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Dokumentenidentifikation DE10334600A1 24.02.2005
Titel Nass- oder Trockenentstauber in Kurzbauform
Anmelder CFT GmbH Compact Filter Technic, 45964 Gladbeck, DE
Erfinder Both, Reinhold, Dipl.-Ing., 45889 Gelsenkirchen, DE
Vertreter Schulte & Schulte, 45219 Essen
DE-Anmeldedatum 29.07.2003
DE-Aktenzeichen 10334600
Offenlegungstag 24.02.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.02.2005
IPC-Hauptklasse E21F 5/04
Zusammenfassung Ein Nass- oder Trockenentstauber 1 mit gegenüber dem Stand der Technik erheblich reduzierter Baulänge wird dadurch verwirklicht, dass das Übergangsstück 15 als Einlaufschalldämpfer 19 ausgebildet ist und dass dem dem eigentlichen Lüfterghäuse 10 nachgeordnete Auslaufschalldämpfer 27 ein Reingasverteiler 28 vorgeordnet ist. Reingasverteiler 28 und Auslaufschalldämpfer 27 verfügen über ein Dämpfergehäuse 29, das annähernd bis zur Streckensohle 6 herabgezogen ausgeführt ist. Eine weitere Schalldämmung erreicht man dadurch, dass auch das eigentliche Lüftergehäuse 10 mit Schalldämmelementen 45 bestückt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Nass- oder Trockenentstauber, insbesondere für den Einsatz im untertägigen Berg- und Tunnelbau mit einem kompakten, die Abscheidelemente für den Staub aufnehmenden und mit Eingangs- und Ausgangsanschlüssen versehenen Entstaubergehäuse und mit einem ein oder mehrere Lüfterräder aufweisenden, dem Entstaubergehäuse zugeordneten Lüfter.

Ein hinter Staub erzeugenden Maschinen oder Anlagen im untertägigen Bergbau einsetzbaren Entstauber zeigt die DE 198 53 190. Dieser bekannte Entstauber verfügt über einen Lüfter, der zwischen Eingangs- und Ausgangsseite, also im Rohgasstrom angeordnet ist, der also sowohl vom Staub wie vom Staubwassergemisch beaufschlagt wird. Vorteilhaft dabei ist aber, dass ein derartiger Lüfter praktisch schallgedämmt ist, weil er sich innerhalb des eigentlichen Entstaubergehäuses befindet. Bekannt ist es aber auch, solche getrennt von den Entstaubern angeordneten Lüfter mit Schalldämpfern zu versehen, wobei nachteilig ist, dass aufgrund der benötigten Schalldämpfer die Gesamtlänge derartiger Nass- oder Trockenentstauber bei 15 und mehr Metern liegt. Solche aufwendigen Anlagen sind insbesondere mit anderen Maschinen zusammen in der Regel nicht im untertägigen Bergbau und ähnlichen Bereichen einzusetzen, sodass dann auf die in der DE 198 53 190 A1 beschriebene Ausführung zurückgegriffen wird.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen im rauhen Betrieb einsetzbaren schallgedämmten Entstauber wesentlich verkürzter Baulänge zu schaffen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Lüfter ein mit dem Entstaubergehäuse verbindbares Lüftergehäuse aufweist, das reingasseitig über ein Übergangsstück ankoppelbar ist und dem ein Einlauf- und ein Auslaufschalldämpfer zugeordnet sind.

Der Lüfter wird somit aus dem eigentlichen Entstaubergehäuse herausgenommen und in den Reingasstrom integriert, wobei die notwendige Schalldämmung durch Einlauf- und Auslaufschalldämpfer erreicht wird. Dadurch, dass diese separate Einheit über ein Übergangsstück mit dem eigentlichen Entstaubergehäuse verbunden wird, besteht die Möglichkeit, den Einlaufschalldämpfer und auch den Auslaufschalldämpfer vom Volumen und auch vom Aufbau her so zu variieren, dass damit eine Verkürzung der Gesamtbaulänge erreicht wird, ohne die Leistung zu minimieren bzw. die Schalldämmung zu verschlechtern.

