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Dokumentenidentifikation DE102004027540A1 24.02.2005
Titel Einbau-Hochleistungsgebläse für Heizungs-, Ventilations- und Klimatisierungssysteme
Anmelder General Electric Co., Schenectady, N.Y., US
Erfinder Liu, Xiaoyue, Clifton Park, N.Y., US;
Wiegman, Herman, Niskayuna, N.Y., US;
Wang, Shixiao, Niskayuna, N.Y., US
Vertreter Rüger und Kollegen, 73728 Esslingen
DE-Anmeldedatum 04.06.2004
DE-Aktenzeichen 102004027540
Offenlegungstag 24.02.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.02.2005
IPC-Hauptklasse F04D 29/28
Zusammenfassung Ein Einbau-Zentrifugalgebläserad (202) für eine Heizungs-, Ventilations- und Luftklimatisierungs(HVAC)-Gebläseeinheit (100) weist einen ersten Schaufelträger (212), einen zweiten Schaufelträger (214) und eine Anzahl S-förmiger Laufschaufeln (210) auf, die zwischen dem ersten und dem zweiten Schaufelträger (212, 214) angeordnet sind, wobei jede der S-förmigen Laufschaufeln (210) eine hintere (nachlaufende) Kante (218) aufweist, die bezüglich einer definierten Raddrehrichtung in eine vorwärts weisende Richtung gebogen ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Heizungs-, Ventilations- und Klimatisierungs- (HVAC) Systeme und insbesondere auf ein Hochleistungseinbaugebläse für HVAC-Systeme.

Die Mehrzahl der HVAC-Einheiten für Wohnungs- (und viele für kommerzielle) Anwendungszwecke verwenden vorwärts gekrümmte (forwardly curfed FC) Zentrifugalgebläse, um Luft aus den zu beheizenden oder kühlenden Räumen in die HVAC-Einheiten anzusaugen und gleichzeitig erwärmte oder gekühlte Luft aus den Einheiten in die zu beheizenden oder zu kühlenden Räume zurückzudrücken. Die für diese Arten von HVAC-Einheiten (d.h. bei denen die Leistung verhältnismäßig niedrig und es erwünscht ist, die Anschaffungskosten einer HVAC-Einheit klein zu halten) verwendeten FC-Zentrifugalgebläse sind unter dem Gesichtpunkt zweckmäßig, dass sie ein verhältnismäßig kleines Gebläsegehäuse benötigen und typischerweise mit relativ niedrigen Drehzahlen laufen. Der statische Wirkungsgrad eines FC-Zentrifugalgebläses ist aber wegen der aerodynamischen Eigenschaften der vorwärts gekrümmten Laufschaufeln verhältnismäßig niedrig. Ein Weg den Gebläsewirkungsgrad einer HVAC-Einheit zu verbessern besteht darin, anstelle eines gebräuchlicheren Induktionsmotors mit einer einzigen Drehzahl, einen Motor mit elektronischer Kommutierung (ECM) zu verwenden, wie dies ausführlicher in der US-Patentschrift 4,806,833 von YOUNG beschrieben ist.

Auf der anderen Seite haben rückwärts gekrümmte (BC backwardly curved) oder geneigte Schaufelformen bei Radialgebläsen einen höheren statischen Wirkungsgrad und, bei höheren Betriebsdrehzahlen und -drücken einen besseren Gesamtwirkungsgrad. Die Drehzahl-/Drehmomentkennlinien eines BC-Gebläses überlappen sich aber und können deshalb nicht für die gleichen Strömungsregelungen wie FC-Laufschaufeln verwendet werden. Es besteht deshalb ein Bedürfnis in einem HVAC-Gebläsesystem die Strömungsregelungsmöglichkeit und den Betrieb bei hohem Wirkungsgrad miteinander zu kombinieren. Außerdem haben HVAC-Systeme für Haushaltszwecke nur einen geringen Unterbringungsraum für Gebläseanordnungen zur Verfügung. Der Gesamtwirkungsgrad eines BC-Gebläses in Kombination mit einem ECM kann deshalb durch eine unzureichende Gehäuse- und Laufradkonstruktion beeinträchtigt sein, und zwar ungeachtet der Wirkungsgradverbesserung im Vergleich zu einer Einheit mit einem Gebläse mit vorwärtsgekrümmter Schaufelform.

