| Dokumentenidentifikation |
DE102004037597A1 24.02.2005 |
| Titel |
Verfahren zum Verbessern des Repetieranschlagverhaltens, Hebeglied- und Betätigungsmechanismus eines Klaviers |
| Anmelder |
KABUSHIKI KAISHA KAWAI GAKKI SEISAKUSHO, Hamamatsu, JP |
| Erfinder |
Tanaka, Kousuke, Hamamatsu, Shizuoka, JP |
| Vertreter |
Tiedtke, Bühling, Kinne & Partner GbR, 80336 München |
| DE-Anmeldedatum |
03.08.2004 |
| DE-Aktenzeichen |
102004037597 |
| Offenlegungstag |
24.02.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
24.02.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
G10C 3/16
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| Zusammenfassung |
Ein in einem Betätigungsmechanismus eines Klaviers verwendetes Hebeglied hat im Wesentlichen eine L-Form, besteht aus einem großen Hebegliedabschnitt und aus einem kleinem Hebegliedabschnitt. Die Dicke des kleinen Hebegliedabschnitts ist in einer Tastenanordnungsrichtung in einem Zustand, in dem das Hebeglied in das Klavier gepasst ist, geringer als die des großen Hebegliedabschnitts. Durch Verringerung des Gewichts des kleinen Hebegliedabschnitts, wie vorstehend erwähnt, kann die Zeit verringert werden, die dazu benötigt wird, dass das Hebeglied auf eine Stellung zurückkehrt, in der es in der Lage ist, einen Teil eines Anschlagelements hochzudrücken. Dementsprechend ist ein häufigeres Anschlagen innerhalb einer vorbestimmten Zeitspanne möglich.
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| Beschreibung[de] |
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Diese Erfindung bezieht sich auf eine Technik zum Verbessern einer
wiederholten Anschlagdurchführung eines Klaviers.
Herkömmlicherweise ist ein Klavier mit einem bekannten Betätigungsmechanismus
versehen, der in Antwort auf das Niederdrücken einer Taste arbeitet und ein Anschlagelement
eine Saite anschlagen lässt, wie es zum Beispiel in der ungeprüften japanischen
Patentveröffentlichung Nr. 9-281959 offenbart ist.
Zu dem weist der Betätigungsmechanismus, wie aus der ungeprüften japanischen
Gebrauchsmusterschrift Nr. 49-919 zu sehen ist, ein im Wesentlichen L- förmiges
Hebeglied auf, das aus länglichen Abschnitten, insbesondere einem großen Hebegliedabschnitt
und einem kleinen Hebegliedabschnitt besteht. Der kleine Hebegliedabschnitt ist
nahezu senkrecht zu dem großen Hebegliedabschnitt angeordnet. Die Dicke des großen
Hebegliedabschnitts und des kleinen Hebegliedabschnitts ist in einem Zustand, in
dem das Hebeglied in das Klavier gepasst ist, in der Richtung der Tastenanordnung
nahezu konstant
Bei dem vorstehend erwähnten Betätigungsmechanismus wird das Hebeglied
in Antwort auf das Niederdrücken einer Taste angehoben und drückt mit der Spitze
des großen Hebegliedabschnitts eine Schenkelrolle nach oben, die einen Teil des
Anschlagelements bildet. Außerdem wird das Hebeglied gedreht, wenn das freie Ende
des kleinen Hebegliedabschnitts an einer Auslösegruppe anschlägt und die Spitze
des großen Hebegliedabschnitts wird von der Schenkelrolle getrennt. Dann schwingt
das Anschlagelement, das durch das Hebeglied hoch gedrückt wurde, zu einer Seite
um eine Saite anzuschlagen.
Bei dieser Bauart eines Betätigungsmechanismus eines Klaviers wird
das Hebeglied, wenn ein Spieler mit dem Niederdrücken einer Taste aufhört und daher
die Taste löst, in einem Zustand, in dem die Schenkelrolle nach oben gedrückt wurde,
durch die Federkraft einer Repetierfeder in einer Rückstellrichtung zurückgestellt
(d.h., in einer Richtung zur Ausgangsposition, an der sich das Hebeglied vor dem
Niederdrücken der Taste befunden hat). Sobald sich das Hebeglied auf eine Stellung
zurückgestellt hat (im weiteren Verlauf als eine hochdrückfähige Stellung bezeichnet),
in der es in der Lage ist, das Anschlagelement, das eine Saite angeschlagen hat
und dann wieder zurückgekehrt ist, noch mal hochzudrücken, ist das Hebeglied für
den nächsten Anschlag der Saite (ein wiederholtes Anschlagen) bereit. Wenn die Zeit,
die dafür benötigt wird, dass das Hebeglied zu seiner hochdrückfähigen Stellung
rückgestellt wird, kürzer gemacht wird, kann dementsprechend ein wiederholtes Anschlagen
innerhalb einer vorbestimmten Zeitspanne öfter durchgeführt werden.
