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Dokumentenidentifikation DE202004015957U1 17.03.2005
Titel Hülse für die Produktkopplung
Anmelder Simmoteit, Robert, Dr., 72414 Rangendingen, DE
DE-Aktenzeichen 202004015957
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 17.03.2005
Registration date 10.02.2005
Application date from patent application 15.10.2004
IPC-Hauptklasse F16L 37/12
IPC-Nebenklasse A61B 1/012   A61B 17/00   A61M 39/10   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Hülse für die Produktkopplung und seine Verwendung, insbesondere für Produkte im Bereich der Medizintechnik.

Instrumente mit einem Innenlumen müssen sicher angeschlossen, transportiert oder nach dem Gebrauch in Maschinen von Verunreinigungen gereinigt werden. Gerade in der Medizintechnik müssen sichere Anschlüsse verwendet werden, da durch Lösen einer Verbindung Menschenleben gefährdet sind. Zum Anschluss an Maschinen oder an Spülsystemen werden in der Regel Schraubverbindungen, wie Luer Lock oder Record Anschlüss-Systeme, verwendet. Der Anschluss muss darüber hinaus unter sterilen Bedingungen ohne Hilfsmittel erfolgen können. Es kommt immer wieder vor, dass sich einerseits diese Verbindungen bei der Verwendung lösen, aber anderseits auch dazu, dass die Verbindung nicht wieder gelöst werden kann. Dies passiert z. B. nach der Sterilisierung, weil durch die Temperatur der Formschluss verstärkt wird. Darüber hinaus passiert es, dass sich ein Spülanschluss, der unter Druck steht, vom Instrument löst und eine Fehlfunktion bewirkt. In DE 4018578 wird eine Verriegelungseinrichtung für Instrumente mit einem Sperrbolzen beschrieben. Dieser soll nach dem Einrasten verhindern, dass sich der Instrumentenanschluss löst. Diese Verbindung ist jedoch nicht geeignet für bekannte Luer Lock-Verbindungen und verbessert nicht die hygienischen Anforderungen. Die derzeitigen Anschluss-Systeme, wie z. B. die Luer Lock-Verbindung, besitzen Hohlräume, in denen sich Feuchtigkeit und Blutreste ansammeln können. Hier ist die Reinigung erschwert. Die Aufbereitung von Instrumenten mit Hohlräumen ist hygienetechnisch immer noch ein großes Problem, und wobei gewährleistet sein muss, dass insbesondere bei der Maschinenreinigung sich das Instrument nicht löst. An den Instrumenten können sich Kanäle befinden. Die Funktion und Aufgabe der Kanäle ist nicht immer eindeutig sichtbar, was die Handhabung erschwert. Das Problem wird hier durch unterschiedliche Verschluss-Systeme gelöst, aber mit dem Nachteil, dass die Herstellkosten sich erhöhen.

Die beschriebenen Nachteile von Anschluss-Systemen der unterschiedlichsten Art für Instrumente an Maschinen oder Maschinenteilen oder zwischen Instrumenten sind nicht nur in medizinischen Bereichen anwendbar, sondern auch übertragbar auf andere Produkte, bei denen die schnelle Lösung der Verbindung wichtig ist oder eine hohe Verbindungssicherung hergestellt werden muß. Hierzu gehören beispielsweise gewerbliche Produkte mit Spülkanälen, aber auch elektronische Stecker die extreme Bedingungen ausgesetzt sind.

Die Aufgabe der Erfindung betrifft eine Hülse für die Produktankopplung, insbesondere für Instrumente, Spülleisten, Adapter und Verbindungsstücke im Bereich der Medizintechnik. Die Erfindung soll die Kopplung zwischen Produkten im Bezug auf die Verwendung der Produkte verbessern.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung nach Anspruch 1 gelöst. Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.

