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Dokumentenidentifikation DE102004034164A1 24.02.2005
Titel Beweglicher Kern eines Solenoidventils mit Ventilstange sowie Verfahren zu dessen Herstellung
Anmelder Advics Co.,Ltd., Kariya, Aichi, JP
Erfinder Hayashi, Akira, Kariya, Aichi, JP
Vertreter Tiedtke, Bühling, Kinne & Partner GbR, 80336 München
DE-Anmeldedatum 15.07.2004
DE-Aktenzeichen 102004034164
Offenlegungstag 24.02.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.02.2005
IPC-Hauptklasse B22F 7/00
IPC-Nebenklasse H01F 41/02   
Zusammenfassung Ein Verfahren zum Herstellen eines beweglichen Kerns mit einer Ventilstange eines Solenoidventils, mit dem der bewegliche Kern und die Ventilstange einfach und genau miteinander ausgerichtet werden können. Die Ventilstange und der bewegliche Kern werden durch Sintern hergestellt, wie folgt. Zuerst wird SUS-Pulver mit einer durchschnittlichen Partikelgröße von 150 Mikrometern in eine Höhlung einer ersten Form gegeben, wobei ein unterer Stempel in die Höhlung eingefügt ist. Das Pulver wird durch das Absenken eines oberen Stempels in die Höhlung in einen Pulverpresskörper in Form einer Ventilstange verdichtet. Die erste Form wird ein wenig abgesenkt, so dass der Pulverpresskörper ein wenig aus der Höhlung vorspring. Fe-Pulver mit einem durchschnittlichen Partikeldurchmesser von 150 Mikrometern wird in eine Höhlung einer zweiten Form gegeben, um so auf dem Pulverpresskörper in der Höhlung der ersten Form abgelagert zu werden. Der obere Stempel wird abgesenkt, um das Pulver in der zweiten Höhlung in einen Pulverpresskörper in der Form des Kerns zu verdichten. Nach dem Lösen der Pulverpresskörper werden sie durch Sintern zusammengefügt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen beweglichen Kern eines Solenoidventils, der eine Ventilstange trägt, zur Verwendung in einem Aktuator zum Steuern eines Bremshydraulikdrucks eines Fahrzeugs und auf ein Verfahren zu dessen Herstellung.

2 zeigt einen typischen Aktuator zum Steuern eines Bremshydraulikdrucks eines Fahrzeugs, der eine Hydraulikdrucksteuereinheit 1, eine an einer Seite der Steuereinheit 1 gekoppelte Motoreinheit 2 und eine an die gegenüberliegende Seite der Steuerseite 1 gekoppelte elektronische Steuereinheit (ECU) 3 umfasst. Diese Bauart von Aktuator ist in der JP Patentveröffentlichung 2001-260846 offenbart.

Die Steuereinheit 1 hat ein Gehäuse 10, das typischerweise aus einer Aluminiumlegierung hergestellt ist, in dem ein Speicher 12, eine Pumpe 13 und ein Paar von Drucksteuerventilen 30 und 20 zum Erhöhen beziehungsweise Verringern von Druck montiert sind. Das Gehäuse 10 ist mit einem ersten Durchtritt 16 ausgebildet, der sich von einer Hauptzylinderöffnung 14 zu dem Ventil 30 zur Druckerhöhung und dann zu einer Radzylinderöffnung 15 erstreckt, einem zweiten Durchtritt 17, der sich von der Radzylinderöffnung 15 zu dem Speicher 12 durch das Ventil 20 zur Druckverringerung erstreckt, und einem dritten Durchtritt 18, der sich von dem Speicher 12 durch die Pumpe 13 und das Ventil 30 zur Druckerhöhung zu der Radzylinderöffnung 15 erstreckt.

Die Steuerventile 20 und 30 sind typischerweise Solenoidventile. Zum Beispiel wird in der JP Patentveröffentlichung 4-287840 ein dem in 1 gezeigten ähnliches Solenoidventil als Ventil 30 zur Druckerhöhung verwendet. Es sollte verstanden werden, dass 1 selbst eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt. Dieses Ventil umfasst ein rohrförmiges Joch 31, eine rohrförmige Haspel 32, die in dem Joch 31 montiert ist, eine durch Strom erregte Spule 33, die auf die Haspel 32 gewickelt ist, einen beweglichen Kern (Schwingspule) 34, die axial gleitbar in ein in die Haspel 32 gepasstes Führungsteil 37 eingefügt ist, und eine an dem Kern 34 befestigte Ventilstange 35, die an ihrem vorderen Ende einen zum Berühren eines Ventilsitzes 39 angepassten Ventilkörper 38 aufweist. Durch das ausgewählte Aktivieren und Deaktivieren der Spule wird die Ventilstange 35 zusammen mit dem Kern 34 axial so bewegt, dass deren Ventilkörper 38 in Berührung und außer Berührung mit dem Ventilsitz 39 gebracht wird.

