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Dokumentenidentifikation DE60102369T2 17.03.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001280426
Titel VERFAHREN UND EINRICHTUNG ZUM KÜHLEN VON SCHLACHTGEFLÜGEL
Anmelder Topkip B.V., Enschede, NL
Erfinder VAN STUYVENBERG, Marie, Willem, NL-4003 GR Tiel, NL
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 60102369
Vertragsstaaten DE, DK, FR, GB, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 02.05.2001
EP-Aktenzeichen 019282458
WO-Anmeldetag 02.05.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/NL01/00334
WO-Veröffentlichungsnummer 0001084967
WO-Veröffentlichungsdatum 15.11.2001
EP-Offenlegungsdatum 05.02.2003
EP date of grant 17.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.03.2005
IPC-Hauptklasse A23P 1/00
IPC-Nebenklasse A23B 4/08   A23B 4/09   A23B 4/06   A22C 21/00   

Beschreibung[de]

Wird Geflügel geschlachtet, so werden Schenkel, Hals, Federn und Innereien entfernt. Das geschlachtete Geflügel muß dann abgekühlt werden. Eine Kühlung mit Luft hat den Nachteil, daß sie über einen langen Zeitraum stattfindet und das geschlachtete Geflügel eine graugelbe Farbe mit dunklen Flecken annimmt. Zudem tritt ein Gewichtsverlust auf (bis zu 3%).

Gemäß einem anderen bekannten Verfahren, wird geschlachtetes Geflügel in einer Schraubenspindel im Gegenstrom mit Wasser versetzt. Da das Geflügel aneinander in der Spindel liegt, wird es zerrieben bzw. berührt es sich, wobei eine nicht ausreichende Abkühlung auftritt und eine Kühlung für einen längeren Zeitraum fortgeführt werden muß, bevor eine erwünschte Temperatur von unterhalb +4°C erreicht ist. Zudem ist die Menge an verwendetem Wasser beachtlich.

US-A-4,788,831 offenbart eine Vorrichtung zum Vorwärtsbewegen von Geflügelrümpfen durch einen Tank mit Kühlwasser zum Abkühlen der Rümpfe auf eine annehmbare Temperatur. Ein Bündel an Geflügelrümpfen, die in Bezug auf die Transportrichtung des Geflügels nicht orientiert sind, wird zwischen Gestellen durch das Kühlwasser vorwärtsbewegt.

US-A-3,103,696 offenbart eine Vorrichtung zum Abkühlen geschlachteter Geflügelrümpfe. Die an Schäkeln aufgehängten Geflügelrümpfe werden durch einen Wasser beinhaltenden Kühltank transportiert, um die Geflügelrümpfe abzukühlen. Die Geflügelrümpfe werden durch den Kühltank derart vorwärtsbewegt, daß die Geflügelbrust in Transportrichtung nach vorne weist und die Rückseite des Geflügels nach hinten. Demgemäß ist der Bauchraum nach oben gerichtet und von der Transportrichtung weg orientiert. Während der Vorwärtsbewegung der Geflügelrümpfe durch den Kühltank, erfolgt ein Wasserdruck auf das Brustbein und führt zu einem Verschluß des Bauchraums.

Die EP-A-O 651 215 offenbart eine Kühlvorrichtung zum Abkühlen aufgehängter, geschlachteter Tiere unter Verwendung einer Sprühvorrichtung für Kühlflüssigkeit, welche Düsen zum äußeren und inneren Abkühlen der aufgehängten Rümpfe mit einem kühlenden Luftstrom umfaßt.

Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, ein Verfahren und eine Einrichtung zum Kühlen geschlachteten Geflügels vorzusehen, bei denen die Abkühlung sehr rasch vonstatten geht. Das geschlachtete Geflügel behält hierbei eine gesunde Farbe, hat eine lange Aufbewahrzeit und es tritt im wesentlichen kein Gewichtsverlust auf. Diese Abkühlung kann stattfinden unter Verwendung lediglich gekühlten strömenden Wassers, während die Verwendung von Chemikalien in was auch immer für einer Form vermieden werden kann.

