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Dokumentenidentifikation DE69822752T2 17.03.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000909983
Titel Verarbeitung fotografischen Materials
Anmelder Eastman Kodak Co., Rochester, N.Y., US
Erfinder Earle, Anthony, Harrow HA1 4TY, GB;
Sewell, Andrew, Harrow HA1 4TY, GB;
Vincent, Sheridan, Rochester, New York 14650-2201, US
Vertreter WAGNER & GEYER Partnerschaft Patent- und Rechtsanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69822752
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 12.10.1998
EP-Aktenzeichen 982034365
EP-Offenlegungsdatum 21.04.1999
EP date of grant 31.03.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.03.2005
IPC-Hauptklasse G03D 3/06

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf das Verarbeiten fotografischen Materials und insbesondere auf ein Verarbeitungsverfahren und eine Verarbeitungsvorrichtung, bei denen die Zuführung von Lösung in ein fotografisches Entwicklungsgerät auf der Grundlage erfasster Verarbeitungsparameter erfolgt.

Es ist bekannt, fotografische Entwicklungsgeräte, bei denen empfindlich gemachtes fotografisches Material durch Entwicklerlösung enthaltende Tanks transportiert wird, jeweils entsprechend der gemessenen hindurchtransportierten Materialmenge mit Nachfülllösung zu versorgen, um die Aktivität der Entwicklerlösung aufrechtzuerhalten. EP 530 619 beschreibt eine Entwicklungsvorrichtung dieser Art. Gewöhnlich wird auch die Art des gerade verarbeiteten Materials festgestellt und die Nachfüllmenge entsprechend eingestellt. Außerdem ist es bekannt, die Lösung mit Wasser aufzufüllen, um Verdampfungsverlusten entgegenzuwirken. Eine Vorrichtung dieser Art ist in EP 789 594 beschrieben. Ferner werden die Entwicklungsgeräte durch die Benutzer von Zeit zu Zeit, üblicherweise nach der Wiederinbetriebnahme nach einem Stillstand, überprüft um sicherzustellen, dass die Tanks bis zu den erforderlichen Pegeln mit den entsprechenden Lösungen gefüllt sind.

Normalerweise werden Tanks von fotografischen Entwicklungsgeräten unabhängig von Ihrer Art mit einem Lösungsüberschuss aufgefüllt um sicherzugehen, dass auch immer die erforderlichen Mindestfüllstände gegeben sind. Dieser Überschuss ist aus verschiedenen Gründen gewollt, zum Beispiel (a) damit der Benutzer die Tank-Füllstände nicht so häufig überprüfen muss, (b) zum Ausgleich der durch das Material von einem Tank in den nächsten mitgeschleppten Entwicklerlösungsmenge, die infolge von Abnutzung der in den Tankausläufen vorgesehenen Gummiwalzen übermäßig hoch sein oder im Laufe der Zeit zunehmen kann und (c) weil kleinere Leckagen ausgeglichen werden müssen, die nicht unbedingt sofort festgestellt werden. Mindestens ein Teil der überschüssigen Lösung wird dabei unter Umständen über ein Überlaufrohr unmittelbar abgeleitet. Dieser Verlust stellt zunächst natürlich einen unerwünschten Kostenfaktor dar, aber auch die Notwendigkeit, unerwünschtes oder teures Material zu entsorgen und/oder zurückzugewinnen, ist ein Kostenfaktor und kann ein Umweltproblem darstellen.

Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, das fotografische Entwicklungsverfahren derart zu steuern, dass der Verbrauch an Entwicklerlösungen und der Anfall von Abfalllösungen vermindert werden. Gemäß einer weiteren Aufgabe der Erfindung soll durch eine Prozesssteuerung sichergestellt werden, dass die chemische Aktivität des Entwicklungsgeräts gleichbleibend aufrechterhalten wird.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Verarbeiten von fotografischem Material gemäß Anspruch 1 bereitgestellt.

So wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren durch das Messen des Lösungspegels in einem Entwicklertank und, wenn ein zu niedriger Pegel festgestellt wird, das Zuführen einer zweiten Lösung die Zuführung geringerer Lösungsmengen nötig, als dies bei den normalen Nachfüllphasen der Fall ist. Außerdem wird bei Feststellung eines zu niedrigen Tankpegels eine von der normalen Nachfülllösung abweichende Lösung hinzugefügt. In dieser Hinsicht ist festzustellen, dass der Transport fotografischen Materials durch ein Entwicklungsgerät und das Nachfüllen von Nachfülllösung in das Gerät die Tanks im Laufe der Zeit "konditionieren". Die Entwicklungsbedingungen, zum Beispiel Menge und Stärke der zugeführten Lösungen, und die Transportgeschwindigkeit des Materials durch das Entwicklungsgerät werden im Hinblick auf gleichbleibende Betriebsbedingungen eingestellt. In manchen Fällen kann daher die Zugabe einer normalen Nachfülllösung eine Abweichung von den gewünschten gleichbleibenden Bedingungen nach sich ziehen und ein neuer Zustand entstehen, und dies könnte insbesondere dann der Fall sein, wenn bei einem Abfall des Lösungspegels in einem Tank normale Nachfülllösung zugegeben würde. Die Erfindung sieht bei einem Abfall des Lösungspegels die Zugabe einer anderen Lösung als jener vor, die entsprechend der Menge des verarbeiteten Materials zugegeben wird. Die einfache Zugabe weiterer normaler Nachfülllösung beim Absinken des Pegels würde dazu führen, dass die Stärke der Nachfülllösung im Tank ihren konditionierten Zustand übersteigen würde. Erfindungsgemäß wird daher eine zweite, andere Lösung zugeführt, nämlich eine weniger konzentrierte Lösung. Vorzugsweise besteht die zweite Lösung aus einer Mischung der normalen Nachfülllösung und einer anderen Lösung. Die andere Lösung könnte zweckmäßigerweise eine sogenannte "Starter"- oder Katalysatorlösung sein.

Die Tankpegel fallen unter Umständen auch bei nicht aktivem Entwicklungsgerät, zum Beispiel wenn letzteres über Nacht abgeschaltet wird. Abgesehen von Leckagen, die durch andere Mittel erkannt werden könnten, liegt in diesem Fall der Grund hierfür wahrscheinlich in Verdampfung. Das heißt, die Lösung verliert Wasser und wird dadurch konzentrierter. Erfindungsgemäß wird vorzugsweise der Betriebszustand des Entwicklungsgeräts erfasst, und wenn ein niedriger Pegel angezeigt wird, während kein fotografisches Material verarbeitet wird, kann dem Tank eine im Wesentlichen aus Wasser bestehende Flüssigkeit zugeführt werden.

Wenn einem Tank die zweite Lösung während des Entwicklungsprozesses zugeführt werden muss, kann dies auch auf Abnutzung der Gummiwalzen oder der sonstigen diesem Tank zugeordneten Mittel zum Entfernen der Lösung zurückzuführen sein, wobei zum Entfernen überschüssiger Lösung vom Material bei dessen Austritt aus dem Tank und vor dem Eintritt in den nächsten Tank herkömmlicherweise Gummiwalzen vorgesehen sind. In diesem Fall wird übermäßig viel Lösung aus dem Tank, zum Beispiel einem Entwicklungstank, durch das Material in den nächsten Tank, zum Beispiel einen Bleichtank, geschleppt, was nachteilige Auswirkungen auf die Verarbeitung im zweiten Tank hat. Erfindungsgemäß kann die Niedrigstand-Anzeige des betreffenden Tanks während der Verarbeitung von Material dazu genutzt werden, die dem zweiten Tank zugeführte Lösung zu verändern, zum Beispiel zu verstärken, um so die richtige chemische Aktivität für die Verarbeitung des Materials in diesem Tank zu gewährleisten. Selbstverständlich kann diese Steuerung auch auf weitere Tanks ausgedehnt werden und auch im Rückkopplungsmodul oder dem – hier beschriebenen – Vorwärtsmodus arbeiten.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine Vorrichtung zum Verarbeiten von fotografischem Material gemäß Anspruch 5 angegeben.

