| Dokumentenidentifikation |
DE10338430A1 17.03.2005 |
| Titel |
NIR-Messung an einer Mischung aus Mehl und/oder Griess |
| Anmelder |
Bühler AG, Uzwil, CH |
| Erfinder |
Seiler, Werner, Züberwangen, CH; Gradenecker, Fabio, Sonnental, CH |
| Vertreter |
Frommhold, J., Dr.-Ing., Pat.-Ass., 38114 Braunschweig |
| DE-Anmeldedatum |
18.08.2003 |
| DE-Aktenzeichen |
10338430 |
| Offenlegungstag |
17.03.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
17.03.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
A23P 1/00
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| IPC-Nebenklasse |
A21D 8/02
G01N 21/35
G01N 33/10
A23L 1/16
G05D 11/13
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| Zusammenfassung |
Zur kontinuierlichen Herstellung einer Wasser sowie Mehl und/oder Grieß aufweisenden Masse für die Weiterverarbeitung zu Lebensmittelprodukten wie Nudeln, Couscous, estrudierten, expandierten oder agglomerierten Produkten, Backwaren oder dgl. werden die folgenden erfindungsgemäßen Schritte durchgeführt: a) Bereitstellen verschiedener Sorten stärkehaltiger Rohstoffe, unter denen sich mindestens zwei verschiedene Mehlsorten und/oder mindestens zwei verschiedene Grießsorten befinden; b) Zusammenführen der verschiedenen Sorten stärkehaltiger Rohstoffe in einem vorgegebenen Mischungsverhältnis in einem Trocken-Mischbereich zu einem homogenen mehlartigen oder grießartigen Rohstoffgemisch; c) Transportieren des homogenen Rohstoffgemisches von dem Trocken-Mischbereich zu einem Nass-Mischbereich; d) Zudosieren von Wasser zu dem Rohstoffgemisch in dem Nass-Mischbereich und Vermischen des Wassers mit dem Rohstoffgemisch zu einer feuchten Masse mit einem Wassergehalt von 20-60 Gew.-%. Erfindungsgemäß werden in Schritt c) an dem Rohstoffgemisch während seines Transports von dem Trocken-Mischbereich zu dem Nass-Mischbereich in zeitlichen Abständen Messungen mittels NIR-Reflexionsspektroskopie durchgeführt, um einen Messwert mindestens eines der Parameter Körnigkeit, Wassergehalt, Proteingehalt, Fettgehalt und Aschengehalt des Rohstoffgemisches zu bestimmen.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Anlage zur kontinuierlichen
Herstellung einer Wasser sowie Mehl und/oder Griess aufweisenden Masse für die Weiterverarbeitung
zu Lebensmittelprodukten wie Nudeln, Couscous, extrudierten, expandierten oder agglomerierten
Produkten, Backwaren oder dgl. gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1 bzw. Anspruch
14.
Bei der Herstellung dieser Art von Lebensmittelprodukten, im folgenden
auch als "Teigwaren" bezeichnet, erfolgt eine Vermischung stärkehaltiger Rohstoffe
zumindest mit Wasser, wobei das Gemisch (der "Teig") anschliessend einer thermisch-mechanischen
Weiterverarbeitung unterzogen wird. Je nach der Art der eingesetzten Rohstoffe und
ihrer Weiterverarbeitung werden dann die eingangs genannten Lebensmittelprodukte
gewonnen.
Das Erzielen einer konstanten Produktqualität wird mitunter dadurch
erschwert, dass die Eigenschaften der zugeführten Rohstoffe nicht immer konstant
sind. Man strebt daher eine möglichst gute Kenntnis der Eigenschaften der verwendeten
Rohstoffe an. Hierfür werden IR-spektroskopische Verfahren verwendet, wobei insbesondere
die NIR-Reflexionsspektroskopie zur Anwendung kommt.