Jedoch hat die Federkraft der Repetierfeder Grenzen beim Verkürzen
der vorstehend erwähnten Zeit. Folglich ist der herkömmliche Betätigungsmechanismus
auch beim Verbessern der wiederholten Anschlagdurchführung beschränkt. Dies führt
dazu, dass der Nachfrage eines wiederholten Anschlagens mit hoher Geschwindigkeit
eines Spielers mit fortgeschrittenen Spielkenntnissen nicht nachgekommen werden
kann. Dabei wird der Betätigungsmechanismus eines Flügels als ein Beispiel herangezogen.
Jedoch besteht die selbe Problematik für den Betätigungsmechanismus eines aufrechtstehenden
Klaviers.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die der Lösung des vorstehenden
Problems zugrunde liegt, liegt darin, die wiederholte Anschlagdurchführung bei einem
Klavier zu verbessern.
Um diese vorstehende Aufgabe zu lösen, sieht die vorliegende Erfindung
gemäß einem Gesichtspunkt ein Verfahren zum Verbessern der wiederholten Anschlagdurchführung
bei einem Klavier vor, welches einen Betätigungsmechanismus aufweist, in dem ein
im wesentlichen L- förmiges Hebeglied einen Teil eines Anschlagelements in Antwort
auf das Niederdrücken einer Taste hochdrückt, um das Anschlagelement eine Saite
anschlagen zu lassen.
Das Hebeglied besteht aus länglichen Hebegliedabschnitten, d.h., aus
einem großen Hebegliedabschnitt, der das Anschlagelement hochdrückt, und aus einem
kleinen Hebegliedabschnitt, der nahezu senkrecht zu dem großen Hebegliedabschnitt
angeordnet ist. Insbesondere das Gewicht des kleinen Hebegliedabschnitts ist verglichen
zu herkömmlichen Ausgestaltungen verringert, wodurch sich ein leichtergemachter
kleiner Hebegliedabschnitt ergibt.
Gemäß einem solchen Verfahren zum Verbessern der wiederholten Anschlagdurchführung
ist die Drehgeschwindigkeit des Hebeglieds, wenn eine Federkraft in Richtung einer
Rückstellrichtung auf das Hebeglied aufgebracht ist, infolge der Gewichtsverringerung
des kleinen Hebegliedabschnitts erhöht. Im Ergebnis kann die Zeit verkürzt werden,
die das Hebeglied benötigt, um von einer Position, an der das Hebeglied einen Teil
des Anschlagelements hochgedrückt hat (d.h., eine Stellung unmittelbar nach dem
Anschlagen einer Seite) zu einer Stellung, in der es möglich ist,
dieses Teil wieder hochzudrücken (einer hochdrückfähigen Stellung), verkürzt werden.
Ferner wird in diesem Fall lediglich das Gewicht des kleinen Hebegliedabschnitts
eingestellt, anstelle das Gewicht des gesamten Hebeglieds einzustellen. Daher wird
eine ausreichende Festigkeit zum Bewegen des Anschlagelements beibehalten, während
eine Verbesserung der wiederholten Anschlagdurchführung erzielt wird.
Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung ist
ein Hebeglied vorgesehen, das in einem Betätigungsmechanismus eines Klaviers zu
verwenden ist. Das Hebeglied ist im Wesentlichen in einer L- Form ausgebildet und
drückt einen Teil eines Anschlagelements in Antwort auf das Niederdrücken einer
Taste hoch, um das Anschlagelement eine Saite anschlagen zu lassen.
Das Hebeglied besteht aus einem länglichen großen Hebegliedabschnitt,
der einen Teil des Anschlagelements hochdrückt, und aus einem leichtergemachten
kleinen Hebegliedabschnitt, der nahezu senkrecht zu dem großen Hebegliedabschnitt
angeordnet ist. Insbesondere die Dicke des leichtergemachten kleinen Hebegliedabschnitts
ist dünner als die Dicke des großen Hebegliedabschnitts gemacht, und zwar in einer
Richtung der Tastenanordnung in einem Zustand, in dem das Hebeglied in das Klavier
gepasst ist.
Bei dem vorstehend erwähnten Hebeglied wird das Gewicht des leichtergemachten
kleinen Hebegliedabschnitts verringert, indem die Dicke des leichter gemachten kleinen
Hebegliedabschnitts geringer als die Dicke des großen Hebegliedabschnitts gemacht
wird (Leichtermachen).
