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Dokumentenidentifikation DE10335793A1 10.03.2005
Titel Mehrphasiger, vielpoliger Linear- oder Rotationssynchronmotor
Anmelder präTEC Präzisionstechnik GmbH, 98530 Rohr, DE
Erfinder Heinrich, Wolfgang, Dr.-Ing., 98553 Hinternah, DE;
Weyh, Jürgen, Dipl.-Ing., 98547 Viernau, DE;
Zitzmann, Guido, 98547 Kühndorf, DE
Vertreter Meissner, Bolte & Partner GbR, 07545 Gera
DE-Anmeldedatum 05.08.2003
DE-Aktenzeichen 10335793
Offenlegungstag 10.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.03.2005
IPC-Hauptklasse H02K 41/03
IPC-Nebenklasse H02K 21/12   H02K 3/48   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen mehrphasigen, vielpoligen Linear- oder Rotationssynchronmotor mit einem Primärteil, umfassend ein vorzugsweise geblechtes Joch mit einer Vielzahl von Zähnen mit Zahnköpfen und dazwischen befindlichen Nuten sowie in den Nuten angeordnete Pol- oder Ankerwicklungen oder entsprechende Wicklungspakete, einem Sekundärteil, welches im Wesentlichen dem Primärteil gegenüberliegend ausgebildet ist und eine Vielzahl von Permanentmagneten wechselnder Polarität aufweist, die auf einer gemeinsamen Rückflusssohle angeordnet sind, wobei weiterhin die Nutausgänge eine im Wesentlichen gleichmäßige Nutteilung Tn sowie die Permanentmagnetpole eine im Wesentlichen gleichmäßige Polteilung Tp aufweisen und wobei mehrere in nebeneinander liegenden Nuten verlaufende Wicklungen oder Wicklungspakete mit gleicher Bestromung beschaltet sind. Erfindungsgemäß umfassen die Zahnköpfe Formkörper oder Formstücke, welche nach Einbringen oder Anordnen der Wicklungen oder Wicklungspakete in die Nuten mit dem freien Zahnkopfende stoffschlüssig und/oder formschlüssig verbunden werden, wobei hierfür die jeweiligen Zahnkopfenden eine Ausnehmung oder einen Rücksprung aufweisen. Weiterhin ist das Verhältnis zwischen Nutteilung Tn und Polteilung Tp nahe 1 gewählt und es wiederholt sich die jeweilige gleiche Zuordnung von Zahn und Permanentmagnet erst über eine Vielzahl von Zähnen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen mehrphasigen, vielpoligen Linear- oder Rotatiorrssynchronmotor mit einem Primärteil, umfassend ein vorzugsweise geblechtes Joch mit einer Vielzahl von Zähnen mit Zahnköpfen und dazwischen befindlichen Nuten, sowie in den Nuten angeordnete Pol- oder Ankerwicklungen oder entsprechende Wicklungspakete, einem Sekundärteil, welches im wesentlichen dem Primärteil gegenüberliegend ausgebildet ist, und eine Vielzahl von Permanentmagneten wechselnder Polarität aufweist, die auf einer gemeinsamen Rückflußsohle angeordnet sind, wobei weiterhin die Nutausgänge eine im wesentlichen gleichmäßige Nutteilung Tn sowie die Permamentmagnetpole eine im wesentlichen gleichmäßige Polteilung Tp aufweisen und wobei mehrere in nebeneinander liegenden Nuten verlaufende Wicklungen oder Wicklungspakete mit gleicher Bestromung geschaltet sind, gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Bekanntermaßen bestehen elektrische Synchronmotoren aus einem sogenannten Primärteil, welches die eigentliche Wicklung enthält und einem mit Permamentmagneten bestückten Reaktionsteil, auch Sekundärteil genannt. Unterschieden wird bei solchen Motoren zwischen geblechten oder eisenbehafteten und eisenlosen Motoren.

Bei allen Synchronmotoren der vorbeschriebenen Art, die eine deutlich erkennbare Zahnstruktur im Primärteil aufweisen, und ausgeprägten Magnetpolen im Sekundärteil, treten bei Relativbewegung zwischen den beiden Teilen Änderungen im magnetischen Widerstand, d.h. Reluktanzunterschiede auf, welche zu unerwünschten Rasteffekten oder sogenannten Reluktanzkräften führen. Ein solcher Effekt ist bei der Anwendung von Synchronmotoren störend, da er vor allem die Gleichlaufeigenschaften beeinflußt und nicht oder nur mit sehr großem Aufwand durch regelungstechnische Maßnahmen beseitigt werden kann.

