| Dokumentenidentifikation |
DE10252949B4 24.03.2005 |
| Titel |
Seilsichthilfe |
| Anmelder |
Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium der Verteidigung, dieses vertreten durch das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, 56068 Koblenz, DE |
| Erfinder |
Dietel, Alexander, Dipl.-Ing. (FH), 85586 Poing, DE; Kögel, Eva, 84405 Dorfen, DE; Kraemer, Ulrich, Dipl.-Ing. (FH), 85435 Erding, DE |
| DE-Anmeldedatum |
14.11.2002 |
| DE-Aktenzeichen |
10252949 |
| Offenlegungstag |
03.06.2004 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
24.03.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
24.03.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
F41J 9/10
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Schleppkörperanordnung zur Luftzieldarstellung
für Schießübungen, bei der ein beschussfähiger Darstellungskörper über ein Schleppseil
unter Zwischenschaltung eines Sensorelementes mit einem Flugzeug verbunden ist.
Weiche Schleppkörperanordnungen sind vorwiegend Schleppsäcke der gattungsgemäßen
Art, die durch den Staudruck der anströmenden Luft formstabil gehalten werden und
gegenüber festen Schleppzielanordnungen Kostenvorteile bieten, sowie eine größere
Sicherheit gegen Schäden beim Aufschlag abgeschossener oder abgerissener Schleppkörperanordnungen,
die diese am Boden verursachen können.
Aus der Offenlegungsschrift DE
30 05 611 A1 ist ein sackartiger Darstellungskörper bekannt, der unter
anderem eine ringförmige Führung als Einlauf und eine hintere ringförmige Führung
aufweist, wobei der Durchmesser der hinteren Führung einen kleineren Durchmesser
hat als der Durchmesser der stirnseitigen Führung.
Weiter ist aus DE 41 40 863
A1 ist ein Hochgeschwindigkeits-Luftschleppsack aus textilem Material mit
reduziertem aerodynamischen Schleppwiderstand mit einer frontseitigen Lufteintrittsöffnung
und wenigstens einer heckseitigen Luftaustrittsöffnung bekannt, deren Querschnittsfläche
kleiner ist als die der Lufteintrittsöffnung. Die konische Form des Hochgeschwindigkeits-Luftschleppsack
garantiert eine aerodynamische Stabilisierung im einsatzfähigen Zustand.
Die DE 30 15 926 C2
beschreibt eine Schleppkörperanordnung zur Luftzieldarstellung für Schussübungen
mit Einrichtungen zur Radarerfassung und Messung der Schussabgabe, bei der ein beschussfähiger
sackartiger Darstellungskörper über ein Schleppseil unter Zwischenschaltung eines
Sensorelementes mit akustischem Geberteil zur Schussablagemessung mit einem Flugzeug
verbunden ist.
Diese Schleppkörperanordnungen haben den Nachteil, dass sie im Einsatz
beschossen werden und die Darstellungskörper nach abgeschlossener Mission durch
Seilcut ins Meer abgeworfen werden, während die Sensoren in das Flugzeug aufgenommen
werden. Der Darstellungskörper bzw. Bruchstücke des Darstellungskörpers treiben
im Meer und stellen so ein Problem für die Schifffahrt und Berufsfischerei dar.
Die biologisch nicht abbaubaren Materialien sind auch eine Belastung des Meeres.
Der Erfindung liegt also die Aufgabe zugrunde, die Umweltverträglichkeit
des Darstellungskörpers durch geeignete Materialauswahl sicherzustellen. Dabei können
sowohl Materialien Verwendung finden, die in Seewasser verrotten alsauch solche,
die sich nach dem Absinken auf den Meeresgrund ökologisch inert verhalten.
