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Dokumentenidentifikation DE202004014317U1 03.02.2005
Titel Faltschachtel zur Aufnahme einer aufgerollten Flachmaterialbahn
Anmelder A&R Carton GmbH, 65830 Kriftel, DE
Vertreter Patentanwälte Hauck, Graalfs, Wehnert, Döring, Siemons, Schildberg, 20354 Hamburg
DE-Aktenzeichen 202004014317
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.02.2005
Registration date 30.12.2004
Application date from patent application 14.09.2004
IPC-Hauptklasse B65D 85/67
IPC-Nebenklasse B65D 83/08   B65D 5/72   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Faltschachtel aus Karton zur Aufnahme einer aufgerollten Flachmaterialbahn. Bei dem Flachmaterial der Flachmaterialbahn handelt es sich z.B. um eine Kunststoffolie z.B eine Haushalts-Frischhaltefolie), Alufolie oder Papierfolie. Die Flachmaterialbahn kann eine einlagige oder mehrlagige Bahn sein. Einbezogen in die Anwendung der Erfindung sind auch Folienbeutelbahnen (z.B. Gefrierbeutel oder Müllbeutel).

Aus der DE 2028713 U1 ist eine Verpackungs- und Aufbewahrungsschachtel aus Pappe, Karton oder dergleichen für aufgerollte Materialbahnen, wie z.B. Plastikfolien, bekannt, die vier Seitenwände und zwei Stirnwände aufweist, wobei eine Seitenwand eine sägezahnförmige Abreißkante aufweist. Die Abreißkante wird durch Abtrennen des der Abreißkante benachbarten Teils der Seitenwand zusammen mit einem Teil der benachbarten Seitenwand freigelegt. Die Sägezähne der Abreißkante haben auf beiden Seiten gleich steile, symmetrische Zahnflanken. Die Wirksamkeit der Abreißkante ist verbesserungsbedürftig.

Ferner bekannt sind Faltschachteln, die an der Abreißkante ein mit einem Sägezahn versehendes Band aus Metall, gesiegeltem Karton oder Kunststoff aufweisen. Bei diesen Faltschachteln ist die Wirksamkeit der Abreißkante zwar verbessert, jedoch ist ihre Herstellung und Entsorgung aufwendig, da der Kartonzuschnitt der Faltschachtel mit einer Säge aus einem anderen Material verbunden ist.

Bei der Entnahme, von Abschnitten der Flachmaterialbahn aus bekannten Faltschachteln kann es leicht zu einem Faltenwurf bzw. Knittern der Flachmaterialbahn kommen, insbesondere wenn es sich dabei um eine Kunststoffolie handelt. Vor dem Anbringen an einem zu verpackenden Gegenstand muß die Flachmaterialbahn mühselig faltenfrei bzw. flach gezogen werden.

Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Faltschachtel aus Karton zur Verfügung zu stellen, die die Entnahme von Abschnitten der Flachmaterialbahn erleichtert.

Die Aufgabe wird durch eine Faltschachtel mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Faltschachtel sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die erfindungsgemäße Faltschachtel aus Karton zur Aufnahme einer aufgerollten Flachmaterialbahn weist Seiten- und Stirnwände und mindestens in einer Seitenwand einen bestehenden oder freilegbaren Auszugschlitz und eine Abreißkante mit einem integral aus dem Karton der Seitenwand ausgebildeten Sägezahnprofil umfassend mehrere Sägezähne mit jeweils einer steileren Zahnflanke auf der einen und einer weniger steilen Zahnflanke auf der anderen Seite auf.

Dadurch, daß die Abreißkante der erfindungsgemäßen Faltschachtel Sägezähne mit jeweils einer steileren und einer weniger steilen Zahnflanke aufweist, wird die Abreißwirkung der Abreißkante gesteigert. Die asymmetrischen Zähne haben insbesondere eine verbesserte Wirksamkeit, wenn ein Abschnitt der Flachmaterialbahn entlang der Abreißkante gegen die steileren Zahnflanke der Zähne abgerissen wird. Dann dringen nämlich die Sägezähne leichter in die Flachmaterialbahn ein, die weniger dazu neigt, von der Abreißkante abzurutschen. Durch das verbesserte Eindringen der Zähne in die Flachmaterialbahn ist das Abtrennen eines Abschnitts derselben einfacher und genauer.

