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Dokumentenidentifikation DE102004028870A1 24.02.2005
Titel Vorrichtung und damit versehener Schraubenschlüssel
Anmelder Priebisch, Tassilo, 44789 Bochum, DE
Erfinder Priebisch, Tassilo, 44789 Bochum, DE
Vertreter Priebisch, R., Dipl.-Ing. Dipl.-Wirt. Ing. (FH), Pat.-Anw., 42855 Remscheid
DE-Anmeldedatum 15.06.2004
DE-Aktenzeichen 102004028870
Offenlegungstag 24.02.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.02.2005
IPC-Hauptklasse B25B 23/12
IPC-Nebenklasse B25B 23/08   B25B 13/08   
Zusammenfassung Um einen Schraubenschlüssel, insbesondere einen Maulschlüssel (1), auch beim Vorliegen von sehr unterschiedlichen Voraussetzungen sicher einsetzen zu können, wird eine besonders gestaltete Vorrichtung (7) vorgeschlagen, die mit Haltemitteln (9) an einem Schraubenschlüssel, insbesondere einem Maulschlüssel (1), befestigbar ist und die mit Haftmitteln (12, 13, 14, 15) ein loses, vom Schraubkopf oder Maul (2) umgriffenes und einen Außensechskant (18) aufweisendes Schraubelement lösbar festhalten kann. Hierzu werden mindestens zwei Haltemittel (9) und/oder Haftmittel (12, 13, 14, 15) von physikalisch gleicher oder auch ungleicher Art nebeneinander und/oder übereinander angeordnet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, die mit Haltemitteln an einem Schraubenschlüssel, insbesondere einem Maulschlüssel, befestigbar ist und die mit Haftmitteln ein loses, vom Schraubkopf oder Maul umgriffenes und insbesondere einen Außensechskant aufweisendes Schraubelement lösbar festhalten kann. Die Erfindung bezieht sich des weiteren auf einen damit versehenen Schraubenschlüssel, insbesondere auf einen Maulschlüssel.

Derartige Vorrichtungen sind bei Schraubenschlüsseln, wie Maul-, Ring- oder Steckschlüsseln, bekannt, siehe DE 101 14 906 A1, DE 41 01 227 A1, DE 74 31 974 U1, DE 87 07 841 U1, DE 298 03 576 U1, DE 201 00 134 U1, DE 201 08 098 U1, DE 202 18 968 U1, EP 1 077 114 A1, US 361,704, US 4,058,032, US 4, 096,896, US 4,787,273, US 4,823,652 und US 20030041699 A1.

Allen bekannten Lösungen ist gemeinsam, daß immer nur die Anordnung eines auf eine bestimmte Art wirkenden Haltemittels oder Haftmittels vorgeschlagen wird. Damit ist jeder der damit versehenen Schraubenschlüssel nur beschränkt einsatzfähig: Ein Magnet kann nur an einem Untergrund aus ferromagnetischem Material haften; in manchen Anwendungsfällen darf aber weder ein Magnet noch überhaupt ein Metall verwendet werden; ein Haftkleber hält nur eine gewisse Zeitspanne und nur an einer fettfreien, festen und haftfreundlichen Oberfläche; ein Sauger saugt sich nur an einer glatten, sauberen und staubfreien Oberfläche fest; eine mechanische Klemme kann nicht bei oder nahe einer kratzempfindlichen Oberfläche oder Umgebung eingesetzt werden.

Der Erfindung liegt das Bestreben zugrunde, eine Vorrichtung für einen Schraubenschlüssel, insbesondere für einen Maulschlüssel, zu schaffen, der ohne weiteres sehr vielseitig und über einen langen Zeitraum sicher einsetzbar ist und dessen breite Einsatzfähigkeit in einfacher Weise sogar noch derart erweitert werden kann, daß praktisch alle denkbaren Einsatzfälle mit einer einzigen Vorrichtung bzw. mit einem einzigen Schraubenschlüssel abgedeckt werden können.

