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Dokumentenidentifikation DE102004026960A1 20.01.2005
Titel Jalousiefenster
Anmelder Morschheuser, Wilhelm Fritz, 40699 Erkrath, DE
Erfinder Morschheuser, Wilhelm Fritz, 40699 Erkrath, DE
Vertreter Bergen, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 40547 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 02.06.2004
DE-Aktenzeichen 102004026960
Offenlegungstag 20.01.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.01.2005
IPC-Hauptklasse E06B 7/084
IPC-Nebenklasse E06B 1/04   
Zusammenfassung Ein Jalousiefenster (1), insbesondere für Systeme zur Belüftung von vorzugsweise industriellen Gebäuden, mit einem Rahmen (2, 77) und einer Vielzahl von Jalousieelementen (3, 51, 75), die um eine Längsachse verschwenkbar am Rahmen gelagert sind, zur Verfügung zu stellen, bei dem das Problem der Schwitzwasserbildung vermindert bzw. behoben ist, wird vorgeschlagen, die Außenseite des Rahmens (2, 77) und seine Innenseite thermisch voneinander zu trennen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Jalousiefenster, insbesondere für Systeme zur Belüftung von vorzugsweise industriellen Gebäuden, mit einem Rahmen und einer Vielzahl von Jalousieelementen, die um eine Längsachse verschwenkbar am Rahmen gelagert sind.

Solche Jalousiefenster werden insbesondere als Teile von Belüftungssystemen zur Abfuhr von Wärme aus industriellen Gebäuden, beispielsweise in Kesselhäusern, verwendet. Sie werden in oder an Seitenwänden solcher Gebäude installiert und wirken mit Luftabzügen zusammen, die oberhalb der Jalousiefenstern, meist an der Decke des Gebäudes, angeordnet sind. Die in den Gebäuden entstehende Wärme wird zumindest zum Teil durch den durch die Erwärmung bedingten Kamineffekt abgeführt, wobei die erwärmte Luft über den Luftabzug aus dem Gebäude ausströmt und frische Außenluft durch die Jalousiefenster nachströmt. Über die Winkelstellung der Jalousieelemente kann der Strömungsquerschnitt für die nachströmende Luft und somit der Luftvolumenstrom gesteuert werden, wodurch eine Regelung der maximalen Temperatur im Gebäude möglich ist.

Die Jalousiefenster werden in aller Regel geschlossen, wenn die in den Gebäuden betriebenen, wärmeproduzierenden Anlagen, beispielsweise zu Wartungszwecken, ausgeschaltet werden, so daß keine über die Luftzirkulation abzuführende Wärme mehr anfällt. Ein Schließen der Jalousiefenster ist insbesondere auch dann notwendig, wenn die Außentemperaturen so niedrig sind, daß die Gefahr des Einfrierens von wasserführenden Leitungen innerhalb des Gebäudes besteht. Außerdem werden die Jalousiefenster von industriellen Gebäuden, die in der Nähe von Wohngebieten stehen, in den Nachtstunden auch aus Emissionsschutzgründen zumindest teilweise geschlossen, sofern die Anlagen eine hohe Geräuschbelästigung darstellen.

Jalousiefenster der eingangs genannten Art sind vielfältig bekannt, so beispielsweise aus der DE 33 28 505 A1. Das darin offenbarte Jalousiefenster weist Jalousieelemente auf, die innerhalb eines Rahmens um eine Längsachse verschwenkbar gelagert sind und über eine Schubstangenanordnung von einer Schließstellung in eine Öffnungsstellung gebracht werden können. Der Rahmen besteht aus Gründen der Festigkeit aus Stahlblech. Die Jalousieelemente sind zweischalig als Paneele ausgeführt, wobei der Raum zwischen der äußeren und der inneren Schale eines Paneels mit einem schall- und wärmeisolierenden Material gefüllt ist. Die Ober- und Unterkanten der Paneele sind mit Stegen versehen, die mit den Stegen des jeweils benachbarten Jalousieelements in Schließstellung so zusammenwirken, daß die Ober- und Unterkanten benachbarter Jalousieelemente überlappen und die Oberflächen der Paneele eine Ebene bilden.