Ein Rechtshänder nimmt in der Regel die Faltschachtel in die linke Hand, wobei er auf die Seitenwand mit dem horizontal ausgerichteten Sägezahnprofil blickt. Mit der rechten Hand reißt er einen Abschnitt der Flachmaterialbahn ab, wobei die Abreißbewegung von der rechten zur linken Seite der Abreißkante verläuft. Da die Anzahl der Rechtshänder überwiegt, sind gemäß einer Ausgestaltung die steileren Flanken der Zähne mindestens eines Abschnittes des Sägezahnprofiles auf der rechten Seite der Zähne angeordnet, gesehen von außen auf das horizontale Sägezahnprofil. Dieses Sägezahnprofil bzw. dieser Abschnitt des Sägezahnprofils wird vorzugsweise von Rechtshändern benutzt.

Für Linkshänder sind gemäß einer Ausgestaltung die steileren Flanken der Zähne mindestens eines Abschnitts des Sägezahnprofils auf der linken Seite der Zähne angeordnet, gesehen von außen auf das horizontale Sägezahnprofil. Das Sägezahnprofil bzw. dieser Abschnitt des Sägezahnprofils wird bevorzugt von Linkshändern benutzt.

Eine Ausgestaltung, die sowohl für Rechtshänder als auch für Linkshänder geeignet ist, weist eine Abreißkante mit zwei Abschnitten des Sägezahnprofils auf, in denen die steileren Flanken der Zähne auf entgegengesetzten Seiten angeordnet sind.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist die Abreißkante im rechten Abschnitt des Sägezahnprofils die Zähne mit der steileren Zahnflanke auf der rechten Seite und im linken Abschnitt des Sägezahnprofils die Zähne mit der steileren Zahnflanke auf der linken Seite auf, gesehen von außen auf das horizontal ausgerichtete Sägezahnprofil. Diese Ausgestaltung trägt der Tatsache Rechnung, daß die Abreißbewegung bei einem Rechtshänder entlang der Abreißkante von rechts nach links und bei einem Linkshänder von links nach rechts verläuft, wenn er die Faltschachtel, wie üblich, mit dem Sägezahnprofil horizontal vor sich hält. Hierbei wird ausgenutzt, daß die erste Phase für das Abreißen eines Abschnittes der Folienbahn maßgeblich ist. Wenn die Zähne in dieser ersten Phase in das Folienmaterial eingedrungen sind und dieses durchtrennt haben, breitet sich der Riß leicht weiter aus. Es ist deshalb wichtig, daß gerade in der ersten Phase des Abreißens die Zähne mit der steileren Flanke der Abreißbewegungen entgegengerichtet sind. In der zweiten Phase kann das Abreißen sicher und genau auch entlang des Abschnittes des Sägezahnprofiles erfolgen, in dem Zähne mit der weniger steilen Flanke der Abreißbewegung entgegengerichtet sind.

Gemäß einer anderen Ausgestaltung weist die Faltschachtel zwei Abreißkanten mit jeweils einem Sägezahnprofil mit mehreren Zähnen auf, wobei die steileren Zahnflanken der Zähne der verschiedenen Sägezahnprofile auf verschiedenen Seiten angeordnet sind. Die eine Abreißkante ist dann für Rechtshänder und die andere für Linkshänder nutzbar. Bei dieser Ausgestaltung weisen die Abreißkanten über ihre Gesamtlänge die verstärkte Wirksamkeit auf. Die beiden Abreißkanten können entweder auf verschiedenen Seiten eines einzigen Auszugsschlitzes oder verschiedenen Auszugsschlitzen zugeordnet sein.

Gemäß einer Ausgestaltung haben die Zahnflanken an der stärker geneigten Zahnflanke einen negativen Spanwinkel von etwa 100 bis 120°, vorzugsweise etwa 108,4°, und an der schwächer geneigten Zahnflanke einen Freiwinkel von etwa 130 bis 150°, vorzugsweise etwa 139,4°. Bei den besagten Winkeln handelt es sich um die Winkel, die die Zahnflanke jeweils mit der Basislinie der Abreißkante aufweisen. Es hat sich gezeigt, daß an den genannten Winkeln die Wirksamkeit der Abreißkante z.B. bei Kunststoffolienbahnen besonders gesteigert ist.

