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Dokumentenidentifikation DE10326491A1 05.01.2005
Titel Kreiselpumpe mit schraubenförmigem Auslasskanal
Anmelder WILO AG, 44263 Dortmund, DE
Erfinder Materne, Thomas, 59348 Lüdinghausen, DE;
Faust, Matthias, 01737 Kurort Hartha, DE;
Küster, Bernd, 44263 Dortmund, DE;
Müller, Thomas, 44379 Dortmund, DE
Vertreter COHAUSZ DAWIDOWICZ HANNIG & PARTNER, 40237 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 10.06.2003
DE-Aktenzeichen 10326491
Offenlegungstag 05.01.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.01.2005
IPC-Hauptklasse F04D 29/40
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Kreiselpumpe mit einem in einem Pumpengehäuse (1) angeordneten und von einer Motorwelle (5) angetriebenen Laufrad (2) und mit einem Auslasskanal (6), insbesondere der in einen Druckstutzen (11) des Pumpengehäuses (1) mündet, wobei zumindest ein Teilbereich des Auslasskanals (6) sich in Richtung der Motorwelle (5) schraubenförmig erstreckt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kreiselpumpe mit einem in einem Pumpengehäuse angeordneten und von einer Motorwelle angetriebenen Laufrad und mit einem Auslasskanal, insbesondere der in einen Druckstutzen des Pumpengehäuses mündet.

Derartige Kreiselpumpen sind im Stand der Technik allgemein bekannt. Wesentlich für diese Kreiselpumpen ist es, dass innerhalb eines Pumpengehäuses ein Laufrad angeordnet ist, welches auf einer Motorwelle befestigt und von dieser angetrieben wird, wobei über einen Einlassstutzen bzw. eine Einlassöffnung im Pumpengehäuse dem Saugmund des Laufrades ein zu förderndes Fluid zugeführt wird, welches durch die Drehung des Laufrades aufgrund von Zentrifugalkräften in einen Druckraum des Pumpengehäuses gefördert wird, der sich im wesentlichen um das Laufrad herum erstreckt und z.B. einen Druckstutzen aufweist, über den das zu fördernde Fluid die Pumpe verlässt.

Hierbei ist es im Stand der Technik zur Erzielung eines guten Wirkungsgrades allgemein bekannt, dass sich direkt um das Laufrad herum spiralförmig ein Auslasskanal erstreckt, der in den Druckstutzen des Pumpengehäuses mündet. Aufgrund der spiralförmigen Ausbildung des Auslasskanals vergrößert sich der Abstand des Kanals zur Motorwelle mit zunehmendem Spiralwinkel, der maximal 360 Grad beträgt, so dass derartige Anordnungen sehr großbauend sind, da sich das Pumpengehäuse zwangsläufig zur Aufnahme des Auslasskanals bis zum Druckstutzen hin in radialer Richtung erweitern muss.

Derartige Pumpengehäuse sind häufig bezogen zur Motorwelle unsymmetrisch ausgebildet, konstruktiv aufwendig und nur mit kompliziert ausgestalteten Formwerkzeugen herzustellen.

Aufgabe der Erfindung ist es eine Kreiselpumpe zur Verfügung zu stellen, die unter Bereitstellung eines guten hydraulischen Wirkungsgrades eine besonders kleinbauende Konstruktion erreicht.

Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass zumindest ein Teilbereich des Auslasskanals sich in Richtung der Motorwelle schraubenförmig erstreckt, insbesondereb derart, dass das geförderte Fluid auf seinem Weg vom Laufrad zu einem Druckstutzen einen zumindest teilbereichsweise schraubenförmigen Weg durchläuft.

Durch eine derartige Schraubenform des Auslasskanals oder zumindest eines Teiles davon kann es erfindungsgemäß gegenüber dem Stand der Technik erreicht werden, besonders kleinbauende und platzsparende Pumpengehäuse herzustellen, da sich beispielsweise bei einer vollständigen Windung des Auslasskanals um die Motorwelle bzw. die Motorachse sich der radiale Abstand des Kanals zur Motorwelle/-achse nicht mehr vergrößern muss.

Aufgrund der schraubenförmigen Erstreckung des Auslasskanals kann sich dieser bei einer vollständigen Windung um die Motorwelle im Wesentlichen in demselben radialen Abstand, beispielsweise bezogen auf die Mitte des Auslasskanals oder eine Wandung des Auslasskanals erstrecken, so dass sich das Pumpengehäuse relativ zum Winkel der schraubenförmigen Erstreckung nicht in radialer Richtung erweitern muss.

