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Dokumentenidentifikation DE10329896A1 20.01.2005
Titel Verfahren zum Verleimen von Sperrholzleisten
Anmelder Heinrich Spahn GmbH + Co. KG Sitzmöbelfabrik, 33142 Büren, DE
Erfinder Rüther, Franz, 59929 Brilon, DE
Vertreter Patentanwälte von Kreisler, Selting, Werner et col., 50667 Köln
DE-Anmeldedatum 03.07.2003
DE-Aktenzeichen 10329896
Offenlegungstag 20.01.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.01.2005
IPC-Hauptklasse B27D 1/00
Zusammenfassung Ein Verfahren zum Verleimen von Sperrholzleisten (10, 13) sieht vor, dass eine Sperrholzleiste (13) mit einer Ausbauchung (21) mit schräg zu den Holzschichten (11) verlaufendem Boden versehen wird. An der anderen Sperrholzleiste (10) wird eine zu der Ausfräsung (20) komplementäre Ausbauchung (21) erzeugt. Dies hat zur Folge, dass die Leimschicht (16), mit der beide Sperrholzleisten verleimt sind, mit den Stirnseiten der Holzschichten (11) in Berührung kommt, wobei der Leim leicht in die Holzschichten eindringt und sich fest mit diesen verbindet. Die Verbindung der Sperrholzleisten wird dauerhaft und fest.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verleimen von mindestens abschnittsweise parallel verlaufenden Sperrholzleisten, die aus verleimten Holzschichten bestehen, wobei die generelle Trennebene parallel zu den Holzschichten verläuft.

Es ist bekannt, Holzstrukturen wie beispielsweise Stützrahmen für Möbel aus Sperrholzleisten anzufertigen. Sperrholzleisten bestehen aus miteinander verleimten parallelen Holzschichten. Sie haben den Vorteil, dass sie sich gut biegen lassen, so dass aus ihnen formschöne und stabile Möbel hergestellt werden können. DE 202 10 045 (Heinrich Spahn GmbH & Co. KG) beschreibt einen Stützrahmen für ein Möbel, der aus mehreren vorgebogenen Sperrholzleisten zusammengesetzt ist. Die Sperrholzleisten sind in Biegebereichen durch Leimung untereinander verbunden und sie bilden eine komplette Rahmenstruktur, beispielsweise den unter der Sitzfläche eines Stuhles angeordneten Stützrahmen, dessen Enden mit den Stuhlbeinen verbunden sind. Beim Verleimen von Holzschichten sollte der Leim möglichst tief in die Holzschicht eindringen, damit die Leimschicht tief in der Holzschicht verankert ist. Bei Sperrholzleisten nimmt die Oberfläche der außenliegenden Holzschicht, die generell in Faserrichtung verläuft, den Leim nicht in optimaler Weise auf, so dass der Leim nur die Oberfläche benetzen kann. Wenn die oberste Holzschicht abgetragen wird, liegt an der Oberfläche eine Leimschicht aus dem Inneren der Sperrholzleiste. Dies bedeutet, dass die Oberfläche von altem Leim gebildet wird. Dieser verhindert, dass später aufgetragener frischer Leim in das Holz eindringt. Wenn also zufällig bei einer der beiden Sperrholzleisten eine Leimschicht in der Verbindungsebene liegt, können die Sperrholzleisten nicht mit der erforderlichen Qualität mit frischem Leim verbunden werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Verleimen von Sperrholzleisten anzugeben, mit dem eine sichere und feste Verbindung unabhängig von der zufälligen Lage der inneren Leimschichten der Sperrholzleisten erhalten lässt.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen. Hiernach wird eine der Sperrholzleisten mit einer Ausfräsung mit schräg zu den Holzschichten verlaufendem Boden versehen und an der anderen Sperrholzleiste wird eine zu der Ausfräsung komplementäre Ausbauchung erzeugt. An der Ausfräsung und der Ausbauchung dringt Leim in die freigelegten Stirnseiten der Holzschichten ein. Auf diese Weise wird unabhängig von der Beschaffenheit der Oberfläche der Sperrholzleisten eine Verbindung der beiderseitigen Holzschichten mit jeweils frischem Leim ohne eine geschlossene Altleimschicht erreicht. Dies gewährleistet eine hohe Festigkeit und Dauerhaftigkeit der Verbindung.

Die Erfindung betrifft ferner eine Sperrholzstruktur aus mindestens zwei verleimten Sperrholzleisten, die aus verleimten Holzschichten bestehen, wobei die Trennebene der Sperrholzleisten generell parallel zu den Sperrholzschichten verläuft. Diese Sperrholzstruktur ist dadurch gekennzeichnet, dass eine der Sperrholzleisten mit einer Ausfräsung mit schräg zu den Holzschichten verlaufendem Boden versehen ist und dass an der anderen Sperrholzleiste eine zu der Ausfräsung komplementäre Ausbauchung vorgesehen ist und dass an der Ausfräsung und der Ausbauchung schräge Stirnseiten der Holzschichten miteinander verleimt sind.

Vorzugsweise haben die Ausfräsung und die Ausbauchung wellenförmigen Verlauf.

Die Ausbauchung kann dadurch hergestellt werden, dass außerhalb des Bereichs der Ausbauchung Material von der Sperrholzleiste abgetragen wird.

Im Folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine Seitenansicht zweier miteinander verbundener Sperrholzleisten, und

2 eine Seitenansicht zweier Sperrholzleisten, die eine Sperrholzstruktur bilden.

