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Dokumentenidentifikation EP0994346 24.02.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000994346
Titel Messsonde für die Detektion der Momentankonzentrationen mehrerer Gasbestandteile eines Gases
Anmelder BASF AG, 67063 Ludwigshafen, DE
Erfinder Odermatt, Peter, 67098 Bad Dürkheim, DE;
Spiegel, Andreas, 67061 Ludwigshafen, DE;
Dittrich, Jürgen, 76532 Baden-Baden, DE
Vertreter Patentanwälte Isenbruck Bösl Hörschler Wichmann Huhn, 68165 Mannheim
DE-Aktenzeichen 59911477
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 06.10.1999
EP-Aktenzeichen 991191644
EP-Offenlegungsdatum 19.04.2000
EP date of grant 19.01.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.02.2005
IPC-Hauptklasse G01N 27/417
IPC-Nebenklasse B01D 53/86   B01D 53/30   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Meßsonde für die Detektion der Momentankonzentrationen mehrerer Gasbestandteile eines Gases, insbesondere zur Abgasmessung, und Verbrennungsabgase aus Verbrennungsanlagen für fossile oder biologische Brennstoffe bzw. Abfälle oder von Verbrennungskraftmaschinen. Beispielsweise Automotoren nach dem Dieselprinzip enthalten Schadstoffe, die eine Umweltbelastung darstellen. Besonders die Stickstoffoxide (Stickoxide) als toxische und umweltgefährdende Substanzen stehen im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses und sollen möglichst vollständig aus den Verbrennungsabgasen entfernt werden, um eine Umweltbelastung zu vermeiden. Beispiele solcher Stickoxide sind NO, NO2, NO3, N2O3, N2O4, und N2O5. Diese sind aus der Lehrbuchliteratur bekannt, von besonderer Bedeutung ist jedoch NO und NO2.

Ein Dieselabgas kann gemäß der Literaturstelle Kraftfahrtechnisches Taschenbuch, Robert Bosch GmbH, 1991, S. 513, folgende Zusammensetzungen aufweisen:

NOx
50-2500 ppm,
KW
50-500 ppm C1
CO
100-2000 ppm
Ruß
20-200 mg/m3
H2O (Dampf)
2-11 Vol. %
O2
2 - 18 Vol%,
CO2
0 - 16 Vol%,
N2
Rest

KW bedeutet Kohlenwasserstoffe, H2O liegt in Dampfform vor, die Konzentrationen beziehen sich auf Volumina. Die Temperatur beträgt dabei 100 - 750 °C, der nicht angegebene Druck wird mit etwa 1 bis 1,05 bar angenommen. Zusätzlich kann SO2 vorhanden sein.

Die Stickoxide NOx werden häufig mit Ammoniak oder Ammoniak abgebenden Stoffen wie Harnstoff, Ammoniumcarbonat, Ammoniumhydrogencarbonat, Ammoniumcyanat und anderen reduziert. Der Harnstoff kann dabei beispielsweise in einer 30%igen wäßrigen Lösung, NH3 als Gas, eingespeist werden. Die Reduktion läuft dabei nach folgenden Umsetzungsgleichungen ab: 4 NO + 4 NH3 + O2 → 4 N2 + 6H2O NO + NO2 + 2NH3 → 2 N2 + 3 H2O 2 NO2 + 4 NH3 + O2 → 3 N2 + 6 H2O

Um die Stickoxide möglichst vollständig umzusetzen, gibt man zweckmäßig einen gleichmolaren oder höheren Anteil Ammoniak hinzu. Die Molgewichte sind für NH3 = 17, für NO2 46, für NO3 62 und für (N2O5)/2 54. Für eine stöchiometrische Umsetzung braucht man den ca. dreifachen Gewichtsanteil bzw. einfachen Volumenanteil Ammoniak, bezogen auf NOx. Nimmt man bei der oben angegebenen Zusammensetzung mit durchschnittlich 2000 ppm NOx einen 3%igen Überschuß Ammoniak an, so verbleiben 60 ppm Ammoniak im Abgas. Sollen diese nicht überschritten werden, so muß die Messung 60 ppm mit einer Sicherheit von 10 ppm noch sicher erfassen können. Die Messung muß noch sicher funktionieren bei Abgastemperaturen von 100 bis 750°C. Ferner darf sie nicht gestört werden durch Ruß oder Stäube von Ammoniumsalzen und der Sensor darf nicht durch Korrosion durch z.B. Schwefeloxide beeinflußt werden.

Bei falschen Messungen läuft man Gefahr, eines der Umweitgifte Ammoniak oder Stickoxid in größerem Überschuß in den Abgasen zu haben. Beides ist in der Umwelt sehr unerwünscht Man bemüht sich, die Konzentration der Stickoxide unter den gesetzlich zulässigen Wert zu bringen und dabei kein überschüssiges Ammoniak hinzuzufügen.

