Wird Geflügel geschlachtet, so werden Schenkel, Hals, Federn und Innereien
entfernt. Das geschlachtete Geflügel muß dann abgekühlt werden. Eine Kühlung mit
Luft hat den Nachteil, daß sie über einen langen Zeitraum stattfindet und das geschlachtete
Geflügel eine graugelbe Farbe mit dunklen Flecken annimmt. Zudem tritt ein Gewichtsverlust
auf (bis zu 3%).
Gemäß einem anderen bekannten Verfahren, wird geschlachtetes Geflügel
in einer Schraubenspindel im Gegenstrom mit Wasser versetzt. Da das Geflügel aneinander
in der Spindel liegt, wird es zerrieben bzw. berührt es sich, wobei eine nicht ausreichende
Abkühlung auftritt und eine Kühlung für einen längeren Zeitraum fortgeführt werden
muß, bevor eine erwünschte Temperatur von unterhalb +4°C erreicht ist. Zudem
ist die Menge an verwendetem Wasser beachtlich.
US-A-4,788,831 offenbart eine Vorrichtung zum Vorwärtsbewegen von
Geflügelrümpfen durch einen Tank mit Kühlwasser zum Abkühlen der Rümpfe auf eine
annehmbare Temperatur. Ein Bündel an Geflügelrümpfen, die in Bezug auf die Transportrichtung
des Geflügels nicht orientiert sind, wird zwischen Gestellen durch das Kühlwasser
vorwärtsbewegt.
US-A-3,103,696 offenbart eine Vorrichtung zum Abkühlen geschlachteter
Geflügelrümpfe. Die an Schäkeln aufgehängten Geflügelrümpfe werden durch einen Wasser
beinhaltenden Kühltank transportiert, um die Geflügelrümpfe abzukühlen. Die Geflügelrümpfe
werden durch den Kühltank derart vorwärtsbewegt, daß die Geflügelbrust in Transportrichtung
nach vorne weist und die Rückseite des Geflügels nach hinten. Demgemäß ist der Bauchraum
nach oben gerichtet und von der Transportrichtung weg orientiert. Während der Vorwärtsbewegung
der Geflügelrümpfe durch den Kühltank, erfolgt ein Wasserdruck auf das Brustbein
und führt zu einem Verschluß des Bauchraums.
Die EP-A-O 651 215 offenbart eine Kühlvorrichtung zum Abkühlen aufgehängter,
geschlachteter Tiere unter Verwendung einer Sprühvorrichtung für Kühlflüssigkeit,
welche Düsen zum äußeren und inneren Abkühlen der aufgehängten Rümpfe mit einem
kühlenden Luftstrom umfaßt.
Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, ein Verfahren und eine Einrichtung
zum Kühlen geschlachteten Geflügels vorzusehen, bei denen die Abkühlung sehr rasch
vonstatten geht. Das geschlachtete Geflügel behält hierbei eine gesunde Farbe, hat
eine lange Aufbewahrzeit und es tritt im wesentlichen kein Gewichtsverlust auf.
Diese Abkühlung kann stattfinden unter Verwendung lediglich gekühlten strömenden
Wassers, während die Verwendung von Chemikalien in was auch immer für einer Form
vermieden werden kann.
Die vorliegende Erfindung basiert auf der Erkenntnis, daß die Effektivität
des Kühlens nicht nur verbessert wird durch externes Kühlen des Geflügels, sondern
auch durch gleichzeitiges inneres Kühlen des Geflügels, wobei diese erfolgt, während
jedes Geflügel separat der Kühlung unterworfen wird. Eine Gefäßverengung wird verstärkt,
da das Brustbein daran gehindert wird, nach innen gedrückt zu werden und durch die
schnelle Abkühlung, wobei kein Gewichtsverlust des geschlachteten Geflügels während
dieses Abkühlens auftritt und das Gewicht des geschlachteten Geflügels dadurch im
wesentlichen das gleiche wie das Schlachtgewicht bleibt. Es ist offensichtlich,
daß jegliche Verunreinigung, die an dem Geflügel vorhanden sein könnte, ebenfalls
wirkungsvoll durch dieses Verfahren des Abkühlens gemäß der Erfindung entfernt wird.
