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Dokumentenidentifikation DE60009340T2 17.02.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001240081
Titel TRANSPORTABLER BEHÄLTER FÜR SCHÜTTGUT UND VERFAHREN ZUR BILDUNG DES BEHÄLTERS
Anmelder Kellogg Co., Battle Creek, Mich., US
Erfinder OURS, C., David, Marshall, US;
CARY, L., Randall, Battle Creek, US
Vertreter Diehl, Glaeser, Hiltl & Partner, 80333 München
DE-Aktenzeichen 60009340
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 15.12.2000
EP-Aktenzeichen 009844655
WO-Anmeldetag 15.12.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/US00/34175
WO-Veröffentlichungsnummer 0001044051
WO-Veröffentlichungsdatum 21.06.2001
EP-Offenlegungsdatum 18.09.2002
EP date of grant 24.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.02.2005
IPC-Hauptklasse B65B 1/02

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Diese Erfindung betrifft allgemein einen Behälter zum Transportieren von Schüttgut und insbesondere einen transportablen Behälter, der einen flexiblen Beutel, der Partikel-Füllmaterial aufnimmt, und eine spiralförmig gewickelte Umverpackung zur Stabilisierung des Beutels umfasst.

Typische Behälter, die für den Transport von Partikel-Füllmaterial verwendet werden, sind ineffizient, weisen kein sehr großes Volumen auf und erfordern oftmals einen hohen Anteil manueller Tätigkeiten beim Befüllen und Handhaben des Behälters. Außerdem werden diese Behälter während der Handhabung und des Transports typisch übereinander gestapelt; da die Behälter nicht stabilisiert sind, führt dies zur Beschädigung des Materials.

Johnstone u.a. offenbaren im US-Patent Nr. 5,566,530 ein Verfahren zum Verpacken von unregelmäßig geformten Gegenständen, fließfähigem Granulat oder Flüssigkeiten, das ein Anordnen eines offenen Gestellrahmens auf einer Palette, um einen Raum zu erzeugen, umfasst. Der Raum wird mit dem Material befüllt, und dann wird eine Dehnfolie um das Material und den Gestellrahmen gewickelt. Zum Schluss wird der Gestellrahmen aus der Folie entfernt.

Williamson offenbart im US-Patent Nr. 4,113,146 einen Behälter, der eine spiralförmig gewickelte Folie umfasst, um einen inneren Behälter zu bilden; dieser ist von einer mittleren Lage aus spiralförmig gewickeltem Polyester-Filament umgeben, die ihrerseits von einer einzigen äußeren Verpackungslage umgeben ist. Die Enden des inneren Behälters sind mit Bändern verschlossen, und zwischen der mittleren Lage und der äußeren Lage befindet sich eine Tragschlinge. Im US-Patent Nr. 4,253,507 offenbart Williamson eine zweilagige innere Röhre, die mit einer äußeren Verpackung bedeckt ist, welche an die innere Röhre gebunden ist. Ein Ende der inneren Röhre ist gefaltet und dicht verschlossen, so dass eine einem verschlossenen Beutel ähnliche Struktur gebildet wird.

Im US-Patent Nr. 3,374,599 offenbart Sanders ein Verfahren, das das Abwerfen der Materialien in einen Behälter, der an einer Transporteinrichtung befestigt ist, das Anordnen eines ununterbrochenen, röhrenförmigen, thermoplastischen Netzes rings um den Behälter, das Verschließen eines Endes des Netzes und dann das Fallenlassen des Netzes und des Materials aus dem Behälter auf eine zweite Transporteinrichtung, wo das andere Ende des Netzes ver- schlossen wird, umfasst. Das Netz kann anschließend erwärmt werden, um eine festere Packung zu bilden.

Im US-Patent Nr. 5,353,936 offenbaren Dockstader u.a. eine Schutzwanne zur Verwendung bei der Bildung einer palettierten Ladung von übereinander gestapelten Beuteln mit Partikel-Material. Die Schutzwanne umfasst zweiwellige Wellpappe oder einen unelastischen Kunststoff, wobei sie in einer bevorzugten Ausführungsform von einer Dehnfolie umgeben ist, die die Schutzwanne und die Beutel umschließt.