Wenn in dem Betätigungsmechanismus eines Klaviers ein solches Hebeglied
verwendet wird, kann die Drehgeschwindigkeit des Hebeglieds beim Aufbringen einer
Federkraft in Richtung der Rückstellrichtung auf das Hebeglied, wie dies bereits
vorstehend erwähnt wurde, erhöht werden. Folglich ist es möglich, die Zeit zu verkürzen,
die das Hebeglied zum Rückstellen von einer Stellung, an der es den Teil des Anschlagelements
hochgedrückt hat, zu der hochdrückfähigen Stellung benötigt. Ferner ist lediglich
das Gewicht des kleinen Hebegliedabschnitts eingestellt, anstelle dass das Gewicht
des gesamten Hebeglieds eingestellt wäre. Daher wird eine ausreichende Festigkeit
zum Bewegen des Anschlagelements beibehalten, während eine Verbesserung in der wiederholten
Anschlageigenschaft erzielt wird.
Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung ist
ein Betätigungsmechanismus eines Klaviers vorgesehen, der ein im Wesentlichen L-
förmiges Hebeglied aufweist, das einen Teil eines Anschlagelements in Antwort auf
das Niederdrücken einer Taste hochdrückt, um das Anschlagelement eine Saite anschlagen
zu lassen. Genauer gesagt wird das vorstehend beschriebene Hebeglied verwendet.
Als ein Ergebnis ist es möglich, die wiederholte Anschlageigenschaft
des Klaviers zu verbessern, während das Hebeglied eine ausreichende Festigkeit zum
Bewegen des Anschlagelements beibehält.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
1 ist eine Ansicht, die einen Betätigungsmechanismus
eines Klaviers gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung zeigt;
2A bis 2C
sind erläuternde Ansichten, die einen Gestaltungsunterschied zwischen einem in dem
Betätigungsmechanismus des vorliegenden Ausführüngsbeispiels verwendeten Hebeglieds
und einem herkömmlichen Hebeglied veranschaulichen; und
3A ist eine Ansicht eines Hebeglieds,
das in Versuchen verwendet wurde, um die Wirkungen des vorliegenden Ausführungsbeispiels
zu bestätigen und 3B ist ein Graph, der die Ergebnisse
der Versuche zeigt.
4A bis 4C
sind Ansichten, die Variationen eines leichter gemachten kleinen Hebegliedabschnitts
veranschaulichen.
Ausführliche Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
1 zeigt einen Betätigungsmechanismus
1 eines Klaviers des vorliegenden Ausführungsbeispiels. In der nachstehenden
Beschreibung des Betätigungsmechanismus 1 wird die Spielerseite (rechte
Seite in 1) als eine Vorderseite bezeichnet und die
dem Spieler zugewandte Seite (linke Seite in 1) wird
als hintere Seite bezeichnet. Auch die Richtungen oben und unten in der nachstehenden
Beschreibung entsprechen jenen in 1 gezeigten, wenn
dies nicht ausdrückliche erwähnt ist.
Dieser Betätigungsmechanismus weist eine Pilotenschraube
12, die angehoben wird, wenn eine Taste 11 durch die Betätigung
eines Spielers niedergedrückt wird, einen Sattel 15, der durch einen Sattelbalken
14 über einen Sattelflansch 13 drehbar gestützt ist und durch
das Anheben der Pilotenschraube 12 schwingt, einen Repetierschenkel
16, der durch eine Drehwelle 15b, die an einem
oberen Ende einer Stütze 15a an dem Sattel 15 drehbar gestützt
ist, und der zusammen mit dem Sattel 15 angehoben wird, ein Hebeglied
18, das an einer an einem Ende des Sattels 15 vorgesehenen Drehwelle
15c angeschlossen ist und das zusammen mit dem Sattel 15 angehoben
wird, bis es an eine Auslösepuppe 17 anstößt, und ein Anschlagelement
19 auf, das durch das Anheben des Hebeglieds 18 hochgedrückt wird,
um so eine Saite anzuschlagen, usw. Das Anschlagelement 19 besteht aus
einer Schenkelrolle 19a, die durch eine Spitze (genauer gesagt, durch die
Spitze eines später erläuterten großen Hebegliedabschnitts 18a) des Hebeglieds
18 hochgedrückt wird, das durch ein in einem Spitzenabschnitt des Repetierschenkels
16 vorgesehenen Langloch 16a hindurchführt, aus einem Hammerschaft
19b, der durch eine Schaftschiene 21 über einen Schaftflansch
20 drehbar gestützt ist und nach oben schwingt, wenn die Schaftrolle
19a hochgedrückt wird, und aus einem Hammerkopf 19c, der an einem
Ende des Hammerschafts 19b angebracht ist, und sich durch das Schwingen
des Hammerschafts 19b nach oben bewegt, um eine Saite 25 anzuschlagen.