Um dies zu erreichen, wird eine Ausbildung der Vorrichtung nach Anspruch 1 vorgeschlagen. Vorteilhafte Weiterbildungen und Abwandlungen der Erfindung und ein damit versehener Schraubenschlüssel sind in den weiteren Ansprüchen aufgeführt und werden weiter unten anhand eines damit versehenen Maulschlüssels näher erläutert.

Die Erfindung schafft durch die Anordnung von mindestens zwei Haltemitteln und/oder Haftmitteln, im folgenden zusammenfassend Mittel genannt, nebeneinander und/oder übereinander eine Vorrichtung, mit der ein damit versehener Schraubenschlüssel sowohl äußerst sicher als auch sehr vielseitig einsetzbar wird. Zunächst wird – unabhängig von der Art der physikalischen Wirkungsart der Mittel – schon durch ihre bloße Verdoppelung oder sogar Vervielfältigung nebeneinander die Wirksamkeit und Sicherheit der Mittel wesentlich gesteigert.

Nebeneinander angeordnete Mittel können leicht gegen andere, auch andersartige, Mittel ausgetauscht oder insbesondere bei Abnutzung, Alterung oder Defekt leicht und schnell durch neue, auch gleichartige, ersetzt werden. Insbesondere Platzmangel kann dafür sprechen, daß die Mittel nur oder auch übereinander angeordnet sind. Eine solche Anordnung der Mittel kann dabei unmittelbar am Schraubenschlüssel sein, z.B. am Grund des Mauls eines Maulschlüssels.

Werden bei der Vorrichtung mindestens zwei die Haftkraft bzw. die Haltekraft auf physikalisch gleiche Art erzeugende Mittel übereinander angeordnet, kann die äußerste, z.B. klebende, Haftschicht bei Unbrauchbarkeit durch Abziehen entfernt werden; die darunter nun frei liegende zweite sozusagen Reserve-Haftschicht übernimmt dann ihre Aufgabe mit voller Haftkraft. Ein solches Schichtpaket kann z.B. aus drei oder mehr doppelseitig klebenden flexiblen Bandabschnitten, Flecken oder dergleichen aufgebaut sein.

Werden bei der Vorrichtung mindestens zwei die Haftkraft bzw. die Haltekraft auf physikalisch unterschiedliche Art erzeugende Mittel übereinander angeordnet, dann ist eine Vorrichtung bzw. ein Schraubenschlüssel geschaffen, die bzw. der durch eine sinnvolle Kombination von verschiedenartigen Mitteln einen losen oder gelösten Außensechskant sicher festhält und der äußerst vielseitig einsetzbar ist. Diese Vielseitigkeit bezieht sich einerseits auf die Art und den Zustand der beteiligten Materialien, andererseits auf die Art und Beschaffenheit der beteiligten Oberflächen und des jeweiligen Umfelds. Die jeweils erforderlichen Mittel können entweder schon an der Vorrichtung oder am Schraubenschlüssel befestigt sein, oder es können Vorkehrungen zu ihrer nachträglichen, schnellen und einfachen Befestigung, eventuell auch im Austausch, an der Vorrichtung oder am Schraubenschlüssel vorgesehen sein. Bei sinnvoller, auf den Anwendungsfall abgestimmter Kombination der Mittel, nebeneinander und/oder übereinander, spielt es keine Rolle, ob z.B. die zu haftenden Flächen des Außensechskants z.B. kratzempfindlich, staubig, ölig, fettig, rauh, riefig oder rostbedeckt sind und welcher Art von Material, wie Metall, Nichtmetall, wie Glas, Kunststoff und Silikon, beim Außenvielkant oder beim Schraubenschlüssel verwendet ist.

Kurz gesagt: Bei einer Anordnung nebeneinander können gleiche Mittel die Wirkung vervielfältigen und ungleiche Mittel den Einsatzbereich erweitern. Bei einer Anordnung von Mitteln übereinander können nicht mehr brauchbare, obere Haftmittel entfernt und hierdurch darunter liegende gleichartige, frische Haftmittel frei gelegt werden. Oder ein Haftmittel der ersten nicht brauchbaren Haftart wird entfernt, damit ein darunter liegendes Haftmittel zweiter brauchbarer Art frei gelegt wird.

