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Dokumentenidentifikation DE10252949B4 24.03.2005
Titel Seilsichthilfe
Anmelder Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium der Verteidigung, dieses vertreten durch das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, 56068 Koblenz, DE
Erfinder Dietel, Alexander, Dipl.-Ing. (FH), 85586 Poing, DE;
Kögel, Eva, 84405 Dorfen, DE;
Kraemer, Ulrich, Dipl.-Ing. (FH), 85435 Erding, DE
DE-Anmeldedatum 14.11.2002
DE-Aktenzeichen 10252949
Offenlegungstag 03.06.2004
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.03.2005
IPC-Hauptklasse F41J 9/10

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schleppkörperanordnung zur Luftzieldarstellung für Schießübungen, bei der ein beschussfähiger Darstellungskörper über ein Schleppseil unter Zwischenschaltung eines Sensorelementes mit einem Flugzeug verbunden ist.

Weiche Schleppkörperanordnungen sind vorwiegend Schleppsäcke der gattungsgemäßen Art, die durch den Staudruck der anströmenden Luft formstabil gehalten werden und gegenüber festen Schleppzielanordnungen Kostenvorteile bieten, sowie eine größere Sicherheit gegen Schäden beim Aufschlag abgeschossener oder abgerissener Schleppkörperanordnungen, die diese am Boden verursachen können.

Aus der Offenlegungsschrift DE 30 05 611 A1 ist ein sackartiger Darstellungskörper bekannt, der unter anderem eine ringförmige Führung als Einlauf und eine hintere ringförmige Führung aufweist, wobei der Durchmesser der hinteren Führung einen kleineren Durchmesser hat als der Durchmesser der stirnseitigen Führung.

Weiter ist aus DE 41 40 863 A1 ist ein Hochgeschwindigkeits-Luftschleppsack aus textilem Material mit reduziertem aerodynamischen Schleppwiderstand mit einer frontseitigen Lufteintrittsöffnung und wenigstens einer heckseitigen Luftaustrittsöffnung bekannt, deren Querschnittsfläche kleiner ist als die der Lufteintrittsöffnung. Die konische Form des Hochgeschwindigkeits-Luftschleppsack garantiert eine aerodynamische Stabilisierung im einsatzfähigen Zustand.

Die DE 30 15 926 C2 beschreibt eine Schleppkörperanordnung zur Luftzieldarstellung für Schussübungen mit Einrichtungen zur Radarerfassung und Messung der Schussabgabe, bei der ein beschussfähiger sackartiger Darstellungskörper über ein Schleppseil unter Zwischenschaltung eines Sensorelementes mit akustischem Geberteil zur Schussablagemessung mit einem Flugzeug verbunden ist.

Diese Schleppkörperanordnungen haben den Nachteil, dass sie im Einsatz beschossen werden und die Darstellungskörper nach abgeschlossener Mission durch Seilcut ins Meer abgeworfen werden, während die Sensoren in das Flugzeug aufgenommen werden. Der Darstellungskörper bzw. Bruchstücke des Darstellungskörpers treiben im Meer und stellen so ein Problem für die Schifffahrt und Berufsfischerei dar. Die biologisch nicht abbaubaren Materialien sind auch eine Belastung des Meeres.

Der Erfindung liegt also die Aufgabe zugrunde, die Umweltverträglichkeit des Darstellungskörpers durch geeignete Materialauswahl sicherzustellen. Dabei können sowohl Materialien Verwendung finden, die in Seewasser verrotten alsauch solche, die sich nach dem Absinken auf den Meeresgrund ökologisch inert verhalten.