Gemäß 1 ist eine erste Leiste 10 aus Sperrholz vorgesehen, die aus zahlreichen parallelen Holzschichten 11 besteht, zwischen denen sich Leimschichten 12 befinden. Parallel zu der Sperrholzleiste 10 verläuft eine ähnliche Sperrholzleiste 13, die ebenfalls aus verleimten Holzschichten 11 besteht. Die Holzschichten 11 beider Sperrholzleisten verlaufen parallel zueinander. Die generelle Trennebene ist mit 14 bezeichnet.

In 1 ist dargestellt, dass die in der Trennebene 14 liegende Oberfläche 15 der einen Sperrholzleiste 10 zufällig aus einer Leimschicht 12 besteht, wodurch die Verleimung entlang der Trennebene 14 erschwert wird.

Die beiden Sperrholzleisten 10 sind durch eine Leimschicht 16 miteinander verbunden. Diese Leimschicht 16 geht mit der aus altem Leim bestehenden Oberfläche 15 keine Verbindung von großer Festigkeit und Dauerhaftigkeit ein.

Erfindungsgemäß ist die Sperrholzleiste 10 mit einer von der Trennebene 14 abweichenden Ausfräsung 20 versehen und die Sperrholzleiste 13 ist mit einer komplementär verlaufenden Ausbauchung 21 versehen. An der Ausfräsung 20 und der Ausbauchung 21 liegen schräge Stirnflächen der Holzschichten 11 frei, so dass beim Aufbringen der Leimschicht 16 der Leim an diesen Stirnflächen tief in die Holzschichten eindringen kann. Auf diese Weise wird verhindert, dass frischer Leim auf alten Leim aufgetragen wird und es wird ebenfalls verhindert, dass der Leim ausschließlich auf dieselbe Oberfläche einer einzigen Holzschicht aufgetragen wird.

Die Ausfräsung 20 ist durch Fräsen hergestellt, wodurch zugleich die Oberfläche aufgerauht wird. Die Ausbauchung 21 ist ebenfalls durch Fräsen hergestellt, jedoch durch Abfräsen der außerhalb der Ausbauchung liegenden Bereiche.

2 zeigt eine Sperrholzstruktur aus zwei aneinanderliegenden gebogenen Sperrholzleisten 10,13. Die Sperrholzleisten 10,13 sind in einem geraden Abschnitt miteinander verbunden, wobei die in die Ausfräsung 20 hineinragende Ausbauchung 21 von der Trennebene abweichen. An den geraden Abschnitt schließt sich ein bogenförmiger Abschnitt an, indem die Sperrholzleisten ebenfalls aneinander liegen. Von besonderer Bedeutung ist die Festigkeit in dem geraden Abschnitt, der den Endabschnitt der Sperrholzstruktur bildet. Dort stehen von den Stirnflächen der Sperrholzleisten Zapfen 23,24 ab, die in entsprechende Löcher eines Stuhlbeins oder eines anderen Tragelements eingreifen.

In 2 ist auch erkennbar, dass die Ausbauchung 21 dadurch entstanden ist, dass von der Sperrholzleiste 10 eine Abfräsung 26 in den an die Ausbauchung 21 anschließenden bogenförmigen Abschnitt erfolgt ist.

Abweichend von den dargestellten Ausführungsbeispielen können die Ausfräsung und die Ausbauchung auch beispielsweise dreieckförmiges oder sägezahnförmiges Profil haben. Wichtig ist, dass durch sie schräge Anschnitte der Holzschichten 11 erfolgen, wodurch der Leim tief in die Holzschichten eindringen kann.

Daher ist die Sperrholzleiste 10, die die Ausbauchung 21 aufweist, im Bereich der gegenseitigen Anlage der beiden Sperrholzleisten dünner als außerhalb dieses Bereichs. Wie aus 2 hervorgeht, ist nämlich im Bereich 27 die Leistendicke größer, weil dort kein Materialabtrag erfolgt ist.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Verleimen von mindestens abschnittsweise parallel verlaufenden Sperrholzleisten (10,13), die aus verleimten Holzschichten (11) bestehen, wobei die generelle Trennebene (14) parallel zu den Holzschichten (11) verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Sperrholzleisten (13) mit einer Ausfräsung (20) mit schräg zu den Holzschichten (11) verlaufendem Boden versehen wird und dass an der anderen Sperrholzleiste (10) eine zu der Ausfräsung (20) komplementäre Ausbauchung (21) erzeugt wird, derart, dass an der Ausfräsung (20) und der Ausbauchung (21) Leim in die freigelegten Stirnseiten der Holzschichten (11) eindringt.
  2. Sperrholzstruktur aus mindestens zwei verleimten Sperrholzleisten (10,13), die aus verleimten Holzschichten (11) bestehen, wobei die generelle Trennebene (14) der Sperrholzleisten parallel zu den Holzschichten (11) verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Sperrholzleisten (13) mit einer Ausfräsung (20) mit schräg zu den Holzschichten (11) verlaufendem Boden versehen ist und dass an der anderen Sperrholzleiste (10) eine zu der Ausfräsung (20) komplementäre Ausbauchung (21) vorgesehen ist und dass an der Ausfräsung (20) und der Ausbauchung (21) schräge Stirnseiten der Holzschichten miteinander verleimt sind.
  3. Sperrholzstruktur nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausfräsung (20) und die Ausbauchung (21) wellenförmigen Verlauf haben.
  4. Sperrholzstruktur nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrholzleiste (10) mit der Ausbauchung (21) im Bereich der gegenseitigen Anlage der beiden Sperrholzleisten dünner ist als außerhalb dieses Bereichs.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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