylamino-1,3,5-triazin, 2-Methoxy-4-ethylamino-6-isopropylamino-1,3,5-triazin, 2-Chlor-4-ethylamino-6-isopropylamino-s-triazin, 2-Methylthio-4,6-bis(isopropylamino)-s-triazin und 2-Methylthio-4-ethylamino-6-isopropylamino-s-triazin, Phenoxy-Herbizide, wie 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure und Methyl-, Ethyl- und Butylester davon, 2-Chlor-4-methylphenoxyessigsäure, 4-Chlor-2-methylphenoxyessigsäure und Ethyl-2-methyl-4-chlorphenoxybutylat, Diphenylether-Herbizide, wie 2,4,6-Trichlorphenyl-4-nitrophenylether, 2,4-Dichlorphenyl-4'-nitrophenylether und 3,5-Dimethylphenyl-4'-nitrophenylether, Harnstoff-Herbizide, wie 3-(3,4-Dichlorphenyl)-1-methoxy-1-methylharnstoff, 3-(3,4-Dichlorphenyl)-1,1-dimethylharnstoff und 3-(4-Chlorphenyl)-1,1-dimethylharnstoff, Carbamat-Herbizide, wie 3-Methoxycarbonylaminophenyl-N-(3-methylphenyl)carbamat, Isopropyl-N-(3-chlorphenyl)carbamat und Methyl-N-(3,4'-dichlorphenyl)carbamat, Uracil-Herbizide, wie 5-Brom-3-sec-butyl-6-methyluracil und 1-Cyclohexyl-3,5-propylenuracil, Thiolcarbamat-Herbizide, wie 5-(4-Chlorbenzyl)-N,N-diethylthiolcarbamat, S-Ethyl-N-cyclohexyl-N-ethylthiolcarbamat und S-Ethylhexahydro-1H-azepin-1-carbothioat und S-Ethyl-N,N-di-n-propylthiocarbamat, Pyridinium-Herbizide, wie 1,1'-Dimethyl-4,4'-bispyridiniumdichlorid, Phosphorsäure-Herbizide, wie N-(Phosphonomethyl)glycin, Anilin-Herbizide, wie alpha-Trifluor-2,6-dinitro-N,N-dipropyl-p-toluidin, 4-(Methylsulfonyl)-2,6-dinitro-N,N-dipropylanilin und N[3],N[3]-Diethyl-2,4-dinitro-6-trifluormethyl-1,3-phenylendiamin, Säureanilid-Herbizide, wie 2-Chlor-2',6'-diethyl-N-(butoxymethyl)acetoanilid, 2-Chloro-2',6'-diethyl-N-(methoxymethyl)acetoanilid und 3,4-Dichlorpropionanilid, Pyrazol-Herbizide, wie 1,3-Dimethyl-4-(2,4-dichlorbenzoyl)-5-hydroxypyrazol und 1,3-Dimethyl-4-(2,4-dichlorbenzoyl)-5-(p-toluolsulfonyloxy)pyrazol, 5-tert-Butyl-3-(2,4-dichlor-5-isopropoxyphenyl)-1,3,4-oxadiazolin-2-on, 2-[N-Isopropyl-N-(4-chlorphenyl)carbamoyl]-4-chlor-5-methyl-4-isooxazolin-3-on, 3-Isopropylbenzo-2-thia-1,3-diazinon-(4)-2,4-dioxid und 3-(2-Methylphenoxy)pyridazin.

Gemäß einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird somit ein Pestizid-Konzentrat bereitgestellt, das folgendes enthält: (a) 99,9 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 95 bis 15 Gew.-% und am meisten bevorzugt 90 bis 20 Gew.-% des oben offenbarten Adjuvans; und (b) 0,1 bis 95 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 85 Gew.-% und am meisten bevorzugt 10 bis 80 Gew.-% eines Pestizids.

Die genaue Menge des in dem Pestizidkonzentrat enthaltenen Pestizids wird häufig von der speziellen Endverwendung abhängen, d. h. dem zu behandelnden Zielsubstrat, der zu behandelnden Fläche usw. Es obliegt also der Fertigkeit des Anwenders, die spezielle Menge des Pestizids zu bestimmen, die für eine besondere Anwendung zu verwenden ist.

Um das Pestizidkonzentrat in einer gebrauchsfertigen Form zuzubereiten, wird es typischerweise mit Wasser verdünnt, wobei eine wässrige Pestizidzusammensetzung entsteht. Die gebrauchsfertige wässrige Pestizidzusammensetzung wird typischerweise 0,1 bis 10 Gew.-% und vorzugsweise 0,5 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Zusammensetzung, des oben offenbarten Pestizidkonzentrats enthalten, wobei der Rest typischerweise aus Wasser besteht.