Aus der DE 32 34 519 A1 ist ein anderes Jalousiefenster der gattungsgemäßen Art bekannt. Dieses Fenster unterscheidet sich gegenüber dem zuvor beschriebenen im wesentlichen dadurch, daß es als Jalousieelemente anstelle von vergleichsweise großflächigen Paneelen Lamellenelemente geringer Höhe aufweist, deren in Schließstellung nach außen gerichtete Oberflächen nicht eben, sondern gewölbt sind. Die Lamellen sind ebenso wie die zuvor beschriebenen Paneele jeweils stirnseitig in einem gemeinsamen Rahmen gelagert und lassen sich gemeinsam über eine Schubstangenanordnung betätigen, so daß sie zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung verschwenkbar sind, wobei sie sich in der Schließstellung überdecken.

Es hat sich herausgestellt, daß sich bei geschlossenen Jalousiefenstern an ihrer Innenseite Schwitzwasser bilden kann. Dieses Schwitzwasser kann insbesondere im Rahmenbereich zu Korrosionsproblemen führen, abgesehen von den übrigen lästigen Begleitungserscheinungen, wie beispielsweise Schmutzstreifen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Jalousiefenster zur Verfügung zu stellen, bei dem das Problem der Schwitzwasserbildung vermindert bzw. behoben ist.

Diese Aufgabe wird bei einem Jalousiefenster der eingangs genannten Art mit den Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst. Hierdurch wird verhindert, daß die Temperatur an der Innenseite des Rahmens bei tiefen Außentemperaturen über die wärmeleitenden Eigenschaften des Rahmenmaterials entsprechend niedrig ist und dadurch eine Temperaturdifferenz der Innenseite des Rahmens zur höheren Raumlufttemperatur besteht, die zur Schwitzwasserbildung führt.

Eine Möglichkeit einer thermischen Trennung der Außenseite des Rahmens von seiner Innenseite besteht darin, daß der Rahmen im wesentlichen vollständig aus einem thermisch isolierenden Material, insbesondere einem thermisch isolierenden Kunststoff, gefertigt wird. Dies ist mit jedem thermisch isolierenden Kunststoff möglich, der auch die notwendigen Festigkeitseigenschaften aufweist, die für eine sichere Lagerung der Jalousieelemente notwendig sind.

Einfacher und aus heutiger Sicht kostengünstiger ist es jedoch, den Rahmen mehrteilig mit einem Innenrahmen und einem hiervon thermisch getrennten Außenrahmen auszubilden. Als Außenrahmen wird im folgenden der der Außenseite des zu belüftenden Gebäudes oder Raumes zugewandt ist. Als Innenrahmen wird der dem Innenraum zugewandte Teil des Rahmens verstanden und als Innenrahmen der dem Innenraum zugewandte Teil des Rahmens. Eine mögliche derartige Ausführung besteht darin, daß wahlweise der Innenrahmen oder der Außenrahmen, bevorzugt aber der Innenrahmen, aus einem thermisch isolierenden Material und der andere Teil des Rahmens weiterhin aus Metallblech besteht.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird der Rahmen mit mindestens einem thermisch trennenden Steg ausgebildet, der zwischen mindestens einem Profilelement des Außenrahmens und mindestens einem Profilelement des Innenrahmens angeordnet ist. Solche thermisch trennenden Stege sollten möglichst an allen Stellen angeordnet sein, an denen beim Stand der Technik Außenrahmen und Innenrahmen sich berühren und/oder miteinander zusammenwirken und/oder verbunden sind. Als Material für die thermisch trennenden Stege kommt insbesondere ein thermisch isolierender Kunststoff in Betracht.

Die thermisch trennenden Stege sind mit den Profilelementen des Außenrahmens und des Innenrahmens bevorzugt über Nut-Federverbindungen gekoppelt.

Eine darüber hinaus gehende thermische Trennung kann durch Hohlräume zwischen Innenrahmen und Außenrahmen erfolgen. Diese Hohlräume können mit Luft gefüllt, in ihnen aber auch ein Vakuum ausgebildet sein. Bevorzugt werden solche Hohlräume aber mit einem dämmenden Material gefüllt und insbesondere ausgeschäumt, wodurch gegebenenfalls auch die Festigkeit und/oder die Steifigkeit des Rahmens erhöht wird/werden.