Die Erfindung schafft des weiteren durch ihre quasi parallele und/oder serielle Anordnung der Mittel und insbesondere durch eine schichtweise Anordnung der Mittel viele Möglichkeiten zur konkreten Ausbildung der Vorrichtung und damit eines damit versehenen Schraubenschlüssels, so daß hier von einer wirklich universellen Anwendung gesprochen werden kann. Wird beispielsweise über einem Magneten eine dünne klebende Haftschicht angeordnet, dann bleibt ein üblicher schwerer Außensechskant aus einem Eisenwerkstoff aufgrund der Magnetkräfte und aufgrund der zusätzlichen Klebekräfte haften. Ein leichter Außensechskant aus einem nicht-magnetisierbaren Kunststoff wird schon durch die Klebekräfte der Haftschicht gehalten.

Eine bessere Haftkraft kann im Einzelfall erzielt werden, wenn das oben liegende Mittel so von der Vorrichtung entfernbar ist, daß das darunterliegende Mittel entweder frei liegt oder doch, etwa durch Abziehen einer Schutzschicht, ohne Weiteres frei legbar ist, um dann unmittelbar, ohne eine Zwischenschicht, an dem Außensechskant haften zu können.

Die Mittel können in unterschiedlicher Weise an der Vorrichtung befestigt sein, insbesondere durch Formschluß, etwa durch seitliches Ineinanderschieben, durch Kraftschluß, etwa durch Magnete, durch Stoffschluß, etwa durch haftende Kleber, oder auch durch eine Kombination zweier oder mehrerer derartiger Befestigungsmittel.

Mit am einfachsten kann die Erfindung verwirklicht werden, indem bei der Vorrichtung die Verbindung zwischen mindestens zwei übereinander liegenden Mitteln durch Kleben oder Haften hergestellt ist. Um hierzu eine gute, flächige, aber dennoch leicht wieder lösbare Verbindung sicherzustellen, besteht die Verbindung zwischen zwei planparallelen Flächen, von denen mindestens eine biegsam ausgebildet ist, damit sie durch Abziehen, etwa nach Art eines Abschälens, wieder leicht voneinander gelöst werden können.

Die Mittel können mit Vorteil, z.B. zum leichteren Anordnen oder Auswechseln, aber auch an einem Träger oder Zwischenglied der Vorrichtung angeordnet sein. Zum gleichen Zweck kann vorgesehen sein, daß die Mittel nebeneinander und/oder übereinander am Schraubenschlüssel bzw. am Träger oder Zwischenglied der Vorrichtung von Hand zu befestigen und/oder zu lösen sind.

Werden bei der Vorrichtung die Mittel und/oder der Träger und/oder das Zwischenteil mindestens zum Teil elastisch oder plastisch verformbar ausgebildet, werden Haftfähigkeit und Haftsicherheit erhöht; durch die erzielte Nachgiebigkeit können die gebildeten, wirksamen äußeren Haftflächen einer Relativbewegung zwischen dem Schraubenschlüssel und dem Außensechskant folgen und somit praktisch immer vollflächig aufeinander bleiben, so daß ein loser oder gelöster Außensechskant sicher am Schraubenschlüssel festgehalten wird.

Die Haltemittel und/oder Haftmittel können, soweit möglich, übereinander und/oder nebeneinander an der Vorrichtung angeordnet, – zumindest in erforderlicher oder gewünschter Teilkombination – klemmend, magnetisch, klebend, haftend oder saugend ausgebildet sein.

Insbesondere beliebige, eine gute Haftwirkung bietende Klebemittel, wie Klebebänder, Klebepunkte oder Klebeflecke, sogenannte Klebepads, können zur Konservierung ihres Haftvermögens bis zu ihrer ersten Verwendung von einer von Hand entfernbaren, dünnen Schutzschicht, z.B. in Form einer leicht abziehbaren Folie oder eines silikonisierten Papiers, bedeckt sein. Aber auch ein Magnet, starr oder flexibel ausgebildet, kann durch eine sehr dünne Schicht, wie z.B. einen Lack, schützend abgedeckt sein. Eine solche Schicht vermindert nur unwesentlich die magnetische Haftwirkung, schützt jedoch wirksam vor unerwünschten, durch den harten Magneten oder seine Kanten eventuell drohenden Kratzern, insbesondere an empfindlichen Oberflächen.