Ebenfalls bekannt ist, daß der vorstehend erwähnte Reluktanzeffekt sehr stark von der Grundanordnung der Polstruktur bei Primär- und Sekundärteil abhängt.

Eine solche Polstruktur des Standes der Technik soll anhand der 1a bis 1c erläutert werden. Bei diesen Figuren sind übliche Anordnungen mit Blick auf das Teilungsverhältnis zwischen der Nutteilung Tn und der Polteilung Tp gezeigt.

Gemäß den 1a bis 1c wird von einem Primärteil 1 und einem Sekundärteil 2 ausgegangen. Das Primärteil 1 weist eine Anzahl von Zähnen 4 auf, die über ein Joch 5 verbunden sind. Zwischen den Zähnen 4 befinden sich Nuten 3, welche die Wicklung bzw. ein Wicklungspaket aufnehmen.

Um Reluktanzrippel gering zu halten, besteht das Ziel, die Breite 3a des Nutausgangs Bn zu minimieren, was durch eine pilzkopfförmige Ausbildung 4a am freien Ende der Zähne realisiert wird. Eine solche Pilzkopfstruktur ist beispielsweise aus der DE 197 01 342 A1, der DE 33 20 805 C2, aber auch der CZ 288 081 B vorbekannt.

Es ist augenscheinlich, daß diese Pilzkopfausbildung der Zähne einen wesentlichen fertigungstechnischen Nachteil zur Folge hat, da es nicht möglich ist, vorgefertigte Wicklungspakte durch die verbleibenden, engen Nuten Bn, vorbei an den Zahnköpfen 4a, in den Nutzwischenraum einzubringen.

Bei den Darstellungen nach den 1a bis 1c ergibt sich weiterhin der Nachteil, daß sich die Nutteilung Tn deutlich von der magnetischen Polteilung Tp unterscheidet.

Bei Relativverschiebung von Primär- und Sekundärteil kommt es durch die Reluktanzunterschiede bzw. Unterschiede im magnetischen Widerstand zu den erläuterten Rasteffekten, d.h. zu Reluktanzrippeln. Dieser Effekt ist umso größer, je weiter Tn und Tp auseinanderliegen.

Gemäß 1a ist eine deutliche Differenz zwischen der Nutteilung Tn und derr Polteilung Tp gezeigt. Hier sind Tn und Tp bei etwa 1/3 = 0,33 liegend. Jede Nut 3a mit der Breite Bn erzeugt bei Verschiebung des Motors relativ zu den gegenüberliegenden Magnetpolen 6 eine elementare Reluktanzkraft. In der Summe überlagern sich diese elementaren Reluktanzkräfte zu einer äußerlich meßbaren Gesamtwirkung.

Bei Überlagerung von Einzelrastkräften ist es von Bedeutung, ob diese gleichsinnig oder gegensinnig wirken bzw. wie die Phasenlage bezogen auf eine Magnetperiode ist.

Im Fall gemäß Darstellung nach 1a beträgt der Phasenversatz bezogen auf die Magnetperiode 2 Tp von Nut zu Nut jeweils 60°. Die gleiche Zahn-Nut-Magnet-Konstellation wiederholt sich jeweils nach drei Zähnen.

1c zeigt ebenfalls eine deutliche Differenz zwischen Nutteilung Tn und Polteilung Tp. Hier ist Tn zu Tp in etwa 1/0,75 = 1,33. In diesem Fall beträgt der Phasenversatz bezogen auf die Magnetperiode 2 Tp von Nut zu Nut jeweils 120°. Diese Zahn-Nut-Magnet-Konstellation wiederholt sich ebenfalls jeweils nach drei Zähnen.

In beiden vorstehend beschriebenen Fällen ergibt sich durch vektorielle Addition der elementaren nutbezogenen Rastkräfte eine starke resultierende Gesamtkraft. Durch den hohen Wiederholungsgrad der gleichen Zahn-Magnet-Konstellation innerhalb des Motors verstärkt sich diese Wirkung noch abhängig von der jeweiligen Motorgröße.

