Gebundene Schleifartikel sind im allgemeinen durch eine dreidimensionale
Struktur gekennzeichnet, bei welcher Schleifkorn in einer Matrix oder Bindung gehalten
wird. In manchen Fällen ist die Bindung eine organische Bindung, die auch als polymere
oder Harz-Bindung bezeichnet wird. Organisch gebundene Werkzeuge bieten jedoch unter
Naßschleifbedingungen oft schlechte Leistungen. Die Beibehaltung der Naßschleiffestigkeit
ist besonders schlecht im Fall einiger Werkzeuge, die aus Körnern auf Aluminiumoxidbasis,
die in Phenolharzbindungen gehalten werden, gebildet sind. Schleifräder beispielsweise,
die als "38A" Korn bezeichnetes Schleifkorn gebunden in Phenolharz enthalten, sind
für schnellen Verschleiß des Rades beim Naßschleifen bekannt, wegen, so wird angenommen,
der hoch wasserempfindlichen Oberflächenchemie, d. h. dem hohen Na2O
Gehalt, in diesem Typ von Schleifkorn. In Gegenwart einer Schleifflüssigkeit auf
Wasserbasis wird unverbrauchtes Schleifkorn vorzeitig aus der Bindung gelöst.
Bei einem Versuch, die Naßleistung von Schleifwerkzeugen, die Phenolharzbindungen
verwenden, zu verbessern, werden Schleifkörner mit Silanen behandelt, wodurch die
Körner hydrophob gemacht werden. Wie jedoch in dem US Patent Nr. 5,042,991
an Kunz et al. berichtet, wird diese Technik von Herstellungsschwierigkeiten begleitet,
und die verbesserte Leistungsfähigkeit des Korn verringert sich nach wenigen Monaten
der Lagerung.
Nach einem anderen Ansatz, beschrieben in dem US Patent Nr.
3,323,885, wird die Lebensdauer des Rades verbessert, indem der
vorzeitige Verlust von nutzbarem Korn aus der Bindung verhindert wird; im Anfangsschritt
des Härtungsprozesses wird durch die gesamte Masse des grünen Rades Feuchtigkeit
zur Verfügung gestellt, d. h., es wird eine relative Feuchtigkeit von mindestens
20% für mindestens fünf Minuten bei etwa 100°C aufrechterhalten. Als Mittel
zum Zurverfügungstellen dieser relativen Feuchtigkeit wird das grüne Rad vor dem
Härten in eine feuchtigkeitsundurchlässige Folie eingewickelt. Während die erhaltenen
Räder eine verbesserte Radlebensdauer aufweisen, tragen die Schritte des Ein- und
Auswickelns jeden Rades zu den Herstellungskosten der gebundenen Schleifwerkzeuge
bei. Des weiteren verhindert die Folie das Entweichen unerwünschter Reaktionsprodukte,
wie Ammoniak, welches in dem Körper des fertigen Artikels eingeschlossen bleibt.
In Abwesenheit der Hülle wird Wasserdampf ausgetrieben und verdampft, wenn der Grünkörper
auf über 100°C erwärmt wird.
Es besteht daher ein Bedarf an organisch gebundenen Schleifmitteln
und Verfahren zu deren Herstellung, welche die oben genannten Schwierigkeiten vermindern
oder minimieren.
Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein organisch gebundene Schleifartikel,
wie Schleifräder, Radsegmente und andere sowie Verfahren zur deren Herstellung.
Gemäß einer Ausführungsform ist die Erfindung auf ein Verfahren zur
Herstellung eines organisch gebundenen Schleifartikels gerichtet, welches das Kombinieren
einer Schleifmittelkomponente und einer Harzkomponente auf Phenolbasis umfaßt. Die
kombinierten Komponenten werden geformt. Die Harzkomponente auf Phenolbasis wird
in einer Atmosphäre, die Feuchtigkeit enthält, thermisch gehärtet, wodurch der organisch
gebundene Schleifartikel gebildet wird. Die feuchtigkeitshaltige Atmosphäre steht
mit den geformten Komponenten in Kontakt.
Die Erfindung ist auch auf einen Schleifartikel gerichtet, der durch
ein Verfahren hergestellt ist, welches das Kombinieren einer Schleifmittelkomponente
und einer Harzkomponente auf Phenolbasis und das Formen der kombinierten Komponenten
umfaßt. Die Harzkomponente auf Phenolbasis wird in einer feuchtigkeitsenthaltenden
Atmosphäre thermisch gehärtet, wobei die Atmosphäre mit den geformten Komponenten
in Kontakt steht.
In einem Beispiel wird die feuchtigkeitsenthaltende Atmosphäre erhalten,
indem Dampf in die Kammer geleitet wird, die verwendet wird, um die thermische Härtung
durchzuführen. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform, wird das Schleifkorn zuerst
mit einer siliciumorganischen Komponente kombiniert, um siliciumorganisch behandeltes
Schleifkorn zu bilden, gefolgt von einer Kombinierung der Harzkomponente auf Phenolbasis
mit dem siliciumorganisch behandelten Schleifkorn.
Gemäß einer anderen Ausführungsform ist die Erfindung auf ein Schleifrad
gerichtet, das durch das erfindungsgemäße Verfahren hergestellt ist und eine Beibehaltung
der Festigkeit von größer als 57% aufweist. Gemäß einer anderen Ausführungsform
ist die Erfindung auf einen Schleifartikel gerichtet, der durch das erfindungsgemäße
Verfahren hergestellt ist und eine Menge an von in dem Rad vorhandenen Ammoniak
aufweist, die kleiner als etwa 50 Teile pro Million (ppm) ist.
Die Erfindung weist viele Vorteile auf. Beispielsweise eliminiert
die Erfindung die Notwendigkeit der Ein- und Auswickelschritte bei der Herstellung
von Schleifrädern. Ferner wird die Menge an Ammoniak und anderen unerwünschten Reaktionsprodukten,
die während der Herstellung in dem Radkörper eingeschlossen werden, vermindert.
Schleifwerkzeuge, die bei Durchführung der Erfindung erhalten werden, weisen im
allgemeinen eine gute Beibehaltung der Naßfestigkeit auf, d. h., Schleifkörner werden
während der Dauer ihrer nutzbaren Lebenszeit unter Naßschleifbedingungen in der
organischen Bindung zurückgehalten. Die Erfindung ist insbesondere vorteilhaft,
indem sie die Beibehaltung der Naßfestigkeit bei weichgradigen Schleifrädern gewährleistet.
"Weichgradige Schleifräder" wie hier definiert, bezieht sich auf Räder, die weicher
sind als der Grad Q der Gradskala der Norton Company. Nach den erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellte Schleifwerkzeuge weisen auch eine gute Beibehaltung der Trockenfestigkeit
und eine geringe Verschlechterung der Schleifleistung auf.
Die vorhergehenden und andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der
Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden, mehr ins Detail gehenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung. Eine Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
der Erfindung folgt.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung organisch
gebundener Schleifartikel.
Das erfindungsgemäße Verfahren umfaßt das Kombinieren einer Schleifmittelkomponente
und einer Harzkomponente auf Phenolbasis. Die kombinierten Komponenten können geformt
werden, beispielsweise zu einem Grünkörper mit einer Gestalt, die zur Bildung eines
Schleifartikels geeignet ist. Die Harzkomponente auf Phenolbasis wird thermisch
in einer Atmosphäre gehärtet, die Feuchtigkeit enthält, und die mit den geformten
Komponenten in Kontakt steht.
Gemäß einer Ausführungsform enthält die in dem erfindungsgemäßen Verfahren
eingesetzte Schleifkornkomponente Schleifkörner auf Aluminiumoxidbasis. Wie sie
hier verwendet werden, werden die Begriffe "Alumina", "Al2O3"
und "Aluminiumoxid" austauschbar verwendet. Viele Schleifkörner auf Aluminiumoxidbasis
sind im Handel erhältlich und Spezialkörner können auf Bestellung angefertigt werden.
Spezielle Beispiele von geeigneten Schleifkörnern auf Aluminiumoxidbasis, die gemäß
der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, schließen weißes Alundumkorn,
als " 38A Korn" bezeichnet, von der Saint-Gobain Ceramics & Plastics, Inc., oder
rosa Alundum, als "86A Korn" bezeichnet, von der Treibacher Schleifmittel AG, mit
ein. Andere Schleifkörner, wie beispielsweise beimpftes oder unbeimpftes, gesintertes
Sol-Gel-Aluminiumoxid, mit oder ohne chemische Modifizierung, wie Seltenerdoxiden,
MgO, und ähnlichem, Aluminiumoxid-Zirkoniumoxid, Bor-Aluminiumoxid, Siliciumcarbid,
Diamant, kubisches Bornitrid, Aluminiumoxynitrid, und Kombinationen verschiedener
Schleifkörner können ebenfalls eingesetzt werden.