Diese Aufgabe wird durch eine Schleppkörperanordnung zur Luftzieldarstellung für Schießübungen, bei der ein beschussfähiger Darstellungskörper über ein Schleppseil unter Zwischenschaltung eines Sensorelementes mit einem Flugzeug verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Darstellungskörper eine Anzahl Leinen aufweist, die an ihrem vorderen Ende speziell geführt, gelegt und miteinander verbunden sind sowie in funktionsbereitem Zustand zum hinteren Ende trichterförmig auseinander weisen, dass die Anzahl Leinen mit einem Spezialknoten an einem ersten seewasserverrottbaren bzw. ökologisch inerten Formgebungselement verknüpft ist und dass an dem ersten seewasserverrottbaren bzw. ökologisch inerten Formbebungselement eingefärbte seewasserverrottbare Seile angebracht sind, die an ihrem hinteren Ende mit einem zweiten seewasserverrottbaren bzw. ökologisch inerten Formgebungselement verknüpft sind, gelöst.

Der Vorteil der Erfindung liegt insbesondere darin, dass durch die speziell geführte, gelegte und miteinander verbundene Anzahl Leinen an ihrem vorderen Ende die Anbringung an das Verbindungsseil zum Flugzeug einfach möglich ist und die im funktionsbereiten Zustand trichterförmig auseinanderweisende Anzahl Leinen eine einfache Verbindungsmöglichkeit zum ersten seewasserverrottbaren bzw. ökologisch inerten Formgebungselement ermöglicht.

Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass ein erstes seewasserverrottbares bzw. ökologisch inertes Formgebungselement verwendet ist, welches dem Darstellungskörper beispielsweise eine rotationssymmetrisch einheitliche Form gibt und mit einem Spezialknoten mit den im funktionsbereiten Zustand trichterförmig auseinanderweisenden Enden einer Anzahl Leinen verbunden ist.

An dem ersten seewasserverrottbaren bzw. ökologisch inerten Formgebungselement sind eingefärbte seewasserverrottbare Seile angebracht, welche vorteilhaft die eigentliche Sichthilfe darstellen und durch ihre auffällige Färbung das Ziel markieren. Die Seile sind seewasserverrottbar und daher zur Herstellung eines abbaubaren Darstellungskörpers ideal geeignet.

Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass ein zweites seewasserverrottbares bzw. ökologisch inertes Formgebungselement verwendet ist, welches dem Darstellungskörper in Verbindung mit dem ersten Formgebungselement eine rotationssymmetrisch einheitliche Form des Darstellungskörpers garantiert und mit den eingefärbten seewasserverrottbaren Seilen verbunden ist.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist in Patentanspruch 2 angegeben. Die Anzahl Leinen sind Fallschirmfangleinen mit eingezogenen Kupferlitzen zur Radarreflektion. Die Fallschirmfangleinen bestehen aus Nylon. Sie sind nicht seewasserverrottbar, sinken jedoch auf den Meeresgrund ab und verhalten sich dort biologisch inert.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist in Patentanspruch 3 angegeben. Die Anzahl Leinen sind vom hinteren Ende zum vorderen Ende und zurück geführt. Dabei sind die Enden einer ersten Leine an dem ersten seewasserverrottbaren Formgebungselement nebeneinander verknotet. Die Enden einer zweiten Leine sind rechts und links der Enden der ersten Leine am ersten seewasserverrottbaren Formgebungselement verknotet wobei die Schleife am vorderen Ende so bemessen ist, dass sie sich um die Schleife der ersten Leine legt. Eine dritte Leine ist gleichermaßen verlegt. Beschränkt sich die Anzahl Leinen auf neun Leinen, dann sind die Enden einer vierten Leine rechts und links der Enden der dritten Leine am ersten seewasserverrottbaren Formgebungselement befestigt. Die Schleife der vierten Leine ist aber unterhalb oder oberhalb der Schleife der ersten Leine fixiert. Die Schleife der fünften Leine ist um die Schleife der vierten und unterhalb oder oberhalb der Schleife der zweiten Leine fixiert. Mit der Schleife der sechsten Leine wird gleichermaßen verfahren. Die Enden der siebten Leine sind rechts und links neben den Enden der sechsten Leine am ersten seewasserverrottbaren Formgebungselement verknotet und die Schleife ist so ausgebildet, dass sie an der Schleife der ersten oder vierten Leine fixiert wird. Die Schleifen einer achten und neunten Leine sind um die Schleife der siebten Leine gelegt und an den Schleifen der zweiten und dritten Leine bzw. der fünften und sechsten Leine fixiert. Die spezielle Legung der Leinen mit einer anderen Anzahl Leinen wie der beispielhaft angegebenen ist selbstverständlich möglich. Durch diese vorteilhafte Ausgestaltung ist eine Überbelastung einer Leine durch Überkreuzen mehrerer Leinen sicher ausgeschlossen und eine gleichmäßige Belastung aller Leinen garantiert. Ein Gewebe um die Schleife gelegt und vernäht schützt die Schleife vor vorzeitigem Verschleiß durch Reibung. Zur weiteren Fixierung der Schleife ist eine einzelne Leine mit Halbschlägen um die Anzahl Leinen geschlagen und die Enden der einzelnen Leinen sind vernäht.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung ist in Patentanspruch 4 angegeben. Nylon ist dafür bekannt, schlechte Knüpfeigenschaften zu besitzen. Zur sicheren Verbindung der Anzahl Leinen mit dem ersten seewasserverrottbaren bzw. ökologisch inerten Formgebungselement ist die Verwendung eines Spezialknotens notwendig. Zunächst muss eine erste Schleife, die das erste seewasserverrottbare bzw. ökologisch inerte Formgebungselement durchstößt und an dessen Außenseite zurückgeführt ist, gelegt werden. Eine zweite Schleife ist ebenfalls durch Durchstechen des ersten seewasserverrottbaren bzw. ökologisch inerten Formgebungsmaterials und Zurückführen an der Außenseite gelegt, die nach dem Rückführen an der Außenseite die erste Schleife durchstößt. Darauf sind zwei halbe Schläge an der Leine gelegt und das Ende mit der Leine vernäht. Dieser Spezialknoten bietet einerseits die Gewissheit der sicheren Verbindung und ist andererseits die einfachste Möglichkeit, die Anzahl Leinen mit dem ersten Formgebungselement zu verbinden.

In Patentanspruch 5 ist eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung angegeben. Das erste seewasserverrottbare Formgebungselement ist ein Aluminiumring, der symmetrisch geteilt und mit Scharnieren versehen ist. Während der Lagerung und des Transportes ist der Aluminiumring zusammengeklappt, womit erheblich geringere Abmaße erreicht werden. Um die Seewasserverrottbarkeit zu garantieren ist der Aluminiumring aus einem Material der Werkstoffkennzahl WL 3.1354 T 351, einer minderwertigen Aluminiumlegierung, die nachweisbar seewasserverrottbar ist, hergestellt. Ferner weist der Aluminiumring Durchbrüche in Form von Bohrungen auf, durch die sowohl die Anzahl Leinen alsauch die Seile, zur einfachen Befestigung, geführt sind.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung ist in Patentanspruch 6 angegeben. Das erste seewasserverrottbare bzw. ökologisch inerte Formgebungselement ist ein konischer Gewirkering mit Drahtseileinlage. Der konische Gewirkering garantiert die Formstabilität des Darstellungskörpers und wirkt im Schleppflug durch aerodynamische Kräfte der von der Anzahl Leinen erzeugten Kraft entgegen. Die Drahtseileinlage verteilt die Kräfte der Anzahl Leinen und der seewasserverrottbaren Seile gleichmäßig in den konischen Gewirkering und garantiert die Formstabilität bis die aerodynamischen Kräfte, einwirkend auf den konischen Gewirkering, diese Aufgabe übernehmen.

