Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren
zum analogen Multiplizieren zweier Eingangssignale.
Eine formal korrekte Multiplikation zweier elektrischer Signale war
bisher nur im digitalen Bereich möglich, was einer von vielen Gründen für das Vordringen
der digitalen Signalverarbeitung ist. Das Fehlen einer analogen Multiplikation hat
zu einer Reihe von Hilfsschaltungen geführt, mit welchen eine Multiplikation angenähert,
jedoch nicht formal korrekt ausgeführt werden kann. Am häufigsten eingesetzt werden
derartige Schaltungen im klassischen Empfängerkonzept, dem sogenannten Superhetprinzip,
wobei in der Mischstufe eine analoge Multiplikation unter der Randbedingung einer
extremen Signaldynamik gefordert wird. Es befinden sich weltweit circa 8 Milliarden
Empfänger im Einsatz, welche sich auf circa 5 Milliarden Radios, 2 Milliarden Fernsehgeräte
und 1 Milliarde Mobiltelefone verteilen. Es besteht daher ein großer Bedarf an Schaltungen,
welche eine möglichst korrekte Multiplikation zweier elektrischer Eingangssignale
durchführen können.
Brad Gilbert hat in den 60er Jahren eine Schaltung zur analogen Multiplikation
zweier Signale vorgeschlagen, welche als sogenannte Gilbert-Zelle in die Literatur
Eingang gefunden hat. Innerhalb von 30 Jahren hat sich die Gilbert-Zelle als ein
Standard für analoge Multipliziererschaltungen durchgesetzt. Eine einfache schematische
Darstellung einer derartigen bekannten Gilbert-Zelle ist in 1
gezeigt. Die beiden unteren Transistoren bilden einen Differenzverstärker, welcher
das Eingangssignal Vin1 verstärkt. Mit dem Quartett von vier Schaltertransistoren
kann in Abhängigkeit der zweiten Eingangsspannung Vin2 der Ausgangsstrom
des Differenzverstärkers invertiert werden.
2 zeigt die statische Kennlinie einer
Gilbert-Zelle mit der Spannung Vin2 als Parameter. Wie aus
2 ersichtlich, ist der lineare Bereich der Kennlinie
auf etwa ±50mV um Vin1 = 0 beschränkt. Durch Einfügen von Emitterwiderständen
im Differenzverstärker ist es möglich, den linearen Bereich auszudehnen, allerdings
steigt dann in gleichem Maße die Rauschzahl, so dass eine wesentliche Erweiterung
des Dynamikbereichs durch Emitterwiderstände nicht möglich ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum
analogen Multiplizieren zweier Eingangssignale bereitzustellen, mit welchen eine
formal korrekte Multiplikation zweier Eingangssignale möglich ist. Ferner ist es
Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum analogen Multiplizieren zweier Eingangssignale
bereitzustellen, welche gegenüber den bisherigen Lösungen einen verbesserten Dynamikbereich
und einen gesteigerten Linearitätsbereich aufweist.
Diese Aufgaben werden gemäß der vorliegenden Erfindung durch eine
Vorrichtung zum analogen Multiplizieren zweier Eingangssignale mit den in Anspruch
1 und Anspruch 13 angegebenen Merkmalen und ein Verfahren zum analogen Multiplizieren
zweier Eingangssignale mit den in Anspruch 23 angegebenen Merkmalen gelöst. Bevorzugte
Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Gemäß der Erfindung wird eine Vorrichtung zum analogen Multiplizieren
zweier Eingangssignale bereitgestellt, umfassend:
– zumindest einen ersten und zumindest einen zweiten Feldeffekttransistor,
wobei die beiden Feldeffekttransistoren den gleichen Leitfähigkeitstyp (n- bzw.
p-Kanal FET) und einen im wesentlichen gleichen Transkonduktanzfaktor und eine im
wesentlichen gleiche Schwellspannung aufweisen und jeweils einen Source-, einen
Gate- und einen Drainanschluss aufweisen, wobei der Sourceanschluss des ersten Feldeffekttransistors
elektrisch mit dem Sourceanschluss des zweiten Feldeftekttransistors verbunden ist,
wobei der Gateanschluss des ersten Feldeffekttransistors einen ersten Eingangsknoten
und der Gateanschluss des zweiten Feldeftekttransistors einen zweiten
Eingangsknoten bildet und ein erstes Vin1 der Eingangssignale als
Potentialdifferenz zwischen dem ersten und dem zweiten Eingangsknoten anlegbar ist
und ein zweites Vin2 der Eingangssignale als Drain-Source-Spannung des
ersten Feldeffekttransistors und des zweiten Feldeffekttransistors anlegbar ist;
und
– zumindest eine Stromdifferenzbildungseinrichtung, welche zum Bilden
eines dem Produkt der beiden Eingangssignale Vin1, Vin2 proportionalem
Ausgangssignal &Dgr;ID = ID1 – ID2 durch
Bilden der Differenz zwischen einer Drain-Source-Stromstärke ID1 des
ersten Feldeffekttransistors und einer Drain-Source-Stromstärke ID2 des
zweiten Feldeffekttransistors ausgelegt ist.
In dieser Anmeldung werden unter Feldeffekttransistoren mit im wesentlichen
gleichen Transkonduktanzfaktor und Schwellspannung insbesondere
Feldeffekttransistoren verstanden, deren Transkonduktanzfaktoren und Schwellspannungen
im Rahmen von typischen fertigungstechnisch bedingten Abweichungen liegen. Die Feldeffekttransistoren
können beispielsweise klassische Junction-FETs oder MOSFETs sein, wie sie in integrierten
Schaltungen häufig angewendet werden.
Ein Feldeffekttransistor kann vereinfacht dargestellt in drei unterschiedlichen
Arbeitsbereichen betrieben werden, nämlich im sogenannten Sperrbereich, Widerstandsbereich
und Sättigungsbereich. Im Widerstandsbereich, welcher auch als Triodenbereich bezeichnet
wird, folgt der Drain-Strom ID des Feldeffekttransistors der Beziehung:
wobei B0 der Transkonduktanzfaktor, VTH die Schwellspannung,
VGS die Gate-Source- Spannung und VDS die Drain-Source-Spannung
bezeichnen.
Für die Differenz der Drain-Ströme des ersten ID1 und des
zweiten ID2 Feldeffekttransistors des Transistorpaars gilt dann:
&Dgr;ID = ID1 – ID2 = B0·(VGS1
– VGS2)·VDS(2)
wobei VDS die Drain-Source-Spannung des ersten und des zweiten Feldeffekttransistors,
VGS1 die Gate-Source-Spannung des ersten und VGS2 die Gate-Source-Spannung
des zweiten Feldeffekttransistors bezeichnen.
Die Differenz der Gate-Source-Spannungen des ersten und des zweiten
Feldeffekttransistors VGS1 – VGS2 beziehungsweise die
Potenzialdifferenz zwischen dem ersten und dem zweiten Eingangsknoten stellt das
erste Eingangssignal Vin1 dar. Das zweite Eingangssignal Vin2
wird durch die Drain-Source-Spannung VDS der beiden Feldeffekttransistoren
gegeben. Die Gleichung (2) kann wie folgt umgeschrieben werden:
&Dgr;ID = B0·Vin1·Vin2(3)
Wie aus Gleichung (3) ersichtlich, ist das Ausgangssignal &Dgr;ID
proportional zu dem Produkt des ersten und des zweiten Eingangssignals. Somit ist
eine formal korrekte Multiplikation zweier Eingangssignale Vin1 und Vin2
möglich.
Vorzugsweise umfasst die Stromdifferenzbildungseinrichtung zumindest
eine Spannungsfolgereinrichtung mit einem Spannungsfolgerein- und zwei Spannungsfolgerausgängen,
wobei das zweite Eingangssignal Vin2 durch Anlegen eines Spannungsfolgereingangssignals
an den Spannungsfolgereingang anlegbar ist. Das Spannungsfolgereingangssignal kann
dabei Strom- oder Spannungssignal sein, welches proportional zu Vin2
ist.
Ferner umfasst die Spannungsfolgereinrichtung vorzugsweise einen ersten
und einen zweiten Bipolartransistor mit jeweils einem Emitter, einer Basis und einem
Kollektor, wobei
– der Emitter und der Kollektor des ersten und des zweiten Bipolartransistors
den gleichen Leitfähigkeitstyp wie derjenige des ersten und des zweiten Feldeffekttransistors
aufweisen,
– der Emitter des ersten Bipolartransistors mit dem Drainanschluss des
ersten Feldeffekttransistors und der Emitter des zweiten Bipolartransistors mit
dem Drainanschluss des zweiten Feldeffekttransistors elektrisch verbunden ist,
– die Basis des ersten Bipolartransistors mit der Basis des zweiten Bipolartransistors
elektrisch verbunden ist und
– die Basen der Bipolartransistoren den Spannungsfolgereingang bilden.
Vorzugsweise bildet der Kollektor des ersten Bipolartransistors einen
ersten Ausgangsknoten und der Kollektoranschluss des zweiten Bipolartransistors
einen zweiten Ausgangsknoten und die Stromdifferenzbildungseinrichtung ist ausgelegt,
das Ausgangssignal &Dgr;ID durch Bilden der Differenz zwischen einer
Kollektor-Emitter-Stromstärke des ersten Bipolartransistors und einer Kollektor-Emitter-Stromstärke
des zweiten Bipolartransistors zu bilden.