Diese Aufgabe wird durch eine Schleppkörperanordnung zur Luftzieldarstellung
für Schießübungen, bei der ein beschussfähiger Darstellungskörper über ein Schleppseil
unter Zwischenschaltung eines Sensorelementes mit einem Flugzeug verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Darstellungskörper eine Anzahl Leinen aufweist,
die an ihrem vorderen Ende speziell geführt, gelegt und miteinander verbunden sind
sowie in funktionsbereitem Zustand zum hinteren Ende trichterförmig auseinander
weisen, dass die Anzahl Leinen mit einem Spezialknoten an einem ersten seewasserverrottbaren
bzw. ökologisch inerten Formgebungselement verknüpft ist und dass an dem ersten
seewasserverrottbaren bzw. ökologisch inerten Formbebungselement eingefärbte seewasserverrottbare
Seile angebracht sind, die an ihrem hinteren Ende mit einem zweiten seewasserverrottbaren
bzw. ökologisch inerten Formgebungselement verknüpft sind, gelöst.
Der Vorteil der Erfindung liegt insbesondere darin, dass durch die
speziell geführte, gelegte und miteinander verbundene Anzahl Leinen an ihrem vorderen
Ende die Anbringung an das Verbindungsseil zum Flugzeug einfach möglich ist und
die im funktionsbereiten Zustand trichterförmig auseinanderweisende Anzahl Leinen
eine einfache Verbindungsmöglichkeit zum ersten seewasserverrottbaren bzw. ökologisch
inerten Formgebungselement ermöglicht.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass ein erstes
seewasserverrottbares bzw. ökologisch inertes Formgebungselement verwendet ist,
welches dem Darstellungskörper beispielsweise eine rotationssymmetrisch einheitliche
Form gibt und mit einem Spezialknoten mit den im funktionsbereiten Zustand trichterförmig
auseinanderweisenden Enden einer Anzahl Leinen verbunden ist.
An dem ersten seewasserverrottbaren bzw. ökologisch inerten Formgebungselement
sind eingefärbte seewasserverrottbare Seile angebracht, welche vorteilhaft die eigentliche
Sichthilfe darstellen und durch ihre auffällige Färbung das Ziel markieren. Die
Seile sind seewasserverrottbar und daher zur Herstellung eines abbaubaren Darstellungskörpers
ideal geeignet.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass ein zweites
seewasserverrottbares bzw. ökologisch inertes Formgebungselement
verwendet ist, welches dem Darstellungskörper in Verbindung mit dem ersten Formgebungselement
eine rotationssymmetrisch einheitliche Form des Darstellungskörpers garantiert und
mit den eingefärbten seewasserverrottbaren Seilen verbunden ist.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist in Patentanspruch
2 angegeben. Die Anzahl Leinen sind Fallschirmfangleinen mit eingezogenen Kupferlitzen
zur Radarreflektion. Die Fallschirmfangleinen bestehen aus Nylon. Sie sind nicht
seewasserverrottbar, sinken jedoch auf den Meeresgrund ab und verhalten sich dort
biologisch inert.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist in Patentanspruch
3 angegeben. Die Anzahl Leinen sind vom hinteren Ende zum vorderen Ende und zurück
geführt. Dabei sind die Enden einer ersten Leine an dem ersten seewasserverrottbaren
Formgebungselement nebeneinander verknotet. Die Enden einer zweiten Leine sind rechts
und links der Enden der ersten Leine am ersten seewasserverrottbaren Formgebungselement
verknotet wobei die Schleife am vorderen Ende so bemessen ist, dass sie sich um
die Schleife der ersten Leine legt. Eine dritte Leine ist gleichermaßen verlegt.
Beschränkt sich die Anzahl Leinen auf neun Leinen, dann sind die Enden einer vierten
Leine rechts und links der Enden der dritten Leine am ersten seewasserverrottbaren
Formgebungselement befestigt. Die Schleife der vierten Leine ist aber unterhalb
oder oberhalb der Schleife der ersten Leine fixiert. Die Schleife der fünften Leine
ist um die Schleife der vierten und unterhalb oder oberhalb der Schleife der zweiten
Leine fixiert. Mit der Schleife der sechsten Leine wird gleichermaßen verfahren.