In Patentanspruch 7 ist eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung angegeben. Das zweite seewasserverrottbare Formgebungselement ist ein konischer Gewirkering mit Drahtseileinlage. Der konische Gewirkering garantiert die Formstabilität des Darstellungskörpers. Die Drahtseileinlage verteilt die Kräfte der seewasserverrottbaren Seile gleichmäßig in den konischen Gewirkering und garantiert die Formstabilität bis die aerodynamischen Kräfte, einwirkend auf den konischen Gewirkering, diese Aufgabe übernehmen.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung ist in Patentanspruch 8 angegeben. Das zweite seewasserverrottbare bzw. ökologisch inerte Formgebungselement ist ein halbkugelförmiges Gebilde aus Gewirke mit variablen Durchlässen. Das halbkugelförmige Gebilde aus Gewirke garantiert die Formstabilität des Darstellungskörpers. Die Drahtseileinlage verteilt die Kräfte der seewasserverrottbaren Seile gleichmäßig in das halbkugelförmige Gebilde aus Gewirke mit variablen Durchlässen und garantiert die Formstabilität bis die aerodynamischen Kräfte, einwirkend auf das halbkugelförmige Gebilde aus Gewirke mit variablen Durchlässen, diese Aufgabe übernehmen. Die Variabilität der Durchlässe ist besonders geeignet um den Darstellungskörper für unterschiedliche Schleppgeschwindigkeiten zu nutzen.

In Patentanspruch 9 ist eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung angegeben. Als besonders vorteilhaft hat sich ergeben, wenn die Seile aus einem geflochtenen Sisalseil mit einem Nenndurchmesser von 5 mm und einer Seilbruchkraft von 1050 N bis 1100 N bestehen.

Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben.

Es zeigt 1 einen Darstellungskörper in der Seitenansicht.

Es zeigt 2 vier Schritte zur Herstellung des Spezialknotens an einem beliebigen Profil mit Durchlässen in perspektivischer Darstellung.

Es zeigt 3 einen Teilausschnitt des Aluminiumrings des ersten seewasserverrottbaren Formgebungselementes mit Durchbrüchen im Schnitt.

Es zeigt 4 ein zweites Formgebungselement mit halbkugelförmigem Gebilde aus Gewirke mit variablen Durchlässen.

Es zeigt 5 vier geführte, gelegte und miteinander verbundene Leinen, die an einem ersten seewasserverrottbaren Formgebungselement verknotet sind in perspektivischer Darstellung mit Schnitt durch die Schleifen der vier Leinen.

Es zeigt 6 den Aufbau des konischen Gewirkeringes im Schnitt.

In 1 ist ein Darstellungskörper dargestellt, der eine Anzahl Leinen 1 aufweist, die an ihrem vorderen Ende miteinander verknotet sind und in funktionsbereitem Zustand zum hinteren Ende trichterförmig auseinander weisen. Die Anzahl Leinen 1 ist mit einem Spezialknoten 2 an einem ersten seewasserverrottbaren bzw. ökologisch inerten Formgebungselement 3 verknüpft und an dem ersten seewasserverrottbaren bzw. ökologisch inerten Formgebungselement 3 sind eingefärbte, seewasserverrottbare Seile 4 angebracht, die an ihrem hinteren Ende mit einem zweiten seewasserverrottbaren bzw. ökologisch inerten Formgebungselement 5 verknüpft sind.

In 2 ist in einem ersten Schritt 10 eine Leine durch den Durchlass eines Profils gesteckt und an der Außenseite des Profils zurückgeführt. In einem zweiten Schritt 11 ist der Vorgang wiederholt und nach dem Zurückführen die Leine durch die erste Schleife gesteckt. In einem dritten Schritt 12 sind mit dem Ende der Leine zwei Halbschläge um die Leine geworten. In einem vierten Schritt 13 ist das Ende der Leine an der Leine vernäht.

