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Dokumentenidentifikation DE202004013657U1 20.01.2005
Titel Aushangtasche
Anmelder SIPLAST Siegerländer Plastik GmbH, 57223 Kreuztal, DE
Vertreter Hemmerich und Kollegen, 57072 Siegen
DE-Aktenzeichen 202004013657
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 20.01.2005
Registration date 16.12.2004
Application date from patent application 01.09.2004
IPC-Hauptklasse G09F 7/18
IPC-Nebenklasse G09F 3/20   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Aushangtasche, einen Kennzeichnungsträger oder der– gleichen, bestehend aus einer Rückwand und von dieser an zwei gegenüberliegenden Seiten nach oben umgefalzten Einschub-Seitenrandstreifen sowie einem in Einschubrichtung am unteren Rückwandende nach oben umgefalzten Einschubbegrenzungs-Randstreifen.

Die solchermaßen ausgebildeten Aushangtaschen bzw. Kennzeichnungsträger werden für Aushänge, insbesondere Bekanntmachungen in beispielsweise öffentlichen Gebäuden, Schulen und dergleichen, Dokumente und Hinweisschilder verwendet.

Sowohl die umgefalzten bzw. umgebördelten Einschub-Seitenrandstreifen als auch der nach oben umgefalzte bzw. -gebördelte Einschubbegrenzungs-Randstreifen formen einen Führungsschlitz jeweils zwischen den drei Randstreifen und der Rückwand, in den vom oberen, offenen Rückwandende her beispielsweise ein Blatt eingeführt und von den Randstreifen ausknöpfsicher gehalten wird.

Beim Einführen eines Blattes in die Aushangtasche kommt es häufig zu dem nachteiligen Effekt, daß das dünne und somit instabile Blatt vor die freie Kante des Einschubbegrenzungs-Randstreifens stößt und daraufhin mühevoll in den Führungsschlitz zwischen Rückwand und Einschubbegrenzungs-Randstreifen eingefädelt werden muß. Das wird noch erschwert und umständlicher, wenn die Aushangtasche an einer Wand, Tür oder dergleichen befestigt wurde.

Um diese Schwierigkeiten zu verringern, ist es bekannt, gleichzeitig mit dem Blatt noch eine verstärkende, transparente Sichtfolie im gleichen Format in die Aushangtasche einzuschieben, die dann auch als Führung für das Blatt dient, so daß sich dieser Verbund leichter in den Führungsschlitz zwischen Rückwand und Einschubbegrenzungs-Randstreifen einführen lässt. Dies setzt allerdings einen großen Vorrat an transparenten und teuren Folien voraus, die dann auch immer zur Bestückung der Aushangtasche mit den Blättern mitgeführt werden müssen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Aushangtasche bzw. einen Kennzeichnungsträger ohne die eingangs erwähnten Nachteile zu schaffen, die bzw. der sich einfach und ohne Hilfsmittel mit beispielsweise Blättern oder Schildern bestücken lässt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zumindest das freie vordere Ende des Einschubbegrenzungs-Randstreifens mit einer Einführ-Freischneidung ausgebildet ist. Durch die Einführ-Freischneidung wird zwischen dem Kopfende des unteren Einschubbegrenzungs-Randstreifens und der Rückwand der Aushangtasche eine in der Höhe vergrößerte Einführzone bereitgestellt, so daß das in die Führungsschlitze zwischen den beidseitigen Einschub-Seitenrandstreifen und der Rückwand eingeführte Blatt ungehindert in den Führungsschlitz zwischen Einschubbegrenzungs-Randstreifen und Rückwand eintauchen kann.

Der durch die Einführ-Freischneidung zusätzlich geschaffene Freiraum verhindert somit wirkungsvoll, daß das Blatt beim Einführen in die Aushangtasche auf die freie vordere Kante des Einschubbegrenzungs-Randstreifen trifft, wodurch ansonsten der weitere Einschub-Vorgang unnötig erschwert bzw. verhindert würde.

Statt die Einführ-Freischneidung durch einen von der Rückenfalz aus stetig allmählich ansteigenden Einschubbegrenzungs-Randstreifen auszubilden, wird sie nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung in Form eines nach oben abgewinkelten Randstreifen-Kopfsteges vorgesehen, der eine einfache und kostengünstige Herstellung durch eine schlichte Abwinklungskante ermöglicht.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß eine Umbördelung der vorderen Kante des Einschubbegrenzungs-Randstreifens eine Einführ-Freischneidung bereitstellt. Denn die Umbördelung stellt einen das Einführen begünstigenden Radius zur Verfügung, so daß auch in diesem Fall ein einzuführendes Blatt nicht auf die freie vordere Kante des Einschubbegrenzungs-Randstreifens trifft, sondern abgelenkt wird und sicher unter den Randstreifen eintauchen kann.

Die nach oben vorkragende Umbördelung ermöglicht, gegebenenfalls im Zusammenspiel mit dem nach oben abgewinkelten Randstreifen-Kopfsteg, daß selbst Blätter, die sich aufgrund ihrer Instabilität in der Mitte nach außen wölben, sicher zur Rückwand hin abgelenkt werden und sich dadurch problemlos in den Führungsschlitz unterhalb des Einschubbegrenzungs-Randstreifens einführen lassen.