Die erfindungsgemäßen Jalousienfenster werden vorzugsweise mit Lamellen oder Paneelen als Jalousieelemente ausgeführt.

Bevorzugt weisen die Jalousieelemente eine rahmenartige Einfassung mit einem Außenteil und einem davon thermisch getrennten Innenteil auf, wobei die thermische Trennung ähnlich wie bei dem Rahmen durch einen oder mehrere thermisch trennende Stege erfolgen kann. Diese Stege werden mit dem Außenteil und dem Innenteil beispielsweise über Nut und Feder verbunden. Gleichzeitig oder alternativ können die Jalousieelemente zweischalig ausgebildet sein, wodurch es möglich ist, den durch die Schalen gebildeten Zwischenraum mit einem dämmenden Material zu befüllen.

Neben dem Einfassen von wärmedämmenden Materialien in den Jalousieelementerahmen oder dem Befüllen von Wärmedämmmaterial in den Zwischenraum zweischaliger Jalousieelemente ist es ergänzend oder alternativ auch möglich, ein akustisch dämmendes Material einzusetzen, beispielsweise ein Wandpaneel mit Mineralwolle zur Schallabsorption. Auch können die Jalousieelemente bei Verwendung geeigneter Werkstoffe als Brandschutzelemente ausgebildet sein.

Die Jalousienelemente können auch mit Glas, insbesondere Thermoglas, ausgeführt werden. Hierdurch wird nicht nur eine thermische Isolation erreicht, sondern auch, dass die Jalousiefenster selbst in Schließstellung die Funktion einer Außenlichtquelle bekommen. Dies ist insbesondere hinsichtlich heutiger Arbeitsstättenrichtlinien von besonderem Vorteil.

Eine andere vorteilhafte Ausbildung der Jalousieelemente besteht darin, daß ihre Schwenkachsen mittig zwischen ihrer oberen, und unteren Stirnseite liegen. Hierdurch wird zum einen erreicht, dass die zum Verstellen der Position der Jalousieelemente aufzubringenden Kräfte bzw. Momente verringert werden. Zum anderen wird erreicht, daß in geschlossener oder halb geschlossener Stellung der Jalousieelemente sich die Winddruckkräfte auf die Ober- und Unterseiten der Jalousieelemente gleichmäßig verteilen, so daß aufgrund des Winddrucks möglicherweise auf die Jalousieelemente wirkende Drehmomente auf ein Minimum reduziert werden.

Im folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren, die, bevorzugte Ausführungsbeispiele zeigen, näher erläutert. Dabei werden gleiche oder gleichartige Bauteile zur Vereinfachung teilweise mit denselben Bezugsziffern versehen.

Es zeigen:

1 einen seitlichen Schnitt eines erfindungsgemäßen, geschlossenen Jalousiefensters mit Paneelen

2 einen seitlichen Schnitt des in 1 dargestellten Jalousiefensters in geöffnetem Zustand;

3 eine vergrößerte Ansicht des in 1 mit A gekennzeichneten Bereichs;

4 eine vergrößerte Ansicht des in 1 mit B gekennzeichneten Bereichs;

5 eine vergrößerte Ansicht des in 1 mit C gekennzeichneten Bereichs;

6 eine Aufsicht auf ein Paneel des in 1 dargestellten Jalousiefensters;

7 eine vergrößerte Ansicht des in 6 mit D gekennzeichneten Bereichs;

8 einen seitlichen Schnitt eines erfindungsgemäßen, geschlossenen Jalousiefensters mit Paneelen in geänderter Ausführung;

9 eine vergrößerte Ansicht des in 8 mit A gekennzeichneten Bereichs;

10 eine vergrößerte Ansicht des in 8 mit B gekennzeichneten Bereichs;

11 eine vergrößerte Ansicht des in 8 mit C gekennzeichneten Bereichs;

12 einen seitlichen Schnitt eines erfindungsgemäßen, offenen Jalousiefensters mit Lamellen;

13 eine vergrößerte Ansicht des in 12 mit A gekennzeichneten Bereichs;

14 eine vergrößerte Ansicht des in 12 mit B gekennzeichneten Bereichs; und

15 eine vergrößerte Ansicht des in 12 mit A' gekennzeichneten Bereichs mit einer anderen Ausführung einer Lamelle.