Eine Vorrichtung nach der Erfindung kann, z.B. in verschiedenen Größen, getrennt vom Schraubenschlüssel vorgefertigt sein und dann für einen seltenen Anwendungsfall zum Einsatz am Schraubenschlüssel, d.h. zur nachträglichen und evtl. wieder lösbaren Verbindung mit dem Schraubenschlüssel, zur Verfügung stehen. Jedoch kann auch vorgesehen sein, daß ein Schraubenschlüssel, insbesondere ein Maulschlüssel, für einen ganz speziellen Einsatzbereich oder auch Einsatzfall, sozusagen als Spezialschlüssel, mit einer der vorgenannten Vorrichtungen in beliebiger Kombination von vorn herein und auf Dauer fest verbunden ist.

Weitere besondere Vorteile sind für den Fachmann auch den teilweise nicht dargestellten Ausbildungen nach den Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele der Erfindung entnehmbar. Zwar werden zu den Ausführungsbeispielen nur Vorrichtungen mit unterschiedlichen Haftmitteln beschrieben. Dem Fachmann steht es jedoch frei, sinngemäß entsprechende oder ähnliche Haltemittel anzuordnen und zu verwenden, bzw. einen Schraubenschlüssel damit auszustatten, wenn es die Umstände des Einzelfalls erfordern oder erlauben.

1 zeigt einen Maulschlüssel, bei dem eine einen Außensechskant festhaltende elastische Vorrichtung in einer Nut am Grund gelagert ist.

2 zeigt den Maulschlüssel in 1 in Seitenansicht in Richtung D, mit lediglich angedeutetem Außensechskant.

3 zeigt den Schnitt III-III in 2 durch einen Arm der Vorrichtung.

4 zeigt den Maulschlüssel in den 1 bis 3, jedoch ohne Außensechskant und mit einer anderen Kombination von Haftmitteln.

5 zeigt den Schnitt V-V in 4 durch einen Arm der Vorrichtung.

6 zeigt den Maulschlüssel in 4, jedoch mit anderen Haftmitteln.

In 1 ist eine Ausführung der Erfindung dargestellt. Ein Maulschlüssel 1 weist ein Maul 2 auf, in dessen abgerundeten Grund 3 eine Nut 4 eingebracht ist, die stufenlos an den Arbeitsflächen 5 und 6 des Mauls 2 ausläuft. Darin ist eine Vorrichtung 7 gehalten. Hierzu ist die Vorrichtung 7 mit einem Kreisbogen 8 mindestens mit dem Boden der Nut 4 dauerhaft und sicher, also praktisch unlösbar, befestigt, z.B. mit Hilfe einer Klebeschicht 9 eingeklebt. Über zwei elastische Abschnitte 10 und 11 ist der Kreisbogen 8 mit zwei verschwenkbaren, abgerundet endenden Arme 12 und 13 verbunden. Die Arme 12 und 13 sind etwa so breit wie das Maul 2 ausgebildet, während der in der Nut 4 gelagerte Kreisbogen 8 schmaler ist. Diese Ausbildung und Anordnung ist auch aus der 2 ersichtlich. Die Arme 12 und 13 können außen mit zweckmäßigen Haftmitteln 14 und 15 versehen sein, die unter dem Winkel &bgr; an zwei Außenflächen 16 und 17 eines vom Maul 2 umgriffenen Außensechskants 18 vollflächig anliegen und die anhand von Beispielen zu den 2 bis 5 noch erläutert werden. Infolge der biegeelastischen und auch verdrehelastischen Ausbildung der Arme 12 und 13 können diese sich auch an eine dem Grund 3 zugewandten Außenfläche eines nicht gezeigten Außenvierkants gut anpassen.

