| Dokumentenidentifikation |
DE10334839A1 03.03.2005 |
| Titel |
Stickkopf für eine Stickmaschine |
| Anmelder |
INA-Schaeffler KG, 91074 Herzogenaurach, DE |
| Erfinder |
Willert, Franz, Dipl.-Ing., 91056 Erlangen, DE; Junginger, Uwe, Dipl.-Ing. (BA), 91217 Hersbruck, DE; Mümmler, Jürgen, Dipl.-Ing. (FH), 91096 Möhrendorf, DE; Blömeke, Jens, Dipl.-Ing. (FH), 91054 Erlangen, DE; Egbers, Johann, Dipl.-Ing. (FH), 91074 Herzogenaurach, DE; Kittler, Manfred, 91334 Hemhofen, DE |
| DE-Anmeldedatum |
30.07.2003 |
| DE-Aktenzeichen |
10334839 |
| Offenlegungstag |
03.03.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
03.03.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
D05C 7/00
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| Zusammenfassung |
Ein Stickkopf für eine Stickmaschine weist ein Pleuel (11) auf, das einen Exzenter (8) über ein Wälzlager (10) mit einem Hebel (13) über ein weiteres Wälzlager (25) verbindet. Eine Rotationsbewegung des Exzenters (8) wird in eine Auf- und Abbewegung des Hebels (13) umgesetzt. In erfindungsgemäßer Weise ist das Pleuel (11) als ein spanlos geformtes Blechteil ausgebildet, wobei ein Grundkörper (15) an seinem Außenumfang von einem abgewinkelten umlaufenden Versteifungsrand (16) umschlossen ist. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß sich das Pleuel (11) in einfacher Weise fertigen läßt und ein geringes Massenträgheitsmoment aufweist.
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| Beschreibung[de] |
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Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft einen Stickkopf für eine Stickmaschine, bei
dem eine über ein erstes Wälzlager in einem Gehäuse gelagerte Antriebshülse an einem
Ende mit einem Exzenterring verbunden ist, der Exzenterring an seiner Umfangsfläche
von einem zweitem Wälzlager aufgenommen ist, das zweite Wälzlager von einem oberen
Pleuelauge eines Pleuels aufgenommen ist, dessen unteres Pleuelauge einen Bolzen
aufnimmt, der über ein drittes Wälzlager mit einem Hebel verbunden ist, so daß eine
Rotationsbewegung der Antriebshülse über den Exzenterring in eine Auf- und Abbewegung
des Hebels umgewandelt wird.
Hintergrund der Erfindung
Ein solcher Stickkopf ist aus der INA-Druckschrift TMB „Wälzlager
für den Textilmaschinenbau", herausgegeben im Mai 1999, vorbekannt. Wie die Seite
24 dieses Dokumentes erkennen läßt, besteht die Exzenter-Baugruppe aus Hebel, Exzenter,
Pleuel sowie den entsprechenden Lagerelementen und wandelt die Rotationsbewegung
des Antriebs in eine Auf- und Abbewegung des Hebels um.
Eine solche Exzenter-Baugruppe ist jedoch mit bestimmten Nachteilen
behaftet. Zum einen weist sie ein hohes Massenträgheitsmoment auf, da sowohl Pleuel
als auch Hebel sehr massiv ausgebildet sind. Zum anderen ist die Herstellung der
Exzenter-Baugruppe sehr kostenintensiv. Dies ist durch eine Baueinheit von Exzenter
und Antriebswelle bedingt, die als Gußteil ausgebildet sind. Zur Kostensteigerung
der Exzenter-Baugruppe trägt auch das Pleuel bei, das als ein Schneidteil ausgebildet
ist.
Zusammenfassung der Erfindung
Ausgehend von den bekannten Nachteilen des Standes der Technik liegt
der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, die Massenträgheit und die Gestehungskosten
einer solchen Exzenter-Baugruppe zu senken.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe nach dem kennzeichnenden Teil von
Anspruch 1 in Verbindung mit dessen Oberbegriff dadurch gelöst, daß das Pleuel als
ein spanlos geformtes Blechteil ausgebildet ist. Unter dem Begriff spanlos sind
alle Umformverfahren zu verstehen, bei denen die Kontur des Pleuels durch Dehnen
oder Stauchen, Aufweiten oder Einschnüren hergestellt ist, wobei die plastische
Formänderung ohne Werkstofftrennung erfolgt. Derartige Verfahren sind beispielsweise
Ziehen, Tiefziehen, Pressen, Rollieren und Kombinationen dieser Verfahren.