Die Enden der siebten Leine sind rechts und links neben den Enden der sechsten Leine
am ersten seewasserverrottbaren Formgebungselement verknotet und die Schleife ist
so ausgebildet, dass sie an der Schleife der ersten oder vierten Leine fixiert wird.
Die Schleifen einer achten und neunten Leine sind um die Schleife der siebten Leine
gelegt und an den Schleifen der zweiten und dritten Leine bzw. der fünften und sechsten
Leine fixiert. Die spezielle Legung der Leinen mit einer anderen Anzahl Leinen wie
der beispielhaft angegebenen ist selbstverständlich möglich. Durch diese vorteilhafte
Ausgestaltung ist eine Überbelastung einer Leine durch Überkreuzen mehrerer Leinen
sicher ausgeschlossen und eine gleichmäßige Belastung aller Leinen garantiert. Ein
Gewebe um die Schleife gelegt und vernäht schützt die Schleife vor vorzeitigem Verschleiß
durch Reibung. Zur weiteren Fixierung der Schleife ist eine einzelne Leine mit Halbschlägen
um die Anzahl Leinen geschlagen und die Enden der einzelnen Leinen sind vernäht.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung ist in Patentanspruch 4 angegeben.
Nylon ist dafür bekannt, schlechte Knüpfeigenschaften zu besitzen. Zur sicheren
Verbindung der Anzahl Leinen mit dem ersten seewasserverrottbaren bzw. ökologisch
inerten Formgebungselement ist die Verwendung eines Spezialknotens notwendig. Zunächst
muss eine erste Schleife, die das erste seewasserverrottbare bzw. ökologisch inerte
Formgebungselement durchstößt und an dessen Außenseite zurückgeführt ist, gelegt
werden. Eine zweite Schleife ist ebenfalls durch Durchstechen des ersten seewasserverrottbaren
bzw. ökologisch inerten Formgebungsmaterials und Zurückführen an der Außenseite
gelegt, die nach dem Rückführen an der Außenseite die erste Schleife durchstößt.
Darauf sind zwei halbe Schläge an der Leine gelegt und das Ende mit der Leine vernäht.
Dieser Spezialknoten bietet einerseits die Gewissheit der sicheren Verbindung und
ist andererseits die einfachste Möglichkeit, die Anzahl Leinen mit dem ersten Formgebungselement
zu verbinden.
In Patentanspruch 5 ist eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung
angegeben. Das erste seewasserverrottbare Formgebungselement ist ein Aluminiumring,
der symmetrisch geteilt und mit Scharnieren versehen ist. Während der Lagerung und
des Transportes ist der Aluminiumring zusammengeklappt, womit erheblich geringere
Abmaße erreicht werden. Um die Seewasserverrottbarkeit zu garantieren ist der Aluminiumring
aus einem Material der Werkstoffkennzahl WL 3.1354 T 351, einer minderwertigen Aluminiumlegierung,
die nachweisbar seewasserverrottbar ist, hergestellt. Ferner weist der Aluminiumring
Durchbrüche in Form von Bohrungen auf, durch die sowohl die Anzahl Leinen alsauch
die Seile, zur einfachen Befestigung, geführt sind.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung ist in Patentanspruch 6 angegeben.
Das erste seewasserverrottbare bzw. ökologisch inerte Formgebungselement ist ein
konischer Gewirkering mit Drahtseileinlage. Der konische Gewirkering garantiert
die Formstabilität des Darstellungskörpers und wirkt im Schleppflug durch aerodynamische
Kräfte der von der Anzahl Leinen erzeugten Kraft entgegen. Die Drahtseileinlage
verteilt die Kräfte der Anzahl Leinen und der seewasserverrottbaren Seile gleichmäßig
in den konischen Gewirkering und garantiert die Formstabilität bis die aerodynamischen
Kräfte, einwirkend auf den konischen Gewirkering, diese Aufgabe übernehmen.