In 2 ist der Maulschlüssel 1 mit Blick auf das Maul 2 gemäß dem Pfeil D in 1 dargestellt. Der Außensechskant 18 und seine Achse sind der deutlicheren Darstellung wegen nur strichpunktiert angedeutet. Deutlich erkennbar ist der Grund 3, in den mittig die Nut 4 eingebracht ist. Die Tiefe der Nut 4, siehe 1, soll aus Gründen der Festigkeit und der Herstellung möglichst gering sein. Sie soll jedoch mindestens das Haltemittel aufnehmen, möglichst aber auch die jeweilige Vorrichtung 7 mindestens seitlich sicher positionieren. Daher wird sie abgestimmt auf die Form und Beschaffenheit der jeweils verwendeten Vorrichtung 7 und auf die Dicke des jeweiligen Haltemittels. Die Tiefe der Nut 4 beträgt hier mindestens die Materialdicke des für die Vorrichtung 7, genauer: dessen Kreisbogen 8, verwendeten Flachmaterials plus der Dicke der Klebeschicht 9.

Die Nut 4 kann jedoch auch dafür benutzt werden, als Haltemittel eine Klebeschicht, z.B. als druckelastisches, doppelseitig klebendes Band, sozusagen vorsorglich im Grund 3 zu positionieren und zum Schutz abzudecken. Im späteren Anwendungsfall kann eine von Hand von der Klebeschicht bzw. vom Grund 3 abziehbare Schutzfolie entfernt werden und eine geeignete, evtl. schon ein Haftmittel aufweisende Vorrichtung von Hand aufgeklebt werden.

Die Arme 12 und 13 können zweckmäßige, kombinierte Haftmittel aufweisen. Hier können z.B. die Arme 12 und 13 selbst magnetisch ausgebildet sein, also selbst als erste Haftmittel wirken. Zusätzlich sind auf die Arme 12 und 13 ovale Abschnitte 14 und 15 als zweite Haftmittel aufgeklebt.

In 3 sind die Abschnitte 14 und 15 der Vorrichtung 7 im Schnitt nach der Linie III-III in 2 zur Verdeutlichung grob vergrößert dargestellt. Sie bestehen jeweils aus einem Abschnitt eines doppelseitigen, abgedeckten flexiblen Klebebandes. Auf die planebene Oberseite 13a des magnetischen Arms 13 ist die planebene Unterseite 15a des Abschnitts 15 mit Hilfe einer sehr dünnen, im Bereich eines Zehntel Millimeters liegenden Klebeschicht 19 aufgeklebt. Die ebenfalls sehr dünne mittlere Trägerschicht 20 ist mit einer oberen dünnen Haftschicht 21 versehen, die wiederum von einer abziehbaren Schutzschicht 22, z.B. aus Silikonfolie, bedeckt ist. Die Dicke der Abschnitte 14 und 15, bestehend aus den Schichten 19 bis 22, beträgt nur wenige Zehntel Millimeter. Daher wird die wirksame Magnetkraft der ersten Haftmittel, magnetische Arme 12 und 13, bei einer Anlage an die Außenflächen 16 und 17 des Außensechskants 18 (1) nur unwesentlich vermindert.

Soll der Maulschlüssel 1 einen losen Außensechskant 18 aus üblichem Stahl halten, so kann der Maulschlüssel 1 sofort eingesetzt werden: Ein loser Außensechskant 18 wird an seinen Außenflächen 16 und 17 durch die Magnetkräfte der beiden Arme 12 und 13 sicher gehalten. Soll derselbe Maulschlüssel 1 einen losen, nicht-ferromagnetischen Außensechskant 18, z. B. aus Kunststoff, festhalten, dann wird die Schutzschicht 22 von der Haftschicht 21 (3) einfach abgezogen: Nun können die klebenden Haftschichten 21 mit den Außenflächen 16 und 17 zusammenwirken, und der lose Außensechskant 18 wird – zwar nicht durch die Magnetkraft, jedoch durch die Haftwirkung der Haftschichten 21 – sicher an der Vorrichtung 7 und damit am Grund 3 im Maul 2 des Maulschlüssels 1 festgehalten.

