Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur elektromagnetischen Beschleunigung
eines Wurfkörpers nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, eine Schutzvorrichtung nach
Anspruch 28 sowie eine Antriebsvorrichtung nach Anspruch 31.
Für die impulsförmige Beschleunigung von Körpern stehen im wesentlichen
nur Explosivstoffe und elektromagnetische Felder als Antriebsmittel zur Verfügung,
da sich nur mit diesen Energieformen die für die innerhalb kürzester Zeiten aufzubringenden
hohen Beschleunigungen erforderlichen Kräfte erzielen lassen. Beide Antriebsarten
bieten Vor- und Nachteile, die je nach Art und Anwendung unterschiedlich zu bewerten
sind. So sind Explosivstoffe beispielsweise für die Beschleunigung schlanker Körper
weniger gut geeignet. Zum einen sind zur seitlichen Verdämmung extrem starke Abstützungen
erforderlich, zum anderen muss die Initiierung entlang der gesamten Beschleunigungsanordnung
mittels elektrischer Zündpillen erfolgen, um eine möglichst von Biegemomenten freie
Belastung auf den zu beschleunigenden Körper aufbringen zu können. Zudem ist ein
hohes Maß an Zündsynchronisation bzw. Triggerpräzision erforderlich. Gerade in diesem
Punkt sind elektromagnetische Antriebe überlegen, da sie sich mit etwa der 5- bis
10-fachen Präzision initiieren lassen. Außerdem kann bei geeignetem Aufbau eine
der Verdämmung dienende seitliche Abstützung entfallen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Beschleunigung
von Wurfkörpern zu schaffen, die eine nahezu beliebige Form aufweisen können, insbesondere
jedoch stabförmig sind, und mit der sich eine für das Ausstoßen oder das Werfen
solcher Körper erforderliche Beschleunigungskraft impulsartig, d.h. schlagartig,
erzeugen lässt.
Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand von Anspruch 1 gelöst. Weitere
Aspekte der Erfindung werden in den unabhängigen Ansprüchen 28 und 31 definiert.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden durch die Unteransprüche
offenbart.
Eine Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung weist mindestens
eine Leiterschleife auf, die wenigstens zwei übereinanderliegende Teilabschnitte
enthält, die von dem angelegten Strom in entgegengesetzten Richtungen durchflossen
werden, wobei die Teilabschnitte in der Beschleunigungsrichtung des Wurfkörpers
eine geringere Erstreckung aufweisen als in einer vorbestimmbaren Richtung im wesentlichen
senkrecht zu der durch die Stromrichtung und die Beschleunigungsrichtung aufgespannten
Ebene, und wobei die Teilabschnitte in der Stromrichtung vorzugsweise die größte
Erstreckung aufweisen.
Wird bei dieser Vorrichtung kurzfristig ein Strom angelegt, so entstehen
entlang der aufeinanderliegenden bzw. übereinanderliegenden Teilabschnitte entgegengesetzte
Magnetfelder, die zu einer Abstoßung zwischen den Teilabschitten führt. Ein auf
den Teilabschnitten liegender Wurfkörper wird durch diese Abstoßung impulsartig
beschleunigt und fliegt mit hoher Geschwindigkeit davon.
Es kann eine Auslösegenauigkeit in der Größenordnung von 1 bis 2 &mgr;s
erzielt werden. Dies ist insbesondere für eine bevorzugte Verwendung als Teil einer
Schutzvorrichtung gegen anfliegende Bedrohungskörper, beispielsweise Hohlladungsgeschosse,
von entscheidender Bedeutung. Im Gegensatz zu den bekannten Induktionsspulenbeschleunigern
benötigt der erfindungsgemäße Beschleuniger auch keine zweite, im allgemeinen mit
dem zu beschleunigenden Körper verbundene Spule. Gegenüber Explosivstoffbeschleunigern
weist der erfindungsgemäße Beschleuniger den weiteren Vorteil auf, daß er sich ausschließlich
zum richtigen Zeitpunkt in einem kritischen Zustand befindet und bei unterbrochenem
Stromfluß nahezu beliebig lange in Einsatzbereitschaft gehalten werden kann.
Vorteilhafterweise ist der in Beschleunigungsrichtung vorderste Abschnitt
der Leiterschleife so ausgebildet, daß der zu beschleunigende Körper darauf ablegbar
ist, wobei die Teilabschnitte vorzugsweise als breite bzw. flache Bänder, Drähte,
Bleche, Litzen oder dergleichen ausgebildet sind. Die Längserstreckungsrichtung
dieser Teilabschnitte sollte in Stromrichtung liegen, wobei die Breite der Teilabschnitte
in die genannte vorbestimmbare Richtung ausgerichtet ist.
Damit die aufeinanderfolgenden Teilabschitte einer Leiterschleife
bzw. aufeinanderliegende Leiterschleifen unmittelbar aufeinander abgestützt werden
können, ist es notwendig und vorteilhaft, wenn zwischen den Teilabschnitten bzw.