In 1 ist ein Seitenschnitt eines Jalousiefensters 1 mit drei innerhalb eines Rahmens 2 übereinander angeordneten, verschwenkbaren Paneelen 3 dargestellt. Die Paneele bestehen im wesentlichen aus einem Dämmmaterial wie beispielsweise paneelartig verpresste Mineralwolle.

Die Schwenkposition der Paneele 3 ist über eine Schubstangenanordnung 4, 5 veränderbar. Die Verstellung kann entweder, wie hier dargestellt, mittels eines pneumatischen Zylinders 6, aber auch hydraulisch, elektromotorisch oder manuell erfolgen. Im dargestellten, geschlossenen Zustand liegen die Außenseiten und die Innenseiten der Paneele 3 in jeweils einer Ebene. Die Spalten zwischen den einander zugewandten Stirnseiten benachbarter Paneele 3 bzw. zwischen den oberen und unteren Paneelen 3 und dem Rahmen 2 sind über Stege 7, 8, die über die jeweilige Stirnseite eines Paneels auskragen und den Randbereich des benachbarten Paneels überlappen, abgedeckt. Hierzu weist jedes Paneel 3 auf seiner Innenseite einen über seine obere Stirnseite auskragenden Steg 7 und an seiner Außenseite einen über seine untere Stirnseite auskragenden Steg 8 auf.

In 2 ist das gleiche Jalousiefenster, diesmal in geöffnetem Zustand dargestellt, wobei die Paneele 3 in einem flachen Winkel zur Horizontalen angestellt sind, aber auch ganz in die Horizontale gebracht werden können. Im dargestellten Beispiel sind die Paneele 3 außermittig gelagert, wobei der nach innen (in 2 nach links) ragende Teil jedes Paneels 3 kürzer als der nach außen ragende Teil des Paneels 3 (in 2 nach rechts) ist. In anderen bevorzugten Ausführungsformen kann auch eine zentrische Lagerung vorgesehen sein.

In 3 ist der Aufbau des Rahmens mit einem Innenrahmenprofil 11 und einem Außenrahmenprofil 12 an der Oberseite des Rahmens 2 zu sehen. Die einander zugewandten Stirnseiten der Rahmenprofile 11 und 12 sind über einen als Flachprofil 13 ausgebildeten thermisch isolierenden Steg miteinander verbunden. Sowohl an das Innenrahmenprofil 11 als auch an das Außenrahmenprofil 12 sind jeweils Doppel-L-Profile 14, 15 angeflanscht. Die freien, zu den Rahmenprofilen 11, 12 parallel verlaufenden und von diesen beabstandeten Schenkel 16, 17 der Doppel-L-Profile 14, 15 sind einander zugewandt und ebenso wie die Rahmenprofile 11, 12 über ein thermisch isolierendes Flachprofil 18 miteinander verbunden. Durch die Rahmenprofile 11, 12 und die Doppel-L-Profile 14, 15 einschließlich der thermisch isolierenden Flachprofile 13, 18 wird ein Hohlraum gebildet, der im dargestellten Ausführungsbeispiel nicht gefüllt ist, aber beispielsweise mit Material zur Wärme- oder Schalldämmung gefüllt werden kann.

Am unteren freien Schenkel des am Außenrahmenprofil 12 angeflanschten Doppel-L-Profils 15 ist ein L-Profil 19 angeordnet. Am unteren Ende des nach unten ragenden Schenkels des L-Profils 19 ist eine Dichtlippe 21 vorgesehen.

Das an den Rahmen angrenzende, obere Stirnende 22 des oberen Paneels 3 ist von Profilen 23, 24 U-förmig eingefasst. Das dem Innenraum zugewandte Profil 23 ist im wesentlichen T-förmig, das der Außenseite zugewandte Profil 24 L-förmig. Der quer verlaufende Steg 25 des T-förmigen Profils 23 und ein freier Schenkel 26 des L-Profils 24 verlaufen parallel zur Stirnseite des Paneels 3 und sind über einen dazwischen liegenden Isolierstreifen 27 thermisch voneinander getrennt, Der nach oben ragende Schenkel 28 des T-förmigen Profils 23 weist an seinem Ende eine Dichtlippe 29 auf. Der nach oben ragende Schenkel 28 des T-förmigen Profils 23 und der nach unten ragende Schenkel des L-Profils 19 wirken in Schließstellung gemeinsam als Anschlag für das obere Stirnende 22 des Paneels 3. Beide Schenkel 19, 28 überdecken dabei den Spalt zwischen dem oberen Rahmen 2 und dem oberen Stirnende 22 des Paneels 3 und bilden somit die oben beschriebenen Stege 7 und 8. Die Dichtlippen 21, 29 beider Schenkel 19, 28 sorgen für einen winddichten Verschluß, so daß Pfeifgeräusche, die dadurch entstehen, daß Wind durch verbleibende Ritzen zieht, vermieden werden können.

