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Dokumentenidentifikation DE202004012410U1 27.01.2005
Titel Zubereitungen durch Verhärtung von ätherischen Ölen des Oregano, dreilappigen Salbeis und Lorbeerblätter, einzeln oder in Kombinationen
Anmelder Öktem, Alper, 33617 Bielefeld, DE
DE-Aktenzeichen 202004012410
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 27.01.2005
Registration date 23.12.2004
Application date from patent application 07.08.2004
IPC-Hauptklasse A61K 35/78
IPC-Nebenklasse A61P 17/00   A61K 7/00   A61K 7/46   A61K 7/48   A23L 1/221   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft die Zubereitungen durch Verhärtung von ätherischen Ölen des Oregano, dreilappigen Salbeis und von Lorbeerblättern, einzeln oder in Kombinationen, verhärtet durch Beigabe von Lanolin bzw. Shea Butter, einzeln oder zusammen.

Die ätherische Öle werden vielseitig verwendet u.a. medizinisch, aromatherapeutisch und kosmetisch, wobei es auch Zubereitungen der Ätherischöl-Mischungen zu diversen pharmazeutischen Zwecken gibt.

Die ätherische Öle sind allerdings nicht nur Bestandteil verschiedener Zubereitungen. Sie werden auch als pures ätherisches Öl in den Verkehr gebracht.

Neben der modernen Verwendungen sind in den Mittelmeerländer äußerliche Anwendungen der ätherischen Ölen in unverdünnter flüssiger (purer) Form aus der Tradition bekannt, z.B. in der Türkei die ätherische Öle des Oregano, dreilappigen Salbeis und von Lorbeerblättern. Durch die Migration setzt sich die Tradition auch in Europa fort.

Dabei werden diese ätherische Öle in flüssiger, hochkonzentrierter Form dem Verbraucher bzw. Anwender dargereicht, der diese Öle bzw. deren Mischungen in flüssiger Form auf die Haut aufträgt.

Durch den Stand der Technik ist es bekannt, dass manche zweckgebundenen Mischungen, die ätherische Öle beinhalten, dadurch verdünnt werden, dass sie z.B. mit Distelöl gemischt werden (DE 102 42 309 A 1)

Durch den Stand der Technik ist es ebenfalls bekannt, dass die ätherischen Öle – naturgemäß verhärtet – in Salben-, Creme- und Balsamform als Pharmazeutika zubereitet werden. Dabei wird vorwiegend Vaselin und /oder Glycerin verwendet. Lanolin wurde z.B. in einem Nasenschleimhauttherapeutikum verwendet (DE 101 20 610 A 1).

Diese genau definierte Zubereitungen der Ätherischöl-Mischungen betreffen jedoch spezielle, pharmazeutische Verwendungszwecke und stellen keine Alternative zur flüssigen, hochkonzentrierten Darreichung der ätherischen Öle, insbesondere der ätherischen Ölen der o.g. Pflanzen dar.

Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, dass die ätherischen Öle in hochkonzentrierter Form einerseits zu Hautreizungen führen können. (Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, S. 25, Walter de Gruyter 1986, ISBN 3-11-007916-X), andererseits sind sie in flüssiger, hochkonzentrierter Darreichungsform schwer dosierbar und es ergeben sich auch Gefahren, z.B. versehentliche Einnahme durch die Kinder.

Dieses Problem wird mit den im Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass die ätherischen Öle des Oregano, dreilappigen Salbeis und von Lorbeerblättern hautverträglich, verdünnt und gut dosierbar dargereicht werden können.

Die ätherischen Öle der genannten Pflanzen (einzeln oder in Kombinationen) können durch Lanolin und Shea Butter (Butyrospermum parkii kotschy) – jeweils nur mit einem oder zusammen mit beiden- verhärtet werden. Dadurch entsteht erstens naturgemäß eine Verdünnung. Zweitens werden durch Lanolin und Shea Butter Substanzen mit bekannten positiven dermatologischen Eigenschaften neben den Ölen mitangewendet. Dies hat zu Folge, dass die lokal reizende Wirkung der Öle durch diese Substanzen gemindert bzw. verhindert werden. Drittens können für die Anwendung (bessere) Mengenangaben durch die Hersteller gemacht werden.

Zu diesem Zweck sollte der Gesamtölgehalt unter 50% bzw. Gesamtgehalt von Lanolin und/oder Shea Butter insgesamt über 50% liegen. Weitergehende Verdünnungen bis zu mindestens 10% Ölgehalt durch Erhöhung des Anteils der Lanolin und/oder Shea Butter erhöhen die positiven hautschützenden, reizmildernden Effekte ohne den Zweck der äußerlichen Anwendung der genannten ätherischen Öle zu beeinträchtigen.

Ausführungsbeispiele
  • 1) Oregano – Salbeicreme

    Oregano Öl 20%

    Das Öl der Salvia Triloba (Dreilappiger Salbei) 20%

    Shea Butter 60 %
  • 2) Oregano-Lorbeercreme

    Oregano Öl 15 %

    Lorbeerblätter Öl 5 %

    Shea Butter 30 %

    Lanolin 50 %
  • 3) Oregano – Salbeicreme

    Oregano Öl 15 %

    Das Öl der Salvia Triloba (Dreilappiger Salbei) 5 %

    Shea Butter 30 %

    Lanolin 50 %
  • 4) Oregano- Salbei – Lorbeercreme

    Oregano Öl 30 %

    Das Öl der Salvia Triloba (Dreilappiger Salbei) 5 %

    Lorbeerblätter Öl 5 %

    Lanolin 60 %

Anspruch[de]
  1. Verhärtete ätherische Öle des Oregano, von dreilappigem Salbei und von Lorbeerblättern, dadurch gekennzeichnet, dass sie einzeln oder zusammen mit einem Gesamtölgehalt bis zu 50% mit Lanolin und/oder Shea Butter (Gesamtgehalt von Lanolin und/oder Shea Butter zusammen mit den notwendigen Zubereitungsmittel mindestens 50%) verhärtet werden.
  2. Weitergehende Verdünnungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Gesamtölgehalt von mindestens 10% und der Anteil von Lanolin und/oder Shea Butter einzeln oder zusammen insgesamt maximal 90 % betragen.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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