Erfindungswesentlich ist, dass über mindestens eine elastische, biegsame oder formbare Hülse oder über Hülsenteile in Verbindung mit einem Schaft einer existierenden Schraub- oder Press-Kopplung mit einen Kanal, Verbinder oder Anschlüsse fixierbar und abdichtbar oder die Stabilität der Fixierung reduziert wird. Das existierende Kopplungssystem kann ein Luer Lock, Luer oder eine Recordverbindung oder eine andere Schraub- oder Press-Kopplung sein. Hierbei übernimmt die erfinderische Hülse die unterschiedlichsten Aufgaben. Sie stellt eine dichtende Verbindung zwischen dem Kopplungs-System und dem zu verbindenden Produkt her oder besitzt Formteile, mit dem die Verbindung gesichert wird oder stellt geeignete Oberflächen zur Verfügung, mit dem die Fixierung verbessert wird. Es kann dabei eine durchgängige einheitliche Verbindungslinie entstehen. Wesentlich ist, dass sich die Hülse verformt oder sich in der Länge bzw. Dicke ändert und durch die Rückstellkraft und das anliegende Drehmoment die Lösung der Verbindung unterstützt. Darüber hinaus kann die Hülsenlänge durch Abschneiden verkürzt werden. Diese Änderungsmöglichkeit erhöht die Flexibilität der erfinderischen Hülse. Durch Einbringen eines passenden Verbindungsteils werden vorhandene Formteile an der Hülse im ersten Schritt auseinander und im zweiten Schritt durch Anpressung an die Hülse wieder zusammengedrückt. Alternativ kann über eine zusätzliche äußere bewegliche, z. B. verschiebbare, Hülse oder mit einem Gitternetz oder weiteren Formteilen, wie z. B. Federn, die Verbindungssicherung unterstützt werden. Beispielsweise durch Vorschieben der äußeren Hülse werden die Formteile fixiert und durch Zurückziehen die Formteile freigegeben. Die zusätzliche äußere Hülse kann jedoch auch verhindern, dass sich die elastische Hülse zu stark nach außen drückt und muss daher nicht unbedingt beweglich sein. Diese Hülse oder das Gitter sollte jedoch aus einem oder aus unterschiedlichen Materialien unterschiedlicher Steifigkeit oder Härte bestehen. Die Hülse kann auch farbig sein und so ein Farbleitsystem ermöglichen. Von Bedeutung ist, dass das Material formbar und/oder elastisch sein muss und aus einem auf die Anwendung abgestimmten Material besteht. Vorzugsweise kann das Silikon, Gummi oder z. B. ein temperaturständiger Kunststoff sein. Von weiterem Vorteil ist, wenn die Hülse aus mehreren Materialien besteht. Insbesondere kann hier im Inneren oder eingebettet, ein Memory-, ein Feder- oder ein Magnet-Material zum Einsatz kommen. Von Vorteil sind Federmaterialien bei Verwendung von weichen Kunststoffen oder Magnetmaterialien mit starker Anziehungskraft, wie beispielsweise Supermagnete. Das Material kann transparent mit oder ohne flureszierenden Farben und/oder aus einer oder unterschiedlichen Materialhärten bestehen. Alternativ kann die Hülse aus mehreren hintereinander geschalteten Teilen mit gleichen oder unterschiedlichen Aufgaben bestehen. Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass über ein äußeres Gitter oder über ein federartiges Element die Funktion der Hülse änderbar ist. Es kann auch erfinderisch vorgesehen sein, dass die Hülse oder Teile der Hülse oberflächige Ausformungen, faserische Strukturen, punktuelle Oberflächenerhöhungen, Gewinde oder Oberflächenbeschichtungen für einen besseren Formschluss besitzen.

Die Erfindung zeichnet sich weiter dadurch aus, dass eine einheitliche und durchgängige Verbindungsfläche zwischen Verbindungselement und dem zu verbindenden Produkt entsteht. Die dichtende zwischengeschaltete Hülse übernimmt nicht nur die Funktion einer Dichtung, sondern bewirkt, dass das manuelle Öffnen der Verbindung durch eine Rückstellkraft über ein Drehmoment unterstützt wird. Im Falle eines magnetischen Kerns übernimmt ein Teil der Anhaftung der Magnet. Beim Verschluss der Verbindung verformt sich die Hülse und wird sichtbar zusammengepresst. Die Gesamthöhe der Hülse nimmt dabei ab. An den Stellen der größten Pressung wird das Material in der Regel sichtbar nach außen gedrückt. Die Rückstellkraft kann durch das Material selbst, durch die Materialelastizität und durch die Materialhärte bestimmt sein. Um zusätzlich eine Kopplungssicherung zu bewirken, kann die Hülse endständig an den seitlichen Formteilen Hacken, Ösen oder andere Ausformungen besitzen, um hiermit in eine Vertiefung oder andere Ausformung eine Verbindung einzugehen. Diese soll trotz der vorhandenen Rückstellkraft verhindern, dass sich die Verbindung selbständig wieder löst. Diese Art der Kopplung wird dort wichtig, wo einerseits ein hoher Hygieneanspruch gefordert wird und anderseits die Kopplung sicher oder leicht geöffnet werden muss. Um diese unterschiedlichen Funktionen zu ermöglichen, wird vorzugsweise eine austauschbare Hülse verwendet. Über die Form und den Materialaufbau der Hülse wird deren Funktion bestimmt. Die erfinderische Hülse zeichnet sich gerade dadurch aus, dass eine Verformung durch Stauchung über die gesamte Länge der Hülse erfolgt und nicht wie andere Hülsen ein Abstandshalter darstellt.