Gemäß einer Ausgestaltung ist die Abreißkante bezüglich der Längsachse der Faltschachtel bzw. Seitenwand gewölbt oder geneigt. Hierdurch kann die Wirksamkeit der Abreißkante weiter gesteigert werden. Dies gilt insbesondere für Abreißkanten, die zwei Abschnitte aufweisen, bei denen die steileren Zahnflanken auf verschiedenen Seiten der Zähne angeordnet sind. Durch die Wölbung bzw. die unterschiedliche Neigung der Abschnitte zur Längsachse der Faltschachtel kann erreicht werden, daß im zweiten Abschnitt der Abreißbewegung die an sich ungünstigere, weniger steile Zahnflanke aufgrund der Neigung dieses Abschnittes der Abreißkante eine verbesserte Wirksamkeit aufweist.

Die Faltschachtel kann mit einer verschiedenen Anzahl von Seitenwänden ausgeführt sein. Grundsätzlich ist eine Ausführung als Zylinder mit nur einer einzigen Seitenwand, die an den Enden durch Stirnwände geschlossen ist, möglich. Einbezogen sind Ausführungen mit zwei gewölbten Seitenwänden, mit drei und mit mehr Seitenwänden. Gemäß einer Ausgestaltung weist die Faltschachtel vier Seitenwände und zwei Stirnwände auf.

Der Auszugsschlitz und die Abreißkante kann in einer oder mehreren beliebigen Seitenwänden angeordnet sein. Der Auszugsschlitz ist z.B. dicht neben der Abreißkante oder in einem Abstand davon angeordnet. Gemäß einer Ausgestaltung sind der Auszugsschlitz und die Abreißkante in einer seitlichen Seitenwand, in einer oberen Seitenwand oder in einer unteren Seitenwand vorhanden. Einbezogen ist die Anordnung von Auszugsschlitz und Abreißkante in verschiedenen Seitenwänden.

Einbezogen in die Erfindung ist eine Faltschachtel, bei der der Auszugsschlitz von vornherein geöffnet ist. Bevorzugt ist jedoch der Auszugsschlitz geschlossen und wird für die Entnahme von Folienmaterial freigelegt. Hierzu weist die Faltschachtel gemäß einer Ausgestaltung einen den Auszugsschlitz überdeckenden Seitenwandabschnitt auf, der mit einer lösbaren Verbindung, z.B. Verklebung, mit einem weiteren, die Abreißkante aufweisenden Seitenwandabschnitt verbunden ist. Durch Auftrennen der Verbindung ist die Abreißkante freilegbar. Gemäß einer anderen Ausgestaltung weist die Seitenwand mit der Abreißkante eine entlang der Abreißkante verlaufende Aufreißlasche auf. Durch Herausreißen der Aufreißlasche ist die Abreißkante freilegbar.

Ferner wird die Aufgabe durch eine Faltschachtel mit den Merkmalen des Anspruches 12 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen dieser Faltschachtel sind in weiteren Unteransprüchen angegeben. Ferner kann die Faltschachtel von Anspruch 12 oder von Ausgestaltungen von Anspruch 12 vorteilhaft ganz oder teilweise die Merkmale der Faltschachtel von Arspruch 1 oder von Ausgestaltungen derselben aufweisen.

Die erfindungsgemäße Faltschachtel aus Karton zur Aufnahme einer aufgerollten Flachmaterialbahn weist Seiten- und Stirnwände und in mindestens in einer Seitenwand einen vorhandenen oder freilegbaren Auszugsschlitz auf, der an einer Längsseite durch mindestens einen nach außen gewölbten Führungsrand begrenzt ist.

Durch Herausziehen eines Abschnittes der Flachmaterialbahn über den nach außen gewölbten Führungsrand in der Längsseite des Auszugsschlitzes wird ein Faltenwurf bzw. Knittern wirksam verhindert. Die Wölbung des Führungsrandes führt nämlich zu einer Dehnung des Zentralbereiches und damit zu einer Straffung der Flachmaterialbahn quer zur Auszugsrichtung; die einen Faltenwurf bzw. Knittern verhindert.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Führungsrand glatt, damit die Flachmaterialbahn gut am Führungsrand abläuft.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung erstreckt sich der Führungsrand annähernd über die gesamte Länge der Seitenwand, damit die Flachmaterialbahn, deren Breite fast der Länge der Faltschachtel entspricht, über die gesamte Breite gestrafft wird.