Es hat sich gezeigt, daß eine Verringerung der Breite des Nutausgangs Bn zwar den Gesamtreluktanzrippel reduziert, jedoch nicht bezogen auf die eigentliche Ursache wirkt.

Es ist weiterhin bekannt, bei geblechten Synchronmotoren zur Verminderung der Reluktanzrippel entweder die Magnetpole schräg anzuordnen oder aber auch die Blechpakte der Primärteile so zu stapeln, daß eine Schrägung der Zähne relativ zu den ansonsten üblicherweise parallel verlaufenden Magnetpolen gegeben ist. Nachteilig ist jedoch die in diesem Fall gegebene ungewollte Verminderung der Kraftausbeute des Motors.

Hinsichtlich des Standes der Technik sei noch auf die EP 0 793 870 B1 verwiesen. Dort wird zur Reduktion der Reluktanzrippel vorgeschlagen, bei einer Vergrößerung der Nutbreite Bn auf ein Verhältnis von Bn zu Tn zwischen 0,4 und 0,55 abzustellen. Offen bleibt allerdings, in welchem Verhältnis die Polteilung Tn zu Tp stehen sollte, um einen optimalen Effekt zu erreichen. Im übrigen wird dort ein Polteilungsverhältnis Tn zu Tp = 0,75 als gegeben vorausgesetzt.

Untersuchungen der Anmelderin haben gezeigt, daß ein solches Polteilungsverhältnis Tn zu Tp primär für die Höhe der resultierenden Reluktanzrippel verantwortlich ist und auch im Fall eines gewählten breiten Nutausgang Bn gemäß EP 0 793 870 B1 noch zu einem an sich brauchbaren Ergebnis führen kann.

Betrachtet man jedoch die Lehre gemäß CZ 288 081 B, dann ist davon auszugehen, daß nur eine Reduzierung der Breite Bn zu einem optimierten Ergebnis mit entsprechend wünschenswerten Eigenschaften eines derartigen Synchronmotors führt.

Wie bereits erläutert, führt allerdings eine Minimierung der Nutbreite dazu, daß die Wicklung oder das Wicklungspaket nur als sogenannte lose Feldwicklung in die Nuten eingebracht werden kann. Die entsprechenden zur freien Seite hin verbreiterten Zahnköpfe verbieten das an sich fertigungsseitig optimale Aufstecken vorgefertigter Formspulen. Lose Feldwicklungen können im Übrigen nur mit einem im Vergleich zu Formspulen geringeren Kupferfüllfaktor in den Nuten angeordnet werden, was zu weiteren Effizienznachteilen des Motors führt.

Aus dem Vorgenannten ist es daher Aufgabe der Erfindung, einen weiterentwickelten mehrphasigen, vielpoligen Linear- oder Rotationssynchronmotor mit Primär- und Sekundärteil anzugeben, wobei der Motor kostengünstig herstellbar sein soll und insgesamt sich als besonders reluktanzrippelarm darstellt.

Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt mit einer Ausbildung gemäß der Lehre des Patentanspruchs 1, wobei die Unteransprüche mindestens zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen darstellen.

Erfindungsgemäß vereint die vorgeschlagene technische Lehre einerseits die Wahl eines geeigneten Polteilungsverhältnisses und andererseits eine Ausbildung der Zahnköpfe, die in der Lage ist, Formkörper oder Formstücke aufzunehmen, mit dem Ziel, in technologisch einfacher Weise vorgefertigte Wicklungspakete, insbesondere Formspulen mit hohem Kupferfüllfaktor in die Nuten, d.h. die Zahnzwischenräume einzubringen.

Zu diesem Zweck weisen die jeweiligen Zahnkopfenden eine Ausnehmung oder einen Rücksprung auf. Diese Ausnehmungen bzw. Rücksprünge dienen dem Fixieren der vorerwähnten Formkörper oder Formstücke, die so orientiert werden, daß sich die Breite des Nutausgangs Bn verringert.

Die Formkörper oder Formstücke werden nach dem Einbringen oder Anordnen der Wicklungen oder Wicklungspakte in die Nuten mit den freien Zahnkopfenden stoffschlüssig und/oder formschlüssig verbunden.

Die Formkörper oder Formstücke bestehen bevorzugt aus einem weichmagnetischen Material, das bei einer besonderen Ausgestaltung gegenüber dem Zahnmaterial, d.h. dem Blechpaket des Primärteils, elektrisch isoliert ist.