Die Größe von Schleifkörnern wird häufig als Korngröße ausgedrückt,
und Tabellen, welche die Beziehung zwischen einer Korngröße und deren entsprechender
durchschnittlichen Partikelgröße, ausgedrückt in Mikrometern oder Inches, zeigen,
sind auf dem Fachgebiet ebenso bekannt wie Korrelationen zu der entsprechenden United
States Standard Sieb (USS) Maschengröße. Die Auswahl der Schleifkorngröße hängt
von der Schleifanwendung oder von dem Verfahren, für welches das Schleifwerkzeug
eingesetzt werden soll, ab. Geeignete Korngrößen, die gemäß der vorliegenden Erfindung
eingesetzt werden können, reichen von etwa 16 (entsprechend einer Durchschnittsgröße
von etwa 1660 &mgr;m) bis etwa 320 (entsprechend einer Durchschnittsgröße von etwa
32 &mgr;m).
Das Al2O3-Korn wird vorzugsweise vor der Herstellung
des Schleifartikels mit einer siliciumorganischen Verbindung beschichtet. Geeignete
siliciumorganische Komponenten umfassen Silane mit organischer Funktionalität, wie
sie typischerweise als Haftvermittler eingesetzt werden. Besonders bevorzugt sind
Aminosilane, beispielsweise gamma-Aminopropyltriethoxysilan. Andere Beispiele siliciumorganischer
Verbindungen, die eingesetzt werden können, umfassen, sind aber nicht begrenzt auf
Vinyltriethoxysilan, gamma-Aminopropyltrimethoxysilan und Diaminopropylethoxysilan.
Die Harzkomponente auf Phenolbasis enthält zumindest ein Phenolharz.
Phenolharze werden im allgemeinen durch Polymerisierung von Phenolen mit Aldehyden
erhalten, insbesondere Formaldehyd, Paraformaldehyd oder Furfural. Zusätzlich zu
Phenolen können Kresole, Xylenole und substituierte Phenole eingesetzt werden. Resole
werden im allgemeinen durch eine einstufige Reaktion zwischen wäßrigem Formaldehyd
und Phenol in Gegenwart eines alkalischen Katalysators erhalten. Novolakharze, auch
als zweistufige Phenolharze bekannt, werden im allgemeinen unter sauren Bedingungen
und in Gegenwart eines Vernetzungsmittels, wie Hexamethylentetramin
(hier auch als "Heia" bezeichnet), hergestellt.
Es kann entweder ein Resol oder ein Novolakharz verwendet werden.
Es kann mehr als ein Harz auf Phenolbasis eingesetzt werden. Gemäß einer Ausführungsform
enthält die Harzkomponente auf Phenolbasis mindestens ein Resol und mindestens ein
Phenolharz vom Novolaktyp. Vorzugsweise liegt zumindest ein Harz auf Phenolbasis
in flüssiger Form vor. Geeignete Kombinationen von Phenolharzen sind beispielsweise
im US Patent Nr. 4,918,116 an Gardziella et al. beschrieben, dessen
gesamter Inhalt hiermit durch Bezugnahme mit eingeschlossen wird.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird die Schleifmittelkomponente
zuerst mit der siliciumorganischen Komponente kombiniert. Verfahren zur Behandlung
von Schleifkörnern mit einer siliciumorganischen Verbindung sind auf dem Fachgebiet
bekannt. Beispielsweise können die Schleifkörner benetzt, besprüht oder in einer
Lösung dispergiert werden, welche eine geeignete siliciumorganische Verbindung enthält,
um das Korn zu beschichten. Das beschichtete Korn wird im allgemeinen vor der Verwendung
getrocknet.
Das siliciumorganisch behandelte Schleifkorn wird dann mit der Harzkomponente
auf Phenolbasis kombiniert. In einem Beispiel wird das siliciumorganisch behandelte
Schleifkorn zuerst mit einem Harz auf Phenolbasis oder mehreren Harzen auf Phenolbasis
in flüssiger Form kombiniert und dann mit einem Phenolharz oder mehreren Phenolharzen
in Pulverform. In einem anderen Beispiel werden sowohl die flüssigen als auch die
pulverförmigen Harze auf Phenolbasis gleichzeitig zu dem siliciumorganisch behandelten
Schleifkorn zugegeben.
Das siliciumorganischen behandelte Schleifkorn und die Harzkomponente
auf Phenolbasis werden durch ein geeignetes Verfahren kombiniert, wie Mischen in
einem geeigneten Mischgerät. Ein Beispiel für ein geeignetes Mischgerät ist ein
Eirich Mischer, z. B. das Modell RV02, ein Littleford Mischer oder ein Mischer vom
Schüsseltyp.
Gemäß anderen Ausführungsformen wird der siliciumorganische Bestandteil
zuerst mit der Harzkomponente auf Phenolbasis kombiniert und dann mit dem Schleifkornbestandteil.
Beispielsweise kann der siliciumorganische Bestandteil mit einem flüssigen
Harz auf Phenolbasis oder mehreren flüssigen Harzen auf Phenolbasis kombiniert werden.
Gemäß noch weiterer Ausführungsformen werden alle Komponenten in einem Schritt kombiniert.
Verfahren zum Kombinieren der Komponenten sind auf dem Fachgebiet bekannt.
Weitere Inhaltsstoffe, wie beispielsweise Füllmittel, Härtungsmittel
und andere Verbindungen, die typischerweise bei der Herstellung von organisch gebundenen
Schleifartikeln verwendet werden, können ebenfalls enthalten sein. Füllstoffe können
in Form eines fein zerteilten Pulvers, als Granulat, Kugel, Faser oder einigen anders
geformten Stücken vorliegen. Beispiele für geeignete Füllmittel schließen Sand,
Siliciumcarbid, blasenförmiges Aluminiumoxid, Bauxit, Chromite, Magnesit, Dolomite,
blasenförmiges Mullit, Boride, Quarzstaub, Titandioxid, Kohlenstoffprodukte (z.
B. Ruß, Koks oder Graphit), Holzmehl, Ton, Talk, hexagonales Bornitrid, Molybdändisulfid,
Feldspat, Nephelinsyenit, und verschiedene Formen von Glas, wie Glasfasern und hohle
Glaskugeln, ein. Im allgemeinen liegt die Menge des Füllmittels in dem Bereich von
etwa 0,1 und etwa 30 Gewichtsteilen, bezogen auf das Gewicht der gesamten Zusammensetzung.
Vernetzungsmittel, die bei der Härtung von Phenolnonvolakharzen eingesetzt
werden schließen Hexa und andere auf dem Fachgebiet bekannte Härtungsmittel mit
ein. Vorstufen solcher Materialien, wie beispielsweise Ammoniumhydroxid, können
ebenfalls eingesetzt werden. Geeignete Mengen des Härtungsmittels werden eingesetzt,
wie zwischen etwa 5 und etwa 20 Gewichtsteilen Härtungsmittel pro hundert Teilen
des gesamten Phenolnovolakharzes.
Andere Materialien, die zugesetzt werden können, schließen Verarbeitungshilfsmittel,
wie: Antistatikmittel; Metalloxide, wie Kalk, Zinkoxid, Magnesiumoxid; Schmiermittel,
wie Stearinsäure und Glycerinmonostearat und Gemische davon mit ein. Die geeignete
Menge von jedem dieser Materialien kann durch Fachleute auch bestimmt werden.
Gemäß einer Ausführungsform wird ein Grünkörper gebildet, indem die
kombinierten Bestandteile in einer geeigneten Form zum Pressen angeordnet werden.
Wie er hier verwendet wird, bezieht sich der Begriff "grün" auf einen Körper, der
seine Form während des nächsten Verfahrensschritts beibehält, jedoch keine ausreichende
Festigkeit aufweist, um seine Form dauerhaft beizubehalten; in dem Grünkörper vorhandenes
Harzbindemittel befindet sich in einem ungehärteten oder nicht
polymerisierten Zustand. Die vereinigten Bestandteile können in die Gestalt des
gewünschten Artikel geformt werden. Beispielsweise können die vereinigten Bestandteile
in die Gestalt von Rädern, Scheiben, Radsegementen, Steinen und Wetzsteinen geformt
werden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform werden die vereinigten Bestandteile
in eine Gestalt geformt und gepreßt, die für ein Schleifrad geeignet ist. Geformte
Stempel können verwendet werden, um die Mischung abzudecken, wie auf dem Fachgebiet
bekannt ist.