Eine alternative Ausführungsform der Spannungsfolgereinrichtung weist
statt Bipolartransistoren Feldeffekttransistoren auf. Insbesondere ermöglicht der
Einsatz von Feldeffekttransistoren, dass die bevorzugte erfindungsgemäße
Vorrichtung als monolithisch integrierte Schaltung realisiert werden kann. In diesem
Fall muss allerdings der Body-Effekt berücksichtigt werden, welcher zu einer zusätzlichen
unerwünschten Nichtlinearität führen kann.
Vorzugsweise umfasst die Spannungsfolgereinrichtung einen dritten
und einen vierten Feldeffekttransistor mit jeweils einem Source-, einem Gate- und
einem Drainanschluss, wobei
– der dritte und der vierte Feldeffekttransistor den gleichen Leitfähigkeitstyp
wie derjenige des ersten und des zweiten Feldeffekttransistors aufweisen,
– der Sourceanschluss des dritten Feldeffekttransistors mit dem Drainanschluss
des ersten Feldeffekttransistors und der der Sourceanschluss des vierten Feldeffekttransistors
mit dem Drainanschluss des zweiten Feldeffekttransistors elektrisch verbunden ist,
– der Gateanschluss des dritten Feldeffekttransistors mit dem Gateanschluss
des vierten Feldeffekttransistors elektrisch verbunden ist und
– die Gateanschlüsse des dritten und vierten Feldeftekttransistors den
Spannungsfolgereingang bilden.
Vorzugsweise bildet der Drainanschluss des dritten Feldeffektransistrors
einen ersten Ausgangsknoten und der Drainanschluss des vierten Feldeffektransistors
einen zweiten Ausgangsknoten und die Stromdifferenzbildungseinrichtung ist ausgelegt,
das Ausgangssignal &Dgr;ID durch Bilden der Differenz zwischen einer
Drain-Source-Stromstärke des dritten Feldeffekttransistors und einer Drain-Source-Stromstärke
des vierten Feldeffekttransistors zu bilden.
Weiter bevorzugt, umfasst die Stromdifferenzbildungseinrichtung zumindest
eine Stromspiegeleinrichtung. Vorzugsweise ist die Stromspiegeleinrichtung ausgelegt,
zu einem in den ersten Ausgangsknoten der Spannungsfolgereinrichtung fließenden
Strom einen Spiegelstrom gleicher Stromstärke zu bilden, welcher in den zweiten
Ausgangsknoten der Spannungsfolgereinrichtung fließt, wobei das Ausgangssignal &Dgr;ID
an dem zweiten Ausgangsknoten abgreifbar ist.
In einer alternative Ausführungsform ist die Stromspiegeleinrichtung
ausgelegt, zu einem in den zweiten Ausgangsknoten der Spannungsfolgereinrichtung
fließenden Strom einen Spiegelstrom gleicher Stromstärke zu bilden, welcher in den
ersten Ausgangsknoten der Spannungsfolgereinrichtung fließt, wobei das negative
Ausgangssignal &Dgr;ID an dem ersten Ausgangsknoten abgreifbar ist.
Solche Stromspiegelschaltungen sind in der integrierten Schaltungstechnik
bekannt. Eine ausführliche Beschreibung der Stromspiegelschaltungen ist zum Beispiel
in dem Buch "Analysis and Design of Analog Integrated Circuits" von Paul R. Gray
und Robert G. Meyer, erschienen 1984 bei John Wiley and Sons, Kapitel 4 zu finden,
dessen Offenbarung insoweit als integraler Teil der vorliegenden Anmeldung anzusehen
ist.
Vorzugsweise weist die Stromspiegelreinrichtung zwei Feldeffekttransistoren
mit entgegengesetztem Leitfähigkeitstyp wie derjenige des ersten und des zweiten
Feldeffekttransistors auf.
Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform weist die Stromspiegelreinrichtung
zwei Bipolartransistoren mit jeweils einer Basis, einem Emitter und einem Kollektor
auf, wobei der Emitter und die Basis der Bipolartransistoren der Stromspiegeleinrichtung
den entgegengesetzten Leitfähigeitstyp wie derjenige des ersten und des zweiten
Feldeffekttransistors aufweisen.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Stromdifferenzbildungseinrichtung
zumindest einen Übertrager mit zwei symmetrischen Eingangswicklungen.
Bei den oben beschriebenen bevorzugten erfindungsgemäßen Vorrichtungen
sind für die Drain-Source-Spannung des ersten und des zweiten Feldeffekttransistors
nur positive Spannungswerte zugelassen, d.h. das Eingangssignal Vin2
darf nur positiv sein.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine Vorrichtung zur
Multiplikation zweier Eingangssignale bereitgestellt, umfassend:
– zumindest zwei Transistorpaare mit jeweils einem ersten und einem zweiten
Feldeffekttransistor, wobei
– die Feldeffekttransistoren der beiden Transistorpaare den gleichen Leitfähigkeitstyp
und einen im wesentlichen gleichen Transkonduktanzfaktor und eine im wesentlichen
gleiche Schwellspannung aufweisen und jeweils einen Source-, einen Gate- und einen
Drainanschluss aufweisen,
– die Sourceanschlüsse der ersten und der zweiten Feleffekttransistoren
des
ersten und des zweiten Transistorpaars elektrisch miteinander verbunden sind;
– der Gateanschluss des ersten Feldeftekttransistors des ersten Transistorpaars
mit dem Gateanschluss des ersten Feldeffekttransistors des zweiten Transistorpaars
elektrisch verbunden ist und den ersten Eingangsknoten bildet;
– der Gateanschluss des zweiten Feldeffekttransistor des ersten Transistorpaars
mit dem Gateanschluss des zweiten Feldeffekttransistors des zweiten Transistorpaars
elektrisch verbunden ist und den zweiten Eingangsknoten bildet;
– ein erstes Vin1 der Eingangssignale als Potentialdifferenz
zwischen dem ersten und dem zweiten Eingangsknoten anlegbar ist;
– ein zweites Vin2 der Eingangssignale als Spannungsunterschied
Vin2 zwischen einer Drain-Source-Spannung VIDS
= VIIDS + Vin2 des ersten Feldeffekttransistors
und des zweiten Feldeftekttransistors des ersten Transistorpaars gegenüber einer
Drain-Source-Spannung VIIDS des ersten Feldeffekttransistors
und des zweiten Feldeffekttransistors des zweiten Transistorpaars anlegbar ist;
und
– zumindest eine Stromdifferenzbildungseinrichtung, welche zum Bilden
eines dem Produkt der beiden Eingangssignale Vin1, Vin2 proportionalem
Ausgangssignal &Dgr;ID = &Dgr;IID – &Dgr;IIID
durch Bilden der Differenz zwischen
– einer Differenzstromstärke &Dgr;IID einer
Drain-Source-Stromstärke IID1 des ersten Feldeffekttransistors
und einer Drain-Source-Stromstärke IID2 des zweiten Feldeffekttransistors
des jeweils ersten Transistorpaars und
– einer Differenzstromstärke &Dgr;IIID einer
Drain-Source-Stromstärke IIID1 des ersten Feldeffekttransistors
und einer Drain-Source-Stromstärke IIID2, des zweiten
Feldeffekttransistors des jeweils zweiten Transistorpaars ausgelegt ist.
Der Superscript I bzw. II bei der Bezeichnung der Ströme gibt hierbei
an, ob es sich bei dem Transistor um einen Feldeffekttransistor des ersten Transistorpaars
I oder des zweiten Transistorpaars II handelt. Die Drain-Source-Spannung VIDS
des ersten und des zweiten Feldeffekttransistors des ersten Transistorpaars ist
vorzugsweise eine derartige Spannungssumme des zweiten Eingangssignals Vin2
mit einem Gleichspannungs- bzw. Offsetsignal, dass die Drain-Source-Spannung VIDS
bei Verwendung von n-Kanal-Feldeffekttransistoren stets positiv und bei Verwendung
von p-Kanal-Feldeffekttransistoren stets negativ ist. Das gleiche Gleichspannungs-
oder Offsetsignal ist als Drain-Source-Spannung VIIDS
des ersten und des zweiten Feldeffekttransistors des zweiten Transistorpaar anlegbar.
Das Eingangssignal Vin2 ist durch
Vin2 = VIDS – VIIDS
gegeben.
Für die vier Drain-Ströme des jeweils ersten und des jeweils zweiten
Feldeftekttransistors der beiden Transistorpaare im Widerstandsbereich gilt:
Das Ausgangssignal &Dgr;ID wird dann wie folgt berechnet:
&Dgr;ID = &Dgr;IID –
&Dgr;IIID = (IID1 – IID2)
– (IIID1 – IIID2)
= B0(VIGS1 – VIGS2)Vin2(9)
Wie aus der Gleichung (9) ersichtlich ist, geht die Offsetspannung
VIDS nicht in das Ausgangssignal &Dgr;ID ein.