Leiterabschnitten Isolierschichten, vorzugsweise möglichst dünne Isolierschichten,
vorgesehen sind. Darüberhinaus sollte auch zwischen der Abstützeinrichtung und der
bzw. den Leiterschleifen bzw. deren Teilabschnitten eine Isolierung vorgesehen sein.
Die genannten Isoliermaßnahmen dienen dazu, Kurzschlüsse bzw. Überschläge, die aufgrund
der kurzzeitigen, sehr hohen Ströme, die bei der Betätigung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung fließen, zu vermeiden. Da die Kräfte, die für den Beschleunigungsvorgang
zur Verfügung stehen, um so größer sind, je geringer der Abstand zwischen den Teilabschnitten,
bzw. einem Hin- und einem Rückleiter ist, sollte die verwendete Isolation einerseits
möglichst dünn und andererseits möglichst gut in ihren Isoliereingenschaften sein.
Hier haben sich z.B. Spezialfolien als vorteilhaft erwiesen, wie sie unter der Bezeichnung
"KAPTON" (r) zu erhalten ist. Eine solche Spezialfolie ist extrem durchschlagssicher
und weist eine hohe mechanische Festigkeit auf. Unter Umständen kann auch eine Oxidierung
der jeweiligen Oberflächen der Leiterschleife bzw. der Teilabschnitte in Frage kommen,
um möglichst dünne Isolierschichten zur Verfügung zu stellen, wie auch nachfolgend
nochmals ausgeführt wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung bildet der dem
Reaktionskörper abgewandte Schleifenwirkbereich gleichzeitig den Wurfkörper. Zu
diesem Zweck sind die beiden Schleifenwirkbereiche mechanisch entweder überhaupt
nicht miteinander verbunden, indem der Stromfluß durch An- oder Auflagekontaktflächen
hergestellt wird, oder es besteht eine elektrischmechanische Verbindung, die durch
die bei einem Stromfluß auftretenden Aufweitungskräfte zerstört wird und deshalb
den Wurf oder das Ausstoßen des beschleunigten Körpers gestattet.
In besonderem Maße ist die hohe Beschleunigung hervorzuheben, die
auch bei der bevorzugten Verwendung der Erfindung als Schutzvorrichtung gegen anfliegende
Bedrohungskörper ausschlaggebend ist. Handelt es sich dabei um ein Hohlladungsgeschoß,
so ist möglichst frühzeitig die schnelle Strahlspitze zu zerstören, was die Notwendigkeit
einer entsprechend schnell reagierenden Abwehreinrichtung bedingt.
Da der dem Reaktionskörper abgewandte Teilabschnitt, bzw. Schleifenwirkbereich selbst
als Wurfkörper dient und somit neben dessen Eigengewicht keine zusätzlichen Wurfkörpermassen
beschleunigt werden müssen, läßt sich die Geschwindigkeit des Wurfkörpers auf ein
Höchstmaß steigern. Besonders vorteilhaft kommen in dieser Ausführungsform Aluminium
oder Aluminiumlegierungen als Werkstoffe für die Leiterschleife oder auch nur für
den zu beschleunigenden Teilabschitt bzw. Schleifenwirkbereich zum Einsatz. Dieses
Material zeichnet sich wegen seines niedrigen spezifischen Gewichts, beispielsweise
gegenüber dem üblichen Leiterwerkstoff Kupfer, durch eine entsprechend höhere spezifische
Beschleunigungsfähigkeit aus.
In einer anderen, besonders bevorzugten Ausführung nach der Erfindung
wird ein eigenständig ausgebildeter Wurfkörper verwendet. Die Leiterschleife ist
dann zwischen der Abstützeinrichtung bzw. dem Reaktionskörper und dem Wurfkörper
angeordnet. Solch ein eigenständiger Wurfkörper kann entweder auf dem von der Abstützeinrichtung
abgewandten Teilabschnitt einfach aufliegen oder durch entsprechende Fixiermittel
geeignet dazu gehalten werden. Die Eigenständigkeit des Wurfkörpers hat den Vorteil,
daß der Wurfkörper stromlos bleiben und demzufolge aus einem beliebigen, ausschließlich
auf den Verwendungszweck abgestimmten Werkstoff gefertigt sein kann. Als Wurfkörper
einer endballistischen Schutzvorrichtung muß er lediglich über eine hinreichende
Elastizität und Festigkeit verfügen, um den hohen Beschleunigungskräften widerstehen
zu können. Es sind jedoch grundsätzlich auch Verwendungen denkbar, die keine hohen
mechanischen Anforderungen an den zu beschleunigenden Körper stellen.