In der DE-A-3 721 572 wird zur selektiven katalytischen Reduktion von Stickstoffoxiden (NOx) in den Abgasen eines Motors die NOx-Konzentration gemessen und in Abhängigkeit von der festgestellten NOx-Konzentration zwecks Umsetzung an einem Katalysator NH3 zugeführt. Die Regelung der NH3-Menge erfolgt dabei zu mindestens 75% mittels der Motorlastdaten, der verbleibende Teil wird in Abhängigkeit von der in den Abgasen gemessenen NOx-Konzentration geregelt. Man erhofft sich davon, die bislang bekannten trägen Regelungen der NH3-Zufuhr anhand einer Messung der NOx-Konzentration nach dem Katalysator bei instationärer Betriebsweise, bei der sich Leistung und Drehzahl der Motors und damit die NOx-Konzentration in der Rohemission des Motors rasch verändern, zu verbessern. Diese Reaktionszeit wird mit etwa 1 Minute angegeben, während der bei geänderter Abgasmenge und Abgaszusammensetzung die Ammoniakzugabe noch konstant bleibt, weil die träge Meßsonde die Änderung noch nicht festgestellt hat.

Aus der EP-B-0 447 537 ist weiterhin bekannt, daß zum Betrieb eines Oxidationskatalysators der NH3-Anteil möglichst gering sein muß, um die katalytische Wirkung zur Zerstörung von Dioxinen zu erhalten.

In der Fachzeitschrift "Sensors and Actuators", B4, 1991, Seite 530, wird eine Ansprechzeit von 30 s angegeben. Es handelt sich hier um das im Handel befindliche SOLIDOX-NH3-System. Auch hier ist die Meßzeit noch zu lang, um eine instationäre Betriebsweise ausreichend zu regeln.

Aus der US-A-2,310,472 ist bekannt, Autoabgase dadurch zu analysieren, daß diese katalytisch verbrannt und die Temperaturerhöhung als Widerstandserhöhung des Verbrennungskatalysators gemessen wird. Dies erfolgt mittels einer Wheatstoneschen Brücke. Als Katalysator dient ein mit Ceroxid ummantelter Platin-Draht oder ein Filament aus katalytischem Material wie Platin. Die Zugabe von Ammoniak für die katalytische NOx-Reduktion des Autoabgases ist nicht erwähnt.

Aus der US-A-2,583,930 ist bekannt, brennbare Gase oder Dämpfe dadurch zu analysieren, daß sie katalytisch verbrannt werden. Als Katalysator ist ein Platindraht oder ein Platin-Rodium-Draht vorgeschlagen, dessen Widerstandsänderung gemessen wird, wobei wiederum eine Wheatstonesche Brücke verwendet wird. Der besondere Vorteil ist hier die Vermeidung einer Drift.

In der EP-A-0 591 240 ist ein Sensor zur Messung von Ammoniak offenbart Der Sensor ist durch eine auf einer Oxidoberfläche angebrachte dünne Schicht von Platin oder Palladium empfindlich auf einen Gasbestandteil. Katalysiert wird z.B. eine Verbrennungsreaktion, und das primäre Signal ist der elektrische Widerstand eines Halbleiters. Durch mindestens zwei Sätze von Elektroden, die in unterschiedlichen Abständen auf dem Halbleiter angebracht sind, wird eine Funktionsverschlechterung erkannt.

Aus der US-A-3,586,486 ist die Analyse eines Autoabgases bekannt, bei der als Katalysator für die Verbrennung Platin als Platinschwarz-Film in einer Dicke von 0,0508 mm (0,002 Zoll) eingesetzt wird. Der Widerstand des katalytischen Widerstandselements hängt von der Temperatur ab, die Messung erfolgt mit einer Wheatstoneschen Brücke.

Daß der vorbeschriebene Sensor nicht befriedigend arbeitet, stellt die US-A-4,197,089 fest, die als Sensor einen WO3-Film vorschlägt. Dieser wird für NH3 durch eine kleine Menge eines Platin-Katalysators sensibilisiert. Der Platin-Katalysator liegt als dünne Schicht unter dem WO3-Film. Die Widerstandsänderung wird mittels einer Wheatstoneschen Brücke gemessen, wobei der Widerstand des WO3-Films durch das Reduktionsmittel H2S oder NH3 sinkt.

Aus der DE-A-4 117 143 ist bekannt, den Anteil von NH3 in Autoabgasen aus Kraftfahrzeugdieselmotoren zu analysieren. NH3 wird katalytisch oxidiert, die durch die Warmetönung bewirkte Temperaturerhöhung des Gases wird als Maß für die NH3-Konzentration genommen. Der Katalysator wird innerhalb des Wabenkanals plaziert, alternativ kann auch ein Teilgasstrom entnommen werden. Weiterhin wird eine stöchiometrische Zudosierung von NH3 bei konstantem Vollastbetrieb offenbart, im übrigen ist aber die getaktete überstöchiometrische Zugabe Gegenstand dieser Druckschrift.