Um den Kern 34 unter der durch die Spule 33 erzeugten Magnetkraft in dessen axialer Richtung zu bewegen, muss der Kern 34 aus einem magnetisierbaren Material ausgebildet sein. Andererseits wird die Ventilstange 35 wünschenswert nicht durch die Magnetkraft von der Spule beeinflusst. Somit ist sie aus einem nicht magnetisierbaren Material hergestellt. Mit anderen Worten sind der Kern 34 und die Ventilstange 35 aus unterschiedlichen Materialien ausgebildet. Bekannte derartige Kerne und Ventilstangen werden daher getrennt hergestellt und zusammengefügt.

Die JP Patentveröffentlichung 2000-087117 schlägt vor, ein ferromagnetisches Pulver oder ein Gemisch eines solchen eisenmagnetischen Pulvers und anderer Pulver in die Form des Kerns 34 zu verdichten, dieses verdichtete Rohprodukt auf die Ventilstange 35 zu passen und zu sintern. Durch das Sintern wird der Kern mit der Ventilstange 35 gefügt. Der Kern wird nämlich gleichzeitig mit der Ventilstange gefügt, wenn er ausgebildet wird.

Allerdings muss mit dieser Anordnung auch noch die Ventilstange 35 zum Beispiel durch Schneiden getrennt ausgebildet werden. Darüber hinaus macht es der Schritt des Anpassens des verdichteten Rohlings auf die Ventilstange 35 schwieriger den Kern und die Ventilstange herzustellen und zusammenzubauen. Darüber hinaus ist es schwierig, den Kern so auf die Ventilstange zu passen, dass sie genau miteinander ausgerichtet sind. Falls diese nur gering zueinander fehlausgerichtet sind, kann der Ventilkörper 38 nicht geeignet auf dem Ventilsitz 39 sitzen, wodurch es schwierig gemacht wird, das Ventil zuverlässig zu öffnen und zu schließen. Es wird insbesondere schwierig das Ventil vollständig abzudichten, wenn dies gewünscht ist.

Eine Aufgabe dieser Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung eines beweglichen Kerns mit einer Ventilstange für ein Solenoidventil bereitzustellen, mit dem der bewegliche Kern und die Ventilstange einfach und genau miteinander ausgerichtet werden können.

Zusammenfassung der Erfindung

Um diese Aufgabe zu lösen, werden der bewegliche Kern und die Ventilstange durch gleichzeitiges Sintern ausgebildet. Insbesondere stellt die vorliegende Erfindung die folgenden zwei Verfahren bereit:

  • 1) Verfahren ein bewegliches Kernteil zur Verwendung in einem Solenoidventil herzustellen, wobei das bewegliche Kernteil einen Kern und eine Ventilstange umfasst, und das Solenoidventil angepasst ist, durch das Bewegen der Ventilstange zusammen mit dem Kern geöffnet und geschlossen zu werden, wobei das Verfahren die Schritte umfasst:

    Vorbereiten einer Form; Geben eines ersten Pulvers in die Form, das aus einem nicht magnetisierbaren Pulver und einem Gemisch aus einem nicht magnetisierbaren Pulver und einem anderen Pulver ausgewählt ist; Verdichten des ersten Pulvers, um einen ersten Pulverpresskörper in Form der Ventilstange auszubilden; Geben eines zweiten Pulvers in die Form, das aus einem magnetisierbaren Pulver und einem Gemisch aus einem magnetisierbaren Pulver und einem anderen Pulver ausgewählt ist, damit es auf dem ersten Pulverpresskörper abgelagert ist; Verdichtung des zweiten Pulvers, um einen zweiten Pulverpresskörper in Form des Kerns auszubilden; und Sintern der ersten und zweiten Pulverpresskörper, um die ersten und zweiten Pulverpresskörper zusammen zu fügen, und dabei die Ventilstange aus dem ersten Pulverpresskörper und den Kern aus dem zweiten Pulverpresskörper als einstückigen Gegenstand auszubilden.
  • 2) Verfahren zum Herstellen des beweglichen Kernteils wie oben beschrieben, wobei das Verfahren die Schritte umfasst:

    Vorbereiten einer Form; Geben eines ersten Pulvers in die Form, das aus einem magnetisierbaren Pulver und einem Gemisch aus einem magnetisierbaren Pulver und einem anderen Pulver ausgewählt ist; Verdichten des ersten Pulvers, um einen ersten Pulverpresskörper in Form des Kerns auszubilden; Einfügen eines zweiten Pulvers in die Form, das aus einem nicht magnetisierbaren Pulver und einem Gemisch aus einem nicht magnetisierbaren Pulver und einem anderen Pulver ausgewählt ist, um auf dem ersten Pulverpresskörper abgelagert zu werden; Verdichten des zweiten Pulvers, um einen zweiten Pulverpresskörper in Form der Ventilstange auszubilden; und Sintern der ersten und zweiten Pulverpresskörper, um die ersten und zweiten Pulverpresskörper zusammenzufügen, und dabei die Ventilstange aus dem zweiten Pulverpresskörper und den Kern aus dem ersten Pulverpresskörper als einstückigen Gegenstand auszubilden.

Mit jedem der obigen Verfahren werden der Kern und die Ventilstange fest als praktisch einstückiger Gegenstand zusammengefügt. Der Kern und die Ventilstange können durch exaktes Folgen der Kontur der Formhöhlung ausgebildet werden, wobei deren Achsen genau miteinander ausgerichtet sind.

Das magnetisierbare Pulver kann Fe-P Pulver, Fe-Si Pulver, Fe-Si-P Pulver, Permalloy Pulver, Permendur Legierung Pulver, oder ein elektromagnetisches, rostfreies Pulver wie zum Beispiel SUS 401 sein. Das nicht magnetisierbare Pulver kann ein nicht magnetisierbarer, rostfreier Stahl wie zum Beispiel SUS 304 sein.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Andere Merkmale und Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen offensichtlich werden, in denen

1 eine seitliche Schnittansicht eines beweglichen Kernteils bei der Verwendung in einem Solenoidventil ist, das die vorliegende Erfindung ausführt;

2 eine schematische Seitenansicht eines Hydraulikdrucksteueraktuators ist, der Solenoidventile hat, von denen jedes das bewegliche, in 1 gezeigte Kernteil aufweist;

3A–3D ein erstes Verfahren zum Herstellen des beweglichen Kernteils gemäß der vorliegenden Erfindung zeigen;

4A–4D ein zweites Verfahren zum Herstellen des beweglichen Kernteils gemäß der vorliegenden Erfindung zeigen;

5 ein drittes Verfahren zum Herstellen des beweglichen Kernteils gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt; und

6 ein unterschiedliches, bewegliches Kernteil zeigt, das die vorliegende Erfindung ausführt.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform

1 zeigt das Steuerventil 30 zur Druckerhöhung, das die vorliegende Erfindung ausführt, das in der in 2 gezeigten Hydraulikdrucksteuereinheit 1 an Stelle des bekannten Ventils 30 zur Druckerhöhung montiert ist.

Diese spezifische Steuereinheit 1 ist auf einem Aktuator eines Antiblockiersystems (ABS) zum Steuern des Bremshydraulikdrucks eines Fahrzeugs auf eine bekannte Weise montiert. Das Steuerventil 30 zur Druckerhöhung ist mittels einer Metalldichtung flüssigkeitsdicht an dem Gehäuse 10 der Steuereinheit 1 montiert, die in das Gehäuse 10 gepasst ist, um sich so quer über den Durchtritt 17 zu erstrecken, der sich von der Radzylinderöffnung 15 erstreckt. Die Pumpe 13 wird durch einen Motor M angetrieben.