Um den erfindungsgemäßen Artikel herzustellen wird die Harzkomponente
auf Phenolbasis des Grünkörpers in einer feuchtigkeitsenthaltenden Atmosphäre thermisch
gehärtet, d.h. polymerisiert. Während der Grünkörper erwärmt wird, laufen physikalische
und chemische Prozesse ab, beispielsweise werden wärmehärtbare Harze auf Phenolbasis
vernetzt, wodurch der Schleifartikel gebildet wird.
Im allgemeinen wird der Grünkörper regulierbar schrittweise auf eine
endgültige Härtungstemperatur erwärmt. Der gesamte Prozeß wird im allgemeinen als
"Härtungs" oder "Back-"Zyklus bezeichnet. Im allgemeinen werden große Grünkörper
langsam erwärmt, um das Produkt gleichmäßig zu härten, indem dem Wärmeübertragungsprozeß
ermöglicht wird, stattzufinden. "Durchwärmungs"-Stufen können bei gegebenen Temperaturen
verwendet werden, um es der Masse des Rades zu ermöglichen, sich während der Aufheizphase
an die Temperatur anzupassen, bevor die Temperatur erreicht wird, bei welcher das
Harz auf Phenolbasis polymerisiert wird. Eine "Durchwärmungs"-Stufe bezieht sich
darauf, die geformten Bestandteile, z. B. den Grünkörper, bei einer gegebenen Temperatur
für eine Zeitdauer zu halten. Der Grünkörper wird auch langsam erwärmt, z. B. von
Raum(Umgebungs-)Temperatur auf eine Durchwärmungstemperatur, um die langsame (kontrollierte)
Abgabe von flüchtigen Stoffen zu ermöglichen, die aus Nebenprodukten der Härtung
aus dem Schleifrad erzeugt werden.
Der Grünkörper kann beispielsweise auf eine anfängliche Temperatur,
z. B. etwa 100°C, vorgewärmt werden, bei der er durchwärmt wird, beispielsweise
für eine Zeitdauer von etwa 0,5 Stunden bis mehreren Stunden. Dann wird der Grünkörper
über eine Zeitdauer, z. B. mehreren Stunden, auf die endgültige Härtungstemperatur
erwärmt. Wie er hier verwendet wird bedeutet der Begriff "endgültige Härtungstemperatur"
die Temperatur, bei welcher der geformte Artikel durchwärmt wird, um die Polymerisierung,
z. B. Vernetzung, einer Harzkomponente auf Phenolbasis zu bewirken, wodurch ein
Schleifartikel gebildet wird. Wie er hier verwendet wird bezieht sich der Begriff
"Vernetzung" auf eine chemische Reaktion oder mehrere chemische Reaktionen, die
in Gegenwart von Wärme und im allgemeinen in Gegenwart eines Vernetzungsmittels,
z. B. Hexa, stattfindet/stattfinden, wobei eine Harzkomponente auf Phenolbasis aushärtet.
Im allgemeinen wird der geformte Artikel bei der endgültigen Härtungstemperatur
für eine Zeitdauer, z. B. zwischen 10 und 36 Stunden, oder bis die Mitte der Masse
des geformten Artikels die Vernetzungstemperatur erreicht und aushärtet, durchwärmt.
Die endgültige Härtungstemperatur hängt von der Harzzusammensetzung
ab. Die Polymerisierung von Harzen auf Phenolbasis findet im allgemeinen bei einer
Temperatur in dem Bereich von zwischen etwa 110°C und etwa 225°C statt.
Resolharze polymerisieren im allgemeinen bei einer Temperatur in einem Bereich zwischen
etwa 140°C und etwa 225°C und Novolakharze im allgemeinen bei einer Temperatur
in einem Bereich von zwischen etwa 110°C und etwa 195°C. Die endgültige
Härtungstemperatur kann auch von anderen Faktoren, wie zum Beispiel der Größe und/oder
Gestalt des Artikels, der Dauer der Härtung, dem genau eingesetzten Katalysatorsystem,
dem Grad des Rads, dem Molekulargewicht und der Chemie des Harzes, der Härtungsatmosphäre
und anderem abhängen. Für mehrere der hier beschriebenen geeigneten Komponenten
auf Phenolbasis beträgt die endgültige Härtungstemperatur mindestens etwa 150°C.
Thermisches Härten, d. h. die Polymerisation, von Harzkomponenten
auf Phenolbasis wird in einer feuchtigkeitsenthaltenden Atmosphäre durchgeführt,
d. h. einer Atmosphäre, die eine relative Feuchtigkeit, R.H., aufweist, welche die
normale R.H. bei einer gegebenen Temperatur übersteigt. Wie es hier verwendet wird,
beziehen sich relative Feuchtigkeitsprozent, "R.H.%", auf das Verhältnis der aktuellen
Konzentration an Wasserdampf in einem Gas, z. B. Luft, Stickstoff, bei einer gegebenen
Temperatur, und der Konzentration an Wasser bei Sättigung, in dem gleichen Gas und
bei der gleichen Temperatur. Die feuchtigkeitsenthaltende Atmosphäre steht mit dem
Grünkörper in Kontakt, d. h., die Oberfläche des Grünkörpers ist nicht in ein Sperrschichtmaterial,
wie eine wasserundurchlässige Folie, eingewickelt, sondern sie ist der Atmosphäre,
die Feuchtigkeit oder Wasserdampf enthält, ausgesetzt. Zusätzlich zu Wasserdampf
kann die feuchtigkeitsenthaltende Atmosphäre des weiteren Luft oder ein anderes
geeignetes Gas, wie beispielsweise Stickstoff, enthalten. Die Atmosphäre, die Feuchtigkeit
enthält, kann auch Wassertröpfchen, Ammonikgas, Kohlendioxidgas und andere Bestandteile
enthalten.
Vorzugsweise wird das thermische Härten bei der maximalen relativen
prozentualen Feuchtigkeit (R.H.%) durchgeführt, die bei der endgültigen
Härtungstemperatur erreichbar ist. In der Praxis ist die aktuell erhaltene R.H.%
bei einer gegebenen Temperatur etwas geringer als die theoretische R.H.%. Bei einer
Temperatur von 150°C beispielsweise beträgt die theoretische maximale R.H.%
bei einem Druck von einer Atmosphäre 21,30%. Die ausgegebene R.H.% in einem geeigneten
Feuchtigkeitsofen liegt zwischen etwa 18 bis etwa 20%, was in einem Unterschied
von etwa 5–15% bezogen auf die theoretische maximale R.H.% resultiert. Vorzugsweise
wird die thermische Härtung bei einer maximalen relativen prozentualen Feuchtigkeit
(R.H.%) durchgeführt, die bei der endgültigen Härtungstemperatur erreichbar ist.
In Luft sind im allgemeinen mindestens 85–90% der maximalen theoretischen
R.H.% bevorzugt.
Das thermische Härten kann auch in einer feuchtigkeitsenthaltenden
Atmosphäre durchgeführt werden, indem weniger R.H.% als die maximal erreichbare
R.H.% bei einer gegebenen Temperatur eingesetzt wird. Es wurde beispielsweise gefunden,
daß 40%–50% weniger als die maximal bei der Temperatur der thermischen Härtung
in Luft erreichbare R.H.% die Leistung von Werkzeugen unter feuchten Bedingungen
verbessert, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt wurden.
Die Atmosphäre, welche die Feuchtigkeit enthält, kann für die gesamte
Dauer vorhanden sein, während der die Harzkomponente auf Phenolbasis polymerisiert,
wodurch der Schleifartikel gebildet wird. Sie kann auch für eine kürzere Zeit vorhanden
sein. Beispielsweise kann für Härtungszyklen, die 23 bis etwa 36 Stunden dauern,
um die Polymerisation der Harzkomponente auf Phenolbasis und Bildung des Schleifartikels
zu bewirken, eine feuchtigkeitsenthaltende Atmosphäre für etwa 5 bis etwa 16 Stunden
zur Verfügung gestellt werden. Diese kann für nur 35% der Zeit, die zum Härten der
Harzkomponente bei der maximalen Härtungstemperatur eingesetzt wird, zur Verfügung
gestellt werden.