Ferner ist der Sattel 15 mit einer Repetierfeder
15b versehen, die eine Rückstellkraft auf den Repetierschenkel
16 und das Hebeglied 18 vorsieht, um diese auf ihre Ausgangspositionen
zurückzustellen, an denen sie sich befanden, bevor die Taste niedergedrückt wurde.
Nun wird die Form bzw. Gestalt des Hebeglieds 18 unter Bezugnahme
auf 2A bis 2C
erklärt. 2A ist eine Ansicht des Hebeglieds
18 in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel. 2B
ist eine Ansicht eines herkömmlicher Weise verwendeten Hebeglieds 10.
2C ist eine Ansicht des Hebeglieds 18 von
rechts. In 2C ist das Hebeglied 10 durch eine
strichliierte Linie angezeigt.
Das Hebeglied 10 besteht aus einem länglichen großen Hebegliedabschnitt
10a und aus einem kleinen Hebegliedabschnitt 10b. Der große Hebegliedabschnitt
10a ist ein Abschnitt, der sich in der Vertikalrichtung in 2B
erstreckt. Der kleine Hebegliedabschnitt 10b ist ein Abschnitt, der nahezu
senkrecht zu dem großen Hebegliedabschnitt 10a angeordnet ist. Dementsprechend
ist das Hebeglied 10 in einer im Wesentlichen L-förmigen Konfiguration
ausgebildet.
Das Hebeglied 18 ist ebenso L-förmig ausgebildet, weist einen
länglichen großen Hebegliedabschnitt 18a und einen leichtergemachten kleinen
Hebegliedabschnitt 18b auf, der nahezu senkrecht zu dem großen Hebegliedabschnitt
18a angeordnet ist. Genauer gesagt ist die Dicke des leichtergemachten
kleinen Hebegliedabschnitts 18b in einer Tastenanordnungsrichtung in einem
Zustand, in dem das Hebeglied 18 in das Klavier eingepasst ist, dünner
als die Dicke des großen Hebegliedabschnitts 18a.
Wie aus 2C zu sehen ist, besteht zwischen
dem großen Hebegliedabschnitt 18a des Hebeglieds 18 und dem großen
Hebegliedabschnitt 10a des Hebeglieds 10 kein Unterschied. Jedoch
ist die Dicke des leichter gemachten Hebegliedabschnitts 18b geringer als
die des kleinen Hebegliedabschnitts 10b. Dementsprechend ist das Gesamtgewicht
des Hebeglieds 18 geringer als das des herkömmlichen Hebeglieds
10. Genauer gesagt ist das Gewicht des leichtergemachten kleinen Hebegliedabschnitts
18a verringert. Das heißt, das Gewicht des Hebeglieds 18 wird
verringert, indem die Form des leichter gemachten kleinen Hebegliedabschnitts
18b geändert wird, ohne im Wesentlichen die Form des großen Hebegliedabschnitts
18a zu ändern. Außerdem hat bei dem herkömmlichen Hebeglied 10
die Oberseite des kleinen Hebegliedabschnitts 10b (d.h., die Seite, die
näher an dem großen Hebegliedabschnitt 10a ist) eine lineare Form. Jedoch
hat bei dem Hebeglied 18 des vorliegenden Ausführungsbeispiels die Oberseite
des leichtergemachten kleinen Hebegliedabschnitts 18b eine leicht gekrümmte
U- Form, wodurch sich eine Verringerung dessen Breite ergibt (d.h., die Breite in
der Vertikalrichtung des leichter gemachten kleinen Hebegliedabschnitts
18b in 2A). Somit wird eine weitere Verringerung
des Gewichts des Hebeglieds 18 erreicht (ein weiteres Leichtermachen).
Kehrt man nun zur 1 zurück, ist ein Einstellelement
30, das ein Positionierungseinstellmechanismus des Hebeglieds
18 ist, an dem großen Hebegliedabschnitt 18a angebracht, wenn
das Hebeglied 18 in den Betätigungsmechanismus 1 gepasst ist.