Demgemäß besteht der Wunsch, den Energieverbrauch eines HVAC-Systems dadurch zu reduzieren, dass die Regelungsfähigkeit der Luftströmung im Vergleich zu der Drehmoment/Drehmomentkennlinie von Gebläsen mit rückwärts gekrümmten Schaufelformen verbessert ist.

KURZE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG:

Die oben erwähnten und weiteren Nachteile und Unzulänglichkeiten des Standes der Technik werden durch ein Zentrifugalgebläserad für eine Heizungs-, Ventilations- und Luftklimatisierungs- (HVAC) Gebläseeinheit überwunden oder abgemindert. Bei einer beispielshaften Ausführungsform weist das Gebläserad einen ersten Schaufelträger, einen zweiten Schaufelträger und eine Anzahl S-förmiger Schaufeln auf, die zwischen dem ersten und dem zweiten Schaufelträger angeordnet sind, wobei jede der S-förmigen Schaufeln eine hintere (nachlaufende) Kante aufweist, die bezüglich einer definierten Drehrichtung des Rades in eine vorwärts weisende Richtung gebogen ist.

Unter einem anderen Gesichtspunkt beinhaltet ein Heizungs-, Ventilations- und Luftklimatisierungs- (HVAC) Einbaugebläse ein Zentrifugalgebläserad, das in einem Gehäuse angeordnet ist und einen Elektromotor mit elektronischer Kommutierung (ECM), der mit dem Zentrifugalgebläserad antriebsmäßig verbunden ist, wobei der ECM sich, zumindest teilweise, durch einen ersten Einlasskonus erstreckt, der auf einer ersten Seite des Gehäuses angeordnet ist. Das Zentrifugalgebläserad weist außerdem einen ersten Schaufelträger, einen zweiten Schaufelträger und eine Anzahl S-förmiger Schaufeln auf, die zwischen dem ersten und dem zweiten Schaufelträger angeordnet sind, wobei jede der S-förmigen Schaufeln eine hintere (nachlaufende) Kante aufweist, die bezüglich einer definierten Drehrichtung des Rades in eine vorwärtsweisende Richtung gebogen ist.

Unter einem weiteren Aspekt beinhaltet ein Heizungs-, Ventilations- und Luftklimatisierungs- (HVAC) System zum Beheizen/Kühlen eines Raumes eine Systemsteuereinrichtung wenigstens einer Heizungs- und/oder Kühlquelle, ein integriertes Gebläse, das mit der Systemsteuereinrichtung kommuniziert und einen Luftströmungsweg, um Luft durch den Raum zirkulieren zu lassen. Das integrierte Gebläse weist außerdem ein Zentrifugalgebläserad auf, das in einem Gehäuse angeordnet ist, wobei das Zentrifugalgebläserad weiterhin über einen ersten Schaufelträger, einen zweiten Schaufelträger und einer Anzahl S-förmiger Schaufeln verfügt, die zwischen dem ersten und dem zweiten Schaufelträger angeordnet sind. Jede der S-förmigen Schaufeln hat eine hintere (nachlaufende) Kante, die bezüglich einer definierten Drehrichtung des Rades in eine vorwärts weisende Richtung gebogen ist. Ein Elektromotor mit elektronischer Kommutierung (ECM) steht in Antriebsverbindung mit dem Zentrifugalgebläserad, wobei der ECM sich, zumindest teilweise, durch einen ersten Einlasskonus erstreckt, der auf einer ersten Seite des Gehäuses angeordnet ist.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN:

Unter Bezugnahme auf die beispielhaften Zeichnungen in denen gleiche Elemente in den verschiedenen Figuren jeweils gleich bezeichnet sind, ist:

1 ein schematisches Schemabild eines beispielhaften Heizungs-, Ventilations- und Luftklimatisierungs- (HVAC) Systems, das zur Benutzung mit einer Ausführungsform der Erfindung geeignet ist;

2 eine perspektivische Ansicht einer neuen Gebläseanordnung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;

3 eine perspektivische Explosionsdarstellung der in 2 gezeigten Gebläseanordnung;

4 eine beispielhafte Folge von Drehzahl-/Drehmomentkennlinien, die für die Luftstromregelung im Zusammenhang mit einem Elektromotor mit elektronischer Kommutierung (ECM) verwendet werden;

5 eine perspektivische Ansicht eines Gebläserades mit S-förmigen Gebläselaufschaufeln gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung;

6 eine Schnittdarstellung des Gebläserads nach 5;

7 eine Schnittdarstellung eines Gebläsegehäuses gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung;

8 eine Schnittdarstellung einer anderen Ausführungsform eines Einlasskonus gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung;

