| Dokumentenidentifikation |
DE10339352A1 24.03.2005 |
| Titel |
SME-Steuerung für die Verarbeitung stärkehaltiger Produkte |
| Anmelder |
Bühler AG, Uzwil, CH |
| Erfinder |
Rutishauser, Stefan, St. Gallen, CH; Meyer, Markus, Dr., Egnach, CH |
| Vertreter |
Frommhold, J., Dr.-Ing., Pat.-Ass., 38114 Braunschweig |
| DE-Anmeldedatum |
25.08.2003 |
| DE-Aktenzeichen |
10339352 |
| Offenlegungstag |
24.03.2005 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
24.03.2005 |
| IPC-Hauptklasse |
A23P 1/00
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| IPC-Nebenklasse |
A23P 1/12
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft eine Anlage und ein Verfahren zur Herstellung stärke-, fett- oder proteinbasierter Nahrungs- oder Futtermittel oder technischer Zwischenprodukte aus einer stärke-, fett- oder proteinbasierten Wasser aufweisenden Masse. Die Anlage weist aufeinander folgende Bereiche auf, entlang derer die Masse förderbar ist, und zwar: einen ersten Bereich (2; 1, 7a) mit einem ersten Prozessraum (7a), in welchem eine Durchmischung der Masse erfolgt und in die Masse mechanische und/oder thermische Energie eingetragen wird; einen zweiten Bereich (4; 7b) mit einem zweiten Prozessraum (7b), in welchem ein Druckaufbau in der Masse erfolgt; und einen dritten Bereich (6) zur Aufnahme der aus dem zweiten Bereich (4; 7b) ausgestoßenen Masse; wobei zwischen dem zweiten Bereich (4; 7b) und dem dritten Bereich (6) eine Umformeinheit (5) angeordnet ist, mit welcher die druckbeaufschlagte Masse vor ihrem Ausstoß in den dritten Bereich (6) zu einer bestimmten Form umformbar ist. Erfindungsgemäß weist die Anlage zwischen dem ersten Bereich (2; 1, 7a) und dem zweiten Bereich (4; 7b) eine die Förderung der Masse hemmende einstellbare Barriere (3) auf. Dadurch lässt sich die in das Produkt eingetragene SME unabhängig von anderen Prozessgrößen beeinflussen.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage und ein Verfahren zur Herstellung
stärke-, fett- oder proteinbasierter Nahrungs- oder Futtermittel oder technischer
Zwischenprodukte aus einer stärke-, fett- oder proteinbasierten Wasser aufweisenden
Masse gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1 bzw. Anspruch 18.
Bei der Herstellung stärke-, fett- oder proteinbasierter Nahrungs-
oder Futtermittel oder technischer Zwischenprodukte aus einer stärke-, fett- oder
proteinbasierten Wasser aufweisenden Masse sind im wesentlichen zwei Parameter für
die Produktqualität von grosser Bedeutung. Dabei handelt es sich einerseits um die
in das Produkt während des Verfahrens eingetragene spezifische mechanische Energie
(SME) und andererseits um das Schüttgewicht bzw. die Pellet-Dichte des hergestellten
Produkts.
Bekannte Verfahren zur Herstellung der eingangs genannten Produkte
verwenden hierfür z.B. einen oder mehrere Extruder. Dabei wird die SME dem Produkt
im Prozessraum des Extruders über sich drehende Schneckenwellen durch Scherkräfte
zugeführt. Die hier verwendeten Extruder weisen in der Regel einen Einzugsbereich,
einen Prozessbereich und einen Formgebungsbereich auf.
Die SME wird durch die folgenden Prozess- und Systemparameter (Prozessgrössen)
beeinflusst:
- – Rohmaterialeigenschaften (Rezeptur)
- – Feuchtigkeit (Produktfeuchte)
- – Konfiguration der Extruderschnecken
- – Schneckendrehzahl
- – Füllgrad.
In der Regel sind die Rohmaterialeigenschaften bzw. das Rezept vorgegeben
und können daher grundsätzlich nicht beeinflusst werden.
Die Beeinflussung der SME über die Feuchtigkeit (Produktfeuchte) ist
teuer, da dem Produkt zusätzlich hinzugegebenes Wasser in einer anschliessenden
Trocknung unter zusätzlichem Energieaufwand wieder entfernt werden muss.
Eine Anpassung der Schneckenkonfiguration ist mit Umbauarbeiten zumindest
an den Schneckenwellen verbunden und ist sehr aufwändig.