In der DE-C-3 543 818 ist beschrieben, wie auf dieser Basis eine elektrochemische ZrO2-Zelle zur Sauerstoffkonzentrationsmessung in Gasen funktioniert. Ein anderes, ebenfalls bekanntes Verfahren zur Messung der Sauerstoffkonzentration ist aus einem Merkblatt der Firma Dittrich Elektronik, Bahnhofstraße 67 in 76532 Baden-Baden bekannt, welches zusammen mit der Sauerstoffmeßzelle im Handel erhältlich ist.

Die Langsamkeit der Sensoren ist immer wieder ein Problem, da zu wenig Meßdaten bzw. eine zu lange Meßzeit die Regelung der instationären Betriebsweise erschweren.

Wesentlich kürzere Reaktionszeiten erhält man mit einer Meßsonde, mit der gleichzeitig die Ermittlung der Momentankonzentration von Sauerstoff, Ammoniak und Stickoxid in Verbrennungsabgasen erfolgt. Dabei sind drei unterschiedliche Bereiche vorgesehen, von welchen in einem davon die Sauerstoff-Konzentration erfaßt und in den beiden anderen Bereichen vorzugsweise auf Basis des Sauerstoffverbrauchs bei der teilselektiven Umsetzung von Ammoniak bzw. Stickoxiden und Ammoniak mit Sauerstoff die Konzentration von NH3 und NO bestimmt wird. Auch durch eine Temperaturerhöhung, die durch eine exotherme Amoniak - bzw. Stickoxidverbrennung hervorgerufen wird, kann ein Maß gewonnen werden, welches zur Messung der Gaskonzentration geeignet ist. Dabei ist inbesondere die Messung kleiner Ammoniakkonzentrationen von besonderer Bedeutung. So soll die in den Verbrennungsabgasen enthaltene Ammoniakkonzentration von ca. 60 ppm mit einer Genauigkeit von 10 ppm kontinuierlich gemessen werden, damit auf der Basis des Meßergebnisses die Dosierung des Ammoniaks so erfolgt, daß keine nennenswerte Umweltschädigung hervorgerufen wird.

Neben der Messung von O2, NH3 und NO kann es vorteilhaft sein, die CO-Konzentration in einem vierten Bereich zu erfassen. Als Katalysator kommt hier beispielsweise Gold in Betracht.

Besonders geeignet ist eine Meßsonde, deren erster Bereich einen Reaktionskatalysator zumindest zur teilselektiven Umsetzung von NH3 mit O2 aufweist, deren zweiter Bereich einen Reaktionskatalysator zumindest zur teilselektiven Umsetzung von NO und NH3 mit O2 aufweist und deren dritter Bereich zur Erfassung des Partialdrucks von O2 ausgebildet ist.

Auch durch Messung der Verbrennungswärme an einem Reaktionskatalysator, die beispielsweise eine Erhöhung des elektrischen Widerstands zur Folge hat, kann die Temperaturerhöhung zur Ammoniakkonzentration in Beziehung gesetzt werden. Es ist davon auszugehen, daß die geeigneten Reaktionskatalysatoren elektrische Leiter sind, deren elektrischer Widerstand mit steigender Temperatur gut meßbar zunimmt.

Die Anordnung der Bereiche auf einem gemeinsamen Träger hat den Vorteil, daß für alle drei Bereiche dieselben Bedingungen vorliegen. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn der Träger sauerstoffleitend ausgebildet ist und zusammen mit den Bereichen gasgefüllte Kammern begrenzt, in welchen ein Referenzdruck von Sauerstoff eingestellt ist. Die Verwendung eines gemeinsamen Trägers stellt in diesem Fall die Gleichheit der Sauerstoffkonzentrationen her. Die Bedingungen können sich nämlich längs des Gasstromes ändern. So ist am Anfang des Katalysators, wo noch wenig Umsetzung stattgefunden hat, der Gehalt an O2, NH3 und NO relativ hoch, während die Gehalte gegen Ende des Katalysators, was auch beabsichtigt ist, stark abnehmen.

Gemäß der Erfindung können die Gehalte eng beieinander an derselben Stelle gemessen werden.

Um eine Versottung der Meßsonde zu vermeiden und die Dissoziierung des Sauerstoffmoleküls zu begünstigen, kann eine Heizvorrichtung vorgesehen sein. Vorteilhafterweise ist die Heizvorrichtung derart dimensioniert, daß in den ersten bis dritten Bereichen eine Temperatur von 500-900°C erreicht wird, vorzugsweise 700°C.

Als Meßsonde eignet sich insbesondere ein Aufbau mit einem Träger aus einem Material, in welchem O2 in Form von Ionen transportiert werden kann. Der Träger ist auf einer Seite mit einer Referenzschicht aus einem Referenzmaterial verbunden und weist auf der anderen Seite ebenfalls eine Schicht aus dem Referenzmaterial auf, in welcher Kammern angeordnet sind, wobei die Kammern durch Scheiben aus einem Material, in welchem O2 in Form von Ionen transportiert werden kann, abgedeckt und insgesamt gasdicht verschlossen sind, wobei auf den Scheiben Reaktionskatalysatoren angeordnet sind. Das Referenzmaterial der Referenzschicht bewirkt unter Stromeinwirkung den Transport von Sauerstoff in Form von Ionen durch den Träger in die Kammern und stellt so eine Bezugsgröße für das Partialdruckgefälle des Sauerstoffs in der Kammer gegenüber dem des zu messenden Gasstroms dar. In allen drei Bereichen wird ein O2-Partialdruck gemessen.