9 eine beispielhafte Gebläsekennlinie, die den Wirkungsgrad und den statischen Druckanstieg als Funktion des Luftstroms bei der Gebläseanordnung nach 2 veranschaulicht; und

10, 11 beispielhafte Drehmoment-/Drehzahlkennlinien bei verschiedenen Durchsätzen für eine gebräuchliche rückwärts gekrümmte Laufschaufel und für die 5-förmige Laufschaufel.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG:

Beschrieben ist hier ein Hochleistungseinbaugebläse für HVAC Systeme, das neben anderem ein Gebläserad mit "S"-förmigen Laufschaufeln/Laufrädern aufweist. Die S-förmigen Schaufeln, (die allgemein auf den Prinzipien rückwärts gekrümmter Schaufelformen beruhen, bei denen aber auch die hintere Kante (Saugkante) vorwärts weisend ist), ergeben, zusammen mit einem speziell konstruierten Gehäuse und Einlasskonus höhere statische Wirkungsgrade und eine bessere Luftstromsregelung über die Drehmoment-/Drehzahlinformation, als dies bei in herkömmlicher Weise aufgebauten Zentrifugal- (HVAC) Gebläsen der Fall ist. Mehr im Einzelnen wenden sich die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung der Frage der Regelbarkeit des Luftstroms zu, indem sie die hintere Schaufelkante so vorwärts krümmen oder biegen, dass sich neuartige Drehzahl-/Drehmomentkennlinien über dem statischen Druck und dem Luftstrom ergeben. Außerdem weist das Gebläse einen integrierten Elektromotor mit elektronischer Kommutierung zur weiteren Erhöhung des Wirkungsgrads auf, wie dies im Einzelnen noch beschrieben werden wird.

Zunächst bezugnehmend auf 1 ist dort eine schematische Wiedergabe eines beispielhaften Heizungs-, Ventilations- und Luftklimatisierungs- (HVAC) Systems 100 dargestellt, das zur Beheizung oder Kühlung eines Raums 102 ausgelegt ist und das für eine Ausführungsform der Erfindung Verwendung finden kann. Das System 100 enthält einen Thermostaten und/oder eine Systemsteuereinrichtung 104, einen Gebläsemotor 106 und ein gegebenenfalls zugeordnetes Filter 108, eine Heiz- und Kühlquelle 110, ein HVAC-Gebläse 102 und ein gegebenenfalls zugeordnetes Filter 114 und einen Luftströmungsweg 116. Zu bemerken ist, dass das Gebläse 112 und der Gebläsemotor 106 auch zu einer einzigen Einheit (wie später erörtert) zusammengebaut sein können und dass die Schemadarstellung des Systems 100 ihrer Natur nach lediglich der illustrativen Veranschaulichung dienend und nicht in irgend einem beschränkenden Sinn zu verstehen ist.

Wie bereits erwähnt, haben die HVAC-Gebläse, die vorwärts gekrümmte Laufschaufel aufweisen, in der Regel niedrigere Wirkungsgrade, während Gebläse die rückwärts gekrümmte Laufschaufeln haben, höhere Wirkungsgrade, allerdings bei geringerer Strömungsregelungsmöglichkeit, aufweisen. Deshalb ist gemäß einer Ausführungsform der Erfindung eine neue Gebläseanordnung 200 in den 2, 3 dargestellt, die ein Gebläselaufrad 202 mit "S"-förmigen Gebläselaufschaufeln/Schaufelrädern aufweist. Wie dargestellt, ist das Gebläselaufrad 202 (in den 2, 3 als Doppellaufrad veranschaulicht), in einem logarithmisch gestalteten Gehäuse 204 angeordnet das auf einander gegenüberliegenden Seiten mit zwei Einlasskonen 206 versehen ist, wie dies insbesondere aus 3 zu entnehmen ist. Außerdem ist mit dem Gebläselaufrad 202 durch einen der Einlasskonen 206 hindurch ein Elektromotor 208 mit elektronischer Kommutierung (ECM) antriebsmäßig gekuppelt.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der ECM 208 so ausgelegt, dass die Drehzahl des Gebläses darauf eingestellt ist, einen vorbestimmten Strömungsdurchsatz bei einem vorhandenen statischen Druck in dem umschlossenen Raum zu erzeugen, wobei die Drehzahl des Gebläses lediglich in Abhängigkeit von einer Änderung des statischen Druckes und lediglich in einer der statischen Druckänderung nachfolgenden Beziehung verändert wird. Die Drehzahländerung des Gebläses wird erfasst und die Drehzahl des Gebläses wird der erfassten Drehzahländerung entsprechend nachgeregelt, um den vorbestimmten Durchsatz durch den umschlossenen Raum bei dem auf das Gebläse wirkenden veränderten statischen Druck aufrecht zu erhalten.