Somit können mit einer derartigen erfindungsgemäßen Vorrichtung auch Wechselspannungssignale
korrekt multipliziert werden. Insbesondere können vorteilhafterweise bei einer Vorrichtung
gemäß diesem Aspekt der Erfindung auch negative Eingangssignale durch die beschriebene
kreuzweise Verschaltung zweier Transistorpaare multipliziert werden.
Vorzugsweise umfasst die Stromdifferenzbildungseinrichtung zumindest
zwei Spannungsfolgereinrichtungen mit jeweils einem Spannungsfolgerein-
und zwei Spannungsfolgerausgängen, wobei das zweite Eingangssignal Vin2
durch Anlegen eines Spannungsfolgereingangssignals als Potentialdifferenz zwischen
dem Spannungsfolgereingang der ersten Spannungsfolgereinrichtung und dem Spannungsfolgereingang
der zweiten Spannungsfolgereinrichtung anlegbar ist.
Besonders bevorzugt umfassen die erste und die zweite Spannungsfolgereinrichtung
jeweils einen ersten und einen zweiten Bipolartransistor mit jeweils einem Emitter,
einer Basis und einem Kollektor, wobei
– der Emitter und der Kollektor der ersten und der zweiten Bipolartransistoren
den gleichen Leitfähigkeitstyp wie derjenige des ersten und des zweiten Feldeffekttransistors
aufweisen,
– der Emitter des ersten Bipolartransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung
mit dem Drainanschluss des ersten Feldeffekttransistors des ersten Transistorpaars
und der Emitter des zweiten Bipolartransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung
mit dem Drainanschluss des zweiten Feldeffekttransistors des ersten Transistorpaars
elektrisch verbunden ist,
– der Emitter des ersten Bipolartransistors der zweiten Spannungsfolgereinrichtung
mit dem Drainanschluss des ersten Feldeffekttransistors des zweiten Transistorpaars
und der Emitter des zweiten Bipolartransistors der zweiten Spannungsfolgereinrichtung
mit dem Drainanschluss des zweiten Feldeffekttransistors des zweiten Transistorpaars
elektrisch verbunden ist,
– die Basen des ersten und des zweiten Bipolartransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung
elektrisch miteinander verbunden sind;
– die Basen des ersten und des zweiten Bipolartransistors der zweiten
Spannungsfolgereinrichtung elektrisch miteinander verbunden sind; und
– die Basen der Bipolartransistoren der ersten und der zweiten Spannungsfolgereinrichtung
die beiden Spannungsfolgereingänge bilden.
Vorzugsweise ist
– der Kollektor des ersten Bipolartransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung
elektrisch mit dem Kollektor des zweiten Bipolartransistors der zweiten Spannungsfolgereinrichtung
verbunden;
– der Kollektor des zweiten Bipolartransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung
elektrisch mit dem Kollektor des ersten Bipolartransistors der zweiten Spannungsfolgereinrichtung
verbunden;
– die Stromdifferenzbildungseinrichtung ausgelegt, das Ausgangssignal
&Dgr;ID durch Bilden der Differenz zwischen
– der Summe einer Kollektor-Emitter-Stromstärke des ersten Bipolartransistors
der ersten Spannungsfolgereinrichtung und einer Kollektor-Emitter-Stromstärke des
zweiten Bipolartransistors der zweiten Spannungsfolgereinrichtung und
– der Summe einer Kollektor-Emitter-Stromstärke des zweiten Bipolartransistors
der zweiten Spannungsfolgereinrichtung und einer Kollektor-Emitter-Stromstärke des
ersten Bipolartransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung zu bilden.
Die erste und die zweite Spannungsfolgereinrichtung können statt Bipolartransistoren
jeweils einen dritten und jeweils einen vierten Feldeffekttransistor mit jeweils
einem Source-, einem Gate- und einem Drainanschluss umfassen, wobei
– die dritten und die vierten Feldeffekttransistoren den gleichen Leitfähigkeitstyp
wie derjenige des ersten und des zweiten Feldeffekttransistors aufweisen,
– der Sourceanschluss des dritten Feldeftekttransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung
mit dem Drainanschluss des ersten Feldeffekttransistors des ersten Transistorpaars
und der Sourceanschluss des vierten Feldeffekttransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung
mit dem Drainanschluss des zweiten Feldeffekttransistors des ersten Transistorpaars
elektrisch verbunden ist,
– der Sourceanschluss des dritten Feldeffekttransistors der zweiten Spannungsfolgereinrichtung
mit dem Drainanschluss des ersten Feldeffekttransistors des zweiten Transistorpaars
und der Sourceanschluss des vierten Feldeffekttransistors der zweiten Spannungsfolgereinrichtung
mit dem Drainanschluss des zweiten Feldeffekttransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung
elektrisch verbunden ist,
– der Gateanschluss des dritten Feldeffekttransistors mit dem Gateanschluss
des vierten Feldeftekttransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung elektrisch
verbunden ist;
– der Gateanschluss des dritten Feldeffekttransistors mit dem Gateanschluss
des vierten Feldeffekttransistors der zweiten Spannungsfolgereinrichtung elektrisch
verbunden ist; und
– die Gateanschlüsse der ersten und der zweiten Spannungsfolgereinrichtung
die beiden Spannungsfolgereingänge bilden.
Der Einsatz von Feldeffekttransistoren ermöglicht insbesondere, dass
die bevorzugte erfindungsgemäße Vorrichtung als monolithisch integrierte Schaltung
realisiert werden kann. In diesem Fall muss allerdings der Body-Effekt
berücksichtigt werden, welcher eine zusätzliche unerwünschte Nichtlinearität erzeugen
kann.
Vorzugsweise ist
– der Drainanschluss des dritten Feldeftekttransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung
elektrisch mit dem Drainanschluss des vierten Feldeffekttransistors der zweiten
Spannungsfolgereinrichtung verbunden;
– der Drainanschluss des vierten Feldeffekttransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung
elektrisch mit dem Drainanschluss des dritten Feldeftekttransistors der zweiten
Spannungsfolgereinrichtung verbunden;
– die Stromdifferenzbildungseinrichtung ausgelegt, das Ausgangssignal
&Dgr;ID durch Bilden der Differenz zwischen
– der Summe einer Drain-Source-Stromstärke des dritten Feldeftekttransistors
der ersten Spannungsfolgereinrichtung und einer Drain-Source-Stromstärke des vierten
Feldeffekttransistors der zweiten Spannungsfolgereinrichtung und
– der Summe einer Drain-Source-Stromstärke des dritten Feldeffekttransistors
der zweiten Spannungsfolgereinrichtung und einer Drain-Source-Stromstärke des vierten
Feldeffekttransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung zu bilden.
Vorzugsweise umfasst die Stromdifferenzbildungseinrichtung zumindest
eine Stromspiegeleinrichtung. Die Stromspiegeleinrichtung kann vorzugsweise Bipolar-
oder Feldeffekttransistoren aufweisen. Ferner kann die Stromdifferenzbildungseinrichtung
einen Übertrager mit zwei symmetrischen Eingangswicklungen umfassen.
Am meisten bevorzugt ist es, wenn alle Transistoren der Vorrichtung
zum analogen Multiplizieren zweier Eingangssignale monolitisch auf einem Kristall
realisiert sind.
Weiter bevorzugt sind zumindest der erste und der zweite Feldeffekttransistor
Sperrschicht-Feldeffekttransistoren, am meisten bevorzugt Sperrschicht-Feldeffekttransistoren
mit elektrisch isoliertem Gate, insbesondere MOS-Transistoren.
Ferner wird gemäß der Erfindung ein Verfahren zur analogen Multiplikation
zweier Eingangssignale bereitgestellt, welches folgende Schritte umfasst:
– Bereitstellen von zumindest zwei Feldeffekttransistoren des gleichen
Leitfähigkeitstyps und mit im wesentlichen gleichem Transkonduktanzfaktor und im
wesentlichen gleicher Schwellspannung, wobei die beiden Feldeffekttransistoren jeweils
einen Source-, einen Gate- und einen Drainanschluss aufweisen und der Sourceanschluss
des ersten Feldeffekttransistors elektrisch mit dem Sourceanschluss des zweiten
Feldeffekttransistors verbunden ist, wobei der Gateanschluss des ersten Feldeffekttransistors
einen ersten Eingangsknoten und der Gateanschluss des zweiten Feldeffekttransistors
einen zweiten Eingangsknoten bilden und wobei ein erstes Vin1 der Eingangssignale
die Potentialdifferenz zwischen dem ersten und dem zweiten Eingangsknoten darstellt;
– Betreiben der beiden Feldeffekttransistoren im Widerstandsbereich, wobei
die Drain-Source-Spannung des ersten Feldeffekttransistors im wesentlichen gleich
zu der Drain-Source-Spannung des zweiten Feldeffekttransistors ist und ein zweites
Vin2 der Eingangssignale darstellt;
– Anlegen des ersten Vin1 und des zweiten Vin2 der
Eingangssignale;
– Bilden eines dem Produkt Vin1 × Vin2 der
beiden Eingangssignale Vin1, Vin2 proportionalem Ausgangssignal
&Dgr;ID durch Bilden der Differenz zwischen einer Drain-Source-Stromstärke
ID1 des ersten Feldeffekttransistors und einer Drain-Source-Stromstärke
ID2 des zweiten Feldeffekttransistors; und
– Ausgeben des Ausgangssignals &Dgr;ID.