Der Führungsrand ist z.B. an einem mit der Faltschachtel verbundenen Streifen, z.B. aus einem besonders glatten Material (z.B. Kunststoff oder Metall), ausgebildet. Bevorzugt ist er ein äußerer Rand einer Seitenwand oder eines Seitewandabschnittes, die bzw. der den Auszugsschlitz in Längsrichtung des Schlitzes begrenzt. Gemäß einer Ausgestaltung ist der Führungsrand der Mittelabschnitt eines nach innen verspringenden, äußeren Randes einer Seitenwand oder eines Seitenwandabschnittes. Durch das Verspringen des äußeren Randes nach innen wird ein Auszugsschlitz begrenzt, der z.B. durch Hochklappen einer Seitenwand oder eines Seitenwandabschnittes freilegbar ist.

Einbezogen ist die Ausbildung des Führungsrandes an einem Auszugsschlitz, der an einem weiteren Rand die Abreißkante aufweist. Einbezogen ist auch die Ausbildung eines Auszugsschlitzes nur mit Führungsrand und ohne Abreißkante. Insbesondere einbezogen ist die Ausbildung einer Abreißkante in einem Abstand vom Auszugsschlitz, beispielsweise als vorspringender Bereich einer Seitenwand, die zu der Seitenwand mit dem Auszugsschlitz benachbart und senkrecht zu dieser ausgerichtet ist.

Die Faltschachtel ist aus Karton verschiedener Grammatur und Qualität herstellbar. Gemäß einer Ausgestaltung ist sie aus einem Karton aus Primärfasern oder Sekundärfasern hergestellt. Bevorzugt ist das Sägezahnprofil so ausgestanzt, daß es scharfkantige Zahnflanken aufweist. Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Faltschachtel aus einem einteiligen Zuschnitt faltbaren Flachmaterials hergestellt.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand der anliegenden Zeichnungen von Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:

1 flachliegender Zuschnitt einer Faltschachtel mit gradliniger Abreißkante und zwei Abschnitten des Sägezahnprofiles in der Draufsicht;

2 Ausschnitt des Sägezahnprofiles derselben Faltschachtel in einer vergrößerten Teilansicht;

3 Faltschachtel hergestellt aus dem Zuschnitt gemäß 1 bei geöffnetem Auszugsschlitz in einer perspektivischen Seitenwand;

4 flachliegender Zuschnitt einer Faltschachtel mit einer unterschieden Neigungen zur Faltschachtelachse aufweisenden Abreißkante in der Draufsicht;

5 flachliegender Zuschnitt einer Faltschachtel mit einer Abreißkante zwischen zwei Seitenwänden in der Draufsicht.

Bei den nachfolgenden Erörterungen verschiedener Ausführungsbeispielen sind übereinstimmende oder im wesentlichen übereinstimmende Teile mit denselben Bezugsziffern bezeichnet.

Gemäß 1 hat ein Zuschnitt an den Längsseiten aneinandergelenkte Seitenwände 1, 2, 3, 4. Die Seitenwand 1 besteht aus einem an die Seitenwand 2 angelenkten Abschnitt 1' und einem an die Seitenwand 4 angelenkten Abschnitt 1".

Die Seitenwände 1 bis 4 haben an den Stirnseiten Stirnwände 5, 6 angelenkt. Diese bestehen aus an dem Seitenwandabschnitt 1' angelenkten Abschnitten 5', 6', an die Seitenwand 2 angelenkten- Abschnitten 5", 6", an die Seitenwand 3 angelenkten Abschnitten 5", 6''', an die Seitenwand 4 angelenkten Abschnitten 5"", 6"" und an die Seitenwand 1" angelenkten Abschnitten 5"", 6"". Lediglich die Stirnwandabschnitte 5"", 6"" erstrecken sich über die gesamte Fläche der Stirnwand 5, 6. Die übrigen Stirnwandabschnitte sind kleiner. Die Stirnwandabschnitte 5", 6" haben außen einen bogenförmigen Rand.