Weiterhin ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß auch die einander zugewandten Kopfenden der Einschub-Seitenrandstreifen mit einer Einführ-Freischneidung ausgebildet sind. Es wird somit insgesamt Luft für einen ungehinderten Einschub der Blätter zwischen den Randstreifen und der Rückwand der Aushangtasche bzw. des Kennzeichnungsträgers geschaffen, wobei die Taschen bzw. die Träger zur vollständigen Lesbarkeit der in ihnen gehaltenen Informations-Blätter vorzugsweise aus transparentem Kunststoff gefertigt sind. Die Aushangtasche läßt sich für unterschiedlichste Formate (A5 hoch / quer, A 4 hoch / quer, etc.) ausführen.

Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels der Erfindung. Es zeigen:

1 eine Aushangtasche, bestehend aus einer Rückwand und von dieser an zwei gegenüberliegenden Seiten nach oben umgefalzten Einschub-Seitenrandstreifen sowie einem in Einschubrichtung am unteren Rückwandende nach oben umgefalzten Einschubbegrenzungs-Randstreifen, in der Draufsicht dargestellt; und

2 als Teilansicht die Rückwand und den umgefalzten Einschubbegrenzungs-Randstreifen, im Schnitt entlang der Linie II – II von 1.

In der 1 ist eine Aushangtasche 1 für insbesondere Informationsblätter, Dokumente, Bekanntmachungen und dergleichen dargestellt. Die Aushangtasche 1 besteht aus einer Rückwand 2 und von dieser an den beiden gegenüberliegenden Längsseiten 3, 4 nach oben umgefalzten Einschub-Seitenrandstreifen 5, 6 sowie einem in Einschubrichtung 7 am unteren Rückwandende 8 nach oben umgefalzten Einschubbegrenzungs-Randstreifen 9. Das vordere freie Ende 10 des Einschubbegrenzungs-Randstreifens 9 ist mit einer Einführ-Freischneidung 11 ausgebildet.

Ein zum Aushang vorgesehenes, beispielsweise Informationsblatt, wird hierbei in Einschubrichtung 7 in die beidseitig der Aushangtasche 11 zwischen den Seitenrandstreifen 5, 6 und der Rückwand 2 ausgebildeten Führungsschlitze 12 eingeführt und taucht in der Folge beim vollständigen Einführen begünstigt durch die Einführ-Freischneidung 11 ungehindert in den zwischen der Rückwand 2 und dem Randstreifen 9 ausgebildeten Führungsschlitz 13 (vgl. 2) bis zur Anlage am Führungsschlitzende 14 ein. Durch die Einführ-Freischneidung 11, die im Anfangsbereich des Einschubbegrenzungs-Randstreifens 9 eine in der Höhe vergrößerte Einführzone bereitstellt, wird somit verhindert, daß das Blatt sich am freien Ende 10 des Einschubbegrenzungs-Randstreifens 9 aufstaut; es müsste nämlich dann von Hand in den Führungsschlitz 13 eingefädelt werden.

Im Ausführungsbeispiel ist beim Einschubbegrenzungs-Randstreifen 9 eine Einführ-Freischneidung in Form eines nach oben abgewinkelten Randstreifen-Kopfsteges 15, d. h. durch eine einfache An- bzw. Abwinklung vorgesehen, wodurch zwischen dem freien Ende 10 bzw. der Kopfkante des Randstreifens 9 und der Rückwand 2 die verbreiterte Maulöffnung zum einfachen und problemlosen Einführen eines Blattes – vollständig in einem Schritt – in die Aushangtasche 1 ermöglicht wird.

Das freie Ende 10 bzw. die Kopfkante des Einschubbegrenzungs-Randstreifens 9 kann alternativ oder ergänzend, wie in 2 sehr schematisch angedeutet, eine Umbördelung 16 aufweisen, die in diesem Bereich einen das Einführen begünstigenden Radius zur Verfügung stellt, so daß auch in diesem Fall ein einzuführendes Blatt beim Auftreffen auf das vordere freie Ende 10 abgelenkt wird und sicher unter den Einschubbegrenzungs-Randstreifen 9 eintauchen kann.

Um insgesamt mehr Luft für einen ungehinderten Einschub eines Blattes zu schaffen, sind auch die einander zugewandten Kopfenden 17, 18 der Einschub-Seitenrandstreifen 5, 6 mit einer Einführ-Freischneidung 11 ausgebildet.


Anspruch[de]
  1. Aushangtasche, Kennzeichnungsträger oder dergleichen, bestehend aus einer Rückwand (2) und von dieser an zwei gegenüberliegenden Seiten ( 3, 4) nach oben umgefalzten Einschub-Seitenrandstreifen (5, 6) sowie einem in Einschubrichtung (7) am unteren Rückwandende (8) nach oben umgefalzten Einschubbegrenzungs-Randstreifen (9), dadurch gekennzeichnet, daß zumindest das freie vordere Ende (10) des Einschubbegrenzungs-Randstreifens (9) mit einer Einführ-Freischneidung (11) ausgebildet ist.
  2. Aushangtasche nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Einführ-Freischneidung in Form eines nach oben abgewinkelten Randstreifen-Kopfsteges (15).
  3. Aushangtasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Umbördelung (16) der vorderen Kante (10) des Einschubbegrenzungs-Randstreifens (9) eine Einführ-Freischneidung bereit stellt.
  4. Aushangtasche nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auch die einander zugewandten Kopfenden (17, 18) der Einschub-Seitenrandstreifen (5, 6) mit einer Einführ-Freischneidung (11) ausgebildet sind.
  5. Aushangtasche nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus transparentem Kunststoff hergestellt ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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