Sollte es bei einem bestimmten Anwendungsfall wünschenswert sein, die Haftfläche und damit die Haftkräfte und folglich die Haftsicherheit zu vergrößern, können die Arme 12 und 13, und/oder die darauf befestigten Haftmittel 14 und 15, auch breiter als das Maul 2 ausgebildet werden: Insbesondere kann diese gewünschte Breite in der Regel maximal so breit sein, wie die axiale Höhe des Außensechskants 18 – was etwa der doppelten Breite der dargestellten Arme 12 und 13 entspricht -, ohne den Schraubvorgang im geringsten zu behindern.

Soll eine insbesondere flexible Verformung die Vorrichtung 7 gefördert und damit die Anpassungsfähigkeit der Arme 12 und 13 erhöht werden, können die elastischen Abschnitte 10 und 11 zwischen dem befestigten Kreisbogen 8 und den beweglichen Armen 12 und 13 auch, z.B. durch Materialminderung, geschwächt werden. Die Schwächung kann z.B. durch Verformung quasi nach Art eines Filmscharniers ausgebildet sein bzw. wirken.

Eine Abwandlung der Vorrichtung 7 kann vorsehen, daß die Arme 13 und 14 nicht-magnetisch sind und die vorgenannte Schutzfolie 22 des Haftmittels 15 (3) durch eine Magnetfolie ersetzt wird. Dann kann die Vorrichtung ebenfalls sofort bei einem ferro-magnetischen Außensechskant 18 eingesetzt werden. Wird die flexible Magnetfolie von Hand von der Haftschicht 21 vorsichtig abgezogen, so steht die verbleibende Haftschicht 21 zum Haften an einem nicht-ferromagnetischen Außensechskant zur Verfügung. Bei Unbrauchbarkeit, z.B. infolge Abnutzung, Verschmutzung, Beschädigung oder Alterung, wird die Haftschicht 21 mitsamt ihrer Trägerschicht 20 und evtl. Klebeschicht 19 vom Arm 13 abgezogen und durch einen neuen entsprechenden Aufbau ersetzt. Zweckmäßigerweise sind derartig aufgebaute Haftplättchen im Werkzeugkoffer oder Werkzeugschrank in unterschiedlichen Größen vorrätig.

Weitere insbesondere auch für die beschriebene Vorrichtung 7, aber auch für andere Vorrichtungen, verwendbare Haftmittel und Kombinationen sind in den 4 bis 6 dargestellt.

In 4 ist auf die federnden Arme 12' und 13', die aus einem nichtferromagnetischen Metall oder harten Kunststoff gebildet sind, als Haftmittel jeweils ein flaches, kreisförmiges Schichtpaket 23 aufgeklebt. Im Einzelfall kann in Anpassung an die zu haltende Außenfläche des Außensechskants 18 anstelle der Kreisform eine andere, z.B. ein Oval oder ein Rechteck, gewählt werden.

In 5 ist das Schichtpaket 23 im Schnitt nach der Linie V-V in 4 zur Verdeutlichung etwas vergrößert und vereinfacht dargestellt, ähnlich der 3. Ein planebenes, vorzugsweise rundes Schichtpaket 23 besteht aus einem mehrschichtigen, insgesamt noch flexiblen Klebepad mit folgendem Aufbau: Auf der planebenen Oberseite 12a' des Arms 12' sind übereinander zwei Abschnitte eines doppelseitig klebenden, abgedeckten flexiblen Klebebandes 24 und 24' aufgebracht, das im Prinzip wie das schon zur 2 und 3 erläuterte Haftmittel 15 aufgebaut ist. Das Schichtpaket 23 klebt mit seiner planebenen Unterseite 23a auf der Oberseite 12a' und setzt sich darüber somit aus folgenden flexiblen Schichten zusammen: einer ersten Klebeschicht 19', einer ersten Trägerschicht 20', einer ersten Haftschicht 21', einer ersten Trennschicht 22', einer zweiten Klebeschicht 19'', einer zweiten Trägerschicht 20'', einer zweiten Haftschicht 21'' und einer äußeren, folienartigen Schutzschicht 22''. Die Dicke des vorgenannten Schichtpakets 23 beträgt nur einige Zehntel Millimeter bis etwa einen Millimeter, je nach Größe des damit zu versehenen Maulschlüssels.