Die vorliegende Erfindung basiert auf der Erkenntnis, daß die Effektivität des Kühlens nicht nur verbessert wird durch externes Kühlen des Geflügels, sondern auch durch gleichzeitiges inneres Kühlen des Geflügels, wobei diese erfolgt, während jedes Geflügel separat der Kühlung unterworfen wird. Eine Gefäßverengung wird verstärkt, da das Brustbein daran gehindert wird, nach innen gedrückt zu werden und durch die schnelle Abkühlung, wobei kein Gewichtsverlust des geschlachteten Geflügels während dieses Abkühlens auftritt und das Gewicht des geschlachteten Geflügels dadurch im wesentlichen das gleiche wie das Schlachtgewicht bleibt. Es ist offensichtlich, daß jegliche Verunreinigung, die an dem Geflügel vorhanden sein könnte, ebenfalls wirkungsvoll durch dieses Verfahren des Abkühlens gemäß der Erfindung entfernt wird. Dies führt zu einer beachtlichen Abnahme der Menge an Keimen bzw. Bakterien.

Die Erfindung liefert daher ein Verfahren zum Kühlen geschlachteten Geflügels, umfassend:

  • i. Positionieren des Geflügels mit gespreizten Schenkeln und nach oben gerichtetem Bauchraum und wobei der Bauchraum in die Transportrichtung des Geflügels gerichtet ist; und
  • ii. Transportieren des positionierten Geflügels durch gekühltes, strömendes Wasser, wobei die Transportrichtung des Geflügels entgegengesetzt ist zu der Strömungsrichtung des Wassers, derart, daß Wasser um und durch das Geflügel von dem Bauchraum in Richtung des Halsraums, strömt.

Für die innere Zirkulation und das Kühlen des geschlachteten Geflügels ist es wichtig, daß die Schenkel des Geflügels gespreizt sind und der Bauchraum in Transportrichtung nach oben orientiert ist... Aufgrund der entgegengesetzten Richtungen von Transportrichtung des Geflügels und Strömungsrichtung des kühlenden Wassers, tritt ein Schub an der Stelle des offenen Bauchraums des Geflügels auf. Wasser wird dabei von dem Bauchraum durch das geschlachtete Geflügel gelangen und das Geflügel über den Halsraum verlassen. Gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel ist die Seite des Körpers in Transportrichtung orientiert. Gemäß einem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel, ist die Rückseite des Körpers in Transportrichtung orientiert. Da die Rückseite des Körpers in Transportrichtung orientiert ist, wird das Brustbein durch den Schub des Wassers nicht nach innen gedrückt, so daß der Strom durch das Geflügel von dem Bauchraum zu dem Halsraum stattfinden kann.

Geflügel bedeutet alle Arten von Federvieh, einschließlich Hühnern wie beispielsweise Muttertieren, Hähnchen und Legehennen, Enten, Fasane, Perlhühner, Gänse, Truthähne und ähnliches.

Nach dem Abkühlen des geschlachteten Geflügels kann eine weitere Abkühlung auf die Temperatur zur Weiterverarbeitung, stattfinden. Um so weit wie möglich ein Faulen des kühlenden Wassers zu vermeiden, ist es weiter empfehlenswert, daß das gekühlte Geflügel abtropfen kann. Das Huhn kann dadurch abtropfen und möglicherweise darauf vorhandenes fauliges Wasser kann vor einer weiteren Abkühlung entfernt werden. Es ist daher zu empfehlen, daß das Geflügel dann weiter gekühlt wird.

Ist das Geflügel für den Frischmarkt vorgesehen, so ist es empfehlenswert, daß das weiter gekühlte Geflügel einer Luftkühlung auf unterhalb +4°C unterworfen wird.

Ist das Geflügel insbesondere vorgesehen für den Tiefkühlmarkt, so ist es empfehlenswert, daß das weitergekühlte Geflügel tiefgefroren wird.

Ein anderer Aspekt der Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Ausführen des oben angegebenen Verfahrens. Diese Einrichtung weist auf:

  • i. Positioniermittel zur Aufnahme des geschlachteten Geflügels mit gespreizten Schenkeln, wobei der Bauchraum nach oben gerichtet ist und wobei der Bauchraum in Transportrichtung des Geflügels gerichtet ist;
  • ii. Transportmittel zum Transportieren des positionierten Geflügels; und
  • iii. Kühlmittel, umfassend einen Behälter für gekühltes und strömendes Wasser, wobei die Strömungsrichtung entgegengesetzt zu der Transportrichtung ist.