Erfindungsgemäß wird somit ferner ein Verfahren zum analogen Multiplizieren
zweier Eingangssignale angegeben, welches eine analoge, formal korrekte Multiplikation
zweier Eingangssignale ermöglicht. Eine derartige korrekte Multiplikation zweier
Eingangssignale war bislang nur durch digitale Multiplikationsverfahren möglich,
welche für hochfrequente Anwendungen nicht geeignet und für niederfrequente Anwendungen
oftmals zu teuer und zu stromintensiv sind. Alternativ wurde herkömmlicherweise
mit Schaltungen auf Basis der Gilbert-Zelle eine Annäherung der Multiplikation in
einem kleinen Dynamik-Bereich vorgenommen.
Die erfindugsgemäßen Vorrichtungen und Verfahren können insbesondere
Anwendung in der Mischstufe von Schaltungen des klassischen Empfängerkonzepts, dem
sogenannten Superhetkonzepts, finden. Insbesondere kann mit einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung eine vereinfachte Empfängerrealisierung erzielt werden, da auf sogenannte
Breitbandregelungen vor der Mischstufe verzichtet werden kann oder aber bei gegebenem
Aufwand eine erheblich gesteigerte Performance erreicht werden kann. Weitere Anwendungen
der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegen beispielsweise im Bereich der Pegelsteller,
Leistungsmessung, Effektivwertbildung und Vektorvoltmeter, d.h.
überall dort, wo eine korrekte Multiplikation zweier Eingangssignale erforderlich
ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand begleitender Zeichnungen bevorzugter
Ausführungsformen beispielhaft beschrieben. Es zeigt:
1 eine schematische Darstellung einer
herkömmlichen Gilbert-Zelle;
2 die statische Kennlinie der Gilbert-Zelle
von 1;
3 eine schematische Darstellung eines
herkömmlichen Feldeffekttransistors mit Zählpfeilen;
4 eine vereinfachte schematische Darstellung
einer Zusammenschaltung zweier Feldeffekttransistoren als Grundelement einer bevorzugten
erfindungsgemäßen Vorrichtung;
5 eine schematische Darstellung einer
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
6 die statische Kennlinie der in
5 gezeigte Ausführungsform; und
7 eine schematische Darstellung einer
weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Eine erste Ausführungsform der Erfindung wird mit Bezug auf
3 bis 5 beschrieben.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst zwei Feldeffekttransistoren, welche den
gleichen Leitfähigkeitstyp, im wesentlichen den gleichen Transkonduktanzfaktor und
im wesentlichen die gleiche Schwellspannung (Threshold Voltage) aufweisen.
3 zeigt einen Feldeffekttransistor mit
den zugehörigen Strom- und Spannungszählpfeilen. Der Feldeffekttransistor weist
einen Drainanschluss D, einen Sourceanschluss S und einen Gateanschluss G auf. Mit
VGS ist die Spannung Gate-Source, mit VDS die Spannung Drain-Source
und mit IDS der Drainsrom bezeichnet. Im Widerstandsbereich folgt der
Drain-Strom IDS des Feldeffekttransistors der Gleichung (1).
4 zeigt eine schematische Darstellung
eines Transistorpaars mit einem ersten T1 (linker Transitor von 4)
und einem zweiten T2 (rechter Transistor von 4) Feldeffekttransistor,
welche einen im wesentlichen gleichen Transkonduktanzfaktor B0 und eine
gleiche Schwellspannung VTH aufweisen. Der Sourceanschluss S1 des ersten
Feldeffekttransistors T1 ist elektrisch mit dem Sourceanschluss S2 des zweiten Feldeffekttransistors
T2 verbunden. Die Gate-Source-Spannung des ersten Feldeffekttransistors T1 ist als
VGS1 und die Gate-Source-Spannung des zweiten Feldeffekttransistors T2
als VGS2 bezeichnet. Beide Feldeffekttransistoren werden mit im wesentlichen
identischer Drain-Source-Spannung VDS betrieben. Der Drain-Strom des
ersten Feldeffekttransistors T1 wird mit ID1 und der Drain-Strom des
zweiten Feldeffekttransistors T2 mit ID2 bezeichnet.
Der Gateanschluss G1 des ersten Feldeffekttransistors T1 bildet einen
ersten Eingangsknoten E1 und der Gateanschluss G2 des zweiten T2 Feldeffekttransistors
einen zweiten Eingangsknoten E2. Das erste Eingangssignal Vin1 ist als
Potentialdifferenz zwischen dem ersten E1 und dem zweiten E2 Eingangsknoten anlegbar.
Das zweite Eingangssignal Vin2 ist als Drain-Source-Spannung des ersten
Feldeffekttransistors T1 und als Drain-Source-Spannung des zweiten Feldeffekttransistors
T2 anlegbar.
Die Differenz &Dgr;ID beider Drain-Ströme ID1
und ID2 stellt das Ausgangssignal dar, welches proportional zu dem Produkt
der beiden Eingangssignale Vin1 und Vin2 ist (vgl. Gleichungen
(2) und (3)). Somit ist eine formal korrekte, analoge Multiplikation der beiden
Eingangssignale Vin1 und Vin2 möglich. Die beiden Feldeffekttransistoren
T1 und T2 können insbesondere Sperrschicht-FETs, MOS-FETs oder GaAs-FETs sein.
5 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, welche im wesentlichen drei Schaltungsblöcke
B1–B3 umfasst. In dem untersten Block B1 ist das Transistorpaar mit den zwei
wie im Zusammenhang mit 4 beschriebenen miteinander
verschalteten Feldeffekttransistoren T1 und T2 im Widerstandsbereich gezeigt.
In dem mittleren Schaltungsblock B2 ist eine Spannungsfolgereinrichtung
vorgesehen, welche einen ersten BT1 und einen zweiten BT2 Bipolartransitor umfasst.
Die Spannungsfolgereinrichtung ermöglicht das Anlegen von identischen Drain-Source-Spannungen
an die beiden Feldeffekttransistoren T1 und T2.
Der Emitter und der Kollektor des ersten Bipolarentransistors BT1
und der Emitter und der Kollektor des zweiten Bipolarenransistors BT2 weisen den
gleichen Leitfähigkeitstyp wie der des ersten T1 und des zweiten T2 Feldeffekttransistors
auf. Ferner ist der Emitter des ersten Bipolartransistors BT1 mit dem Drainanschluss
des ersten Feldeffekttransistors T1 und der Emitter des zweiten Bipolartransistors
BT2 mit dem Drainanschluss des zweiten Feldeffekttransistors T2 elektrisch verbunden.
Die Basen des ersten Bipolartransistors BT1 und des zweiten Bipolartransistors
BT2 sind elektrisch miteinander verbunden und bilden somit den Spannungsfolgereingang
SE. Das zweite Eingangssignal Vin2 ist durch Anlegen eines Spannungsfolgereingangssignals
an den Spannungsfolgereingang SE anlegbar, wobei das Spannungsfolgereingangssignal
ein Strom- oder Spannungssignal sein kann, welches proportional zu Vin2
ist. Der Kollektor des ersten Bipolartransistors BT1 bildet einen ersten Ausgangsknoten
A1 und der Kollektoranschluss des zweiten Bipolartransistors BT2 einen zweiten Ausgangsknoten
A2.
Statt Bipolartansistoren können auch Feldeffekttransistoren eingesetzt
werden. Eine beispielhafte Ausführungsform, welche eine Spannungsfolgereinrichtung
mit Feldeffekttransistoren umfasst, ist ähnlich zu der in 5
gezeigten Spannungsfolgereinrichtung mit Bipolartransistoren aufgebaut. Statt der
beiden Bipolartransistoren BT1 und BT2 werden zwei Feldeffekttransitoren des gleichen
Leitfähigkeitstyps wie der des ersten und des zweiten Feldeftekttransistors eingesetzt,
d.h. die Schaltung weist zusätzlich zu den zwei eingangs beschriebenen Feldeffekttransistoren
T1 und T2 auch einen dritten und einen vierten Feldeffekttransistor mit jeweils
einem Source-, einem Gate- und einem Drainanschluss auf.
Der Sourceanschluss des dritten Feldeffekttransistors ist in diesem
Fall mit dem Drainanschluss D1 des ersten Feldeffekttransistors T1 und der Sourceanschluss
des vierten Feldeffekttransistors mit dem Drainanschluss D2 des zweiten Feldeffekttransistors
T2 elektrisch verbunden. Der Gateanschluss des dritten Feldeffekttransistors ist
mit dem Gateanschluss des vierten Feldeffekttransistors elektrisch verbunden und
bildet den Spannungsfolgereingang SE. Der Drainanschluss des dritten Feldeffekttransistors
bildet somit den ersten Ausgangsknoten A1 und der Drainanschluss des vierten Feldeffekttransistors
den zweiten Ausgangsknoten A2.