Als Werkstoff für die Leiterschleife wird in diesem Fall vorzugsweise
lackisolierter Kupferflachdraht verwendet, wie er beispielsweise von der Firma ISOLA
(Schweiz) hergestellt wird. Es sind jedoch auch Kupferlegierungen, beispielsweise
Kupfer-Beryllium- oder Wolfram-Silber- und Wolfram-Kupfer-Legierungen geeignet,
die über eine höhere mechanische Festigkeit und damit über eine höhere Standzeit
verfügen. Im allgemeinen wird der Beschleunigungsvorgang jedoch abgeschlossen sein,
bevor die mechanische und thermische Überlastung der Leiterschleife einsetzt, wie
dies auch durch eigene interne Studien bestätigt wird. Grundsätzlich können jedoch
auch Aluminium oder Aluminiumlegierungen als Leiterwerkstoff Verwendung finden,
wie dies bereits für das bevorzugte Ausführungsbeispiel des gleichzeitig als Wurfkörper
dienenden Teilabschnitts erläutert worden ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich ganz besonders zum Beschleunigen
von schlanken, insbesondere stabförmigen, Wurfkörpern in Form von Stangen oder Riegeln,
indem die Teilabschnitte bzw. Schleifenwirkbereiche der Form dieser Wurfkörper angepaßt
selbst langgestreckt sind und sich einander eng beabstandet gegenüberliegen. Hierdurch
wirken über die gesamte Länge des schlanken Wurfkörpers sehr gleichmäßige Beschleunigungskräfte
lateral zur Längsachse des Wurfkörpers, die mit den bekannten Beschleunigungsvorrichtungen
nur durch entsprechend hohen technischen Aufwand erzielt werden können. Die Querschnittsform
des Wurfkörpers ist beliebig, kann jedoch gerade deshalb auch ganz auf die zu erzielende
Wirkung hin optimiert werden. Gleichzeitig beansprucht eine derartige Leiterschleife
mit ihren eng beabstandeten Teilabschnitten nur einen minimalen Raum zwischen der
Abstützeinrichtung und dem Wurfkörper. Falls sie bei einer endballistischen Schutzvorrichtung
verwendet wird, trägt sie selbst nur wenig zur Verbreiterung einer Panzerung bei
und gestattet bei geeigneter konstruktiver Ausgestaltung eine beachtliche Reduktion
des Flächengewichtes. Dies kann beispielsweise für Waffensysteme bei Krisenreaktionskräften,
welche über leichte, luftverlastbare Systeme verfügen müssen, ein entscheidender
Vorteil sein.
Der erfindungsgemäße Beschleuniger ist überall dort einsetzbar, wo
ein oder mehrere Körper mit möglichst schlagartig einsetzenden hohen Beschleunigungskräften
translatorisch beschleunigt werden sollen. Die Beschleunigungsrichtung, die bei
den für die Zwecke der Erfindung vorzugsweise schlanken Wurfkörpern häufig mit deren
Längsachse zusammenfällt, z.B. bei Auswerferstiften, Stanzwerkzeugen, Stabgeschossen
und dergleichen, soll in dem hier interessierenden Fall jedoch lateral bzw. orthogonal
erfolgen. Wenn die laterale Beschleunigung schlanker Wurfkörper Gegenstand der Offenbarung
ist, wird der erfindungsgemäße Beschleuniger im folgenden auch als Lateralbeschleuniger
bezeichnet.
Die Schleifenteilabschnitte oder auch die ganze Leiterschleife werden
bevorzugt durch Flachdraht von im wesentlichen rechteckigem Querschnitt oder durch
flexible Flachlitzen gebildet.
Entscheidend beim Beschleunigungsvorgang ist auch, daß während dessen
Anfangsphase die Kraftbelegung längs des Wurfkörpers völlig gleichzeitig und gleich
verteilt erfolgt. Dabei sind die Kräfte umso größer, je geringer der Abstand zwischen
dem Hin- und dem Rückleiter, nämlich den beiden Schleifenteilabschnitten, ist.
Die elektrische Verbindung der mindestens zwei Schleifenteilabschnitte
wird zur Verringerung mechanischer Widerstandskräfte gegen das Aufweiten nachgiebig
ausgebildet. Dabei handelt es sich hier vorzugsweise um die Endbereiche der Teilabschnitte,
über die die Teilabschnitte elektrisch und mechanisch miteinander
verbunden sind. Um mögliche Parasitärinduktivitäten so gering wie möglich zu halten,
werden die elektrischen Verbindungen zu Verbindungsschleifen gefaltet, so daß die
Flächen der Verbindungsschleifen so klein wie möglich gehalten werden. Um die mechanischen
Widerstandskräfte weiter zu reduzieren, können diese Verbindungen in Form mehrerer
Verbindungsschleifen ausgeführt werden. Bevorzugterweise verlaufen dabei zumindest
zwei Verbindungsschleifen an den Enden der Schleifenwirkbereiche unter einem Winkel
zueinander, wobei die eine dieser Verbindungsschleifen in Richtung des Wurfkörpers
und die andere in Richtung der Abstützeinrichtung weist. Mit dem winkeligen Verlauf
kann bei entsprechender Anpassung der äußeren Stirnflächen des Wurfkörpers eine
zusätzliche Führung des Wurfkörpers während des Beschleunigungsvorganges erreicht
werden kann.