4 ist eine beispielhafte grafische Veranschaulichung der cubic-feet/min (CFM) die bei verschiedenen statischen Drücken durchströmen lassen werden, wenn die Gebläseanordnung 200 mit einem ECM 208 ausgerüstet ist. Die CFM sind jeweils eine Funktion der Drehzahl und des Drehmoments des Gebläserades 202. Jede der ausgezogenen Linien des Diagramms stellt eine Linie konstanter CFM dar, die die nahezu lineare Beziehung zwischen Drehzahl und Drehmoment und der Änderung von Drehzahl und Drehmoment bei Zunahme des statischen Drucks bei jedem beliebigen vorgegebenen CFM-Wert veranschaulicht. Zusätzliche Details bezüglich des Betriebs des ECM 208 sind in der US-Patentschrift 4,806,833 von YOUNG zu finden.

Allgemein bezugnehmend auf die 5 bis 6 ist dort das Gebläserad 202 (Einzelausführung) im weiteren Detail veranschaulicht. Wie aus 5 zu entnehmen, sind einzelne Laufschaufeln 210 zwischen einer als erster Schaufelträger wirkenden mittigen Scheibe 212 und einem Radkonus 214 mit einer zentralen Lufteinlassöffnung 216 angeordnet, der als zweiter Schaufelträger dient. Wie insbesondere aus 6 zu entnehmen, ist jede der Gebläseschaufeln 210 so ausgebildet, dass sie eine allgemein S-förmige Gestalt aufweist, wobei die hintere (nachlaufenden) Kante 218 der Schaufel 210 (die Drehrichtung ist in 6 im Gegenuhrzeigersinn) bezüglich des Rests der Schaufel in Vorwärtsrichtung gekrümmt oder gebogen ist. Außerdem ist zu erkennen, dass gemäß der S-förmigen Gestalt die vordere (vorlaufend) Kante 220 jeder Schaufel 210 bezüglich des Mittelpunkts des Rades 208 nach innen gekrümmt ist, während die hintere Kante nach außen gekrümmt ist. Zu Folge dieser Ausbildung verringern oder glätten die Schaufeln 210 die Strömungsablöseerscheinungen einer gebräuchlichen vorwärts gekrümmten Schaufel und demgemäß wird die Regelbarkeit des Luftstroms in einem akzeptablen Maße beibehalten.

Bei einer beispielhaften Ausführungsform sind in dem Gebläselaufrad 202 insgesamt 16 Laufschaufeln im Anschluss an verschiedene CDF-(computational-flow-dynamics = berechnete Strömungsdynamik) Simulationen implementiert, die zeigten, wie der Luftströmungswirkungsgrad durch eine größere oder kleinere Zahl von Schaufeln beeinflusst wird. Abhängig von der endgültigen Anwendung und der Art des verwendeten Schaufelmaterials kann aber die Gesamtzahl der Laufschaufeln in dem Bereich von etwa 12 bis etwa 18 liegen. Außerdem können die Winkel der vorderen und hinteren Kante jeder Schaufel 210 zur Anpassung an unterschiedliche Gehäuseanforderungen entsprechend eingestellt werden. Die speziellen Schaufelwinkel sind auch so eingestellt, dass sie dazu beitragen, den Wirkungsgrad hoch zu halten, während sie eine gegenseitige Trennung der Drehmoment-/Drehzahlkennlinien zum Zwecke der Luftstromregelungsmöglichkeit fördern. Die axiale Lage der Mittelscheibe kann so eingestellt werden, dass das von der von dem Motor herrührenden Behinderung der Einlassluft herrührende Ungleichgewicht ausgeglichen wird.

Der Einbau eines Elektromotors 208 kleinen Radius' in einen Einlassbereich des Doppeleinlassgebläses wurde mit Rücksicht auf den Außendurchmesser des Gesamtrades 202 gewählt, wobei dessen Abmessungen so gewählt wurden, dass sie dazu beitragen, die Höhenabmessungen des Gebläses auf ein Minimum zu reduzieren, während die Leistung maximiert wird.