Die Füllstandsmesseinrichtung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorzugsweise in einem oberen Bereich des Tanks und vorzugsweise benachbart zu einem Überlauf angeordnet, so dass der normale Pegel des vollen Tanks aufrechterhalten werden kann.

Die Vorrichtung ist für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ausgebildet.

Der Tank bzw. jeder Tank kann eine geeignete Ausbildung aufweisen, zum Beispiel als herkömmlicher tiefer Tank für die Mengenverarbeitung zum Beispiel in Minilabs oder Microlabs oder als modernerer kleinvolumiger Tank ausgebildet sein. Der Tank kann zum Beispiel als Kanal, etwa als allgemein U- oder V-förmiger Kanal, in einem größeren Behälter ausgebildet sein.

Es versteht sich, dass die einzelnen Messeinrichtungen die erfassten Parameter auf geeignete Weise anzeigen können. Dies kann in Form eines Signals für den absoluten Wert oder als Hinweis darauf geschehen, dass der Parameter einen oder mehrere vorgegebene Werte überschritten hat. Im letzteren Fall kann ein Anzeigelicht aktiviert oder deaktiviert oder ein akustisches Signal erzeugt werden. Zusätzlich oder auch alternativ dazu kann die Anzeige für eine spätere Überprüfung zum Beispiel als Ausdruck gespeichert werden.

Die erfindungsgemäß vorgesehene feinere Steuerung der fotografischen Verarbeitung ermöglicht somit eine Verringerung der Menge an normaler Nachfülllösung, die entsprechend der Menge des verarbeiteten Materials nachgefüllt wird. Es fließt weniger Flüssigkeit in einen Abfluss, einen Rückführbehälter oder ein Rohr ab, und die optimalen Parameter der Lösung, der das Material ausgesetzt wird, bleiben jederzeit erhalten oder mit besserer Annäherung erhalten. Was diesen letzten Punkt anbelangt, so ist festzustellen, dass der Ausgleich in Realzeit nicht nur bei einem Tank mit einem Füllstandsproblem möglich ist, sondern dass diese Information im Vorwärts- und im Rückkopplungsmodus auch dazu verwendet werden kann, die Verarbeitung des Materials in einer anderen Stufe zu modifizieren und so eine Veränderung der Menge der mitgeschleppten Lösung zu berücksichtigen.

Durch die Überwachung der Nachfüllhäufigkeit der zweiten Lösung kann die Abnutzung der Gummiwalzen oder anderer Komponenten des Entwicklungsgeräts festgestellt werden, die einen Abfall des Lösungspegels in einem Tank verursachen können. Dadurch, dass nicht nur einer, sondern mehrere Tanks eines Entwicklungsgeräts mit dieser Füllstandssteuerung ausgestattet werden, kann der Ort eines Problems festgestellt werden, was die Wartung und/oder Instandsetzung erleichtert.

Im Folgenden werden eine erfindungsgemäße Vorrichtung und ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Verarbeiten von fotografischem Material anhand eines Beispiels unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung beschrieben, die eine schematische Ansicht eines fotografischen Entwicklungsgeräts zeigt.

