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Dokumentenidentifikation DE202004015637U1 03.03.2005
Titel Schaumlanze
Anmelder Ohnemus, Fridolin, 77955 Ettenheim, DE
Vertreter Thoma, F., Dipl.-Ing.(FH), 77716 Haslach
DE-Aktenzeichen 202004015637
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.03.2005
Registration date 27.01.2005
Application date from patent application 07.10.2004
IPC-Hauptklasse B05B 7/04

Beschreibung[de]

Die Neuerung betrifft eine Schaumlanze mit den Merkmalen nach dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1.

Der Abtransport von Erde oder Schüttgütern mittels Förderband oder Pumpe wird bekanntlich durch die Beimengung von Schaum erheblich erleichtert. Feste Erde wird durch die Beimengung von Schaum elastischer und dadurch besser abräumbar bzw. transportfähiger. Sandige Erde wird durch den Zusatz von Schaum gebunden und verliert dadurch seine Fließfähgigkeit. Spezifische Einsatzbereiche für eine derartige Schaumlanze sind beispielsweise der Bergbau und der Tunnelbau.

Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaumlanze zu schaffen, mit der ein zweckmäßig einsetzbarer Schaum erzeugt werden kann und die einfach handhabbar und vielseitig einsetzbar ist.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen im kennzeichnenden Teil des Schutzanspruchs 1 gelöst und in den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Einzelheiten beansprucht.

Vorteilhaft bei der neuen Schaumlanze ist nicht nur der einfache und zweckmäßige Aufbau des Ganzen, sondern auch die zweckmäßige Handhabung, Wartung und Reinigung des Gerätes.

Ein Ausführungsbeispiel der neuen Schaumlanze ist in den Zeichnungen dargestellt und wird, zusammen mit dessen Funktion und Handhabung im folgenden näher erläutert. Es zeigen

1 eine Längsschnittansicht durch die neue Schaumlanze und

2 eine schaubildliche Ansicht der Schaumlanze nach 1.

Die, in den 1 und 2 dargestellte Schaumlanze besteht im einzelnen aus einem, insbesondere doppel konisch gestalteten, Gehäuse 1, das über eine sogenannte, manuell bedienbare, Bügelkupplung 2 lösbar mit einem Zerstäuberkopf 3 verbunden ist und beispielsweise zu Reinigungszwecken einfach abgenommen werden kann. Am Zerstäuberkopf 3 sind rückseitig jeweils ein Anschluß 4 für die erforderliche Pressluftzufuhr und ein Anschluß 5 für das erforderliche Schaummittel vorgesehen. 6 bezeichnet dort den Zerstäuber. Das erforderliche Schaummittel wird dem Zerstäuber 6 in flüssiger Form zugeführt. Im Zerstäuber 6 wird das flüssige Schaummittel auf einen Prallteller 11 geleitet, der vom Druckluftstrom umspült wird. An der Tellerkante 12 werden die flüssigen Schaumtröpfchen vom Luftstrom aus der Pressluftzufuhr mitgerissen. In der anschließenden turbulenten Strömung wird der Luftförderstrom gleichmäßig durchgemischt, so, daß den Poren des am vorderseitigen Ausgang des Zerstäubers 6 vorgesehenen Schaumerzeugers 7 ein gleichmäßiges Gemisch aus Schaummittel und Druckluft zugeführt wird. Beim Austritt aus dem Schaumerzeuger 7 entstehen dann Schaumblasen. Um die Austrittsfläche am Schaumerzeuger 7 zu vergrößern, ist der Schaumerzeuger 7 topfförmig ausgebildet.

Wie die 1 zeigt, ist der Schaumerzeuger 7 insbesondere koaxial, d.h. mittig, im Gehäuse 1 auswechselbar angeordnet. Der Schaumerzeuger 7 ist durch Öffnen der Bügelkupplung 2 im Gehäuse 1 zugänglich. Der Schaumerzeuger 7 ist insbesondere aus einem Sintermetall oder einer Sinterkeramik hergestellt.

Die Form des Gehäuses 1 ist so gewählt, daß der aus dem Schaumerzeuger 7 kommende Schaum direkt der Gehäuseaustrittsöffnung 8 zugeführt wird. Diese neue Schaumlanze kann mittels eines Austrittsflansches 9 an der Austrittsöffnung 8 erforderlichenfalls direkt an eine feste Rohrleitung angeschlossen werden. Es ist jedoch auch vorgesehen, daß diese Schaumlanze manuell gehalten wird, wobei der Schaum über ein am Austrittsflansch 9 anschließbares, nicht näher dargestelltes, Rohrstück oder einen Schlauch an die jeweilige Schaumbedarfstelle eingebracht werde kann. Der vorderseitigen Gehäuseaustrittsöffnung 8 für den Schaum ist eine weitere, manuell bedienbare, Bügelkupplung 2 vorgesehen.

In die 2 bezeichnet 1 das Gehäuse. 2 kennzeichnet die beiden vorgesehenen, manuell bedienbaren, sogenannten Bügelkupplungen. 6 bezeichnet den Zerstäuber. 4 markiert den Anschluß für die erforderliche Pressluftzufuhr und 5 zeigt den Anschluß für das flüssige Schaummittel am Zerstäuber 6.


Anspruch[de]
  1. Schaumlanze, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zerstäuberkopf (3) mit einem Pressluftanschluß (4) und einem Schaummittelanschluß (5) mit einem Schaumerzeuger (7) räumlich koaxial abgeschlossen ist, daß der Schaumerzeuger (7) in ein Gehäuse (1) hineinragt, das am Zerstäuberkopf (3) koaxial lösbar kraftschlüssig befestigt ist, und daß das Gehäuse (1) koaxial mit einer Gehäuseaustrittsöffnung (8) für den fertigen Schaum versehen ist.
  2. Schaumlanze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Zerstäuberkopf (3) ein Prallteller (11) vorgesehen ist.
  3. Schaumlanze nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaumerzeuger (7) topfförmig ausgebildet ist.
  4. Schaumlanze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaumerzeuger (7) aus einem Sintermetall oder einer Sinterkeramik hergestellt ist.
  5. Schaumlanze nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der Gehäuseaustrittsöffnung (8) ein Austrittsflansch (9), insbesondere für den Anschluss einer Rohrleitung, oder eines Schlauchs, vorgesehen ist
  6. Schaumlanze nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) mittels einer sogenannten manuell bedienbaren Bügelkupplung (2) am Zerstäuber (3) befestigt ist.
  7. Schaumlanze nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß am Ausgang des Gehäuses (1) ein Austrittsflansch (9) mittels einer manuell bedienbaren Bügelkupplung (2) befestigt ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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