Wie aus 7 zu entnehmen, berücksichtigt die logarithmische Gestaltung des Gehäuses 204 sowohl den Wirkungsgrad als auch die Zwänge bezüglich des beschränkten Einbauplatzangebots bei HVAC-Systemen.

8 ist eine Schnittdarstellung einer anderen Ausführungsform des Einlasskonus 206. Wie zu ersehen, nimmt der Durchmesser des Konus 206 zunächst in einer radial einwärts weisenden Richtung bezüglich des Gebläserades ab, worauf der Konus dann im Durchmesser wieder zunimmt. Anders ausgedrückt, weist der Durchmesser des Einlasskonus 206, etwa an einer mittleren Stelle von ihm, ein Minimum auf. Diese spezielle Ausbildung erleichtert die Umlenkung der Einlassluft, um die Strömungsablösungsverluste zu verringern.

9 ist eine beispielhafte Gebläsekennlinie, die den Anstieg von Wirkungsgrad und statischem Druck in Abhängigkeit von dem Luftstrom bei der Gebläseanordnung 200 veranschaulicht. Wie aus der Wirkungsgradkurve 300 zu ersehen, erreicht der statische Wirkungsgrad bei einem Strömungsdurchsatz von etwa 800 cubic feet/min (CFM) einen Spitzenwert von etwa 70%, was etwa 15% mehr als bei vorhandenen OEM-Gebläsen ist. Außerdem veranschaulicht die Kennlinie 302 die Beziehung zwischen dem Strömungsdurchsatz und dem Druck (in Inches Wassersäule) gegen den die Gebläseanordnung 200 bei einer Motordrehzahl von etwa 1380 UPM Luft fördern kann.

Schließlich zeigen die 10, 11 beispielhafte Drehmoment-/Drehzahlkennlinien bei verschiedenen Strömungsdurchsätzen, für eine gebräuchliche rückwärts gekrümmte Laufschaufel bzw. für die S-förmige Laufschaufel. Wie früher erwähnt und in 10 veranschaulicht, überlappen sich die Drehzahl-/Drehmomentkennlinien (für verschiedene CFM-Werte) eines gebräuchlichen BC-Gebläses. Dieser Zustand ist einer leichten gegenseitigen Unterscheidung von Drehmoment-/Drehzahl-/Luftdurchsatzparametern abträglich. Im Gegensatz dazu zeigt 11 eine Reihe von Drehmoment-/Drehzahlkennlinien für verschiedene Strömungsdurchsätze. Zu ersehen ist, dass die Kennlinie eine gut definierte Trennung zwischen sich aufweisen, die somit einen Hinweis auf eine gute Regelungsmöglichkeit der Durchströmung gibt.

Wie aus der vorhergehenden Beschreibung hervorgeht, verbessern die neuen Gebläseanordnung und die entsprechenden "S"-förmigen Schaufeln den Gebläsewirkungsgrad, während sie die Strömungsregelungsmöglichkeit beibehalten, wobei gleichzeitig eine spezielle logarithmische Gehäusekonstruktion verwendet wird, die an verschiedene OEM HVAC-Einheiten angepasst werden kann und dazu beiträgt, die Strömungsregelungsmöglichkeit beizubehalten. Die Zahl der Laufschaufeln (z. B. von etwa 12 bis etwa 18) und die Gesamtabmessungen des Gebläselaufrades sind für eine Integration in vorhandene HVAC-Systeme, die räumlich beschränkt sind, besonders geeignet. Darüber hinaus ergibt der Einbau mit der ECM-Technologie veränderlicher Drehzahl durch die neuartige Abbildung von Drehzahl-/Drehmoment in Abhängigkeit von Luftdurchsatz und statischem Druck eine verbesserte Regelungsmöglichkeit des Ausgangsluftstroms. Ein Elektromotor mit elektronischer Kommutierung, wie er bei der General Electric bezogen werden kann, hat einen etwa 2:1 Wirkungsgradvorteil über einen Induktionsmotor mit lediglich einer Drehzahl.

Wenngleich die Erfindung mit Bezug auf eine bevorzugte Ausführungsform beschrieben wurde, so versteht sich doch für den Fachmann, dass verschiedene Änderungen vorgenommen und Elemente durch Äquivalente ersetzt werden können, ohne den Schutzbereich der Erfindung zu verlassen. Außerdem können mancherlei Abwandlungen der Lehre der Erfindung zur Anpassung an eine jeweilige spezielle Situation oder an ein spezielles Material vorgenommen werden, ohne deren Schutzbereich zu verlassen. Die Erfindung ist deshalb nicht auf die spezielle, als gegenwärtig bestgeeignete Ausführungsform betrachtete Ausführungsform der Erfindung beschränkt, sondern umschließt alle Ausführungsformen, die in den Schutzbereich der anschließenden Patentansprüche fallen.