In 3 ist ein Teilausschnitt des seewasserverrottbaren Aluminiumringes 20 dargestellt. Die Durchbrüche für die Leinen 21 in dem seewasserverrottbaren Aluminiumring 20 sind Bohrungen mit gesenkten oder gerundeten Bohrungsenden, zur schonenden Durchführung der Leinen. Die Durchbrüche für die Seile sind so ausgearbeitet, dass jeweils zwei Bohrungen mit einem maximalen Biegeradius verbunden sind. Es entsteht eine Umlenkmöglichkeit für die Seile mit maximalem Radius, der die Seile in optimaler Weise schont.

In 4 ist das zweite Formgebungselement mit halbkugelförmigem Gebilde aus Gewirke 30 mit variablen Durchlässen 31 dargestellt.

Das halbkugelförmige Gebilde aus Gewirke besteht dabei aus einem verstärkten Ringelement zum Anschluss der Seile und einem in Halbkugelform vernähten Abschlussteil. Die variablen Durchlässe können je nach Schleppgeschwindigkeit mit weiterem Gewirke verkleinert werden.

In 5 ist eine erste Leine 41 mit ihren Enden 41a, 41b an einem ersten seewasserverrottbaren Formgebungselement 45 verknotet und bildet an ihrem vorderen Ende 41c eine Schleife. Die Enden 42a, 42b einer zweiten Leine 42 sind rechts und links neben den Enden 41a, 41b der ersten Leine 41 an einem ersten seewasserverrottbaren Formgebungselement 45 verknotet. Die Schleife 42c der zweiten Leine 42 ist so bemessen, dass sie um die Schleife 41c der ersten Leine 41 geführt und an dieser fixiert ist. Die Enden 43a, 43b einer dritten Leine 43 sind rechts und links neben den Enden 42a, 42 der zweiten Leine 42 an einem ersten seewasserverrottbaren Formgebungselement 45 verknotet. Die Schleife 43c der dritten Leine 43 ist so bemessen, dass sie unterhalb der Schleife der ersten Leine 41 geführt ist und an dieser fixiert. Die Enden 44a, 44b einer vierten Leine 44 sind rechts und links neben den Enden 43a, 43b der dritten Leine 43 an einem ersten seewasserverrottbaren Formgebungselement 45 verknotet. Die Schleife 44c der vierten Leine 44 ist so bemessen, dass sie um die Schleife der dritten Leine 43 geführt ist und an dieser fixiert

In 6 ist ein beispielhafter Aufbau des konischen Gewirkeringes beschrieben. Zur Verstärkung des Gewirkes 50 ist an dessen vorderem Ende ein Polyamidhilfsgewebe 51 eingenäht und das vordere Ende 52 des Gewirkes 50 um das Polyamidhilfsgewebe 51 umgeschlagen. Zur Fixierung des formgebenden Drahtseiles 53 ist ein textiles Hilfsgewebe 54 mit dem Polyamidhilfsgewebe 51 und dem Gewirke 50 vernäht 55 und um das Drahtseil 53 nach hinten umgeschlagen. Es ist vorteilhaft das textile Hilfsgewebe 54 in Signalfarben einzufärben um die Erkennbarkeit des Darstellungskörpers zu erhöhen. Die Anzahl Leinen 56 sind durch deckungsgleiche Durchlässe in dem Gewirke 50, dem Polyamidhilfsgewebe 51 und dem textilen Hilfsgewebe 54 geführt und mit dem Spezialknoten befestigt. Es sind außerdem die eingefärbten Sisalseile 57 zunächst auf das mit dem Polyamidhilfsgewebe 51 verstärkte Gewirke 50 vernäht 58 und später mit dem nach hinten geschlagenen textilen Hilfsgewebe 54 überdeckt und nochmals komplett vernäht 59.

Zur Unterstützung des konischen Gewirkeringes ist am hinteren Ende des konischen Gewirkeringes ein weiteres Hilfsgewebe 60 derart angenäht, dass ein Hohlraum zwischen Gewirke 50 und Hilfsgewebe 60 entsteht, indem eine Schnur 61 geführt ist. Die Schnur 61 dient der Kräfteaufnahme und verhindert die Zerstörung des Gewirkes durch aerodynamische Kräfte im einsatzfähigen Zustand.