Dadurch ist sichergestellt, daß sich das Pleuel in besonders günstiger
Weise herstellen läßt. Besonders vorteilhaft ist das Tiefziehen. Es genügt, ein
vorgeformtes Basisteil in eine Tiefziehform einzulegen und in einem einzigen Ziehvorgang
das Pleuel auszuformen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß aufgrund dieses dünnwandigen
aus Blech gefertigten Pleuels die Massenträgheit der Exzenter-Baugruppe herabgesetzt
ist.
Es ist weiter von Vorteil, daß dieses dünnwandige und leichte Pleuel
dennoch eine ausreichende Festigkeit aufweist. Diese wird nach Anspruch 2 dadurch
realisiert, daß ein Grundkörper des Pleuels an seinem Außenumfang von einem abgewinkelten
umlaufenden Versteifungsrand umschlossen ist. Eine weitere Versteifung wird nach
Anspruch 3 dadurch ermöglicht, daß der Grundkörper des Pleuels zwischen dem oberen
und dem unterem Pleuelauge mit einer Durchstellung versehen ist. Die axiale Erstreckung
der Durchstellung und die axiale Erstreckung des umlaufenden Versteifungsrandes
sind dabei in etwa annähernd gleich groß, da eine gleich große axiale Erstreckung
ein einfacheres Umformwerkzeug ermöglicht.
Eine weitere Gewichtsersparnis geht aus Anspruch 4 hervor. Danach
ist vorgesehen, daß ein Boden der Durchstellung mit einer Ausnehmung versehen ist.
Weitere vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
5 bis 9 beschrieben.
So ist nach Anspruch 5 vorgesehen, daß im oberen Pleuelauge ein Außenring
des zweiten Wälzlagers eingepreßt ist. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung
gemäß Anspruch 6 ist vorgesehen, daß im unteren Pleuelauge ein Außenring des dritten
Wälzlagers eingepreßt ist. Aus Anspruch 7 geht hervor, daß der Exzenterring als
ein Schneidteil ausgebildet ist, der eine Innenlaufbahn für das zweite Wälzlager
bildet und mit der Antriebshülse zu einem einstückigen Bauteil verbunden ist. Die
Verbindung kann durch alle dem Fachmann bekannten Fügeverfahren, beispielsweise
durch eine Preßpassung oder durch Kleben, realisiert sein. Durch die Realisierung
der vorstehend genannten Merkmale ist eine komplette aus Pleuel, Antriebshülse mit
Exzenter, zweitem und drittem Wälzlager sowie Hebel bestehende Exzenterlageranordnung
geschaffen, die als Gesamtbauteil an den Endverbraucher geliefert werden kann.
Schließlich sind in den Ansprüchen 8 und 9 weitere Maßnahmen zur Verringerung
der Massenträgheit der kompletten Exzenter-Baugruppe beschreiben. Danach ist vorgesehen,
daß der in Leichtbauweise hergestellte Hebel als ein Aluminiumdruckgußteil, ein
spanlos geformtes Blechteil oder als ein Kunststoffbauteil ausgebildet ist.
Die Erfindung wird an nachstehendem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Es zeigen:
1 eine perspektivische Darstellung einer
erfindungsgemäßen Exzenter-Baugruppe,
2 eine Seitenansicht der Exzenter-Baugruppe,
3 einen Schnitt entlang der Linie III-III
in 2,
3a eine perspektivische Darstellung eines
erfindungsgemäßen Pleuels,
3b eine Seitenansicht des Pleuels,
3c einen Schnitt entlang der Linie IIIc-IIIc
in 3b,
4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV
in 2 und
5 eine perspektivische Darstellung eines
kompletten Stickkopfes nach dem bisherigen Stand der Technik
Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
Der in 5 nach dem Stand der Technik dargestellte
Stickkopf für eine Stickmaschine weist das Gehäuse 1 auf, das aus der Wand
2 und dem sich an einer Seite anschließenden zylindrischen Flansch
3 besteht. Die Wand 2 ist mit durchgehenden Bohrungen
4 zur Befestigung an einer nicht dargestellten Gestellwand der Stickmaschine
versehen. Im Gehäuse 1 ist die mit Schlitzen 5 versehene Antriebshülse
6 angeordnet und darin über das erste Wälzlager 7 drehbar gehalten.