Vorteilhafterweise ist die Meßsonde mit Mitteln zur Erfassung der Spannung zwischen den Reaktionskatalysatoren und der Referenzschicht versehen.

Zur Befestigung der Scheiben auf dem Träger ist ein Glaskleber vorteilhaft. Der Glaskleber ist nicht sauerstoffleitend, selbst bei den hohen Betriebstemperaturen, und dichtet die Kammern ab.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist der Einsatz der erfindungsgemäßen Meßsonde in einem Katalysatorsystem, in welchem zur Reduktion von Stickoxiden in Verbrennungsgasen NH3 zugeführt wird, wobei die Meßsonde zumindest am Katalysatorausgang und/oder im Katalysator nach der Stelle der NH3-Einspeisung angeordnet. ist. Vorteilhafterweise kann zusätzlich noch unmittelbar vor dem Katalysator und/oder vor einer Stelle der NH3-Einspeisung eine Meßsonde angebracht sein. Im Gegensatz zu den bislang bekannten Katalysatorsystemen wird durch die punktförmige, reaktionsschnelle Messung der Stickoxide in den Verbrennungsgasen eine fein dosierte NH3-Einspeisung möglich, so daß kein Überschuß von NH3 aus dem Katalysatorsystem austritt.

Dank der erfindungsgemäßen Meßsonde läßt sich ein weiteres Katalysatorsystem realisieren, welches nach einem DeNOx-Katalysator noch zusätzlich einen Dioxinumsetzenden Katalysatorteil enthält. Voraussetzung für die Umsetzung von Dioxin in dem Katalysator ist, daß die NH3-Konzentration unterhalb eines gewissen Grenzwerts bleibt.

Vorteilhafterweise wird die NH3-Einspeisung aufgrund der Meßergebnisse der erfindungsgemäßen Meßsonde geregelt.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Meßsonde dargestellt. Es zeigt die:

Fig. 1
eine Meßsonde in einem Querschnitt, die
Fig. 2
die Meßsonde aus Fig. 1 in vergrößerter Darstellung und die
Fig. 3
ein Katalysatorsystem mit der erfindungsgemäßen Meßsonde.

In Fig. 1 ist eine 3-Sensoren-Sonde gezeigt, die als Meßsonde zur Detektion der Momentan-Konzentration von Sauerstoff, NH3 und NO geeignet ist. Ausgehend von einer Trägerplatte 1 aus einem sauerstoffleitenden Material, hier Zirkondioxid ZrO2, ist auf einer Seite eine Schicht 2 aus elektrisch leitfähigem Material angeordnet. Die Auflage 2 ist mit Aussparungen versehen, die durch auf die Schicht 2 aufgesetzte Abdeckscheiben 3, 4, 5 Kammern 6, 7 ,8 bilden und die den ersten, zweiten und dritten Bereich der Meßsonde bilden.

Auf den Abdeckscheiben 3, 4, 5 sind Schichten 9, 10, 11 angeordnet, die aus drei unterschiedlichen, als Reaktionskatalysator wirkenden Materialien bestehen. Die Reaktionskatalysatoren sind zumindest teilselektiv, d.h. sie bevorzugen den Ablauf unterschiedlicher Reaktionen.

Auf der anderen Seite der Trägerplatte 1 ist eine weitere Schicht 12 aus einem elektrisch leitenden Material, beispielsweise aus demselben Material wie die Schicht 2, angeordnet, wobei hier dafür Sorge getragen werden muß, daß Sauerstoff in die Trägerplatte eindringen kann.

Aus diesem Grund ist diese Seite der Trägerplatte 1 nicht vollständig von der Schicht 12 bedeckt, vielmehr liegen Aussparungen 13 vor. Schließlich ist eine Heizung 14 vorgesehen, dargestellt durch die Heizdrähte 14.1, 14.2 usw.

Zur Erfassung der Spannungsdifferenz als Grundlage für die Bestimmung der Momentankonzentrationen sind Leiter vorgesehen, welche zwischen den Schichten 9, 10, 11 und den Scheiben 3, 4, 5 angeordnet sind. Der Grundleiter, GND, ist zwischen der Schicht 2 und der Trägerplatte 1 angeordnet.

Weiterhin ist eine Stromquelle 16 vorgesehen, welche einen Stromfluß zwischen der mit der Schicht 12 bedeckten Oberfläche der Trägerplatte 1 in die Kammern 6, 7, 8 hinein bzw. heraus ermöglicht. Als Folge des Stromflusses stellen sich in den Kammern 6, 7, 8 zeitlich veränderliche Sauerstoffpartialdrücke ein, die jedoch in den Kammern 6, 7, 8 untereinander gleich sind.