Connolly offenbart im US-Patent Nr. 4,136,501 ein System, das das Verpacken einer palettierten Ladung mit einer Lage aus thermoplastischem Netzmaterial umfasst. Schließlich offenbart Humphrey im US-Patent Nr. 4,299,076 ein System zum Wickeln einer stabilisierenden Umverpackung um eine Ladung, die auf einer Palette befestigt ist, die auf einer rotierenden Drehscheibe platziert ist. Die Umverpackung hat eine Breite, die der Höhe der Ladung gleich ist, und mit jeder Umdrehung erfährt die Umverpackung aufeinander folgende zunehmende Spannungs- und Dehnungsgrade.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung stellt einen transportablen Behälter bereit, der eine Raum und Kosten sparende Alternative zu anderen bekannten Behältern darstellt. Der transportable Behälter der vorliegenden Erfindung übt Kräfte in Umfangsrichtung auf das Partikel-Füllmaterial aus, die das Material in dem Behälter unbeweglich halten, den Behälter starr machen und verhindern, dass sich das Material während des Transports verlagert, wodurch eine Beschädigung des Materials verhindert wird. Die in Umfangsrichtung wirkenden Kräfte begünstigen den Kontakt zwischen den Partikeln des Partikel-Materials, wodurch das Material sowohl stabilisiert als auch zusammengepresst wird, derart, dass der Behälter der vorliegenden Erfindung im Vergleich zu einem herkömmlichen Transportbehälter die dreifache Menge an Partikel-Material halten kann. Weitere Vorteile umfassen eine verminderte Verschmutzung des Partikel-Materials, weniger Stapelschäden, ein vermindertes Verderben und ein vermindertes Haften des Materials in dem Behälter. Schließlich ermöglicht der vorliegende Behälter eine leichte Identifikation der Inhalte, da er vorzugsweise aus durchsichtigen Materialien gebildet ist.

In einer Ausführungsform ist die vorliegende Erfindung ein transportabler Behälter für Schüttgut, umfassend: einen Beutel mit einer geschlossenen Basis und einem offenen Oberteil, wobei das offene Oberteil in einer umgefalteten Position ist; eine Unterteil-Unterstützung, welche an die geschlossene Basis angrenzt; ein Partikel-Material in dem Beutel; und eine äußere Verpackung, welche spiralförmig um die Unterteil-Unterstützung und den Beutel herumgewickelt ist, wobei die äußere Verpackung den Beutel an der Unterteil-Unterstützung und dem offenen Oberteil, welches in der umgefalteten Position ist, befestigt.

In einer weiteren Ausführungsform ist die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Bilden eines transportablen Behälters für Schüttgut, das die Schritte umfasst: Befestigen eines offenen Oberteils eines Beutels in einer offenen Position und Unterstützen einer Basis des Beutels; Befüllen des Beutels bis zu einem vorbestimmten Stand mit einem Partikel-Material; Erfassen eines Füllstandes des Partikel-Materials in dem Beutel; spiralförmiges Umwickeln des Beutels mit einer äußeren Verpackung in einer Aufwärts-Richtung bis zu einem vorbestimmten Stand; und Loslassen des offenen Oberteiles des Beutels und Bewegen des Oberteiles zu einer umgefalteten Position, dann spiralförmiges Umwickeln des Beutels mit der äußeren Verpackung in einer Abwärts-Richtung, um das offene Oberteil in der umgefalteten Position zu befestigen.

Diese und weitere Merkmale und Vorteile dieser Erfindung werden dem Fachmann besser ersichtlich aus der detaillierten Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform. Die Zeichnungen, die der detaillierten Beschreibung beigefügt sind, sind nachfolgend beschrieben.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine Perspektivansicht eines Verpackungssystems gemäß der vorliegenden Erfindung mit einem flexiblen Beutel der vorliegenden Erfindung in einer offenen Position vor dem Befüllen und Umwickeln;

2 ist eine Perspektivansicht des Systems von 1 während der Befüll- und Umwicklungsschritte;

3 ist eine Perspektivansicht des Systems von 1 nach dem Befüllen mit einem offenen Oberteil des Beutels in einer umgefalteten Position;