Das Geflügel kann mit der Seite des Körpers von der Rückseite des Körpers in Transportrichtung orientiert sein.

Wie oben angegeben, ist es weiter empfehlenswert, daß die Positioniermittel Aufnahmeelemente umfassen zur Aufnahme der Schenkel des Geflügels in gespreizter Weise. Eine elegante Positionierung wird erzielt, wenn weiter vorteilhaft die Aufnahmeelemente Schlitze aufweisen, die in Transportrichtung orientiert sind und in die ein Geflügelschenkel eingehakt aufnehmbar ist. Es ist hierbei möglich, das Geflügel manuell oder automatisch in den Positioniermitteln anzuordnen und sie leicht aus diesen nach dem Kühlen zu entfernen. Findet das Plazieren des Geflügels oder das Entfernen des Geflügels in einer Richtung quer zur Transportrichtung statt, so ist es weiter empfehlenswert, daß die Positioniermittel über ein drehbares Gestell mit den Transportmitteln verbunden sind. Es ist dadurch möglich, einen quer ausgerichteten Anordnungs- oder Entfernungsvorgang nach der Drehung vorzunehmen.

Aus den oben angegebenen Gründen ist es weiter empfehlenswert, daß die Einrichtung weiters eine Drainagestation aufweist, die an den Kühlbehälter anschließt und wahlweise ein weiteres Kühlmittel, das an die Drainagestation anschließt und einen weiteren Kühlbehälter für gekühltes und strömendes Wasser umfaßt, wobei die Strömungsrichtung entgegengesetzt zu der Transportrichtung ist.

Aufgrund der raschen Abkühlung des geschlachteten Geflügels, behält das Geflügel eine gesunde weiße Farbe bei und hat eine Haltbarkeitsdauer für den Frischmarkt von wenigstens acht Tagen. Währenddessen treten graue Farben und dunkle oder rostige Flecken insbesondere nicht auf. Der daran ausgeführte Abkühlvorgang in Übereinstimmung mit dem Verfahren und der Einrichtung gemäß der Erfindung ist daher charakteristisch sichtbar an dem geschlachteten Geflügel. Ein anderes Merkmal des Geflügels ist es, daß das Schlachtgewicht im wesentlichen das gleiche wie das Gewicht nach der Abkuhlung ist. Die gleichförmige, weiße und natürliche Farbe des geschlachteten Geflügels hängt teilweise von dem Typ Geflügel und der Ernährung des Geflügels ab. Es kann allgemein festgehalten werden, daß das erfindungsgemäß erhältliche Geflügel eine gleichförmige natürliche Farbe hat wie beispielsweise RAL9010 und 9003 für Muttertiere und Hühnchen und RAL9001 und 1013 für Legehennen.

Die erwähnten und andere Merkmale des Verfahrens und der Einrichtung, wie auch des geschlachteten Geflügels gemäß der Erfindung werden weiter hier unten basierend auf einem Ausführungsbeispiel erläutert, das lediglich beispielhaft ist, ohne die Erfindung beschränken zu sollen. Es wird hier Bezug genommen auf die beigefügte Zeichnung, in der:

1 eine schematische perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Einrichtung ist;

2 in größerem Maßstab eine weggebrochene Ansicht des Details II der 1 zeigt;

3 in unterschiedlichem Maßstab den Entfernungsvorgang an der Stelle des Details III in 1 zeigt; und

4 und 5 jeweils andere Varianten der erfindungsgemäßen Einrichtung zeigen.

1 zeigt eine Einrichtung 1 zum Kühlen geschlachteten Geflügels 2, in diesem Falle Hühnchen. Die Einrichtung 1 umfaßt ein Transportsystem 3, welches durch einen wie eine Haarnadel gebogenen Kühlbehälter 4 gelangt, dann durch eine Drainagestation 5 und einen weiteren Kühlbehälter 6. Von der Station 7 schließt das Transportsystem 3 wieder an dem Kühlbehälter 4 in einer nicht-gezeigten Weise an.

