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Dokumentenidentifikation DE20313497U1 10.02.2005
Titel Schutzkappe für verletzungsgefährdende Metallteile an Baustellen
Anmelder Kwasny, Siegfried, 33334 Gütersloh, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 20313497
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 10.02.2005
Registration date 05.01.2005
Application date from patent application 30.08.2003
IPC-Hauptklasse E01C 19/52

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schutzkappe für verletzungsgefährdende Metallteile an Baustellen, insbesondere für Schnurhalter, Erdnägel und dergleichen, In DE 298 02 204 wird ein Schnurhalter in der Form eines Erdnagels aus Metall beschrieben, der beispielsweise bei Pflasterarbeiten zur Befestigung einer Richtschnur zur Nivellierung des Terrains dient. Dieser bekannte Schnurhalter weist eine Schutzkappe in der Form eines aufgesteckten oder angeformten Knaufes aus Kunststoff auf. Dadurch wird die Gefahr von Verletzungen verringert, die dadurch entstehen, daß sich das obere Ende des Metallnagels beim Einschlagen in das Erdreich abplattet und scharfkantige Grate bildet. Wenn der Erdnagel nicht durch eine Schutzkappe geschützt ist, können beim Einschlagen Teile dieses Grades abplatzen und mit hoher Geschwindigkeit weggeschleudert werden, so daß sie beispielsweise zu Augenverletzungen führen können. Außerdem besteht eine erhebliche Verletzungsgefahr, wenn Personen, beispielsweise im Dunkeln bei einer schlecht beleuchteten Baustelle, über die Richtschnur stolpern und dann auf den aus dem Erdreich vorspringenden Schnurhalter fallen. Durch die Schutzkappe werden die Grate verkleidet oder zumindest so in den Kunststoff eingefaßt, daß sie nicht abplatzen und auch nicht zu Schnittverletzungen führen. Es bleibt jedoch die Gefahr bestehen, daß jemand über den Schnurhalter oder die daran befestigte Richtschnur stolpert und sich dadurch verletzt.

Aufgabe der Erfindung ist es, die von solchen Schnurhaltern und vergleichbaren vorspringenden Metallteilen an Baustellen ausgehende Gefahr weiter zu verringern.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Schutzkappe eine fluoreszierende Oberfläche hat.

Durch diese Maßnahme wird mit einfachen Mitteln erreicht, daß die Schutzkappe im Dunkeln leuchtet und somit auch bei schlecht oder gar nicht beleuchteten Baustellen besser sichtbar ist. Gegenüber bekannten Baustellenleuchten hat die Erfindung den Vorteil, daß der Leuchteffekt ohne Energieversorgung aus einer Batterie erreicht wird und daß die Schutzkappe ein sehr geringes Gewicht hat und sich deshalb auch an verhältnismäßig dünnen Metallteilen wie Drähten und dergleichen anbringen läßt, an denen die Anbringung einer Baustellenleuchte nicht möglich wäre. Weiterhin läßt sich die erfindungsgemäße Schutzkappe kostengünstig aus Kunststoff herstellen, so daß vorspringende Metallteile auch in den Fällen abgesichert werden können, in denen die Anbringung von Leuchten zu aufwendig oder zu kostspielig wäre.

Der Anwendungsbereich der Erfindung ist nicht auf Schnurhalter und Erdnägel beschränkt, sondern erstreckt sich auf alle denkbaren Metallteile an Baustellen, von denen eine Verletzungsgefahr ausgeht, beispielsweise aus Draht gebogene Halter für Warnbänder, vorspringende Enden von Gerüststangen an Baugerüsten und dergleichen.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die fluoreszierende Oberfläche kann durch Beschichten oder Bekleben mit einem fluoreszierenden Material erreicht werden. Wenn die Schutzkappe aus Kunststoff besteht, ist es jedoch auch möglich, dem Kunststoffmaterial einen fluoreszierenden Farbstoff zuzusetzen, so daß die Schutzkappe als Ganzes leuchtet.

Die Schutzkappe kann unmittelbar an das zu schützende Metallteil angeformt sein, ist jedoch vorzugsweise als aufsteckbare Kappe ausgebildet, so daß auch eine Nachrüstung von vorhandenen Schnurhaltern, Erdnägeln und dergleichen möglich ist.

Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine Ansicht eines Schnurhalters mit einer erfindungsgemäßen Schutzkappe; und

2 einen vertikalen Schnitt durch die Schutzkappe und das obere Ende des Schnurhalters.

Der in 1 gezeigte Schnurhalter wird durch einen in das Erdreich einzuschlagenden Erdnagel 10 aus Metall gebildet, der am oberen Ende eine aufgesteckte Schutzkappe 12 aus Kunststoff prägt. Bei der Schutzkappe 12 handelt es sich um ein Formteil aus einem Kunststoff, der mit einem fluoreszierenden Farbstoff durchgefärbt ist und deshalb im Dunkeln selbstleuchtend ist, wie in 1 durch "Strahlen" um die Schutzkappe 12 herum symbolisiert wird.

Wie deutlicher in 2 zu erkennen ist, hat die Schutzkappe 12 die Form einer zylindrischen Hülse 14, die am oberen Ende einen pilzförmigen Knauf 16 trägt. Die Hülse 14 weist eine Bohrung 18 auf, die bis zum oberen Ende des Knaufes 16 durchgeht und das obere Ende des Erdnagels 10 kraftschlüssig aufnimmt. Die Schutzkappe wird so weit aufgesteckt, daß die obere Oberfläche des Knaufes mit der oberen Stirnfläche des Erdnagels 10 bündig ist. Wenn der Erdnagel 10 in das Erdreich eingeschlagen ist, wird der Schlag des Hammers somit in erster Linie von dem Metall des Erdnagels aufgenommen, so daß es nicht zu einer Zerstörung der Schutzkappe kommt. Wenn sich der Erdnagel beim Einschlagen am oberen Ende abflacht und einen Grat bildet, so gräbt sich dieser Grat in das umgebende Kunststoffmaterial des Knaufes 16 ein. Auf diese Weise wird verhindert, daß Teile des Grates abplatzen oder frei vorspringen und zu Schnittverletzungen führen.


Anspruch[de]
  1. Schutzkappe für verletzungsgefährdende Metallteile an Baustellen, insbesondere für Schnurhalter, Erdnägel (10) und dergleichen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzkappe (12) eine fluoreszierende Oberfläche hat.
  2. Schutzkappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem Kunststoff geformt ist, der einen fluoreszierenden Farbstoff enthält.
  3. Schutzkappe für Erdnägel (10), nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie die Form einer Hülse (14) mit einer bis zum oberen Ende durchgehenden Bohrung (18) zur Aufnahme des Erdnagels (10) hat.
  4. Schutzkappe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (14) am oberen Ende einen vergrößerten Knauf (16) bildet.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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