Die freie Längsseite des Seitenwandabschnittes 1' bildet eine Abreißkante 7. Dort ist ein Sägezahnprofil 8 vorhanden. Dieses ist in der Mitte in zwei Abschnitte 8', 8" geteilt. Der in der Zeichnung rechte Abschnitt 8" hat Zähne 9", deren rechte Zahnflanke 10' steiler als die linke Zahnflanke 10" ist. In der 2 ist gezeigt, daß die rechte Zahnflanke 10' einen negativen Spanwinkel von etwa 118,4° und die linke Zahnflanke 10" einen Freiwinkel von etwa 139,4° aufweist. Der in 1 linke Abschnitt 8' des Sägezahnprofiles 8 hat Zähne 9", die auf der linken Seite eine steilere Zahnflanke 10' und auf der rechten Seite eine weniger steile Zahnflanke 10" aufweisen. Hier hat die linke Zahnflanke 10' einen negativen Spanwinkel von etwa 108,4° und die rechte Zahnflanke 10" einen Freiwinkel von etwa 139,4°.

Der äußere Rand des Seitenwandabschnittes 1" verspringt etwas nach innen und ist in seinem großen Mittelabschnitt 11 leicht bogenförmig nach außen gewölbt.

Gemäß 3 ist der Zuschnitt zu einer Faltschachtel 12 aufgerichtet. Hierzu ist der Seitenwandabschnitt 1' rechtwinklig zum Seitenwandabschnitt 2 gefaltet, sind Stirnwandabschnitte 5', 6' senkrecht zum Seitenwandabschnitt 1' nach innen gefaltet und mit den außen dagegen gefalteten Stirnwandabschnitten 5", 6" verklebt. Dieser Teil der Faltschachtel 12 bildet einen Oberteil 13.

Ferner sind hierzu der Seitenwandabschnitt 1" und die Seitenwand 3 rechtwinklig zur Seitenwand 4 gefaltet, die Stirnwandabschnitte 5''', 6''', 5''''', 6''''' rechtwinklig nach innen gefaltet und die Stirnwandabschnitte 5"", 6"" von außen dagegen gefaltet und mit diesen verklebt. Dieser Teil der Faltschachtel 12 bildet einen Unterteil 14.

Gemäß 3 ist das Oberteil 13 um die Anlenkung der Seitenwand 2 an die Seitenwand 3 gegen das Unterteil 14 klappbar, so daß die Abreißkante 7 an der Außenseite des Seitenwandabschnittes 1" angeordnet ist. In dieser geschlossenen Position kann der Seitenwandabschnitt 1' durch eine aufbrechbare Klebeverbindung mit dem Seitenwandabschnitt 1" verbunden sein.

Der Anwender kann das Oberteil 13 unter Aufbrechen der aufbrechbaren Klebeverbindung vom Unterteil 14 hochschwenken. Dann ist eine im Inneren der Faltschachtel 12 befindliche Folienrolle von außen zugänglich. Ein Folienabschnitt kann aus dem zwischen Abreißkante 7 und Mittelabschnitt 11 begrenzten Auszugsschlitz 15 einen Folienabschnitt herausziehen. Entlang dem nach außen gewölbten Mittelabschnitt wird die Folienbahn so gestrafft – insbesondere durch Dehnung in der Mitte -, daß sie leicht faltenfrei herausziehbar ist.

Ein Rechtshänder, der auf die horizontale Abreißkante 7 blickt, zieht den Folienabschnitt von rechts nach links entlang der Abreißkante 7, wobei zuerst die steileren Zahnflanken des Abschnittes 8' in Eingriff kommen und der Folienabschnitt leicht abgerissen wird. Ein Linkshänder zieht von links nach rechts, so daß zunächst die steileren Zahnflanken des Abschnittes 8" in Eingriff kommen, was ebenfalls das Abreißen erleichtert. Danach kann die Faltschachtel wieder durch Zusammenklappen des Oberteils 13 mit dem Unterteil 14 geschlossen werden bis zum Abziehen des nächsten Folienabschnittes.

Der Zuschnitt von 4 hat im Unterschied zu dem vorbeschriebenen am Seiten-wandabschnitt 1' eine Abreißkante 7', deren Abschnitte 8', 8" leicht zur Längsachse der Seitenwand 1 geneigt sind. Der Seitenwandabschnitt 1' hat deshalb seine schmalste Stelle dort, wo die Abschnitte 8', 8" einander berühren.

Ferner haben die Stirnwände 5, 6 Abschnitte 5', 6' am Seitenwandabschnitt 1', 5", 6" an der Seitenwand 2 und 5''', 6''' an der Seitenwand 3. Dabei nehmen lediglich die Stirnwandabschnitte 5', 6" die volle Fläche der Stirnwand ein und haben an den Enden Verbindungsabschnitte 16', 16" angelenkt.