Um die Antriebskräfte in der Anfangsphase der Beschleunigung zusätzlich
zu steigern, sind zumindest im magnetischen Wirkbereich der Leiterschleife befindliche
Teile des Reaktionskörpers und vorzugsweise der gesamte Wurfkörper erfindungsgemäß
ferromagnetisch, insbesondere sind sie aus geschichtetem Trafoblech aufgebaut. Hierdurch
kann die magnetische Induktion um mehrere Zehnerpotenzen gesteigert werden. Allerdings
hält dieser Effekt nur bis zum Erreichen der magnetischen Sättigung an, die bei
dem hier betrachteten Beschleunigungsprinzip relativ schnell erreicht wird. Mit
Vorteil kann auch die gesamte Vorrichtung in einer Tasche aus ferromagnetischem
Material untergebracht werden, um dadurch den magnetischen Fluß weiter zu steigern.
Obwohl grundsätzlich eine einzige Leiterschleife für die Beschleunigung
des Wurfkörpers genügt, kommen bevorzugterweise auch mehrwindige Spulensysteme aus
besonders flachem Draht zum Einsatz. Diese Systeme haben den Vorteil, daß zum Erreichen
der gleichen Kraft, wie bei einer einzelnen Leiterschleife, ein entsprechend geringerer
Strom einzuspeisen ist. Unabhängig davon ist diese Maßnahme empfehlenswert, um den
Skin-Effekt zu vermindern. Aus schaltungstechnischer Sicht bereitet die Erzeugung
eines kleineren Stromimpulses auch weniger Schwierigkeiten.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform bildet der Wurfkörper
selbst einen Teil der Abstützeinrichtung für einen weiteren Wurfkörper. So können
mehrere Wurfkörper geschichtet angeordnet und zwischen je zwei dieser Wurfkörper
eine Leiterschleife bzw. eine entsprechende mehrwindige Spulenanordnung angebracht
sein. Hieraus kann dann ein Beschleuniger zum zeitlich gestaffelten Beschleunigen
von mehreren Wurfkörpern geschaffen werden, der insbesondere für die Verwendung
als Schutzvorrichtung geeignet ist. Bei Ausbildung der Teilabschnitte bzw. Schleifenwirkbereiche
gleichzeitig als Wurfkörper, bleibt auch dieser schichtweise aufgebaute Beschleuniger
sehr leicht.
Schließlich sei der Fall angeführt, daß der Reaktionskörper und der
Wurfkörper in etwa die gleichen Massen haben. Diese Variante kommt mit Vorteil immer
dann zur Anwendung, wenn das Reaktionsmoment aus der Beschleunigung des Wurfkörpers
kompensiert werden soll. Der Wurfkörper und die Abstützeinrichtung werden in entgegengesetzte
Richtungen auseinanderbewegt. In entsprechender Weise wirksam sind zwei gegenüberliegende
Leiterschleifen oder mehrwindige Spulen, die sich an einer gemeinsamen dritten Masse
abstützen. Solch eine Anordnung eignet sich für eine Schutzeinrichtung gegen anfliegende
Bedrohungskörper oder auch als Beschleunigungsvorrichtung für dynamische Materialuntersuchungen.
Besonders vorteilhaft wird der erfindungsgemäße Beschleuniger als
Schutzvorrichtung zur Abwehr von Bedrohungskörpern eingesetzt. Hierbei ist in erster
Linie an Schutzvorrichtungen für gepanzerte Fahrzeuge zu Lande, Wasser oder in der
Luft zu denken. So sind stabförmige Wurfkörper insbesonders zur Abwehr bzw. Zerstörung
schlanker Stab- oder Hohlladungsgeschosse geeignet, da die Wurfkörper selbst auf
hohe Eigengeschwindigkeiten beschleunigt werden können. Für solche Abwehrzwecke
weist der Wurfkörper, der wegen der lateral wirkenden Beschleunigungskräfte auch
als Querriegel zu bezeichnen ist, eine Querschnittsfläche in der Größenordnung von
400 mm2, vorzugsweise etwa 20 × 20 mm2, und eine Gesamtlänge
von bis zu 1 m auf. Da nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung der
Wurfkörper selbst an der Stromleitung nicht beteiligt ist, können grundsätzlich
Wurfkörper mit einem beliebigen Querschnitt, insbesondere prismatische oder keilförmige
Wurfkörper mit Schneide, beschleunigt werden. Vorteilhafterweise können solche Wurfkörper
auch aus beliebigen Materialien gefertigt sein, und zwar sowohl aus homogenen als
auch aus inhomogenen Materialien. So kann ein der jeweiligen Bedrohungssituation
angepaßter, aus Materialschichten unterschiedlichster Eigenschaften aufgebauter
Wurfkörper verwendet werden. Ein wesentlicher Vorteil des Lateralbeschleunigers
liegt in der erheblichen Reduktion des Flächengewichtes gegenüber plattenförmigen
Schutzelementen begründet.