Das rohrförmige Joch 31 des Steuerventils 30 zur Druckerhöhung weist sein inneres Ende offen auf. Die rohrförmige Haspel 32 liegt koaxial mit dem Joch 31. Die Spule 33 ist um die Haspel 32 gewickelt, wie oben beschrieben wurde. Der Zwischenraum zwischen der Spule 33 und dem Joch 31 ist mit einem Epoxidharz 36 gefüllt. Der Kern (Wechselspule) 34, der die Ventilstange 35 trägt, ist so in der Haspel 32 aufgenommen, dass er in dessen Axialrichtung beweglich ist, wie früher beschrieben wurde. Sein Axialhub ist auf t beschränkt, was der Lücke zwischen der Führung 37 und dem Ende des Kerns 34 entspricht. Durch ausgewähltes Aktivieren und Deaktivieren der Spule wird der Ventilkörper 38 bei der Spitze der Ventilstange 35 in Berührung mit dem Ventilsitz 39 angepasst, um davon heraus bewegt zu werden. Auf diese Weise öffnet und schließt das Ventil ausgewählt. Elektrischer Strom wird durch Anschlüsse 4 zu der Spule zugeführt. Wenn die Spule deaktiviert ist, wird die Ventilstange 35 durch eine Rückkehrfeder 38a geschoben, bis der Ventilkörper 38 sich von dem Ventilsitz 39 trennt.

Die Ventilstange 35 und der bewegliche Kern 34 des Solenoidventils 30 gemäß der Erfindung werden durch Sintern ausgebildet, wobei eines der drei in 3A–D, 4A–D beziehungsweise 5 gezeigten Verfahren verwendet wird.

Das Verfahren der 3A–D umfasst die folgenden Schritt:

  • 1) Einfügen einer Matrize oder Form 41 zum Ausbilden der Ventilstange 35 in eine Matrize oder Form 45 zum Ausbilden des Kerns 34;
  • 2) Einfügen eines unteren Stempels 43 in eine Höhlung 42 der Matrize 41 von unterhalb der Matrize;
  • 3) Einfüllen eines nicht magnetisierbaren Pulvers, typischerweise SUS Pulver a mit einem durchschnittlichen Partikeldurchmesser von 150 Mikrometern in die Höhlung 42 (3A);
  • 4) Absenken eines oberen Stempels 44 in die Höhlung 42 um das Pulver a in die Form der Ventilstange 35 zu verdichten (3B);
  • 5) Heben des oberen Stempels 44 und dann Heben des unteren Stempels 43 oder Senken der Matrize 41 bis die Verdichtung a ein wenig von der Spitze der Matrize 41 vorspringt;
  • 6) Geben eines magnetisierbaren Pulvers, typischerweise Fe Pulver b mit einem durchschnittlichen Partikeldurchmesser von 150 Mikrometern in eine Höhlung 46 der Kernformmatrize 45 (3C);
  • 7) Absenken des oberen Stempels 47 in die Höhlung 46, um das Pulver b in die Form des Kerns 34 zu verdichten ( 3D);
  • 8) Lösen der Presskörper a und b von der Matrize; und
  • 9) Sintern der Presskörper a und b bei 1150 °C für 30 Minuten um ein einstückiges Kernteil auszubilden, das den Kern 34 und die Ventilstange 35 umfasst.

Die Ventilstange 35 dieses Kernteils dringt in den Kern 34 ein. Im Gegenzug bildet das in 4A–4D gezeigte Verfahren ein Kernteil aus, das einen Kern 34 und eine Ventilstange 35 umfasst, die nicht in das Kernteil 34 eindringt. Bei diesem Verfahren wird eine einstückige Matrize verwendet, die die Kernformmatrize 41 und die Ventilstangenformmatrize 45 umfasst. Bei diesem Verfahren wird nach dem Verdichten des Pulvers a der untere Stempel 43 gehoben oder die Matrize (41, 45) wird abgesenkt, bis die Spitze des Pulvers a im Wesentlichen mit der Schulter zwischen den Matrizen 41 und 45 bündig ist. Auf diese Weise werden die Presskörper a und b vorrübergehend entlang einer horizontalen Ebene gefügt, wenn das Pulver b nachfolgend verdichtet wird, wie in 4D gezeigt ist. Die auf diese Weise gefügten Presskörper a und b werden von der Matrize (41, 45) gelöst und fest durch Sintern zusammengefügt. In einem alternativen Verfahren der 4A–4D ist die Matrize (41, 45) kopfüber positioniert, und das Pulver b wird zuerst in die Höhlung der Matrize 45 gegeben und verdichtet, und dann wird das Pulver a in die Höhlung der Matrize 41 gegeben und verdichtet.