In Patentanspruch 7 ist eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung
angegeben. Das zweite seewasserverrottbare Formgebungselement ist ein konischer
Gewirkering mit Drahtseileinlage. Der konische Gewirkering garantiert die Formstabilität
des Darstellungskörpers. Die Drahtseileinlage verteilt die Kräfte der seewasserverrottbaren
Seile gleichmäßig in den konischen Gewirkering und garantiert die Formstabilität
bis die aerodynamischen Kräfte, einwirkend auf den konischen Gewirkering, diese
Aufgabe übernehmen.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung ist in Patentanspruch 8 angegeben.
Das zweite seewasserverrottbare bzw. ökologisch inerte Formgebungselement ist ein
halbkugelförmiges Gebilde aus Gewirke mit variablen Durchlässen. Das halbkugelförmige
Gebilde aus Gewirke garantiert die Formstabilität des Darstellungskörpers. Die Drahtseileinlage
verteilt die Kräfte der seewasserverrottbaren Seile gleichmäßig in das halbkugelförmige
Gebilde aus Gewirke mit variablen Durchlässen und garantiert die Formstabilität
bis die aerodynamischen Kräfte, einwirkend auf das halbkugelförmige Gebilde aus
Gewirke mit variablen Durchlässen, diese Aufgabe übernehmen. Die Variabilität der
Durchlässe ist besonders geeignet um den Darstellungskörper für unterschiedliche
Schleppgeschwindigkeiten zu nutzen.
In Patentanspruch 9 ist eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung
angegeben. Als besonders vorteilhaft hat sich ergeben, wenn die Seile aus einem
geflochtenen Sisalseil mit einem Nenndurchmesser von 5 mm und einer Seilbruchkraft
von 1050 N bis 1100 N bestehen.
Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt
und werden im folgenden näher beschrieben.
Es zeigt 1 einen Darstellungskörper in
der Seitenansicht.
Es zeigt 2 vier Schritte zur Herstellung
des Spezialknotens an einem beliebigen Profil mit Durchlässen in perspektivischer
Darstellung.
Es zeigt 3 einen Teilausschnitt des Aluminiumrings
des ersten seewasserverrottbaren Formgebungselementes mit Durchbrüchen im Schnitt.
Es zeigt 4 ein zweites Formgebungselement
mit halbkugelförmigem Gebilde aus Gewirke mit variablen Durchlässen.
Es zeigt 5 vier geführte, gelegte und
miteinander verbundene Leinen, die an einem ersten seewasserverrottbaren Formgebungselement
verknotet sind in perspektivischer Darstellung mit Schnitt durch die Schleifen der
vier Leinen.
Es zeigt 6 den Aufbau des konischen Gewirkeringes
im Schnitt.
In 1 ist ein Darstellungskörper dargestellt,
der eine Anzahl Leinen 1 aufweist, die an ihrem vorderen Ende miteinander
verknotet sind und in funktionsbereitem Zustand zum hinteren Ende trichterförmig
auseinander weisen. Die Anzahl Leinen 1 ist mit einem Spezialknoten
2 an einem ersten seewasserverrottbaren bzw. ökologisch inerten Formgebungselement
3 verknüpft und an dem ersten seewasserverrottbaren bzw. ökologisch inerten
Formgebungselement 3 sind eingefärbte, seewasserverrottbare Seile
4 angebracht, die an ihrem hinteren Ende mit einem zweiten seewasserverrottbaren
bzw. ökologisch inerten Formgebungselement 5 verknüpft sind.
In 2 ist in einem ersten Schritt
10 eine Leine durch den Durchlass eines Profils gesteckt und an der Außenseite
des Profils zurückgeführt. In einem zweiten Schritt 11 ist der Vorgang
wiederholt und nach dem Zurückführen die Leine durch die erste Schleife gesteckt.
In einem dritten Schritt 12 sind mit dem Ende der Leine zwei Halbschläge
um die Leine geworten. In einem vierten Schritt 13 ist das Ende der Leine
an der Leine vernäht.
In 3 ist ein Teilausschnitt des seewasserverrottbaren
Aluminiumringes 20 dargestellt. Die Durchbrüche für die Leinen
21 in dem seewasserverrottbaren Aluminiumring 20 sind Bohrungen
mit gesenkten oder gerundeten Bohrungsenden, zur schonenden Durchführung der Leinen.