Eine feuchtigkeitsenthaltende Atmosphäre kann auch vor der thermischen
Härtung des Grünkörpers vorhanden sein, z. B. während des Vorwärmens und/oder während
des Erwärmens von der Ausgangshärtungstemperatur auf die Temperatur, bei welcher
die Harzkomponente auf Phenolbasis thermisch gehärtet wird. Verfahren, bei denen
die feuchtigkeitsenthaltende Atmosphäre während des gesamten Härtungszykluses vorhanden
ist, d. h. von Raumtemperatur bis zur endgültigen Härtungstemperatur und während
der Dauer der endgültigen Härtungstemperatur, sind bevorzugt. Des weiteren kann
eine feuchtigkeitsenthaltende Atmosphäre auch während der Abkühlung des Schleifartikels
vorhanden sein, z. B. während der Zeit, in der die Temperatur des Ofens auf etwa
100°C reduziert ist. Verschiedene Niveaus an R.H.% können bei verschiedenen
Stufen des Härtungszykluses eingesetzt werden.
Das thermische Härten der Harzkomponente auf Phenolbasis in einer
feuchtigkeitsenthaltenden Atmosphäre kann in einer abgedichteten Kammer in Gegenwart
einer bekannten Menge an vor dem Härten in die Kammer eingeführten Wasser erfolgen.
Die bekannte Wassermenge kann ferner gelöste Gase, wie beispielsweise Ammoniak oder
Kohlendioxid, und/oder gelöste Metallsalze, z. B. Metallhalogenide, Carbonate, Acetate,
Metallhydroxide, Metallkomplexe und andere Verbindungen enthalten. Sie kann ebenfalls
wäßrige phenolische Resole, Acrylharzderivate und anderes enthalten.
Andere Techniken zur Herstellung einer feuchtigkeitsenthaltenden Atmosphäre
in einer abgedichteten Kammer umfassen, zum Beispiel, den Einsatz von Adsorbentien,
die bei erhöhten Temperaturen Wasser freisetzen können, z. B. hydratisierte Zeolite,
wasseradsorbierende Molekularsiebmaterialien, hydratisiertes Siliciumoxid, hydratisiertes
Aluminiumoxid und andere. Metallsalze und Metallkomplexe, die gebundenes Wasser
enthalten, können in einer abgedichteten Kammer auch enthalten sein, um während
des thermischen Härtens eine feuchtigkeitsenthaltende Atmosphäre zu erzeugen.
Thermisches Härten der Harzkomponente auf Phenolbasis in einer feuchtigkeitsenthaltenden
Atmosphäre kann auch durchgeführt werden indem Dampf in eine selbst enthaltene Kammer
geleitet wird. Beispielsweise kann ein Härtungsofen oder ein Autoklav mit Kanälen
versehen werden, um Direktdampf zu injizieren. Wie es hier verwendet wird bezieht
sich "Direktdampf" auf Dampf von einer außerhalb der Härtungskammer gelegenen Dampfquelle,
beispielsweise einem Dampferzeuger. In einem Beispiel wird die Kammer abgedichtet
und bei geringem internen Druck betrieben, z. B. in einem Bereich von Atmosphärendruck
bis weniger als 2 Pfund pro Quadratinch (psig). Die Kammer kann auch mit Mitteln
zur Rezirkulierung des Dampfes versehen sein, um eine gleichmäßige Feuchtigkeit
innerhalb der gesamten Kammer zu unterstützen. Geeignete Mittel zur Rezierkulierung
von Dampf umfassen Pumpen, Gebläse, Kondensoren, Dampfsperren/Röhren und andere
auf dem Fachgebiet bekannte Mittel.
Die Kammer kann beispielsweise eine Kammer in einem elektrischen Ofen
sein, was es ermöglicht, in einer Umgebung mit hoher Feuchtigkeit zu Härten, ohne
die Leistungsfähigkeit des elektrischen Ofens zu stören und vor
einer Beschädigung des elektrischen Kreislaufs zu schützen. Die Kammer kann beispielsweise
mit einer perforierten Platte ausgerüstet sein, um den Dampf gleichmäßig zu verteilen.
Sie kann mit einem regulierbaren Schieber an dem Auslaßkanal versehen sein, um den
Luftumsatz in der Kammer zu steuern, mit Einlaßkanälen zur Luftaufnahme sowie zum
Einführen von Thermoelementen und Feuchtigkeitssensoren, und steuerbaren Dampfeinlaßventilen.
Es können Dampfkammern eingesetzt werden, die groß genug sind, um organische Räder
voller Größe zu härten, z. B. mit bis zu 860 Millimetern (mm) im Durchmesser.
Gemäß einer Ausführungsform wird Direktdampf allein oder in Kombination
mit anderen auf dem Fachgebiet bekannten Techniken eingesetzt, um den Grünkörper
aufzuwärmen, beispielsweise auf die endgültige Härtungstemperatur oder auf eine
Temperatur unterhalb der endgültigen Härtungstemperatur. Direktdampf kann auf den
Grünkörper aufgebracht werden, nachdem die Lufttemperatur der das Rad umschließenden
Umgebung mindestens 80°C erreicht, wodurch die Kondensierung von Dampf an den
Wänden der Kammer während des anfänglichen Temperaturanstiegs minimiert wird. Dampf,
der aus der Zuführleitung austritt, hat eine Temperatur von etwa 110°C, und
es wird externe Wärme zugeführt, um die Temperatur der Härtungsumgebung auf die
endgültige Durchwärmungstemperatur anzuheben.
Thermische Härtung der Harzkomponente auf Phenolbasis in einer feuchtigkeitsenthaltenden
Atmosphäre kann auch in einem feuchtigkeitsgesteuerten Ofen durchgeführt werden.
Geeignete Beispiele für feuchtigkeitsgesteuerte Öfen sind beispielsweise bei M.
Grande, "Process heating", Seiten 22–24 (April 2000) beschrieben. Es können
sowohl Nebel- als auch Dampfwasserinjektion eingesetzt werden. Feuchtigkeitsgesteuerte
Öfen mit Dampfinjektion sind bevorzugt. Ein geeigneter, im Handel erhältlicher,
feuchtigkeitsgesteuerter Ofen kann kommerziell bei Despatch Industries, Minneapolis,
MN, bezogen werden. Im Handel erhältliche Feuchtigkeitsöfen sind üblicherweise mit
Profilen für maximale R.H.% bei den Ofenbetriebstemperaturen ausgestattet.
Da der Grünkörper mit der Atmosphäre in Kontakt steht oder dieser
ausgesetzt ist, d. h. daß dessen Oberfläche nicht in eine wasserundurchlässige Folie
eingewickelt ist, kann Wasser aus der Härtungsatmosphäre in den und aus dem Grünkörper
zirkulieren und Produkte von Reaktionen, die während dessen Erwärmung und Durchwärmung
stattfinden, können entweichen; Mengen an in dem fertigen Artikel eingeschlossenen
Reaktionsprodukten, wie zum Beispiel Ammoniak, sind reduziert verglichen mit Mengen,
die in Artikeln gefunden werden, die durch Einwickeln hergestellt wurden. Ein Verfahren
zur Bestimmung des Ammoniakgehalts in einem Schleifartikel ist die Gesamt-Kjeldahl-Stickstoff
(TKN) Methode, die in EPA Method 351.3 beschrieben ist.
Gemäß einer Ausführungsform weist ein Schleifartikel, z. B. ein Schleifrad,
hergestellt nach dem erfindungsgemäßen Verfahren, eine Beibehaltung der Festigkeit
von größer als 57% auf. Gemäß einer anderen Ausführungsform ist Ammoniak in einem
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Artikel in einer Menge von weniger
als 50 ppm vorhanden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird das erfindungsgemäße
Verfahren eingesetzt, um Schleifräder mit einer offenporigen Struktur herzustellen.
Im allgemeinen werden solche Räder eine offene Porosität aufweisen, die vorzugsweise
in einem Bereich von etwa 20 bis etwa 40 Volumenprozent, und gegebenenfalls von
2 bis etwa 60 Volumenprozent, liegt.
Ohne durch irgendeine bestimmte Interpretation des chemischen Mechanismuses
der Erfindung gebunden zu sein wird davon ausgegangen, daß Wassermoleküle die Befestigung
von einigen funktionellen Gruppen der silicumorganischen Verbindung an die Kornoberfläche
unterbrechen, während ein Teil der siliciumorganischen Verbindung an die Oberfläche
des Schleifkorns gebunden bleibt. Im Falle aminofunktionaler Silane beispielsweise
befreit die Gegenwart von Wasser das Aminoende des Silans. Während der Härtung reagiert
eine Amino- (-NH2) mit der Hydroxy- (-OH) Gruppe des Harzes auf Phenolbasis,
wodurch eine feste Zwischenschicht zwischen dem Schleifkorn und der organischen
Bindung gewährleistet wird.
