| Dokumentenidentifikation |
EP1230478 24.02.2005 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001230478 |
| Titel |
HYDRAULISCHER RADIALKOLBENMOTOR |
| Anmelder |
ZF FRIEDRICHSHAFEN AG, 88046 Friedrichshafen, DE |
| Erfinder |
LEGNER, Jürgen, 88048 Friedrichshafen, DE |
| DE-Aktenzeichen |
50009304 |
| Vertragsstaaten |
BE, DE, ES, FR, GB, IT |
| Sprache des Dokument |
DE |
| EP-Anmeldetag |
14.11.2000 |
| EP-Aktenzeichen |
009775347 |
| WO-Anmeldetag |
14.11.2000 |
| PCT-Aktenzeichen |
PCT/EP00/11212 |
| WO-Veröffentlichungsnummer |
0001036818 |
| WO-Veröffentlichungsdatum |
25.05.2001 |
| EP-Offenlegungsdatum |
14.08.2002 |
| EP date of grant |
19.01.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
24.02.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
F03C 1/04
|
| IPC-Nebenklasse |
F16D 55/02
F16D 59/02
F16D 63/00
|
| Beschreibung[de] |
|
Die Erfindung betrifft einen hydraulischen Radialkolbenmotor nach
der im Oberbegriff von Anspruch 1 näher definierten Art.
Radialkolbenmotore, vorzugsweise außen abgestützte, langsam
laufende, ein hohes Drehmoment abgebende Radialkolbenmotore, können als Zweigang-Motore
ausgeführt sein, bei welchen einerseits alle drehmomentabgebenden Kolben mit Druckflüssigkeit
von einer Pumpe beaufschlagt sein können und somit der Hydraulikmotor mit einem
maximalen Schluckvolumen betrieben wird, bei welchem er ein maximales Drehmoment
abgibt, jedoch sich dadurch die Drehzahl verringert und andererseits ist es möglich,
den Hydraulikmotor mit nur einem Teil der drehmomentabgebenden Kolben zu betreiben,
indem ein Teil der drehmomentabgebenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß von
der Pumpe verbunden bleibt und ein weiterer Teil der drehmomentabgebenden Kolben
mit dem Druckkmittelrückfluß zur Pumpe oder dem Druckmittelreservoir verbunden
wird. In diesem Betriebszustand erzeugt der Hydraulikmotor bei gleichbleibendem
Druckniveau ein geringeres Drehmoment, kann jedoch bei gleichbleibender Fördermenge
der Pumpe eine höhere Drehzahl erzeugen.
In der deutschen Auslegeschrift 19 05 455 ist ein hydrostatischer
Radialkolbenmotor offenbart, welcher ein Ventil aufweist, mit welchem der Druckmittelzufluß
von der Pumpe mit allen drehmomentabgebenden Kolben verbunden wird und bei Umsteuerung
dieses Ventils ein Teil der drehmomentabgebenden Kolben mit dem Druckmittelrückfluß
verbunden wird und somit der Hydraulikmotor nur mit einem Teil der drehmomentabgebenden
Kolben arbeitet und somit eine höhere Drehzahl erzeugt und ein geringeres Drehmoment
abgibt. Das Ventil wird umgeschaltet, indem Druckmittel auf einen Kolben des Ventils
wirkt und diesen gegen eine Federkraft verschiebt oder wenn der Kolben gegen die
Feder vorgespannt ist, indem das Druckmittel, welches auf den Kolben wirkt, mit
einem Druckmittelreservoir verbunden wird und somit die Feder den Kolben wieder
in seine Ausgangsposition zurückschiebt. Bei diesen Schaltungen wird schlagartig
ein Teil der drehmomenterzeugenden Kolben entweder mit der Druckmittelzuführung
oder mit der Druckmittelrückführung verbunden, wodurch, da sich die Drehzahl des
Antriebs nicht in der gleichen Zeit an die neue Situation anpassen kann, ein starker
Schaltstoß entsteht.
Die DE 196 37 570 A1 offenbart einen hydrostatischmechanischen Radantrieb,
bei welchem ein hydraulischer Radialkolbenmotor ein inneres Zentralrad eines Planetengetriebes
antreibt. Der hydraulische Radialkolbenmotor ist über eine Bremse bremsbar, welche
hydraulisch gelüftet und über Federkraft geschlossen wird und immer dann einfällt,
wenn das Druckmittel im Druckmittelzulauf unter ein definiertes Druckniveau fällt.
Damit die Bremse nicht bei kurzzeitigem Unterschreiten des Druckniveaus im Druckmittelzulauf
einfällt, muß die Feder das Druckmittel gegen eine Drossel ausschieben. Wird
ein hydraulischer Motor zum Antrieb einer mobilen Baumaschine, wie z. B. eines Raupenbaggers,
verwendet, wie in der DE 196 37 570 A1 offenbart, so kann es bei Verwendung einer
automatischen Ansteuerung des Ventils, welches einen Teil oder die Gesamtheit der
drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckflüssigkeitszufluß verbindet, zu
sicherheitskritischen Situationen kommen. Ist der hydraulische Antrieb mit einer
automatischen Schalteinrichtung ausgestattet, welche oberhalb eines zuvor definierten
Druckniveaus im Druckmittelzulauf von der hydraulischen Pumpe zum hydraulischen
Motor das Hubraumumschaltventil so schaltet, daß die Gesamtheit der drehmomenterzeugenden
Kolben mit dem Druckmittelzulauf verbunden wird und unterhalb eines zuvor definierten
Druckniveaus das Hubraumumschaltventil umsteuert, so daß nur noch ein Teil
der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzulauf verbunden ist, so wird
der hydraulische Motor bei einer Steigungsfahrt, bei welcher das Druckniveau in
der Druckmittelzuführung oberhalb des definierten Druckniveaus ist, mit seinem maximalen
Schluckvolumen betrieben. Das Hubraumumschaltventil ist somit so umgesteuert, daß
die Gesamtheit der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzulauf verbunden
ist. Reduziert der Fahrer nun den Druckmittelstrom von der Pumpe zum hydraulischen