4 ist eine Perspektivansicht des Systems von 1 mit dem Beutel im Stadium des abschließenden Umwickelns in Aufwärts-Richtung;

5 ist eine Perspektivansicht des Beutels in einem vollständig umwickelten Stadium;

6 ist eine Perspektivansicht einer alternativen Ausführungsform des Systems von 1; und

7 ist eine Perspektivansicht eines Bügels, der in der alternativen Ausführungsform von 6 verwendet wird.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG EINER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

Was die Figuren anbelangt, in denen gleiche Bezugszeichen gleiche oder einander entsprechende Teile in den verschiedenen Ansichten zeigen, so ist in 1 ein Verpackungssystem zum Bilden eines transportablen Behälters für Schüttgut, der gemäß der vorliegenden Erfindung ausgelegt ist, als Ganzes unter 10 gezeigt. Das System 10 umfasst einen Rahmen 12 mit einem oberen Träger 14, der von einer Rahmenbasis 16 beabstandet ist. Eine erste Stützkonstruktionssäule 18 und eine zweite Stützkonstruktionssäule 20 erstrecken sich zwischen der Rahmenbasis 16 und dem oberen Träger 14. Die Rahmenbasis 16 umfasst ein Paar Basisbeine 22. Im Inneren des oberen Trägers 14 des Systems 10 ist eine obere Drehscheibe 24 angebracht. An der oberen Drehscheibe 24 ist ein tragender Kranz 26 angebracht, und eine Befüllungsrutsche 28 steht durch die obere Drehscheibe 24 hindurch über. Ein Fülltrichter 30 ist zu der Befüllungsrutsche 28 ausgerichtet. Eine Transporteinrichtung 32 ist so über dem Fülltrichter 30 ausgerichtet, dass ein (nicht gezeigtes) Partikel-Material zu dem Fülltrichter 30 geliefert wird. Das System 10 kann eine herkömmliche Dehnfolienverpackungseinrichtung, wie beispielsweise eine halbautomatische Verpackungseinrichtung der Lantech-Q-Reihe umfassen.

Von dem oberen Träger 14 aus verlaufen mehrere Schnüre 34, von denen jede eine Beutelklammer 36 an einem ihrer Enden aufweist. Die Schnüre 34 laufen über eine Reihe von Riemenscheiben 38, die mit einer Kurbel 40 gekoppelt sind. Das Drehen der Kurbel 40 bewegt die Schnüre 34 und die Beutelklammern 36 in Abhängigkeit von der Drehrichtung der Kurbel 40 in Bezug auf den oberen Träger 14 nach oben oder nach unten. Die Beutelklammern 36 werden an den Ecken eines flexiblen Beutels 42 angebracht.

Der flexible Beutel 42 weist ein offenes Oberteil 44 und eine geschlossene Basis 46 auf. Vorzugsweise werden die Beutelklammern 36 an einer Stelle ungefähr 1,27 bis 2,54 m (50 bis 100 Inch) vom offenen oberen Ende 44 nach unten angebracht. Es ist erforderlich, eine Länge zu ermöglichen, die ausreicht, um das offene Oberteil 44 in eine umgefaltete Position zu bewegen (3), so dass der Beutel 42 verschlossen werden kann, wie weiter unten beschrieben ist. Der Beutel 42 ist vorzugsweise ein Faltenbeutel, wobei die geschlossene Basis 46 Abmessungen von 1,016 m bis 1,219 m (40 bis 48 Inch) mal 0,762 bis 1,016 m (30 bis 40 Inch) aufweist. Vorzugsweise ist der Beutel 42 2,54 bis 4,826 m (100 bis 190 Inch) lang. Für eine Standardpalettengröße hat der Beutel 42 vorzugsweise eine Basis von ungefähr 1,12 m (44 Inch) mal ungefähr 0,91 m (36 Inch) und eine Länge von ungefähr 4,52 m (178 Inch). Der Beutel 42 kann aus jedem für Lebensmittel unbedenklichen Material, wie zum Beispiel Polyethylen niedriger Dichte, Polyethylen hoher Dichte, einem für Lebensmittel unbedenklichen Polymer oder Nylon gebildet sein. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Beutel 42 Bestandteil einer kontinuierlichen Rolle von Beuteln 42.