Solch eine Schutzvorrichtung ist ferner mit den bekannten, zur Erfüllung
des Schutzzweckes erforderlichen Einrichtungen ausgestattet. Insbesondere handelt
es sich dabei um eine Erfassungseinrichtung zum Erfassen eines Bedrohungskörpers
und eine mit der Erfassungseinheit verbundene Auswerte- und Steuereinheit zur Auslösung
eines zur Abwehr der Bedrohung geeigneten Wurfvorganges oder mehrerer koordinierter
Wurfvorgänge.
Da der erfindungsgemäße Beschleuniger besonders platzsparend und mit
geringem Gewicht ausgeführt sein kann, eignet er sich auch zum Schutz von Luft-
oder Raumfahrzeugen. Gerade bei Raumfahrzeugen, wie beispielsweise Satelliten, kommt
es entscheidend darauf an, daß ein heranfliegender Bedrohungskörper dem Raumfahrzeug
keinen Geschwindigkeitsimpuls übertragen kann, der das Raumfahrzeug aus seiner vorbestimmten
Bahn bringen könnte. Mit einer Vorrichtung zum Beschleunigen eines Wurfkörpers,
der, wie der Name bereits sagt, nach dem Abschuß keine Verbindung mehr mit der Beschleunigungsvorrichtung
hat, kann solch einer Bedrohung adäquat begegnet werden. Das beim Beschleunigungsvorgang
auf das Raumfahrzeug ausgeübte Reaktionsmoment wäre jedoch entsprechend durch Beschleunigen
eines zweiten Wurfkörpers in die Gegenrichtung zu kompensieren, oder man verwendet,
wie oben bereits angeführt, symmetrisch arbeitende Spulensysteme, die auf beiden
Seite massegleich belastet bzw. abgestützt sind.
Der erfindungsgemäße Lateralbeschleuniger läßt sich flächendeckend
und auf gekrümmten Oberflächen anordnen, wobei das System von Leiterschleifen zusammen
mit dem Wurfkörper der Oberflächengeometrie entsprechend anzupassen ist. Bei einer
flächendeckenden Anordnung kann eine rasterähnliche Fläche mit Wurfkörpern aufgespannt
werden, was insbesondere für Schutzvorrichtungen von Vorteil ist. Dabei ist eine
zeitliche und räumliche Kaskadierung der Wurfkörper möglich.
Mit erfindungsgemäßen Lateralbeschleunigern können Gitterbeschleuniger
realisiert werden, die mit mehreren nebeneinanderliegenden, magnetisch nur gering
gekoppelten Spulensystemen ausgestattet, ebenfalls gitterförmige Strukturen beschleunigen.
Dazu werden die Lateralbeschleuniger im Abstand der Maschenweite des Gitterwurfkörpers
in Deckung mit dessen Längsstegen angeordnet und gleichzeitig gezündet. Die quer
zu den Längsstegen verlaufenden Stege des Gitterwurfkörpers werden gegenüber den
Längsstegen möglichst massearm ausgelegt, da sie nur indirekt über die Längsstege
mitbeschleunigt werden und bei zu großen Massenträgheiten die Gefahr einer Abscherung
bestehen würde.
Auch läßt sich mit dem erfindungsgemäßen Lateralbeschleuniger einer
Steuerbarkeit bezüglich Richtung und Geschwindigkeit des Wurfkörpers realisieren.
Vorzugsweise werden zu diesem Zweck zwei oder mehrere schmale Schleifenwirkbereiche
sehr dicht und im allgemeinen parallel nebeneinander angeordnet und von einem einzigen
Wurfkörper überdeckt. Je nach gewünschter Wurfrichtung und -geschwindigkeit wird
ein Beschleuniger alleine, oder es wird eine auswählbare Gruppe von Beschleunigern
über eine ensprechende Steuerungselektronik angesteuert.
Um einem Wurfkörper noch während des Beschleunigungsvorganges einen
Drehimpuls mitgeben zu können, werden in einer bevorzugten Ausführungsform mehrere
Lateralbeschleuniger so angeordnet, daß die auf den Wurfkörper einwirkenden resultierenden
Kräfte gleichzeitig neben der translatorischen Beschleunigungskraft ein überlagertes
Drehmoment erzeugen. Dies kann durch die erwähnte Anordnung von Lateralbeschleunigern
nebeneinander oder auch in Längsrichtung hintereinander erfolgen.