Motor, um am Hang anzuhalten, so sinkt der Druck in der Druckmittelzuführung zum
Motor ab, so daß das Hubraumumschaltventil umschaltet, um nur noch einen Teil
der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzulauf zu verbinden. Da die
Bremse druckbetätigt öffnet und über Federkraft geschlossen wird, muß beim
Schließen der Bremse, welches automatisch immer dann geschieht, wenn der Druck
im Zulauf zum hydraulischen Motor unter ein definiertes Druckniveau absinkt, Druckmittel
aus der Betätigungseinrichtung der Bremse herausgeschoben werden. Um zu verhindern,
daß die Bremse auch bei sehr kurzem Druckabfall sofort einfällt, muß
das Druckmittel der Betätigungseinrichtung der Bremse gegen eine Drosselstelle ausgeschoben
werden, wodurch die Bremse verzögert einfällt. Da jedoch beim Umschalten des Druckmittelzulaufs
von der Gesamtheit der drehmomenterzeugenden Kolben auf einen Teil der drehmomenterzeugenden
Kolben im Hubraumumschaltventil ein Zustand auftritt, bei welchem die Gesamtheit
der drehmomenterzeugenden Kolben direkt mit dem Druckmittelrücklauf verbunden ist,
die Bremse jedoch noch nicht eingefallen ist, rollt die Baumaschine hangabwärts,
bis die Bremse einfällt bzw. die Verbindung wieder verschlossen ist. Dadurch kann
es zu sicherheitskritischen Situationen kommen. Wird die Baumaschine mit einer automatischen
Schalteinrichtung, bei welcher unterhalb eines definierten Druckniveaus nur ein
Teil der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzulauf verbunden ist, talabwärts
bewegt und der Fahrer der Baumaschine reduziert den Druckmittelstrom zum hydraulischen
Motor, um das Fahrzeug abzubremsen, so kann der hydraulische Motor nur ein maximales
Bremsmoment mit einem Teil der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckniveau
des Bremsventils bzw. Druckbegrenzungsventils erzeugen. Dadurch kann ein sicherheitskritischer
Zustand erreicht werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen hydraulischen
Radialkolbenmotor zu schaffen, bei welchem beim Umschalten des Druckmittelzulaufs
von der Gesamtheit der drehmomenterzeugenden Kolben auf einen Teil der drehmomenterzeugenden
Kolben und beim Umschalten des Druckmittelzulaufs von einem Teil der drehmomenterzeugenden
Kolben auf die Gesamtheit der drehmomenterzeugenden Kolben der Schaltstoß
verringert wird und beim Betrieb des hydraulischen Radialkolbenmotors keine sicherheitskritischen
Zustände auftreten können.
Die Aufgabe wird mit einem, auch die kennzeichnenden Merkmale des
Hauptanspruchs aufweisenden, gattungsgemäßen hydraulischen Radialkolbenmotor
gelöst.
Erfindungsgemäß wird das Ventil zum Verbinden der drehmomenterzeugenden
Kolben mit dem Druckmittelzufluß von einem Druckmittel betätigt, welches gedrosselt
zu- bzw. abfließt und so das Ventil gedrosselt gegen eine Federkraft verschiebt
bzw. von der Federkraft gegen das abfließende Druckmittel gedrosselt verschoben
werden kann. Da das Ventil den Druckmittelzulauf zu den Kolben steuert und selbst
von einem Druckmittel umgesteuert wird, welches gedrosselt zu- oder abfließt,
muß zwischen dem Druckmittelzulauf zum hydraulischen Motor bzw. zu den Kolben
und dem Betätigungsraum für das Druckmittel des Ventils eine Dichtstelle angeordnet
sein, da andernfalls Druckmittel aus dem Druckmittelzulauf zum hydraulischen Motor
bzw. zu den Kolben über einen Spalt in den Betätigungsraum des Ventils gelangen
kann und die gedrosselte Betätigung des Ventils somit negativ beeinflußt.
Die Drosselstelle im Zulauf und im Rücklauf zum Betätigen des Ventils zum Verbinden
der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß kann einen definierten
Wert aufweisen oder in Abhängigkeit von Betriebsparametern, wie z. B. der Druckmitteltemperatur
oder Drehzahl, veränderbar ausgeführt sein. Vorzugsweise ist der Kolben des Ventils
zum Verbinden der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß so
ausgeführt, daß beim Umsteuern des Ventils von einer ersten Stellung in eine
zweite Stellung sich der Querschnitt, welcher die beiden Teile der drehmomenterzeugenden
Kolben verbindet bzw. trennt, nahezu gleichmäßig über dem Verschiebeweg des
Kolbens verändert, so daß kein plötzlicher Sprung im Querschnitt des Druckmittelstroms
vorhanden ist und somit ein unerwünschter Schaltdruck verhindert wird. Dies kann
vorzugsweise dadurch ausgeführt sein, daß die Flanken der Verbindungsnuten
im Kolben des Ventils als schräge Ebenen ausgeführt sind oder Nuten aufweisen, welche
so geformt sind, daß der Querschnitt sich beim Verschieben des Kolbens nahezu
gleichmäßig ändert. Der Kolben des Ventils muß so ausgeführt sein, daß
sich der Querschnitt bei einer Schaltung von der Gesamtheit der drehmomenterzeugenden
Kolben auf einen Teil der drehmomenterzeugenden Kolben und bei einer Schaltung von
einem Teil der drehmomenterzeugenden Kolben auf die Gesamtheit der drehmomenterzeugenden
Kolben nahezu gleichmäßig ändert. Vorzugsweise ist das Ventil zum Verbinden
der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß koaxial in einer
Druckmittelzuführung, welche Druckmittel zu einem Kolbenträger leitet, angeordnet.