Erst vor dem ersten Gebrauch der Vorrichtung 7 oder des Maulschlüssels 1 wird die oberste, äußere Schicht, Schutzschicht 22'', abgezogen. Dann steht die zweite Haftschicht 21'' zum Gebrauch zur Verfügung. Wird diese Haftschicht 21'', z.B. aus den schon genannten Gründen, unbrauchbar, so kann diese zusammen mit der zweiten Trägerschicht 20'', der zweiten Klebeschicht 19'' und der Trenn- oder Schutzschicht 22' als biegsames Gebilde abgezogen, quasi abgeschält, werden: Dann wird eine neue Haftschicht, nämlich die erste Haftschicht 21', frei gelegt und steht zur Verfügung.

In 6 ist auf den Arm 12'' ein Haftmittel in Form eines flächigen Gebildes 25 aus flexiblem Silikon oder dergleichen dauerhaft aufgebracht, das aus vielen einzelnen kleinen Saugnäpfen 26 besteht. Auf den Arm 13'' ist als Haftmittel ein einziger kreisförmiger Magnet 27 aufgebracht, der wiederum durch einen Klebefleck 28 abgedeckt ist. Der Klebefleck 28 hat den Aufbau eines doppelseitig klebenden und abgedeckten Flecks, wie er zum Haftmittel 15 im Schnitt in 3 schon beschrieben wurde. Diese dreifache Kombination von Haftmitteln 25, 27 und 28 erlaubt einen noch breiteren Einsatz als die zuvor beschriebenen Kombinationen.

Verzichtet man auf den Magneten 27 oder wird er lösbar oberhalb einer klebenden Haftschicht angebracht, so kann eine derartige Kombination bei speziellen Anwendungfällen sehr vorteilhaft eingesetzt werden, z.B. bei der Erstmontage eines Außenvielkants mit glatten und sehr empfindlichen, z.B. kratzempfindlichen Außenflächen oder bei einem Schraubvorgang, bei dem ein magnetisches oder metallisches Werkzeug gar nicht zulässig ist. Im letzen Fall können die Vorrichtung und sogar der Maulschlüssel ebenfalls aus einem nicht metallischen Material, wie z.B. geeigneten Kunststoff, ausgebildet sein, und der Maulschlüssel z.B. bei einer Montage nahe einer vor jeglichem Kratzer zu schützenden Fläche eingesetzt werden.

Neben der Anordnung von verschiedenartigen Haftmitteln übereinander ist auch die Anordnung von verschiedenartigen Haftmitteln nebeneinander, auch auf verschiedenen Vorrichtungen oder auf ein und demselben beschriebenen Arm, möglich, so daß viele Kombinationen beider Anordnungen, übereinander und/oder nebeneinander, erzielbar sind und den hier damit versehenen Schraubenschlüssel nahezu universell einsetzbar machen. Auch können die verschiedenartigen Mittel nicht nur wie beschrieben durch Kleben, sondern auch in anderer Weise, z.B. durch sinnvollen, von Hand zu lösenden Formschluß, übereinander bzw. auch nebeneinander angeordnet sein.