Der Kühlbehälter 4 und der weitere Kühlbehälter 6 sind aus rostfreiem Stahl hergestellt. Beide Behälter liegen derart geneigt, daß die Transportrichtung 8 in dem Kühlbehälter 4 und die Transportrichtung 9 in dem weiteren Kühlbehälter 6 entgegengesetzt sind zu der Strömungsrichtung 10 bzw. 11 des Wassers in dem Kühlbehälter 4 oder dem weiteren Kühlbehälter 6. Die Geschwindigkeit des Transportsystems und die Länge des Kühlbehälters 4 und des weiteren Kühlbehälters 6 und der Drainagestation 5 sind derart gewählt, daß die Hühnchen 2 für etwa 2–3 Minuten in dem Kühlbehälter 4 verbleiben, 3 Minuten in der Drainagestation 5 abtropfen und weiter für etwa 7 Minuten in dem weiteren Kühlbehälter 6 verbleiben, wenn eine Luftkühlung auf die erwünschte Endtemperaturm von beispielsweise 4°C in der Folge erreicht ist oder eine weitere Kühlung mit dem gleichen System erfolgt, bis die gewünschte Endtemperatur erreicht ist (von beispielsweise 4°C).

Das Kühlwasser in dem Kühlbehälter 4 und in dem weiteren Kühlbehälter 6 kann gekühlt werden über Kühleinrichtungen (nicht gezeigt) oder kann mit Eis versehen werden, um eine Temperatur unterhalb 4°C zu erzielen.

2 zeigt das weitere Abkühlen der Hühnchen 2 detaillierter.

Das Transportsystem 3 umfaßt eine Transportschiene 12, entlang der ein Transportgestell 14 über Räder 13 gelangt. Die Transportgestelle 14 sind über ein Verbindungsteil 15 gegenseitig miteinander verbunden.

Jedes Transportgestell 14 ist mit einem Auge 15 versehen, in dem ein Schaft 16 von Positioniermitteln 17 drehbar aufgenommen ist. Der Schaft 16 endet in einem Stopper 18, der, während des Transports entsprechend Pfeil 9 in 2, gegen einen Stopper 19 drückt. In dieser Stellung, sind die Aufnahmeteile 20 in der Transportrichtung orientiert, wobei offene Schlitze 20, die an dem Kniegelenk 21 angehakt sind, die Schenkel 22 des Hühnchens 2 in dieser Richtung 9 aufnehmen. In dieser Stellung sind die Schenkel 22 eingehakt in dem Schlitzen 20 in gespreizter Weise aufgenommen. Der Bauchraum 23 ist nach oben orientiert und der Halsraum 24 ist nach unten orientiert. Die Rückseite des Körpers 25 ist in Transportrichtung 9 orientiert und gegen die Strömungsrichtung 11 des Wassers. Die Vorderseite des Körpers 26 mit dem Brustbein ist in die andere Richtung ausgerichtet. Aufgrund des Versatzes des Hühnchens 2 gegen die Strömungsrichtung 11, strömt Wasser 27 um das Hühnchen 2 an den Seiten und das Hühnchen wird an der Außenseite mit Wasser 28 gereinigt und abgekühlt. Aufgrund des Schubs des Wassers an der Stelle des Bauchraums 23, der über das Innere des Hühnchens 2 mit dem Halsraum 24 in Verbindung steht, wird ein innerer Strom an Wasser 29 erzeugt, wodurch das Hühnchen 2 auch von innen her gekühlt wird.

Der weitere Kühlbehälter 6 ist aus rostfreiem Stahl hergestellt und mit Prallplatten 30 versehen, die abgelagerten Schmutz führen, der in Richtung der Mitte des Behälters 6 vorliegen kann. Hier ist ein Luftrohr 32 mit nach unten gerichteten Löchern 32 angeordnet, durch welche Luft geblasen wird, so daß Luftblasen 33 eine Bewegung und Verwirbelung in dem Wasser 28 erzeugen. Dies verstärkt das Abkühlen.