Die Durchbrüche für die Seile sind so ausgearbeitet, dass jeweils zwei Bohrungen
mit einem maximalen Biegeradius verbunden sind. Es entsteht eine Umlenkmöglichkeit
für die Seile mit maximalem Radius, der die Seile in optimaler Weise schont.
In 4 ist das zweite Formgebungselement
mit halbkugelförmigem Gebilde aus Gewirke 30 mit variablen Durchlässen
31 dargestellt.
Das halbkugelförmige Gebilde aus Gewirke besteht dabei aus einem verstärkten
Ringelement zum Anschluss der Seile und einem in Halbkugelform vernähten Abschlussteil.
Die variablen Durchlässe können je nach Schleppgeschwindigkeit mit weiterem Gewirke
verkleinert werden.
In 5 ist eine erste Leine 41
mit ihren Enden 41a, 41b an einem ersten seewasserverrottbaren
Formgebungselement 45 verknotet und bildet an ihrem vorderen Ende
41c eine Schleife. Die Enden 42a, 42b einer zweiten Leine
42 sind rechts und links neben den Enden 41a, 41b der
ersten Leine 41 an einem ersten seewasserverrottbaren Formgebungselement
45 verknotet. Die Schleife 42c der zweiten Leine 42 ist
so bemessen, dass sie um die Schleife 41c der ersten Leine 41
geführt und an dieser fixiert ist. Die Enden 43a, 43b einer dritten
Leine 43 sind rechts und links neben den Enden 42a,
42 der zweiten Leine 42 an einem ersten seewasserverrottbaren
Formgebungselement 45 verknotet. Die Schleife 43c der dritten
Leine 43 ist so bemessen, dass sie unterhalb der Schleife
der ersten Leine 41 geführt ist und an dieser fixiert. Die Enden
44a, 44b einer vierten Leine 44 sind rechts und links
neben den Enden 43a, 43b der dritten Leine 43 an einem
ersten seewasserverrottbaren Formgebungselement 45 verknotet. Die Schleife
44c der vierten Leine 44 ist so bemessen, dass sie um die Schleife
der dritten Leine 43 geführt ist und an dieser fixiert
In 6 ist ein beispielhafter Aufbau des
konischen Gewirkeringes beschrieben. Zur Verstärkung des Gewirkes 50 ist
an dessen vorderem Ende ein Polyamidhilfsgewebe 51 eingenäht und das vordere
Ende 52 des Gewirkes 50 um das Polyamidhilfsgewebe 51
umgeschlagen. Zur Fixierung des formgebenden Drahtseiles 53 ist ein textiles
Hilfsgewebe 54 mit dem Polyamidhilfsgewebe 51 und dem Gewirke
50 vernäht 55 und um das Drahtseil 53 nach hinten umgeschlagen.
Es ist vorteilhaft das textile Hilfsgewebe 54 in Signalfarben einzufärben
um die Erkennbarkeit des Darstellungskörpers zu erhöhen. Die Anzahl Leinen
56 sind durch deckungsgleiche Durchlässe in dem Gewirke 50, dem
Polyamidhilfsgewebe 51 und dem textilen Hilfsgewebe 54 geführt
und mit dem Spezialknoten befestigt. Es sind außerdem die eingefärbten Sisalseile
57 zunächst auf das mit dem Polyamidhilfsgewebe 51 verstärkte
Gewirke 50 vernäht 58 und später mit dem nach hinten geschlagenen
textilen Hilfsgewebe 54 überdeckt und nochmals komplett vernäht
59.
Zur Unterstützung des konischen Gewirkeringes ist am hinteren Ende
des konischen Gewirkeringes ein weiteres Hilfsgewebe 60 derart angenäht,
dass ein Hohlraum zwischen Gewirke 50 und Hilfsgewebe 60 entsteht,
indem eine Schnur 61 geführt ist. Die Schnur 61 dient der Kräfteaufnahme
und verhindert die Zerstörung des Gewirkes durch aerodynamische Kräfte im einsatzfähigen
Zustand.