Eine Veränderung der Schneckendrehzahl führt zu einer Veränderung
des Durchsatzes. In der Regel wird aber beim Drehzahl-Maximum gearbeitet, um einen
maximalen Durchsatz zu erzielen. Eine Verringerung der Drehzahl würde daher zu Durchsatzeinbussen
führen.
Somit bleibt lediglich die Beeinflussung des Füllgrades. Bei den bisher
bekannten extruder-basierten Verfahren ist jedoch eine Beeinflussung des Füllgrades
ohne eine Veränderung der anderen Prozessgrössen nicht möglich.
Eine Anpassung bzw. Einstellung der SME, ohne die genannten anderen
Prozessgrössen verändern zu müssen, ist somit praktisch unmöglich.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, bei der eingangs genannten
Anlage bzw. dem eingangs genannten Verfahren eine Anpassung bzw. Einstellung der
SME ohne Veränderung anderer Prozessgrössen zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird durch die Anlage und das Verfahren gemäss Anspruch
1 bzw. Anspruch 18 erfindungsgemäss gelöst.
Die erfindungsgemässe Anlage weist folgende aufeinanderfolgenden Bereiche
auf, entlang derer die Masse förderbar ist:
- – einen ersten Bereich mit einem ersten Prozessraum, in welchem eine Durchmischung
der Masse erfolgt und in die Masse mechanische und/oder thermische Energie eingetragen
wird;
- – einen zweiten Bereich mit einem zweiten Prozessraum, in welchem ein
Druckaufbau in der Masse erfolgt; und
- – einen dritten Bereich zur Aufnahme der aus dem zweiten Bereich ausgestossenen
Masse;
wobei zwischen dem zweiten Bereich und dem dritten Bereich eine Umformeinheit
angeordnet ist, mit welcher die druckbeaufschlagte Masse vor ihrem Ausstoss in den
dritten Bereich zu einer bestimmten Form umformbar ist; dadurch gekennzeichnet,
dass die Anlage zwischen dem ersten Bereich und dem zweiten Bereich eine die Förderung
der Masse hemmende einstellbare Barriere aufweist.
Diese einstellbare Barriere zwischen dem ersten Bereich und dem zweiten
Bereich ermöglicht es, den Füllgrad und somit die SME im ersten Bereich unabhängig
von allen übrigen Prozessgrössen zu beeinflussen. Es ist sogar eine Online-Beeinflussung
des Füllgrads und der SMW während des Verfahrens möglich.
Man gewinnt somit gegenüber den bekannten herkömmlichen Verfahren
und Anlagen zusätzliche Freiheit bei der Einstellung oder Steuerung des Verfahrens,
um eine gleichbleibend hohe Produktqualität zu sichern.
Bei der einstellbaren Barriere handelt es sich vorzugsweise um eine
einstellbare Querschnittsverengung.
In dem dritten Bereich kann ein Druck herrschen, der kleiner oder
grösser als der Sättigungsdampfdruck des in der Masse enthaltenen Wassers ist. Dadurch
lassen sich die eingangs beschriebenen Produkte in expandierter bzw. nicht-expandierter
Form herstellen.
Gemäss einer bevorzugten Ausführung sind der erste Bereich und der
zweite Bereich durch den Prozessraum eines Mehrwellen-Extruders, insbesondere eines
gleichläufigen Zweiwellen-Extruders gebildet. Diese Ausführung zeichnet sich durch
die Kompaktheit der Anlage aus.
Gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführung sind der erste Bereich
durch den Prozessraum eines Mehrwellen-Extruders, insbesondere eines gegenläufigen
Zweiwellenextruders, gebildet und der zweite Bereich durch den Prozessraum eines
Einwellen-Extruders, eines gegenläufigen Zweiwellen-Extruders oder einer Zahnradpumpe
gebildet. Diese Ausführung ermöglicht einerseits eine starke Schereinwirkung und
somit einen hohen SME-Eintrag in das Produkt im ersten Bereich und andererseits
eine starke Pumpwirkung und somit einen starken Druckaufbau im Produkt im zweiten
Bereich.
Zweckmässigerweise ist dem Mehrwellen-Extruder ein Vorkonditionierer
vorgeschaltet. Der Vorkonditionierer und der Mehrwellen-Extruder bilden dann zusammen
den ersten Bereich der erfindungsgemässen Anlage. Der Vorkonditionierer besitzt
vorzugsweise zwei in Serie geschaltete Kammern. In der ersten Kammer findet dabei
während einer relativ kurzen Verweilzeit des Produktes eine Benetzung der Ausgangsmaterialien
statt, während in der zweiten Kammer das Wasser während einer relativ langen Verweilzeit
auf die Ausgangsmaterialien einwirken kann.