Des weiteren kann die Zugabe von Wasser während des Härtens auch eine
Auswirkung auf die Gleichgewichtsreaktion zum Vernetzen des Resols haben. Es wird
angenommen, daß die Gegenwart von Wasser die Vernetzungsreaktion in einem bestimmten
Maße hemmt, wodurch zusätzliche freie Alkylhydroxy- (z. B. -CH,OH) Gruppen zur Verfügung
gestellt werden, die für eine Umsetzung mit einem Aminosilan, z. B. Aminopropylsilan,
verfügbar sind. Im Fall von Novolakharzen wird angenommen, daß Wasser die Hydrolyse
von Hexa katalysiert. Dies ist ein notwendiger Prozeß für die Vernetzungsreaktion
zwischen Hexa und Novolakharzen, was zu einer erhöhten Vernetzungsdichte führt.
Es wird angenommen, daß Novolakharze mit einer erhöhten Vernetzungsdichte weniger
angreifbar durch Wasser sein können.
Weiterhin wird angenommen, daß die Mengen an Ammoniak in Rädern, die
durch erfindungsgemäße Verfahren hergestellt wurden, zu großen Teilen vermindert
sind und daß, dann wieder, dies ebenfalls in einer erhöhten Radlebensdauer sowie
in einer länger andauernden Kühllösung resultiert. Ammoniak ist ein Nebenprodukt
der Novolakhärtungsreaktion, und es wird während des Harzhärtungsprozesses gebildet.
Ammoniak ist beim Naßschleifen nachteilig, da es den pH-Wert der Kühllösungen erhöht,
was nachfolgend den Abbau des Schleifrades fördert, indem der hydrolytische Zusammenbruch
der Harz/Schleifmittel-Zwischenschicht beschleunigt wird, was zu verminderter Radlebensdauer
führt. Herkömmliche Verfahren zum Härten von Rädern in geschlossenen Umgebungen,
z. B. eingewickelt in eine Folie, bewirken, daß Ammoniak in dem Rad eingeschlossen
wird, während es gehärtet wird. Bei dem hier beschriebenen Verfahren erfolgt die
Härtung in einer offenen Umgebung, d. h., der Grünkörper wird der Härtungsatmosphäre
ausgesetzt, wodurch Ammoniakgas aus dem Rad verdampfen kann, während es aushärtet.
Die Erfindung wird weiterhin durch die folgenden Beispiele beschrieben,
die nicht als einschränkend beabsichtigt sind.
Beispiel 1
Elf Kontrollproben wurden unter Verwendung des als "38A" bezeichneten
Schleifkorns hergestellt, bezogen von Saint-Gobain Ceramics and Plastics, Inc.,
Worcester, MA. Dieses Schleifkorn ist ein weißes, bröckeliges Alundum, was dafür
bekannt ist, eine geringe Beibehaltung der Festigkeit aufzuweisen, wenn es bei Naßschleifprozessen
eingesetzt wird. Aminopropyltriethoxysilan wurde von Witco Corp., Greenwich, CT,
bezogen. Flüssiges Phenolharz (LPR) wurde von Oxychem-Durez, Buffalo, NY, bezogen.
Zwei trockene Phenolharzbindemittel, A und B, bezogen von Oxychem-Durez, Buffalo,
NY, enthaltend 9 Hexa, wurden eingesetzt. Beide Harze wurden mit Decylalkohol (TDA)
(20 cm3/lb) trockenes Harz befeuchtet, um Staub unter Kontrolle zu halten.
Beide Bindemittel A und B wiesen eine mittlere Fließfähigkeit und ein mittleres
Molekulargewicht auf.
Die Formulierungen #1A und #1B, bei denen die Bindemittel A bzw. Bindemittel
B verwendet wurden, wiesen die folgenden Zusammensetzungen und Eigenschaften auf:
BINDEMITTEL A Formulierung #1ABINDEMITTEL B Formulierung #1B
Gemische wurden entweder zu Stäben oder Testrädern geformt. Die Dimensionen
der Teststäbe waren 4,0" (101,60 mm) mal 1,0" (25,40 mm) mal 0,5" (12,70 mm). Testräder
waren 5,125" (130,175 mm) mal 1,0" (25,40 mm) mal 0,4" (10,16 mm). Ein Gewicht des
Gemisches von 74,8 g wurde verwendet, um die geformten Teststäbe herzustellen.
Um das Einwickeln, wie im US Patent Nr. 3,323,885 an Rowse et al.
beschrieben, zu simulieren, wurden Probepartikel in einem Behälter plaziert und
der Behälter wurde nach dem Formen und vor dem Erwärmen mit Papierband abgedichtet.
Es wurde dem Behälter vor der thermischen Härtung der Harzkomponente auf Phenolbasis
kein Wasser zugesetzt.
Die grünen Kontrollproben wurden in einem Ofen gehärtet, indem die
Temperatur kontrolliert von Raumtemperatur auf 160°C erhöht und 10 Stunden lang
bei 160°C gehalten wurde.
Biegefestigkeitsmessungen (ASTM D 790-91) wurden unter Verwendung
eines Dreipunktbiegetests und einer 2" Überbrückung sowie einer Geschwindigkeit
des Querkopfs von 0,1"/Minute durchgeführt. Sowohl die Trocken- als auch die Naßfestigkeit
wurden für jede Probe bestimmt, indem für jede Probe 6 bis 8 Datenpunkte gesammelt
wurden. Die in Tabelle 1 gezeigten Daten sind Durchschnittsbiegefestigkeiten (&sgr;)
und entsprechende Standardabweichungen, s.d. Die Ergebnisse für jede der elf Proben
und die durchschnittlichen Ergebnisse für die elf Proben sind in Tabelle 1 gezeigt.
Tabelle 1Trocken- und Naßbiegefestigkeit von KontrollprobenBeispiel 2
Grüne Teststäbe hergestellt wie in Beispiel 1 beschrieben wurden in
Gegenwart von 10, 25 und 75 Kubikzentimeter (cm3 oder cc) Wasser in einen
abgedichteten Behälter gesetzt. Das Wasser wurde in eine kleine Metallpfanne gegeben
und am Boden des Behälters plaziert. Die Teststäbe wurden auf festen Keramikklötzen
oberhalb der Wasserpfanne plaziert. Die Verteilung von Dampf innerhalb des gesamtes
Behälters konnte während des Härtens leicht erreicht werden. Die Auswirkung der
Wasserkonzentration während der Härtung (Partialdruck des Dampfes) auf die Naßfestigkeit
wurde bestimmt, indem das Wasservolumen in dem Behälter während der Härtung eingestellt
wurde. Basierend auf Ergebnissen von Teststäben wurde eine Wassermenge verwendet,
um die Naßfestigkeit zu maximieren. Die Härtungsbedingungen waren die gleichen wie
die in Beispiel 1 beschriebenen, mit der Ausnahme, daß während des Härtens Feuchtigkeit
anwesend war.
Trocken- und Naßbiegefestigkeit sowie die prozentuale Beibehaltung
der Festigkeit von erfindungsgemäß bei verschiedenen Niveaus an Wasserkonzentration
hergestellten Proben sind unten in Tabelle 2 gezeigt. Vergleichsdaten werden durch
die in Tabelle 1 berichteten Proben # 2, 3, 6 und 11 zur Verfügung gestellt, die
ohne zugesetztes Wasser gehärtet wurden. Tabelle 2Auswirkung der Wasserkonzentration (Partialdruck des Dampfes) auf die
Naßbiegefestigkeit
Beispiel 3
Die Auswirkungen der Feuchtigkeit wurden ebenfalls durch Einführung
von Dampf bei einem Druck von einer Atmosphäre in den Ofen während der Härtung untersucht.
Vorschriften zur Herstellung dieser Proben werden in Beispiel 1 berichtet,
wobei die Formulierung #1A ein kautschukmodifiziertes Phenolharz und die Formulierung
#1B ein unmodifiziertes Phenolharz verwendeten.