Sofern nur im wesentlichen eine Schraubenwindung des Auslasskanals vorgesehen ist, kann die Konstruktion derart ausgebildet sein, dass der Anfangsbereich des Auslasskanals in Richtung der Motorwelle/-achse direkt neben bzw. in Förderrichtung vor dem Endbereich des Auslasskanals angeordnet ist.

Gegebenenfalls kann es vorgesehen sein, dass der Auslasskanal weniger oder auch mehr als nur einmal um die Motorwelle/-achse herumgewunden ist, der Schraubenwinkel kann also insgesamt kleiner oder auch größer als 360 Grad sein. Die Schraubensteigung kann über die gesamte Länge des Auslasskanales bzw. dessen schraubenförmigen Teilbereiches gleichmäßig sein, es kann aber auch vorgesehen sein, dass die Schraubensteigung mit dem Schraubenwinkel bzw. der Länge des Auslasskanales variiert.

Zur Erzielung eines guten hydraulischen Wirkungsgrades kann es in besonders bevorzugter Ausführung vorgesehen sein, dass die Kanalbreite und/oder der Kanalquerschnitt sich in Richtung der Motorwelle vergrößert. Sowohl die Erstreckung des Auslasskanals von seinem Anfangsbereich zu seinem Endbereich als auch gegebenenfalls die Vergrößerung der Kanalbreite zwischen diesen beiden Bereichen kann derart gewählt sein, dass sie vom Laufrad in Richtung eines antreibenden Elektromotors erfolgt. Der Auslasskanal ist bei einer derartigen Konstruktion somit angrenzend an die einem Motor zugewandten Seite des Laufrades angeordnet.

Zur Erzielung einer Vergrößerung der Kanalbreite und/oder besonders des Kanalquerschnittes vom Anfangsbereich in Richtung des Endbereiches des Auslasskanals kann es beispielsweise vorgesehen sein, dass der der Motorwelle zugewandte Bereich der Kanalwand mit zunehmender Schraubenwindung bzw. zunehmendem Schraubenwinkel den Abstand zur Motorwelle verringert.

Besonders bevorzugt kann es konstruktiv vorgesehen sein, dass der Auslasskanal in Form einer in radialer Richtung offenen Rinne in der Oberfläche eines zylindrischen Elementes ausgebildet ist, das insbesondere im Pumpengehäuse, koaxial um die Motorwelle angeordnet ist.

Bei dieser Konstruktion besteht keine Notwendigkeit mehr die innere Wandung des Pumpengehäuses mit einer besonderen Geometrie zu versehen, die einen Aulslasskanal wie im Stand der Technik bildet, sondern es kann vielmehr die innere Gehäusewandung des Pumpengehäuses in einfacher Weise zylindrisch glatt ausgebildet sein. Die oben beschriebene Formgebung und Erstreckung des Auslasskanals wird sodann erfindungsgemäß durch das genannte zylindrische Element erreicht, welches innerhalb des Pumpengehäuses koaxial um die Motorwelle herum angeordnet werden kann.

Auf diese Weise kann es auch erreicht werden, dass bei fertigungstechnisch immer identischen Pumpengehäusen die Charakteristik der Kreiselpumpe durch Veränderung der Kanalform und Erstreckung in dem in das Pumpengehäuse eingesetzten zylindrischen Element geändert werden kann.

Sofern der Auslasskanal in Form einer in radialer Richtung offenen Rinne/Nut in der Oberfläche eines zylindrischen Elementes ausgebildet ist, kann es auch vorgesehen sein, dass die Rinnenbreite und/oder die Rinnentiefe sich in Richtung der Motorwelle, insbesondere vom Anfangsbereich der Rinne bzw. des Kanals bis zum Endbereich der Rinne bzw. des Kanals vergrößert, um hierdurch wieder besonders positive Effekte hinsichtlich des hydraulischen Wirkungsgrades zu erzielen.

Eine besonders platzsparende Konstruktion ergibt sich insbesondere dadurch, dass der Auslasskanal und/oder das zylindrische Element zwischen dem Laufrad und einem antreibenden Elektromotor angeordnet ist, da zwischen einem Laufrad und einem antreibenden Elektromotor zumeist ohnehin ein oftmals nicht benutzter Raum angeordnet ist, beispielsweise in dem sich die Gleitringdichtung der Motorwelle befindet.