Der oberste Schaltungsblock B3 in 5 zeigt
eine Stromspiegeleinrichtung, welche in dieser Ausführungsform zwei Bipolartransistoren
BT3 und BT4 mit jeweils einer Basis, einem Emitter und einem Kollektor umfasst,
wobei der Emitter und die Basis der Bipolartransistoren BT3 und BT4 der Stromspiegeleinrichtung
den entgegengesetzten Leitfähigeitstyp wie derjenige des ersten T1 und des zweiten
T2 Feldeffekttransistors aufweisen.
Die Basen der beiden Bipolartransistoren BT3 und BT4 der Stromspiegeleinrichtung
sind elektrisch miteinander verbunden und die zwei Bipolartransistoren werden mit
gleichen Basis-Emitter-Spannungen betrieben. Der Kollektor des ersten Bipolartransistors
BT3 der Stromspiegeleinrichtung ist mit dem ersten Ausgangsknoten A1 und der Kollektor
des zweiten Bipolartransistors BT4 mit dem zweiten Ausgangsknoten A2 elektrisch
verbunden. Somit bildet die Stromspiegeleinrichtung zu einem in den ersten Ausgangsknoten
A1 fließenden Strom einen Spiegelstrom gleicher Stromstärke, welcher in den zweiten
Ausgangsknoten A2 fließt, wobei das Ausgangssignal &Dgr;ID an dem zweiten
Ausgangsknoten A2 abgreifbar ist.
Insbesondere werden die Drain-Ströme ID1 und ID2
des ersten T1 und des zweiten T2 Feldeffekttransistors von der Spannungsfolgereinrichtung
durch jeweils den ersten A1 und den zweiten Ausgangsknoten A2 in die Stromspiegeleinrichtung
weitergeleitet, welche den Drain-Strom ID1 des ersten Feldeffekttransistors
T1 durch den linken Zweig der Stromspiegeleinrichtung in den rechten Zweig der Stromspiegeleinrichtung
nochmals einspeist. Wenn der Knoten mit der Bezeichnung Iout niederohmig
belastet wird, berechnet sich Iout zu der gewünschten Stromdifferenz
ID1 – ID2 gemäß Gleichungen (2) und (3).
Bei der in 5 gezeigten Ausführungsform
ist die Stromspiegeleinrichtung mit Bipolartransistoren ausgebildet. Die Stromspiegeleinrichtung
kann alternativ jedoch auch mit Feldeffekttransistoren ausgebildet werden. Die Feldeffekttransistoren,
welche den Stromspiegel bilden, sind in diesem Fall Feldeffekttransistoren mit entgegengesetztem
Leitfähigkeitstyp zu denjenigen des ersten Schaltungsblocks B1, d.h. wenn der erste
T1 und der zweite T2 Feldeffekttransistor n-Kana-Feldeffekttransistoren sind, sind
die Feldeffekttransistoren der Stromspiegeleinrichtung als p-Kanal-Feldeffekttransistoren
ausgeführt.
Die Gateanschlüsse der zwei Feldeffekttransistoren der Stromspiegeleinrichtung
sind elektrisch miteinander verbunden, und die zwei Feldeffekttransistoren weisen
gleiche Source-Gate-Spannungen auf. Der Drainanschluss des ersten Feldeffekttransistors
der Stromspiegeleinrichtung ist mit dem ersten Ausgangsknoten A1 und der Drainanschluss
des zweiten Feldeffekttransistors mit dem zweiten Ausgangsknoten A2 elektrisch verbunden.
Somit bildet die Stromspiegeleinrichtung zu einem in den ersten Ausgangsknoten A1
fließenden Strom einen Spiegelstrom gleicher Stromstärke, welcher in den zweiten
Ausgangsknoten A2 fließt, wobei das Ausgangssignal &Dgr;ID an dem zweiten
Ausgangsknoten A2 abgreifbar ist.
6 zeigt die statische Kennlinie, d.h.
den Verlauf einer Ausgangsspannung Vout in Abhängigkeit von dem Eingangssignal
Vin1 der in die 5 gezeigten erfindungsgemäßen
Ausführungsform. Die gezeigte Kennlinie wurde durch eine numerische Simulation der
in 5 gezeigten Schaltung erhalten, wobei auf eine Stromspiegeleinrichtung
verzichtet wurde. An den Ausgangsknoten wurde jeweils ein Widerstand eingesetzt
und die Differenz der Spannungsabfälle an beiden Widerständen, welche als Vout
bezeichnet ist, in 6 normiert aufgetragen. Dabei wurde
bei der Normierung der größten vorkommenden Spannungsdifferenz der Wert "1V" und
der kleinsten vorkommenden Spannungsdifferenz der Wert "–1V" zugewiesen, was
durch die richtige Wahl der Widerständen nach dem ohmschen Gesetz immer möglich
ist. Vout ist somit proportional zu der Differenz der beiden Drain-Ströme
ID1 – ID2. Auf der Abszisse ist die Eingangsspannung
Vin1 in Volt aufgetragen, welche als Differenzspannung VGS1
– VGS2 zwischen den Gateanschlüssen des ersten und des zweiten
Feldeffekttransistors anliegt.
In 6 ist eine Serie von Kennlinien L1
bis L5 mit unterschiedlichen Drain-Source Spannungen dargestellt, d.h. Kennlinien
für unterschiedliche Vin2. Kennlinie L1 zeigt den Verlauf Vout
als Funktion von Vin1 bei Vin2 = 1,6 V, Kennlinie L2 bei Vin2
= 1,4 V, Kennlinie L3 bei Vin2 = 1,2 V, Kennlinie L4 bei Vin2
= 1,0 V und Kennlinie L5 bei Vin2 = 0,8 V. Wie aus 6
ersichtlich verläuft die statische Kennlinie als eine lineare Kennlinie in einem
Bereich von ±2 V um Vin1= 0, d.h. einem erheblich größeren Linearitätsbereich
gegenüber demjenigen einer herkömmlichen Gilbert-Zelle. Die statische Kennlinie
der in 5 gezeigten Schaltung ist durch Simulation der
in 5 gezeigten Schaltung mit grundlegenden JFET-Modellen
erhalten. Eine weitere Steigerung des linearen Bereichs ist durch Verwendung von
MOSFETS statt JFETs möglich.
Wie aus den in 6 gezeigten Kennlinien
ersichtlich ist, ist eine Multiplikation Vin1 × Vin2
für positive Werte möglich. Um auch negative Eingangssignale erfassen zu können,
kommt vorzugsweise eine bevorzugte Variante einer erfindungsgemäßen Ausführungsform
zum Einsatz, welche in 7 dargestellt ist. Die in
7 gezeigte Ausführungsform stellt einen sogenannten
Double-Balanced-Mixer dar, welcher im wesentlichen zwei kreuzweise verschaltete
Schaltungen gemäß 5 umfasst.
Die in 7 gezeigte Ausführungsform umfasst
zwei Transistorpaare I und II, mit jeweils einem ersten T1 und einem zweiten T2
Feldeffekttransistor. Die Feldeffekttransistoren der beiden Transistorpaare I und
II weisen den gleichen Leitfähigkeitstyp, einen im wesentlichen gleichen Transkonduktanzfaktor
und eine im wesentlichen gleiche Schwellspannung auf.
Die Sourceanschlüsse S1 und S2 der ersten T1 und der zweiten T2 Feldeffekttransistoren
des ersten I und des zweiten II Transistorpaars sind elektrisch miteinander verbunden
und vorzugsweise auf ein vorbestimmtes Bezugspotential gelegt. Die Gateanschlüsse
G1 und G2 der ersten Feldeffekttransistoren T1 des ersten I und des zweiten II Transistorpaars
sind miteinander elektrisch verbunden und bilden den ersten Eingangsknoten. Die
Gateanschlüsse G2 der zweiten Feldeffekttransistoren T2 des ersten I und des zweiten
II Transistorpaars sind ebenfalls elektrisch miteinander verbunden und bilden den
zweiten Eingangsknoten. Das erste Eingangssignal Vin1 ist als Potentialdifferenz
zwischen dem ersten und dem zweiten Eingangsknoten anlegbar.
Der erste T1 und der zweite T2 Feldeffekttransistor des ersten Transistorpaars
I werden mit der gleichen Drain-Source Spannung VIDS betrieben.
Das gleiche gilt für den ersten T1 und den zweiten T2 Feldeffekttransistor des zweiten
Transistorpaars II, welche mit der gleichen Drain-Source-Spannung VIIDS
betrieben werden.
Ferner weist die in 7 gezeigte Ausführungsform
zwei Spannungsfolgereinrichtungen SF1 und SF2 mit jeweils einem ersten BT1 und einem
zweiten BT2 Bipolartransistor auf. Der Emitter und der Kollektor der ersten BT1
und der zweiten BT2 Bipolartransistoren weisen den gleichen Leitfähigkeitstyp wie
derjenige des ersten T1 und des zweiten T2 Feldeftekttransistors auf.