Nach einer zweckmäßigen Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Übergangsstück als Einlaufschalldämpfer ausgebildet ist. Dieses Übergangsstück ist notwendig, um einen Abstand zwischen Lüftergehäuse und Entstaubergehäuse zu wahren, d. h. um beim Transport. oder bei sonstigen Beeinflussungen eine gegenseitige Beschädigung zu vermeiden. Dieses Übergangsstück wird nun mit Schalldämmelementen ausgerüstet und so zu einem Einlaufschalldämpfer, der dafür sorgt, dass die Geräusche des oder der Ventilatoren bzw. der Lüfter von der Eingangsseite des Lüftergehäuses her „eingefangen" werden. Auf der Rückseite, d. h. also im Bereich des Austritts aus dem Lüftergehäuse sind die oder der Auslaufschalldämpfer angeordnet, die auch nach dieser Seite hin für die Reduzierung des Geräuschpegels Sorge tragen. Sie können wie schon weiter oben erwähnt wesentlich vergrößert werden, sodass sie unter Reduzierung der Gesamtlänge dennoch den gewünschten und notwendigen Erfolg bringen.

Die schon erwähnte Vergrößerung der Auslaufschalldämpfer ist dadurch möglich, dass dem Auslaufschalldämpfer ein Reingasverteiler vorgeordnet ist.

Dieser Reingasverteiler sorgt dafür, dass sich die ausströmenden Wetter bzw. das Reingas gleichmäßig auf den gesamten vergrößerten Querschnitt des Auslaufschalldämpfers verteilen, wodurch entsprechende Schalldämmelemente für die Reduzierung des Schalls gesorgt wird.

Die Vergrößerung des Auslaufschalldämpfers ist durch den vorgeordneten Reingasverteiler möglich, wobei der Reingasverteiler und der Auslaufschalldämpfer ein annähernd bis zur Streckensohle heruntergezogenes Dämpfergehäuse aufweisen. Damit wird praktisch ohne zusätzlichen Platzbedarf eine Vergrößerung des Auslaufschalldämpfers möglich, wobei auf diese Art und Weise mit einem kurz bauenden, volumenmäßig aber entsprechend großen Schalldämmgehäuse gearbeitet werden kann.

Nach der Erfindung ist nicht nur eine Vergrößerung des Auslaufschalldämpfers vorgesehen, weil der Erfolg bei einem entsprechend großen Austrittsquerschnitt beschränkt sein würde, sondern vielmehr sieht die Erfindung vor, dass der Auslaufschalldämpfer mit mehreren Reingaskanälen ausgerüstet ist. Diese Reingaskanäle sind ebenfalls mit Schalldämmelementen versehen, sodass die Dämmfläche damit vorteilhaft groß ausgeführt werden kann.

Eine vollständige Dämmung auch der einzelnen Reingaskanäle ist gemäß der Erfindung möglich, weil die Reingaskanäle mit gegeneinander und gegen die Umgebung wirkenden Dämpferwänden bzw. Dämpferelementen versehen sind. Der einzelne Reingaskanal ist somit über seine Längsseite gesehen rundum abgedämmt, wobei durch Verwendung entsprechender Dämmelemente auch eine Rundumdämmung erreicht wird, also auf verhältnismäßig kurzem Wege eine annähernd vollständige Schalldämmung.

Diese vorteilhafte Schalldämmung ist insbesondere dadurch zu erreichen, dass die Dämpferwände zum Reingasstrom hin über Lochbleche fixiert sind und eine Steinwollefüllung aufweisen. Die Steinwollefüllung kann somit ihre schalldämmende Wirkung weitgehenst verwirklichen, weil große Flächen bei den beschriebenen Lochblechen frei bleiben und weil diese Steinwolle sich gerade zur Schalldämmung optimal eignet und im hier beschriebenen Ausführungsbeispiel vom Kanal her gesehen eine Rundumdämmung verwirklicht ist.