Erfindungsgemäß kann dieser Raum zwischen Laufrad und Elektromotor ausgenutzt werden, um dort den erfindungsgemäßen Auslasskanal bzw. das erfindungsgemäß konstruierte zylindrische Element mit dem Auslasskanal anzuordnen. Durch die Konstruktion ergibt sich dementsprechend weder eine Verlängerung der Pumpe in Richtung der Motorwelle noch eine Vergrößerung der Pumpe radial zur Motorwelle.

Bei dieser Konstruktion kann es vorgesehen sein, dass das zylindrische Element, welches in seiner Oberfläche den Auslasskanal bzw. die offene Rinne aufweist, am Gehäuse des Elektromotors inbesondere dichtend befestigt ist. So kann es dann gemäß der Erfindung weiterhin vorgesehen sein, dass das Pumpengehäuse, welches das Laufrad und sodann auch das zylindrische Element überdeckt, an diesem zylindrischen Element wiederum befestigt ist.

Alternativ kann es auch vorgesehen sein, dass das zylindrische Element mittels des Pumpengehäuses am Elektromotor befestigbar ist, beispielsweise dadurch, dass sowohl das Pumpengehäuse als auch das zylindrische Element an ihren äußeren Bereichen Bohrungen für Schrauben aufweisen, so dass bei einer Befestigung des Pumpengehäuses am Motorgehäuse das zylindrische Element zwischen diesen beiden klemmend eingeschlossen wird.

Stand der Technik und ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sind in den nachfolgenden Abbildungen näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Kreiselpumpe mit einem Pumpengehäuse gemäß dem Stand der Technik

2 einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Kreiselpumpe mit schraubenförmig verlaufendem Auslasskanal

3 eine dreidimensionale perspektivische Zeichnung einer Kreiselpumpe mit abgenommenem Pumpengehäuse zur Ansicht des zwischen Laufrad und Motor verlaufenden Auslasskanals

4 eine perspektivische dreidimensionale Einzeldarstellung eines erfindungsgemäßen zylindrischen Elementes mit auf der Oberfläche angeordnetem Auslasskanal in Form einer radial offenen Rinne

5 eine erfindungsgemäße Kreiselpumpe mit aufgesetztem Pumpengehäuse und Druckstutzen in Verlängerung des Auslasskanals gemäß 3 und 4

Die 1 zeigt zunächst eine im Stand der Technik beispielsweise aus der US 3,139,831 bekannte Kreiselpumpe mit einem Pumpengehäuse 1, in dem ein Laufrad 2 angeordnet ist zur Förderung eines über den Saugmund 3 des Laufrades 2 angesaugten Fluides in den Druckraum 4 des Pumpengehäuses 1. Für den Pumpenbetrieb wird das Laufrad 2 mittels einer Motorwelle 5 von einem hier nicht dargestellten Motor angetrieben.

Erkennbar ist hier in der Schnittzeichnung, dass der Auslasskanal 6, der hier letztendlich wesentliche Bereiche des Druckraumes 4 bildet, im Wesentlichen spiralförmig direkt um das Laufrad herum angeordnet ist. Durch diese Spiralform ergibt es sich, dass der radiale Abstand des Wandbereiches 6b des Auslasskanals 6 größer ist als der radiale Abstand des Wandbereiches 6a des Auslasskanals 6 bezüglich der Motorwelle. In der Querschnittszeichnung weisen die beiden Wandbereiche 6a und 6b des Auslasskanals 6 einen Winkelabstand von 180 Grad, d.h. eine halbe Spiralwindung auf.

Aufgrund dieser im Stand der Technik bekannten spiralförmigen Windung des Auslasskanals 6 um die Motorwelle 5 herum weist ein im Stand der Technik bekanntes Pumpengehäuse 1 eine bezüglich der Motorwelle 5 unsymmetrische Anordnung auf und ist darüber hinaus sehr großbauend.

Die 2 zeigt demgegenüber in einer Querschnittsdarstellung eine erfindungsgemäße Kreiselpumpe mit einem Pumpengehäuse 1, welches z. B. indirekt an einem Motorgehäuse 7 befestigt ist, wobei innerhalb des Motorgehäuses 7 ein Elektromotor zum Antrieb des Laufrades 2 über eine Motorwelle 5 vorgesehen ist.