Dies führt zu einer beachtlichen Abnahme der Menge an Keimen bzw. Bakterien.
Die Erfindung liefert daher ein Verfahren zum Kühlen geschlachteten
Geflügels, umfassend:
- i. Positionieren des Geflügels mit gespreizten Schenkeln und nach oben gerichtetem
Bauchraum und wobei der Bauchraum in die Transportrichtung des Geflügels gerichtet
ist; und
- ii. Transportieren des positionierten Geflügels durch gekühltes, strömendes
Wasser, wobei die Transportrichtung des Geflügels entgegengesetzt ist zu der Strömungsrichtung
des Wassers, derart, daß Wasser um und durch das Geflügel von dem Bauchraum in Richtung
des Halsraums, strömt.
Für die innere Zirkulation und das Kühlen des geschlachteten Geflügels
ist es wichtig, daß die Schenkel des Geflügels gespreizt sind und der Bauchraum
in Transportrichtung nach oben orientiert ist... Aufgrund der entgegengesetzten
Richtungen von Transportrichtung des Geflügels und Strömungsrichtung des kühlenden
Wassers, tritt ein Schub an der Stelle des offenen Bauchraums des Geflügels auf.
Wasser wird dabei von dem Bauchraum durch das geschlachtete Geflügel gelangen und
das Geflügel über den Halsraum verlassen. Gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
ist die Seite des Körpers in Transportrichtung orientiert. Gemäß einem zweiten bevorzugten
Ausführungsbeispiel, ist die Rückseite des Körpers in Transportrichtung orientiert.
Da die Rückseite des Körpers in Transportrichtung orientiert ist, wird das Brustbein
durch den Schub des Wassers nicht nach innen gedrückt, so daß der Strom durch das
Geflügel von dem Bauchraum zu dem Halsraum stattfinden kann.
Geflügel bedeutet alle Arten von Federvieh, einschließlich
Hühnern wie beispielsweise Muttertieren, Hähnchen und Legehennen, Enten, Fasane,
Perlhühner, Gänse, Truthähne und ähnliches.
Nach dem Abkühlen des geschlachteten Geflügels kann eine weitere Abkühlung
auf die Temperatur zur Weiterverarbeitung, stattfinden. Um so weit wie möglich ein
Faulen des kühlenden Wassers zu vermeiden, ist es weiter empfehlenswert, daß das
gekühlte Geflügel abtropfen kann. Das Huhn kann dadurch abtropfen und möglicherweise
darauf vorhandenes fauliges Wasser kann vor einer weiteren Abkühlung entfernt werden.
Es ist daher zu empfehlen, daß das Geflügel dann weiter gekühlt wird.
Ist das Geflügel für den Frischmarkt vorgesehen, so ist es empfehlenswert,
daß das weiter gekühlte Geflügel einer Luftkühlung auf unterhalb +4°C unterworfen
wird.
Ist das Geflügel insbesondere vorgesehen für den Tiefkühlmarkt, so
ist es empfehlenswert, daß das weitergekühlte Geflügel tiefgefroren wird.
Ein anderer Aspekt der Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Ausführen
des oben angegebenen Verfahrens. Diese Einrichtung weist auf:
- i. Positioniermittel zur Aufnahme des geschlachteten Geflügels mit gespreizten
Schenkeln, wobei der Bauchraum nach oben gerichtet ist und wobei der Bauchraum in
Transportrichtung des Geflügels gerichtet ist;
- ii. Transportmittel zum Transportieren des positionierten Geflügels; und
- iii. Kühlmittel, umfassend einen Behälter für gekühltes und strömendes Wasser,
wobei die Strömungsrichtung entgegengesetzt zu der Transportrichtung ist.
Das Geflügel kann mit der Seite des Körpers von der Rückseite des
Körpers in Transportrichtung orientiert sein.