Somit ist das Ventil in einem Bauraum des hydraulischen Radialkolbenmotors untergebracht,
welcher sonst ungenutzt wäre. Es ist jedoch auch möglich, das Ventil zum Verbinden
der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß um den Hubraum
des hydraulischen Radialkolbenmotors umzuschalten, außerhalb des Radialkolbenmotors
anzubringen. Vorzugsweise ist das Ventil zum Verbinden der drehmomenterzeugenden
Kolben mit dem Druckmittelzufluß über eine Federkraft so geschaltet, daß
unterhalb eines definierten Druckniveaus in der Druckmittelzuführung zum hydraulischen
Radialkolbenmotor die Gesamtheit der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß
verbunden ist. Somit ist gewährleistet, daß bei einem Defekt der Druckmittelzuführung
zum Umsteuern des Ventils der hydraulische Radialkolbenmotor mit seiner Gesamtheit
der drehmomenterzeugenden Kolben und somit mit seinem maximalen Drehmoment betrieben
werden kann. Vorzugsweise ist der hydraulische Radialkolbenmotor über ein Planetengetriebe
mit einem Antriebsrad für eine Raupe, vorzugsweise eines Raupenbaggers, verbunden,
kann jedoch auch direkt mit dem Abtrieb verbunden sein. Somit ist gewährleistet,
daß bei einem kompakten Antrieb ausreichend Drehmoment erzeugt wird. Indem
der Kolbenträger des hydraulischen Motors mit einer Bremse in Verbindung steht,
wird das Bremsmoment über die Planetenstufe noch verstärkt. Um zu gewährleisten,
daß keine sicherheitskritischen Zustände auftreten, ist in der Druckmittelzuführung
zum Ventil zum Umsteuern des Hubraums des Radialkolbenmotors ein Ventil vorgeschaltet
angeordnet, welches über Federkraft in einer Ausgangsstellung gehalten wird, bis
ein Druckniveau im Druckmittelzulauf zum hydraulischen Radialkolbenmotor ein definiertes
Druckniveau übersteigt. In der Ausgangsstellung dieses Ventils ist die Druckmittelzuführung
zum Umsteuern des Ventils zum Verbinden der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem
Druckmittelzufluß unterbrochen. Damit ist gewährleistet, daß unterhalb
eines definierten Druckniveaus im Druckmittelzulauf zum hydraulischen Motor immer
die Gesamtheit aller drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzulauf verbunden
ist. Dadurch ist gewährleistet, daß bei einer gewünschten Bremsung bei Talfahrt
des Fahrzeugs der Hydraulikmotor mit der Gesamtheit der drehmomenterzeugenden Kolben
gegen das Bremsventil bzw. das Überdruckventil bremst. Soll das Fahrzeug bei einer
Bergauffahrt im Hang angehalten werden und bei der Bergfahrt sind die Gesamtheit
der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß verbunden, um ein
maximales Drehmoment erzeugen zu können, so bleibt auch beim Anhalten des Fahrzeugs
am Hang die Gesamtheit der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß
verbunden, ohne daß eine unerwünschte Schaltung erfolgt, wodurch das Fahrzeug
am Hang gehalten wird, bis die Bremse eingefallen ist. Dabei ist das Druckniveau
zum Betätigen des Ventils zum Umsteuern des Hubraumumschaltventils oberhalb des
Druckniveaus zum Lüften der Bremse. Indem das Ventil in der Druckmittelzuführung
zum Umsteuern des Ventils zum Verbinden der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem
Druckmittelzufluß angeordnet ist, wird eine Schaltung beim Anhalten am Berg
unabhängig von einem manuellen oder automatischen Schaltbefehl vom Fahrer verhindert.
Da sich dieses Ventil vor dem Ventil zum Verbinden der drehmomenterzeugenden Kolben
mit dem Druckmittelzufluß befindet, weist dieses Ventil vorzugsweise die Drosselstellen
auf, durch welche der Druckmittelstrom fließt, um das Ventil zum Verbinden
der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzulauf umzusteuern. Ist eine
Bremse im hydraulischen Radialkolbenmotor vorhanden, wird vorzugsweise der Druck,
welcher die hydraulische Bremse lüftet, auch zum Umsteuern des Ventils, welches
dem Ventil zum Verbinden der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß
vorgeschaltet angeordnet ist, verwendet. Dies hat den Vorteil, daß kein zusätzliches
Ventil, welches immer den Druckmittelzufluß abgreift, vorhanden sein muß.
Indem der Druckmittelzufluß zum Umsteuern des Ventils zum Verbinden
der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzustrom gedrosselt zu- und abfließt
und über eine Dichtstelle gewährleistet ist, daß dieser gedrosselte Zu- und
Abfluß nicht durch externes Druckmittel negativ beeinflußt wird, wird
ein unerwünschter Schaltstoß bei einer Hoch- und bei einer Rückschaltung verhindert.
Indem dem Ventil zum Verbinden der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß
ein Ventil vorgeschaltet angeordnet ist, welches unterhalb eines definierten Druckniveaus
im Druckmittelzufluß zum hydraulischen Motor den Druckmittelzufluß zum
Umsteuern des Ventils zum Verbinden der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß
unterbricht, ist gewährleistet, daß unterhalb eines definierten Druckniveaus
im Druckmittelzufluß zum hydraulischen Motor die Gesamtheit der drehmomenterzeugenden
Kolben mit dem Druckmittelzufluß zum hydraulischen Motor verbunden ist. Somit
werden sicherheitskritische Zustände verhindert.
Weitere Einzelheiten sind der Figuren-Beschreibung zu entnehmen.
Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch einen hydraulischen Motor;
- Fig. 2
- ein Hydraulikschema des hydraulischen Motors;
- Fig. 3
- ein Schema einer Schaltung der Verbindung des Druckmmittelzuflusses von der
Gesamtheit der drehmomenterzeugenden Kolben auf einen Teil der drehmomenterzeugenden
Kolben und
- Fig. 4
- ein Schema einer Schaltung der Verbindung des Druckmittelzuflusses von einem
Teil der drehmomenterzeugenden Kolben auf die Gesamtheit der drehmomenterzeugenden
Kolben.
Fig. 1:
Ein Ventil 1 zum Verbinden der drehmomenterzeugenden Kolben 2 mit
dem Druckmittelzufluß 3 ist unterhalb eines definierten Druckniveaus über
eine Feder 4 in seiner Ausgangsstellung. In dieser Ausgangsstellung ist über eine
Ausnehmung 5 eine Verbindung im Druckmittelverteiler 6 hergestellt, bei welcher
ein erster Teil 7 der drehmomenterzeugenden Kolben und ein zweiter Teil 8 der drehmomenterzeugenden
Kolben mit Druckmittel versorgt wird, so daß die Gesamtheit der drehmomenterzeugenden
Kolben mit dem Druckmittelzufluß 3 verbunden ist. In dieser Stellung erzeugt
der hydraulische Motor sein maximales Drehmoment. Der Kolbenträger 9 kann über eine
Bremse 10 drehfest gehalten werden. Indem Druckmittel in den Raum 11 strömt, wird
der Kolben 12 des Ventils 1 gegen die Federkraft der Feder 4 verschoben und der
zweite Teil 8 der drehmomenterzeugenden Kolben wird mit dem Druckmittelrückfluß
13 verbunden, so daß nur noch der erste Teil 7 der drehmomenterzeugenden Kolben
mit Druckmittel beaufschlagt ist und Drehmoment erzeugt. Indem zwischen dem Druckmittelzufluß
3 und dem Raum 11 eine Dichtstelle 14 angeordnet ist, kann Druckmittel in den Raum
11 gedrosselt ein- bzw. abströmen und somit den Kolben 12 gesteuert bewegen, ohne
negativ über zusätzliches Druckmittel aus dem Druckmittelzufluß 3, welches
in den Raum 11 gelangen könnte, beeinflußt zu werden. Die Seiten 15 des Kolbens
12 sind so ausgeführt, daß sich der Querschnitt 16 und der Querschnitt 17
beim Bewegen des Kolbens 12 nahezu gleichmäßig verändern. Durch das gedrosselte
Verschieben des Kolbens 12 und die nahezu gleichmäßige Veränderung des Querschnitts
16 und 17 kann ein Schaltstoß verhindert werden. Soll sich der hydraulische
Radialkolbenmotor in die entgegengesetzte Richtung bewegen, so wird der Druckmittelrückfluß
13 mit dem Druckmittelzufluß 3 vertauscht, so daß das Druckmittel in
den Druckmittelrückfluß 13 einströmt und über den Druckmittelzufluß
3 abströmt.
