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Dokumentenidentifikation DE102004037635A1 17.02.2005
Titel Effilieraufsatz für eine Haarschneidemaschine
Anmelder Wella AG, 64295 Darmstadt, DE
Erfinder Worgull, Klaus, 64283 Darmstadt, DE;
Küchler, Robert, 64546 Mörfelden-Walldorf, DE
DE-Anmeldedatum 02.08.2004
DE-Aktenzeichen 102004037635
Offenlegungstag 17.02.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.02.2005
IPC-Hauptklasse B26B 19/48
Zusammenfassung Effilieraufsatz (1) für eine elektrische Haarschneidemaschine (2), die ein Unter- und ein Oberschermesser (3, 4) mit jeweils einer Zahnreihe (5, 6) aufweist. Das Oberschermesser (4) ist parallel zu den Zahnreihen (5, 6) hin- und herschwingbar, wobei der Effilieraufsatz (1) an dem Untermesser (3) aufsetzbar ausgebildet ist. Der Effilieraufsatz (1) ist mit einer Zinkenreihe (7) versehen, die eine Verlängerung (L) von Zähnen (8) der Zahnreihe (5) des Unterschermessers (3) bildet. Die Zinkenreihe (7) ist mit Zinkenschlitzen (11) versehen, die am freien Ende (9) mit einer konischen Vergrößerung (V) zum Fangen und Führen von Haaren (10) versehen sind. Die Zinkenschlitze (11) weisen seitens der Schermesser (3, 4) mindestens eine Breite (B) eines Haardurchmessers auf zum Hinführen der Haare (10) zu den Schermessern (3, 4). Dadurch werden die Haare (10) nacheinander anstatt gleichzeitig geschnitten, womit durch diese einfachen Maßnahmen ein fein abgestuftes Effilieren von Haar (10) ohne Streifen erzielt wird (Fig. 5).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Effilieraufsatz nach der Gattung des Oberbegriffs des Anspruchs 1.

Ein die Gattung bildender Effilieraufsatz ist zum Beispiel aus der US-1908385-A bekannt. Hierbei werden durch relativ breite Zinkenschlitze gleichzeitig eine Vielzahl von Haaren geschnitten, was nachteilig zu einem streifenförmigen Effilieren von Haar führt.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, einen gattungsgleichen Effilieraufsatz zu schaffen, mit dem durch einfache Maßnahmen ein fein abgestuftes Effilieren von Haar ohne Streifen erzielt wird.

Diese Aufgabe wird nach den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst. Weitere Ausbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.

Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben.

Es zeigt:

1 in einer Draufsicht einen Effilieraufsatz;

2 in einer Seitenansicht den Effilieraufsatz nach der 1;

3 in einer Hinteransicht den Effilieraufsatz nach der 1;

4 in einer perspektivischen Ansicht den Effilieraufsatz nach der 1;

5 in einer vergrößerten Darstellung X nach der 1 den Effilieraufsatz nach der 1, und

6 in einer Seitenansicht eine Haarschneidemaschine mit einem aufgesetzten Effilieraufsatz.

Die 1 bis 4 zeigen in Verbindung mit der Detaildarstellung nach der 5 einen Effilieraufsatz 1 für eine elektrische Haarschneidemaschine 2 (6), die ein Unter- und ein Oberschermesser 3, 4 mit jeweils einer Zahnreihe 5, 6 aufweist und als ein wieder lösbarer Messerkopf 13 mit einer integrierten Haarlängeneinstelleinrichtung 14 ausgebildet ist . Das Oberschermesser 4 ist parallel zu den Zahnreihen 5, 6 hin- und herschwingbar, wobei der Effilieraufsatz 1 an dem Unterschermesser 3 durch zwei gegenüberliegende Halteschienen 15, 16 aufschiebbar ausgebildet ist. Die Zinkenreihe 7 ist am unteren Ende mit Anschlägen 17 versehen, die gegen das freie Ende 19 des Unterschermessers 3 anstoßen, wodurch der Effilieraufsatz 1 mit dem Unterschermesser 3 fixiert ist. Der Effilieraufsatz 1 ist mit einer Zinkenreihe 7 versehen, die eine Verlängerung L von Zähnen 8 der Zahnreihe 5 des Unterschermessers 3 bildet. Die Zinkenreihe 7 ist mit Zinkenschlitzen 11 versehen, die am freien Ende 9 mit einer konischen Vergrößerung V zum Fangen und Führen von Haaren 10 versehen sind. Die Zinkenschlitze 11 weisen seitens der Schermesser 3, 4 mindestens eine Breite B eines Haardurchmessers auf zum Hinführen der Haare 10 zu den Schermessern 3, 4. Dadurch werden die Haare 10 nacheinander anstatt gleichzeitig geschnitten, womit durch diese einfachen Maßnahmen ein fein abgestuftes Effilieren von Haar ohne Streifen erzielt wird. Vorzugsweise ist der Effilieraufsatz 1 aus Kunstsstoff hergestellt.