Die Innenseite des Paneels 3 ist mit einem als akustische Dämmung wirkenden Lochblech 31 ausgebildet.

In dem in 4 dargestellten, vergrößerten Ausschnitt B des in 1 gezeigten Jalousiefensters 1 ist der stirnseitige Anschluß zweier Paneele 3 in Schließstellung dargestellt. Die untere Stirnseite des oberen Paneels 3 ist mit einem T-förmigen Profil 32 und einem L-förmigen Profil 33 und einem diese thermisch trennenden Isolierstreifen 34 in der bereits oben beschriebenen Weise eingefasst. Der nach unten ragende freie Schenkel 35 des die äußeren Stirnenden der Paneele 3 überdeckenden T-Profils 32 ist mit einer Dichtlippe 36 versehen und wirkt mit einem an der Innenseite des Paneels 3 vorgesehenen, die Oberkante des unteren Paneels 3 überragenden Flachprofil 37, das an seinem oberen Ende ebenso eine Dichtlippe 38 aufweist, als gegenseitiger Anschlag für das obere und das untere Paneel 3 zusammen.

In 5 ist der Anschluß des unteren Paneels 3 an den Rahmen 2 in Schließstellung dargestellt. Da der Konstruktionsaufbau im wesentlichen identisch zu dem in 3 dargestellten ist, werden zur Vermeidung von Wiederholungen vergleichbare Profile mit gleichen Bezugsziffern gekennzeichnet und auf die Beschreibung zu 3 verwiesen.

In 6 ist eine Aufsicht auf ein Paneel 3 in Schließstellung dargestellt. Das Paneel 3 ist an beiden seitlichen Enden um Achsen 41, 42 im Rahmen 11, 12 schwenkbar gelagert, wobei eine der Achsen 41 mit der Schubstangenanordnung 4, 5 gekoppelt ist, so daß das Paneel 3 zwischen einer Schließstellung und mindestens einer offenen Stellung verschwenkt werden kann.

7 zeigt vergrößert den in 6 mit D gekennzeichneten Bereich. Zur thermischen Trennung von Innenrahmen 11 und Außenrahmen 12 sind die mit den Achsen 41, 42 in Kontakt stehenden Lagerelemente 43 der Lager 44 aus einem thermisch isolierenden Material ausgebildet. Im übrigen erfolgt die Verbindung zwischen Paneel 3 und den Achsen 41, 42 mit einer seitlichen Rahmeneinfassung 45 auf konstruktionstechnisch übliche Weise.

8 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Jalousiefensters, die zu dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel insofern anders ist, als die Paneele 51 mit einem Verbundglas ausgeführt sind. Insbesondere aufgrund des höheren Gewichts der Verbundglaspaneele 51 ist eine andere Rahmenkonstruktion zu ihrer Einfassung notwendig. Die Paneele 51 haben gegenüber den zuvor beschriebenen Paneele auch eine geringere Bauhöhe, werden aber über einen gleichen Schubstangenmechanismus 52, 53, 54 verschwenkt.

Insbesondere aus der vergrößerten Darstellung des in 8 mit A bezeichneten Bereichs in 9 ist zu erkennen, daß der Rahmen des Jaiousiefensters ein Innenrahmenprofil 55 und ein Außenrahmenprofil 56 aufweist, wobei beide Rahmenprofile 55, 56 über ein thermisch isolierendes Flachprofil 57 voneinander getrennt sind.