Die EP 0 179 108 beschreibt
eine IR-Messeinrichtung in einer rohrförmigen Messstrecke, in der Mahlgut transportiert
wird. Das Mahlgut wird für die Messung leicht gepresst und geglättet, so dass eine
geringfügige Verdichtung erfolgt. Dabei wird das Mahlgut vor der Messung gestoppt,
so dass die IR-Messung an einer ruhenden Probe durchgeführt wird. Dadurch wird eine
Steuerung (Sollwert/Istwert-Abgleich) für die Herstellung von Mehlmischungen ermöglicht.
Die EP 0 539 537 beschreibt
ein Verfahren zur kontinuierlichen Inline-NIR-Messung. Auch hier liegt ein mehr
oder weniger gepresster und geglätteter Produktstrom vor. Allerdings findet aber
hier die Messung an der bewegten Probe statt, und die Messwerte werden ständig erneut
gemittelt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für die eingangs genannten
Lebensmittelprodukte bzw. Teigwaren eine möglichst gleichbleibende Produktqualität
trotz unvermeidbarer Schwankungen der Rohstoffqualität zu erzielen.
Diese Aufgabe wird durch das Verfahren gemäss Anspruch 1 und die Anlage
gemäss Anspruch 14 gelöst.
Bei dem erfindungsgemässen Verfahren werden bei der Weiterverarbeitung
zu Lebensmittelprodukten folgende Schritte durchlaufen:
- a) Bereitstellen verschiedener Sorten stärkehaltiger Rohstoffe, die sich in
mindestens einem der Parameter Körnigkeit, Wassergehalt, Proteingehalt, Fettgehalt
und Aschengehalt unterscheiden und unter denen sich mindestens zwei verschiedene
Mehlsorten und/oder mindestens zwei verschiedene Griesssorten befinden;
- b) Zusammenführen der verschiedenen Sorten stärkehaltiger Rohstoffe in einem
vorgegebenen Mischungsverhältnis in einem Trocken-Mischbereich zu einem homogenen
mehlartigen oder griessartigen Rohstoffgemisch;
- c) Transportieren des homogenen Rohstoffgemisches über eine kontinuierlich austragende
Dosiereinheit von dem Trocken-Mischbereich zu einem Nass-Mischbereich;
- d) Zudosieren von Wasser zu dem Rohstoffgemisch in dem Nass-Mischbereich und
Vermischen des Wassers mit dem Rohstoffgemisch zu einer feuchten Masse mit einem
Wassergehalt von 20-60 Gew.%;
wobei in Schritt c) an dem Rohstoffgemisch während seines Transports von dem Trocken-Mischbereich
zu dem Nass-Mischbereich in zeitlichen Abständen Messungen mittels NIR-Reflexionsspektroskopie
durchgeführt werden, um einen Messwert mindestens eines der Parameter Körnigkeit,
Wassergehalt, Proteingehalt, Fettgehalt und Aschengehalt des Rohstoffgemisches zu
bestimmen.
Da für die eingangs genannten Teigwaren neben den stärkehaltigen Rohstoffen
(Mehl und/oder Griess) stets Wasser hinzudosiert wird, so dass eine Wasser sowie
Mehl und/oder Griess aufweisende Masse ("Teig") für die Weiterverarbeitung zu Lebensmittelprodukten
("Teigwaren") entsteht, kann bei Kenntnis der Rohstoffparameter und deren Schwankungen
beim Zudosieren von Wasser zu dem noch nicht angefeuchteten Rohstoffgemisch eine
zumindest teilweise Kompensation dieser Schwankungen erfolgen, um eine möglichst
konstante Produktqualität zu erzielen.
Die Messungen in Schritt c) können mittels NIR-Reflexionsspektroskopie
an einem sogenannt ruhenden Probenvolumen des Rohstoffgemisches durchgeführt werden,
wobei das ruhende Probenvolumen des Rohstoffgemisches ein zumindest während der
Dauer einer Messung aufgestauter Bereich des transportierten Rohstoffgemisches ist.
Alternativ können die Messungen mittels NIR-Reflexionsspektroskopie an einem jeweiligen
bewegten Probenvolumen des transportierten Rohstoffgemisches durchgeführt werden.
Bei diesen Messungen sollte stets darauf geachtet werden, dass
das mehlartige oder griessartige Rohstoffgemisch im Probenvolumen während der Messungen
an einem NIR-durchlässigen Fenster kompaktiert anliegt.