Dieser Zuschnitt wird zu einer Faltschachtel aufgerichtet, indem der Seitenwandabschnitt 1' und die Seitenwand 3 senkrecht zur Seitenwand 2 gefaltet wird, ferner werden die Stirnwandabschnitte 5' und 6' senkrecht zum Seitenwandabschnitt 1' und die Stirnwandabschnitte 5''', 6''' senkrecht zur Seitenwand 3 gefaltet. Die Stirnwandabschnitte 5", 6" werden von außen dagegen gefaltet und angeklebt. Die Verbindungsabschnitte 17', 17" werden senkrecht zu den Stirnwänden gefaltet 5, 6 und die Seitenwand 4 wird von außen dagegen gefaltet und damit verklebt. Schließlich wird der Seitenwandabschnitt 1" von außen gegen den Seitenwandabschnitt 1' gefaltet und mit diesem verklebt, wobei die letztgenannte Verklebung aufbrechbar ist.

Durch Aufbrechen der Verklebungen und Hochklappen des Seitenwandabschnittes 1" wird ein Auszugsschlitz zwischen der Abreißkante 7' und der Seitenwand 4 frei. Daraus ist ein Abschnitt der Folienrolle herausziehbar und in der oben beschriebenen Weise entlang der Abreißkante 7' abtrennbar. Auch diese Abreißkante ist für die Nutzung durch Rechts- und Linkshänder besonders geeignet.

Schließlich zeigt 5 einen Zuschnitt, der sich von dem vorbeschriebenen dadurch unterscheidet, daß der Seitenwandabschnitt 1' am äußeren Rand einen rückspringenden, leicht nach außen gewölbten Mittelabschnitt 11' zum faltenfreien Herausziehen der Folienbahn aufweist. Ein weiterer Unterschied liegt darin, daß die Seitenwand 2 eine Abreißkante 7" aufweist, die ein Sägezahnprofil 8 umfaßt, das aus dem Seitenwandabschnit 1' herausgestanzt ist. Das Sägezahnprofil 8 entspricht dem von 1.

Ferner hat die Seitenwand an den Stirnseiten Stirnwandabschnitte 5"", 6"" mit bogenförmig nach außen gewölbtem Rand und weist der Seitenwandabschnitt 1" stirnseitig kleine Stirnwandabschnitte 5''''', 6''''' auf.

Bei diesem Zuschnitt werden der Seitenwandabschnitt 1 und die Seitenwände 2, 3 sowie die Stirnwandabschnitte 5' bis 5''' und 6' bis 6''' gefaltet und zu einem Unterteil geklebt, wie bei dem Zuschnitt von 4. Ferner wird der Seitenwandabschnitt 1" senkrecht zur Seitenwand 4 gefaltet, werden die Stirnwandabschnitte 5''''', 6''''' nach innen gefaltet und mit den von außen dagegen gefalteten Stirnwandabschnitten 5"", 6"" zu einem Oberteil verklebt. Das Oberteil wird gegen das Unterteil gefaltet, so daß der Seitenwandabschnitt 1" den Seitenwandabschnitt 1' überdeckt. In dieser Position wird er mittels eines aufbrechbaren Klebers fixiert.

Nach Aufbrechen des aufreißbaren Klebers ist das Oberteil vom Unterteil hochklappbar. Dann wird zwischen Oberteil und nach außen gewölbtem Mittelabschnitt 11' ein Auszugsschlitz frei, aus dem ein Folienabschnitt entlang des Mittelabschnitts 11' problemlos faltenfrei herausgezogen werden kann. Der Folienabschnitt ist entlang der Abreißkante 7" abreißbar, die entlang der Faltlinie zwischen dem Seitenwandabschnitt 1' und der Seitenwand 2 vorsteht. Auch diese Faltschachtel ist sowohl für Rechtshänder als auch für Linkshänder tauglich.

Sämtlichen Ausführungsbeispielen ist gemeinsam, daß sie aus einem einzigen Zuschnitt faltbaren Karton hergestellt sind. Die Abreißkanten 7, 7', 7" sind integral aus dem Kartonmaterial hergestellt. Beispielsweise kommt ein weißer Kraftkarton mit einem Flächengewicht von 360g pro m2 zum Einsatz.