In der Zeichnung ist ein belichteter, empfindlich gemachter fotografischer Film 2 dargestellt, der einer durch eine gestrichelte Linie angedeuteten Transportbahn durch ein herkömmliches fotografisches Entwicklungsgerät mit tiefen, jeweils entsprechende Entwicklerlösungen enthaltenden Tanks folgt. Dabei tritt der Film 2 zunächst in einen Entwicklertank 4 ein, passiert dann einen Bleichtank 6, bevor er in eine durch zwei Waschtanks 8 und 10 dargestellte Waschstufe eintritt. Es versteht sich, dass die Zahl der Tanks in jeder Verarbeitungsstufe von der hier dargestellten Zahl abweichen kann. Eine Gummiwalze 12 entfernt überschüssige Entwicklerlösung von der Oberfläche des Films 2, während dieser vom Entwicklertank 4 in den Bleichtank 6 transportiert wird, und leitet die Lösung in den Tank 4 zurück, während eine weitere Gummiwalze 14 entsprechend verfährt, während der Film 2 vom Bleichtank 6 in den ersten Waschtank 8 transportiert wird.

Ein Sensor 16 misst den Oberflächenbereich des Films 2 während dessen Einlauf in das Entwicklungsgerät. Dies kann tatsächlich in der Weise geschehen, dass die Breite gemessen und durch Kombination dieser Information mit der Durchlaufgeschwindigkeit des Films 2 dann bestimmt wird, wann ein vorgegebener Oberflächenbereich verarbeitet wurde, oder aber durch direkte Flächenmessung erfolgen. Auch die Art des gerade verarbeiteten Films 2 wird festgestellt. Diese Information kann einer Prozesssteuerung 18, zum Beispiel einem PC, zugeführt, dort gespeichert oder dort gewonnen werden. Wenn die vorgegebene Menge an Film des gegebenen Typs verarbeitet wurde, sendet die Steuerung 18 ein Signal aus, das die Zuführung von Nachfülllösung normaler Stärke und Menge aus einem Vorrat 20 in den Entwicklertank 4 veranlasst. Dabei kann es sich um eine vorgemischte Lösung handeln, oder es kann dem Tank 4 eine Folge von Konzentraten und Wasser direkt zugegeben werden. Die Menge reicht gerade aus, die bei der Verarbeitung der betreffenden Menge und des jeweiligen Typs des Films 2 aufgebrauchte Flüssigkeit und die geschätzte Flüssigkeitsmenge auszugleichen, die der Film 8 nach dem Entfernen der überschüssigen Flüssigkeit durch die effiziente Funktion der Gummiwalze 12 in den Bleichtank mitgeschleppt hat. In gleicher Weise steuert die Steuerung 18 entsprechend dem Signal des Sensors 16 das Nachfüllen des Tanks 6 mit Bleichlösung aus einem Vorrat 22 unter Berücksichtigung der Lösungsmenge, die die Gummiwalze 14 in den Tank 6 zurückgeführt hat.

Dem Entwicklertank 4 ist ein Sensor 24 derart zugeordnet, dass er den Pegel der darin befindlichen Lösung erfasst und der Steuerung 18 jeweils ein Signal liefert, wenn die Lösung unter einen vorgegebenen Pegel absinkt. Um die im Entwicklungsgerät verbrauchten Lösungsmengen zu minimieren, wird der vorgegebene Pegel in der Nähe der Position eines Überlaufrohrs 26 des Tanks 4 festgelegt. Außerdem empfängt die Steuerung 18 ein Signal, das anzeigt, ob das Entwicklungsgerät zu dem betreffenden Zeitpunkt tatsächlich fotografisches Material verarbeitet oder nicht. Dieses Signal kann vom Filmmengensensor 16 oder aus einer anderen, an anderer Stelle des Entwicklungsgeräts vorgesehenen Quelle (nicht dargestellt) stammen. Wenn die Steuerung 18 die Mitteilung erhält, dass das Entwicklungsgerät gerade fotografisches Material, etwa den Film 2, verarbeitet, und der Sensor 24 ihr anzeigt, dass die Lösung im Tank 4 unter ihren vorgegebenen Pegel abgesunken ist, übermittelt die Steuerung 18 ein Signal an einen Nachfüllvorrat 28, das diesen anweist, dem Tank 4 eine Lösung zuzuführen. Die Lösung im Vorrat 28 ist eine Mischung aus der normalen Nachfülllösung, wie sie im Vorrat 20 enthalten ist, und einer Starter-Lösung und dient dazu, den Lösungspegel im Tank 4 auf dem richtigen Stand zu halten und dabei gleichzeitig im Wesentlichen dieselbe chemische Aktivität im Tank 4 aufrechtzuerhalten. Diese Lösung kann vorgemischt sein, sie kann aber auch in Form einer Reihe von Konzentraten, von denen einige mit dem Vorrat 20 gemeinsam verwendet werden können, und Wasser direkt in den Tank 4 zugegeben werden. Das normale Nachfüllen aus dem Vorrat 20 erfolgt weiterhin in Abhängigkeit vom Mengensignal des Sensors 16, und dies führt dann dazu, dass von Zeit zu Zeit Lösung durch das Rohr 26 überläuft. Diese Menge ist aber wegen der geringeren Menge, die vom Vorrat 20 als Reaktion auf das Signal des Mengensensors 16 zugeführt wird, geringer als bei der herkömmlichen Verarbeitung.

