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Dokumentenidentifikation DE202004018478U1 03.03.2005
Titel Dämpferhalter
Anmelder Voigt, Jürgen, 08258 Markneukirchen, DE
Vertreter Rohrschneider, G., Dipl.-Ing. (FH) Pat.-Ing., Pat.-Anw., 08523 Plauen
DE-Aktenzeichen 202004018478
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 03.03.2005
Registration date 27.01.2005
Application date from patent application 30.11.2004
IPC-Hauptklasse G10G 7/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Dämpferhalter, welcher sich zur Aufnahme und Ablage von vorzugsweise verschiedenartigen und größenunabhängigen Dämpfern für Metallblasinstrumenten eignet, wobei die Anordnung sowie Befestigung zweckdienlich am Notenpult erfolgt.

Bisher ist mit der Schrift US 6,143,970 eine Lösung zur Aufnahme von Dämpfern und anderem Zubehör für Metallblasinstrumente gefunden worden, welche derart aufgebaut ist, indem eine Halterung leistenförmig an einem Notenpult starr angeklemmt wird und somit eine Ablage für verschiedenartiges Zubehör wie beispielsweise Dämpfer, Noten und dergleichen geschaffen wird. Dazu wird eine entsprechende, mehrfach abgewinkelte Klemmleiste als Befestigung eines Halters an einem Notenpult angeordnet, worin Aussparungen verschiedener Form und Größe für Zubehör konventioneller Art angebracht sind. Eine spezifische Ausführungsform ist eine Vorrichtung, welche am Ende einer Trompete oder einem vergleichbaren Musikinstrument plaziert wird, um den Ton zu verändern. Eine verschiedene Anzahl von Ausführungsformen von Dämpfern kann im Verlaufe des Spieles für die jeweils unterschiedlichen zu blasenden Tonveränderungen benötigt werden. Der Halter ist deshalb als Befestigungsklammer ausgeführt, welche die Befestigung der für das Spiel bereit zu haltenden Dämpfer an einem Element des Notenpultes unterstützt. Eine bevorzugte Befestigungsklammer beinhaltet eine Halteleiste, die angeordnet wird an einer geeigneten Stelle der Halterung der Vorrichtung. Konstruktiv befindet sich eine erste Biegung zwischen dem oberen Teil und der Halteleiste, wodurch diese als Klemm-leiste ausgebildet ist um an den Notenhalter geklemmt zu werden. Eine rückwärtige Wand ist dem oberen Teil nachgeordnet, welche mit einem Winkel von ungefähr 90° nach unten zeigt. Eine unterstützende Platte wird im rechten Winkel an dem unteren Rand der rückwärtigen Wand angeordnet, welche prinzipiell parallel zur oberen Klemmleiste verläuft. Die unterstützende Platte besitzt ihrerseits eine oder mehrere Öffnungen, wobei jede einzelne Öffnung zur Aufnahme und Lagerung von Dämpfern beziehungsweise vergleichbaren Zubehörs dient.

Dieser Lösung haftet jedoch der Nachteil an, daß es in seinen Dimensionen zu groß ausgeführt ist und nicht für alle Dämpfergrößen einsetzbar ist, da der Abstand zwischen dem Halter und der Befestigungsmöglichkeit am Notenpult zu gering ist. Außerdem ist diese Lösung prinzipiell an ein Notenpult gebunden. Neben der Größe, welche bei dieser Ausführung negativ zu Buche schlägt, ist sie außerdem ungünstig zu transportieren und erfordert einen hohen Platzbedarf. Akustisch wirkt diese Halterung ebenfalls ungünstig, da diese Vorrichtung komplett aus einem Teil besteht und somit über keine wünschenswerte Schalldämpfung verfügt.

Die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, eine Halterung für Dämpfer bei Blechblasinstrumenten zu schaffen, welche hochflexibel ist durch einen geringen Montageaufwand einsetzbar ist, wobei trotzdem Mehrfachlösungen für die Ablage von Dämpfern sowie anderem Zubehör möglich sein sollen, indem beispielsweise für verschiedene Größen eine vielfache Variationsmöglichkeit besteht und bei der vor allem die Dämpfer problemlos leicht mit einer Hand aus der Halterung entnehmbar sein sollen, für den unmittelbaren Einsatz zur Tonveränderung während des Spieles, ohne das umgegriffen werden muß. Außerdem soll die erfindungsgemäße Dämpferhalterung durch ihre gewählte Ausführungsform akustisch positiv schalldämpfend wirken, indem eigens dämpfendes Material für die unmittelbare Ablage zum Einsatz gelangt, wodurch Schwingungen nicht nur unterdrückt werden, sondern gar nicht erst entstehen. Das hierfür verwendete zweite, nämlich dämpfende Material Moosgummi minimiert lästige Geräusche bei Konzerten oder Tonaufnahmen, wo es auf eine hohe Tonqualität ankommt. Es besteht schließlich die Aufgabe der Erfindung noch darin, daß eine Befestigung sowohl am Instrumentenständer, als auch am Notenpult möglich sein soll. Vorzugsweise an allen üblich gebräuchlichen Rohren, wie beispielsweise auch einem Mikrofonständer.