Wie oben angegeben, ist es weiter empfehlenswert, daß die Positioniermittel
Aufnahmeelemente umfassen zur Aufnahme der Schenkel des Geflügels in gespreizter
Weise. Eine elegante Positionierung wird erzielt, wenn weiter vorteilhaft die Aufnahmeelemente
Schlitze aufweisen, die in Transportrichtung orientiert sind und in die ein Geflügelschenkel
eingehakt aufnehmbar ist. Es ist hierbei möglich, das Geflügel manuell oder automatisch
in den Positioniermitteln anzuordnen und sie leicht aus diesen nach dem Kühlen zu
entfernen. Findet das Plazieren des Geflügels oder das Entfernen des Geflügels in
einer Richtung quer zur Transportrichtung statt, so ist es weiter empfehlenswert,
daß die Positioniermittel über ein drehbares Gestell mit den Transportmitteln verbunden
sind. Es ist dadurch möglich, einen quer ausgerichteten Anordnungs- oder Entfernungsvorgang
nach der Drehung vorzunehmen.
Aus den oben angegebenen Gründen ist es weiter empfehlenswert, daß
die Einrichtung weiters eine Drainagestation aufweist, die an den Kühlbehälter anschließt
und wahlweise ein weiteres Kühlmittel, das an die Drainagestation anschließt und
einen weiteren Kühlbehälter für gekühltes und strömendes Wasser umfaßt, wobei die
Strömungsrichtung entgegengesetzt zu der Transportrichtung ist.
Aufgrund der raschen Abkühlung des geschlachteten Geflügels, behält
das Geflügel eine gesunde weiße Farbe bei und hat eine Haltbarkeitsdauer für den
Frischmarkt von wenigstens acht Tagen. Währenddessen treten graue Farben und dunkle
oder rostige Flecken insbesondere nicht auf. Der daran ausgeführte Abkühlvorgang
in Übereinstimmung mit dem Verfahren und der Einrichtung gemäß der Erfindung ist
daher charakteristisch sichtbar an dem geschlachteten Geflügel. Ein anderes Merkmal
des Geflügels ist es, daß das Schlachtgewicht im wesentlichen das gleiche wie das
Gewicht nach der Abkuhlung ist. Die gleichförmige, weiße und natürliche Farbe des
geschlachteten Geflügels hängt teilweise von dem Typ Geflügel und der Ernährung
des Geflügels ab. Es kann allgemein festgehalten werden, daß das erfindungsgemäß
erhältliche Geflügel eine gleichförmige natürliche Farbe hat wie beispielsweise
RAL9010 und 9003 für Muttertiere und Hühnchen und RAL9001 und 1013 für Legehennen.
Die erwähnten und andere Merkmale des Verfahrens und der Einrichtung,
wie auch des geschlachteten Geflügels gemäß der Erfindung werden weiter hier unten
basierend auf einem Ausführungsbeispiel erläutert, das lediglich beispielhaft ist,
ohne die Erfindung beschränken zu sollen. Es wird hier Bezug genommen auf die beigefügte
Zeichnung, in der:
1 eine schematische perspektivische Ansicht
der erfindungsgemäßen Einrichtung ist;
2 in größerem Maßstab eine weggebrochene
Ansicht des Details II der 1 zeigt;
3 in unterschiedlichem Maßstab den Entfernungsvorgang
an der Stelle des Details III in 1 zeigt; und
4 und 5
jeweils andere Varianten der erfindungsgemäßen Einrichtung zeigen.
1 zeigt eine Einrichtung 1 zum
Kühlen geschlachteten Geflügels 2, in diesem Falle Hühnchen. Die Einrichtung
1 umfaßt ein Transportsystem 3, welches durch einen wie eine Haarnadel
gebogenen Kühlbehälter 4 gelangt, dann durch eine Drainagestation
5 und einen weiteren Kühlbehälter 6. Von der Station
7 schließt das Transportsystem 3 wieder an dem
Kühlbehälter 4 in einer nicht-gezeigten Weise an.
Der Kühlbehälter 4 und der weitere Kühlbehälter
6 sind aus rostfreiem Stahl hergestellt. Beide Behälter liegen derart geneigt,
daß die Transportrichtung 8 in dem Kühlbehälter 4 und die Transportrichtung
9 in dem weiteren Kühlbehälter 6 entgegengesetzt sind zu der Strömungsrichtung
10 bzw. 11 des Wassers in dem Kühlbehälter 4 oder dem
weiteren Kühlbehälter 6. Die Geschwindigkeit des Transportsystems und die
Länge des Kühlbehälters 4 und des weiteren Kühlbehälters 6 und
der Drainagestation 5 sind derart gewählt, daß die Hühnchen 2
für etwa 2–3 Minuten in dem Kühlbehälter 4 verbleiben, 3 Minuten
in der Drainagestation 5 abtropfen und weiter für etwa 7 Minuten in dem
weiteren Kühlbehälter 6 verbleiben, wenn eine Luftkühlung auf die erwünschte
Endtemperaturm von beispielsweise 4°C in der Folge erreicht ist oder eine weitere
Kühlung mit dem gleichen System erfolgt, bis die gewünschte Endtemperatur erreicht
ist (von beispielsweise 4°C).