Die geschlossene Basis 46 ruht in einer Unterteil-Unterstützung 47. In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Unterteil-Unterstützung 47 wenigstens eine Unterlage 48 und enthält vorzugsweise des Weiteren eine Blende 50, wenn das Partikel-Material sehr fließfähig ist. Die Unterlage 48 und die Blende 50 können aus vielen bekannten Materialien, wie beispielsweise Wellpappe, Kunststoff und weiteren ähnlichen Materialien gebildet sein. Die Blende 50 besitzt vorzugsweise wenigstens zwei Seiten, kann aber auch mehr haben. Außerdem kann die Blende 50 kreisförmig sein. Die Blende 50 kann entweder an der Unterlage 48 befestigt sein, oder sie kann auf der Unterlage 48 ruhen. Die Höhe der Blende 50 kann von 0,101 bis 0,610 m (4 bis 24 Inch) variieren. Die Unterteil-Unterstützung 47 ist an einer Palette 50 befestigt, die auf einer unteren Drehscheibe 54 ruht. Die Palette 50 kann aus Metall, Holz, Kunststoff, Wellpappe oder aus anderen Materialien, die im Stand der Technik bekannt sind, gebildet sein. Vorzugsweise hat die Palette genormte Oberflächen-Abmessungen von 1,016 m mal 1,219 m (40 Inch mal 48 Inch).

Das Drehen der unteren Drehscheibe 54 und der oberen Drehscheibe 24 ist so synchronisiert, dass sie sich übereinstimmend drehen. Ferner umfasst das System 10 einen Wickelkopf 56. Der Wickelkopf 56 enthält eine Rolle äußeren Verpackungsmaterials 58 und eine Basis 60. Das Verpackungsmaterial 58 ist vorzugsweise eine Dehnfolie mit einem hohen Haftvermögen. Vorzugsweise hat das Verpackungsmaterial 58 90 bis 110 Gauge und eine Breite von 0,254 bis 0,762 m (10 bis 30 Inch). Am stärksten bevorzugt hat das Verpackungsmaterial 58 100 Gauge und eine Breite von 20 Inch. Der Wickelkopf 56 ist längs eines Führungsstabs 62 in senkrechter Richtung beweglich. Der Wickelkopf 56 wird von einem (nicht gezeigten) Motor an dem Führungsstab 62 auf und ab bewegt. Eine Außenverpackungsmaterialklammer 64 ist an einem Abschnitt der unteren Drehscheibe 54 befestigt. Ein Füllstandssensor 66 erstreckt sich zurückziehbar in den flexiblen Beutel 42. In 1 ist der flexible Beutel 42 in einer Position vor dem Befüllen gezeigt, wobei das offene Oberteil 44 in einer offenen Position ist. Ein Abschnitt des Außenverpackungsmaterials 58 ist in der Außenverpackungsmaterialklammer 64 geklemmt. Die Außenverpackungsmaterialklammer 64 hält die Anfangsspirale der äußeren Verpackung 58 und trennt das äußere Verpackungsmaterial 58 zwischen dem Bilden transportabler Behälter. Außerdem enthält das System 10 einen Füllstandssensor 66, um den Füllstand im Beutel 42 zu überwachen. In einer Ausführungsform ist der Füllstandssensor 66 ein Ultraschall-Sender und -Empfänger, wobei dieser Sensor 66 verwendet wird, um die Höhe eines Partikel-Materials 72 in dem Beutel 42 zu überwachen. Weitere Sensoren 66 sind weiter unten beschrieben.