Ebenso kann eine gewünschte Drehbewegung durch eine entsprechende
Gestaltung des Wurfkörpers erzielt werden, dessen Schwerpunkt in diesem Fall bevorzugterweise
bezüglich der Körperlängsrichtung assymmetrisch liegt. Der Wurfkörper kann hierbei
eine Keilform besitzen. Eine entsprechende Wirkung kann auch mit inhomogenen Wurfkörpern
erzielt werden. So besteht der Wurfkörper vorzugsweise aus Stabfragmenten unterschiedlicher
Dichte oder Querschnittsfläche, die von einer gemeinsamen prismatischen Hülle mit
einem konstanten oder, falls der Wurfkörper keilförmig ist, mit einem in Körperlängsrichtung
zunehmenden Querschnitt, umhüllt sind. Die beiden Maßnahmen – Anordnung mehrerer
Lateralbeschleuniger und spezielle Gestaltung des Wurfkörpers – können auch
in gegenseitiger Abstimmung zur Maximierung des gewünschten Effektes miteinander
kombiniert werden.
Die erfindungsgemäße Beschleunigungsvorrichtung ist nicht nur als
Schutzvorrichtung, sondern, wie bereits erwähnt, als Beschleuniger für dynamische
Materialuntersuchungen beim Auswurf von Gegenständen aus Werkzeugmaschinen, oder
auch als Antriebseinrichtung eines Raumfahrzeuges verwendbar. Beispielsweise könnten
nicht mehr benötigte Abfallprodukte aus einem Raumfahrzeug ausgestoßen werden. Auch
könnte der Beschleuniger bei mehrstufigen Raketen zur Unterstützung des Abwurfs
einer ausgebrannten Raketenstufe eingesetzt werden. Nicht zuletzt könnte auch eine
Materialveredelung vorgenommen werden, indem das Material durch die Einwirkung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung in seiner Kristallstruktur verändert, bspw. gehärtet
wird.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im folgenden anhand
der nachstehenden Figuren beschrieben. Dabei werden weitere Merkmale und Vorteile
der Erfindung offenbart. Es zeigen:
1 eine Beschleunigungsvorrichtung mit
einer einfachen Leiterschleife, spulenförmigen Verbindungsschleifen und einer an
einem Ende der Leiterschleife angeordneten Stromeinspeisung;
2a eine Beschleunigungsvorrichtung mit
gefalteten Verbindungsschleifen und einer Stromeinspeisung in der Mitte der Leiterschleife;
2b die Beschleunigungsvorrichtung nach
2a nach der Initiierung; und
3 eine Beschleunigungsvorrichtung mit
gefalteten dreiteiligen Verbindungsschleifen und einer an einem Ende der Leiterschleife
angeordneten Stromeinspeisung.
1 zeigt einen Lateralbeschleuniger gemäß
der Erfindung, bei dem eine langgestreckte Leiterschleife 1 zwischen einer
Abstützeinrichtung 2 und einem zu beschleunigenden Wurfkörper
3 angeordnet ist. Die Abstützeinrichtung 2 ist als Unterbau für
die gesamte Anordnung ausgeführt. Die im Ausführungsbeispiel dargestellte einzige
Leiterschleife 1 wird durch zwei geradlinig, parallel verlaufende Schleifenwirkbereiche
bzw. Teilabschnitte 1.2 und 1.3 gebildet, die an einem Ende über
eine spulenförmige Verbindungsschleife miteinander und an ihrem anderen Ende ebenfalls
über eine spulenförmige Verbindungsschleife mit einer Stromeinspeisung
5, vorzugsweise Stromimpulse mit hohem Strom-Zeit-Gradienten, beispielsweise
einem oder mehreren parallel geschalteten Kondensator mit sehr großer Kapazität,
verbunden sind. Bei angeschlossener Stromeinspeisung 5 sind somit die beiden
Teilabschnitte 1.2 und 1.3 als Hin- und Rückleiter für den Stromfluß
ausgebildet. Zur Initiierung des Beschleunigers wird zu einem gewünschten Zeitpunkt
ein sehr starker Stromimpuls durch die Leiterschleife 1 geleitet, so daß
sich die beiden Teilabschnitte 1.2 und 1.3 wegen der sich bildenden
Magnetfelder impulsartig auseinander bewegen. Ist die Masse der Abstützeinrichtung
2 wesentlich größer als die des stabförmigen Wurfkörpers 3, so
wird der Wurfkörper 3 zwangsläufig von der Abstützeinrichtung
2 weg, also orthogonal zu seiner Längsachse, beschleunigt. In Abhängigkeit
von der Stromstärke und dem Stromanstieg wird dieser Vorgang impulsartig und mit
großer Wucht vonstatten gehen. Dabei sind Kräfte und Beschleunigungen erreichbar,
die durchaus mit denen vergleichbar sind, die bei der Verwendung von Explosivstoffen
auftreten.