Auch hier wird in üblicher Weise über einen Saugstutzen 8, dem Saugmund 3 des Laufrades 2 zu förderndes Fluid zugeführt, welches durch die Zentrifugalkräfte bei der Drehung des Laufrades 2 dem Druckraum 4 zugeführt wird.

Erfindungsgemäß ist nun innerhalb des Druckraumes 4 ein Auslasskanal 6 angeordnet, der sich in Richtung der Motorwelle und zwar bei dieser Ausführungsform vom Laufrad in Richtung des Motors schraubenförmig erstreckt. Ebenso ist eine Erstreckung des Auslasskanales vom Laufrad in der dem Motor abgewandten Richtung möglich.

Erkennbar ist bei dieser Schnittdarstellung der 2, dass der Auslasskanal 6 wenigstens zum Teil in Form einer in radialer Richtung nach außen offenen Rinne in der Oberfläche eines im Wesentlichen zylindrischen Elementes 9 gebildet ist. Der Kanal für das zu fördernde Fluid ergibt sich hier im Wesentlichen durch das Zusammenspiel von innerer Rinnenfläche und der dieser gegenüberliegenden Innenfläche des Pumpengehäuses 1.

Die genauere Formgebung des zylindrischen Elementes 9 und der erfindungsgemäß darin angeordneten Rinne, die den Auslasskanal 6 bildet, ist in der perspektivischen dreidimensionalen Abbildung gemäß 3 näher ersichtlich.

Deutlich wird hier, dass das erfindungsgemäße zylindrische Element 9 zwischen dem Laufrad 2 der Kreiselpumpe und dem Motor bzw. dem Motorgehäuse 10 angeordnet ist. Insbesondere ist hier das zylindrische Element 9 mittels eines an seinem dem Motor zugewandtem Ende vorstehenden Kragens 9a über entsprechende Befestigungsbohrungen 9b mit dafür vorgesehenen, nicht dargestellten Schrauben in korrespondierenden Gewindebohrungen 10b des Motorgehäuses 10 befestigbar.

Besonders gut ist es in der 3 erkennbar, dass die Breite der den Auslasskanal 6 bildenden Rinne vom Anfangsbereich der Rinne, welcher direkt rechts neben dem Laufrad angeordnet ist, bis zum Endbereich 12 der Rinne, der in einen in der 3 nicht dargestellten Druckstutzen übergeht, sich verbreitert.

Hierbei ist die Konstruktion dergestalt, dass sich Anfangs- und Endbereich 12 des Auslasskanals 6 nach einer vollständigen Umwindung des Kanals 6 um die Motorwelle 5 um 360 Grad einander gegenüberliegen bzw. in Richtung der Motorwelle 5 nebeneinander angeordnet sind.

In der Schnittzeichnung gemäß der 2 ist weiterhin erkennbar, dass sich mit zunehmendem Schraubenwinkel des Auslasskanals 6 hier in der Schnittdarstellung der 2 dementsprechend bei einem Winkelabstand von 180 Grad sowohl die Rinnenbreite als auch die Rinnentiefe (bezgl. der Oberseite des zylindrischen Elementes 9) des Auslasskanals 6 vergrößert. Hierbei hat in der Darstellung gemäß der 2 und der 3 der Auslasskanal 6 bzw. die Rinne einen im Wesentlichen kreisförmigen bzw. halbkreisförmigen Querschnitt.

Es kann hierbei erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass der Mittelpunkt des Kreises bzw. Halbkreises, der den Querschnitt der Rinne bildet, bei der schraubenförmigen Umwindung des Auslasskanals um die Motorwelle jeweils im wesentlichen den gleichen radialen Abstand aufweist, bzw. sich nur wenige Millimeter ändert. In jedem Fall ist es gemäß der dargestellten Konstruktion vorgesehen, dass die obere, radial nach außen weisende Öffnung des in der Oberfläche des zylindrischen Elementes 9 eingebrachten Auslasskanals 6 bzw. der Rinne immer mit Bezug auf den Schraubenwinkel denselben radialen Abstand zur Motorwelle 5 aufweist.