Die Stromquelle 16 wird so betrieben, daß in dem Sauerstoff messenden Bereich zwischen der Schicht 9 und dem Grundleiter 2 abwechselnd ein oberer und unterer Spannungsgrenzwert einer Spannung U1 erreicht wird. Zur Bestimmung des O2-Partialdrucks im Gasstrom wird die Zeitdifferenz zwischen dem Erreichen der Grenzwerte herangezogen. Diese Zeitdifferenz ist abhängig von der O2-Konzentration im Abgas. Der O2-Partialdruck in der Kammer 6 selbst ist unerheblich. Die Reaktionszeit der Meßsonde ist durch dieses Zeitintervall bestimmt und hängt von der Partialdruckdifferenz von O2 in der Kammer 6 und in dem Gasstrom ab. Diese Differenz beträgt bei einer Reaktionszeit von 30 - 40 Millisekunden ca. 10 - 50 mbar.

In Fig. 2 ist eine Vergrößerung des ersten Bereichs der Meßsonde aus Fig. 1 dargestellt. Anhand dieser Vergrößerung wird die Funktionsweise der einzelnen Bereiche in Abhängigkeit des als Reaktionskatalysators wirkenden Materials der Beschichtung 9 erläutert. Ausgehend von einer bestimmten Sauerstoffkonzentration in der Kammer 6, bezeichnet als Partialdruck p1, stellt sich bei einem unterschiedlichen Sauerstoff-Partialdruck p0 als Maß für die im Gasstrom herrschende Konzentration bei einem Umgebungsdruck von P0 die Spannungsdifferenz U1 ein.

Die Spannungsdifferenz U1 wird mittels eines nicht dargestellten Meßwertaufnehmers kontinuierlich oder in regelmäßigen Abständen erfaßt. Da kein Strom fließt, findet kein Stofftransport durch die Scheibe 3 aus beispielsweise Zirkondioxid statt.

Der Sauerstoff-Partialdruck p1 in der Kammer 6 wird über die Schicht 12 als Pumpleiter innerhalb vorgegebener Grenzwerte einer Pumpspannung Up variiert, was durch die Ausnutzung eines unter Stromeinwirkung erzeugten Stofftransports von Sauerstoffionen durch die Trägerplatte aus Zirkondioxid erfolgt. Dabei findet an dem Pumpleiter durch die Verwendung eines entsprechenden Materials als Katalysator, vorzugsweise Pt, eine Aufspaltung von O2-Molekülen in O--Ionen statt gemäß der folgenden Gleichung: O2 + 2 e- &rlarr2; 2 O-

Durch die Trägerplatte 1 hindurch wird die Kammer 6 mit Sauerstoffionen versorgt, wobei die Sauerstoffionen bei Erreichen der Grenzfläche zwischen Kammer und Trägerplatte 1 ihr Elektron wieder abgeben und als Sauerstoffmoleküle in die Kammer 6 eindringen.

Dadurch, daß alle Kammern 6, 7, 8 dieselbe Sauerstoffkonzentration, also denselben Sauerstoff-Partialdruck aufweisen, lassen sich unterschiedliche Spannungen U1, U2, U3 (dargestellt in Fig. 1) für die einzelnen Bereiche dann messen, wenn die Beschichtungen 9, 10, 11 zu unterschiedlichen Sauerstoffkonzentrationen führten. Dies wird dadurch erreicht, daß die Beschichtung 9, 10, 11 aus unterschiedlichen Reaktionskatalysatoren bestehen. Im Ausführungsbeispiel ist der Reaktionskatalysator zur Messung des Sauerstoffgehalts Platin, welches unter Zuführung von Elektronen die Aufspaltung von O2-Molekülen in Sauerstoffionen bewirkt. Zur Messung der NH3-Konzentration wird als Reaktionskatalysator Silber (Ag) verwendet. Zur Messung der NO-Konzentration wird als Reaktionskatalysator Wolfram (W) verwendet.

An den drei unterschiedlichen Reaktionskatalysatoren in den ersten bis dritten Bereich finden demnach unterschiedliche, zumindest teilselektive Umsetzungen von NO und von NH3 mit O2 statt. Zusammen mit dem an dieser Stelle gemessenen Sauerstoffgehalt läßt sich aufgrund des Sauerstoffverbrauchs beim Ablaufen der Umsetzungsreaktionen anhand der stöchiometrischen Gleichungen auf die Momentan-Konzentration von NO bzw. NH3 schließen.

Aus der Spannungsdifferenz U1 - U2 bzw. U1 - U3 kann aufgrund der Reaktionsgleichungen auf den O2-Verbrauch geschlossen werden und somit die Konzentration von NO und NH3 im Gasstrom festgestellt werden. Der absolute O2-Partialdruck im Abgasstrom ist hierfür ohne Bedeutung.