Anspruch[de]
  1. Faltschachtel aus Karton zur Aufnahme einer aufgerollten Flachmaterialbahn, die Seiten- und Stirnwände (1 bis 4; 5 ,6) und in mindestens einer Seitenwand (1) einen vorhandenen oder freilegbaren Auszugsschlitz (15) und eine Abreißkante (7) mit einem integral aus dem Karton der Seitenwand ausgebildeten Sägezahnprofil (10) umfassend mehrere Sägezähne mit jeweils einer steileren Zahnflanke (10') auf der einen und einer weniger steilen Zahnflanke (10") auf der anderen Seite aufweist.
  2. Faltschachtel nach Anspruch 1, bei der die steileren Zahnflanken (10') der Zähne mindestens eines Abschnitts (8') des Sägezahnprofils auf der rechten Seite der Zähne angeordnet sind, gesehen von außen auf das horizontale Sägezahnprofil.
  3. Faltschachtel nach Anspruch 1 oder 2, bei der die steileren Flanken (10') der Zähne mindestens eines Abschnitts (8") des Sägezahnprofils auf der linken Seite der Zähne angeordnet sind, gesehen von außen auf das horizontale Sägezahnprofil.
  4. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, die eine Abreißkante (7) mit zwei Abschnitten (8'; 8")des Sägezahnprofils aufweist, in denen die steileren Flanken (10') der Zähne auf entgegengesetzten Seiten angeordnet sind.
  5. Faltschachtel nach Anspruch 4, bei der die Abreißkante (7) im rechten Abschnitt (8') des Sägezahnprofils (8) die Zähne mit der steileren Flanke (10') auf der rechten Seite und im linken Abschnitt (8") des Sägezahnprofils die Zähne mit der steileren Flanke (10') auf der linken Seite aufweist, gesehen von außen auf das horizontale Sägezahnprofil.
  6. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, die zwei Abreißkanten (7)mit jeweils einem Sägezahnprofil (8) mit mehreren Zähnen aufweist, wobei die steileren Flanken (10') der Zähne der verschiedenen Sägezahnprofile auf verschiedenen Seiten angeordnet sind.
  7. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der die Zahnflanken (10', 10") an der steileren Zahnflanke (10') einen negativen Spanwinkel von etwa 100 bis 120°, vorzugsweise etwa 108,4°, und an der weniger steilen Zahnflanke (10") einen Freiwinkel von etwa 130 bis 150°, vorzugsweise etwa 139,4° aufweisen.
  8. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der die Abreißkante (7) gewölbt oder geneigt ist.
  9. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, die vier Seitenwände (1 bis 4) und zwei Stirnwände (5, 6) aufweist.
  10. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, die den Auszugsschlitz (15) und die Abreißkante (7) in einer seitlichen Seitenwand (1), an einer oberen Seitenwand oder an einer unteren Seitenwand (3) aufweist.
  11. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, die einen den Auszugsschlitz überdeckende Seitenwandabschnitt, der über eine lösbare Verbindung mit einem weiteren, die Abreißkante aufweisenden Seitenwandabschnitt verbunden ist, oder in der Seitenwand (1) mit der Abreißkante (7) eine entlang der Abreißkante (7) verlaufende Abreißlasche aufweist.
  12. Faltschachtel aus Karton zur Aufnahme einer aufgerollten Flachmaterialbahn, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 11, die Seiten- und Stirnwände (1 bis 4; 5 ,6) und in mindestens einer Seitenwand (1) einen vorhandenen oder freilegbaren Auszugsschlitz (15) aufweist, der an einer Längsseite durch mindestens einen nach außen gewölbten Führungsrand (11) begrenzt ist.
  13. Faltschachtel nach Anspruch 12, bei der der Führungsrand (11) glatt ist.
  14. Faltschachtel nach Anspruch 12 oder 13, bei der der Führungsrand (11) annähernd über die gesamte Länge der Seitenwand (1) erstreckt ist.
  15. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 12 bis 14, bei der der Führungsrand (11) der Mittelabschnitt eines nach innen verspringenden, äußeren Randes einer Seitenwand (1) oder eines Seitenwandabschnittes (1') ist.
  16. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 15, die aus einem Karton aus Primärfasern oder Sekundärfasern hergestellt ist.
  17. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 bis 16, die aus einem einteiligen Kartonzuschnitt hergestellt ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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