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Dokumentenidentifikation DE202004019185U1 10.03.2005
Titel Lockstofffalle für Silberfische
Anmelder W. Neudorff GmbH KG, 31860 Emmerthal, DE
Vertreter Hannke, C., Dipl.-Phys. Univ., Pat.-Anw., 93047 Regensburg
DE-Aktenzeichen 202004019185
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 10.03.2005
Registration date 03.02.2005
Application date from patent application 11.12.2004
IPC-Hauptklasse A01M 1/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Lockstofffalle zur Bekämpfung von Schädlingen, insbesondere Silberfischen, mit einem Fallengehäuse und einem darin angeordneten lockstoffenthaltenden Fraßkörper, gemäß dem Oberbegriff des Schutzanspruches 1.

Zur Bekämpfung von Schädlingen im häuslichen Bereich, insbesondere von Silbertischen, Schaben, Heimchen, Kellerasseln und anderen Ungeziefern sind eine Vielzahl von Mitteln bekannt, die in der Regel mittels Spraydose an den relevanten Boden- und Wandbereichen aufgesprüht oder in flüssiger und/oder viskoser Form aufgetragen werden. Derartige Mittel weisen häufig die Gefahr von zurückbleibenden Flecken und/oder Geruchsbildungen auf. Des weiteren liegen bei derartig aufgetragenen Mitteln die bekämpften Schädlinge auf dem Boden verteilt herum und sind somit Kindern und Haustieren frei zugänglich.

Alternativ gibt es als festkörperartige Köder ausgebildete Fraßkörper, die mit Lockstoffen versehen sind und innerhalb eines Fallengehäuses, welches als flacher Kunststoffkörper innerhalb geschlossener Räume am Boden angeordnet werden kann, angeordnet sind. Solche häufig als Köderbox bezeichnete Lockstofffallen werden zusammen mit dem Fraßkörper in einteiliger Form hergestellt und verkauft, so dass die gesamte Köderbox, die in der Regel ein Kunststoffgehäuse aufweist, in den Abfall geworfen werden muss, nachdem der Fraßkörper durch die Schädlinge aufgefressen wurde. Dies hat eine Produktion von zusätzlichem Abfall sowie einen hohen Herstellungs- und Verkaufspreis für jede weitere erneut anzuschaffende Lockstofffalle zur Folge.

Demzufolge liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Lockstofffalle zur Bekämpfung von Schädlingen, insbesondere Silberfischen, zur Verfügung zu stellen, die hinsichtlich des Fraßkörpers nachfüllbar ist und das Sammeln von bekämpften Schädlingen, insbesondere Silbertischen ermöglicht.

Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen des Schutzanspruches 1 gelöst.

Ein wesentlicher Punkt der Erfindung liegt darin, dass bei einer Lockstofffalle zur Bekämpfung von Schädlingen, insbesondere Silberfischen, mit einem Fallengehäuse und einem darin angeordneten lockstoffenthaltenden Fraßkörper dieses Fallengehäuse aus zwei zueinander verschwenkbaren flachen Gehäuseteilen mit jeweils der Grundform eines Dreiecks besteht, wobei das erste Gehäuseteil bodenrandseitig schlitzartige Ausnehmungen zur Aufnahme von komplementär ausgebildeten am zweiten Gehäuseteil angeordneten Steckvorsprüngen bei geschlossenem Fallengehäuse aufweist. Auf diese Weise ist das Nachfüllen des Fallengehäuses mit einem weiteren neu erworbendem Fraßkörper durch Auf- und Zuklappen des zweiteiligen Fallengehäuses möglich.

Zugleich wird durch mit den Steckvorsprüngen und den Ausnehmungen gebildeten Steckverbindungen ein einfaches und schnelles Öffnen sowie Schließen des Fallengehäuses ermöglicht. Hierbei stellen die Steckverbindungen eine für Kinder und Haustiere nicht zu öffnende Verbindung dar, so dass der Zugang zu dem in dem Gehäuse angeordneten eigentlichen Fraßkörper und den darin sich sammelnden bekämpften Silberfischen und weiteren Schädlingen nicht möglich ist.

Das erste Gehäuseteil weist einen rings um eine dreieckförmige Bodenfläche geschlossenen verlaufenden Seitenrand, der dazu beiträgt, dass die den Fraßkörper fressenden Silberfische innerhalb der Falle gefangen bleiben, auf. Die Silberfische finden den Zugang zu dem Fraßkörper und damit in den Innenbereich des Fallengehäuses über den Seitenrand hinweg durch einen ringsherum laufenden Spalt, der zwischen dem ebenso dreieckförmig ausgebildeten einen Deckel darstellenden zweiten Gehäuseteil und der Seitenwand des ersten Gehäuseteils besteht. Dieser Spalt weist vorzugsweise eine Breite auf, die mindestens der Größe von Silbefischen entspricht.