Das Einstellelement 30 besteht aus einer Anschlagschraube 31,
einem Anschlagknopf 32 und einem Anschlagfilz 33. Der Anschlagfilz
33 liegt an einem oberen Endabschnitt eines Löffels 40 an, der
an dem Sattel 15 vorgesehen ist. Durch Drehen der Anschlagschraube
31 kann die Winkelstellung des Hebeglieds 18 für einen Tastenlösezustand
eingestellt werden.
Nun wird die Arbeitsweise des Betätigungsmechanismus 1, der
mit dem Hebeglied 18 versehen ist, beschrieben.
Wenn der Spieler eine Taste 11 niederdrückt, die anfänglich
in einem gelösten Zustand ist, wird der Sattel 15 hochgedrückt, um den
Repetierschenkel 16 und das Hebeglied 18 anzuheben. Zusammen mit
dem Anheben der Komponenten, gleitet der Repetierschenkel 16 unter die
Schenkelrolle 19a, um den Hammerschenkel 19b über die Schenkelrolle
19a hochzudrücken. Daraufhin stößt der Repetierschenkel 16 an
der Repetierschraube 20a an, um das Anheben zu stoppen und schwingt. Dann
wird das Hebeglied, das sich anfänglich zusammen mit dem Repetierschenkel
16 aufwärts bewegt hat, weiter angehoben, um so die Schenkelrolle
19a mit der Spitze des großen Hebegliedabschnitts 18a (die durch
das Langloch 16a führt) hochzudrücken. Wenn das freie Ende des leichtergemachten
kleinen Hebegliedabschnitts 18b an der Auslösepuppe 17 anschlägt,
wird das Hebeglied 18, das mit dem Anheben aufgehört hat, in Uhrzeigersinnrichtung
in 1 gedreht, um die Spitze des großen Hebegliedabschnitts
18a von der Schenkelrolle 19a zu trennen. Dann befindet sich das
Anschlagelement 19, das durch das Hebeglied 18 hochgedrückt wurde,
in einem sich frei drehenden Zustand und dreht sich in Uhrzeigersinnrichtung, um
den Hammerkopf 19c die Saite 25 anschlagen zu lassen.
Wenn der Spieler unterdessen mit dem Niederdrücken der Taste
11 aufhört und diese freigibt und sich die Taste 11 von einem
Zustand, in dem es die Schenkelrolle 19a hochgedrückt hat, auf eine Stellung
von ca. einem Drittel (1/3) von einer vollständig niedergedrückten Tiefe zurückgestellt
hat, fängt das Hebeglied 18 damit an, sich in der Rückstellrichtung (d.h.,
der Ursprungsstellung, an der sich das Hebeglied 18 vor dem Niederdrücken
der Taste befunden hat) infolge der Federkraft der Repetierfeder 15d zusammen
mit dem Repetierhebel 16 zu drehen. Wenn die Spitze des großen Hebegliedabschnitts
18a auf eine Stelle bewegt wird, die sich unterhalb der Schenkelrolle
19a befindet, kann das nächste Anschlagen der Saite ungeachtet dessen durchgeführt
werden, ob sich die Taste 11 tatsächlich vollständig auf ihre Ursprungsstellung
zurückgestellt hat. Dementsprechend wird es möglich, die gleiche Taste
11 wiederholtermaßen wie ein Trillern anzuschlagen.
Zusammen mit der Bewegung der Taste 11 zur Ausgangsstellung,
werden der Sattel 15, der Repetierschenkel 16 und das Hebeglied
18 zudem in Richtungen bewegt, die zu den Richtungen entgegengesetzt sind, in denen
sie sich zu dem Zeitpunkt bewegt haben, als die Taste niedergedrückt wurde, so dass
sie sich auf ihre Ausgangsstellungen zurückstellen.
In dem vorstehend beschriebenen Betätigungsmechanismus 1
des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist der leichtergemachte kleine Hebegliedabschnitt
18b des Hebeglieds 18 dünn ausführt, und das Gewicht des selbigen
ist verglichen zu einem herkömmlichen Hebeglied verringert.
Daher kann beim Aufbringen der Federkraft auf das Hebeglied
18 in der Rückstellrichtung die Drehgeschwindigkeit des Hebeglied
18 erhöht werden. Außerdem kann die Zeit, die das Hebeglied 18
dazu braucht, von einer Stellung, an der das Hebeglied 18 die Schenkelrolle
19a hochgedrückt hat, zur hochdrückfähigen Stellung (die Stellung unterhalb
der Schenkelrolle 19a) zurückzustellen, verkürzt werden. Dementsprechend
wird ein häufigeres wiederholtes Anschlagen innerhalb einer vorbestimmten Zeitspanne
möglich, wodurch eine Verbesserung der wiederholten Anschlagdurchführung des Klaviers
erreicht wird.