Wenn ein Beutel 42 in das System 10 geladen ist, wird die Kurbel 40 gedreht, um den Beutel 42 in die Befüllposition zu bringen, die in 2 gezeigt ist. Wie in 2 gezeigt ist, werden die obere Drehscheibe 24 und die untere Drehscheibe 54 in der durch den Pfeil angegebenen Drehrichtung 68 gedreht. Anfangs läuft das Partikel-Material 72 durch die Transporteinrichtung 32, den Fülltrichter 30 und die Befüllungsrutsche 28 in den flexiblen Beutel 42. Der Füllstandssensor 66 wird benutzt, um die Höhe des Partikel-Füllmaterials 72 in dem flexiblen Beutel 42 zu erfassen. Während sich der flexible Beutel 42 mit Partikel-Füllmaterial 72 füllt, werden die obere Drehscheibe 24 und die untere Drehscheibe 54 mit einer Geschwindigkeit in Drehung versetzt, und der Wickelkopf 56 wird senkrecht nach oben bewegt, so dass die äußere Verpackung 58 immer auf Höhe des oberen Endes oder nahe dem oberen Ende des Partikel-Füllmaterials 72 gehalten wird. In einer alternativen Ausführungsform kann die äußere Verpackung 58 um einen feststehenden Beutel 42 rotieren. Während des Befüllens des Beutels 42 wird der Füllstandssensor 66 langsam aus dem flexiblen Beutel 42 zurückgezogen. Das System 10 kann so eingestellt sein, dass überlappende Lagen der äußeren Verpackung 58 erzeugt werden, die mit einem Abstand von 0,0127 bis 0,381 m (0,5 bis 15 Inch) angeordnet sind. Das Partikel-Material 72 kann jedes Schüttgut umfassen, wie etwa landwirtschaftliche Produkte, Düngemittel, Chemikalien, Kunststoffe oder Körnerfrüchte. Wenn Lebensmittel eingefüllt werden, ist es erforderlich, dass der Beutel 42 aus einem für Lebensmittel unbedenklichem Material gebildet ist, wobei dies nicht notwendig ist, wenn das Partikel-Material 72 kein Lebensmittel ist. In einer bevorzugten Ausführungsform wird das System 10 verwendet, um einen Beutel 42 entweder mit Körnerfrüchten oder mit verzehrfertigen Körnerfrüchten zu befüllen.

In 3 ist ein flexibler Beutel 42 im vollständig gefüllten Zustand gezeigt. Zu diesem Zeitpunkt wird das System 10 vorzugsweise gestoppt, so dass eine Bedienkraft den flexiblen Beutel 42 von den Beutelklammern 36 lösen und das offene Oberteil 44 in eine umgefaltete Position umfalten kann, wie in 3 gezeigt ist. In diese Position wird das offene Oberteil umgefaltet, um den flexiblen Beutel 42 zu verschließen. Dann wird das System 10 wieder gestartet, und das Drehen der oberen Drehscheibe 24 und der unteren Drehscheibe 54 wird wieder begonnen, wodurch zusätzliche spiralförmige Lagen des äußeren Verpackungsmaterials 58 um den flexiblen Beutel 42 gewickelt werden. Es ist auch möglich, das System 10 so einzustellen, dass der Wickelkopf 56 in Richtung des oberen Endes des Partikel-Materials vorwärts bewegt wird, bevor das offene Oberteil 44 in die umgefaltete Position gebracht wird, so dass der umgefaltete Abschnitt nur abwärts gerichtete Umwicklungen der äußeren Verpackung 58 empfängt.

In 4 ist das System 10 in einer Position einer so weit wie möglich senkrecht nach oben erfolgten Bewegung des Wickelkopfes 56 gezeigt. Zu diesem Zeitpunkt setzen die obere Drehscheibe 24 und die untere Drehscheibe 54 das Drehen fort, während der Wickelkopf senkrecht nach unten bewegt wird, um eine zweite Lage der äußeren Verpackung 58 um den flexiblen Beutel 42 zu vollenden. Dieses Umwickeln in Abwärts-Richtung kann so eingestellt sein, dass nur die Unterteil-Unterstützung 47 mit dem Beutel 42 verpackt wird, oder so, dass auch die Palette 52 mit dem Beutel 42 verpackt wird.

In 5 ist der flexible Beutel 42 vollständig umwickelt und aus dem System 10 entnommen gezeigt.