Die Montage derartiger Dämpferwände oder auch der gesamten Schalldämpfer wird nach einer Ausführungsform der Erfindung dadurch erleichtert, dass die Steinwollefüllung aus säulenförmigen Bauteilen gebildet ist, die in die Dämpferwändezwischenräume einschiebbar ausgebildet sind. Dabei sind die Zwischenräume auf die Bauteile ausgerichtet oder umgekehrt. Auf jeden Fall ist es so möglich, die Steinwollefüllung in Form der säulenförmigen Bauteile einfach in die Dämpferwändezwischenräume einzuschieben, wo sie ihre Position einnehmen und ihre Funktion optimal erfüllen können. Die säulenförmigen Bauteile können sowohl bei rechteckigen wie bei runden Querschnitten der entsprechenden Dämpfergehäuse bzw. Dämpferwände verwirklicht werden, darüber hinaus aber auch beispielsweise bei Rohren oder Röhren die entsprechend schallgedämmt werden müssen. Je nach der Festigkeit dieser säulenförmigen Bauteile bedarf es keiner Zwischeneinbauten. Vielmehr werden die einzelnen Säulen einfach aneinander gelegt oder aufeinander geschichtet, damit der vorhandene Hohlraum optimal ausgefüllt wird. Darüber hinaus ist es aber auch denkbar, bei größeren Abmessungen oder bei weniger stabilen säulenförmigen Bauteilen durch Zwischeneinbauten die Abstützung einiger oder auch einzelner Bauteile vorzugeben.

Eine weitere Vereinfachung der Montage insbesondere aber auch der Überholung derartiger Schalldämpfer ist gegeben, wenn eine oder beide Kopfbleche des Auslaufschalldämpfers lösbar mit dem übrigen Schalldämpfergehäuse verbunden sind. Die jeweiligen Kopfbleche werden türenartig aufgeklappt oder abgenommen, dann die einzelnen säulenförmigen Bauteile als Schalldämmer eingeschoben und dann die Kopfbleche wieder vorgesetzt. Hat sich nach einiger Zeit beispielsweise durch Feuchtigkeit oder auch durch Rütteln oder Stoßen eine Reduzierung des Dämmvermögens sich eingestellt, können die beschädigten säulenförmigen Bauteile gegen neue problemlos ausgetauscht werden. Entsprechendes ist auch möglich, wenn dichtere oder weniger dichte säulenförmige Bauteile zum Einsatz kommen sollen, um das Dämmvermögen zu variieren bzw. auf den vorhandenen Anwendungsfall anzupassen.

Weiter vorn ist darauf hingewiesen worden, dass der oder die eigentlichen Lüfter über einen Einlaufschalldämpfer und einen Auslaufschalldämpfer so weit schallgedämmt werden, dass eine Belastung der Umwelt stark reduziert ist. Diese Reduzierung wird gemäß der Erfindung dadurch optimiert, dass das oder die Lüftergehäuse mit Schalldämmelementen ausgerüstet sind. Diese verhältnismäßig einfache Maßnahme ermöglicht es, aufgrund der erzielten Schalldämmwerte eine weitere Verkürzung des Gesamtgehäuses vom Entstauber bzw. vom Lüfter und Schalldämmer zu verwirklichen. Auch beim Lüftergehäuse können die Schalldämmelemente vorteilhaft so in das gesamte Lüftergehäuse integriert werden, dass eine Beschädigung von außen nicht gegeben ist, dafür aber eine optimale Schalldämmung.