Grüne Teststäbe mit der in Beispiel 1 beschriebenen Zusammensetzung
wurden auf ein Drahtsieb gesetzt und oberhalb von Wasser aufgehängt, das am Boden
eines drucklosen 10 Gallonen Kesselreaktors plaziert war. Der ventilierte, bedeckte
Kessel enthaltend die Teststäbe und etwa 1,5 Gallonen Wasser wurde in dem Härtungsofen
plaziert. Feuchtigkeit war während des gesamten Zykluses vorhanden. Die Temperaturen
und Zeitdauern waren wie in Beispiel 1 beschrieben, mit der Ausnahme, daß anschließend
an die Härtung Restwasser in der Pfanne verblieb, was anzeigt, daß eine wassergesättigte
Atmosphäre während der gesamten Härtung erreicht wurde einschließlich der Durchwärmung
bei der endgültigen Härtungstemperatur (eine Erschöpfung des Wassers trat während
der Dauer des Härtungszykluses nicht auf).
Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt und werden mit dem Durchschnitt
der in Tabelle 1 gezeigten Proben 1 bis 11 verglichen. Tabelle 3Auswirkung von atmosphärischer Feuchtigkeit (Dampf) auf die Naßbiegefestigkeit:
1 atm (druckloser Kesselreaktor)
Beispiel 4
Die % RH sowie die Dauer der Feuchtigkeitskontrolle während der Härtung
wurden unter Verwendung von 6-3/16" X 3-3/8" Teststababschnitten untersucht. Die
grünen Stababschnitte wurden unter Einsatz des in Beispiel 1 beschriebenen kautschukmodifizierten
Trockenharzes (Bindemittel A) wie in Beispiel 1 beschrieben hergestellt.
Eine Kontrollprobe wurde wie in Beispiel 1 beschrieben hergestellt.
Siebzehn grüne Proben wurden in Gegenwart von Feuchtigkeit bei einem Druck von 1
Atmosphäre in einer Umgebungskammer Despatch Model 519, hergestellt von Despatch
Industries, Minneapolis, MN, gehärtet.
Es wird festgestellt, daß bei erhöhten Temperaturen die R.H.-Werte
exponentiell als Funktion der Temperatur über 100°C abnehmen. Daher werden die
als Einstellwert verwendeten% R.H.-Werte nicht erzielt, wenn die Temperatur während
des gesamten Härtungszykluses über 100°C steigt. Beispielsweise fiel die relative
prozentuale Feuchtigkeit von 90% auf 15% bei 160°C, obwohl ein Einstellwert
von 90% verwendet wurde. Maximal erhältliche R.H.-Werte als eine Funktion der Temperatur
sind in Tabelle 4A für Temperaturen, die größer sind als der Siedepunkt von reinem
Wasser (100°C), angegeben. Diese Werte sind theoretisch, und sie wurden aufgrund
des Dampfdrucks von Wasser über den gesamten Temperaturbereich berechnet.
Eine Wasserdampftabelle kann im CRC Handbook of Chemistry and Physics,
Vol. 76, Seiten 6–15, CRC Press, Boca Raton, FL, gefunden werden. Dies stellt
die ersten 3 Spalten der unten angegebenen Tabelle 4A dar. Die
vierte Spalte in Tabelle 4A (RH,%) wurde auf der Basis folgender Beziehung berechnet:
RH = (p/p0) × 100% oder RH = 1/p0 ×
100%,
wobei p der Druck des Systems ist (es wird angenommen, daß er 1 atm beträgt) und
P0 der Dampfdruck von Wasser bei einer gegebenen Temperatur ist (dieser
Wert ist in Spalte 3 der Tabelle angegeben).
Das Feuchtigkeitsprofil des Ofens variierte mit der Temperatur. Die
maximal bei einer gegebenen Temperatur in den Öfen erhältliche R.H. kann in der
Ofentemperatur/Feuchtigkeitsprofil-Tabelle gefunden werden.
Tabelle 4AMaximale theoretische relative Feuchtigkeit als eine Funktion der Temperatur
(berechnet basierend auf dem Dampfdruck von Wasser bei Temperatur T)
Es wurden Experimente durchgeführt unter Variierung entweder der relativen
Feuchtigkeit und Konstanthaltung der Feuchtigkeit für den gesamten Härtungszyklus
oder unter Variierung der Länge der Zeitdauer, welcher die Proben maximalen Feuchtigkeiten
während des Härtens ausgesetzt waren. Die Länge der Zeitdauer für das Aussetzen
der Proben gegenüber Feuchtigkeit reichte von 5 Stunden bis zu 15 Stunden für den
vollen Härtungszyklus. In Experimenten, bei denen ein Einstellwert von 90% R.H.
der maximalen Feuchtigkeit in dem System für die angegebene Zeitdauer erhalten wurde,
werden die Daten in den Tabellen 4B und 4C berichtet. Tabelle 4BEffekt der Dauer der Feuchtigkeitskontrolle während des Brennzykluses
auf die Naßbiegefestigkeit bei konstanter relativer Feuchtigkeit (bei einer gegebenen
Temperatur erhältliches Maximum*)Tabelle 4CEffekt der prozentualen relativen Feuchtigkeit auf die Naßbiegefestigkeit
(bei einer gegebenen Temperatur erhältliches Maximum*) unter Verwendung von Feuchtigkeitskontrolle
für den gesamten Brennzyklus
Die Ergebnisse zeigten, daß die relative Feuchtigkeit und die Dauer
des Ausgesetztseins gegenüber Feuchtigkeit, wenn diese erhöht wurden, zu verbesserten
Eigenschaften führten. Die optimalen Bedingungen waren bei der höchsten, in dem
Ofen bei einer gegebenen Temperatur für die Dauer des Härtungszykluses erhältlichen
Feuchtigkeit. Die Naßbiegefestigkeitswerte für Proben, die unter optimierten Bedingungen
gehärtet wurden, betrugen mehr als das Zweifache der Naßfestigkeit der Kontrollprobe.
Beispiel 5
Standardräder wurden auf 5,125" (130,175 mm) × 0,40" (10,16
mm) × 1,0" (25,4 mm) geformt für eine Endgröße von 5,0" (127,00 mm) ×
0,200" (5,08 mm) × 1,25 (31,75 mm). Die Räder wurden unter Verwendung des
in Beispiel 1 beschriebenen Korns, des Silans, des Resols und des trockenen Bindemittels
A hergestellt.
Zwei untersuchte Proben, #3A und #4A, hatten die unten angegebenen
Zusammensetzungen und Eigenschaften: Bindemittel A, Probe #3ABindemittel A, Probe #4A
Die Räder wurden gehärtet, indem kontrolliert die Temperatur von Raumtemperatur
auf 160°C für 10 Stunden erhöht wurde.
Standardräder wurden auf einzelne keramische Klötze gestapelt und
in einem Gefäß (Dose) ohne Zugabe von Wasser eingeschlossen und unter trockenen
Bedingungen gehärtet. Diese Räder waren die Kontrollräder.
Feuchtigkeitsgehärtete (Dampf) grüne Räder wurden nach dem Formen
in einem abgedichteten Gefäß enthaltend 0,25 l Wasser auf einzelne Klötze gesetzt,
um den Effekt von Rädern zu bestimmen, die unter hoher relativer Feuchtigkeit gehärtet
wurden.
Anfänglich wassergesättigte Räder wurden vor dem Härten mittels Einweichen
in Wasser (etwa 10 Gew.-% Wasser/Radgewicht) gesättigt und in dem Ofen auf offene
Klötze gesetzt, um den Effekt von hoher Feuchtigkeit während nur der frühen Stadien
des Härtungszykluses zu bestimmen. Es wurde kein zusätzliches Wasser hinzugefügt
und die thermische Härtung erfolgte in Abwesenheit von Feuchtigkeit.
Oberflächenschleiftests wurden unter den unten gezeigten Maschineneinstellbedingungen
durchgeführt, wobei F.P.M. für Fuß pro Minute steht.
Räder wurden wie hergestellt getestet und nach einem zweitägigen Einweichen
in Kühlmittel, um Langzeitaussetzung gegenüber Kühlmittel während des Schleifens
zu simulieren und um die Wasserbeständigkeitseigenschaften der Testräder zu bestimmen.
Ergebnisse für feuchtigkeitsgehärtete Standardräder und anfänglich wassergesättigte
Räder sind in Tabelle 5A gezeigt. (MMR bedeutet Materialentfernungsrate.) Hioki
Leistungsdaten für Standard- und feuchtigkeitsgehärtete Räder sind in Tabelle 5B
gezeigt. Die Oberflächenschleifdaten zeigten, daß die nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellten Testräder eine verbesserte Beibehaltung des G-Verhältnises
von bis zu 90% aufwiesen. Zusätzlich erreichten diese Räder früh im Schleifprozeß
Gleichgewichtsschleifbedingungen.