Die genaue Verdünnungsmenge des Pestizidkonzentrats, die zur Bildung einer gebrauchsfertigen wässrigen Pestizidzusammensetzung notwendig ist, wird wiederum von der speziellen Anwendung selbst abhängen. d. h. dem zu behandelnden Zielsubstrat, der zu behandelnden Fläche usw. Es obliegt also wiederum der Fertigkeit des Anwenders, die spezielle Menge des Wassers zu bestimmen, die benötiogt wird, um das Pestizidkonzentrat zu verdünnen.

Schließlich stellt die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren zur Behandlung eines Zielsubstrats bereit, das das In-Kontakt-Bringen des Zielsubstrats mit der oben offenbarten wässrigen Pestizidzusammensetzung beinhaltet.


Anspruch[de]
  1. Pestizidkonzentrat, umfassend:

    (a) ein Adjuvans, das folgendes enthält:

    (i) ein Fettalkoholcarbonat; und

    (ii) eine Komponente, die aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus nichtionischen Tensiden, anionischen Tensiden, kationischen Tensiden, Alkylestern, nichtphytotoxischen Mineralölen, wasserlöslichen Silikontensiden, Fettsäuredialkylethern, Fettsäuredialkylcarbonaten, Pflanzenölen und Gemischen davon besteht; und

    (b) ein Pestizid.
  2. Konzentrat gemäß Anspruch 1, wobei das Fettalkoholcarbonat in dem Adjuvans in einer Menge von 99 bis 1 Gew.-% vorhanden ist, bezogen auf das Gewicht des Adjuvans.
  3. Konzentrat gemäß Anspruch 1, wobei das Fettalkoholcarbonat in dem Adjuvans in einer Menge von 75 bis 25 Gew.-% vorhanden ist, bezogen auf das Gewicht des Adjuvans.
  4. Konzentrat gemäß Anspruch 1, wobei das Cotensid/Lösungsmittel in dem Adjuvans in einer Menge von 1 bis 99 Gew.-% vorhanden ist, bezogen auf das Gewicht des Adjuvans.
  5. Konzentrat gemäß Anspruch 1, wobei das Cotensid/Lösungsmittel in dem Adjuvans in einer Menge von 25 bis 75 Gew.-% vorhanden ist, bezogen auf das Gewicht des Adjuvans.
  6. Konzentrat gemäß Anspruch 1, wobei das Adjuvans in dem Konzentrat in einer Menge von 99,9 bis 5 Gew.-% vorhanden ist, bezogen auf das Gewicht des Konzentrats.
  7. Konzentrat gemäß Anspruch 1, wobei das Adjuvans in dem Konzentrat in einer Menge von 90 bis 20 Gew.-% vorhanden ist, bezogen auf das Gewicht des Konzentrats.
  8. Konzentrat gemäß Anspruch 1, wobei der biologische Wirkstoff in dem Konzentrat in einer Menge von 0,1 bis 95 Gew.-% vorhanden ist, bezogen auf das Gewicht des Konzentrats.
  9. Konzentrat gemäß Anspruch 1, wobei der biologische Wirkstoff in dem Konzentrat in einer Menge von etwa 10 bis etwa 80 Gew.-% vorhanden ist, bezogen auf das Gewicht des Konzentrats.
  10. Verfahren zur Behandlung eines Zielsubstrats, umfassend das In-Kontakt-Bringen des Substrats mit einer effektiven Menge des Pestizidkonzentrats gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6.
  11. Verfahren gemäß Anspruch 10, wobei das Zielsubstrat aus einer Pflanze, einem Pflanzenschädling oder einer Kombination aus einer Pflanze und einem Pflanzenschädling ausgewählt ist.
  12. Verwendung einer Zusammensetzung, die folgendes umfasst:

    (a) ein Fettalkoholcarbonat; und

    (b) eine Cotensid/Lösungsmittel-Komponente, die aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus nichtionischen Tensiden, anionischen Tensiden, kationischen Tensiden, Alkylestern, nichtphytotoxischen Mineralölen, wasserlöslichen Silikontensiden, Fettsäuredialkylethern, Fettsäuredialkylcarbonaten, Pflanzenölen und Gemischen davon besteht;

    als Adjuvans in Pestizidkonzentraten.
  13. Verwendung gemäß Anspruch 12, wobei das Fettalkoholcarbonat in dem Adjuvans in einer Menge von 99 bis 1 Gew.-% vorhanden ist, bezogen auf das Gewicht des Adjuvans.
  14. Verwendung gemäß Anspruch 12, wobei das Cotensid/Lösungsmittel in dem Adjuvans in einer Menge von 1 bis 99 Gew.-% vorhanden ist, bezogen auf das Gewicht des Adjuvans.
  15. Wässrige Pestizidzusammensetzung, die das Pestizidkonzentrat gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 umfasst.
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