Im Ausführungsbeispiel ist dieses erste Wälzlager 7 als ein abgedichtetes
doppelreihiges Rillenkugellager ausgebildet. Vom Flansch 3 in axialer Richtung
beabstandet ist die Antriebshülse 6 mit dem Exzenter 8 versehen,
wobei Antriebshülse 6 und Exzenter 8 als ein einstückiges Gußteil
ausgebildet sind. Der Exzenter 8 ist vom Innenring 9 des zweiten
Wälzlagers 10 umfasst, das ebenfalls nach außen abgedichtet ist. Das zweite
Wälzlager 10 ist im Ausführungsbeispiel als ein einreihiges Rillenkugellager
ausgebildet, wobei dessen Außenlaufbahn vom Pleuel 11 gestellt ist. Das
Pleuel 11 umfaßt mit seinem oberen Pleuelauge 17 das zweite Wälzlager
10, während das untere Pleuelauge 18 den Bolzen 12 umschließt.
Der Bolzen 12 wiederum ist im Hebel 13 über ein drittes Wälzlager
drehbar gehalten. Linksseitig ist im Hebel 13 das als Nadellager ausgebildete
vierte Wälzlager 14 eingepreßt, das in nicht dargestellter Weise einen
Bolzen aufnimmt, der fest mit der Gestellwand der Stickmaschine verbunden ist. Wird
nun die Antriebshülse 6 in Rotation versetzt, so wird über den Exzenter
8 und das Pleuel 11 der Hebel 13 in eine Schwenkbewegung
versetzt, wobei das vierte Wälzlager 14 der Schwenkpunkt ist und die Auf-
und Abbewegung des Hebels 13 an seinem rechtsseitigen Ende gemäß den Pfeilen
erfolgt.
Das in den 3a, 3b
und 3c abgebildete erfindungsgemäße Pleuel
11 ist aus einem dünnwandigen Blech im Tiefziehverfahren aus einem einzigen
Blechteil hergestellt. Das Pleuel 11 umfaßt den Grundkörper 15,
der an seinem Außenumfang vom um 90° abgewinkelten Versteifungsrand
16 umschlossen ist, so daß ein dünnwandiges, aber stabiles Bauteil gebildet
ist. Der Grundkörper 15 ist mit dem oberen Pleuelauge 17 und mit
dem unteren Pleuelauge 18 ausgestattet. Die beiden Pleuelaugen
17, 18 sind jeweils mit einer einstückig am Grundkörper
15 angeformten zylindrischen Durchstellung 19, 20 versehen,
die, wie später ausgeführt das zweite Wälzlager 10 und das dritte Wälzlager
25 aufnehmen. Zwischen den beiden Pleuelaugen 17, 18
ist eine weitere Durchstellung 21 am Grundkörper 15 ausgebildet.
Diese ist umgekehrt trapezförmig ausgestaltetet und erhöht mit ihren vier Seitenwänden
22 die Steifigkeit des erfindungsgemäßen Pleuels 11. Der Boden
23 der Durchstellung 21 ist mit der Ausnehmung 24 versehen,
die eine weitere Gewichtsreduzierung des erfindungsgemäßen Pleuels 11 realisiert.
In den 1 bis 4
ist eine erfindungsgemäße Exzenter-Baugruppe, bestehend aus Hebel 13, Pleuel
11, Antriebshülse 6, Exzenter 8 und den Lagerelementen
10, 14, 25, jedoch ohne Gehäuse 1 und Lagerelement
7, gezeigt. Wie insbesondere die 3 erkennen
läßt, ist der Exzenter 8 als ein Schneidteil ausgebildet, der mittels Preßpassung
mit der geschlitzten Antriebshülse 6 verbunden ist und an seinem Außenumfang
eine Laufbahn für die Wälzkörper des zweiten Wälzlagers 10 bildet. Die
andere zugehörige Laufbahn des zweiten Wälzlagers 10 wird von dessen Lageraußenring
26 gestellt, der in das obere Pleuelauge 17 des Pleuels
11 eingepreßt ist.