So kann erreicht werden, dass sowohl der vordere Bereich 9c des zylindrischen Elementes, der keinen Auslasskanal 6 bzw. keine Rinne aufweist, zylindrisch ausgebildet ist als auch der hintere, dem Motor zugewandte Bereich des zylindrischen Elementes 9d. Hierbei können sowohl vorderes Ende 9c als auch hinteres Ende 9d des zylindrischen Elementes 9 unterschiedliche Außendurchmesser aufweisen, wobei insbesondere der hintere Durchmesser des Endbereiches 9d größer ist als der vordere, um einen Eintritt des zu fördernden Fluids aus dem Druckraum 4 in den Auslasskanal auch über den Spalt zwischen der Oberfläche des vorderen Bereiches 9c des zylindrischen Elementes und der Innenwandung des Gehäuses 1 der Pumpe zu ermöglichen.

In der 4 ist das zylindrische Element 9 mit seinen wesentlichen Konstruktionsmerkmalen in einer Einzeldarstellung wiedergegeben. Erkennbar ist hier die in die Oberfläche des zylindrischen Elementes 9 eingebrachte Rinne, die schraubenförmig mit einer Steigung in Richtung der Motorwelle um diese umläuft und hier eine vollständige Windung um 360 Grad aufweist. Erfindungsgemäß ist es hier vorgesehen, so wie es in den 3 und 2 ersichtlich ist, dass das zylindrische Element zwischen dem Laufrad 2 und dem Motor der Pumpe angeordnet ist, wobei sich eine besonders platzsparende Anordnung dadurch ergibt, dass das zylindrische Element 9 bei der koaxialen Anordnung zur Motorwelle bei Trockenläufermotoren eine Gleitringdichtung überdeckt, die zur Abdichtung des Nassbereiches der Pumpe und des trockenen Bereiches des Motors dient.

Die erfindungsgemäße Konstruktion hat damit den Vorteil, dass sie einen Platzbereich in einer Kreiselpumpe einnimmt, der ohnehin zur Aufnahme der Gleitringdichtung vorgesehen ist, so dass sich durch den Einsatz eines erfindungsgemäßen zylindrischen Elementes kein weiterer Platzbedarf ergibt und sich somit auch weder eine Verlängerung noch eine Vergrößerung der Pumpe im Durchmesser einstellt.

Es ist darauf hinzuweisen, dass die erfindungsgemäße Konstruktion eines zylindrischen Elementes mit darin angeordnetem schraubenförmigen Auslasskanal nicht nur bei Pumpen mit einer Trennung zwischen Nass- und Trockenbereich mittels einer Gleitringdichtung eingesetzt werden kann, sondern dass diese Konstruktion grundsätzlich auch bei sogenannten Nassläufern, mithin bei allen möglichen Pumpenformen zum Einsatz kommen kann.

Die 5 zeigt eine zusammengesetzte Gesamtkonstruktion einer erfindungsgemäßen Kreiselpumpe, bei der ein Pumpengehäuse 1 mit einem Ansaugstutzen 8 und einem Druckstutzen 11 über dem Laufrad und einem erfindungsgemäß eingesetzten zylindrischen Element 9 mit darin angeordnetem Auslasskanal angeordnet und am Motorgehäuse 10 befestigt ist. Gemäß der Darstellung in der 5 wird hierbei das zylindrische Element 9 mittels des Pumpengehäuses 1 am Motorgehäuse 10 befestigt und zwischen Pumpengehäuse 1 und Motorgehäuse 10 eingeklemmt.

Beim Vergleich der 5 mit der 3 wird auch ersichtlich, dass der Strömungsweg des geförderten Fluids vom Laufrad über den benachbart zu diesem angeordneten Anfangsbereich des Auslasskanals 6 durch diesen hindurch bis zum Endbereich 12 des Auslasskanals verläuft und von dort in den Druckstutzen 11 übergeht.

Als besonderer Vorteil wird in der Gesamtansicht deutlich, dass das Pumpengehäuse 1 sowohl äußerlich als auch im inneren Bereich im Wesentlichen eine einfache zylindrische Form mit glatten Oberflächen aufweist, die lediglich durch den tangentialen Ansatz des Druckstutzens unterbrochen wird.

Die Einhaltung dieser konstruktiv sehr einfach herzustellenden zylindrischen Form wird im Wesentlichen dadurch erreicht, dass die Erstreckung des Auslasskanals gegenüber dem Stand der Technik nicht mehr spiralförmig und sich radial erweiternd sondern schraubenförmig und sich axial ausdehnend erfolgt, so dass der Auslasskanal im Wesentlichen immer den gleichen radialen Abstand zur Motorwelle beibehält. So kann der Auslasskanal in einem Pumpengehäuse mit einem zylindrischen Innenbereich von im Wesentlichen gleichem Innendurchmesser angeordnet werden. Es ergibt sich durch die Konstruktion eine insgesamt sowohl in der Länge als auch im Durchmesser sehr kleine Bauform der gesamten Pumpenanordnung.