Dem Bleichtank 6 ist ein Füllstandssensor 30 zugeordnet, der im analogen Zusammenwirken mit der Steuerung 18 für die Zuführung einer Nachfülllösung geringerer Stärke aus einem Vorrat 32 sorgt, um den Pegel im Tank 6 gerade unterhalb des Überlaufrohrs 34 zu halten.

Auf diese Weise können die Pegel und Aktivitäten der Tanks 4 und 6 mit einem Minimum zugeführter und aus den Tanks überfließender Lösung präzise aufrechterhalten werden, und zwar auch bei Lösungsverlusten aus den Tanks, die aus irgendwelchen Gründen auftreten können. Neben Leckagen, die durch zusätzliche, herkömmliche Flüssigkeits-Detektoren erkannt werden können, ist als Hauptgrund für die Aktivierung der Füllstandssensoren 24 und 30 Abnutzung der Gummiwalzen 12 und 14 zu erwarten, was zu einem übermäßigen Mitschleppen von Lösung durch den Film 2 von einem Tank in den nächsten führt. Die Steuerung 18 kann derart ausgelegt sein, dass sie auf einem Display 36 Information über die Häufigkeit des Empfangs von Signalen des Füllstandssensors anzeigt und damit sicherstellt, dass der Benutzer des Entwicklungsgeräts die Gummiwalzen 12 und 14 mindestens in geeigneten Zeitabständen überprüft.

Es versteht sich, dass die unter Bezugnahme auf die Tanks 4 und 6 beschriebene Füllstands-Messung und Steuerung der Zufuhr von Lösung gleichermaßen auf die Waschstufe anwendbar ist. Hier kann die Steuerung 18 zum Beispiel, wenn der Sensor 30 feststellt, dass übermäßig viel Lösung vom Bleichtank 6 in den ersten Waschtank 8 mitgeschleppt wird, dafür Sorge tragen, dass der Waschstufe weitere Waschlösung zugeführt wird. Vorteilhafterweise wird das Waschen im Gegenstrommodus durchgeführt, so dass wenn ein übermäßiges Mitschleppen von Flüssigkeit vom Bleichtank 6 in den ersten Waschtank 8 festgestellt wird, die Steuerung 18 in diesem Fall für eine Erhöhung der Zufuhr von Waschwasser in den zweiten Waschtank 10 sorgt.