Das zweite Formgebungselement kann in gleicher Weise aufgebaut werden.
Es ist ausreichend das Drahtseil 53 durch ein eingefärbtes Sisalseil
57 zu ersetzen.
1- Anzahl Leinen
2- Spezialknoten
3- Erstes Formgebungselement
4- Seile
5- Zweites Formgebungselement
10- Erster Schritt zur Herstellung des Spezialknotens
11- Zweiter Schritt zur Herstellung des Spezialknotens
12- Dritter Schritt zur Herstellung des Spezialknotens
13- Vierter Schritt zur Herstellung des Spezialknotens
20- Aluminiumring
21- Durchbruch für Leinen
22- Durchbruch für Seile
30- Halbkugelförmiges Gebilde aus Gewirke
31- Variable Durchlässe
40- Erste Leine
40a- Ende der ersten Leine
40b- Ende der ersten Leine
40c- Schleife der ersten Leine
41- Zweite Leine
41a- Ende der zweiten Leine
41b- Ende der zweiten Leine
41c- Schleife der zweiten Leine
42- Dritte Leine
42a- Ende der dritten Leine
42b- Ende der dritten Leine
42c- Schleife der dritten Leine
43- Vierte Leine
43a- Ende der vierten Leine
43b- Ende der vierten Leine
43c- Schleife der vierten Leine
44- Erstes Formgebungselement
50- Gewirke
51- Polyamidhilfsgewebe
52- Vorderes Ende
53- Drahtseil
54- Textiles Hilfsgewebe
55- Erste Naht
56- Anzahl Leinen
57- Eingefärbtes Sisalseil
58- Zweite Naht
59- Dritte Naht
60- Hilfsgewebe
61- Schnur
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| Anspruch[de] |
- Darstellungskörper einer Schleppkörperanordnung zur Luftzieldarstellung
für Schießübungen, bei der ein, in Betriebsstellung, beschussfähiger Darstellungskörper
über ein Schleppseil unter Zwischenschaltung eines Sensorelementes mit einem Flugzeug
verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
a. dass der Darstellungskörper eine Anzahl Leinen aufweist, die an ihrem vorderen
Ende speziell geführt, gelegt und miteinander verbunden sind sowie
b. in funktionsbereitem Zustand zum hinteren Ende trichterförmig auseinander weisen,
c. dass die Anzahl Leinen mit einem Spezialknoten an einem ersten seewasserverrottbaren
Formgebungselement verknüpft ist,
d. dass an dem ersten Formgebungselement eingefärbte, seewasserverrottbare Seile
angebracht sind, die an ihrem hinteren Ende mit einem zweiten seewasserverrottbaren
Formgebungselement verknüpft sind.
- Schleppkörperanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Leinen Fallschirmfangleinen mit eingezogenen Kupferlitzen sind.
- Schleppkörperanordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Anzahl Leinen vom hinteren Ende zum vorderen Ende und zurück geführt sind,
an ihrem vorderen Ende eine Schleife bilden und die Schleifen der Anzahl Leinen
geordnet, nicht überkreuzend gelegt sind und untereinander und zusätzlich mit einer
einzelnen Leine fixiert sind.
- Schleppkörperanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Spezialknoten aus einer ersten Schlinge, einer zweiten Schlinge zwei
halben Schlägen und einem vernähten Ende besteht.
- Schleppkörperanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Formgebungselement ein klappbarer, seewasserverrottbarer Aluminiumring
mit Durchbrüchen zur Befestigung der Leinen und Seile ist.
- Schleppkörperanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Formgebungselement ein konischer Gewirkering mit Drahtseileinlage
zur Formstabilisierung ist.
- Schleppkörperanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Formgebungselement ein konischer Gewirkering ist.
- Schleppkörperanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Formgebungselement ein halbkugelförmiges Gebilde aus Gewirke mit
variablen Durchlässen ist.
- Schleppkörperanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass die eingefärbten, seewasserverrottbaren Seile Sisalseile sind.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen
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