Aufgrund der Dreiecksform dieser Lockstofffalle lässt sich diese in Zimmerecken versteckt, beispielsweise unterhalb eines Schrankes, an Orten, die die Hausbewohner als nicht störend empfinden, anordnen. Alternativ kann eine derart unauffällige Platzierung auch durch Anordnen der Lockstofffalle an Wänden mittels eines am Fallengehäuse angebrachten Klebestreifens erhalten werden.

Zwischen dem dreieckförmigen Deckel und dem bodenseitigen ersten Gehäuseteil ist mindestens ein gehäuseintegriertes Kunststoffscharnier angeordnet. Vorzugsweise sind in einem zwischen dem ersten und zweiten Gehäuseteil rückseitig angeordneten Zwischenteil ein erstes und ein zweites Kunststoffscharnier, die parallel zueinander verlaufen, ausgebildet. Die Verwendung derartiger Kunststoffscharniere ermöglicht vorteilhaft das Ausbilden des Fallengehäuses als einen einteiligen Kunststoffkörper und somit die Produktion des Fallengehäuses mit geringen Kosten.

An mindestens einer der Dreiecksecken der dreieckförmigen Bodenfläche ist vorzugsweise eine sich über die Seitenwandhöhe hinausstreckende Innenwand als Abstandshalter angeordnet. Diese Innenwand kann bogenförmig derart ausgebildet sein, dass sie mit den Endabschnitten des Bogens jeweils mit der Innenseite der Seitenwände abschließt. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass der zwischen dem Deckel und den Seitenwänden gewünschte Spalt sich automatisch beim Schließen des Deckels einstellt und während des geschlossenen Zustands beibehalten wird, selbst wenn aus Versehen jemand auf die Lockstofffalle tritt.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Vorteile und Zweckmäßigkeiten sind der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung zu entnehmen. Hierbei zeigen:

1 in einer Draufsicht ein geöffnetes Fallengehäuse für eine Lockstofffalle gemäß der Ausführungsform der Erfindung; und

2 in einer entlang dem Schnitt A ––– A gemäß 1 dargestellten Querschnittsansicht das Fallengehäuse für eine Lockstofffalle gemäß der Ausführungsform der Erfindung.

In 1 wird in einer Draufsicht ein Fallengehäuse für eine Lockstofffalle gemäß einer Ausführungsform der Erfindung in geöffnetem Zustand gezeigt. Das Fallengehäuse 1 setzt sich aus einem bodenseitigen ersten Gehäuseteil 2 und einem Deckel 3 zusammen, wobei die Gehäuseteile 2, 3 mittels eines Zwischenteils 4 und einem ersten Kunststoffscharnier 5 miteinander verbunden sind.

Das erste bodenseitige Gehäuseteil 2 weist einen ringsum verlaufenden Seitenrand 6 auf, der an Ecken 7a, 7b und 7c des Dreieckförmigen ersten Gehäuseteils 2 ebenso wie die eigentliche Bodenfläche mit einem vorgegebenen Radius abgerundet ist. In den Ecken 7a, 7b, und 7c sind als Abstandshalter Innenwände 8a angeordnet, wie es beispielsweise für die Ecke 7a gezeigt wird. Diese Innenwände dienen als Abstandshalter für die Beabstandung des Deckels 3 von der Seitenwand 6 bei geschlossenem Fallengehäuse. Die Innenwände 8a sind vorzugsweise bogenförmig ausgebildet und schließen mit ihren Endabschnitten mit Innenseiten der Seitenwände 6 ab.

Im bodenrandseitigen Bereich des ersten Gehäuseteils 2 sind Ausnehmungen 9a und 9b schlitzartig angeordnet, um komplementär ausgebildete Steckvorsprünge 10a und 10b, die an dem Deckel angeordnet sind, bei geschlossenem Fallengehäuse aufzunehmen. Hierfür weisen die Steckvorsprünge 10a und 10b seitlich angeordnete Rastvorsprünge auf, die ein Einrasten in die Ausnehmungen 9a und 9b zur festen Verbindung beider Gehäuseteile 2, 3 sicherstellen.

Um die Seitenwände 6 insbesondere im Bereich der Ausnehmungen 9a, 9b sowie des Scharniers 5 zu verstärken, sind kleine dreieckförmige Verstärkungselemente 11a, 11b, 11c, 11d, 11e und 11f angeordnet. Auf diese Weise verbiegen sich die Seitenwände 6 insbesondere im bezüglich der Ecken 7a, 7b und 7c des Dreiecks mittig angeordneten Bereichen nicht.