Wenn der den Betriebszustand des Entwicklungsgeräts erfassende Sensor feststellt, dass gerade kein fotografisches Material verarbeitet wird, und wenn einer oder mehrere der Füllstandssensoren einen zu niedrigen Pegel in einem Tank anzeigen, sendet die Steuerung 18 ein Signal aus, dass Wasser von einem Vorrat 38 in den/die entsprechenden Tank(s) nachgefüllt werden soll, weil das Problem auf Verdampfung zurückzuführen ist. Auf diese Weise kann die Wiederinbetriebnahme des Entwicklungsgeräts, nachdem es zum Beispiel über Nacht ausgeschaltet war, sehr viel schneller erfolgen, da stets die richtigen Pegel aufrechterhalten werden können.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Verarbeiten von fotografischem Material (2), wobei die Menge an Material, das durch einen eine Entwicklerlösung enthaltenden Tank (4) eines fotografischen Entwicklungsgeräts transportiert wird, messbar ist und die im Tank enthaltene Lösung mit einer ersten Lösung nachfüllbar ist, nachdem eine vorbestimmte Menge an fotografischem Material entwickelt worden ist, gekennzeichnet durch die Schritte:

    Messen des Lösungspegels im Tank während der Verarbeitung des fotografischen Materials; und

    Auffüllen des Tanks mit einer zweiten, sich von der ersten Lösung unterscheidenden Lösung, wenn der Pegel unter ein vorbestimmtes Niveau fällt, um den Pegel der Entwicklerlösung im Tank auf sein richtiges Niveau zu bringen und im wesentlichen die gleiche chemische Aktivität der Entwicklerlösung beizubehalten.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Lösung eine Mischung aus der ersten und einer dritten Lösung ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Betriebszustand des Entwicklungsgeräts erfasst wird und dass, wenn (a) der erfasste Betriebszustand derart ist, dass im Entwicklungstank kein fotografisches Material verarbeitet wird, und (b) der gemessene Pegel der Entwicklerlösung unter einem vorbestimmten Niveau liegt, eine im wesentlichen aus Wasser bestehende Lösung dem Tank beigegeben wird.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine vierte Entwicklerlösung einem zweiten Tank beigegeben wird, in den das fotografische Material vom Tank aus überführt wird, und dass beim Zuführen der zweiten Lösung in den Tank die Zufuhr der vierten Lösung verändert wird.
  5. Vorrichtung zum Verarbeiten eines fotografischen Materials (2), mit:

    Mengenmessmitteln (16, 18) zum Messen der Menge an fotografischem Material, das durch einen Entwicklerlösung enthaltenden Tank (4) des Geräts transportierbar ist, und zum Anzeigen, wann eine vorbestimmte Menge an fotografischem Material entwickelt ist;

    einer Einrichtung (20) zum Fördern von Entwicklerlösung in den Tank in Abhängigkeit von der Anzeige der Mengenmessmittel;

    gekennzeichnet durch

    eine Einrichtung (24) zum Messen des Pegels der Entwicklerlösung im Tank und zum Anzeigen, wann der Pegel unter ein vorbestimmtes Niveau fällt; und

    eine Einrichtung (28) zum Fördern einer zweiten, sich von der ersten Entwicklerlösung unterscheidenden Lösung in den Tank während der Verarbeitung des fotografischen Materials in Abhängigkeit von der Anzeige der Einrichtung zum Messen des Pegels, um den Pegel der Entwicklerlösung im Tank auf sein richtiges Niveau zu bringen und im wesentlichen die gleiche chemische Aktivität der Entwicklerlösung beizubehalten.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch Mittel zum Erfassen des Betriebszustandes des Entwicklungsgeräts, um anzuzeigen, wenn im Entwicklungstank kein fotografisches Material verarbeitet wird, und durch eine Einrichtung (38) zum Zuführen einer im wesentlichen aus Wasser bestehenden Lösung in den Tank bei Erhalt der Anzeigen der Einrichtung zum Messen des Pegels und der Mittel zum Erfassen des Betriebszustandes.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (22) zum Zuführen von Lösung in einen zweiten Tank des Entwicklungsgeräts und durch Mittel, die derart angeordnet sind, dass sie die Zufuhr zum zweiten Tank in Abhängigkeit von der Einrichtung (30) zum Messen des Pegels im Tank verändern.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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