Außerdem wird lediglich das Gewicht des leichtergemachten kleinen
Hebegliedabschnitts 18b anstelle des Gewichts des gesamten Hebeglieds
18 eingestellt. Daher wird eine ausreichende Festigkeit zum Bewegen des
Anschlagelements 19 beibehalten, während die wiederholte Anschlageigenschaft
des Klaviers verbessert wird.
Nun werden unter Bezugnahme auf 3A und
3B Versuche durchgeführt, um die vorstehenden
Wirkungen zu untermauern. 3A zeigt ein für die Versuche
verwendetes Hebeglied, das dem in 2B gezeigten Hebeglied
10 entspricht. 3B ist ein Graph, der die Versuchsergebnisse
zeigt.
[Erster Versuch]
Zunächst wurde eine Strecke L nahezu auf sieben Achtel (7/8) der Strecke
zwischen der Drehwelle des Hebeglieds 10 und dem freien Ende (dem Ende
an der der Drehwelle entgegengesetzten Seite) des kleinen Hebegliedabschnitts
10B eingestellt. Zudem wurde, wie in 3A gezeigt
ist, eine Stelle Pa an einem Ort an dem kleinen Hebegliedabschnitt 10b
festgelegt, der sich von der Drehwelle um die Strecke L beabstandet befindet.
In einem ersten Versuch wurde das Gewicht eines an der Stelle Pa angebrachten
Senkbleis Ma allmählich erhöht und die Anzahl der wiederholten Anschläge wurde gemessen.
[Zweiter Versuch]
Wie in 3A gezeigt ist, wurde eine Stelle
Pb an einem Ort an dem großen Hebegliedabschnitt 10a festgelegt, der sich
von der Drehwelle um die Strecke L beabstandet befindet.
In dem zweiten Versuch wurde ein Senkblei Mb an der Stelle Pb angebracht
und es wurden die selben Messungen wie in dem ersten Versuch aufgezeichnet.
[Versuchsergebnisse]
3B zeigt die Versuchsergebnisse. Die
vertikale Achse zeigt die Anzahl der wiederholten Anschläge. Die horizontale Achse
zeigt das Gewicht der Last (das Gewicht der Senkbleie Ma, Mb). Die Ergebnisse des
ersten Versuchs sind durch eine strichpunktierte Linie angezeigt und die Ergebnisse
des zweiten Versuchs sind durch eine doppelpunktierte Linie angezeigt.
Wie in den Ergebnissen zu sehen ist, zeigt der erste Versuch (d.h.,
das Aufbringen eines Gewichts an dem kleinen Hebegliedabschnitt 10b) im
Vergleich zu dem zweiten Versuch (d.h., Aufbringen des Gewichts an dem großen Hebegliedabschnitt
10a) eine größere Abnahme in der wiederholten Anschlageigenschaft bei zunehmendem
Gewicht. Daher scheinen die für die wiederholte Anschlagdurchführung hervorgebrachten
Wirkungen in dem ersten Versuch größer zu sein.
Aus den vorstehenden Versuchen wurde herausgefunden, dass zum Verbessern
der wiederholten Anschlagleistung eine Gewichtsverringerung des kleinen Hebegliedabschnitts
10b des Hebeglieds 10 effektiver als eine ähnliche Gewichtsverringerung
des großen Hebegliedabschnitts 10a ist.
In der vorstehenden Beschreibung wurde ein Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung ausführlich beschrieben. Jedoch ist die vorliegende Erfindung
nicht auf das vorgenannte Ausführungsbeispiel beschränkt und es können andere Modifikationen
und Abänderungen möglich sein.
Beispielsweise ist die Form des Hebeglieds 18 nicht auf die
in 2A gezeigte Form beschränkt. Der Außenrand des leichtergemachten
kleinen Hebegliedabschnitts 18b kann geschliffen werden, um das Gewicht
zu reduzieren, oder er kann direkt in der gewünschten Form ausgebildet werden. Ferner
muss die Gewichtsverringerung nicht notwendigerweise durch Ändern der Form des leichter
gemachten kleinen Hebegliedabschnitts 18b ausgeführt werden. Wie in
4A bis 4C gezeigt
ist, kann der leichtergemachte kleine Hebegliedabschnitt 18b ausgehöhlt
sein, kann Löcher 18c, Hohlstellen 18d oder Aussparungen enthalten,
oder kann ein Material oder eine Materialkombination verwenden, die leichter als
die des großen Hebegliedabschnitts 18a ist. Eine Linie 18e in
4C ist eine Grenzlinie zwischen dem großen Hebegliedabschnitt
18a und dem leichtergemachten kleinen Hebegliedabschnitt 18b.