Auch bei dieser Art von Lüftergehäuse sind die säulenförmigen Bauteile optimal einsetzbar, wobei die Erfindung ergänzend vorsieht, dass die Schalldämmelemente parallel zum Reingasstrom verlaufend angeordnet sind, wobei im Bereich des Lüfterrades Metalldämpfer vorgesehen sind. Die Metalldämpfer sind notwendig, um zu vermeiden, dass durch die starke Luftbewegung zwischen dem Lüfterrad und dem Schalldämmelement versehentlich einzelne Fasern der Steinwolle mitgerissen werden oder andere Beschädigungen auftreten. Dies vermeidet man durch die Anordnung der Metalldämpfer genau in dem Bereich, wo das Lüfterrad rotiert. Hierbei können die Metalldämpfer gleichzeitig zur Fixierung der Schalldämmelemente bzw. der säulenartigen Bauteile mit verwendet werden, worauf weiter hinten noch eingegangen wird.

Das Lüftergehäuse als solches ist grundsätzlich rohrförmig ausgebildet. Um hier eine möglichst optimale Schalldämmung zu erreichen, ist vorgesehen, dass das Lüftergehäuse außenseitig rechteckig oder quadratisch ausgeführt ist. Auf diese Weise ist die Unterbringung zusätzlicher Dämmelemente bzw. Schalldämmelemente möglich, oder auch von nur gestopften Steinwollematerial, sodass damit die Schalldämpfwirkung gezielt verbessert werden kann. Der Vergrößerung des Volumens derartiger für die Aufnahme der Steinwolle vorgesehenen Gehäuseteile wirkt sich positiv auf die Schalldämmung aus, ohne dass dafür wesentlich mehr Platz erforderlich ist. Die gesamte Bauweise wird lediglich noch kompakter.

Eine weitere zweckmäßige Ausführung ist die, bei der zwischen Übergangsstück und Lüftergehäuse ein ziehharmonikaförmiges Ausgleichsteilstück angeordnet ist, das mit Schalldämmelementen ausrüstbar ist. Hier zeigt es sich, dass die Verbindung zwischen Lüftergehäuse einerseits und Entstaubergehäuse andererseits möglichst flexibel sein muss und soll, um das Verfahren der Gesamtbaueinheit um Kurven herum oder auch um Hindernisse herum zu ermöglichen.

Weiter vorn ist bereits darauf hingewiesen worden, dass das Einlaufstück als Einlaufschalldämpfer ausgebildet sein soll, um die Gesamtbaulänge derartiger Einrichtungen zu reduzieren. Gerade bei derartigen Einrichtungen, für die nur eine begrenzter Platz unter Tage zur Verfügung steht, können gemäß der Erfindung eine große Längenreduzierung erreicht werden, indem das Übergangsstück mit Schalldämmelementen versehen wird. Die Erfindung sieht vor, dass das Übergangsstück Lochbleche ersetzend jeweils endseitig innen einen Haltekragen und mittig einen oder mehrere Distanzringe aufweist. Über die gesamte Länge und rundum ist dieses Übergangsstück somit ein Schalldämpfer, wobei die eingelegten säulenförmigen Bauteile aus Steinwolle eine vorteilhaft große Angriffsfläche für den Schall bieten. Sie sind nur an den Enden über die Haltekragen gehalten und zwischendurch durch einen oder mehrere Distanzringe, die dafür sorgen, dass zumindest in diesem Bereich eine von der Fläche her minimale Abstützung verwirklicht werden muss. Die einzelnen säulenartigen Bauteile werden somit nur ringförmig beaufschlagt, sodass sie in diesen schmalen Bereichen ihre Dämmwirkung nicht verwirklichen können.

Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass ein Entstauber geschaffen ist, der unabhängig davon, ob es sich um einen Nass- oder Trockenentstauber handelt, in sehr kurzer Baulänge verwirklicht werden kann. Dazu ist der Lüfter aus dem Entstaubergehäuse herausgenommen und einem eigenen Lüftergehäuse zugeordnet, das rundum schallgedämmt ist. Dabei verzichtet man auf einen gesonderten Einlaufschalldämpfer und verwirklicht vielmehr dessen Aufgabenbereich durch das eigentliche Übergangsstück. Das Übergangsstück erhält somit eine Mehrfachfunktion. Damit fällt der eigentliche Einlaufschalldämpfer weg und auch der Auslaufschalldämpfer kann durch entsprechende Ausbildung so verkürzt werden, dass sich die gesamte Baulänge von Entstauber und Lüfter von 16 auf 10 Meter reduzieren lässt.

Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:

1 eine Gesamtansicht eines Entstaubers mit Lüfter,

2 einen Schnitt durch das Lüftergehäuse,

3 eine Vorkopfansicht des Auslaufschalldämpfers,

4 eine perspektivische Darstellung eines säulenförmigen Schalldämmelementes und

5 einen Längsschnitt durch das Übergangsstück zwischen Entstaubergehäuse und Lüftergehäuse.

1 zeigt quasi eine Gesamtansicht eines Entstaubers 1, der einmal aus dem Entstaubergehäuse 2 und zum anderen aus dem Lüftergehäuse 10 mit zugeordneten Schalldämpfern besteht. Im Entstaubergehäuse 2 sind die Abscheideelemente 3 angeordnet, die über die Türen 4 erreichbar sind. Das gesamte Entstaubergehäuse 2 kann auf Kufen 5 auf der Streckensohle 6 in Längsrichtung verschoben oder gezogen werden. Dieses Entstaubergehäuse 2 verfügt über einen Eingangsanschluss 7 für die hier nicht dargestellte Lutte und einen Ausgangsanschluss 8 für das Übergangsstück 15.

Das Lüftergehäuse 10 ist mit einem oder mehreren Lüfterrädern 11, 12 bestückt, sodass dementsprechend auch zwei Lüfter 13, 14 vorhanden sind, die bereits im Reingasbereich bzw. im Reingasstrom 16 liegen, weil die über die nicht dargestellte Lutte herangeführten Wetter bereits den Entstauber 1 bzw. das Entstaubergehäuse 2 durchlaufen haben.

2 zeigt den Lüfter 13 im Schnitt, wobei erkennbar ist, dass innerhalb des eigentlichen Lüfters auf einem Lüfterbock 17 der Antrieb 48 angeordnet ist. Dieser Antrieb 48 dreht die hier nicht dargestellten Blätter des nicht dargestellten Lüfterrades 11 bzw. 12. Dabei zeigt 1 eine Ausführung, bei der sogar drei entsprechende Lüfter 13, 14, 14' hintereinander angeordnet sind, um eine entsprechend hohe Leistung zu erbringen.

2, die weiter oben schon erläutert wurde, zeigt den Schnitt durch den Lüfter 12, wobei dieser Lüfter und die anderen Lüfter 14, 14' ebenfalls schallgedämmt sind. Hierzu sind die Schalldämmelemente 45 rundum das rohrförmige Lüfterelement angeordnet, wobei durch ein zusätzliches Gehäuse Zusatzelemente 47 angebracht werden können, die den Dämmeffekt erhöhen. Diese Schalldämmelemente 45 sind säulenförmig ausgerüstet bzw. ausgebildet, was 4 erläutert. Dort sind sie mit einem gesonderten Bezugszeichen 39 versehen, um dies zu verdeutlichen. Diese säulenförmigen Bauteile 39 sind um das Lüfterrad 11 bzw. 12 herum angeordnet, wobei genau im Bereich des Lüfterrades 11, 12 ein Metalldämpfer 46 angeordnet ist, da ansonsten die aus Steinwolle bestehenden Schalldämmelemente 45 eventuell beschädigt werden könnten. Diese Metalldämpfer 46 sind mit der Wandung des Lüfters 13, 14, 14' verbunden, sodass sie gleichzeitig als Fixierung mit für die übrigen säulenförmigen Schalldämmelemente 39 bzw. 45 verwendet werden können.