Die Hülse ist elastisch und kann auch über Randstrukturen einer existierenden Luer Lock-Verbindung eingebracht oder ausgetauscht werden. Wichtig ist, dass ein Schaft mit einem Kanal mit ausreichender Länge vorhanden sein muss und bei der medizinischtechnischen Anwendung im geschlossenen Zustand der Verbindung über die Hülse eine Dichtung zwischen den Produkte bzw. Anschlussteilen bewirkt wird. Die Ausbildung einer Dichtung ist bei den derzeitigen Luer Lock-Verbindungen nicht vorhanden und es entstehen Zonen die schlecht gereinigt werden können.

Insgesamt orientieren sich die Abmaße der Vorrichtung an das existierende Verbindungs-System. Von Vorteil sind runde Strukturen. Es kann jedoch z. B. auch eine quadratische Querschnittsform gewählt werden. Die Hülse sollte so gestaltet sein, dass beispielsweise medizinische Instrumente mit einem Kanal über die Hülse mit einem anderen Instrument, Spülleiste oder einem Maschinenteil verbunden werden können. In Kombination mit einem Fierungselement oder mehreren Elementen eignet sich die Hülse dafür, dass Produkte sicher gelagert, gereinigt und fixiert werden.

Eine bevorzugte einfache Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht aus einer runden Hülse aus Silikon. Diese Hülse wird in einen weiblichen Luer Lock im Schaftbereich des Anschluss-Systems eingebracht. Die Hülse besteht aus einem farbigen Material und die Gesamtlänge der Hülse kann z. B. um 10 % reduziert werden. Die Stirnflächen der Hülse ist vorzugsweise glatt ausgeführt. Alternativ kann die vordere und hintere Stirnfläche aufgeraute oder andere Strukturen besitzen, um den Formschluss zu verstärken. Im letzteren Fall wird das angebrachte Drehmoment erhöht und die Öffnung der Verbindung verbessert oder im ungünstigen Fall eine vollständige Verbindung unterbunden. Wichtig ist, dass die Hülsenlänge und die Hülsenform und Wandstärke auf die Verbindungsanforderungen abgestimmt sind.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung enthält die erfinderische Hülse ein Memory-Material wie Nitinol, welches z. B. in Silikon eingebettet ist. Zwischen dem Nitinol und dem Silikon wird z. B. über eine Flammentechnik eine chemische Verbindung oder einen Zusatzstoff eingebracht, um eine chemische Bindung zwischen Metall und Silikon zu ermöglichen.

Damit wird erreicht, dass sich bei der Zustandsänderung des Nitinols auch das umgebende Silikon mit verformt. Bevorzugt kann es sein, dass eine eingebrachte Nitinol-Drahtspirale bei einer Umgebungstemperatur von 10 – 60 °C die höchste Ausdehnung erfährt und bei höheren Temperaturen über 60°C sich zusammenzieht. Hierbei wird erreicht, dass beispielsweise Dampf besser in die abdichtenden Bereiche der Verbindung eindringen kann und auch hier eine Sterilisierung ermöglicht. Alternativ kann aber auch vorgesehen sein, dass ein äußeres Netzwerk aus Nitinoldraht oder eine zusätzliche Hülse aus Nitinol eingebracht und über dieses Teil die Funktion der Hülse beeinflusst wird.