Das zweite Formgebungselement kann in gleicher Weise aufgebaut werden. Es ist ausreichend das Drahtseil 53 durch ein eingefärbtes Sisalseil 57 zu ersetzen.

1Anzahl Leinen 2Spezialknoten 3Erstes Formgebungselement 4Seile 5Zweites Formgebungselement 10Erster Schritt zur Herstellung des Spezialknotens 11Zweiter Schritt zur Herstellung des Spezialknotens 12Dritter Schritt zur Herstellung des Spezialknotens 13Vierter Schritt zur Herstellung des Spezialknotens 20Aluminiumring 21Durchbruch für Leinen 22Durchbruch für Seile 30Halbkugelförmiges Gebilde aus Gewirke 31Variable Durchlässe 40Erste Leine 40aEnde der ersten Leine 40bEnde der ersten Leine 40cSchleife der ersten Leine 41Zweite Leine 41aEnde der zweiten Leine 41bEnde der zweiten Leine 41cSchleife der zweiten Leine 42Dritte Leine 42aEnde der dritten Leine 42bEnde der dritten Leine 42cSchleife der dritten Leine 43Vierte Leine 43aEnde der vierten Leine 43bEnde der vierten Leine 43cSchleife der vierten Leine 44Erstes Formgebungselement 50Gewirke 51Polyamidhilfsgewebe 52Vorderes Ende 53Drahtseil 54Textiles Hilfsgewebe 55Erste Naht 56Anzahl Leinen 57Eingefärbtes Sisalseil 58Zweite Naht 59Dritte Naht 60Hilfsgewebe 61Schnur

Anspruch[de]
  1. Darstellungskörper einer Schleppkörperanordnung zur Luftzieldarstellung für Schießübungen, bei der ein, in Betriebsstellung, beschussfähiger Darstellungskörper über ein Schleppseil unter Zwischenschaltung eines Sensorelementes mit einem Flugzeug verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,

    a. dass der Darstellungskörper eine Anzahl Leinen aufweist, die an ihrem vorderen Ende speziell geführt, gelegt und miteinander verbunden sind sowie

    b. in funktionsbereitem Zustand zum hinteren Ende trichterförmig auseinander weisen,

    c. dass die Anzahl Leinen mit einem Spezialknoten an einem ersten seewasserverrottbaren Formgebungselement verknüpft ist,

    d. dass an dem ersten Formgebungselement eingefärbte, seewasserverrottbare Seile angebracht sind, die an ihrem hinteren Ende mit einem zweiten seewasserverrottbaren Formgebungselement verknüpft sind.
  2. Schleppkörperanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leinen Fallschirmfangleinen mit eingezogenen Kupferlitzen sind.
  3. Schleppkörperanordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl Leinen vom hinteren Ende zum vorderen Ende und zurück geführt sind, an ihrem vorderen Ende eine Schleife bilden und die Schleifen der Anzahl Leinen geordnet, nicht überkreuzend gelegt sind und untereinander und zusätzlich mit einer einzelnen Leine fixiert sind.
  4. Schleppkörperanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Spezialknoten aus einer ersten Schlinge, einer zweiten Schlinge zwei halben Schlägen und einem vernähten Ende besteht.
  5. Schleppkörperanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Formgebungselement ein klappbarer, seewasserverrottbarer Aluminiumring mit Durchbrüchen zur Befestigung der Leinen und Seile ist.
  6. Schleppkörperanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Formgebungselement ein konischer Gewirkering mit Drahtseileinlage zur Formstabilisierung ist.
  7. Schleppkörperanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Formgebungselement ein konischer Gewirkering ist.
  8. Schleppkörperanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Formgebungselement ein halbkugelförmiges Gebilde aus Gewirke mit variablen Durchlässen ist.
  9. Schleppkörperanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die eingefärbten, seewasserverrottbaren Seile Sisalseile sind.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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