Der leichtergemachte Hebegliedabschnitt 18b kann zudem aus einem Material
ausgebildet sein, das ein größeres Verhältnis aus Festigkeit zu Gewicht als das
in dem großen Hebegliedabschnitt 18a verwendete Material hat. Während Polyacetal
(spezifische Dichte, 1,3) für das Material des großen Hebegliedabschnitt
18a verwendet wird, kann beispielsweise ABS-Kunstharz (spezifische Dichte:
1,1) für den kleinen Hebegliedabschnitt 18b verwendet werden. Ferner können
Polypropyren (spezifische Dichte: 0,9 bis 1,0) oder Holz (spezifische Gewichte:
0,3 bis 0,6) anstelle von ABS-Kunstharz für den kleinen Hebegliedabschnitt
18b verwendet werden. Die vorstehend erwähnten Techniken zum Leichtermachen
können ebenso auf den kleinen Hebegliedabschnitt eines stehenden Klaviers angepasst
werden.
Ein in einem Betätigungsmechanismus eines Klaviers verwendetes Hebeglied
hat im wesentlichen eine L-Form, besteht aus einem großen Hebegliedabschnitt und
aus einem kleinem Hebegliedabschnitt. Die Dicke des kleinen Hebegliedabschnitts
ist in einer Tastenanordnungsrichtung in einem Zustand, in dem das Hebeglied in
das Klavier gepasst ist, geringer als die des großen Hebegliedabschnitts. Durch
Verringerung des Gewichts des kleinen Hebegliedabschnitts wie vorstehend erwähnt,
kann die Zeit verringert werden, die dazu benötigt wird, dass das Hebeglied auf
eine Stellung zurückkehrt, in der es in der Lage ist, einen Teil eines Anschlagelements
hochzudrücken. Dementsprechend ist ein häufigeres Anschlagen innerhalb einer vorbestimmten
Zeitspanne möglich.
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| Anspruch[de] |
- Verfahren zum Verbessern einer Durchführung eines wiederholenden Anschlags
bei einem Klavier, das einen Betätigungsmechanismus aufweist, in dem ein im Wesentlichen
L- förmiges Hebeglied einen Teil eines Anschlagelements in Antwort auf das Niederdrücken
einer Taste hochdrückt, um das Anschlagelement eine Saite anschlagen zu lassen,
wobei das Hebeglied aus länglichen Abschnitten besteht, die folgendes aufweisen:
einen großen Hebegliedabschnitt zum Hochdrücken des Anschlagelements, und
einen kleinen Hebegliedabschnitt, der nahezu senkrecht zu dem großen Hebegliedabschnitt
integriert ist, wobei
das Verfahren einen Schritt des Leichtermachens des kleinen Hebegliedabschnitts
vor dem Einbauen in das Klavier aufweist.
- Verfahren zum Verbessern einer Durchführung eines wiederholenden Anschlags
bei einem Klavier gemäß Anspruch 1, wobei
der Schritt des Leichtermachens des kleinen Hebegliedabschnitts die Verwendung eines
kleinen Hebegliedabschnitts mit einer Dicke aufweist, die in einer Tastenanordnungsrichtung
in einem Zustand, in dem das Hebeglied in das Klavier gepasst ist, geringer als
eine Dicke des großen Hebegliedabschnitts ist.
- Verfahren zum Verbessern einer Durchführung eines wiederholenden Anschlags
bei einem Klavier gemäß Anspruch 1, wobei der Schritt des Leichtermachens des kleinen
Hebegliedabschnitts die Verwendung eines Materials aufweist, das eine geringere
Dichte als ein zum Ausbilden des großen Hebegliedabschnitts verwendetes Material
aufweist.
- Verfahren zum Verbessern einer Durchführung eines wiederholenden Anschlags
bei einem Klavier gemäß Anspruch 1, wobei der Schritt des Leichtermachens
des kleinen Hebegliedabschnitts die Eingliederung von Aussparungen in ein zum Ausbilden
des großen Hebegliedabschnitts verwendetes Material aufweist.
- Hebeglied zum Gebrauch in einem Betätigungsmechanismus eines Klaviers,
welches im Wesentlichen in einer L-Form ausgebildet ist und einen Teil eines Anschlagelements
in Antwort auf das Niederdrücken einer Taste hochdrückt, um das Anschlagelement
eine Saite anschlagen zu lassen, wobei
das Hebeglied aus folgendem besteht:
einem länglichen großen Hebegliedabschnitt zum Hochdrücken des Teils des Anschlagelements,
und
einem leichtergemachten kleinen Hebegliedabschnitt, der nahezu senkrecht zu dem
großen Hebegliedabschnitt integriert ist.