Aus den 3 und 4
ist weiter die Verbindung zwischen dem Hebel 13 und dem erfindungsgemäßen
Pleuel 11 erkennbar. Der Bolzen 12 ist mit einem
Teil seiner axialen Ausdehnung in den Hebel 13 an einer Stelle zwischen
dessen gegenüberliegenden Enden in eine nicht bezeichnete Aufnahmebohrung fest eingepreßt.
Der andere Teil des Bolzens 12 ist über das dritte Wälzlager
25 mit dem Pleuel 11 verbunden. Das dritte Wälzlager
25 ist im Ausführungsbeispiel als ein Nadellager ausgebildet, wobei dessen
als Hülse ausgebildeter Lageraußenring 28 vom unteren Pleuelauge
18 aufgenommen ist. Die Wälzkörper 27 wälzen dabei auf der Mantelfläche
des Bolzens 12 und am Lageraußenring 26 ab. In nicht dargestellter
Weise kann die Verbindung zwischen dem Hebel 13 und dem Pleuel
11 andersart auch so erfolgen, daß in Umkehrung der Verfahrensweise der
Bolzen 12 in das Pleuel 11 eingepreßt ist und das dritte Wälzlager
25 im Hebel 13 untergebracht ist.
1- Gehäuse
2- Wand
3- Flansch
4- Bohrung
5- Schlitz
6- Antriebshülse
7- erstes Wälzlager
8- Exzenter
9- Innenring
10- zweites Wälzlager
11- Pleuel
12- Bolzen
13- Hebel
14- viertes Wälzlager
15- Grundkörper
16- Versteifungsrand
17- oberes Pleuelauge
18- unteres Pleuelauge
19- zylindrische Durchstellung
20- zylindrische Durchstellung
21- Durchstellung
22- Seitenwand
23- Boden
24- Ausnehmung
25- drittes Wälzlager
26- Außenring
27- Wälzkörper
28- Außenring
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| Anspruch[de] |
- Stickkopf für eine Stickmaschine, bei dem eine über ein erstes Wälzlager
(7) in einem Gehäuse (1) gelagerte Antriebshülse (6)
an einem Ende mit einem Exzenterring (8) verbunden ist, der Exzenterring
(8) an seiner Umfangsfläche von einem zweiten Wälzlager (10) aufgenommen
ist, das zweite Wälzlager (10) von einem oberen Pleuelauge (17)
eines Pleuels (11) aufgenommen ist, dessen unteres Pleuelauge (18)
einen Bolzen (12) aufnimmt, der über ein drittes Wälzlager (25)
mit einem Hebel (13) verbunden ist, so daß eine Rotationsbewegung der Antriebshülse
(6) über den Exzenterring (8) in eine Auf- und Abbewegung des
Hebels (13) umgewandelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Pleuel
(11) als ein spanlos geformtes Blechteil ausgebildet ist.
- Pleuel (11) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Grundkörper (15) an seinem Außenumfang von einem abgewinkelten umlaufenden
Versteifungsrand (16) umschlossen ist.
- Pleuel (11) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Grundkörper (15) zwischen dem oberen (17) und dem unterem Pleuelauge
(18) mit einer Durchstellung (21) versehen ist.
- Pleuel (11) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Boden (23) der Durchstellung (21) mit einer Ausnehmung (24)
versehen ist.
- Pleuel (11) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im
oberen Pleuelauge (17) ein Außenring (26) des zweiten Wälzlagers
(10) eingepreßt ist.
- Pleuel (11) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im
unteren Pleuelauge (18) ein Außenring (28) des dritten Wälzlagers
(25) eingepreßt ist.
- Exzenterring (8) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß er als ein Schneidteil ausgebildet ist, der eine Innenlaufbahn für das zweite
Wälzlager (10) bildet und mit der Antriebshülse (6) zu einem einstückigen
Bauteil verbunden ist.
- Hebel (13) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er
in Leichtbauweise hergestellt ist.
- Hebel (13) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß er
als ein Aluminiumdruckgußteil, ein spanlos geformtes Blechteil oder als ein Kunststoffbauteil
ausgebildet ist.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen
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