Die Lösung der Erfindung besteht aus einem gebogenen Runddraht, welcher die Form eines nahezu geschlossenen Kreises aufweist. Der Runddraht ist ferner mit einem Flachmetallteil versehen, welches ein Loch aufweist zur Befestigung am eigentlichen Träger wo der Dämpferhalter, der sowohl an einem Notenpult, einem Instrumentenständer, als auch einem Mikrofonständer befestigt werden kann. Des weiteren ist der Runddraht grundsätzlich mit einem Kunststoffüberzug zum Oberflächenschutz des Blechblasinstrumentes versehen. Der nahezu geschlossene Kreis des Runddrahtes ist in seiner Dimensionierung, daß heißt in seinem Durchmesser variabel für alle Dämpfergrößen, ausgenommen selbstverständlich Tuba, ausgeführt, wobei trotzdem wenige Größen ausreichend sind, um sämtliche Größenverhältnisse der einzelnen Metallblasinstrumente abzudecken.

Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:

1 Draufsicht auf Dämpferhalter

2 Draufsicht Dämpferhalter mit schallschluckender Ummantelung

3 einfacher und doppelter Dämpferhalter mit Adapter ohne Dämpfer

Ein Runddraht 1 ist mit einem Flachdrahtteil 2 ausgestattet, welches als Aufnahme für einen Adapter dient, an welchem der Dämpferhalter befestigt wird. Das Flachdrahtteil 2 weist zur Befestigung eine Aufnahmeöse 3 auf, durch welche vorzugsweise als Befestigungsmittel eine Schraube geführt wird, die letztlich am Adapter verschraubt wird. Eine Ummantelung 4 des Runddrahtes 1 dient dem Schutz der Oberfläche der abgelegten Dämpfer und ein Dämpfungsschlauch 5 bewirkt ein geräuscharmes Entnehmen und Ablegen des Dämpfers. Zur Befestigung des Runddrahtes 1 der Dämpferhalterung wird vorzugsweise ein Adapter 6 mit von Hand zu betätigenden Rändelschrauben 8 verwendet, welche eine stabile, aber dennoch leicht lösbare Befestigung, beziehungsweise Montage an einem Ständer 7 ermöglichen, welcher sowohl ein Notenpult, Mikrofonständer oder auch Instrumentenständer sein kann. Der erfindungsgemäße Dämpferhalter eignet sich außerdem zur Ablage von weiterem Zubehör.

1Runddraht 2Flachdraht 3Aufnahmeöse 4Ummantelung 5Dämpfungsschlauch 6Adapter 7Ständer 8Rändelschraube

Anspruch[de]
  1. Dämpferhalter zur Ablage sowie dem Entnehmen von Dämpfern für Metallblasinstrumente zur Veränderung des Tones während des Spieles dadurch gekennzeichnet, daß dieser aus einem nahezu geschlossenen kreisförmigen Runddraht (1) besteht, welcher zur Befestigung an einem vorzugsweisen Adapter (6) ein Flachdrahtteil (2) mit einer Aufnahmeöse (3) aufweist.
  2. Dämpferhalter nach Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß der Runddraht (1) mit einer Ummantelung (4) zum Oberflächenschutz der Instrumente ausgestattet ist, welche vorzugsweise als Kunststoffschlauch ausgeführt ist.
  3. Dämpferhalter nach Punkt 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß die nahezu geschlossenen kreisrunden Öffnungen des Dämpferhalters in unterschiedlichen Größen für die verschiedenen Größen von Dämpfern ausgebildet sind.
  4. Dämpferhalter nach den Punkten 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß der Runddraht (1) mit einem Dämpfungsschlauch (5) aus vorzugsweise Moosgummi als schalldämpfendem Element ausgestattet ist.
  5. Dämpferhalter nach den Punkten 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, daß an einem Adapter (6) ein oder mehrere Dämpferhalter befestigt sein können, wobei die Befestigung vorzugsweise mittels Rändelschrauben (8) vorgenommen wird.
  6. Dämpferhalter nach den Punkten 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, daß der Adapter (6) an einem Ständer angeordnet ist, welcher sowohl ein Notenpult, ein Mikrofonständer oder auch ein Instrumenständer sein kann.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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