- Hebeglied zum Gebrauch in einem Betätigungsmechanismus eines Klaviers
gemäß Anspruch 5, wobei der leichtergemachte kleine Hebegliedabschnitt in einer
Tastenanordnungsrichtung in einem Zustand, in dem das Hebeglied in das Klavier gepasst
ist, eine Dicke hat, die geringer als eine Dicke des großen Hebegliedabschnitts
ist.
- Hebeglied zum Gebrauch in einem Betätigungsmechanismus eines Klavier
gemäß Anspruch 6, wobei der leichtergemachte kleine Hebegliedabschnitt eine Oberseite
hat, die in einer leicht gekrümmten konkaven Form ausgebildet ist.
- Hebeglied zum Gebrauch in einem Betätigungsmechanismus eines Klaviers
gemäß Anspruch 5, wobei der leichter gemachte kleine Hebegliedabschnitt eine Oberseite
hat, die in einer leicht gekrümmten konkaven Form ausgebildet ist.
- Hebeglied zum Gebrauch in einem Betätigungsmechanismus eines Klaviers
gemäß Anspruch 5, wobei der leichtergemachte kleine Hebegliedabschnitt aus einem
Material ausgebildet ist, das eine geringere Dichte als ein zum Ausbilden des großen
Hebegliedabschnitt verwendetes Material hat.
- Hebeglied zum Gebrauch in einem Betätigungsmechanismus eines Klavier
gemäß Anspruch 5, wobei der leichtergemachte kleine Hebegliedabschnitt aus einem
Material ausgebildet ist, das in dem Bereich des leichter gemachten kleinen Hebegliedabschnitts
zumindest eine Aussparung eingegliedert hat.
- Hebeglied zum Gebrauch in einem Betätigungsmechanismus eines Klaviers
gemäß Anspruch 5, wobei der leichtergemachte kleine Hebegliedabschnitt aus einem
Material ausgebildet ist, das ein größeres Verhältnis aus Festigkeit zu Gewicht
als ein für den großen Hebegliedabschnitt verwendetes Material hat.
- Betätigungsmechanismus eines Klaviers, der ein im Wesentlichen L-
förmiges Hebeglied aufweist, das einen Teil eines Anschlagelements in Antwort auf
das Niederdrücken einer Taste hochdrückt, um das Anschlagelement eine Saite anschlagen
zu lassen, wobei das Hebeglied aus folgendem besteht:
einem länglichen großen Hebegliedabschnitt zum Hochdrücken des Teils des Anschlagelements,
und
einem leichter gemachten kleinen Hebegliedabschnitt der nahezu senkrecht zu dem
großen Hebegliedabschnitt integriert ist.
- Betätigungsmechanismus eines Klaviers gemäß Anspruch 12, wobei der
leichtergemachte kleine Hebegliedabschnitt in einer Tastenanordnungsrichtung in
einem Zustand, in dem das Hebeglied in das Klavier gepasst ist, eine Dicke hat,
die geringer als eine Dicke des großen Hebegliedabschnitts ist.
- Betätigungsmechanismus eines Klaviers gemäß Anspruch 13, wobei der
leichtergemachte kleine Hebegliedabschnitt eine Oberseite hat, die in einer leicht
gekrümmten konkaven Form ausgebildet ist.
- Betätigungsmechanismus eines Klaviers gemäß Anspruch 12, wobei der
leichtergemachte kleine Hebegliedabschnitt eine Oberseite hat, die in einer leicht
gekrümmten konkaven Form ausgebildet ist.
- Betätigungsmechanismus eines Klaviers gemäß Anspruch 12, wobei der
leichtergemachte kleine Hebegliedabschnitt aus einem Material ausgebildet ist, das
eine geringer Dichte als ein zum Ausbilden des großen Hebegliedabschnitts verwendetes
Material hat.
- Betätigungsmechanismus eines Klaviers gemäß Anspruch 12, wobei der
leichtergemachte kleine Hebegliedabschnitt aus einem Material ausgebildet ist, das
in dem Bereich des leichtergemachten kleinen Hebegliedabschnitts zumindest eine
Aussparung eingegliedert hat.
- Betätigungsmechanismus eines Klaviers gemäß Anspruch 12, wobei der
leichtergemachte kleine Hebegliedabschnitt aus einem Material ausgebildet ist, das
ein größeres Verhältnis aus Festigkeit zu Gewicht als ein für den großen Hebegliedabschnitt
verwendetes Material hat.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen
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