In 6 ist eine alternative Ausführungsform des Systems 10 gezeigt. In dieser Ausführungsform wird das offene Oberteil 44 des flexiblen Beutels 42 durch einen Bügel 92 in der offenen Position gehalten. Der Bügel 92 umfasst mehrere Beutelhalteeinrichtungen 94 und mehrere Schlingen 96, die auf Tragekranzklammern 90 aufgenommen werden, die an dem tragenden Kranz 26 angebracht sind. In dieser Ausführungsform enthält das System 10 keinen Füllstandssensor 66 der weiter oben beschriebenen Art. Stattdessen weist das System 10 mehrere Infrarot-Sender 84 auf, die an einem Sensorstab 86 angebracht sind. Der Sensorstab 86 ist gegenüber einem Infrarot-Empfänger 88 angeordnet, der an dem Wickelkopf 56 angebracht ist. Im Betrieb senden die Infrarot-Sender 84 ein Infrarotstrahlenbündel quer durch den flexiblen Beutel 42, das von dem Infrarot-Empfänger 88 erfasst wird. Folglich dienen die Infrarot-Sender 84 und der Infrarot-Empfänger 88 dazu, den Füllstand des Partikel-Füllmaterials 72 in dem flexiblen Beutel 42 zu erfassen. Wie bei der ersten Ausführungsform drehen sich die obere Drehscheibe 24 und, die untere Drehscheibe 54, während der Wickelkopf 56 längs des Führungsstabs 62 senkrecht nach oben und nach unten bewegt wird. Die Drehgeschwindigkeit der Drehscheiben 24 und 54 ist mit der Bewegung des Wickelkopfes 56 längs des Führungsstabs 62 korreliert, um sicherzustellen, dass die äußere Verpackung 58 bei der Spirale in Aufwärts-Richtung immer ungefähr auf Höhe des oberen Endes des Partikel-Füllmaterials 72 in dem flexiblen Beutel 42 ist. Wie weiter oben beschrieben worden ist, wird der Beutel 42 bis in die Nähe seines oberen Endes mit Partikel-Füllmaterial 72 befüllt. Zu diesem Zeitpunkt wird der Bügel 74 von den Schienen 82 abgenommen, und das offene Oberteil 44 wird, wie in 3 gezeigt ist, umgefaltet. Dann wird das Verfahren, wie in den 4 und 5 skizziert und oben erörtert worden ist, fortgesetzt.

7 ist eine Perspektivansicht des Bügels 92. Die Gestalt der Beutelhalteeinrichtungen 94 und der Schlingen 96 ermöglicht, das offene Oberteil 44 zu bündeln, während sichergestellt ist, das eine ausreichend Länge des Beutels bereitgestellt ist, um in die umgefaltete Position gebracht zu werden. Vorzugsweise weisen die Beutelhalteeinrichtungen 94 biegsame drahtähnliche Elemente 100 auf, die ihnen ermöglichen, in den Beutel 42 eingebracht zu werden und dann den Beutel 42 durch Reibung offen zu halten.

Das System 10 umfasst vorzugsweise ein Steuerpult 98, das einer Bedienkraft ermöglicht, verschiedene Funktionen wie etwa das Stoppen, das Starten, die Drehgeschwindigkeit und die Bewegungsgeschwindigkeit des Wickelkopfes 65 zu steuern. Derartige Steuerungen sind im Stand der Technik bekannt. Ferner umfasst das System 10 herkömmliche Steuerungen, um die korrekte Füllhöhe, die Kraft durch die äußere Verpackung 58 und die Ablaufsteuerung aufrechtzuerhalten. Die Beziehung dieser Parameter wird ständig überwacht und durch Mittel, die im Stand der Technik bekannt sind, selbsttätig eingestellt.