Bei dem Verfahren der 5 wird eine Formbaugruppe 48 verwendet, bei der Formen 48a, 48b, 48c und 48d verwendet werden. Ein Gemisch a', das 50 Gewichtsprozent eines SUS Pulvers mit einer durchschnittlichen Partikelgröße von 150 Mikrometern und 50 Gewichtsprozent eines Harzes umfasst, wird in eine Höhlung 49 der Form 48a von unterhalb der Form 48a einspritzgegossen, und ein Gemisch b', das 50 Gewichtsprozent eines Eisenpulvers mit einer durchschnittlichen Partikelgröße von 150 Mikrometern und 50 Gewichtsprozent eines Harzes umfasst, wird von oberhalb der Form 48a in eine Höhlung 49 einspritzgegossen. Nach dem Metalleinspritzgießen wird das Harz teilweise verdampft, bis sein Gewicht ungefähr 10 bis 50 % des ursprünglichen Gewichts beträgt, und dann werden die Verdichtungen a' und b' von der Form 48a gelöst und dann für 30 Minuten bei 1150 °C gesintert. Durch das Sintern verdampft das Harz vollständig.

Eine Stahlkugel als Ventilkörper 38 wird in eine Aussparung 35a gepresst, die an der Spitze der Ventilstange 35 ausgebildet ist (3D). Falls die Stahlkugel nicht ausreichend fest durch Presspassen an der Ventilstange 35 befestigt werden kann, kann eine beliebige andere Fügeeinrichtung wie zum Beispiel Bonden für eine festere Fügung verwendet werden. Ebenfalls kann das Pulver a oder a' verdichtet werden, wobei die Stahlkugel auf dem unteren Stempel 43 oder der Form 48c angeordnet ist, um die Stahlkugel vorrübergehend mit dem Presskörper a oder a' zu fügen, um die Stahlkugel fester an der Ventilstange zu befestigen. Wenn dann der Presskörper a oder a' gesintert wird, wird die Stahlkugel fest an die Ventilstange gefügt. Ebenfalls kann die Stahlkugel als einstückiges Teil der Ventilstange ausgebildet werden, indem Pulver in eine Aussparung 43a (3A) gegeben wird, die in der oberen Fläche des unteren Stempels 43 oder der Form 48c ausgebildet ist, und zusammen mit dem Pulver a oder a' verdichtet und gesintert wird. Der Ventilkörper einer Nadelventilstange, wie sie in 6 gezeigt ist, ist tatsächlich eine spitz zulaufende Spitze der Ventilstange. Solch ein Ventilkörper wird ausgebildet, wenn das Pulver a oder a' verdichtet und gesintert wird.

Der Kern 34 und die Ventilstange 35 der vorliegenden Erfindung, die durch gleichzeitiges Sintern ausgebildet sind, sind fest miteinander gefügt. Da der Kern und die Ventilstange durch exaktes Folgen der Höhlungsform der Form ausgebildet sind, können sie so ausgebildet werden, dass sie genau miteinander ausgerichtet sind. Das Ventil kann auf diese Weise genau geöffnet und geschlossen werden. Insbesondere mit der in 6 gezeigten Nadelventilstange kann der abgeschrägte Winkel der abgeschrägten Fläche der spitz zulaufenden Spitze, die als Ventilkörper 38 dient, mit hoher Genauigkeit bestimmt werden. Der Öffnungsgrad des Ventils kann auf diese Weise mit hoher Genauigkeit gesteuert werden.

Während der Kern der Ausführungsform als Teil eines Ventils zur Druckerhöhung beschrieben wurde (wie zum Beispiel das Ventil 30), das in einer Hydraulikdrucksteuereinheit (wie zum Beispiel der Steuereinheit 1) zu montieren ist, kann er ebenfalls als Teil eines Ventils 20 zur Druckverringerung oder eines beliebigen anderen Solenoidventils verwendet werden, das nicht nur in einem Aktuator zur Steuerung eines Bremshydrauliksystems eines Fahrzeugs zu montieren ist, sondern in einer beliebigen anderen Vorrichtung. Da der bewegliche Kern und die Ventilstange als gemeinsames einstückiges Teil durch das Sintern von Pulvern ausgebildet werden, können sowohl der Kern als auch die Ventilstange mit einer hohen Abmessungsgenauigkeit ausgebildet werden, wobei deren Achsen genau miteinander ausgerichtet sind. Ebenfalls können sie einfach zu geringen Kosten ausgebildet werden. Das diesen beweglichen Kern enthaltende Ventil kann mit hoher Genauigkeit geöffnet und geschlossen werden.