Die Formkörper oder Formstücke sind mit der jeweiligen Ausnehmung oder dem jeweiligen Rücksprung bevorzugt verklebt. Im Anschluß nach dem Einbringen der vorgefertigten Wicklungen bzw. Wicklungspakete und dem Fixieren der Formkörper oder Formstücke erfolgt ein Gesamtverguß dieser Teilanordnung.

Die Isolation zwischen Formkörper oder Formstück und dem Zahnmaterial kann bevorzugt durch die Kleberschicht gebildet werden, welche auch zum Befestigen des jeweiligen Formkörpers in der entsprechenden Ausnehmung dient.

Die Ausnehmungen oder Rücksprünge sind bei einer Ausführungsform der Erfindung beidseitig eines jeweiligen Zahnkopfendes ausgebildet und besitzen eine Nutform.

Die Nut kann einen halbkreisförmigen, rechteckigen, quadratischen, dreieckigen oder trapezförmigen Querschnitt aufweisen.

Alternativ oder ergänzend können Ausnehmungen oder Rücksprünge stirnseitig des Zahnkopfes befindlich sein, wobei der jeweilige Formkörper oder das Formstück, den Zahnkopf verbreiternd, aufgesetzt und arretiert wird.

Erfindungsgemäß ist das Verhältnis zwischen Nutteilung Tn und Polteilung Tp mindestens über Abschnitte des Motors nahezu 1 gewählt und es wiederholt sich die jeweilige gleiche Zuordnung von Zahn und Permamentmagnet erst über eine Vielzahl von Zähnen. Zwischen zwei benachbarten Nuten liegt bezüglich der über die Nutlänge im jeweiligen Wicklungsstrang erzeugten elektromotorischen Kraft bezogen auf die Magnetperiode 2 Tp ein geringer elektrischer Phasenversatz vor. Die vorerwähnte Vielzahl von Zähnen besitzt einen Wert größer bzw. gleich 6, wobei der Phasenversatz ≤ 60° beträgt.

Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels sowie unter Zuhilfenahme von Figuren näher erläutert werden.

Hierbei zeigen:

2 einen Abschnitt eines Synchronmotors mit geeignetem Polteilungsverhältnis als Prinzipdarstellung;

2a und 2b Anordnungen von Zahnköpfen mit Ausnehmungen oder Rücksprüngen und nachträglich eingebrachten Formstücken zum Zweck der leichteren Montage vorgefertigter Wicklungen in die jeweiligen Nuten.

Bezüglich der Bezugszeichen sei auf diejenigen in der Beschreibungseinleitung verwiesen, d.h. für gleiche Teile der jeweiligen Darstellung werden dieselben Bezugszeichen verwendet.

2 zeigt wiederum ein Primärteil 1 mit einem Joch 5 und einer Vielzahl von Zähnen 4 und Zahnköpfen 4a. Zwischen den einzelnen Zähnen 4 befinden sich Nuten 3 mit einer entsprechenden Nutausgangsbreite 3a bzw. Bn. Die Permamentmagneten 6 sind jeweils mit unterschiedlicher Polarität auf einer gemeinsamen Rückflußsohle 7 angeordnet. Die Rückflußsohle 7 mit dem Permamentmagneten 6 bildet das Sekundärteil 2.

Der Zyklus TR der Reluktanzrippel ergibt sich aus TR = 360°/kleinstes gemeinsames Vielfaches von Nn und Np.

Nn ist hierbei die Nutzahl und Np die entsprechende Magnetpolzahl. Mit geringer werdendem Zyklus sinkt die Amplitude der unerwünschten Reluktanzrippel.

Die Prinzipdarstellung nach 2 offenbart einen Synchronmotor mit einem geeigneten, optimierten Polteilungsverhältnis.

Hier ist wesentlich der durch das Polteilungsverhältnis Tn/Tp = 0,888 bedingte geringere Wiederholungsgrad in der Zahn-Nut-Magnet-Konstellation. Selbige wiederholt sich erst nach jedem neunten Zahn.

Von Nut zu Nut liegt hier bezogen auf die mechanische Magnetperiode 2 Tp = 360° nur ein Versatz von 360°/9 = 40° vor.