In einer anderen bevorzugten Ausgestaltung besteht die Erfindung aus einer Hülse mit endständigen Formteilen in Verbindung mit einem weiblichen Luer Lock-Stutzen. Durch Einbringen des männlichen Teils verbinden sich Hacken an den Formteilen mit dem männlichen Luer Lock Anschluss nach ausreichender Pressung des Hülsenteils. Hierbei sind die Formteile elastisch und die Verbindung kann durch kraftvolle Drehung gelöst werden. Werden eher Formteile aus einem festen Material wie Edelstahl verwendet, kann die Verbindung nur mit Hilfe eines geeigneten Werkzeuges gelöst werden. Alternativ kann über eine weitere äußere Hülse durch Zurückschieben die elastischen Formteile zurückspringen und so die Verbindung freigeben.

Die Erfindung kann bei der Instrumentenaufbereitung oder überall dort angewendet werden, wo eine Anschlussverbindung gemäß der vorgesehenen Anwendung geändert oder unterstützt werden muss, um z. B. eine Dichtung oder eine Sicherung der Verbindung zu bewirken. Die Anwendung der erfinderischen Hülse kann überall auch dort sinnvoll sein, wo Verbindungen ohne ein zusätzliches Werkzeug sich leicht lösen müssen. Dies kann bei Anwendungen der Fall sein, wo durch Temperatur der Formschluss zwischen den verbundenen Produkten so fest ist, dass ein Werkzeug benötigt wird, um noch im warmen Zustand die Verbindung zu öffnen. Andere Anwendungen hingegen benötigen eine zusätzliche Fixierung der Verbindung, um eine vorzeitige Lösung der Verbindung bei der Anwendung zu verhindern. Formteile oder geeignete Hülsenausformungen mit oder ohne Oberflächenstrukturen können diese Aufgabe übernehmen. Speziell in der Medizintechnik kann die Hülse einen Barcode, eine Lasermarkierung oder Farbpunkte besitzen, um die Rückverfolgung und Zuordnung von medizinischen Instrumenten zu ermöglichen. Die Hülse kann auch als Siegel verwendet werden. Wird die Verbindung gelöst, so wird die Hülse beschädigt oder zerlegt sich in Teile. In diesem Fall wird dokumentiert, dass die Verbindung einmal gelöst und der innere Kanal oder die inneren Strukturen frei zu gängig waren. Befindet sich an der Hülse ein Formteil in Form einer Rändelschraube, so kann die Hülse benützt werden, um das Lösend der Verbindung zu übernehmen. Hierfür sollten die eingepressten Oberflächen über geeignete Oberflächenstrukturen, z. B. Mikronoppen oder Strukturen verfügen, damit über den Reibungswiederstand die Verbindung gelöst werden kann. Letztere Anwendung der Erfindung ist interessant, um kräftig zusammengepresste und verbundene Produkte ohne Werkzeug sicher lösen zu können. Über die Elastizität der Hülse wird sogar erreicht, dass die Verbindung regelrecht aufspringt.

Die Erfindung kann auf alle Bereiche übertragen werden, wo Verbindungssysteme eingesetzt werden. Insbesondere überall dort, wo Produkte aufbereitet, gelagert und transportiert werden. Insbesondere auch da, wo es gilt Verbindungssysteme mit einem Schaftbereich neue Funktionen zu geben und um die Anwendungsmöglichkeiten des Systems zu erhöhen.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Wahl des Einsatzgebietes, der eingesetzten Verbindungssysteme, durch eine wirtschaftliche Verwendung der eingesetzten Materialien sowie aus der Beschreibung und der beigefügten Zeichnung.

Es versteht sich, dass die vorstehenden genannten und die nachstehenden noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellungen verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

1a. Seitenansicht der erfinderischen Hülse in Verbindung mit einem weiblichen Luer Lock-Teil.

1b. Seitenansicht einer Luer Lock-Verbindung im verbundenen Zustand.

2. Schnittdarstellung einer Hülse mit einer äußeren Hülse und Formteilen.

3 Seitenansicht einer Hülse mit einer Oberflächenstruktur im Verbindungsbereich.

4a. Querschnitt einer Hülse mit einer inneren Struktur.

4b. Seitlicher Schnitt einer Hülse mit einer äußeren Gitterstruktur.

5. Darstellung einer Hülsenkombination mit Formteilen in Verbindung mit einer Wandung.

1a. zeigt eine Seitenansicht der erfinderischen Hülse in Verbindung mit einem weiblichen Luer Lock-Teil. Die erfinderische Hülse 1 wurde hierbei über den äußeren Rand 3 des weiblichen Luer Lock Anschlussteils geschoben und im Schaftbereich 2 mit einem Kanal 18 platziert. Die Hülse 1 besteht ganz aus Silikon und ist nach hinten vom Instrumentansatz 4 begrenzt. Dieser Ansatz 4 kann alternativ auch direkt die Oberfläche einer Spülleiste eines Maschinenteils oder eines Instrumentes sein. Mit Pfeil A ist angedeutet, dass sich die Hülse 1 in der Länge ändert.