Sowohl am Innenrahmenprofil 55 als auch am Außenrahmenprofil 56 sind nach unten ragende Stege 58, 59 angeflanscht, die als Anschläge für damit zusammenwirkende Stege 61, 62 einer Rahmeneinfassung 63 des Paneels 51 dienen. An der Oberkante des innenseitigen Stegs 61 der Rahmeneinfassung 63 und an der Unterkante des außenseitigen, an das Außenrahmenprofil 56 angeflanschten Stegs 59 sind Dichtlippen zum Abdichten der Anschläge vorgesehen.

Die Rahmeneinfassung 63 weist auf der Außenseite ein doppeltes Vierkanthohlprofil 64 auf, das mit einem einfachen Vierkanthohlprofil 65 auf der Innenseite über zwei thermisch isolierende, zueinander parallel angeordnete Flachprofile 66, 67 verbunden ist. Der untere Teil 68 des doppelten Vierkanthohlprofils 64 übergreift das obere Ende des Paneels 51, wobei sich das Paneel 51 über eine elastische Dichtung 69 gegen das doppelte Vierkanthohlprofil 64 abstützt.

Eine Dichtungsleiste 71 ist mit der Unterseite des einfachen Vierkanthohlprofils 65 auf der Innenseite über Nut und Feder verbunden und dient als Gegenlager für das Paneel 51.

10 zeigt eine vergrößerte Darstellung des in 8 mit B gekennzeichneten Bereichs, in dem die Unterkante eines oberen Paneels 51 und die obere Kante eines unteren Paneels 51 in Schließstellung aneinander stoßen. Hier ist insbesondere zu erkennen, daß die Rahmeneinfassungen 63, 63' beider Paneelkanten gleich aufgebaut sind, wobei die Rahmeneinfassung 63 der oberen Kante des unteren Paneels 51 der zuvor beschriebenen identisch entspricht und die Rahmeneinfassung 63' der unteren Kante des Paneels um eine vertikale Achse gespiegelt aufgebaut ist, so daß insbesondere die von den Vierkanthohlprofilen 64, 65 auskragenden Stege 61, 61' und 62, 62' als Anschläge miteinander zusammenwirken können.

In 11 ist der Anschluß des unteren Paneels 51 an den Rahmen in Schließstellung dargestellt. Da der Aufbau der unteren Rahmeneinfassung des Paneels 51 dem in 10 dargestellten entspricht, sind einander entsprechende Teile mit gleichen Bezugsziffern versehen, und es wird diesbezüglich auf die obige Beschreibung verwiesen. Die Stege 61' und 62' wirken mit entsprechenden, an das Innenrahmenprofil 55 und das Außenrahmenprofil 56 angeflanschten Stegen 58' und 59' zusammen, die allerdings gegenüber den in 9 dargestellten Stegen 58, 59 um eine vertikale Achse gespiegelt angeordnet sind.

12 ist ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines Jalousiefensters mit Lamellen 75 im Seitenschnitt zu entnehmen. Wie sich insbesondere den 13 und 14, in denen die in 12 gekennzeichneten Bereiche A und B vergrößert dargestellt sind, entnehmen lässt, sind die Lamellen 75 um jeweils eine zentrale Achse 76 verschwenkbar im Rahmen 77 angeordnet. Sie sind untereinander mit miteinander fluchtenden Stangen 78 verbunden, die exzentrisch an den Lamellen angreifen. Dadurch bewegen sie sich beim Verschwenken parallel zueinander, wenn eine der Lamellen 75 – wie hier dargestellt – über einen pneumatischen Zylinder 79, der auf die Lamelle 75 über einen an der zentralen Achse 76 angreifenden Hebel 81 wirkt, verschwenkt wird.

Alle Lamellen 76 sind zweischalig mit einer inneren Schale 82 und einer äußeren Schale 83 aufgebaut, wobei die Schalen 82, 83 an ihren Stirnseiten über thermisch isolierende Stege 84, 85 miteinander verbunden sind. An ihren Oberkanten und Unterkanten weisen die Lammellen 75 Anschlagelemente 86, 87 auf, von denen das Anschlagelement 86 an der Oberkante einer Lamelle 75 mit einer Dichtlippe 88, ausgebildet ist, die mit einer konkaven Ausnehmung 89 am Anschlagelement 87 an der unteren Kante einer benachbarten Lamelle 75 zusammenwirkt. An einer ihrer Stirnseiten weist jede Lamelle 75 ein senkrecht von der inneren Schale abstehendes, flächiges Element 91 auf, das einen Anschluß einer Stange 78 in einem Bereich außerhalb der von den Schwenkachsen 76 der Lamellen 75 gebildeten Ebene ermöglicht.