Der Emitter des ersten Bipolartransistors BT1 der ersten Spannungsfolgereinrichtung
SF1 ist mit dem Drainanschluss D1 des ersten Feldeffekttransistors
T1 des ersten Transistorpaars I und der Emitter des zweiten Bipolartransistors BT2
der ersten Spannungsfolgereinrichtung SF1 ist mit dem Drainanschluss D2 des zweiten
Feldeffekttransistors T2 des ersten Transistorpaars I elektrisch verbunden. Der
Emitter des ersten Bipolartransistors BT1 der zweiten Spannungsfolgereinrichtung
SF2 ist mit dem Drainanschluss D1 des ersten Feldeffekttransistors T1 des zweiten
Transistorpaars II und der Emitter des zweiten Bipolartransistors BT2 der zweiten
Spannungsfolgereinrichtung SF2 ist mit dem Drainanschluss D2 des zweiten Feldeffekttransistors
T2 des zweiten Transistorpaars II elektrisch verbunden. Die Basen des ersten BT1
und des zweiten BT2 Bipolartransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung SF1
sind elektrisch miteinander verbunden und bilden somit den Spannungsfolgereingang
SE1 der ersten Spannungsfolgereinrichtung SF1. Die Basen des ersten BT1 und des
zweiten BT2 Bipolartransistors der zweiten Spannungsfolgereinrichtung SF2 sind elektrisch
miteinander verbunden und bilden somit den Spannungsfolgereingang SE2 der zweiten
Spannungsfolgereinrichtung SF2.
Das zweite Eingangssignal Vin2 ist durch Anlegen eines
Spannungsfolgereingangssignals, welches ein Strom- oder Spannungssignal sein kann,
als Potentialdifferenz zwischen dem Spannungsfolgereingang SE1 der ersten Spannungsfolgereinrichtung
SF1 und dem Spannungsfolgereingang SE2 der zweiten Spannungsfolgereinrichtung SF2
anlegbar.
Ferner ist der Kollektor des ersten Bipolartransistors BT1 der ersten
Spannungsfolgereinrichtung SF1 elektrisch mit dem Kollektor des zweiten Bipolartransistors
BT2 der zweiten Spannungsfolgereinrichtung SF2 verbunden und bildet einen ersten
Ausgangsknoten A1. Der Kollektor des zweiten Bipolartransistors BT2 der ersten Spannungsfolgereinrichtung
SF1 ist elektrisch mit dem Kollektor des ersten Bipolartransistors BT1 der zweiten
Spannungsfolgereinrichtung SF2 verbunden und bildet einen zweiten Ausgangsknoten
A2. Der erste A1 und der zweite A2 Ausgangsknoten sind an die Stromspiegeleinrichtung
angeschlossen.
Die Stromspiegeleinrichtung der in 7
gezeigten Ausführungsform umfasst vorzugsweise zwei Bipolartransistoren BT3 und
BT4 mit jeweils einer Basis, einem Emitter und einem Kollektor, wobei der Emitter
und die Basis der Bipolartransistoren BT3 und BT4 der Stromspiegeleinrichtung den
entgegengesetzten Leitfähigeitstyp wie derjenige des ersten T1 und des zweiten T2
Feldeftekttransistors aufweisen.
Die Basen der zwei Bipolartransistoren BT3 und BT4 der Stromspiegeleinrichtung
sind elektrisch miteinander verbunden und die zwei Bipolartransistoren BT3 und BT4
werden mit der gleichen Basis-Emitter-Spannung betrieben. Der Kollektor des ersten
Bipolartransistors BT3 der Stromspiegeleinrichtung ist mit dem ersten Ausgangsknoten
A1 und der Kollektor des zweiten Bipolartransistors BT4 mit dem zweiten Ausgangsknoten
A2 elektrisch verbunden. Somit bildet die Stromspiegeleinrichtung zu einem in den
ersten Ausgangsknoten A1 fließenden Strom einen Spiegelstrom gleicher Stromstärke,
welcher in den zweiten Ausgangsknoten A2 fließt, wobei das Ausgangssignal &Dgr;ID
an dem zweiten Ausgangsknoten A2 abgreifbar ist.
Insbesondere wird der Drain-Strom IID1 des
ersten Feldeffekttransistors T1 des ersten Transistorpaars I und der Drain-Strom
IIID2 des zweiten Feldeffekttransistors T2 des zweiten
Transistorpaars II durch den ersten Ausgangsknoten A1 von der Spannungsfolgereinrichtung
in die Stromspiegeleinrichtung weitergeleitet. Ferner wird der Drain-Strom IID2
des zweiten Feldeftekttransistors T2 des ersten Transistorpaars I und der Drain-Strom
IIID1, des ersten Feldeffekttransistors T1 des zweiten
Transistorpaars II durch den zweiten Ausgangsknoten A2 in die Stromspiegeleinrichtung
weitergeleitet.
Die Stromspiegeleinrichtung spiegelt die Summe der Drain-Ströme IID1
+ IIID2 in dem linken Zweig der Stromspiegeleinrichtung
wie in 7 gezeigt, von oben in den rechten Zweig der
Stromspiegeleinrichtung nochmals ein. Wenn der mit Iout bezeichnete Knoten
dann niederohmig belastet wird, berechnet sich Iout zu (IID1
+ IIID2) – (IID2 + IIID1)
was nach Gleichung (9) erforderlich ist.
Die Stromspiegeleinrichtung kann ferner wie oben beschrieben Feldeffekttransistoren
statt Bipolartransistoren aufweisen.
DDrainanschlussGGatenanschlussSSourceanschlussT1erster FeldeffekttransistorD1Drainanschluss des ersten FeldeffekttransistorsG1Gatenanschluss des ersten FeldeffekttransistorsS1Sourceanschluss des ersten FeldeffekttransistorsT2zweiter FeldeffekttransistorD2Drainanschluss des zweiten FeldeffekttransistorsG2Gatenanschluss des zweiten FeldeffekttransistorsS2Sourceanschluss des zweiten FeldeffekttransistorsBT1–BT4BipolartransistorenE1erster EingangsknotenE1zweiter EingangsknotenSF1, SF2erste bzw. zweite SpannungsfolgereinrichtungSESpannungsfolgereingangSE1Spannungsfolgereingang der ersten SpannungsfolgereinrichtungSE2Spannungsfolgereingang der zweiten SpannungsfolgereinrichtungA1erster AusgangsknotenA2zweiter AusgangsknotenIerstes TransistorpaarIIzweites TransistorpaarVin1erstes EingangssignalVin2zweites EingangssignalID1Drain-Strom des ersten FeldeftekttransistorsID2Drain-Strom des zweiten FeldeftekttransistorsIID1Drain-Strom des ersten Feldeftekttransistors
des zweitenTransistorpaarsIIID1Drain-Strom des ersten Feldeftekttransistors
deszweiten TransistorpaarsIID2Drain-Strom des zweiten Feldeftekttransistors
des erstenTransistorpaarsIIID2Drain-Strom des zweiten Feldeftekttransistors
des zweitenTransistorpaarsVGS1Gate-Source-Spannung des ersten FeldeftekttransistorsVGS2Gate-Source-Spannung des zweiten FeldeftekttransistorsVDSDrain-Source-Spannung des ersten und des zweitenFeldeftekttransistorsL1–L5statische KennlinienB1–B3Schaltungsblöcke
Anspruch[de]
Vorrichtung zum analogen Multiplizieren zweier Eingangssignale (Vin1,
Vin2), umfassend:
– zumindest einen ersten (T1) und zumindest einen zweiten (T2) Feldeffekttransistor,
wobei die beiden Feldeffekttransistoren (T1, T2) den gleichen Leitfähigkeitstyp
und einen im wesentlichen gleichen Transkonduktanzfaktor und eine im wesentlichen
gleiche Schwellspannung aufweisen und jeweils einen Source- (S1, S2), einen Gate-
(G1, G2) und einen Drainanschluss (D1, D2) aufweisen, wobei der Sourceanschluss
(S1) des ersten Feldeffekttransistors (T1) elektrisch mit dem Sourceanschluss (S2)
des zweiten Feldeffekttransistors (T2) verbunden ist, wobei der Gateanschluss (G1)
des ersten Feldeffekttransistors (T1) einen ersten Eingangsknoten (E1) und der Gateanschluss
(G2) des zweiten Feldeffekttransistors (T2) einen zweiten Eingangsknoten (E2) bildet
und ein erstes Vin1 der Eingangssignale als Potentialdifferenz zwischen
dem ersten (E1) und dem zweiten (E2) Eingangsknoten anlegbar ist und ein zweites
Vin2 der Eingangssignale als Drain-Source-Spannung (VDS) des
ersten Feldeffekttransistors (T1) und des zweiten Feldeffekttransistors (T2) anlegbar
ist; und
– zumindest eine Stromdifferenzbildungseinrichtung, welche zum Bilden eines
dem Produkt der beiden Eingangssignale Vin1, Vin2 proportionalem
Ausgangssignal &Dgr;ID = ID1 – ID2 durch
Bilden der Differenz zwischen einer Drain-Source-Stromstärke ID1 des
ersten Feldeffekttransistors (T1) und einer Drain-Source-Stromstärke ID2
des zweiten Feldeffekttransistors (T2) ausgelegt ist.
Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Stromdifferenzbildungseinrichtung
zumindest eine Spannungsfolgereinrichtung mit einem Spannungsfolgerein(SE) und zwei
Spannungsfolgerausgängen umfasst, wobei das zweite Eingangssignal
Vin2 durch Anlegen eines Spannungsfolgereingangssignals an den Spannungsfolgereingang
(SE) anlegbar ist.
Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei
– die Spannungsfolgereinrichtung einen ersten (BT1) und einen zweiten Bipolartransistor
(BT2) mit jeweils einem Emitter, einer Basis und einem Kollektor umfasst,
– der Emitter und der Kollektor des ersten (BT1) und des zweiten Bipolartransistors
(BT2) den gleichen Leitfähigkeitstyp wie derjenige des ersten (T1) und des zweiten
(T2) Feldeffekttransistors aufweisen,
– der Emitter des ersten Bipolartransistors (BT1) mit dem Drainanschluss (D1)
des ersten Feldeffekttransistors (T1) und der Emitter des zweiten Bipolartransistors
(BT2) mit dem Drainanschluss (D2) des zweiten Feldeffekttransistors (T2) elektrisch
verbunden ist,
– die Basis des ersten Bipolartransistors (BT1) mit der Basis des zweiten
Bipolartransistors (BT2) elektrisch verbunden ist und
– die Basen der Bipolartransistoren (BT1, BT2) den Spannungsfolgereingang
(SE) bilden.
Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei der Kollektor des ersten Bipolartransistors
(BT1) einen ersten Ausgangsknoten (A1) und der Kollektoranschluss des zweiten bipolaren
Transistors (BT2) einen zweiten Ausgangsknoten (A2) bildet und die Stromdifferenzbildungseinrichtung
ausgelegt ist, das Ausgangssignal &Dgr;ID durch Bilden der Differenz
zwischen einer Kollektor-Emitter-Stromstärke des ersten Bipolartransistors (BT1)
und einer Kollektor-Emitter-Stromstärke des zweiten Bipolartransistors (BT2) zu
bilden.
Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei
– die Spannungsfolgereinrichtung einen dritten und einen vierten Feldeffekttransistor
mit jeweils einem Source-, einem Gate- und einem Drainanschluss umfasst,
– der dritte und der vierte Feldeffekttransistor den gleichen Leitfähigkeitstyp
wie derjenige des ersten (T1) und des zweiten (T2) Feldeffekttransistors aufweisen,
– der Sourceanschluss des dritten Feldeffekttransistors mit dem Drainanschluss
(D1) des ersten Feldeffekttransistors (T1) und der Sourceanschluss des vierten Feldeffekttransistors
mit dem Drainanschluss (D2) des zweiten Feldeffekttransistors (T2) elektrisch verbunden
ist,
– der Gateanschluss des dritten Feldeffekttransistors mit dem Gateanschluss
des vierten Feldeffekttransistors elektrisch verbunden ist und
– die Gateanschlüsse des dritten und vierten Feldeffekttransistors den Spannungsfolgereingang
(SE) bilden.
Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei der Drainanschluss des dritten Feldeffektransistrors
einen ersten Ausgangsknoten (A1) und der Drainanschluss des vierten Feldeffektransistrors
einen zweiten Ausgangsknoten (A2) bildet und die Stromdifferenzbildungseinrichtung
ausgelegt ist, das Ausgangssignal &Dgr;ID durch Bilden der Differenz
zwischen einer Drain-Source-Stromstärke des dritten Feldeffekttransistors und einer
Drain-Source-Stromstärke des vierten Feldeffekttransistors zu bilden.
Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Stromdifferenzbildungseinrichtung
zumindest eine Stromspiegeleinrichtung umfasst.
Vorrichtung nach Anspruch 7 mit Anspruch 4 oder 6, wobei die Stromspiegeleinrichtung
ausgelegt ist, zu einem in den ersten Ausgangsknoten (A1) fließenden Strom einen
Spiegelstrom gleicher Stromstärke zu bilden, welcher in den zweiten Ausgangsknoten
(A2) fließt, wobei das Ausgangssignal &Dgr;ID an dem zweiten Ausgangsknoten
(A2) abgreifbar ist.
Vorrichtung nach Anspruch 7 mit Anspruch 4 oder 6, wobei die Stromspiegeleinrichtung
ausgelegt ist, zu einem in den zweiten Ausgangsknoten (A2) fließenden Strom einen
Spiegelstrom gleicher Stromstärke zu bilden, welcher in den ersten Ausgangsknoten
(A1) fließt, wobei das negative Ausgangssignal –&Dgr;ID an dem
ersten Ausgangsknoten (A1) abgreifbar ist.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei die Stromspiegelreinrichtung
zwei Feldeffekttransistoren mit entgegengesetztem Leitfähigkeitstyp wie derjenige
des ersten und des zweiten Feldeffekttransistors aufweist.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei die Stromspiegelreinrichtung
zwei Bipolartransistoren (BT3, BT4) mit jeweils einer Basis, Emitter und Kollektor
aufweist, wobei der Emitter und die Basis der Bipolartransistoren (BT3, BT4) der
Stromspiegeleinrichtung den entgegengesetzten Leitfähigeitstyp wie derjenige des
ersten (T1) und des zweiten (T2) Feldeffekttransistors aufweist.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Stromdifferenzbildungseinrichtung
zumindest einen Übertrager mit zwei symmetrischen Eingangswicklungen umfasst.
Vorrichtung zur Multiplikation zweier Eingangssignale (Vin1,
Vin2), umfassend:
– zumindest zwei Transistorpaare (I, II) mit jeweils einem ersten (T1) und
einem zweiten (T2) Feldeffekttransistor, wobei
– die Feldeffekttransistoren (T1, T2) der beiden Transistorpaare (I, II) den
gleichen Leitfähigkeitstyp und einen im wesentlichen gleichen Transkonduktanzfaktor
und eine im wesentlichen gleiche Schwellspannung aufweisen und jeweils einen Source-
(S1, S2), einen Gate- (G1, G2) und einen Drainanschluss (D1, D2) aufweisen,
– die Sourceanschlüsse (S1, S2) der ersten und der zweiten Feleffekttransistoren
des ersten (I) und des zweiten (II) Transistorpaars elektrisch miteinander verbunden
sind;
– der Gateanschluss (G1) des ersten Feldeftekttransistors (T1) des ersten
Transistorpaars (I) mit dem Gateanschluss (G1) des ersten Feldeffekttransistors
(T1) des zweiten Transistorpaars (II) elektrisch verbunden ist und den ersten Eingangsknoten
bildet;
– der Gateanschluss (G2) des zweiten Feldeffekttransistor (T2) des ersten
Transistorpaars (I) mit dem Gateanschluss (G2) des zweiten Feldeffekttransistors
(T2) des zweiten Transistorpaars (II) elektrisch verbunden ist und den zweiten Eingangsknoten
bildet;
– ein erstes Vin1 der Eingangssignale als Potentialdifferenz zwischen
dem ersten und dem zweiten Eingangsknoten anlegbar ist;
– ein zweites Vin2 der Eingangssignale als Spannungsunterschied
Vin2 zwischen einer Drain-Source-Spannung (VIDS
= VIIDS + Vin2) des ersten Feldeffekttransistors
(T1) und des zweiten Feldeffekttransistors (T2) des ersten Transistorpaars (I) gegenüber
einer Drain-Source-Spannung (VIIDS) des ersten Feldeffekttransistors
(T1) und des zweiten Feldeffekttransistors (T2) des zweiten Transistorpaars (II)
anlegbar ist; und
– zumindest eine Stromdifferenzbildungseinrichtung, welche zum Bilden eines
dem Produkt der beiden Eingangssignale Vin1, Vin2 proportionalem
Ausgangssignal &Dgr;ID = &Dgr;IID – &Dgr;IIID
durch Bilden der Differenz zwischen
– einer Differenzstromstärke &Dgr;IID einer Drain-Source-Stromstärke
IID1 des ersten Feldeffekttransistors (T1) und einer Drain-Source-Stromstärke
IID2 des zweiten Feldeffekttransistors (T2) des jeweils
ersten Transistorpaars (I) und
– einer Differenzstromstärke &Dgr;IIID einer Drain-Source-Stromstärke
IIID1 des ersten Feldeffekttransistors (T1) und einer
Drain-Source-Stromstärke IIID2 des zweiten Feldeffekttransistors
(T2) des jeweils zweiten Transistorpaars (II) ausgelegt ist.
Vorrichtung nach Anspruch 13, wobei die Stromdifferenzbildungseinrichtung
zumindest zwei Spannungsfolgereinrichtungen (SF1, SF2) mit jeweils einem Spannungsfolgerein-
(SE1, SE2) und zwei Spannungsfolgerausgängen umfasst, wobei das zweite Eingangssignal
Vin2 durch Anlegen eines Spannungsfolgereingangssignals als Potentialdifferenz
zwischen dem Spannungsfolgereingang (SE1) der ersten Spannungsfolgereinrichtung
und dem Spannungsfolgereingang (SE2) der zweiten Spannungsfolgereinrichtung anlegbar
ist.