Das Kühlwasser in dem Kühlbehälter 4 und in dem weiteren
Kühlbehälter 6 kann gekühlt werden über Kühleinrichtungen (nicht gezeigt)
oder kann mit Eis versehen werden, um eine Temperatur unterhalb 4°C zu erzielen.
2 zeigt das weitere Abkühlen der Hühnchen
2 detaillierter.
Das Transportsystem 3 umfaßt eine Transportschiene
12, entlang der ein Transportgestell 14 über Räder 13
gelangt. Die Transportgestelle 14 sind über ein Verbindungsteil
15 gegenseitig miteinander verbunden.
Jedes Transportgestell 14 ist mit einem Auge 15
versehen, in dem ein Schaft 16 von Positioniermitteln 17 drehbar
aufgenommen ist. Der Schaft 16 endet in einem Stopper 18, der,
während des Transports entsprechend Pfeil 9 in 2,
gegen einen Stopper 19 drückt. In dieser Stellung, sind die Aufnahmeteile
20 in der Transportrichtung orientiert, wobei offene Schlitze
20, die an dem Kniegelenk 21 angehakt sind, die Schenkel
22 des Hühnchens 2 in dieser Richtung 9 aufnehmen. In
dieser Stellung sind die Schenkel 22 eingehakt in dem Schlitzen
20 in gespreizter Weise aufgenommen. Der Bauchraum 23 ist nach
oben orientiert und der Halsraum 24 ist nach unten orientiert. Die Rückseite
des Körpers 25 ist in Transportrichtung 9 orientiert und gegen
die Strömungsrichtung 11 des Wassers. Die Vorderseite des Körpers
26 mit dem Brustbein ist in die andere Richtung ausgerichtet. Aufgrund
des Versatzes des Hühnchens 2 gegen die Strömungsrichtung 11,
strömt Wasser 27 um das Hühnchen 2 an den Seiten und das Hühnchen
wird an der Außenseite mit Wasser 28 gereinigt und abgekühlt. Aufgrund
des Schubs des Wassers an der Stelle des Bauchraums 23, der über das Innere
des Hühnchens 2 mit dem Halsraum 24 in Verbindung steht, wird
ein innerer Strom an Wasser 29 erzeugt, wodurch das Hühnchen
2 auch von innen her gekühlt wird.
Der weitere Kühlbehälter 6 ist aus rostfreiem Stahl hergestellt
und mit Prallplatten 30 versehen, die abgelagerten Schmutz führen, der
in Richtung der Mitte des Behälters 6 vorliegen kann. Hier ist ein Luftrohr
32 mit nach unten gerichteten Löchern 32 angeordnet, durch welche
Luft geblasen wird, so daß Luftblasen 33 eine Bewegung und Verwirbelung
in dem Wasser 28 erzeugen. Dies verstärkt das Abkühlen.
Obgleich der Betrieb lediglich des weiteren Kühlbehälters
6 detailliert in 2 beschrieben ist, ist es
offensichtlich, daß der gleiche Kühlvorgang im Kühlbehälter 4 stattfindet,
der den gleichen Aufbau hat, jedoch eine geringere Länge, aufgrund der kürzeren
Vorreinigungs- und Kühlvorgänge, die darin durchgeführt werden.
In der Drainagestation 5 gelangt das Hühnchen 2,
aufgehängt an den Schlitzen 20 des Aufnahmeelements 19, hindurch,
während Wasser, das in einem Tank (nicht gezeigt) gesammelt wird, von der Außenseite
und Innenseite abtropfen kann. Das an dem Transportsystem 3 aufgehängte
Hühnchen 2 ist hier in kühler Luft angeordnet, so daß eine Erwärmung des
Hühnchens vermieden ist.
