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Dokumentenidentifikation DE20320260U1 24.02.2005
Titel Insensitiver Hexogen-Sprengstoff
Anmelder Diehl Munitionssysteme GmbH & Co. KG, 90552 Röthenbach, DE;
Dyno Nobel ASA, Saetre, NO
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 20320260
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.02.2005
Registration date 20.01.2005
Application date from patent application 13.09.2003
IPC-Hauptklasse C06B 25/34

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Hexogen-Sprengstoff nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein derartiger Sprengstoff geht aus der DE 37 39 191 A1 hervor. Dort ist ein gießbarer Sprengstoff mit einem Kunststoffbinder beschrieben.

Entsprechend der technischen Lieferbedingung des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung in Deutschland, TL 1376-0800, sind die Bedingungen für die geforderte Unempfindlichkeit beschrieben. Demzufolge darf ein, in einem Behältnis, wie Geschoßkörper, eingeschlossener Sprengstoff bei Beschuss oder thermischer Einwirkung das Behältnis nicht aufreißen. Zugelassen ist als maximale Reaktion nur das Abbrennen, wobei ein zylindrischer Behälter ganz bleiben muss, jedoch darf der Boden aufreißen.

Dementsprechend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Hexogen-Sprengstoff vorzuschlagen, der die o. g. Bedingung erfüllt.

Die Erfindung löst diese Aufgabe entsprechend den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Erfindungsgemäß wird der Sprengstoff in überraschenderweise unempfindlicher, jedoch leistungsstärker.

Gemäß der Erfindung ist als Sprengstoff der Hexogentyp B einsetzbar. Dieser ist kostengünstig und umweltfreundlich.

Durch den Anteil von Oktogen beim Hexogentyp B von wenigstens 5 zum Sprengstoff wird erreicht, dass die in einem Behältnis angeordnete Sprengladung nach seiner Entzündung nicht progressiv abbrennt. Der Zylinder bleibt im wesentlichen erhalten. Lediglich Schwachstellen, wie Verschlusskappen, werden abgelöst. Es bildet sich keine Luftstoßwelle aus.

Der Wirkmechanismus der Erfindung beruht auf einer Phasenänderung des Oktogens, ab einer Temperatur von 167°C. Dadurch erfolgt eine schlagartige Volumenvergrößerung, die an vorgesehenen Sollbruchstellen oder Trennstellen zur Wirkung kommt.

Die Erfindung ist für Sprengstoffe mit reinem Hexogentyp A einsetzbar. Ebenso für die verschiedenen Herstellungsverfahren für Sprengstoffe, nämlich die im Slurry- oder im Lösungsmittel-Verfahren hergestellten Sprengstoffe. Das Anwendungsgebiet umfasst sowohl gegossene Sprengstoffladungen als auch gepresste Sprengstoffladungen.

Insbesondere eignet sich die Erfindung für gepresste unempfindliche Sprengstoffmischungen, bei denen grob- und feinkörnige Sprengstoffkristalle durch ein Bindersystem, bestehend aus einem Weichmacher wie DOA und HYTEMP® gebunden ist, siehe hierzu die am selben Tag eingereichte Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen .....

Die erfindungsgemäße Wirkung setzt bereits bei einem Oktogen-Anteil von 5 % ein, wobei der Anteil sich bis 100 % erstrecken kann.

DOA Acycl. Dicarbonsäureester

HYTEMP® eingetragene Marke der ZEON Chemicals L.P., 4100 Bells Lane, Louisville, Kenntucky 40211


Anspruch[de]
  1. Insensitiver Hexogen-Sprengstoff, dadurch gekennzeichnet, dass der Sprengstoff wenigstens 5 % Oktogen enthält.
  2. Hexogen-Sprengstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sprengstoff im Slurry-Verfahren oder im Lösungsmittel-Mischverfahren hergestellt ist.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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