1b. zeigt die Seitenansicht einer Luer Lock-Verbindung im verbundenen Zustand. Zwischen den weiblichen 3 und männlichen Anschlussteil 6 der Luer Lock-Verbindung befindet sich die Hülse im zusammengedrückten Zustand. Über einen definierten Anpressdruck wird die Hülse 1 verformt. Die Anschlussteile 5 und 4 können Instrumente oder andere Produkte mit einem Kanal sein. Zwischen beiden Instrumenten 4 und 5 stellt die erfinderische Hülse eine dichtende Verbindung her. Alternativ kann die Hülse eine äußere Rändelschraube besitzen, mit der die Verbindung sich leicht lösen lässt.

2. zeigt eine Schnittdarstellung einer Hülse mit einer äußeren Hülse und Formteilen. Die erfinderische Ausführung der Hülse 1 besteht hier aus mehreren Teilen. Im vorderen Bereich befinden sich Formteile 7 mit Fixierungselementen 9. Der hintere Teil mit einem Kanal 19 wird in den Schaftbereich eines Verbinders eingebracht. Über die Hülse 1 ist eine weitere Hülse 14 positioniert. Alternativ können die Formteile 7 selbst als eine Hülse sein, die eine dünnen Wandung besitzt. Die Hülse 14 kann beipsielsweise vor oder zurückgeschoben werden. Alternativ kann diese Hülse 14 auch über eine Verschraubung nach vorne bewegt werden. Hierzu muss die Hülse ein äußeres Gewinde besitzen. Die Hülse 1 besteht aus einem biegsamen oder elastischen Material, während beispielsweise die äußere Hülse 14 aus Edelstahl bestehen kann. Über die Pfeile A, B, C ist die Funktion der erfinderischen Hülse dargestellt. Pfeil A deutet an, dass ein eingebrachtes Kopplungsteil in den inneren Bereich der Hülse 17 die Funktionsteile 7 oder die Funktionshülse nach außen drückt. Hierbei sollte die äußere Hülse 14 nach hinten geschoben sein. Über eine ausreichende Anpressung des eingebrachten Kopplungsteils in 17 drückt dieser auf die hintere Fläche der Hülse 1 (mit Pfeil B angedeutet). Die Funktionsteile 7 werden durch diese Anpressung nach innen gedrückt (mit Pfeil C angedeutet). Die endständigen Fixierungsteile 9 verbinden sich mit der männlichen Anschlusshülse und verhindern ein Öffnen der Verbindung. Durch ein Vorziehen oder Vordrehen der Hülse 14 kann die Verbindung stabilisiert oder wieder freigegeben werden.

3. zeigt die Seitenansicht einer Hülse mit einer Oberflächenstruktur im Verbindungsbereich. Die hier gezeigte Hülse 1 besitzt im vorderen Bereich eine Verjüngung 8 mit äußeren Strukturen 10 und durchgängig einen Kanal 19. Die Strukturen 10 können Faserstrukturen, Aufrauungen oder andere Formkörper oder Ausformungen sein, um hier einen Formschluss mit einem passenden Kopplungsteil zu ermöglichen. Alternativ können diese Strukturen 10 auch ein Gewinde sein.

4a. zeigt einen Querschnitt einer Hülse mit einer inneren Struktur. Die vorzugsweise aus einem verformbaren Material gefertigte Hülse 1 besitzt eingebettet einen Formkörper 15. Dieser Formkörper 15 kann ein einfacher Ring, aber auch eine federartige Ausführung eines stabilen elastischen Materials darstellen. Alternativ kann der Formkörper 15 aus einem super magnetischen Material gefertigt sein.