Zweckmässigerweise werden die Messwerte mehrerer aufeinanderfolgender
Messungen zu einem Mittelwert gemittelt, wobei die Mittelwerte von Messwerten des
mindestens einen Parameters mit einem Referenzwert für den jeweiligen Parameter
verglichen werden und die Abweichungen der Mittelwerte von dem Referenzwert bestimmt
werden. Wenn die Abweichung eines Messwerts oder des Mittelwerts mehrerer Messwerte
eines Parameters von dem Referenzwert eines jeweiligen Parameters einen jeweiligen
Mindestwert überschreitet, wird mindestens eine der Rohstoffsorten derart nachdosiert,
dass die Abweichung des Messwerts von dem Referenzwert kompensiert und wieder kleiner
als der jeweilige Mindestwert der Abweichung wird. So können z.B. zwei Mehlsorten
und zwei Griesssorten als Rohstoffe dienen, die sich in ihrem Aschegehalt bzw. in
ihrer Körnigkeit unterscheiden. Wenn dann die Messung z.B. ein Absinken (einen Anstieg)
des Aschegehalts und/oder der Körnigkeit des Rohstoffgemisches erfasst, kann dies
durch Erhöhen (Absenken) des Anteils der einen Rohstoffkomponente in dem Rohstoffgemisch
kompensiert werden, deren Aschegehalt und/oder Körnigkeit grösser ist als bei der
anderen Rohstoffkomponente.
Eine evtl. notwendige Nachdosierung der mindestens einen Rohstoffsorte
kann förderaufseitig vom Ort der Messungen, insbesondere bei Schritt b), erfolgen.
Alternativ kann eine evtl. notwendige Nachdosierung der mindestens
einen Rohstoffsorte förderabseitig vom Ort der Messungen, insbesondere in Schritt
d), erfolgen.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung des erfindungsgemässen
Verfahrens werden in Schritt c) die Temperatur und die Feuchtigkeit der stärkehaltigen
Rohstoffe bestimmt, und auf der Grundlage der bestimmten Feuchtigkeit und Temperatur
des noch nicht angefeuchteten Rohstoffgemisches werden dann die erforderliche Menge
und Temperatur des in Schritt d) zudosierten Wassers eingestellt, sodass eine stetig
konstante Teigfeuchte im Verarbeitungsprozess resultiert.
Feuchtigkeitsschwankungen und Temperaturschwankungen sind nämlich
die für die Weiterverarbeitung des Teiges wesentlichen Parameter. Wenn durch die
erfindungsgemässe Kompensation dieser Rohstoffparameter mit relativ wenig Aufwand
schon vor der Weiterverarbeitung (z.B. in Konditionierern, Teigwarenpressen, Trocknern,
etc) ein einheitlicher Teig hergestellt wird, kann die Weiterverarbeitung dieses
Teiges standardisiert nach einem vorgegebenen Parameterschema durchgeführt werden,
ohne dass es ständiger Nachregelungen während der Weiterverarbeitung bedarf.
Die erfindungsgemässe Anlage weist auf:
- – einen Trocken-Mischbereich zum Zusammenführen und Mischen verschiedener
Sorten stärkehaltiger Rohstoffe in einem vorgegebenen Mischungsverhältnis zu einem
Rohstoffgemisch;
- – einen Nass-Mischbereich zum Zudosieren von Wasser zu dem Rohstoffgemisch
und Vermischen des Wassers mit dem Rohstoffgemisch zu einer feuchten Masse;
- – einen Transportbereich zum Transportieren des homogenen Rohstoffgemisches
von dem Trocken-Mischbereich zu dem Nass-Mischbereich;
wobei dem Transportbereich ein NIR-Reflexionsspektrometer zugeordnet ist, um an
dem noch nicht angefeuchteten Rohstoffgemisch während seines Transports von dem
Trocken-Mischbereich zu dem Nass-Mischbereich in zeitlichen Abständen Messungen
mittels NIR-Reflexionsspektroskopie durchzuführen.
