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Dokumentenidentifikation DE4330564B4 17.03.2005
Titel Codierter Träger für die Dünnschichtchromatographie
Anmelder Merck Patent GmbH, 64293 Darmstadt, DE
Erfinder Junker-Buchheit, Andrea, Dr., 64732 Bad König, DE;
Hauck, Heinz Emil, Dr., 64823 Groß-Umstadt, DE;
Jost, Willi, Dr., 63225 Langen, DE
DE-Anmeldedatum 09.09.1993
DE-Aktenzeichen 4330564
Offenlegungstag 16.03.1995
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 17.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.03.2005
IPC-Hauptklasse G01N 30/90
IPC-Nebenklasse G06K 1/12   B23K 26/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen codierten Träger für die Dünnschichtchromatographie ("DC") sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung.

Die Anforderungen an moderne Analysenmethoden steigen stetig, z.B. im Hinblick auf die Richtigkeit, die Reproduzierbarkeit, die eindeutige Zuordnung und die Dokumentation von Analysenergebnissen. So haben die steigenden Anforderungen an die Dokumentation beispielsweise ihren Niederschlag gefunden in Richtlinien wie DIN-ISO 9000, Good Manufacturing Practice (GMP) oder Good-Laboratory Practice (GLP).

Dementsprechend ist es notwendig, daß auch Fertigschichten in der DC während und nach ihrem chromatographischen Einsatz individuell markiert bzw. codiert und damit unverwechselbar gemacht werden.

Eine solche Markierung sollte eine möglichst hohe Informationsdichte auf weisen und schnell auf bzw. in die jeweilige Schicht aufzubringen sein. Vor allem sollte sie aber resistent sein gegenüber allen in der DC üblicherweise eingesetzten organischen und anorganischen Lösungsmitteln, Basen und Säuren (nicht nur in flüssiger Form, sondern auch bei gasförmiger Einwirkung durch Bedampfung) und damit weder die chromatographische Entwicklung noch das Ergebnis der Auftrennung stört oder beeinflußt. Darüber hinaus sollte die Markierung nicht nur bei Tageslicht, sondern auch bei UV-Bestrahlung (z.B. 254 und 366 nm) lesbar sein.

Die bisher üblichen Markierungen, z.B. durch Aufkleben von Etiketten oder durch Einritzen in die Trägerschicht, erfüllen diese Forderungen nur teilweise oder gar nicht und sind überdies umständlich. Wegen der manuellen Übertragung von Daten können Übertragungsfehler die Einträge unbrauchbar machen. Etiketten können sich ablösen und verlorengehen.

EP 0 372 755 A1 offenbart Mikrotiterplattenstreifen für Immunoassays, die mit einer Codierung versehen sind. Diese Codierung kann optisch oder magnetisch, oder durch Lumineszenz oder Fluoreszenz auslesbar sein.

Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, markierte (codierte) DC-Träger bereitzustellen, die die angegebenen Nachteile nicht oder nur in geringerem Maße aufweisen.

Überraschenderweise wurde gefunden, daß der angestrebte Erfolg durch Bestrahlung der Träger mit Laserlicht erzielt werden kann, wobei man eine entsprechende Schablone verwendet (z.B. Zahlen und/oder Buchstaben bzw. Linien für Strichcodierung). Es entsteht dabei eine bleibende Kennzeichnung, die bei Tageslicht und im UV-Licht gut lesbar ist.

Gegenstand der Erfindung sind dementsprechend ein Träger für die DC, gekennzeichnet durch eine mit Hilfe von Laserlicht aufgebrachte Codierung sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung, dadurch gekennzeichnet, daß man einen üblichen Träger für die DC mit Laserlicht bestrahlt.

Als Träger kommen in erster Linie Glasplatten und Folien (z.B. Aluminium- oder Kunststoff-Folien, z.B. solche aus Polyterephthalat) in Betracht, die mit Sorbens beschichtet sind und einen Binder sowie gegebenenfalls einen Fluoreszenzindikator und/oder weitere Zusätze enthalten.

Als Sorbens eignen sich alle in der DC üblicherweise eingesetzten stationären Phasen, vorzugsweise modifizierte oder nicht modifizierte Kieselgele, ferner z.B. Cellulose, Polyamide, Kieselgur, Aluminiumoxide.

Als Binder werden bevorzugt polymere organische Substanzen verwendet, z.B. Polyacrylsäure oder Polymethacrylsäure sowie deren Amide.

Als Laserquelle wird vorzugsweise verwendet ein gepulster CO2-Laser (Wellenlänge 10,6 &mgr;m; Bestrahlungszeit 50 Nanosekunden pro Zeichen), ferner ein Yag-Laser (Festkörperlaser, Wellenlänge 1,06 &mgr;m; Bestrahlungszeit 5–20 Nanosekunden pro Zeichen)

Die erzielte Codierung kann beliebige Daten enthalten, z.B. Schriftzug der Herstellerfirma, Artikelnummer, Chargennummer, Herstellungsdatum, individuelle unverwechselbare Numerierung (fortlaufende Ziffern).

Die Codierung erfolgt, indem man die Sorbensschicht, die einen Binder enthält, bestrahlt.

Eine HPTLC-Fertigplatte (E. Merck Kieselgel 60 F254, Art.-Nr. 5642, 100 × 200 mm) wird mit einem gepulsten CO2-Laser, Wellenlänge 10,6 &mgr;m, Bestrahlungszeit jeweils 50 Nanosekunden für jedes einzelne Zeichen, bestrahlt. Dabei verwendet man eine Maske, die den größten Teil der Platte bis auf die Öffnungen für die gewünschten Zeichen abdeckt; die Platte wird dabei so bewegt, daß jede Einzelbestrahlung die Stelle für das jeweilige gewünschte Zeichen trifft.


Anspruch[de]
  1. Träger für die Dünnschichtchromatographie umfassend einen Träger und eine Sorbensschicht, sowie einen Binder, gekennzeichnet durch eine Codierung, die durch Bestrahlung der Sorbensschicht mit einem Laser erhalten wird.
  2. Verfahren zur Herstellung eines Trägers mit den Merkmalen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Sorbensschicht eines üblichen Trägers für die Dünnschichtchromatographie mit Laserlicht bestrahlt.
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