4b. zeigt einen seitlichen Schnitt einer Hülse mit einer äußeren Gitterstruktur. Hierbei befindet sich im äußeren Bereich einer Hülse 1 mit einem Kanal 19 eine zusätzliche eng anliegende Struktur 16. Diese Struktur 16 kann ein Gitter, Sieb oder ein Gewebe sein. Alternativ kann die Struktur 16 auch verschiebbar sein und durch die Verschiebung eine Verbindungssicherung hergestellt werden. Das Gewebe oder das Gitter 16 soll verhindern, dass die innere Hülse 1 sich bei der Herstellung einer Verbindung nicht zu stark nach außen verformt. Die Formbegrenzung 16 kann darüber hinaus das weitere Öffnen der Verbindung in der Art unterstützen, in dem ein Memory-Material verwendet wird. Bei einer niedrigen Temperatur liegt es eng an und drückt auf die Hülse, so dass das Öffnen der Verbindung unterstützt wird. Hingegen bei einer höheren Temperatur z. B. über 100 °C weitet sich die Struktur 16 und verhindert so über die Materialausdehnung ein vorzeitiges Öffnen der Verbindung.

5. zeigt die Darstellung einer Hülsenkombination mit Formteilen in Verbindung mit einer Wandung. Hierbei ist eine geteilte Hülse 1 dargestellt. Die vordere Hülse 1 besitzt Formteile 7 für eine Fixierung und die hintere Hülse 1 dichtet einen männlichen Luer Lock 13 Anschluss gegenüber eine Wandung 11 ab. Alternativ kann anstatt eines männlichen Luer Anschlussteil ein Instrument oder eine Spülleiste 4 vorhanden sein. Im vorderen Raum 17 kann ein männlicher Luer Lock oder auch nur Luer-Anschluss eingebracht werden. Die Hülsen 1 ermöglichen in dieser Anordnung eine doppelseitige Anschlussmöglichkeit in Verbindung mit einer Wandung 11. Die Wandung 11 kann hier auch eine Maschinenwandung sein. Bei diese Ausführung ist wichtig, dass ein langer Schaft 2 mit einem durchgängen Kanal 18 vorhanden ist. Durch diesen Kanal 18 werden Lösungen und Medien transportiert. Die Hülsen 1 verhindern über die Presspassung, dass im Raum 12 Medien eindringen können und ermöglichen weiter die Fixierung der hier gezeigten Luer Lock-Verbindung mit der Wandung 11. Es versteht sich von selbst, dass anstatt einer Luer Lock-Verbindung auch eine andere Verbindungsart gewählt werden kann.


Anspruch[de]
  1. Hülse für die Produktkopplung, insbesondere für Produkte im Bereich der Medizintechnik, dadurch gekennzeichnet, dass über mindestens eine elastische, biegsame oder formbare Hülse (1) oder über Hülsenteile (7, 8) in Verbindung mit einem Schaft (2) einer existierenden Schraub- oder Press-Kopplung mit einem Kanal (18), Verbinder oder Anschlüsse fixierbar und abdichtbar sind oder die Stabilität der Fixierung reduziert wird.
  2. Hülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese Ausformungen (9) oder Strukturen (10) besitzt.
  3. Hülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine innere Struktur (15) oder äußere Struktur (16) in Form eine Gitters, Gewebes oder einer Feder besitzt.
  4. Hülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese mindestens eine weitere Hülse (14) besitzt, die beweglich ist.
  5. Hülse nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass durch Pressung die Länge der Hülse änderbar ist und/oder die Länge der Hülse durch Abschneiden verkürzt werden kann.
  6. Hülse nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse austauschbar ist oder Teile der Hülse (14, 16) austauschbar sind.
  7. Hülse nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (1) aus mehreren Teilen und/oder beweglichen Teilen (14, 16) aufgebaut ist.
  8. Hülse nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass diese aus einem oder mehreren Materialien besteht.
  9. Hülse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass diese aus biegsamen und/oder elastischen und/oder temperaturstabilen Materialien aus dem Bereich der Metalle, der Kunststoffe, der Magnet- oder aus Memory-Materialien besteht.
  10. Hülse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass diese aus farbigen oder transparenten Material mit oder ohne flureszierenden Farben und/oder aus einer oder unterschiedlichen Materialhärten besteht.
  11. Hülse nach einen der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass Teile der Hülse (1) oder die ganze Hülse Strukturen (10) in Form von faserartigen Aufrauungen, punktuelle Oberflächenerhebungen, Beschichtungen oder ein Gewinde besitzen.
  12. Hülse nach einen der Ansprüch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass über ein Hülsenteil (7) eine Fixierung und über eine vordere und eine hintere Hülse (1) Verbinder oder Anschlüsse mit einer Wandung (11) verbunden werden.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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