Zur Arretierung eines vorzugsweise dreieckförmig flach ausgebildeten hier nicht gezeigten Fraßkörpers weist der Deckel 3 zwei nach innen stehende Vorsprünge 12a und 12b auf.

In 2 wird in einer Querschnittsansicht entlang des Schnittes A ––– A, wie er in 1 gezeigt wird, das Fallengehäuse für eine Lockstofffalle gemäß der Ausführungsform der Erfindung gezeigt. Das Fallengehäuse 1 zeigt in seinem ersten bodenseitigen Gehäuseteil 2 die im Bereich der Ecken des Dreiecks angeordneten Innenwände 8a und 8b, welche gegenüber der Seitenwand 6 höher ausgebildet sind, um bei geschlossenem Zustand einen Spalt zwischen dem Deckel 3 und der Seitenwand 6 des ersten Gehäuseteils 2 sicherzustellen.

Ein zweites Kunststoffscharnier 13 ist parallel verlaufend zu dem ersten Kunststoffscharnier 5 angeordnet, wobei die Scharniere derart innerhalb des Kunststoffkörpers ausgebildet sind, dass das zweite Kunststoffschamier 13 vorzugsweise entgegengesetzt zu dem ersten Kunststoffscharnier 5 abgewinkelt werden kann.

Der in 2 gezeigten Darstellung ist deutlich zu entnehmen, dass die Steckvorsprünge 10b oberseitig die Rastvorsprünge 14 aufweisen, welche zum Eingreifen in die schlitzartigen Ausnehmungen 9a und 9b dienen.

Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich beansprucht, sofern sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.

1Fallengehäuse 2erstes Gehäuseteil 3zweites Gehäuseteil 4Zwischenteil 5erstes Kunststoffscharnier 6Seitenwände 7a, 7b, 7cEcken des dreieckförmigen ersten Gehäuseteils 8a, 8bInnenwände 9a, 9bschlitzartige Ausnehmungen 10a, 10bSteckvorsprünge 11a, 11b, 11c, 11d, 11e, 11fdreieckförmige Verstärkungen 12a, 12bVorsprünge 13zweites Kunststoffscharnier 14Rastvorsprung

Anspruch[de]
  1. Lockstofffalle zur Bekämpfung von Schädlingen, insbesondere Silberfischen, mit einem Fallengehäuse (1) und einem darin angeordneten lockstoffenthaltenden Fraßkörper, dadurch gekennzeichnet, dass das Fallengehäuse (1) aus zwei zueinander verschwenkbaren flachen Gehäuseteilen (2, 3) mit jeweils der Grundform eines Dreiecks besteht, wobei das erste Gehäuseteil (2) bodenrandseitig schlitzartige Ausnehmungen (9a, 9b) zur Aufnahme von komplementär ausgebildeten am zweiten Gehäuseteil (3) angeordneten Steckvorsprüngen (10a, 10b) bei geschlossenem Fallengehäuse (1) aufweist.
  2. Lockstofffalle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gehäuseteil (2) einen ringsum eine dreieckförmige Bodenfläche geschlossen verlaufende Seitenwand (6) aufweist.
  3. Lockstofffalle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Gehäuseteil (3) als dreieckförmiger Deckel mittels mindestens einem gehäuseintegrierten Kunststoffscharnier (5, 13) mit dem ersten Gehäuseteil (2) verbunden ist.
  4. Lockstofffalle nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch ein erstes und ein zweites Kunststoffscharnier (5, 13), die parallel zueinander verlaufend innerhalb eines zwischen dem ersten und dem zweiten Gehäuseteil (2, 3) rückseitig angeordneten Zwischenteils (4) ausgebildet sind.
  5. Lockstofffalle nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Gehäuseteil (3) bei geschlossenem Fallengehäuse (1) als Deckel vom ersten Gehäuseteil (2) und dessen Seitenwand (6) derart beabstandet ist, dass der sich daraus ergebende Spalt eine Breite aufweist, die mindestens der Größe von Silberfischen entspricht.
  6. Lockstofffalle nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einer der drei Dreiecksecken (7a, 7b, 7c) der dreieckförmigen Bodenfläche eine sich über die Seitenwandhöhe hinaus erstreckende Innenwand (8a, 8b) als Abstandshalter angeordnet ist.
  7. Lockstofffalle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwand (8a, 8b) bogenförmig ausgebildet ist.
  8. Lockstofffalle nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fallengehäuse aus Kunststoff besteht.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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