Tabelle 5AProzentuale Beibehaltung des G-Verhältnises vor und nach Aussetzung
gegenüber einem Kühlmittel auf Wasserbasis (2 Tage Einweichen im Kühlmittel) unter
Verwendung weißen, geschmolzenen Alundum-SchleifmittelsTabelle 5BHioki Leistung (kWh) von Rädern vom Bindemittel A-Typs beim Flächenschleiftest
Beispiel 6
Die Verwendung von beimpftem Gel (SG) Premium Aluminiumoxidschleifmittel
in organisch gebundenen Schleifprodukten wurde beim Schleifen von Oberflächenschlitzen
untersucht. Eine auf das Gewicht bezogene 30/70 Mischung aus (gesintertem), beimpftem
Sol-Gel Premium alpha-Aluminiumoxidkorn mit 38A Alundumkorn, beide bezogen von der
Saint-Gobain Ceramics & Plastics, Inc., wurde verwendet, um Standardräder zu bilden.
Räder, die unter Verwendung herkömmlicher Technologie gehärtet wurden, wurden verglichen
mit Rädern, die unter dem in Beispiel 2 beschriebenen, feuchtigkeitskontrollierten
Brennzyklus gehärtet wurden.
Die Proben wurden wie folgt hergestellt: Bindemittel A, Probe #5ABindemittel A, Probe #6A
Die Dimensionen des geformten Rads waren 5,125 (130,175 mm) ×
0,373 (9,47 mm) × 1" (25,40 mm). Räder wurden für den Test auf eine Größe
von 5" (127,00 mm) × 0,25 (6,35 mm) × 1,25" (31,75 mm) zugerichtet.
Die Räder wurden wie hergestellt und im Anschluß an ein zweitägiges
Einweichen in Kühlmittel zur Simulierung der Langzeiteffekte (halbsynthetisches
Master Chemical Trim SC210 Kühlmittel, verwendet bei 5% in Wasser) des Kühlmittelabbaus
auf die gebundenen Schleifprodukte getestet. Die Räder wurden unter den unten gezeigten
Maschineneinstellbedingungen getestet.
Die Ergebnisse für diesen Test werden in den Tabellen 6A und 6B berichtet.
Diese Ergebnisse zeigen, daß unter feuchtigkeitsinduzierten thermischen Härtungsbedingungen
hergestellte Räder das Standardprodukt um mehr als 50% beim Planschleifen übertreffen.
Die Beibehaltung des G-Verhältnises nach Aussetzung gegenüber Kühlmittel war nahe
oder größer als 90% unter verschiedenen Schleifbedingungen bei harten und weichen
Graden. Die Leistungsdaten zeigen, daß sowohl Standardräder als auch Räder, die
in einer feuchtigkeitsenthaltenden Atmosphäre thermisch gehärtet wurden, in den
selben Leistungsbereichen arbeiteten.
Tabelle 6AProzentuale Beibehaltung des G-Verhältnises vor und nach Aussetzen
gegenüber einem Kühlmittel auf Wasserbasis (2 Tage Einweichen im Kühlmittel) bei
Verwendung beimpften Sol-Gel (SG) Aluminiumoxid-SchleifkornsTabelle 6BHioki Leistung (kWh) von Rädern mit Bindemittel vom A-Typ beim Oberflächenschleiftest
Beispiel 7
Eine Reihe von tassenförmigen 5" (127,00 mm) × 2" (50,8 mm)
× 1,5" (38,10 mm) Rädern wurden zum Plankontaktschleifen eines großen Gebiets
auf einer Senkrechtschleifmaschine hergestellt. Das für diesen Test verwendete Bindemittelsystem
ist unten gezeigt:
BINDEMITTEL C
Drei verschiedene Radspezifikationen mit verschiedenen Graden (H,
J, L), jeweils enthaltend diese trockene Bindung, wurden hergestellt und sie werden
unten beschrieben. BINDEMITTEL C, Probe #1CBINDEMITTEL C, Probe #2CBEISPIEL 5C, BINDEMITTEL C, Probe #3C
Die Räder wurden gehärtet, indem entweder der in Beispiel 1 beschriebene
Standardherkömmliche) Härtungszyklus oder der in Beispiel 2 beschriebene feuchtigkeitskontrollierte
Härtungszyklus verwendet wurde.
Die Räder wurden getestet wie hergestellt und im Anschluß an ein 5-tägiges
Einweichen in Kühlmittel, um unter den unten gezeigten Maschineneinstellbedingungen
zum Schleifen breiter Kontaktflächen Langzeiteffekte des Kühlmittelabbaus auf das
gebundene Schleifprodukt zu simulieren, wobei R.P.M. für Umdrehungen pro Minute
und S.F.P.M. für Quadratfuß pro Minute stehen:
Die Ergebnisse sind unten in den Tabellen 7A und 7B gezeigt. Tabelle 7AProzentuale Beibehaltung des G-Verhältnises vor und nach Aussetzen
gegenüber Kühlmittel auf Wasserbasis (5 Tage Einweichen im Kühlmittel) beim Schleifen
von breiter KontaktflächeTabelle 7BDurchschnittliche Leistung (kW) von Testrädern des Bindemittel C-Typs
im breiten Bereich des Plankontaktschleiftests
Die Ergebnisse in den Tabellen 7A und 7B zeigten klar, daß gebundene
Schleifprodukte, die unter hohen Feuchtigkeitsbedingungen (90% bei 95°C bis
15% bei 160°C) gehärtet wurden, dem Abbau durch Kühlmittel bei Scheibenschleifanwendungen
einen starken Widerstand entgegensetzten. Die oben gezeigten Daten deuten darauf
hin, daß bei Verwendung phenolgebundener Schleifprodukte, die erfindungsgemäß verarbeitet
wurden, eine Beibehaltung des G-Verhältnises von 100% erreicht werden kann. Es wird
erwartet, daß die sich daraus ergebenden Verlängerungen der Lebensdauer dieser Produkte
40%, basierend auf den Werten der Beibehaltung des G-Verhältnises, betragen.
Beispiel 8
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Räder wurden Bersttests
unterworfen. Die verwendeten Formulierungen sind unten gezeigt. BINDEMITTEL A, Probe #7ABINDEMITTEL C, Probe #4C
Verfahren zur Bewertung von Rädern unter Verwendung von
Naßberstfestigkeitskriterien
Bersttesträder (12" (304,79 mm) × 1" (25,4 mm) × 4" (101,60
mm)) wurden in Bindemittel C und in Bindemittel A hergestellt,
wie in den Beispielen 7 bzw. 1 beschrieben. Ein weicher Grad und grobes Korn wurden
verwendet, um die Naßberstfestigkeit zu testen. Diese Tests wurden unter Verwendung
von 38A Schleifmittel durchgeführt, das dafür bekannt ist, geringe Naßfestigkeit
aufzuweisen, sowohl in BINDEMITTEL C als auch in BINDEMITTEL A. Die Testspezifikation
für Planschleifanwendungen war BINDEMITTEL A, Probe #7A, und für Scheibenschleifanwendungen
BINDEMITTEL C, Probe #4C. Die Standardprodukte wurden durch oben beschriebenes herkömmliches
Einwickeln hergestellt. Die minimalen Eignungsgeschwindigkeiten und Naßberstdaten
sind in Tabelle 8 gezeigt.
Eine Anstieg der Naßberstgeschwindigkeit um 35% wurde bei dem experimentellen
Produkt verglichen mit dem Standardprodukt bei der Planschleifspezifikation beobachtet.
Ein Anstieg der Naßberstgeschwindigkeit um 9% gegenüber einem Standardrad wurde
beim Scheibenschleifen bei dem Rad beobachtet, das in einer feuchtigkeitshaltigen
Atmosphäre gehärtet wurde.
Tabelle 8Naßberstdaten und minimale Eignungsgeschwindigkeiten für Flächen- und
Scheibenschleifspezifikationen
Beispiel 9
Sowohl Standardproben als auch in einer feuchtigkeitsenthaltenden
Atmosphäre thermisch gehärtete Proben wurden gemäß dem in Beispiel 5 beschriebenen
Verfahren hergestellt. (Bindemittel A, Proben #3A und 4A). Die erhaltenen Proben
wurden in einem unter Druck stehenden Gefäß (Autoklav) mit Wasser plaziert, um Ammoniak
aus den Proben zu extrahieren. Der Autoklav wurde aus dem Ofen entfernt und vor
dem Öffnen des Reaktors einspritzgekühlt. Die Ammoniakmengen in dem sich ergebenden
Extrakt wurden unter Verwendung des EPA Verfahrens 351.3 auf gesamten Kjeldahl-Stickstoff
(TKN) analysiert. Die Ergebnisse sind in Tabelle 9 gezeigt.