Die erfindungsgemässe Anlage weist zweckmässigerweise ein Dosiersystem
mit einer Steuerungs- und Regelungseinheit auf, der die durch das NIR-Reflexionsspektometer
erfassbaren Daten zugeführt werden können.
Vorzugsweise ist das Dosiersystem ein Wasser-Dosiersystem, in dem
der Wasser-durchfluss und die Wassertemperatur einstellbar sind.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung
ergeben sich aus der nun folgenden Beschreibung der einzigen Figur (1),
in der eine Ausführung der erfindungsgemässen Anlage schematisch dargestellt ist.
In der Figur erkennt man einen ersten Behälter B1 und einen zweiten
Behälter B2, in denen ein erster bzw. ein zweiter stärkehaltiger Rohstoff R1 bzw.
R2 bereitgestellt werden, bei denen es sich typischerweise um Mehle oder Griesse
handelt (Schritt a). Über eine erste Rohstoffleitung 11 und eine zweite
Rohstoffleitung 12 werden der erste Rohstoff R1 bzw. der zweite Rohstoff
R2 einem Trocken-Mischbereich 1 zugeführt, der durch einen Trockenmischer
gebildet wird. In diesem Trocken-Mischbereich 1 werden die noch nicht angefeuchteten
Rohstoffe R1 und R2 zu einem trockenen Rohstoffgemisch R vermischt (Schritt b),
das dann über eine Transportleitung 2 zu einem Nass-Mischbereich
3 transportiert wird (Schritt c), der durch einen Nassmischer gebildet
wird. In diesem Nass-Mischbereich 3 wird dem Rohstoffgemisch R
über eine Wasserleitung 13 Wasser W zudosiert, das aus einem dritten Behälter
B3 stammt. Die in dem Nass-Mischbereich 3 durch Vermischen des Wassers
W mit dem Rohstoffgemisch R gewonnene feuchte Masse RW (Schritt d) gelangt dann
über eine Transportleitung 14 zur Weiterverarbeitung 8. Bei dieser
Weiterverarbeitung kann es sich um verschiedene Prozesse handeln, wie z.B. die Herstellung
von Nudeln, Couscous, extrudierten, expandierten oder agglomerierten Lebensmittel-Produkten,
Backwaren oder dgl.
In der Nähe der Transportleitung 2 befindet sich ein NIR-Reflexionsspektrometer
4, das über ein (nicht gezeigtes) NIR-durchlässiges Fenster in der Transportleitung
2 NIR-Strahlung in das Rohstoffgemisch R einstrahlt und die reflektierte
NIR-Strahlung erfasst.
Die NIR-Messung erfolgt dabei an einer ruhenden oder an einer bewegten
Probe des Rohstoffgemisches R hinter dem Fenster in der Transportleitung
2.
Das NIR-Reflexionsspektrometer 4 ist über eine Datenleitung
21 mit einer Steuerungs- und Regelungseinheit 6 verbunden.
In den Rohstoffleitungen 11 und 12 ist jeweils eine
Schüttgut-Dosiervorrichtung 51 bzw. 52 angeordnet, während in
der Wasserleitung 13 eine Flüssigkeits-Dosiervorrichtung 53 angeordnet
ist. Ausserdem befindet sich an dem dritten Behälter B3 für das Wasser W eine Temperiervorrichtung
7, mit der die Wassertemperatur eingestellt werden kann.
Die Steuerungs- und Regelungseinheit 6 ist über eine Datenleitung
22 und eine Datenleitung 23 mit den Flüssigkeits-Dosiervorrichtungen
51 bzw. 52 verbunden. Ausserdem ist sie über eine Datenleitung
24 mit der Temperiervorrichtung 7 und über eine Datenleitung
25 mit der Flüssigkeits-Dosiervorrichtung 53 verbunden.