Fig. 2:
Druckmittel gelangt über den Druckmittelzufluß 3 zum hydraulischen
Motor 18 und fließt vom hydraulischen Motor 18 über den Druckmittelrückfluß
13 zurück. Über ein Ventil 19 wird ein Ventil 20 immer mit dem Druckmittelzufluß
verbunden, wobei das Ventil 20 das Druckniveau begrenzt. Über die Leitung 21 wird
bei anstehendem Druck am Druckmittelzufluß 3 die Bremse 22 gelüftet und somit
außer Eingriff gebracht. Über eine Leitung 23 wird ein Ventil 24 umgesteuert
und verbindet eine Leitung 25 mit einem Raum 11 eines Ventils 1, welches drehmomenterzeugende
Kolben mit dem Druckmittelzufluß 3 verbindet und somit das Schluckvolumen
des hydraulischen Motors 18 bestimmt. Im Ventil 24 befindet sich eine Drossel 26
in der Zulaufposition und eine Drossel 27 in der Rücklaufposition. Die Drossel 26
ist vorzugsweise größer als die Drossel 27 auszuführen, um während eines Anhaltevorgangs
eine Schaltung vom maximalen Schluckvolumen zum minimalen Schluckvolumen zu verzögern.
Das Ventil 1 ist so geschaltet, daß bei drucklosem Raum 11 die Feder 4 den
Kolben 12 in seine Ausgangsposition schiebt und somit die Gesamtheit der drehmomenterzeugenden
Kolben des hydraulischen Radialkolbenmotors 18 mit dem Druckmittelzufluß 3
verbunden ist. Mit der Leitung 25 ist entweder ein automatisches Ventil verbunden,
welches unterhalb eines definierten Druckniveaus in dem Druckmittelzufluß
3 die Leitung 25 mit Druckmittel versorgt und somit das Ventil 1 umsteuert, so daß
nur ein Teil der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß 3
verbunden ist und dadurch der hydraulische Motor 18 mit höherer Drehzahl dreht und
ein geringeres Drehmoment abgibt und oberhalb eines definierten Druckniveaus in
dem Druckmittelzufluß 3 die Leitung 25 drucklos schaltet, um das Ventil 1
so umzusteuern, daß die Gesamtheit der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem
Druckmittelzufluß 3 verbunden ist und somit der hydraulische Motor 18 ein
maximales Drehmoment, jedoch eine geringere Drehzahl, erzeugt oder eine manuelle
Schalteinrichtung, mit welcher der Fahrer die Leitung 25 mit Druckmittel beaufschlagen
oder drucklos schalten kann. Indem das Ventil 24 dem Ventil 1 vorgeschaltet angeordnet
ist, können sicherheitskritische Zustände vermieden werden. Ist das Fahrzeug mit
einer automatischen Schalteinrichtung ausgestattet und bewegt sich das Fahrzeug
mit maximalem Schluckvolumen des hydraulischen Motors 18 bergauf, so ist das Ventil
24 so geschaltet, daß die Leitung 25 mit dem Ventil 1 verbunden ist. Durch
die automatische Schaltung oberhalb eines definierten Druckniveaus im Druckmittelzufluß
3 wird die Leitung 25 drucklos gehalten, so daß das Ventil 1 über die Feder
4 in seiner Ausgangsposition alle drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß
3 verbindet. Soll das Fahrzeug nun am Hang angehalten werden, so wird der Druckmittelstrom
am Druckmittelzufluß 3 reduziert, bis der Druckmittelzufluß 3 nahezu
drucklos ist. Ohne das Ventil 24 würde, da das Druckmittel am Druckmittelzufluß
3 unterhalb eines definierten Druckniveaus die automatische Schaltung dazu veranlaßt,
die Leitung 25 mit Druckmittel zu versorgen, das Ventil 1 umgesteuert und somit
wird sich das Fahrzeug, bis die Bremse 22 einfällt bzw. bis Ventil 1 so angesteuert
ist, daß die Verbindung des Druckmittelzulaufs 3 zum Druckmittelrücklauf 13
unterbrochen ist, talabwärts bewegen. Indem das Ventil 24 dem Ventil 1 vorgeschaltet
angeordnet ist, wird beim Abfall des Drucks am Druckmittelzufluß 3 unterhalb
eines definierten Druckmittelniveaus das Ventil 24 in seine Ausgangsposition umgesteuert
und somit die Leitung 25 zum Ventil 1 unterbrochen, so daß das Ventil 1 in
seiner Ausgangsposition verbleibt und nicht umsteuert. Somit wird das Fahrzeug am
Hang gehalten, bis die Bremse 22 eingefallen ist. Bewegt sich das Fahrzeug mit minimalem
Schluckvolumen, d. h. mit druckbeaufschlagtem Ventil 1, talabwärts und der Druckmittelzufluß
3 wird reduziert, um das Fahrzeug anhalten zu können, so schaltet das Ventil 24
unterhalb eines definierten Druckniveaus um und das Ventil 1 wird in seine Ausgangsposition
verschoben, so daß das Fahrzeug mit dem maximalen Schluckvolumen, d. h. mit
der Gesamtheit der drehmomenterzeugenden Kolben, gebremst werden kann. Die sicherheitskritischen
Situationen sind somit behoben. Um die Fahrtrichtung des Fahrzeugs zu ändern, wird
die nicht dargestellte Druckmittelpumpe mit dem Druckmittelrückfluß 13 verbunden,
wodurch der Druckmittelrückfluß 13 somit der Druckmittelzufluß ist und
der Druckmittelzufluß 3 wird mit dem Druckmittelrückfluß verbunden,
so daß das Druckmittel über den Druckmittelzufluß 3 abfließt.