Vorrichtung nach Anspruch 14, wobei
– die erste (SF1) und die zweite (SF2) Spannungsfolgereinrichtung jeweils
einen ersten (BT1) und einen zweiten (BT2) Bipolartransistor mit jeweils einem Emitter,
einer Basis und einem Kollektor umfassen,
– der Emitter und der Kollektor der ersten (BT1) und der zweiten (BT2) Bipolartransistoren
den gleichen Leitfähigkeitstyp wie derjenige des ersten (T1) und des zweiten (T2)
Feldeftekttransistors aufweisen,
– der Emitter des ersten Bipolartransistors (BT1) der ersten Spannungsfolgereinrichtung
(SF1) mit dem Drainanschluss (D1) des ersten Feldeffekttransistors (T1) des ersten
Transistorpaars (I) und der Emitter des zweiten Bipolartransistors (BT2) der ersten
Spannungsfolgereinrichtung (SF1) mit dem Drainanschluss (D2) des zweiten Feldeffekttransistors
(T2) des ersten Transistorpaars (I) elektrisch verbunden ist,
– der Emitter des ersten Bipolartransistors (BT1) der zweiten Spannungsfolgereinrichtung
(SF2) mit dem Drainanschluss (D1) des ersten Feldeffekttransistors (T1) des zweiten
Transistorpaars (II) und der Emitter des zweiten Bipolartransistors (BT2) der zweiten
Spannungsfolgereinrichtung (SF2) mit dem Drainanschluss (D2) des zweiten Feldeffekttransistors
(T2) des zweiten Transistorpaars (II) elektrisch verbunden ist,
– die Basen des ersten (BT1) und des zweiten (BT2) Bipolartransistors der
ersten Spannungsfolgereinrichtung (SF1) elektrisch miteinander verbunden sind;
– die Basen des ersten (BT1) und des zweiten (BT2) Bipolartransistors der
zweiten Spannungsfolgereinrichtung (SF2) elektrisch miteinander verbunden sind;
und
– die Basen der Bipolartransistoren der ersten (SF1) und der zweiten (SF2)
Spannungsfolgereinrichtung die beiden Spannungsfolgereingänge (SE1, SE2) bilden.
Vorrichtung nach Anspruch 15, wobei
– der Kollektor des ersten Bipolartransistors (BT1) der ersten Spannungsfolgereinrichtung
(SF1) elektrisch mit dem Kollektor des zweiten Bipolartransistors
(BT2) der zweiten Spannungsfolgereinrichtung (SF2) verbunden ist;
– der Kollektor des zweiten Bipolartransistors (BT2) der ersten Spannungsfolgereinrichtung
(SF1) elektrisch mit dem Kollektor des ersten Bipolartransistors (BT1) der zweiten
Spannungsfolgereinrichtung (SF2) verbunden ist;
– die Stromdifferenzbildungseinrichtung ausgelegt ist, das Ausgangssignal
&Dgr;ID durch Bilden der Differenz zwischen
– der Summe einer Kollektor-Emitter-Stromstärke des ersten Bipolartransistors
(BT1) der ersten Spannungsfolgereinrichtung (SF1) und einer Kollektor-Emitter-Stromstärke
des zweiten Bipolartransistors (BT2) der zweiten Spannungsfolgereinrichtung (SF2)
und
– der Summe einer Kollektor-Emitter-Stromstärke des zweiten Bipolartransistors
(BT2) der zweiten Spannungsfolgereinrichtung (SF2) und einer Kollektor-Emitter-Stromstärke
des ersten Bipolartransistors (BT1) der ersten Spannungsfolgereinrichtung
zu bilden.
Vorrichtung nach Anspruch 14, wobei
– die erste und die zweite Spannungsfolgereinrichtung jeweils einen dritten
und jeweils einen vierten Feldeffekttransistor mit jeweils einem Source-, einem
Gate und einem Drainanschluss umfasst,
– die dritten und die vierten Feldeffekttransistoren den gleichen Leitfähigkeitstyp
wie derjenige des ersten und des zweiten Feldeffekttransistors aufweisen,
– der Sourceanschluss des dritten Feldeffekttransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung
mit dem Drainanschluss des ersten Feldeffekttransistors des ersten Transistorpaars
und der Sourceanschluss des vierten Feldeffekttransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung
mit dem Drainanschluss des zweiten Feldeftekttransistors des ersten Transistorpaars
elektrisch verbunden ist,
– der Sourceanschluss des dritten Feldeffekttransistors der zweiten Spannungsfolgereinrichtung
mit dem Drainanschluss des ersten Feldeffekttransistors des zweiten Transistorpaars
und der Sourceanschluss des vierten Feldeffekttransistors der zweiten Spannungsfolgereinrichtung
mit dem Drainanschluss des zweiten Feldeftekttransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung
elektrisch verbunden ist,
– der Gateanschluss des dritten Feldeffekttransistors mit dem Gateanschluss
des vierten Feldeffekttransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung elektrisch
verbunden ist;
– der Gateanschluss des dritten Feldeftekttransistors mit dem Gateanschluss
des vierten Feldeffekttransistors der zweiten Spannungsfolgereinrichtung elektrisch
verbunden ist; und
– die Gateanschlüsse der ersten und der zweiten Spannungsfolgereinrichtung
die beiden Spannungsfolgereingänge bilden.
Vorrichtung nach Anspruch 17, wobei
– der Drainanschluss des dritten Feldeffekttransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung
(SF1) elektrisch mit dem Drainanschluss des vierten Feldeffekttransistors der zweiten
Spannungsfolgereinrichtung (SF2) verbunden ist;
– der Drainanschluss des vierten Feldeftekttransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung
(SF1) elektrisch mit dem Drainanschluss des dritten Feldeffekttransistors der zweiten
Spannungsfolgereinrichtung (SF2) verbunden ist;
– die Stromdifferenzbildungseinrichtung ausgelegt ist, das Ausgangssignal
&Dgr;ID durch Bilden der Differenz zwischen
– der Summe einer Drain-Source-Stromstärke des dritten Feldeffekttransistors
der ersten Spannungsfolgereinrichtung (SF1) und einer Drain-Source-Stromstärke des
vierten Feldeffekttransistors der zweiten Spannungsfolgereinrichtung (SF2) und
– der Summe einer Drain-Source-Stromstärke des dritten Feldeftekttransistors
der zweiten Spannungsfolgereinrichtung (SF2) und einer Drain-Source-Stromstärke
des vierten Feldeffekttransistors der ersten Spannungsfolgereinrichtung (SF1) zu
bilden.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 18, wobei die Stromdifferenzbildungseinrichtung
zumindest eine Stromspiegeleinrichtung umfasst.
Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei alle Transistoren
monolitisch auf einem Kristall realisiert sind.
Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei zumindest
der erste (T1) und der zweite (T2) Feldeffekttransistor Sperrschicht-Feldeffekttransistoren
sind.
Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei zumindest
der erste (T2) und der zweite (T2) Feldeffekttransistor Sperrschicht-Feldeffekttransistoren
mit elektrisch isoliertem Gate, insbesondere MOS-Transistoren sind.
Verfahren zur analogen Multiplikation zweier Eingangssignale (Vin1,
Vin2), umfassend folgende Schritte:
– Bereitstellen von zumindest zwei Feldeffekttransistoren (T1, T2) des gleichen
Leitfähigkeitstyps und mit im wesentlichen gleichem Transkonduktanzfaktor und im
wesentlichen gleicher Schwellspannung, wobei die beiden Feldeffekttransistoren (T1,
T2) jeweils einen Source- (S1, S2), einen Gate- (G1, G2) und einen Drainanschluss
(D1, D2) aufweisen und der Sourceanschluss (S1) des ersten Feldeftekttransistors
(T1) elektrisch mit dem Sourceanschluss (S2) des zweiten Feldeffekttransistors (T2)
verbunden ist, wobei der Gateanschluss (G1) des ersten Feldeffekttransistors (T1)
einen ersten Eingangsknoten (E1) und der Gateanschluss (G2) des zweiten Feldeffekttransistors
(T2) einen zweiten Eingangsknoten (E2) bilden und wobei ein erstes Vin1
der Eingangssignale die Potentialdifferenz zwischen dem ersten (E1) und dem zweiten
Eingangsknoten (E2) darstellt;
– Betreiben der beiden Feldeffekttransistoren (T1, T2) im Widerstandsbereich,
wobei die Drain-Source-Spannung (VDS) des ersten Feldeftekttransistors
(T1) im wesentlichen gleich zu der Drain-Source-Spannung (VDS) des zweiten
Feldeftekttransistors (T2) ist und ein zweites Vin2 der Eingangssignale
darstellt;
– Anlegen des ersten Vin1 und des zweiten Vin2 der Eingangssignale;
– Bilden eines dem Produkt Vin1 × Vin2 der beiden
Eingangssignale Vin1, Vin2 proportionalem Ausgangssignals
&Dgr;ID durch Bilden der Differenz zwischen einer Drain-Source-Stromstärke
ID1, des ersten Feldeftekttransistors (T1) und einer Drain-Source-Stromstärke
ID2 des zweiten Feldeftekttransistors (T2); und
– Ausgeben des Ausgangssignals &Dgr;ID.