1 verdeutlicht aber weiter, dass nicht nur die eigentlichen Lüfter 13, 14, 14' schallgedämmt sind, sondern dass zusätzlich auch das Übergangsstück 15, das der Einlaufseite 18 des Lüftergehäuses 10 vorgeordnet ist , über eine entsprechende Schalldämmung verfügt. Dies zeigt sowohl die 1 wie die 5, wobei damit deutlich wird, dass dieses Übergangsstück 15 zugleich die Funktion des Einlaufschalldämpfers 19 mit übernimmt.

Der Einlaufschalldämpfer 19, der in 5 noch vergrößert wiedergegeben ist, verfügt über recht große freie Flächen der Schalldämmelemente 45 bzw. säulenförmigen Bauteile 39, weil diese nur endseitig über die in 5 erkennbaren Haltekragen 20, 21 gehalten sind. Zusätzlich sind über die Länge verteilt noch ein oder zwei oder auch drei Distanzringe 22, 23 angeordnet, um ein Durchhängen der säulenförmigen Bauteile 39 in diesem Bereich zu verhindern. Auf diese Weise erfüllt das Übergangsstück 15 optimal die Aufgabe des Einlaufschalldämpfers 19.

Zwischen diesem Einlaufschalldämpfer 19 und dem eigentlichen Lüftergehäuse 10 ist dann noch ein Ausgleichsteilstück 25 vorgesehen, um eine flexible Verbindung eigentlich zwischen dem Entstaubergehäuse 2 und dem Lüftergehäuse 10 zu verwirklichen, indirekt natürlich auch jetzt zwischen dem Einlaufschalldämpfer 19 und dem eigentlichen Lüftergehäuse 10.

Da eine optimale Schalldämmung nur dann erreicht wird, wenn vor und hinter dem Lüftergehäuse 10 Dämmelemente bzw. Schalldämmpfer vorhanden sind, ist endseitig des letzten Lüfters 14 ein Auslaufschalldämpfer 27 vorgesehen. Dieser Auslaufschalldämpfer 27 verfügt über eine relativ kurze Bauweise, weil er sehr großvolumig ausgebildet werden kann, indem nämlich das Schalldämpfergehäuse 43 ebenso wie der vorgeordnete Reingasverteiler bzw. dessen Gehäuse bis annähernd zur Streckensohle 6 herabgezogen ausgebildet ist. Die die Lüfter 13, 14, 14' verlassende Reingasluft wird über diesen Reingasverteiler 28 auf die gesamte Fläche des Auslaufschalldämpfers 27 verteilt.

Dieser Auslaufschalldämpfer 27 bzw. ein Dämpfergehäuse 29 ist dabei in mehrere übereinander liegende Reingaskanäle 30, 31, 32 unterteilt, wobei diese ebenfalls gedämmt sind und zwar durch entsprechende Dämpferwände 33, 34, deren Anordnung und Ausbildung 3 zu entnehmen ist. Diese Reingaskanäle 30, 31, 32 sind rundum durch Dämpferwände 33, 34 abgedämmt, sodass eine Beeinflussung der Umgebung 35 nicht auftreten kann. Die Reingaskanäle 30, 31, 32 weisen in der Regel das gleiche Volumen auf, sie können aber auch unterschiedlich ausgebildet sein, je nach dem wie es sich als zweckmäßig herausstellt.

Bei den Reingaskanälen 30, 31, 32 sind zumindest die den Reingaskanälen 30, 31, 32 zugewandten Bleche als Lochbleche 37 ausgebildet, um die dahinter liegende Steinwollefüllung 38 für die Dämmung voll wirksam zu erhalten. Die dafür benötigten bzw. eingesetzten säulenförmigen Bauteile 39 gemäß 4 werden in die vorhandenen Dämpferwandzwischenräume 40 eingeschoben und brauchen gar nicht weiter fixiert zu werden, weil sie sich gegenseitig über eine relativ große Länge abstützen. Dadurch ist es möglich, mit Lochblechen 37 relativ großer Öffnungen auszukommen, was zu einer optimalen Dämmwirkung führt.