Als besondere Vorteile der erfindungsgemäßen Ausgestaltung einer schraubenförmigen Auslasskanalform sowie der Ausbildung derselben in der Oberfläche eines im Wesentlichen zylindrischen Elementes, welches koaxial zur Motorwelle angeordnet ist, ist es zu nennen, dass gerade das erfindungsgemäß zu betrachtende zylindrische Element als einfaches Formteil herstellbar ist, da es keine Hinterschnitte aufweist und daher z.B. mit üblichen Backenwerkzeugen leicht entformt werden kann. Hierfür können beliebige übliche Materialien, wie beispielsweise Kunststoffe, verwendet werden, mit denen eine optimale Kontur des Auslasskanals realisiert werden kann. Die Anordnung des Kanals wie zuvor beschrieben hat weiterhin den Vorteil, dass die druckbeaufschlagte projizierte Fläche aufgrund der sich in axialer Richtung erstreckenden Schraubenform und der sich gegebenenfalls auch nach innen erstreckenden Kanalwandung minimal ist, insbesondere geringer als bei den spiralförmigen radial erweiternden Kanalkonstruktionen im Stand der Technik.

Die Anordnung ist insgesamt sehr platzsparend, da wie erwähnt die schraubenförmige Kanalkonstruktion hinter dem Laufrad zwischen diesem und dem Motor angeordnet werden kann, wo oftmals ohnehin ein Platz, z.B. für eine vorzusehende Gleitringdichtung, vorhanden ist.

Abweichend von den in den Figuren genannten und dargestellten Querschnittsformen des Auslasskanals können beliebige andere Kanalquerschnitt sformen z.B. durch Spritzgusstechniken realisiert werden. Darüber hinaus lassen sich auf einfache Weise kundenspezifische Anschlussgeometrien durch unterschiedliche anschlussseitige Gehäuseteile berücksichtigen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausbildung der Erfindung kann es bei Pumpen nach dem Nassläuferprinzip auch vorgesehen sein, dass das zuvor beschriebene zylindrische Element mit dem darin ausgebildeten Auslasskanal bzw. der beschriebenen Rinne direkt einstückig mit dem Motorgehäuse verbunden ist. Für den Fall, dass grundsätzlich Standardmotoren bei Kreiselpumpen verwendet werden sollen, kann es auch vorgesehen sein, eigenständige übrige Bauteile beispielsweise über das erfindungsgemäße zylindrische Element an diesen zu adaptieren.


Anspruch[de]
  1. Kreiselpumpe mit einem in einem Pumpengehäuse (1) angeordneten und von einer Motorwelle (5) angetriebenen Laufrad (2) und mit einem Auslasskanal (6), insbesondere der in einen Druckstutzen (11) des Pumpengehäuses (1) mündet, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teilbereich des Auslasskanals (6) sich in Richtung der Motorwelle (5) schraubenförmig erstreckt.
  2. Kreiselpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfangsbereich des Auslasskanales (6) in Richtung der Motorwelle (5) neben/vor dem Endbereich (12) des Kanales (6) angeordnet ist.
  3. Kreiselpumpe nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanalbreite und/oder der Kanalquerschnitt sich in Richtung der Motorwelle (5) vergrößert.
  4. Kreiselpumpe nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslasskanal (6) in Form einer in radialer Richtung offenen Rinne in der Oberfläche eines zylindrischen Elementes (9) ausgebildet ist, das koaxial um die Motorwelle (5) angeordnet ist.
  5. Kreiselpumpe nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippenbreite und/oder die Rippentiefe sich in Richtung der Motorwelle (5) vergrößert.
  6. Kreiselpumpe nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslasskanal (6) und/oder das zylindrische Element (9) zwischen dem Laufrad (2) und dem antreibenden Elektromotor (10), insbesondere über der Gleitringdichtung (13) der Motorwelle (5) angeordnet ist.
  7. Kreiselpumpe nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zylindrische Element (9) am Gehäuse (10) des Elektromotors befestigt ist.
  8. Kreiselpumpe nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpengehäuse (1) am zylindrischen Element (9) befestigt ist.
  9. Kreiselpumpe nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zylindrische Element (6) einstückig mit dem Motorgehäuse (10) ausgebildet ist.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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