Tabelle 9 Ergebnisse der Ammoniakanalyse von Proben gehärtet nach Standardverfahren
gegenüber Feuchtigkeitshärtung
Die Ammoniakkonzentration ist in mg/l (ppm) angegeben. Sie stellt
die Menge Ammoniak dar, die aus einem 1000 g schweren Radsegment
in einem kontrollierten Wasservolumen (1000 cm3) extrahiert wird.
Während diese Erfindung insbesondere unter Bezugnahme auf bevorzugte
Ausführungsformen gezeigt und beschrieben wurde ist es für Fachleute klar, daß verschiedene
Änderungen in der Form und in Details vorgenommen werden können, ohne vom Umfang
der Erfindung, der durch die angefügten Ansprüche umfaßt wird, abzuweichen.
Zusammenfassung
Ein Verfahren zur Herstellung eines organisch gebundenen Schleifartikels
umfaßt das Kombinieren einer Schleifkornkomponente und einer Harzkomponente auf
Phenolbasis. Die vereinigten Komponenten werden geformt und in einer Atmosphäre,
die Feuchtigkeit enthält, gehärtet, wobei die Atmosphäre mit den geformten Komponenten
in Kontakt steht, wodurch das organisch gebundene Schleifkorn hergestellt wird.
Das Schleifkorn kann gegebenenfalls zuerst mit einer siliciumorganischen Komponente
kombiniert werden, um siliciumorganisch behandeltes Schleifkorn zu bilden, und dann
mit der Harzkomponente auf Phenolbasis. In einem Beispiel wird das Harz auf Phenolbasis
in Gegenwart von Dampf thermisch gehärtet. Schleifartikel, die nach dem Verfahren
der Erfindung hergestellt wurden, haben im allgemeinen verbesserte Eigenschaften
unter Naßschleifbedingungen. In einem Beispiel enthält der nach dem Verfahren der
Erfindung hergestellte Schleifartikel Ammoniak in einer Menge von weniger als etwa
50 ppm. In einem anderen Beispiel weist das nach dem Verfahren der Erfindung hergestellte
Schleifrad eine Beibehaltung der Festigkeit von größer als etwa 57 Prozent auf.
Anspruch[de]
Verfahren zur Herstellung eines organisch gebundenen Schleifartikels,
mit den Schritten:
a) Verbinden einer Schleifkornkomponente und einer Harzkomponente auf Phenolbasis;
b) Formen der verbundenen Komponenten;
c) thermisches Härten der Harzkomponente auf Phenolbasis in einer feuchtigkeitsenthaltenden
Atmosphäre, wobei die Atmosphäre mit den geformten Komponenten in Kontakt steht,
wodurch der organisch gebundene Schleifartikel hergestellt wird.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Schleifkornkomponente ein Aluminiumoxidkorn
ist.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Harzkomponente auf Phenolbasis
ein Harz auf Phenolbasis in flüssiger Form enthält.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Harzkomponente auf Phenolbasis
ein Resol enthält.
Verfahren nach Anspruch 4, wobei das Resol in Wasser gelöst ist.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Harzkomponente auf Phenolbasis
ein Novolakharz enthält.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Verfahren das Kombinieren der
Schleifkornkomponente, der Harzkomponente auf Phenolbasis und einer siliciumorganischen
Komponente umfaßt.
Verfahren nach Anspruch 7, wobei die Schleifkornkomponente mit der
siliciumorganischen Komponente vereinigt wird, um ein siliciumorganisch behandeltes
Schleifkorn zu bilden, das dann mit der Harzkomponente auf Phenolbasis vereinigt
wird.
Verfahren nach Anspruch 8, wobei das siliciumorganisch behandelte Schleifkorn
zuerst mit einem Harz auf Phenolbasis in flüssiger Form und dann mit einem Harz
auf Phenolbasis in Pulverform vereinigt wird.
Verfahren nach Anspruch 7, wobei die siliciumorganische Komponente
mit der Harzkomponente auf Phenolbasis vereinigt wird und dann mit dem Schleifkorn.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei das thermische Härten bei einer endgültigen
Härtungstemperatur von mindestens etwa 150°C stattfindet.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Atmosphäre des weiteren Luft
enthält.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Atmosphäre des weiteren Ammoniak
enthält.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei das thermische Härten in Gegenwart
von Dampf durchgeführt wird.
Verfahren nach Anspruch 14, wobei das thermische Härten in Gegenwart
von Direktdampf durchgeführt wird.
Verfahren nach Anspruch 15, wobei das thermische Härten in einer Kammer
durchgeführt wird und der Dampf durch die Kammer rezirkuliert.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Atmosphäre für eine Dauer von
mindestens 5 Stunden vorhanden ist.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Atmosphäre mit den vereinigten
Komponenten vor dem Härten der Harzkomponente auf Phenolbasis in Kontakt steht.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei das thermische Härten in einer Kammer
erfolgt, die bei einem Druck gehalten wird, der Atmosphärendruck übersteigt.
Schleifartikel, hergestellt durch ein Verfahren mit den Schritten:
a) Verbinden einer Schleifkornkomponente und einer Harzkomponente auf Phenolbasis;
b) Formen der verbundenen Komponenten, um einen Grünkörper zu bilden; und c) thermisches
Härten der Harzkomponente auf Phenolbasis in einer feuchtigkeitsenthaltenden Atmosphäre,
wobei die Atmosphäre mit den geformten Komponenten in Kontakt steht, wodurch der
organisch gebundene Schleifartikel hergestellt wird.
Schleifartikel nach Anspruch 20, wobei das Verfahren das Vereinigen
der Schleifkornkomponente, der Harzkomponente auf Phenolbasis und einer siliciumorganischen
Komponente umfaßt.
Schleifartikel nach Anspruch 21, wobei die siliciumorganische Komponente
mit dem Schleifkorn vereinigt wird, um ein siliciumorganisch behandeltes Schleifkorn
zu bilden, und dann mit der Harzkomponente auf Phenolbasis.
Schleifartikel, hergestellt nach einem Verfahren mit den Schritten:
a) Verbinden einer Schleifkornkomponente und einer Harzkomponente auf Phenolbasis;
b) Formen der verbundenen Komponenten, um einen Grünkörper zu bilden; und
c) thermisches Härten der Harzkomponente auf Phenolbasis in einer Atmosphäre, die
Feuchtigkeit enthält, wobei die Atmosphäre mit dem Grünkörper in Verbindung steht,
wodurch der organisch gebundene Schleifartikel hergestellt ist, wobei der Schleifartikel
einen Ammoniakgehalt von weniger als etwa 50 ppm aufweist.
Schleifartikel nach Anspruch 23, weiterhin umfassend die Schritte
des Kombinierens des Schleifkorns mit einer siliciumorganischen Komponente.
Schleifartikel nach Anspruch 24, wobei das Schleifkorn mit der siliciumorganischen
Komponente vereinigt wird und danach mit der Harzkomponente auf Phenolbasis.
Schleifartikel nach Anspruch 23, des weiteren umfassend den Schritt
des Bestimmens der Menge an in dem Rad vorhandenen Ammoniak mittels Kjeldahl Stickstoffgasanalyse.
Schleifrad, hergestellt durch ein Verfahren mit den Schritten:
a) Verbinden einer Schleifkornkomponente und einer Harzkomponente auf Phenolbasis;
b) Formen der verbundenen Komponenten, um einen Grünkörper zu bilden;
c) thermisches Härten der Harzkomponente auf Phenolbasis in einer Atmosphäre, die
Feuchtigkeit enthält, wobei die Atmosphäre mit dem Grünkörper in Verbindung steht,
wodurch der organisch gebundene Schleifartikel hergestellt wird, wobei das Rad eine
Beibehaltung der Festigkeit von größer als etwa 57 Prozent aufweist.
Schleifartikel nach Anspruch 27, wobei das Verfahren das Kombinieren
der Schleifkornkomponente, der Harzkomponente auf Phenolbasis und einer siliciumorganischen
Komponente umfaßt.
Schleifartikel nach Anspruch 28, wobei die siliciumorganische Komponente
mit der Schleifkornkomponente vereinigt wird, um ein siliciumorganisch behandeltes
Schleifkorn zu bilden, und dann mit der Harzkomponente auf Phenolbasis.