100Heizungs-, Ventilations- und Luftklimatisierungs- (HVAC) System 102Raum 104Thermostat/Systemsteuereinrichtung 106Gebläsemotor 108Filter 110Heizungs- und Kühlungsquelle 112HVAC-Gebläse 114Filter 116Luftströmungsweg 200Gebläseanordnung 202Gebläserad 204Gehäuse 206Einlasskonen 208Elektromotor mit elektronischer Kommutierung (ECM) 210Laufschaufeln 212Mittige Scheibe 214Radkonus 216Mittiger Lufteinlass 218Hintere Kante 220Vordere Kante 300Wirkungsgradkennlinie

Anspruch[de]
  1. Zentrifugalgebläserad (202) für eine Heizungs, -Ventilations- und Luftklimatisierungs- (HVAC) Gebläseeinheit (100), das aufweist:

    – Einen ersten Schaufelträger (212);

    – einen zweiten Schaufelträger (214); und

    – eine Anzahl S-förmiger Laufschaufeln (210), die zwischen dem ersten und dem zweiten Schaufelträger (212, 214) angeordnet sind, wobei jede der S-förmigen Laufschaufeln (210) eine hintere (nachlaufende) Kante (218) aufweist, die bezüglich einer definierten Drehrichtung des Laufrad in eine vorwärts weisende Richtung gebogen ist.
  2. Gebläselaufrad (202) nach Anspruch 1, bei dem eine vordere Kante (212) der S-förmigen Laufschaufeln (210) bezüglich des Mittelpunkts des Laufrads (202) nach innen gekrümmt ist.
  3. Laufrad (202) nach Anspruch 2, bei dem die hintere Kante (218) bezüglich des Mittelpunkts des Laufrads (202) auswärts gekrümmt ist.
  4. Gebläselaufrad (202) nach Anspruch 1, bei dem die Anzahl S-förmiger Laufschaufeln (210) etwa 12 bis 18 einzelne Laufschaufeln (210) umfasst.
  5. Gebläselaufrad (202) nach Anspruch 1, bei dem die Anzahl S-förmiger Laufschaufeln (210) 16 einzelne Laufschaufeln (210) umfasst.
  6. Integriertes Heizungs-, Ventilations- und Luftklimatisierungs- (HVAC) Gebläse (112), das aufweist:

    – Ein Zentrifugalgebläserad (202), das in einem Gehäuse (204) angeordnet ist;

    – einen Elektromotor (208) mit elektronischer Kommutierung (ECM), der mit dem Zentifugalgebläserad (202) in Antriebsverbindung steht, wobei der ECM (208) sich wenigstens teilweise durch einen ersten Einlasskonus (206) erstreckt, der an einer ersten Seite des Gehäuses (204) angeordnet ist; und

    – das Zentrifugalgebläserad (202) außerdem aufweist:

    – einen ersten Schaufelträger (212);

    – einen zweiten Schaufelträger (214); und

    – eine Anzahl S-förmiger Laufschaufeln (210), die zwischen dem ersten und dem zweiten Schaufelträger (212, 214) angeordnet sind, wobei jede der S-förmigen Laufschaufeln (210) eine hintere (nachlaufende) Kante (212) aufweist, die bezüglich einer definierten Drehrichtung des Gebläserades in eine vorwärtsweisende Richtung gebogen ist.
  7. HVAC-Gebläse (112) nach Anspruch 6, bei dem eine vordere Kante (220) der S-förmigen Laufschaufeln (210) bezüglich des Mittelpunkts des Gebläserads (202) einwärts gekrümmt ist.
  8. HVAC-Gebläse (112) nach Anspruch 7, bei dem die hintere Kante (218) bezüglich des Mittelpunkts des Gebläserads (202) auswärts gekrümmt ist.
  9. HVAC-Gebläse (112) nach Anspruch 6, bei dem die Anzahl S-förmiger Laufschaufeln (210) etwa 12 bis 18 einzelne Laufschaufeln (210) umfasst.
  10. HVAC-Gebläse (112) nach Anspruch 6, bei dem die Anzahl S-förmiger Laufschaufeln (210) 16 einzelne Laufschaufeln (210) umfasst.
Es folgen 9 Blatt Zeichnungen






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