Vorzugsweise ist die einstellbare Barriere innerhalb eines Längenabschnitts
des Mehr wellen-Extruders bzw. des Zweiwellen-Extruders an einem Ort angeordnet,
der sich zwischen 1/5 und 4/5, insbesondere zwischen 2/5 und 3/5, der Gesamtlänge
des Mehrwellen-Extruders bzw. des Zweiwellen-Extruders befindet. Dadurch wird gewährleistet,
dass förderaufseitig von der einstellbaren Barriere ausreichend viel Prozessraum
für den durch die Barriere einstellbaren SME-Eintrag in das Produkt vorhanden ist
und förderabseitig von der einstellbaren Barriere ausreichend viel Prozessraum für
den Druckaufbau in dem Produkt vorhanden ist.
Die einstellbare Barriere kann auch am förderabseitigen Ende des durch
den Mehrwellen-Extruder bzw. den Zweiwellen-Extruder gebildeten ersten Bereichs
angeordnet sein, oder sie kann am förderaufseitigen Ende des durch den Einwellen-Extruder,
den gegenläufigen Zweiwellen-Extruder oder die Zahnradpumpe gebildeten zweiten Bereichs
angeordnet sein. Somit besitzt man förderaufseitig von der Barriere die Möglichkeit,
die SME auf einem relativ hohen Niveau einzustellen und ggf. zu steuern, während
man förderabseitig von der Barriere eine starke Pumpwirkung hat, die einen Druckaufbau
über einen grossen Druckbereich ermöglicht.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführung ist die einstellbare Barriere
durch einen jeweiligen schneckenfreien, rotationssymmetrischen Abschnitt der Schneckenwelle
bzw. Schneckenwellen des Extruders und durch mindestens ein relativ zu dem jeweiligen
rotationssymmetrischen Abschnitt bewegbares Sperrglied mit einer zu dem jeweiligen
rotationssymmetrischen Abschnitt komplementären Aussparung gebildet ist, so dass
ein Spalt mit einstellbarer Spaltbreite zwischen dem jeweiligen rotationssymmetrischen
Abschnitt und der komplementären Aussparung des Sperrglieds vorliegt. Durch die
Bewegung des Sperrglieds relativ zu dem ihm zugeordneten rotationssymmetrischen
Abschnitt lässt sich die Sperrwirkung der Barriere im Extruder von ausserhalb des
Extruders leicht einstellen.
Zweckmässigerweise weist die Anlage in dem zweiten Bereich ein Druckeinstellungsmittel
zur Einstellung des in der Masse herrschenden Druckes auf. Das Druckeinstellungsmittel
kann eine Einrichtung zum Verändern der Menge des in der Masse vorliegenden Wassers,
insbesondere eine Einrichtung zum wahlweisen Zuführen oder Abführen von Wasserdampf
in bzw. aus dem zweiten Bereich aufweisen. Dadurch lässt sich der Druck im Produkt
einstellen. Dies ist besonders wichtig, wenn man expandierte Extrudate herstellen
möchte, deren Schüttgewicht durch den Gehalt an Wasserdampf und den Druck im Produkt
bestimmt wird.
Durch diese Hintereinanderschaltung der einstellbaren Barriere (SME-Steuerungsmodul)
und des Druckeinstellungsmittels (Dichte-Steuerungsmodul) wird eine unabhängige
Beeinflussung des Kochgrades aufgrund der Produktbearbeitung (SME) einerseits und
der Dichte bzw. des Schüttgewichts der Produkte andererseits ermöglicht. Beide Module
können z.B. innerhalb eines einzigen Extruders (gleichläufiger Zweiwellen-Extruder)
oder auf zwei verschiedene Extruder verteilt (SME-Steuerungsmodul am Ende eines
gleichläufigen Zweiwellen-Extruders und Dichte-Steuerungsmodul am Anfang eines gegenläufigen
Zweiwellen-Extruders, eines Einwellen-Extruders oder einer Zahnradpumpe) angeordnet
sein.