2 zeigt in einer Seitenansicht den Effilieraufsatz 1 nach der 1.

3 zeigt in einer Hinteransicht den Effilieraufsatz 1 nach der 1.

4 zeigt zur besseren Anschauung den Effilieraufsatz 1 nach der 1 in einer perspektivischen Ansicht.

5 zeigt in einer vergrößerten Darstellung X nach der 1 den Effilieraufsatz 1 nach der 1. Der Zinkenschlitz 11 ist mit einer Breite B von 0,2 bis 1,0 mm versehen, vorzugsweise mit einer Breite B von ungefähr 0,3 mm. Der Zinkenschlitz 11 weist eine Höhe H1 von 1 bis 2 mm auf, vorzugsweise eine Höhe H1 von ungefähr 1,5 mm. Die konische Vergrößerung V weist eine Höhe H2 von ungefähr 3 mm auf. Die konische Vergrößerung V weist am freien Ende 9 eine Breite B1 von ungefähr 2 mm auf.

Die Zinkenreihe 7 ist mit Zinken 12 versehen, die in einem Abstand A von 3 bis 8 mm angeordnet sind, vorzugsweise in einem Abstand A von ungefähr 4 mm.

6 zeigt in einer Seitenansicht eine Haarschneidemaschine 2 mit einem aufgesetzten Effilieraufsatz 1 während eines Effilierens einer Haarsträhne 18.

Weitere Einzelheiten der Haarschneidemaschine 2 mit dem Messerkopf 13 gehen aus der EP 0 856 386 B1 der Anmelderin hervor.

Als Weiterbildung ist vorgesehen, den Effilieraufsatz 1 durch ein System unterschiedlicher Sätze von beispielsweise drei verschiedenen Effilieraufsätzen 1 mit unterschiedlichen Effiliereigenschaften zu erweitern. Dadurch sind gezieltere Effilierschnitte realisierbar, die die Kreativität eines Friseurs für einen Haarschnitt unterstützen.

Beispielsweise ist ein Satz von drei Effilieraufsätzen 1 mit unterschiedlicher, aber untereinander gleicher Breite B von Zinkenschlitzen 11 vorgesehen, beispielsweise ist ein erster Effilieraufsatz 1 mit einer ersten Breite B von 0,2 mm, ein zweiter Effilieraufsatz 1 mit einer zweiten Breite B von 0,5 mm, und ein dritter Effilieraufsatz 1 mit einer dritten Breite B von 1,0 mm versehen. Je nach aufgesetztem Effilieraufsatz 1 lassen sich dadurch in einem Schneidvorgang mehr oder weniger Haare effilieren.

Beispielsweise ist ein Satz von drei Effilieraufsätzen 1 mit untereinander unterschiedlicher Breite B von Zinkenschlitzen 11 vorgesehen. Beispielsweise ist ein erster Effilieraufsatz 1 abwechselnd mit einer ersten Breite B von 0,2 mm und einer zweiten Breite B von 0,4 mm versehen, ein zweiter Effilieraufsatz 1 abwechselnd mit einer dritten Breite B von 0,3 mm und einer vierten Breite B von 0,6 mm versehen, und ein dritter Effilieraufsatz 1 abwechselnd mit einer fünften Breite B von 0,4 mm und einer sechsten Breite B von 0,8 mm versehen. Je nach Effilieraufsatz 1 entstehen dadurch unterschiedliche Effiliereigenschaften.