In 1 ist ferner zur Orientierung ein
Vektordiagramm bzw. ein Koordinatensystem eingezeichnet, daß die jeweils senkrecht
aufeinanderstehenden Vektoren bzw. Achsen L, B und V aufweist. Dabei deutet V die
Beschleunigungsrichtung an, in der die Teilabschnitte 1.2 und
1.3 auseinandertreibenden Kräfte wirksam werden. Der Vektor bzw. die Achse
B deutet die Breite an, in der sich die Breite der aufeinanderliegenden Teilabschnitte
1.2, 1.3 erstreckt. Der Vektor L zeigt die Längserstreckungsrichtung
der Abschnitte 1.2, 1.3 der Leiterschleife 1. In der
Regel wird die Erstreckung der Abschnitte bzw. der Leiterschleifen in der Richtung
L die größte sein, in der Richtung B am zweitgrößten sein und in der Richtung V
am geringsten sein. Es ist jedoch auch denkbar, daß die Erstreckung in der Richtung
L geringer ist, als in der Richtung B, jedoch kann sich auf diese Weise der elektrische
Strom, der durch die Leiterschleife bzw. die Teilabschnitte 1.2,
1.3 fließt, weiträumig verteilen, so daß das magnetische Feld zwischen
den aufeinanderliegenden Teilabschnitten 1.2, 1.3 in seiner Felddichte
geringer ausfallen kann, was zu einem verringertem Abstoßungseffekt führen kann.
Auch für die übrigen in den anliegenden 2
und 3 aufgeführten Ausführungsbeispiele gilt
prinzipiell ein vergleichbares Koordinatensystem bzw. Vektordiagramm, wobei jedoch
zu berücksichtigen ist, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung auch gekrümmte Abschnitte
aufweisen kann, wobei jedoch in der Regel die größte Erstreckung nach wie vor in
der Längsrichtung der Teilabschnitte, die im wesentlichen mit der Flußrichtung des
elektrischen Stromes übereinstimmt, angelegt sein wird, während die geringste Erstreckungsrichtung
in der Beschleunigungsrichtung V des Wurfkörpers 3 angelegt sein wird,
und die zweitgrößte Erstreckung der Teilabschnitte bzw. Flachdrähte oder Flachlitzen
in einer Richtung angelegt sein wird, die senkrecht auf der durch die Achsen bzw.
Vektoren L und V aufgespannten Ebene steht.
Die Teilabschnitte 1.2 und 1.3 oder die gesamte
Leiterschleife 1 werden durch einen Flachdraht mit rechteckigem Querschnitt
gebildet. Die Verwendung flexibler Flachlitzen ist jedoch ebenfalls möglich. Zur
Vermeidung von elektrischen Überschlägen bzw. Kurzschlüssen ist zwischen den beiden
Teilabschnitten 1.2 und 1.3 eine möglichst dünne Isolierschicht
4 eingebracht. Hierfür ist beispielsweise eine KAPTON-Folie geeignet. Diese
zeichnet sich durch eine besonders hohe Durchschlagsfestigkeit von etwa 200kV/mm
aus. Im Falle der hier zu betrachtenden Schutzeinrichtungen, welche mit einer elektrischen
Spannung von maximal 40 kV (besser 20 kV) betrieben werden sollen, bedeutet dies,
daß Hin- und Rückleiter bis auf 0,2 mm (!) angenähert werden können. Somit lassen
sich extrem große Kräfte (einige 10 Mp.), bezogen auf die zu beschleunigenden Massen
(einige kg) erzeugen. Die Kraftwirkung ist vergleichbar mit jener bei Schienenkanonen.
Was die Abmessungen der Hin- und Rückleiter anbelangt, so sollten
diese in ihrem Querschnitt etwa dem der zu beschleunigenden Wurfkörper entsprechen
oder eher etwas geringer gehalten werden (z.B. Kupferflachdraht 2,5 × 20 mm,
3 oder 4 Windungen). Die Abmessungen der schleifenförmigen Enden sollten möglichst
gering sein (Größenordnung 5 % ... 10 % der "Nutzlänge").
Im Ausführungsbeispiel der 1 sind die
beiden Teilabschnitte 1.2 und 1.3 beidseitig über spulenförmig
ausgebildete Verbindungsbereiche bzw. -schleifen 6 elektrisch miteinander
verbunden. Die spulenförmige Ausbildung der Verbindungsbereiche bzw. -schleifen
6 bewirkt, daß in diesem Bereich die den Beschleunigungskräften entgegenwirkenden,
auf die Biegesteifigkeit des verwendeten Drahtes zurückgehenden Gegenkräfte gering
bleiben.
Die Teilabschnitte 1.2, 1.3 sollten möglichst so
geformt sein, daß sie ohne Luftspalt nur durch die Isolation 4 getrennt
aufeinanderliegen. Der Wurfkörper 3 sollte ebenfalls möglichst gleichförmig
mit der Leiterschleife bzw. dem obersten Teilabschnitt 1.3 in Kontakt sein.