3 zeigt den Transfer von Hühnchen
2 von dem Transportsystem 3. Unter Verwendung einer Stopperführung
34, wird der Stopper 18 in Richtung des Pfeils 35 gedreht
und stößt gegen einen Stopper 36. Die Schlitze 20 mit den darin
befindlichen Schenkeln 22 des Hühnchens 2 werden hierbei gedreht
und versetzt, in diesem Falle entgegen dem Uhrzeigersinn, und zwar in eine Richtung
quer zur Transportrichtung 9. Die Hühnchen 2 können hierbei aus
den Schlitzen 20 quer zur Transportrichtung 9 herausgenommen werden
und in ein anderes Transportsystem übertragen werden, das die Hühnchen beispielsweise
zu einer Vorrichtung zum Zerteilen von Hühnchen 2 führt. Es ist auch möglich,
daß die Hühnchen zu einer Vorrichtung geführt werden, mit welcher eine Luftkühlung
der weitergekühlten Hühnchen 2 durchgeführt wird, oder zu einer Vorrichtung
zum Tiefkühlen von Hühnchen, wobei dies abhängt von der weiteren Verwendung der
Hühnchen im Rahmen des Frischmarkts oder des Tiefkühlmarkts.
4 zeigt eine Variante des Transportsystems
3 entsprechend der 2. Jedes Transportgestell
14 umfaßt einen Schienenstuhl 37, der mit einer Transportstange
39 verbunden ist, um an einem Zapfen 38 zu verschwenken.
Jeder Schienenstuhl 37 ist mit Aufnahmeelementen
40 versehen, um einhakend das Kniegelenk 21 eines Hühnchens
2 aufzunehmen. Der Bauchraum 23 ist nach oben orientiert und der
Halsraum 24 nach unten orientiert. Die Seite des Körpers 41 ist
in Transportrichtung 9 orientiert und gegen die Strömungsrichtung
11 des Wassers. Wasser 27 strömt um die Seiten des Hühnchens
2. Der Schub des Wassers an der Stelle der Seite des Körpers
41 führt zu einem inneren Strom an Wasser 29, wobei das Hühnchen
2 innerlich gekühlt wird. Aufgrund des Schubs und durch die Neigung des
Schienenstuhls 37 um den Zapfen 38, wird der Bauchraum
23 in Richtung des Wasserstroms 29 orientiert und stellt dabei
einen guten inneren Strom sicher.
5 zeigt eine Variante des in
4 gezeigten Transportsystems 3. In diesem
Falle ist der Schienenstuhl 37 fest mit der Stange 39 verbunden,
wobei während des Transports durch die Kühlbehälter der Bauchraum 23 nicht
in Richtung des Wasserstroms 29 orientiert ist. Nichtsdestotrotz ist eine
ausreichende innerliche Kühlung des Hühnchens 2 sichergestellt.
Nach der Luftkühlung, Tiefkühlung und/oder Verpackung, besitzt das
Hühnchen 2 eine natürliche, gleichförmige Färbung und ist im wesentlichen
frei von dunklen Flecken und gelben farbfehlerhaften Stellen. Dies wird durch die
rasche Abkühlung erzielt. Ein Feuchtigkeitsverlust wird durch die hierin auftretende
Gefäßverengung verhindert. In vielen Fällen ist der Gewichtsverlust im Vergleich
zu dem Schlachtgewicht sogar Null. Die Farbe des gekühlten Hühnchens gemäß der Erfindung
ist eine natürliche Schlachtfarbe. Für Muttertiere, Hennen und Hähnchen kann diese
Farbe in vielen Fällen die gleiche sein wie die von RAL9010 und 9003. Für Legehennen
entspricht die Farbe üblicherweise RAL9001 und 1013. In Abhängigkeit von der Nahrung
sei jedoch festgehalten, daß die Farbe der Hühnchen variieren kann, wie auch als
Folge der Unterschiede der Brut. Es ist jedoch wichtig, daß eine unnatürliche Entfärbung
und dunkle Verfärbung aufgrund der wirkungsvollen Kühlung durch die Erfindung vermieden
sind.