Zur gasdichten Verbindung der Plättchen 3, 4, 5 mit der Leiterschicht 2 wird ein auch bei 700°C nichtsauerstoffleitender Kleber 15 verwendet, mittels welchem ebenfalls die Verbindung der Plättchen 3, 4, 5 vorgestellt wird. Hierbei ist es wesentlich, daß der Kleber 15 selbst bei den Betriebstemperaturen der Meßsonde, die bei etwa 700°C liegt, nichtleitend für Sauerstoffbleibt. Als Kleber 15 eignet sich ein Glaspulver, welches nach der Auftragung in Pulverform auf die Trägerplatte 1 und der Plazierung der einzelnen Bauteile zueinander durch Erhitzen verflüssigt wird und anschließend beim Erstarren eine dichte Verbindung erzeugt. Der Kleber 15 kann sich als Schicht über die gesamte Oberfläche der Trägerplatte 1 erstrecken oder nur als Wulst im Bereich der Kammern angeordnet sein.

Mit der elektrischen Heizung wird die Sonde auf Temperaturen von 500 - 900°C, vorzugsweise 700°C, beheizt. Da die Sonde sehr klein ist, teilt sich diese hohe Temperatur der Gastemperatur praktisch nicht mit; selbst wenn dies der Fall wäre, hätte es keinen Einfluß auf das Verfahren.

Als Material für die Leiterschicht 2 und den Pumpleiter 12 eignet sich Platin. Zur Messung von O2, NH3 und NO wird die Zeit für den O2-Transport durch die Trägerplatte hindurch in die Kammer 3, 4, 5 bis zu einem gewünschten O2-Partialdruck entsprechend einer bestimmten Nennspannung gemessen.

Die 3-Sensorensonde wird zur Bestimmung des momentanen Zustands des Abgases in einem DeNOx-Katalysator-System gemäß Fig. 3 eingesetzt. Die Kenntnis des momentanen Zustands dient zu Regelung der Ammoniakzufuhr mit dem Ziel der Minimierung der Konzentrationen bzw. Mengen von NH3 und NO nach Austritt aus dem Denox-Katalysator. Minimierung bedeutet in diesem Fall, daß der NH3-Ausstoß und der NO-Ausstoß unter dem zulässigen Grenzwert liegen oder, als Spezialfall, NO unter dem zulässigen Grenzwert liegt und der NH3-Ausstoß Null beträgt.

Zur Bestimmung des momentanen Zustands des Abgases des Katalysatorsystems genügen vier Sonden, wie sie in Fig. 3 eingezeichnet sind. Dem aus einer Verbrennungskraftmaschine 31 austretenden Abgas 32 wird durch Einspeisung von gasförmigem NH3 oder durch Zufuhr ammoniakabgebender Substanzen aus einem Vorratsbehälter 33 NH3 zugeführt. Das Abgas mit dem zugeführten NH3 tritt in einen Katalysator 34 ein, in welchem die Stickoxide NOx mit dem NH3 zumindest teilumgesetzt werden. Aus dem Katalysator 34 tritt dann der gereinigte Abgasstrom 35.

Die Sonde 36 nach dem Denox-Katalysator 34 gibt den erreichten Endzustand an. Die Sonde 37 im Katalysator 34, vorgezogen wird die Lage nach dem ersten Drittel der Katalysatorlänge, zeigt noch einen deutlich von Null verschiedenen Wert für NH3 und NO an und gibt Auskunft über die Wirkung des Katalysators unter den gerade herrschenden Bedingungen von Ammoniakzufuhr, Temperatur, Katalysatoralter usw.

Die Sonde 38 unmittelbar vor dem Katalysator 34 zeigt die Zusammensetzung der Abgas- und Ammoniakmischung an. Die Sonde 39 unmittelbar nach der Verbrennungskraftmaschine 31 zeigt die Zusammensetzung des Abgases 32 an. An dieser Stelle enthält das Abgas noch kein Ammoniak. Wird hier durch die Sonde 39 Ammoniak angezeigt, so kann es sich nur um einen NH3-vortäuschenden Bestandteil im Abgas handeln, der dann bei den nachfolgenden Sonden in Abzug gebracht werden muß.

Für die Erreichung des angestrebten Zieles scheinen folgende Sondenkombinationen möglich:

  • a) 36, 37, 38, 39
  • b) 36, 37
  • c) 36, 38
  • d) 37, 38
  • e) 36

Zusätzlich zu den Signalen der Sonden 36-39 kann zur Regelung auch noch die Motoreinstellung wie Drehzahl und Belastung sowie Gemischeinstellung herangezogen werden. Die geschilderten Messungen und Regelungen können auf alle Verbrennungsabgase angewendet werden, insbesondere auf die Verbrennungsabgase von Otto-Motoren und Diesel-Motoren für LKW und PKW, für Gasturbinen, Kohlekraftwerke, Müllheizkraftwerke, Blockheizkraftwerke, Sondermüllverbrennungsanlagen oder Tunnelabgase. Die Erfindung ist besonders vorteilhaft für schnell wechselnde Abgaszusammensetzungen, wie sie bei instationärer Fahr- und Betriebsweise auftreten.