Ein Verfahren zum Herstellen eines beweglichen Kerns mit einer Ventilstange eines Solenoidventils, mit dem der bewegliche Kern und die Ventilstange einfach und genau miteinander ausgerichtet werden können. Die Ventilstange und der bewegliche Kern werden durch Sintern hergestellt, wie folgt. Zuerst wird SUS Pulver mit einer durchschnittlichen Partikelgröße von 150 Mikrometern in eine Höhlung einer ersten Form gegeben, wobei ein unterer Stempel in die Höhlung eingefügt ist. Das Pulver wird durch das Absenken eines oberen Stempels in die Höhlung in einen Pulverpresskörper in Form einer Ventilstange verdichtet. Die erste Form wird ein wenig abgesenkt, so dass der Pulverpresskörper ein wenig aus der Höhlung vorspringt. Fe Pulver mit einem durchschnittlichen Partikeldurchmesser von 150 Mikrometern wird in eine Höhlung einer zweiten Form gegeben, um so auf dem Pulverpresskörper in der Höhlung der ersten Form abgelagert zu werden. Der obere Stempel wird abgesenkt, um das Pulver in der zweiten Höhlung in einen Pulverpresskörper in der Form des Kerns zu verdichten. Nach dem Lösen der Pulverpresskörper werden sie durch Sintern zusammengefügt.


Anspruch[de]
  1. Verfahren ein bewegliches Kernteil zur Verwendung in einem Solenoidventil herzustellen, wobei das bewegliche Kernteil einen Kern und eine Ventilstange umfasst, und das Solenoidventil strukturiert ist, durch das Bewegen der Ventilstange zusammen mit dem Kern geöffnet und geschlossen zu werden, wobei das Verfahren die Schritte umfasst:

    Vorbereiten einer Form;

    Geben eines ersten Pulvers in die Form, das aus einem nicht magnetisierbaren Pulver und einem Gemisch aus einem nicht magnetisierbaren Pulver und einem anderen Pulver ausgewählt ist;

    Verdichten des ersten Pulvers, um einen ersten Pulverpresskörper in Form der Ventilstange auszubilden;

    Geben eines zweiten Pulvers in die Form, das aus einem magnetisierbaren Pulver und einem Gemisch aus einem magnetisierbaren Pulver und einem anderen Pulver ausgewählt ist, um es auf dem ersten Pulverpresskörper abzulagern;

    Verdichtung des zweiten Pulvers, um einen zweiten Pulverpresskörper in Form des Kerns auszubilden; und Sintern der ersten und zweiten Pulverpresskörper, um die ersten und zweiten Pulverpresskörper zusammenzufügen, und dabei die Ventilstange aus dem ersten Pulverpresskörper und den Kern aus dem zweiten Pulverpresskörper als einstückigen Gegenstand auszubilden.
  2. Verfahren ein bewegliches Kernteil zur Verwendung in einem Solenoidventil herzustellen, wobei das bewegliche Kernteil einen Kern und eine Ventilstange umfasst, und das Solenoidventil strukturiert ist, durch das Bewegen der Ventilstange zusammen mit dem Kern geöffnet und geschlossen zu werden, wobei das Verfahren die Schritte umfasst:

    Vorbereiten einer Form;

    Geben eines ersten Pulvers in die Form, das aus einem magnetisierbaren Pulver und einem Gemisch aus einem magnetisierbaren Pulver und einem anderen Pulver ausgewählt ist;

    Verdichten des ersten Pulvers, um einen ersten Pulverpresskörper in Form des Kerns auszubilden;

    Geben eines zweiten Pulvers in die Form, das aus einem nicht magnetisierbaren Pulver und einem Gemisch aus einem nicht magnetisierbaren Pulver und einem anderen Pulver ausgewählt ist, um auf der ersten Pulverpresskörper abgelagert zu werden;

    Verdichten des zweiten Pulvers, um einen zweiten Pulverpresskörper in Form der Ventilstange auszubilden; und Sintern der ersten und zweiten Pulverpresskörper, um die ersten und zweiten Pulverpresskörper zusammenzufügen, und dabei die Ventilstange aus dem zweiten Pulverpresskörper und den Kern aus dem ersten Pulverpresskörper als einstückigen Gegenstand auszubilden.
  3. Bewegliches Kernteil, das nach dem Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2 hergestellt ist.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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