Indem die Drosseln 26 und 27 in dem Ventil 24 integriert sind, kann der hydraulische
Radialkolbenmotor ohne sicherheitskritische Zustände ausgeführt und ein unerwünschter
Schaltstoß vermieden werden. Vorzugsweise ist zwischen der Leitung 25 und
der Leitung 39 ein Ventil 38 angeordnet, welches oberhalb eines definierten Druckniveaus
die Leitung 25 ungedrosselt mit der Leitung 39 verbindet. Das Ventil 38 wird gegen
eine Federkraft von dem Druck des Druckmittelzuflusses 3 betätigt. Das Ventil 38
ist so auszulegen, daß das Druckniveau zum Betätigen des Ventils 38 unterhalb
des Druckniveaus des nicht dargestellten, automatischen Schaltventils liegt, um
bei einer Schaltung im Hang bei geringer Drehzahl und hohem Zulaufdruck eine ungedrosselte
Schaltung zu erhalten.
Fig. 3:
Die Linie 28 stellt die Veränderung des Querschnitts 16 der Fig. 1
dar, welcher sich über dem Hub des Kolbens 12 verändert. Die Linie 29 stellt die
Veränderung des Querschnitts 17 der Fig. 1 dar, welcher sich über dem Hub des Kolbens
12 verändert. Die Linie 30 stellt die Veränderung der Drehzahl des Hydraulikmotors
bei Veränderung der Querschnitte 16 und 17 durch Verschieben des Kolbens 12 dar.
Die Linie 31 stellt das Abtriebsdrehmoment des Hydromotors der Fig. 1 der drehmomenterzeugenden
Kolben über der Veränderung der Querschnitte 16 und 17 durch Verschiebung des Kolbens
12 dar. Die Linie 32 stellt den Druck des zweiten Teils 8 der Fig. 1 der drehmomenterzeugenden
Kolben über der Veränderung des Querschnitts 16 und 17 durch Verschieben des Kolbens
12 dar. Die Linie 33 stellt den Druck am Druckmittelzufluß 3 über der Veränderung
der Querschnitte 16 und 17 durch Verschieben des Kolbens 12 dar. Die Linie 34 stellt
den Druck am Druckmittelrückfluß 13 über der Veränderung der Querschnitte
16 und 17 durch Verschieben des Kolbens 12 dar. Beim Beginn der Schaltung ist der
Kolben 12 in seiner Ausgangsposition und wird dann gedrosselt gegen die Federkraft
der Feder 4 verschoben. Der Querschnitt 16, dessen Veränderung die Linie 28 anzeigt,
ist am Beginn der Schaltung vollständig geöffnet. Der Querschnitt 17, dessen Veränderung
die Linie 29 anzeigt, ist beim Beginn der Schaltung vollständig geschlossen. Ab
dem Verschiebeweg 35 verringert sich der Querschnitt 16 und es erweitert sich der
Querschnitt 17, so daß nahezu gleichmäßig der zweite Teil 8 der drehmomenterzeugenden
Kolben mit dem Druckmittelrückfluß verbunden wird. Dadurch sinkt das Drehmoment
der Linie 32 bis auf die Linie 34 ab. Ab dem Verschiebeweg 36 ist der zweite Teil
8 der drehmomenterzeugenden Kolben vollständig mit dem Druckmittelrückfluß
13 verbunden und vom Druckmittelzufluß 3 abgetrennt.
Fig. 4:
Die Linie 28 stellt die Veränderung des Querschnitts 16 der Fig. 1
dar, welcher sich über dem Hub des Kolbens 12 verändert. Die Linie 29 stellt die
Veränderung des Querschnitts 17 der Fig. 1 dar, welcher sich über dem Hub des Kolbens
12 verändert. Die Linie 30 stellt die Veränderung der Drehzahl des Hydraulikmotors
bei Veränderung der Querschnitte 16 und 17 durch Verschieben des Kolbens 12 dar.
Die Linie 37 stellt das Abtriebsdrehmoment des hydraulischen Motors über der Veränderung
der Querschnitte 16 und 17 durch Verschiebung des Kolbens 12 dar. Die Linie 33 stellt
den Druck am Druckmittelzufluß 3 im hydraulischen Motor über der Veränderung
der Querschnitte 16 und 17 durch Verschieben des Kolbens 12 dar. Die Linie 34 stellt
den Druck am Druckmittelrückfluß 13 im hydraulischen Motor über der Veränderung
der Querschnitte 16 und 17 durch Verschieben des Kolbens 12 dar. Beim Beginn der
Schaltung ist der Kolben 12 in seiner Endposition und wird dann gedrosselt durch
die Federkraft der Feder 4 verschoben. Der Querschnitt 16, dessen Veränderung die
Linie 28 anzeigt, ist am Beginn der Schaltung vollständig geschlossen. Der Querschnitt
17, dessen Veränderung die Linie 29 anzeigt, ist beim Beginn der Schaltung vollständig
geöffnet. Ab dem Verschiebeweg 35 verringert sich der Querschnitt 17 und es erweitert
sich der Querschnitt 16, so daß nahezu gleichmäßig der zweite Teil 8
der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß verbunden wird.
Dadurch sinkt das Drehmoment der Linie 32 bis auf die Linie 34 ab. Ab dem Verschiebeweg
36 ist der zweite Teil 8 der drehmomenterzeugenden Kolben vollständig mit dem Druckmittelzufluß
3 verbunden und vom Druckmittelrückfluß 13 abgetrennt.