Bei der Relativbewegung bzw. Verschiebung von Primärteil 1 und Sekundärteil 2 kompensieren sich durch jeweils eine Nut hervorgerufene Einzelrippel in besonders vorteilhafter Weise, weil durch die hohe Rippelanzahl pro Magnetperiode 2 Tp und dem geringen Phasenversatz jeder Reluktanzrippel durch einen annähernd phasengleichen Gegenrippel ausgelöscht wird. Die Reluktanzunterschiede während der Bewegung als eigentliche Ursache für die Reluktanzrippel sind hier also weitgehend aufgehoben.

Je mehr sich das Polteilungsverhältnis der Zahl 1 nähert, umso effektiver erfolgt die Kompensation der Einzelrippel und die Rippelminimierung. Es sind also bei größeren Motoren mit deutlich höheren Polzahlen im Primärteil bezogen auf den Stand der Technik weitaus günstigere Verhältnisse erreichbar.

Als unterer Grenzfall ist ein Polteilungsverhältnis Tn/Tp = 1/1,2 = 0,833 anzugeben, Hier wiederholt sich die gleiche Zahn-Pol-Konfiguration bereits nach jedem sechsten Zahn.

Bei einer gegenüber der Polzahl um die Zahl 1 oder 2 größeren Nutzahl ist das Polteilungsverhältnis Tn/Tp immer < 1, wobei jedoch auch umgekehrte Verhältnisse möglich sind. Aufgrund der durch das gegen 1 gehende Zahnteilungsverhältnis ist es, wie aus 2 ersichtlich, notwendig, daß von Nut 3 zu der jeweils benachbarten Nut wegen des Polaritätswechsels der Magnetpole 6 auch eine Änderung der Stromrichtung zu erfolgen hat.

In jedem innerhalb einer Nut 3 liegenden Wicklungsstrang 8 (siehe 2a, 2b) wird bei Stromfluß eine Teilkraft F erzeugt. Die Summe dieser Teilkräfte eines Motors als Gesamtkraft in einem Mehrphasensystem sollte im wesentlichen konstant sein.

Die Sollbestromung korreliert dabei in ihrer elektrischen Phasenlage mit der in einer Nut erzeugten Gegenspannung bei Verschiebung des Primärteils, auch EMK (elektromotorische Kraft) genannt.

Im vorgeschlagenen Motor liegt von Nut zu Nut eine relativ geringe EMK-bezogene Phasenverschiebung vor, die es gestattet, innerhalb einer Motorphase mehrere benachbarte Wicklungsstränge elektrisch in Reihe zu schalten und damit gleich zu bestromen.

Zwei benachbarte, in Reihe geschaltete Nutwicklungen bilden eine sogenannte Zahnwicklung mit n Windungen.

Bei einem Motor gemäß Prinzipdarstellung nach 2 sind jeweils pro Phase drei benachbarte Zahnwicklungen in Reihe geschaltet und werden in einem Dreiphasensystem betrieben.

Bei Motoren nach den Darstellungen gemäß 2a und 2b ist es möglich, vorgefertigte Wicklungen 8 in die Nuten 3 einzubringen und danach durch Einlegen von Formstücken 9a oder 9b eine gewünschte Zahnkopfverbreiterung 4a nachzubilden.

Ohne derartige Formstücke würde wegen der größeren Nutbreite Bn ein schlechteres Ergebnis bezogen auf die Gesamteigenschaften des Motors vorliegen.

Die Formstücke 9a, 9b werden nach dem Einbringen der Wicklung bzw. des Wicklungspakets, die aus vorgefertigten Formspulen bestehen können, montiert.

Die im wesentlichen geradlinig verlaufenden Zähne sind hierfür im Bereich der Zahnköpfe mit Ausnehmungen, Aussparungen oder Rücksprüngen versehen, in welche die Formstücke zur Bildung optimierter Zahnköpfe eingelegt und verklebt bzw. mit dem gesamten Primärteil vergossen werden. Hierdurch ergibt sich ein montagefreundlicher und demzufolge effizienter Aufbau.

Zur Vermeidung von Wirbelströmen infolge eines unerwünschten magnetischen Wechselflusses sind die Formkörper oder Formstücke gegenüber dem geblechten Zahnmaterial mit einer elektrisch wirksamen Isolation versehen.

Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß die Erfindung einerseits in der speziellen Ausbildung der Zahnköpfe mit Formkörpern oder Formstücken zum nachträglichen Reduzieren der Nutbreite , aber auch ganz speziell in der Kombination dieser konstruktiven Maßnahme mit der Einstellung eines günstigen Verhältnisses zwischen Nutteilung Tn und Polteilung Tp besteht, wodurch insgesamt die Möglichkeit geschaffen ist, einen Synchronmotor besonders effizient und besonders rippelarm zu betreiben.

1Primärteil 2Sekundärteil 3Nuten 3aNut mit einer Breite Bn 4Zähne 4aZahnköpfe/Formstücke 5Joch 6Permamentmagnete 7gemeinsame Rückflußsohle 8Wicklungen bzw. Wicklungspaket 9a,bFormstücke TpPolteilung TnNutteilung

Anspruch[de]
  1. Mehrphasiger, vielpoliger Linear- oder Rotationssynchronmotor mit einem Primärteil, umfassend ein vorzugsweise geblechtes Joch mit einer Vielzahl von Zähnen mit Zahnköpfen und dazwischen befindlichen Nuten sowie in den Nuten angeordnete Pol- oder Ankerwicklungen oder entsprechende Wicklungspakete,

    einem Sekundärteil, welches im wesentlichen dem Primärteil gegenüberliegend ausgebildet ist und eine Vielzahl von Permamentmagneten wechselnder Polarität aufweist, die auf einer gemeinsamen Rückflußsohle angeordnet sind, wobei

    weiterhin die Nutausgänge eine im wesentlichen gleichmäßige Nutteilung (Tn) sowie die Permamentmagnetpole eine im wesentlichen gleichmäßige Polteilung (Tp) aufweisen und

    wobei mehrere in nebeneinander liegenden Nuten verlaufende Wicklungen oder Wicklungspakete mit gleicher Bestromung beschaltet sind,

    dadurch gekennzeichnet, daß

    die Zahnköpfe Formkörper oder Formstücke umfassen, welche nach Einbringen oder Anordnen der Wicklungen oder Wicklungspakete in die Nuten mit dem freien Zahnkopfende stoffschlüssig und/oder formschlüssig verbunden werden, wobei hierfür die jeweiligen Zahnkopfenden mindestens eine Ausnehmung oder einen Rücksprung aufweisen.
  2. Mehrphasiger Synchronmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Formkörper oder Formstücke aus einem weichmagnetischem Material bestehen.
  3. Mehrphasiger Synchronmotor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Formkörper oder Formstück gegenüber dem Zahnmaterial elektrisch isoliert sind.
  4. Mehrphasiger Synchronmotor nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Formkörper oder Formstücke mit der jeweiligen Ausnehmung oder dem jeweiligen Rücksprung verklebt sind.
  5. Mehrphasiger Synchronmotor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolation zwischen Formkörper oder Formstück und dem Zahnmaterial durch die Kleberschicht gebildet ist.
  6. Mehrphasiger Synchronmotor nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen oder Rücksprünge beidseitig eines jeweiligen Zahnkopfendes ausgebildet sind und eine Nutform besitzen.
  7. Mehrphasiger Synchronmotor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Nutform einen halbkreis-, rechteckigen-, quadratischen-, dreieckigen oder trapezförmigen Querschnitt aufweist.
  8. Mehrphasiger Synchronmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen oder Rücksprünge stirnseitig der Zahnköpfe befindlich sind, wobei der jeweilige Formkörper oder das jeweilige Formstück den Zahnkopf verbreiternd aufgesetzt ist.
  9. Mehrphasiger Synchronmotor nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Formstücke oder Formkörper die magnetisch wirksame Breite des Nutausganges verringern.
  10. Mehrphasiger Synchronmotor nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis zwischen Nutteilung (Tn) und Polteilung (Tp) mindestens über Abschnitte des Motors nahe 1 gewählt ist und sich die jeweilige gleiche Zuordnung von Zahn und Permamentmagnet erst über eine Vielzahl von Zähnen wiederholt und zwischen zwei benachbarten Nuten bezüglich der über die Nutlänge im jeweiligen Wicklungsstrang erzeugten elektromotorischen Kraft bezogen auf die Magnetperiode 2 Tp ein geringer elektrischer Phasenversatz vorliegt.
  11. Mehrphasiger Synchronmotor nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Vielzahl von Zähnen einen Wert ≥ 6 besitzt.
  12. Mehrphasiger Synchronmotor nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Phasenversatz ≤ 60° beträgt.
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