Obgleich der Betrieb lediglich des weiteren Kühlbehälters 6 detailliert in 2 beschrieben ist, ist es offensichtlich, daß der gleiche Kühlvorgang im Kühlbehälter 4 stattfindet, der den gleichen Aufbau hat, jedoch eine geringere Länge, aufgrund der kürzeren Vorreinigungs- und Kühlvorgänge, die darin durchgeführt werden.

In der Drainagestation 5 gelangt das Hühnchen 2, aufgehängt an den Schlitzen 20 des Aufnahmeelements 19, hindurch, während Wasser, das in einem Tank (nicht gezeigt) gesammelt wird, von der Außenseite und Innenseite abtropfen kann. Das an dem Transportsystem 3 aufgehängte Hühnchen 2 ist hier in kühler Luft angeordnet, so daß eine Erwärmung des Hühnchens vermieden ist.

3 zeigt den Transfer von Hühnchen 2 von dem Transportsystem 3. Unter Verwendung einer Stopperführung 34, wird der Stopper 18 in Richtung des Pfeils 35 gedreht und stößt gegen einen Stopper 36. Die Schlitze 20 mit den darin befindlichen Schenkeln 22 des Hühnchens 2 werden hierbei gedreht und versetzt, in diesem Falle entgegen dem Uhrzeigersinn, und zwar in eine Richtung quer zur Transportrichtung 9. Die Hühnchen 2 können hierbei aus den Schlitzen 20 quer zur Transportrichtung 9 herausgenommen werden und in ein anderes Transportsystem übertragen werden, das die Hühnchen beispielsweise zu einer Vorrichtung zum Zerteilen von Hühnchen 2 führt. Es ist auch möglich, daß die Hühnchen zu einer Vorrichtung geführt werden, mit welcher eine Luftkühlung der weitergekühlten Hühnchen 2 durchgeführt wird, oder zu einer Vorrichtung zum Tiefkühlen von Hühnchen, wobei dies abhängt von der weiteren Verwendung der Hühnchen im Rahmen des Frischmarkts oder des Tiefkühlmarkts.

4 zeigt eine Variante des Transportsystems 3 entsprechend der 2. Jedes Transportgestell 14 umfaßt einen Schienenstuhl 37, der mit einer Transportstange 39 verbunden ist, um an einem Zapfen 38 zu verschwenken.

Jeder Schienenstuhl 37 ist mit Aufnahmeelementen 40 versehen, um einhakend das Kniegelenk 21 eines Hühnchens 2 aufzunehmen. Der Bauchraum 23 ist nach oben orientiert und der Halsraum 24 nach unten orientiert. Die Seite des Körpers 41 ist in Transportrichtung 9 orientiert und gegen die Strömungsrichtung 11 des Wassers. Wasser 27 strömt um die Seiten des Hühnchens 2. Der Schub des Wassers an der Stelle der Seite des Körpers 41 führt zu einem inneren Strom an Wasser 29, wobei das Hühnchen 2 innerlich gekühlt wird. Aufgrund des Schubs und durch die Neigung des Schienenstuhls 37 um den Zapfen 38, wird der Bauchraum 23 in Richtung des Wasserstroms 29 orientiert und stellt dabei einen guten inneren Strom sicher.

5 zeigt eine Variante des in 4 gezeigten Transportsystems 3. In diesem Falle ist der Schienenstuhl 37 fest mit der Stange 39 verbunden, wobei während des Transports durch die Kühlbehälter der Bauchraum 23 nicht in Richtung des Wasserstroms 29 orientiert ist. Nichtsdestotrotz ist eine ausreichende innerliche Kühlung des Hühnchens 2 sichergestellt.

Nach der Luftkühlung, Tiefkühlung und/oder Verpackung, besitzt das Hühnchen 2 eine natürliche, gleichförmige Färbung und ist im wesentlichen frei von dunklen Flecken und gelben farbfehlerhaften Stellen. Dies wird durch die rasche Abkühlung erzielt. Ein Feuchtigkeitsverlust wird durch die hierin auftretende Gefäßverengung verhindert. In vielen Fällen ist der Gewichtsverlust im Vergleich zu dem Schlachtgewicht sogar Null. Die Farbe des gekühlten Hühnchens gemäß der Erfindung ist eine natürliche Schlachtfarbe. Für Muttertiere, Hennen und Hähnchen kann diese Farbe in vielen Fällen die gleiche sein wie die von RAL9010 und 9003. Für Legehennen entspricht die Farbe üblicherweise RAL9001 und 1013. In Abhängigkeit von der Nahrung sei jedoch festgehalten, daß die Farbe der Hühnchen variieren kann, wie auch als Folge der Unterschiede der Brut. Es ist jedoch wichtig, daß eine unnatürliche Entfärbung und dunkle Verfärbung aufgrund der wirkungsvollen Kühlung durch die Erfindung vermieden sind.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Kühlen geschlachteten Geflügels, umfassend:

    i. Positionieren des Geflügels mit gespreizten Schenkeln und nach oben gerichtetem Bauchraum und wobei der Bauchraum in die Transportrichtung des Geflügels gerichtet ist; und

    ii. Transportieren des positionierten Geflügels durch gekühltes, strömendes Wasser, wobei die Transportrichtung des Geflügels entgegengesetzt ist zu der Strömungsrichtung des Wassers, derart, daß Wasser um und durch das Geflügel von dem Bauchraum in Richtung des Halsraums, strömt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die Seite des Körpers in Transportrichtung orientiert ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die Rückseite des Körpers in Transportrichtung orientiert ist.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–3, bei welchem dem gekühlten Geflügel gestattet wird, abzutropfen.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1–4, bei welchem das gekühlte und gereinigte Geflügel weiter gekühlt wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, bei welchem das weiter gekühlte Geflügel einer Luftkühlung auf eine gewünschte Endtemperatur unterhalb von +4°C unterworfen wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 5, bei welchem das weiter gekühlte Geflügel tiefgefroren wird.
  8. Einrichtung zum Kühlen geschlachteten Geflügels, aufweisend:

    i. Positioniermittel zur Aufnahme des geschlachteten Geflügels mit gespreizten Schenkeln, wobei der Bauchraum nach oben gerichtet ist und wobei der Bauchraum in Transportrichtung des Geflügels gerichtet ist;

    ii. Transportmittel zum Transportieren des positionierten Geflügels; und

    iii. Kühlmittel, umfassend einen Behälter für gekühltes und strömendes Wasser, wobei die Strömungsrichtung entgegengesetzt zu der Transportrichtung ist.
  9. Einrichtung nach Anspruch 8, bei welcher die Positioniermittel das Geflügel mit der Seite des Körpers in Transportrichtung orientieren.
  10. Einrichtung nach Anspruch 8, bei welcher die Positioniermittel das Geflügel mit der Rückseite des Körpers in Transportrichtung orientieren.
  11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 8–10, bei welcher die Positioniermittel Aufnahmeelemente zur Aufnahme der Schenkel des Geflügels in gespreizter Weise, umfassen.
  12. Einrichtung nach Anspruch 11, bei welcher die Aufnahmeelemente Schlitze aufweisen, die in Transportrichtung orientiert sind und in die ein Geflügelschenkel eingehakt aufnehmbar ist.
  13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 8–12, bei welcher die Positioniermittel über ein drehbares Gestell mit den Transportmitteln verbunden sind.
  14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 8–13, aufweisend eine Drainagestation, die an den Kühlbehälter anschließt.
  15. Einrichtung nach Anspruch 14, aufweisend ein weiteres Kühlmittel, das an die Drainagestation anschließt und einen weiteren Kühlbehälter für gekühltes und strömendes Wasser umfaßt, wobei die Strömungsrichtung entgegengesetzt zu der Transportrichtung ist.
  16. Geschlachtetes Geflügel erhältlich über das Verfahren, wie es in einem der Ansprüche 1–7 beansprucht ist oder die Einrichtung, wie sie in einem der Ansprüche 8–15 beansprucht ist.
  17. Geflügel nach Anspruch 16, bei welchem das Schlachtgewicht im wesentlichen das gleiche ist wie das gekühlte Gewicht.
  18. Geflügel nach Anspruch 16 oder 17, mit einer gleichförmigen natürlichen Farbe, beispielsweise RAL 9010 oder 9003 für Muttertiere und Hühnchen und RAL 9001 oder 1013 für Legehennen.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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