Bezugszeichen
- 1
- Ventil
- 2
- drehmomenterzeugende Kolben
- 3
- Druckmittelzufluß
- 4
- Feder
- 5
- Ausnehmung
- 6
- Druckmittelverteiler
- 7
- erster Teil
- 8
- zweiter Teil
- 9
- Kolbenträger
- 10
- Bremse
- 11
- Raum
- 12
- Kolben
- 13
- Druckmittelrückfluß
- 14
- Dichtstelle
- 15
- Seite
- 16
- Querschnitt
- 17
- Querschnitt
- 18
- hydraulischer Motor
- 19
- Ventil
- 20
- Ventil
- 21
- Leitung
- 22
- Bremse
- 23
- Leitung
- 24
- Ventil
- 25
- Leitung
- 26
- Drossel
- 27
- Drossel
- 28
- Linie
- 29
- Linie
- 30
- Linie
- 31
- Linie
- 32
- Linie
- 33
- Linie
- 34
- Linie
- 35
- Verschiebeweg
- 36
- Verschiebeweg
- 37
- Linie
- 38
- Ventil
- 39
- Leitung
|
| Anspruch[de] |
- Hydraulischer Radialkolbenmotor, bei welchem die Gesamtheit der drehmomenterzeugenden
Kolben mit Druckmittel beaufschlagt werden kann, indem ein Druckmittelzufluß
(3) über ein Ventil (1) mit der Gesamtheit der drehmomenterzeugenden Kolben verbunden
wird, indem das Ventil (1) sich in einer ersten Stellung befindet und bei welchem
ein Teil (7) der drehmomenterzeugenden Kolben mit Druckmittel beaufschlagt werden
kann, indem ein Druckmittelzufluß (3) über ein Ventil (1) mit einem Teil (7)
der drehmomenterzeugenden Kolben verbunden wird und ein verbleibender Teil (8) der
drehmomenterzeugenden Kolben mit einem Druckmittelrückfluß (13) verbunden
wird, indem das Ventil (1) zur Verbindung der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem
Druckmittel in eine zweite Stellung umgesteuert wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Ventil (1) zur Verbindung der drehmomenterzeugenden Kolben mit
dem Druckmittelzufluß (3) umgesteuert wird, indem Druckmittel über eine Drosselstelle
(26, 27) dem Ventil (1) zugeführt oder abgeführt wird, wobei das Ventil (1) eine
Dichtstelle (14) zwischen dem Druckmittelzufluß (3) zu den drehmomenterzeugenden
Kolben und dem über eine Drosselstelle (26, 27) gedrosselten Druckmittelzufluß
(3) zum Umsteuern des Ventils (1) aufweist.
- Hydraulischer Radialkolbenmotor nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß
ein Verbindungsquerschnitt (16, 17) des Ventils (1), welches einen Teil (7) der
drehmomenterzeugenden Kolben mit einem weiteren Teil (8) der drehmomenterzeugenden
Kolben so mit dem Druckmittelzufluß (3) verbindet, daß die Gesamtheit
der drehmomenterzeugenden Kolben mit Druckmittel beaufschlagt werden kann, beim
Umsteuern des Ventils (1) von einer ersten Stellung in eine zweite Stellung sich
gleichmäßig verkleinert, bis die Verbindung von einem Teil (7) der drehmomenterzeugenden
Kolben mit einem weiteren Teil (8) der drehmomenterzeugenden Kolben unterbrochen
ist, und ein Teil (7) der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß
(3) und ein Teil (8) der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelrückfluß
(13) verbunden ist.
- Hydraulischer Radialkolbenmotor nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß
ein Verbindungsquerschnitt (16, 17) des Ventils (1), welches in einer zweiten Stellung
des Ventils (1) ein Teil (8) der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelrückfluß
(13) verbindet, beim Umsteuern des Ventiles von einer zweiten Stellung in eine erste
Stellung sich gleichmäßig verkleinert, bis die Verbindung von einem Teil (8)
der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelrückfluß (13) unterbrochen
ist und ein Teil (8) der drehmomenterzeugenden Kolben mit einem weiteren Teil (7)
der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß (3) verbunden ist.
- Hydraulischer Radialkolbenmotor nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß
das Ventil (1) zum Verbinden der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß
(3) koaxial in einer Druckmittelzuführung (6), welche Druckmittel zu einem Kolbenträger
leitet, angeordnet ist.
- Hydraulischer Radialkolbenmotor nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß
das Ventil (1) zum Verbinden der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß
(3) über eine Federkraft gegen ein gedrosselt abnehmendes Druckniveau in eine erste
Stellung umgesteuert wird, in welcher die Gesamtheit der drehmomenterzeugenden Kolben
mit dem Druckmittelzufluß (3) verbunden ist und über ein gedrosselt ansteigendes
Druckniveau gegen eine Federkraft in eine zweite Stellung umgesteuert wird, in welcher
ein Teil (7) der drehmomenterzeugenden Kolben mit Druckmittel beaufschlagt werden
kann, und ein verbleibender Teil (8) der drehmomenterzeugenden Kolben mit einem
Druckmittelrückfluß (13) verbunden wird.
- Hydraulischer Radialkolbenmotor nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß
der Radialkolbenmotor ein Planetengetriebe zum Antrieb einer Baumaschine, vorzugsweise
eines Raupenbaggers, antreibt.
- Hydraulischer Radialkolbenmotor, bei welchem die Gesamtheit der drehmomenterzeugenden
Kolben mit Druckmittel beaufschlagt werden kann, indem ein Druckmittelzufluß
(3) über ein Ventil (1) mit der Gesamtheit der drehmomenterzeugenden Kolben verbunden
wird, indem das Ventil (1) sich in einer ersten Stellung befindet und bei welchem
ein Teil (7) der drehmomenterzeugenden Kolben mit Druckmittel beaufschlagt werden
kann, indem ein Druckmittelzufluß (3) über ein Ventil (1) mit einem Teil (7)
der drehmomenterzeugenden Kolben verbunden wird und ein verbleibender Teil (8) der
drehmomenterzeugenden Kolben mit einem Druckmittelrückfluß (13) verbunden
wird, indem das Ventil (1) zur Verbindung der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem
Druckmittel in eine zweite Stellung umgesteuert wird, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Ventil (1) zum Verbinden der drehmomenterzeugenden Kolben mit
dem Druckmittelzufluß (3) ein Ventil (24) vorgeschaltet angeordnet ist, welches
den Druckmittelzufluß zum Umsteuern des Ventils (1) zum Verbinden der drehmomenterzeugenden
Kolben mit dem Druckmittelzufluß (3) so steuert, daß unterhalb eines
definierten Druckniveaus im Druckmittelzufluß (3) zu den drehmomenterzeugenden
Kolben die Gesamtheit der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß
(3) verbunden ist.
- Hydraulischer Radialkolbenmotor nach den Ansprüchen 1 und 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drosselstelle (26, 27), welche das Druckmittel, welches das Ventil
(1) zum Verbinden der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß
(3) umsteuert, drosselt, in dem Ventil (24), welches dem Ventil (1) zum Verbinden
der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß (3) vorgeschaltet
angeordnet ist, angeordnet ist.