Bei Schritt c) werden die Temperatur und die Feuchtigkeit der stärkehaltigen
Rohstoffe mittels des NIR-Reflexionsspektrometers 4 bestimmt, und auf der
Grundlage der bestimmten Feuchtigkeit und Temperatur des noch nicht angefeuchteten
Rohstoffgemisches R in der Transportleitung 2 werden dann die erforderliche
Menge und Temperatur des in Schritt d) zudosierten Wassers W eingestellt. Somit
erfolgt eine Kompensation von Schwankungen der Rohstoffparameter mit relativ wenig
Aufwand schon vor der Weiterverarbeitung im Bereich 8, der eine Teigwarenpresse,
einen Backofen, einen Trocknern, etc. aufweisen kann.
Der in den Schritten a), b), c) und d) unter Zuhilfenahme des NIR-Reflexionsspektrometers
4, der Steuerungs- und Regelungseinheit 6, des Dosiersystems
51, 52, 53 sowie der Temperiervorrichtung 7
hergestellte einheitliche Teig ermöglicht eine Standardisierung der nachgeschalteten
Weiterverarbeitung, die somit von Schwankungen der Rohstoffparameter praktisch unabhängig
wird.
Die in der Figur schematisch gezeigte Ausführung könnte auch dadurch
abgewandelt werden, dass ein erstes NIR-Reflexionsspektrometer und ein zweites NIR-Reflexionsspektrometer
der ersten bzw. der zweiten Rohstoffleitung 11 bzw. 12 zugeordnet
ist, so dass anstelle der Parameter-Schwankungen in dem Rohstoffgemisch R die jeweiligen
Parameter-Schwankungen in den Rohstoffen R1 bzw. R2 erfasst werden und als Grundlage
für die Ansteuerung des Dosiersystems 51, 52, 53 herangezogen
werden.
1- Trocken-Mischbereich
2- Transportleitung
3- Nass-Mischbereich
4- NIR-Reflexionsspektrometer
51, 52, 53- Dosiersystem
6- Steuerungs- und Regelungseinheit
7- Temperiervorrichtung
8- Bereich der Weiterverarbeitung
11- Rohstoffleitung
12- Rohstoffleitung
13- Wasserleitung
14- Transportleitung
21- Datenleitung
22- Datenleitung
23- Datenleitung
24- Datenleitung
25- Datenleitung
B1- Behälter
B2- Behälter
B3- Behälter
R1- erster Rohstoff
R2- zweiter Rohstoff
W- Wasser
R- Rohstoffgemsich
RW- feuchte Masse, Teig
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| Anspruch[de] |
- Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung einer Wasser sowie Mehl
und/oder Griess aufweisenden Masse für die Weiterverarbeitung zu Lebensmittelprodukten
wie Nudeln, Couscous, extrudierten, expandierten oder agglomerierten Produkten,
Backwaren oder dgl., welches die folgenden Schritte aufweist:
a) Bereitstellen verschiedener Sorten stärkehaltiger Rohstoffe, die sich in mindestens
einem der Parameter Körnigkeit, Wassergehalt, Proteingehalt, Fettgehalt und Aschengehalt
unterscheiden und unter denen sich mindestens zwei verschiedene
Mehlsorten und/oder mindestens zwei verschiedene Griesssorten befinden;
b) Zusammenführen der verschiedenen Sorten stärkehaltiger Rohstoffe in einem vorgegebenen
Mischungsverhältnis in einem Trocken-Mischbereich zu einem homogenen mehlartigen
oder griessartigen Rohstoffgemisch;
c) ransportieren des homogenen Rohstoffgemisches von dem Trocken-Mischbereich zu
einem Nass-Mischbereich;
d) Zudosieren von Wasser zu dem Rohstoffgemisch in dem Nass-Mischbereich und Vermischen
des Wassers mit dem Rohstoffgemisch zu einer feuchten Masse mit einem Wassergehalt
von 20-60 Gew.%;
dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt c) an dem Rohstoffgemisch während
seines Transports von dem Trocken-Mischbereich zu dem Nass-Mischbereich in zeitlichen
Abständen Messungen mittels NIR-Reflexionsspektroskopie durchgeführt werden, um
einen Messwert mindestens eines der Parameter Körnigkeit, Wassergehalt, Proteingehalt,
Fettgehalt und Aschengehalt des Rohstoffgemisches zu bestimmen.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Messungen
mittels NIR-Reflexionsspektroskopie an einem ruhenden Probenvolumen des Rohstoffgemisches
durchgeführt werden.
- Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das ruhende
Probenvolumen des Rohstoffgemisches ein zumindest während der Dauer einer Messung
aufgestauter Bereich des transportierten Rohstoffgemisches ist.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Messungen
mittels NIR-Reflexionsspektroskopie an einem jeweiligen bewegten Probenvolumen des
transportierten Rohstoffgemisches durchgeführt werden.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass das mehlartige oder griessartige Rohstoffgemisch im Probenvolumen während der
Messungen an einem NIR-durchlässigen Fenster kompaktiert anliegt.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Messwerte mehrerer aufeinanderfolgender Messungen zu einem Mittelwert gemittelt
werden.
- Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelwerte
von Messwerten des mindestens einen Parameters mit dem Referenzwert für den jeweiligen
Parameter verglichen werden und die Abweichungen der Mittelwerte von dem Referenzwert
bestimmt werden.
- Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn
die Abweichung eines Messwerts oder des Mittelwerts mehrerer Messwerte eines Parameters
von dem Referenzwert eines jeweiligen Parameters einen jeweiligen Mindestwert überschreitet,
mindestens eine der Rohstoffsorten derart nachdosiert wird, dass die Abweichung
des Messwerts von dem Referenzwert kompensiert und wieder kleiner als der jeweilige
Mindestwert der Abweichung wird.
- Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachdosierung
der mindestens einen Rohstoffsorte förderaufseitig vom Ort der Messungen erfolgt.
- Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Nachdosieren
der mindestens einen Rohstoffsorte in Schritt b) erfolgt.
- Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachdosierung
der mindestens einen Rohstoffsorte förderabseitig vom Ort der Messungen erfolgt.
- Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Nachdosieren
der mindestens einen Rohstoffsorte in Schritt d) erfolgt.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass in Schritt c) die Temperatur und die Feuchtigkeit der stärkehaltigen Rohstoffe
bestimmt werden und auf der Grundlage der bestimmten Feuchtigkeit und Temperatur
des noch nicht angefeuchteten Rohstoffgemisches die Menge und die Temperatur des
in Schritt d) zudosierten Wassers eingestellt werden.
- Anlage zur kontinuierlichen Herstellung einer Wasser sowie Mehl und/oder
Griess aufweisenden Masse für die Weiterverarbeitung zu Lebensmittelprodukten wie
Nudeln, Couscous, extrudierten, expandierten oder agglomerierten Produkten, Backwaren
oder dgl., mit
– einem Trocken-Mischbereich (1) zum Zusammenführen und Mischen verschiedener
Sorten stärkehaltiger Rohstoffe (R1, R2) in einem vorgegebenen Mischungsverhältnis
zu einem Rohstoffgemisch (R);
– einem Nass-Mischbereich (3) zum Zudosieren von Wasser (W) zu dem
Rohstoffgemisch und Vermischen des Wassers mit dem Rohstoffgemisch (R) zu einer
feuchten Masse;
– einem Transportbereich (2) zum Transportieren des homogenen Rohstoffgemisches
von dem Trocken-Mischbereich (1) zu dem Nass-Mischbereich (3);
dadurch gekennzeichnet, dass dem Transportbereich (2) ein NIR-Reflexionsspektrometer
(4) zugeordnet ist, um an dem noch nicht angefeuchteten Rohstoffgemisch
(R) während seines Transports von dem Trocken-Mischbereich (1)
zu dem Nass-Mischbereich (3) in zeitlichen Abständen Messungen mittels
NIR-Reflexionsspektroskopie durchzuführen.
- Anlage nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Dosiersystem
(5) mit einer Steuerungs- und Regelungseinheit (6) aufweist, der
die durch das NIR-Reflexionsspektometer (4) erfassbaren Daten zugeführt
werden können.
- Anlage nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Dosiersystem
(5) ein Wasser-Dosiersystem ist, in dem der Wasserdurchfluss und die Wassertemperatur
einstellbar sind.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen
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