Wie insbesondere in den 13 und 14 erkennbar ist, ist auch hier der Rahmen 77 mit einem Innenrahmenprofil 92 und einem Außenrahmenprofil 93 ausgebildet, die durch ein thermisch isolierendes Flachprofil 94 voneinander getrennt sind. An der oberen Seite des Außenrahmenprofils 93 ist ein nach unten ragendes Doppel-L-Profil 95 angeordnet, das mit dem oberen Anschlagelement 86 der obersten Lamelle 75 zusammenwirkt. Dementsprechend ist an der unteren Seite des Innenrahmenprofils 92 ein nach oben ragendes Doppel-L-Profil 96 angeordnet, das mit dem unteren Anschlagelement 87 der untersten Lamelle 75 zusammenwirkt.

In 15 ist eine alternative Ausführungsform einer Lamelle 101, hier als oberste Lamelle in dem in 12 als A' gekennzeichneten Bereich, vergrößert dargestellt. Diese Lamelle 101 unterscheidet sich von den zuvor beschriebenen Lamellen 75 im wesentlichen dadurch, dass die innenseitige Schale als Lochblech 102 ausgebildet ist und der Bereich zwischen den Schalen mit einem akustisch dämmenden Material 103 gefüllt ist, so daß das Jalousiefenster in geschlossenem Zustand eine akustisch dämpfende Wirkung hat. Das Lochblech 102 kann anstatt aus Metall auch aus einem thermisch isolierenden Kunststoff bestehen.


Anspruch[de]
  1. Jalousiefenster, insbesondere für Systeme zur Belüftung von vorzugsweise industriellen Gebäuden, mit einem Rahmen (2, 77) und einer Vielzahl von Jalousieelementen, die um eine Längsachse verschwenkbar am Rahmen (2, 77) gelagert sind, so daß sie zwischen einer Schließstellung und mindestens einer Offenstellung verschwenkbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenseite des Rahmens (2, 77) und seine Innenseite thermisch voneinander getrennt sind.
  2. Jalousiefenster nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Innenrahmen (11, 55, 92) und einen Außenrahmen (12, 56, 93) als thermisch voneinander getrennte Teile des Rahmens (2, 77).
  3. Jalousiefenster nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch mindestens einen thermisch trennenden Steg (13, 57, 93), der zwischen mindestens einem Profilelement des Außenrahmens (12, 56, 93) und mindestens einem Profilelement des Innenrahmens (11, 55, 92) angeordnet ist.
  4. Jalousiefenster nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der thermisch trennende Steg (13, 57, 93) und die Profilelemente über Nut-/Federverbindungen miteinander gekoppelt sind.
  5. Jalousiefenster nach einem der Ansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet durch einen Hohlraum zwischen Innenrahmen (11, 55, 92) und Außenrahmen (13, 57, 93).
  6. Jalousiefenster nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum mit einem dämmenden Material gefüllt ist.
  7. Jalousiefenster nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum ausgeschäumt ist.
  8. Jalousiefenster nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Jalousieelement als Lamellen (75) ausgebildet ist.
  9. Jalousiefenster nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Jalousieelement als Paneel (3, 51) ausgebildet ist.
  10. Jalousiefenster nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch je eine rahmenartige Einfassung (22, 63) für jedes Jalousieelement mit einem Außenteil (24, 62) und einem davon thermisch getrennten Innenteil (23, 61).
  11. Jalousiefenster nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Jalousieelemente zweischalig ausgebildet sind.
  12. Jalousiefenster nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Jalousieelemente schalldämpfend ausgebildet sind.
  13. Jalousiefenster nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Jalousieelemente als Brandschutzelemente ausgebildet sind.
  14. Jalousiefenster nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Jalousieelemente mit einem wärmedämmenden Material (103) ausgebildet sind.
  15. Jalousiefenster nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Jalousieelemente mit Glas, insbesondere Thermoglas, ausgeführt sind.
  16. Jalousiefenster nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachsen der Jalousieelemente mittig zwischen ihrer oberen und unteren Stirnflächen liegen.
Es folgen 9 Blatt Zeichnungen






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