In dem Fall, daß sämtliche Teile geradlinig ausgebildet sind, sollten sämtliche
Teile planparallel übereinander liegen. Jedenfalls ist es zu bevorzugen, wenn sich
sämtliche Teile 1.2, 1.3 und 3 aneinander schmiegen.
Der Beschleuniger ist im unteren Teil von 1
im Querschnitt zu sehen. Gleichzeitig sind geeignete Querschnittsformen des Wurfkörpers
3 dargestellt. Neben einer einfachen Rechteckform sind trapezförmige, kreisförmige
oder anderweitig gerundete oder kantige Querschnittsformen geeignet.
Der Übersichtlichkeit wegen sind in den 1
bis 3 jeweils nur einzelne Leiterschleifen
1 mit einem Hin- und einem Rückleiter, nämlich den beiden Teilabschnitten
bzw. Schleifenwirkbereichen 1.2 und 1.3, eingezeichnet. Dem Verwendungszweck
angepaßt können hierfür natürlich auch mehrwindige Spulensysteme aus flachem Draht
eingesetzt werden.
Wie bereits zum Ausführungsbeispiel nach 1
erwähnt, sollen die Enden der Leiterschleife 1 bzw. der Spule, falls mehrere
Windungen von Leiterschleifen 1 übereinanderliegen, mechanisch möglichst
nachgiebig ausgelegt werden, weshalb im Ausführungsbeispiel nach 1
bereits zwei relativ große, kreisrunde Drahtführungen für die Verbindungsbereiche
6 vorgeschlagen wurden. Aus elektrotechnischer Sicht ist diese Maßnahme
jedoch weniger sinnvoll, da derartig geformte Schleifen nicht zu vernachlässigende
Induktivitäten im Vergleich zu den parallel verlaufenden Teilabschnitten
1.2 und 1.3 darstellen. Hierdurch würde ein großer Teil der zugeführten
Energie in den Magnetfeldern dieser Induktivitäten gespeichert werden, die ihrerseits
zum Beschleunigungsvorgang nicht wesentlich beitragen würde.
Diesem Problem wird mit einer besonderen Formgebung der Verbindungsschleifen
begegnet, wie sie in den 2a, 2b
und 3 dargestellt sind. In den Ausführungsbeispielen
dieser Figuren sind die Verbindungsbereiche 6 doppellagig mit einer zwischen
den beiden Lagen angeordneten Isolierschicht 4 gefaltet. Jede Verbindungsschleife
nimmt dadurch nur eine minimale Querschnittsfläche ein, so daß die Parasitärinduktivitäten
gering sind. Darüberhinaus können diese Verbindungsbereiche einen Beitrag zum Bewegungsimpuls
bzw. zur Beschleunigung des Wurfkörpers 3 liefern.
Zur Veranschaulichung des Aufweitens der Leiterschleife
1 während des Beschleunigungsvorganges ist in der 2a
die Beschleunigungsvorrichtung im Ruhezustand zur Zeit t = 0 und in der
2b zu einem etwas späteren Zeitpunkt t > 0 dargestellt.
Im Ausführungsbeispiel wird nur der Wurfkörper 2 lateral zu seiner Längsachse
in Richtung des Geschwindigkeitsvektors V beschleunigt.
Während nach dem Ausführungsbeispiel entsprechend 2
die Enden der Teilabschnitte 1.2 und 1.3 über zwei gefaltete Verbindungsbereiche
miteinander verbunden sind und die Stromeinspeisung 5 symmetrisch zu den
beiden Schleifenwirkbereichen 1.2 und 1.3 in der Mitte des Beschleunigers
in einer Ausnehmung des Reaktionskörpers 2 aufgenommen ist, zeigt
3 eine entsprechende Ausführung mit dreischleifigen
Enden, um auf diese Weise den mechanischen Widerstand, der gegen die auseinandertreibenden
Beschleunigungskräfte wirkt, weiter zu vermindern. Außerdem ist in 3
eine zum Beispiel nach 2 alternative assymmetrische
Anordnung der Stromeinspeisung 5 nahe an einem Ende 6 der Teilabschnitte
1.2 und 1.3 dargestellt.
In den Ausführungsbeispielen nach den 2
und 3 weist jeweils eine der gefalteten Verbindungsbereiche
bzw. -schleifen 6 an den beiden Enden der Teilabschnitte 1.2 und
1.3 in Richtung des Wurfkörpers 3, und ein anderer Verbindungsbereich
weist in Richtung der Abstütz- bzw. Abstoßeinrichtung 2. Der Wurfkörper
3 und die Abstützeinrichtung 2 sind an ihren außerhalb der Teilabschnitte
1.2 und 1.3 liegenden, diesen beiden Verbindungsbereiche
6 zugewandten Stirnflächen abgeschrägt, um eine Auflage für den betreffenden
Verbindungsbereich zu bilden. Die derart angeordneten Verbindungsbereiche bzw. -schleifen
können die Führungsstabilität des Wurfkörpers 3 beim Beschleunigungsvorgang
erhöhen.