Die Meßsonde wird zum Schutz gegen Verunreinigungen in einem Rohr untergebracht, welches zur Gasseite in bekannter Weise mittels einer Sintermetallplatte gegen das Eindringen von Feststoffbartikeln geschützt ist. Da die Meßsonde auf eine Temperatur oberhalb des Versottungspunktes beheizt ist, bilden sich an der Meßsonde keine Kondensate aus. Wegen der hohen Temperatur der Sonde werden etwaige übrige Rückstände verbrannt, sodaß eine hohe Funktionssicherheit gewährleistet ist.

Die 3-Sensoren-Sonde besteht aus drei Zirkondioxidzellen (ZrO2-Zellen), die auf bekannte Weise bei erhöhter Temperatur von 500-900°C als Festelektrolyt Sauerstoff in Form von Ionen transportieren können.

Der Ammoniaksensor in der 3-Sensoren-Sonde funktioniert folgendermaßen: Auf die Scheibe 4 aus Zirkondioxid ist eine dünne Schicht eines katalytischen Materials aufgebracht, in dem bei 500-900°C Ammoniak mit Sauerstoff umgesetzt wird. Dieser Reaktionskatalysator ist zum Beispiel Silber. Die Umsetzung in diesem Bereich findet nach der folgenden Gleichung statt: 4 NH3 + 3 O2→2 N2 + 6H20 (mit Ag)

Aus der dadurch verminderten Sauerstoffkonzentration, gemessen im Vergleich zum unmittelbar benachbarten Sauerstoffsensor, ergibt sich die zugrundeliegende Ammoniakkonzentration

Der Sensor innerhalb der 3-Sensoren-Sonden für Stickstoffoxid enthält auf der Scheibe 5 aus Zirkondioxid eine dünne Schicht eines katalytisch wirksamen Materials, beispielsweise Wolfram, an dem die Umsetzung von Stickstoffoxid mit Ammoniak und Sauerstoff erfolgt. Dies geschieht nach der folgenden Reaktionsgleichung: 4 NO + 4 NH3 + O2→4 N2 + 6 H2O (mit Katalysator)

Der Verbrauch an Sauerstoff an diesem Reaktionskatalysator, zum Beispiel Wolfram (W), gegenüber dem Meßergebnis des unmittelbar benachbarten Sauerstoffsensors, ist ein Maß für die zugrundeliegende Stickstoffoxidkonzentration.

Die beiden genannten Reaktionen brauchen an den Reaktionskatalysatoren, von denen hier beispielsweise Ag und W genannt sind, nicht selektiv und nicht 100%ig abzulaufen. Die jeweilige Reaktion muß lediglich zu einem deutlich größeren Anteil ablaufen. Am NH3-Reaktionskatalysator Silber kann auch die andere Reaktion, nämlich die von NO, NH3 und O2 teilweise erfolgen. Ferner kann die hier zugeordnete NH3-Oxidation auch zu etwas weniger als 100% erfolgen. Ebenso läuft die Reaktion von NO, NH3 und O2 am Wolfram lediglich überwiegend ab. Durch Eichung lassen sich die Sauerstoffverbräuche, gemessen als Defizit gegenüber dem Meßergebnis des Sauerstoffsensors, den Konzentrationen von NH3 und NO zuordnen.

Die Reaktionskatalysatoren können sein für den NH3-Sensor: Ag, Pd, Pt, Ru, Ir, In, Ni, TiO2, für den NO-Sensor W, V205. Die genannten Reaktionskatalysatoren sind in dünner Schicht aufdas Zirkondioxid aufgebracht. Sie können im Verlaufe der Reaktion in umgewandelter Form vorliegen, etwa als Oxid oder mit adsorbiertem Sauerstoff.

Durch die Zusammenfassung der drei Sensoren zu einer kleindimensionierten 3-Sensoren-Sonde mit Abmessungen von ungefähr 1x1x1 cm werden zur gleichen Zeit am gleichen Punkt die Gaskonzentrationen von Sauerstoff, NH3 und NO gemessen. Falls in einem Katalysatorsystem mehrere Sonden angeordnet sind, weiß man über den Konzentrationsverlauf und den Reaktionsverlauf der Abgaskomponenten O2, NH3 und NO entlang des Abgasstroms vom Motorausgang bis zum Katalysatorende Bescheid. Die Meßgeschwindigkeit ist um so größer, je Meiner das Volumen der Kammern 3, 4, 5 ist und liegt im Bereich von Millisekunden bis Zehntelsekunden. Dadurch kann auch die zeitliche Veränderung der Abgaskomponenten selbst bei extrem instationärem Betrieb gemessen werden. Die Regelung der Ammoniakzufuhr kann dadurch unmittelbar erfolgen. Aufgrund der Zusammenfassung der drei Sensoren auf einer einzigen Meßsonde werden neue Möglichkeiten eröffnet, wie sie nach dem bisherigen Stand der Technik nicht möglich erschienen.