Beispielsweise ist ein Satz von drei Effilieraufsätzen 1 mit unterschiedlicher Anzahl von Zinken 12 vorgesehen, so dass beispielsweise der Satz einen ersten Effilieraufsatz 1 mit einem Zinkenabstand A von 3 mm, ein zweiter Effilieraufsatz 1 mit einem Zinkenabstand A von 5 mm, und ein dritter Effilieraufsatz 1 mit einem Zinkenabstand A von 8 mm versehen ist. Je nach Effilieraufsatz 1 entstehen dadurch unterschiedliche Effiliereigenschaften.

1Effilieraufsatz 2Haarschneidemaschine 3Unterschermesser 4Oberschermesser 5Untere Zahnreihe 6Obere Zahnreihe 7Zinkenreihe 8Zahn/Unterschermesser 3 9Freies Ende/Zinkenschlitz 11 10Haar 11Zinkenschlitz 12Zinke 13Messerkopf 14Haarlängeneinstelleinrichtung 15Halteschiene 16Halteschiene 17Anschlag 18Haarsträhne 19Freies Ende/Unterschermesser 3 AAbstand BBreite/Zinkenschlitz 11 B1Breite/Vergrößerung V H1Schlitzhöhe H2Vergrößerungshöhe LVerlängerung VKonische Vergrößerung

Anspruch[de]
  1. Effilieraufsatz (1) für eine elektrische Haarschneidemaschine (2), die ein Unter- und ein Oberschermesser (3, 4) mit jeweils einer Zahnreihe (5, 6) aufweist, dass das Oberschermesser (4) parallel zu den Zahnreihen (5, 6) hin- und herschwingbar ist, wobei der Effilieraufsatz (1) an dem Untermesser (3) aufsetzbar ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Effilieraufsatz (1) mit einer Zinkenreihe (7) versehen ist, die eine Verlängerung (L) von Zähnen (8) der Zahnreihe (5) des Unterschermessers (3) bildet, dass die Zinkenreihe (7) mit Zinkenschlitzen (11) versehen ist, dass die Zinkenschlitze (11) am freien Ende (9) mit einer konischen Vergrößerung (V) zum Fangen und Führen von Haaren (10) versehen sind, und dass die Zinkenschlitze (11) seitens der Schermesser (3, 4) mindestens eine Breite (B) eines Haardurchmessers aufweisen zum Hinführen der Haare (10) zu den Schermessern (3, 4).
  2. Effilieraufsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zinkenschlitz (11) mit einer Breite (B) von 0,2 bis 1,0 mm versehen ist.
  3. Effilieraufsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zinkenschlitz (11) mit einer Breite (B) von ungefähr 0,3 mm versehen ist.
  4. Effilieraufsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zinkenschlitz (11) eine Höhe (H1) von 1 bis 2 mm aufweist.
  5. Effilieraufsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zinkenschlitz (11) eine Höhe (H1) von ungefähr 1,5 mm aufweist.
  6. Effilieraufsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die konische Vergrößerung (V) eine Höhe (H2) von ungefähr 3 mm aufweist.
  7. Effilieraufsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die konische Vergrößerung (V) am freien Ende (9) eine Breite (B1) von ungefähr 2 mm aufweist.
  8. Effilieraufsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zinkenreihe (7) mit Zinken (12) versehen sind, die in einem Abstand (A) von 3 bis 8 mm angeordnet sind.
  9. Effilieraufsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zinkenreihe (7) mit Zinken (12) versehen sind, die in einem Abstand (A) von ungefähr 4 mm angeordnet sind.
  10. Effilieraufsatz nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein System mindestens eines Satzes von unterschiedlichen Effilieraufsätzen (1) mit unterschiedlichen Effiliereigenschaften.
  11. Effilieraufsatz nach Anspruch 10, dass ein Satz von Effilieraufsätzen (1) mit unterschiedlicher, aber untereinander gleicher Breite (B) von Zinkenschlitzen (11) vorgesehen ist.
  12. Effilieraufsatz nach Anspruch 10, dass ein Satz von Effilieraufsätzen (1) mit untereinander unterschiedlicher Breite (B) von Zinkenschlitzen (11) vorgesehen ist.
  13. Effilieraufsatz nach Anspruch 10, dass ein Satz von Effilieraufsätzen (1) mit unterschiedlicher Anzahl von Zinken (12) vorgesehen ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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