Das Wickeln der äußeren Verpackung 58 um den Beutel 42 erzeugt so genannte Umfangskräfte, die ein leichtes Zusammendrücken des Partikel-Materials 72 bewirken, das ihr Halten unterstützt. Die Umfangskräfte stabilisieren das Partikel-Material 72 dadurch, dass sie einen steuerbaren Kontakt zwischen den Elementen des Partikel-Materials 72 begünstigen, die in den Beutel 42 eingefüllt werden, wodurch eine Brückenbildung zwischen dem Partikel-Material 72 begünstigt wird. Wenn beispielsweise das Partikel-Material 72, das eingefüllt wird, lose Körnerfrüchte in geschälter, durch Dämpfen unter hohem Druck aufgequollener und durch plötzlichen Druckabfall aufgeplatzter Form oder in Flockenform sind, begünstigen Umfangskräfte eine Brückenbildung zwischen den einzelnen Körnerfrüchten, wodurch die Relativbewegung zwischen den Körnerfrüchten vermindert wird und die Körnerfrüchte in dem Beutel 42 ruhig gestellt werden. Durch das Nutzen einstellbarer Kräfte an dem Wickelkopf 56 können die Umfangskräfte an die Art des Partikel-Materials 72, das in den Beutel 42 eingebracht wird, angepasst werden. Die Umfangskräfte sorgen für einen sehr kompakten und starren Behälter, der nicht zulässt, dass sich das Partikel-Material 72 in dem Beutel 42 verlagert oder zerdrückt wird. Der Beutel 42 wird ohne inneren Rahmen und ohne Stützvorrichtungen befüllt, da das anschließende Entfernen eines derartigen Rahmens oder derartiger Stützvorrichtungen zu einem Verlust der Umfangskräfte führen würde und außerdem ein Verdrängen des Partikel-Materials 72 bewirken würde, was dazu führen könnte, dass ein Teil des Partikel-Materials 72 zerdrückt wird. Wenn eine Blende 50 verwendet wird, dann sind vorzugsweise die Seiten der Blende 50 so gekerbt und mit Rillen versehen, dass die Umfangskräfte auf das Partikel-Material 72 übertragen werden können, ohne durch irgendwelche Ecken der Blende 50 oder der Unterlage 48 absorbiert zu werden.

Voranstehend ist die Erfindung in Übereinstimmung mit den maßgeblichen gesetzlichen Anforderungen beschrieben worden; damit ist die Beschreibung eher beispielhafter als einschränkender Natur. Dem Fachmann können Variationen und Modifikationen der offenbarten Ausführungsform offensichtlich werden, die in den Schutzumfang der Erfindung fallen. Dementsprechend kann der gesetzliche Schutzumfang, der dieser Erfindung gewährt wird, nur durch ein genaues Prüfen der beigefügten Ansprüche bestimmt werden.


Anspruch[de]
  1. Transportabler Behälter für Schüttgut, umfassend:

    einen Beutel (42) mit einer geschlossenen Basis (46) und einem offenen Oberteil (44), wobei das offene Oberteil (44) in einer umgefalteten Position ist;

    eine Unterteil-Unterstützung (47), welche an die geschlossene Basis (46) angrenzt;

    ein Partikel-Material in dem Beutel (42); und

    eine äußere Verpackung (58), welche spiralförmig um die Unterteil-Unterstützung (47) und den Beutel (42) herumgewickelt ist, wobei die äußere Verpackung (58) den Beutel (42) an der Unterteil-Unterstützung (47) und dem offenen Oberteil (44), welches in der umgefalteten Position ist, befestigt.
  2. Transportabler Behälter nach Anspruch 1, wobei der Beutel (42) einen Faltenbeutel umfasst, wobei die Basis (46) Abmessungen von 1,016 m bis 1,219 m (40 bis 48 Inch) mal 0,762 m bis 1,016 m (30 bis 40 Inch) aufweist, und wobei der Beutel (42) eine Höhe von 2,54 m bis 5,08 m (100 bis 200 Inch) aufweist.
  3. Transportabler Behälter nach Anspruch 1, wobei der Beutel (42) ein Polyethylenmaterial, ein für Lebensmittel unbedenkliches Polymermaterial, oder ein Nylonmaterial umfasst.
  4. Transportabler Behälter nach Anspruch 1, wobei die äußere Verpackung (58) eine dehnbare Verpackung mit 90 bis 110 Gauge und einer Breite von 0,254 bis 0,762 m (10 bis 30 Inch) umfasst.
  5. Transportabler Behälter nach Anspruch 1, wobei die äußere Verpackung (58) von 0,0127 m bis 0,381 m (0,5 bis 15 Inch) pro Umwindung um den Beutel (42) ansteigt.
  6. Transportabler Behälter nach Anspruch 1, wobei die Unterteil-Unterstützung (47) eine Unterlage (48) umfasst.
  7. Transportabler Behälter nach Anspruch 6, wobei die Unterteil-Unterstützung (47) weiterhin eine Blende (50) umfasst, welche sich von der Unterlage (48) und der Basis (46) des Beutels (42), welcher innerhalb der Blende (50) aufgenommen ist, aufwärts erstreckt.
  8. Transportabler Behälter nach Anspruch 7, wobei von der Unterlage (48) und der Blende (50) wenigstens eines davon Wellpappe umfasst.
  9. Transportabler Behälter nach Anspruch 1, wobei das Partikel-Material Körnerfrüchte oder Fertig-Körnerfrüchte umfasst.
  10. Verfahren zur Bildung eines transportablen Behälters für Schüttgut, umfassend:

    a) Befestigen eines offenen Oberteiles (44) eines Beutels (42) in einer offenen Position und Unterstützen einer Basis (46) des Beutels (42);

    b) Befüllen des Beutels (42) bis zu einem vorbestimmten Stand mit einem Partikel-Material;

    c) Erfassen eines Füllstandes des Partikel-Materiales in dem Beutel (42);

    d) spiralförmiges Umwickeln um den Beutel (42) mit einer äußeren Verpackung (58) in einer Aufwärts-Richtung bis zu einem vorbestimmten Stand; und

    e) Loslassen des offenen Oberteiles (44) des Beutels (42) und Bewegen des Oberteiles zu einer umgefalteten Position, dann spiralförmiges Umwickeln um den Beutel (42) mit der äußeren Verpackung (58) in einer Abwärts-Richtung, um das offene Oberteil (44) in der umgefalteten Position zu befestigen.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei Schritt a) umfasst, dass das offene Oberteil (44) des Beutels (42) an Klammern (36) an einer Mehrzahl von Punkten angebracht wird, wodurch das offene Oberteil (44) des Beutels (42) in der offenen Position befestigt wird.
  12. Verfahren nach Anspruch 10, wobei Schritt a) Reibungs-Anpassen des offenen Oberteils (44) über einen Bügel (92) umfasst, wodurch das offene Oberteil (44) des Beutels (42) in der offenen Position gehalten wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 10, wobei Schritt a) Positionieren einer Unterlage (48) unter der Basis (46) des Beutels (42) umfasst, wodurch die Basis (46) des Beutels (42) unterstützt wird.
  14. Verfahren nach Anspruch 10, wobei Schritt a) Positionieren einer Blende (50) um die Basis (64) des Beutels (42) umfasst, wodurch die Basis (46) des Beutels (42) unterstützt wird.
  15. Verfahren nach Anspruch 10, wobei Schritt b) Befüllen des Beutels (42) mit einem Partikel-Material umfasst, welches Körnerfrüchte oder Fertig-Körnerfrüchte umfasst.
  16. Verfahren nach Anspruch 10, wobei Schritt c) Positionieren eines Ultraschall-Überträgers und -Empfängers oberhalb des Partikel-Materials in dem Beutel (42) umfasst und Bestimmen des Füllstandes des Partikel-Materials in dem Beutel (42).
  17. Verfahren nach Anspruch 10, wobei Schritt c) Positionieren einer Mehrzahl von Infrarot-Sendern (84) gegenüber eines Infrarot-Empfängers (88) umfasst, um dadurch einen Füllstand des Partikel-Materials in dem Beutel (42) zu erfassen.
  18. Verfahren nach Anspruch 10, wobei Schritte d) und e) Drehen des Beutels (42) relativ zu einer Rolle der äußeren Verpackung (58) umfassen, während die Rolle der äußeren Verpackung (58) vertikal aufwärts bewegt wird, wodurch die äußere Verpackung (58) spiralförmig um den Beutel (42) in einer Aufwärts-Richtung bis zu dem vorbestimmten Stand und über das offene Oberteil (44) in der umgefalteten Position bewegt wird.
  19. Verfahren nach Anspruch 18, wobei Schritt d) Bewegen der Rolle des äußeren Verpackung (58) vertikal aufwärts in einer Rate von 0,0127 m bis 0,381 m (0,5 bis 15 Inch) pro Umdrehung des Beutels (42) umfasst.
  20. Verfahren nach Anspruch 10, wobei Schritt f) Drehen des Beutels (42) relativ zu einer Rolle der äußeren Verpackung (58) umfasst, während die Rolle der äußeren Verpackung (58) vertikal abwärts bewegt wird, wodurch die äußere Verpackung (58) um den Beutel (42) in einer Abwärts-Richtung in spiralförmiger Weise herumgewickelt wird.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






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