- Hydraulischer Radialkolbenmotor nach Anspruch 7,dadurch gekennzeichnet, daß
das Druckmittel, welches das Ventil (24), welches den Druckmittelzufluß zum
Umsteuern des Ventils (1) zum Verbinden der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem
Druckmittelzufluß (3) steuert, umsteuert mit dem Druckmittel, welches eine
Bremse (22) lüftet, welche den hydraulischen Motor bremst, in Verbindung steht.
- Hydraulischer Radialkolbenmotor nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß
oberhalb eines definierten Druckniveaus im Druckmittelzufluß (3) das Ventil
(1) zum Verbinden der drehmomenterzeugenden Kolben mit dem Druckmittelzufluß
(3) ungedrosselt ansteuerbar ist.
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| Anspruch[en] |
- Hydraulic radial piston motor, in which all of the torque-generating pistons
may be loaded with pressure medium in that a pressure medium afflux (3) is connected
by a valve (1) to all of the torque-generating pistons in that the valve (1) is
situated in a first position and in which a group (7) of the torque-generating pistons
may be loaded with pressure medium in that a pressure medium afflux (3) is connected
by a valve (1) to a group (7) of the torque-generating pistons and a remaining group
(8) of the torque-generating pistons is connected to a pressure medium reflux (13)
in that the valve (1) for connecting the torque-generating pistons to the pressure
medium is switched over into a second position, characterized in that the
valve (1) for connecting the torque-generating pistons to the pressure medium afflux
(3) is switched over in that pressure medium is fed via a throttling point
(26, 27) to or away from the valve (1), wherein the valve (1) comprises a sealing
point (14) between the pressure medium afflux (3) to the torque-generating pistons
and the pressure medium afflux (3) throttled by means of a throttling point (26,
27) for switching over the valve (1).
- Hydraulic radial piston motor according to claim 1,characterized in that
a connection cross section (16, 17) of the valve (1), which connects a group (7)
of the torque-generating pistons with a further group (8) of the torque-generating
pistons in such a way to the pressure medium afflux (3) that all of the torque-generating
pistons may be loaded with pressure medium, during switching-over of the valve (1)
from a first position to a second position decreases uniformly until the connection
of one group (7) of torque-generating pistons with a further group (8) of torque-generating
pistons is interrupted, and one group (7) of torque-generating pistons is connected
to the pressure medium afflux (3) and one group (8) of torque-generating pistons
is connected to the pressure medium reflux (13).
- Hydraulic radial piston motor according to claim 1,characterized in that
a connection cross section (16, 17) of the valve (1), which in a second position
of the valve (1) connects one group (8) of torque-generating pistons to the pressure
medium reflux (13), during switching-over of the valve from a second position to
a first position decreases uniformly until the connection of one group (8) of torque-generating
pistons to the pressure medium reflux (13) is interrupted and one group (8) of torque-generating
pistons is connected with a further group (7) of torque-generating pistons to the
pressure medium afflux (3).
- Hydraulic radial piston motor according to claim 1,characterized in that
the valve (1) for connecting the torque-generating pistons to the pressure medium
afflux (3) is disposed coaxially in a pressure medium feed line (6), which conveys
pressure medium to a piston support.
- Hydraulic radial piston motor according to claim 1,characterized in that
the valve (1) for connecting the torque-generating pistons to the pressure medium
afflux (3) is switched over by means of a spring action against a pressure level
decreasing in a throttled manner into a first position, in which all of the torque-generating
pistons are connected to the pressure medium afflux (3) and is switched over by
means of a pressure level increasing in a throttled manner counter to a spring action
into a second position, in which one group (7) of torque-generating pistons may
be loaded with pressure medium, and a remaining group (8) of torque-generating pistons
is connected to a pressure medium reflux (13).
- Hydraulic radial piston motor according to claim 1,characterized in that
the radial piston motor drives a planetary gear for driving a construction machine,
preferably a crawler excavator.
- Hydraulic radial piston motor, in which all of the torque-generating pistons
may be loaded with pressure medium in that a pressure medium afflux (3) is connected
by a valve (1) to all of the torque-generating pistons in that the valve (1) is
situated in a first position and in which a group (7) of the torque-generating pistons
may be loaded with pressure medium in that a pressure medium afflux (3) is connected
by a valve (1) to one group (7) of the torque-generating pistons and a remaining
group (8) of the torque-generating pistons is connected to a pressure medium reflux
(13) in that the valve (1) for connecting the torque-generating pistons to the pressure
medium is switched over into a second position, characterized in that disposed
upstream of the valve (1) for connecting the torque-generating pistons to the pressure
medium afflux (3) is a valve (24), by means of which the pressure medium afflux
for switching over the valve (1) for connecting the torque-generating pistons to
the pressure medium afflux (3) is controlled in such a way that below a defined
pressure level in the pressure medium afflux (3) to the torque-generating pistons
all of the torque-generating pistons are connected to the pressure medium afflux
(3).
- Hydraulic radial piston motor according to claims 1 and 7, characterized
in that the throttling point (26, 27), which throttles the pressure medium that
switches over the valve (1) for connecting the torque-generating pistons to the
pressure medium afflux (3), is disposed in the valve (24), which is disposed upstream
of the valve (1) for connecting the torque-generating pistons to the pressure medium
afflux (3).
- Hydraulic radial piston motor according to claim 7,characterized in that
the pressure medium, which switches over the valve (24) that controls the pressure
medium afflux for switching over the valve (1) for connecting the torque-generating
pistons to the pressure medium afflux (3), is in communication with the pressure
medium, which releases a brake (22) that brakes the hydraulic motor.
- Hydraulic radial piston motor according to claim 1,characterized in that
above a defined pressure level in the pressure medium afflux (3) the valve (1) for
connecting the torque-generating pistons to the pressure medium afflux (3) is activatable
in an unthrottled manner.