1Maulschlüssel 2Maul 3Grund 4Nut 5Arbeitsfläche 6Arbeitsfläche 7Vorrichtung 7'Vorrichtung 7''Vorrichtung 8Kreisbogen 9Klebeschicht 10Abschnitt 11Abschnitt 12Arm 12'Arm 12''Arm 12a'Oberseite 13Arm 13'Arm 13''Arm 13aOberseite 14Haftmittel, Abschnitt 15Haftmittel, Abschnitt 15aUnterseite 16Außenfläche 17Außenfläche 18Außensechskant 19Klebeschicht 19'Klebeschicht 19''Klebeschicht 20Trägerschicht 20'Trägerschicht 20''Trägerschicht 21Haftschicht 21'Haftschicht 21''Haftschicht 22Schutzschicht 22'Schutz- und Trennschicht 22''Schutzschicht 23Schichtpaket 23aUnterseite 24Klebeband 24'Klebeband 25Gebilde 26Saugnapf 27Magnet 28Klebefleck &bgr;Winkel DRichtung

Anspruch[de]
  1. Vorrichtung (7, 7', 7''), die mit Haltemitteln (9) an einem Schraubenschlüssel, insbesondere einem Maulschlüssel (1), befestigbar ist und die mit Haftmitteln (12, 13, 14, 15, 21, 23, 24, 24', 25, 27, 28) ein loses, vom Schraubkopf oder Maul (2) umgriffenes und insbesondere einen Außensechskant (18) aufweisendes Schraubelement lösbar festhalten kann, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Haltemittel (9) und/oder Haftmittel (12, 13, 14, 15, 21, 23, 24, 24', 25, 27, 28) nebeneinander und/oder übereinander angeordnet sind.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nebeneinander und/oder übereinander angeordneten Haltemittel bzw. Haftmittel von physikalisch gleicher Art sind.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nebeneinander und/oder übereinander angeordneten Haltemittel bzw. Haftmittel von physikalisch ungleicher Art sind.
  4. Vorrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die übereinander angeordneten Haltemittel bzw. Haftmittel (24, 24') schichtweise übereinander angeordnet sind.
  5. Vorrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei übereinander angeordneten Haltemitteln bzw. Haftmitteln mindestens das zuoberst liegende Haltemittel (9) bzw. Haftmittel (14, 15, 24', 28) so entfernbar ist, daß das darunter liegende Haltemittel (9) bzw. Haftmittel (12, 13, 24, 27) frei liegt oder zumindest frei legbar wird.
  6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei übereinander angeordneten Haltemitteln bzw. Haftmitteln zumindest das zuoberst liegende Mittel zumindest auch mittels Formschluß oder Kraftschluß oder Stoffschluß befestigt ist.
  7. Vorrichtung nach einen der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen mindestens zwei übereinander angeordneten Mitteln (12, 13, 15, 24, 24', 27, 28) eine Verbindung durch Kleben (19, 19', 19'') oder Haften hergestellt ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen zwei planparallelen Flächen (13a, 15a; 12a', 23a) besteht.
  9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (9, 12, 13, 14, 15, 21, 23, 24, 24', 25, 27, 28) an einem Träger oder Zwischenglied (8, 12, 12', 12'', 13, 13', 13'') angeordnet sind.
  10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die am Schraubenschlüssel (1) bzw. am Träger oder Zwischenglied (8, 12, 12', 12'', 13, 13', 13'') übereinander und/oder nebeneinander angeordneten Mittel (9, 12, 13, 14, 15, 21, 23, 24, 24', 25, 27, 28) einzeln und/oder insgesamt von Hand zu befestigen und/oder zu lösen sind.
  11. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (9, 12, 13, 14, 15, 21, 23, 24, 24', 25, 27, 28) und/oder der Träger und/oder das Zwischenglied (8, 12, 12', 12'', 13, 13', 13'') mindestens zum Teil elastisch oder plastisch verformbar ausgebildet sind.
  12. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (9, 12, 13, 14, 15, 21, 23, 24, 24', 25, 27, 28) klemmend, magnetisch, klebend, haftend oder saugend ausgebildet sind.
  13. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (9, 12, 13, 14, 15, 21, 23, 24, 24', 25, 27, 28) einzeln oder insgesamt vor ihrer ersten Verwendung von einer von Hand entfernbaren Schutzschicht (22, 22') bedeckt sind.
  14. Schraubenschlüssel, insbesondere Maulschlüssel, versehen mit mindestens einer der Vorrichtungen (7, 7', 7'') nach einem der vorstehenden Ansprüche.
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