Um diese einzelnen säulenförmigen Bauteile 39 bzw. die Steinwollefüllung 38 gut montieren oder auch demontieren und durch neue ersetzen zu können, ist vorgesehen, dass die Kopfbleche 41, 42 lösbar sind, sodass man die entsprechenden säulenförmigen Bauteile 39 gut einschieben bzw. herausnehmen kann. Dabei sind die Abmessungen dieser säulenförmigen Bauteile 39 optimal so gleich, dass ein Vertauschen nicht auftreten kann.

Alle genannten Merkmale, auf die den Zeichnungen allein zu entnehmenden, werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.


Anspruch[de]
  1. Nass- oder Trockenentstauber, insbesondere für den Einsatz im untertägigen Berg- und Tunnelbau mit einem kompakten, die Abscheidelemente (3) für den Staub aufnehmenden und mit Eingangs- und Ausgangsanschlüssen (7, 8) versehenen Entstaubergehäuse (2) und mit einem ein oder mehrere Lüfterräder (11, 12) aufweisenden, dem Entstaubergehäuse (2) zugeordneten Lüfter (13), dadurch gekennzeichnet, dass der Lüfter (13) ein mit dem Entstaubergehäuse (2) verbindbares Lüftergehäuse (10) aufweist, das reingasseitig über ein Übergangsstück (15) ankoppelbar ist und dem ein Einlauf- (19) und ein Auslaufschalldämpfer (27) zugeordnet sind.
  2. Entstauber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Übergangsstück (15) als Einlaufschalldämpfer (19) ausgebildet ist.
  3. Entstauber nach einem oder beiden der vorgeordneten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Auslaufschalldämpfer (27) ein Reingasverteiler (28) vorgeordnet ist.
  4. Entstauber nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Reingasverteiler (28) und der Auslaufschalldämpfer (27) ein annähernd bis zur Streckensohle (6) heruntergezogenes Dämpfergehäuse (29) aufweisen.
  5. Entstauber nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslaufschalldämpfer (27) mit mehreren Reingaskanälen (30, 31, 32) ausgerüstet ist.
  6. Entstauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reingaskanäle (30, 31, 32) mit gegeneinander und gegen die Umgebung (35) wirkenden Dämpferwänden (33, 34) versehen sind.
  7. Entstauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpferwände (33, 34) zum Reingasstrom (16) hin über Lochbleche (37) fixiert sind und eine Steinwollefüllung (38) aufweisen.
  8. Entstauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steinwollefüllung (38) aus säulenförmigen Bauteilen (39) gebildet ist, die in die Dämpferwändezwischenräume (40) einschiebbar ausgebildet sind.
  9. Entstauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder beide Kopfbleche (41, 42) des Auslaufschalldämpfers (27) lösbar mit dem übrigen Schalldämpfergehäuse (43) verbunden sind.
  10. Entstauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Lüftergehäuse (10) mit Schalldämmelementen (45) ausgerüstet sind.
  11. Entstauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalldämmelemente (45) parallel zum Reingasstrom (16) verlaufend angeordnet sind, wobei im Bereich des Lüfterrades (11, 12) Metalldämpfer (46) vorgesehen sind.
  12. Entstauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüftergehäuse (10) außenseitig rechteckig oder quadratisch ausgeführt ist.
  13. Entstauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Übergangsstück (15) und Lüftergehäuse (10) ein ziehharmonikaförmiges Ausgleichsteilstück (25) angeordnet ist, das mit Schalldämmelementen (45) ausrüstbar ist.
  14. Entstauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Übergangsstück (15) Lochbleche ersetzend jeweils endseitig innen einen Haltekragen (20, 21) und mittig einen oder mehrere Distanzringe (22, 23) aufweist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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