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| Anspruch[fr] |
- Moteur hydraulique à pistons radiaux dans lequel la totalité des pistons générateurs
de couple peut être attaquée avec du milieu sous pression par le fait qu'une arrivée
du milieu sous pression (3) est reliée à la totalité des pistons générateurs de
couple par l'intermédiaire d'une soupape (1), par le fait que la soupape (1) se
trouve dans une première position, et dans lequel une partie (7) des pistons générateurs
de couple peut être attaquée par le milieu sous pression, par le fait qu'une arrivée
du milieu sous pression (3) est reliée à une partie (7) des pistons générateurs
de couple par l'intermédiaire d'une soupape (1) et qu'une partie restante (8) des
pistons générateurs de couple est reliée à un retour du milieu sous pression (13),
par le fait que la soupape (1) est inversée dans une deuxième position pour relier
les pistons générateurs de couple au milieu sous pression, caractérisé en ce
que la soupape (1) est inversée pour relier les pistons générateurs de couple
à l'arrivée du milieu sous pression (3) par le fait que du milieu sous pression
est amené à la soupape (1) ou en est évacué par l'intermédiaire d'une zone d'étranglement
(26, 27), la soupape (1) comportant une zone de fermeture étanche (14) entre l'arrivée
du milieu sous pression (3) aux pistons générateurs de couple et le retour du milieu
sous pression (3) avec étranglement au moyen d'une zone d'étranglement (26, 27)
pour inverser la soupape (1).
- Moteur hydraulique à pistons radiaux selon la revendication 1,caractérisé
en ce qu'une section de communication (16, 17) de la soupape (1) qui relie une
partie (7) des pistons générateurs de couple à une autre partie (8) des pistons
générateurs de couple à l'arrivée du milieu sous pression (3) de telle manière que
la totalité des pistons générateurs de couple puisse être attaquée par le milieu
sous pression, lors de l'inversion de la soupape (1) d'une première position à une
deuxième position diminue progressivement jusqu'à ce que la communication d'une
partie (7) des pistons générateurs de couple avec une autre partie (8) des pistons
générateurs de couple soit interrompue et qu'une partie (7) des pistons générateurs
de couple soit reliée à l'arrivée du milieu sous pression (3) et une partie (8)
des pistons générateurs de couple soit reliée au retour du milieu sous pression
(13).
- Moteur hydraulique à pistons radiaux selon la revendication 1,caractérisé
en ce qu'une section de communication (16, 17) de la soupape (1) qui relie une
partie (8) des pistons générateurs de couple au retour du milieu sous pression (13)
dans une deuxième position de la soupape (1), se rétrécit régulièrement lors de
l'inversion de la soupape d'une première position à une première position jusqu'à
ce que la communication entre une partie (8) des pistons générateurs de couple et
le retour du milieu sous pression (13) soit interrompue et qu'une partie (8) des
pistons générateurs de couple avec une autre partie (7) des pistons générateurs
de couple soit reliée avec le retour du milieu sous pression (3).
- Moteur hydraulique à pistons radiaux selon la revendication 1,caractérisé
en ce que la soupape (1) servant à relier les pistons générateurs de couple
à l'arrivée du milieu sous pression (3) est disposée coaxialement dans une arrivée
du milieu sous pression (6) qui conduit le milieu sous pression à un support de
pistons.
- Moteur hydraulique à pistons radiaux selon la revendication 1,caractérisé
en ce que la soupape (1) servant à relier les pistons générateurs de couple
à l'arrivée du milieu sous pression (3) est inversée, au moyen d'une force élastique,
à l'encontre d'un niveau de pression qui décroît avec étranglement, sur une première
position dans laquelle la totalité des pistons générateurs de couple est reliée
à l'arrivée du milieu sous pression (3), tandis que, au-dessus d'un niveau de pression
qui croît avec étranglement, elle est inversée à l'encontre d'une force élastique
sur une deuxième position dans laquelle une partie (7) des pistons générateurs de
couple peut être attaquée avec du milieu sous pression, et une partie restante (8)
des pistons générateurs de couple est reliée à un retour du milieu sous pression
(13).
- Moteur hydraulique à pistons radiaux selon la revendication 1,caractérisé
en ce que le moteur hydraulique à pistons radiaux entraîne un train épicycloïdal
destiné à entraîner un engin de chantier, de préférence une excavatrice à chenilles.
- Moteur hydraulique à pistons radiaux dans lequel la totalité des pistons générateurs
de couple peut être attaquée avec du milieu sous pression, par le fait qu'une arrivée
du milieu sous pression (3) est reliée à la totalité des pistons générateurs de
couple par l'intermédiaire d'une soupape (1), par le fait que la soupape (1) se
trouve dans une première position, et dans lequel une partie (7) des pistons générateurs
de couple peut être attaquée par le milieu sous pression, par le fait qu'une arrivée
du milieu sous pression (3) est reliée à une partie (7) des pistons générateurs
de couple par l'intermédiaire d'une soupape (1) et qu'une partie restante (8) des
pistons générateurs de couple est reliée à un retour du milieu sous pression (13),
par le fait que la soupape (1) est inversée sur une deuxième position pour relier
les pistons générateurs de couple au milieu sous pression, caractérisé en ce
qu'en amont de la soupape (1) servant à relier les pistons générateurs de couple
à l'arrivée du milieu sous pression (3), est placée une soupape (24) qui commande
l'arrivée du milieu sous pression pour inverser la soupape (1) de façon à relier
les pistons générateurs de couple à l'arrivée du milieu sous pression (3) de telle
manière qu'en dessous d'un niveau de pression défini dans l'arrivée du milieu sous
pression (3) aux pistons générateurs de couple, la totalité des pistons générateurs
de couple soit reliée à l'arrivée du milieu sous pression (3).
- Moteur hydraulique à pistons radiaux selon les revendications 1 et 7,caractérisé
en ce que la zone d'étranglement (26, 27) qui étrangle le milieu sous pression
qui inverse la soupape (1) servant à relier les pistons générateurs de couple à
l'arrivée de milieu sous pression (3) est agencée dans la soupape (24) qui est placée
en amont de la soupape (1) servant à relier les pistons générateurs de couple à
l'arrivée du milieu sous pression (3).
- Moteur hydraulique à pistons radiaux selon la revendication 7,caractérisé
en ce que le milieu sous pression inverse la soupape (24) qui commande l'arrivée
du milieu sous pression pour inverser la soupape (1) servant à relier les pistons
générateurs de couple à l'arrivée du milieu sous pression (3), est en communication
avec le milieu sous pression, qui desserre un frein (22) qui freine le moteur hydraulique.
- Moteur hydraulique à pistons radiaux selon la revendication 1,caractérisé
en ce qu'au-dessus d'un niveau de pression défini dans l'arrivée de milieu sous
pression (3), la soupape (1) servant à relier les pistons générateurs de couple
à l'arrivée du milieu sous pression (3) peut être pilotée sans étranglement.
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