Mit der erfindungsgemäßen Meßsonde lassen sich folgende Probleme lösen:

Da die Meßgeschwindigkeit infolge der Kleinheit sehr groß ist, können die Signale im Millisekunden- bis Zehntelsekundenbereich erzeugt und verwertet werden. Schnelle Änderungen bei instationärer Betriebsweise werden sofort erfaßt.

Da die drei Gaskomponenten O2, NH3 und NO gleichzeitig und nahezu am selben Ort gemessen werden, sind die wichtigsten Reaktanten des Abgases gleichzeitig bekannt.

Da die Bezugsgröße O2 immer am gleichen Ort wie NH3 und NO mitgemessen wird, tritt auch bei rascher Änderung der O2-Konzentration im Abgas keine Falschmeldung auf.

Da die Meßsonde klein und kompakt ist, kann sie an vielen Stellen des Abgaswegs zwischen dem Austritt des Abgases aus der Verbrennungsmaschine und dem Austritt des gereinigten Abgases nach dem Katalysator eingesetzt werden. Dadurch ist auch die Abgasänderung längs des Abgaswegs erfaßbar. Vorteilhaft wären vier Meßstellen.

Die bei vier Meßstellen insgesamt 12 Signale, je 4 für O2, NH3 und NO, können mittels Fuzzy-Logic zur Regelung der NH3-Zufuhr und damit zur Minimierung der NH3- und NO-Menge am Austritt verwertet werden.

Zur Verbesserung der Meßgenauigkeit des Gesamtsystems kann vor der NH3-Einspeisung die Meßsonde 39 zur Erkennung von beispielsweise durch Kohlenwasserstoffe vorgetäuschtem NH3-Signal erfolgen und bei den nachfolgenden Sensoren berücksichtigt werden. Die dazu erforderliche Sonde könnte als Vergleichssonde bezeichnet werden.


Anspruch[de]
  1. Meßsonde für die Detektion der Momentankonzentrationen mehrerer Gasbestandteile eines Gases, dadurch gekennzeichnet, daß ein erster Bereich vorhanden ist, in dem die Momentankonzentration von Sauerstoff erfaßt wird, daß ein zweiter Bereich vorhanden ist, in dem die Momentankonzentration von NH3 bestimmt wird, und daß ein dritter Bereich vorhanden ist, in dem die Momentankonzentration von NO bestimmt wird.
  2. Meßsonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein vierter Bereich zur Bestimmung der Momentankonzentration von CO vorhanden ist.
  3. Meßsonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Bereich einen Reaktionskatalysator zumindest zur teilselektiven Umsetzung von NH3 mit O2 aufweist, der zweite Bereich einen Reaktionskatalysator zumindest zur teilselektiven Umsetzung von NO und NH3 mit O2 aufweist und der dritte Bereich zur Erfassung des Partialdrucks von O2 ausgebildet ist.
  4. Meßsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bereiche aufeinem gemeinsamen Träger (1) angeordnet sind.
  5. Meßsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Heizvorrichtung (14) vorgesehen ist.
  6. Meßsonde nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizvorrichtung (14) derart dimensioniert ist, daß eine Temperatur von 500 bis 900°C erreicht wird.
  7. Meßsonde nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Referenzschicht (12) aus einem Referenzmaterial mit dem Träger (1) verbunden ist, wobei der Träger (1) aus einem Material besteht, in welchem O2 in Form von Ionen transportiert werden kann, daß auf der anderen Seite des Trägers (1) eine Schicht (2) aus dem Referenzmaterial mit Kammern (6, 7, 8) angeordnet ist, daß die Kammern (6, 7, 8) durch Scheiben (3, 4, 5) aus einem Material, in welchem O2 in Form von Ionen transportiert werden kann, abgedeckt und gasdicht verschlossen sind und daß auf den Scheiben (3, 4, 5) die Reaktionskatalysatoren (9, 10, 11) angeordnet sind.
  8. Meßsonde nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zur zeitlichen Erfassung der Spannung zwischen den Reaktionskatalysatoren (9, 10, 11) und der Referenzschicht vorgesehen sind.
  9. Meßsonde nach einem der Ansprüche 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Scheiben (3, 4, 5) und dem Träger (1) ein Glaskleber (15) angeordnet ist.
  10. Katalysatorsystem zur Reduktion von Stickoxiden in Verbrennungsgasen durch Umsetzung mit NH3, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßsonde (36, 37) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 zumindest am Katalysatorausgang und/oder im Katalysator nach der Stelle der NH3-Einspeisung angeordnet ist.
  11. Katalysatorsystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßsonde (38, 39) zusätzlich noch unmittelbar vor dem Katalysator und/oder vor einer Stelle der NH3-Einspeisung angebracht ist.
  12. Verfahren zur Minimierung des NH3- und NO-Ausstoßes aus einem Katalysatorsystem gemäß einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß man die Meßergebnisse der Meßsonden zur Regelung der NH3-Einspeisung verwendet.






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