Vorzugsweise weist das Druckeinstellungsmittel eine Zufuhrleitung
und eine Abfuhrleitung zum Zuführen oder Abführen von Wasserdampf in bzw. aus dem.
zweiten Bereich auf, wobei die Zufuhrleitung und die Abfuhrleitung
wahlweise freigegeben oder gesperrt werden können. Durch gezieltes Sperren oder
Freigeben der jeweiligen Leitungen kann somit das Schüttgewicht expandierter Extrudate
eingestellt werden oder verhindert werden, dass eine Expansion der Extrudate stattfindet.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführung umfasst das Druckeinstellungsmittel
eine Zufuhrleitung, die den zweiten Bereich mit einem Wasserdampf-Erzeugungssystem
verbindet, eine erste Abfuhrleitung, die den zweiten Bereich mit einem Vakuumsystem
verbindet, und eine zweite Abfuhrleitung, die den zweiten Bereich mit dem ersten
Bereich verbindet, wobei die Zufuhrleitung sowie die erste und die zweite Abfuhrleitung
wahlweise freigegeben oder gesperrt werden können. Die Verbindung des zweiten Bereichs
mit dem ersten Bereichs ermöglicht z.B. eine Rückführung des aus dem zweiten Bereich
zur Druckeinstellung abgezogenen Wasserdampfs in den ersten Bereich, insbesondere
in den Vorkonditionierer. Dadurch wird einerseits Energie eingespart und andererseits
der Ausstoss geruchsintensiven Dampfes in die Umgebungsluft weitgehend vermieden.
Die Umformeinheit ist zweckmässigerweise eine Düsenplatte mit einem
rotierbaren Schneidmesser. Dadurch lassen sich die eingangs beschriebenen Produkte
in Form von Pellets herstellen, deren Schüttgewicht einstellbar ist, indem beim
Austritt des Produktes aus der Düsenplatte entweder gar nicht oder mehr oder weniger
stark expandiert wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren weist die folgenden aufeinanderfolgenden
Schritte in aufeinanderfolgenden Bereichen auf:
- a) Fördern der Masse durch einen ersten Bereich hindurch, welcher einen ersten
Prozessraum aufweist, wobei die Masse unter Eintragung mechanischer und/oder thermischer
Energie durchmischt und geknetet wird und das Wasser auf die Masse einwirkt;
- b) Fördern der Masse durch einen zweiten Bereich hindurch, welcher einen zweiten
Prozessraum aufweist, wobei in der Masse Druck aufgebaut wird;
- c) Umformen der druckbeaufschlagten Masse mittels einer zwischen dem zweiten
Bereich und einem dritten Bereich angeordneten Umformeinheit;
- d) Ausstossen der druckbeaufschlagten und geformten Masse in den dritten Bereich;
dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung des in dem ersten Bereich stattfindenden
spezifischen mechanischen Energieeintrags in die Masse durch Einstellen einer die
Förderung der Masse zwischen dem ersten Bereich und dem zweiten Bereich hemmenden
Barriere erfolgt.
Zweckmässigerweise erfolgt in dem zweiten Bereich eine Einstellung
des in der Masse herrschenden Druckes, wobei die Einstellung des Druckes vorzugsweise
durch Zuführen oder Abführen von Wasserdampf in dem zweiten Bereich erfolgt, um
den Wassergehalt bzw. die Produktfeuchte der Masse zu verändern.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn man wahlweise dem zweiten Bereich
Wasserdampf von einem Wasserdampf-Erzeugungssystem zuführt oder dem zweiten Bereich
Wasserdampf zu einem Vakuumsystem entzieht oder aus dem zweiten Bereich Wasserdampf
in den ersten Bereich zurückführt.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung
ergeben sich aus der nun folgenden Beschreibung eines nicht einschränkend aufzufassenden
Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung, wobei
1 eine rein schematische Darstellung
der erfindungsgemässen Anlage und des erfindungsgemässen Verfahrens zeigt;
2 eine schematische, teilweise aufgeschnittene
Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemässen Anlage zeigt;
3 eine schematische, teilweise aufgeschnittene
Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemässen Anlage zeigt;
4 eine schematische, teilweise aufgeschnittene
Seitenansicht einer ersten Ausführung der erfindungsgemässen einstellbaren Barriere
zeigt; und
5A, 5B,
5C und 5D
schematische Perspektivansichten einer zweiten Ausführung der erfindungsgemässen
einstellbaren Barriere in verschiedenen Betriebsstellungen sind.
1 zeigt eine rein schematische Darstellung
der erfindungsgemässen Anlage sowie des erfindungsgemässen Verfahrens. Die Pfeile
stellen den Produktfluss der Masse durch die Anlage dar.
Die Anlage weist entlang des Produktflusses folgende Bereiche auf:
- – einen ersten Bereich 2, in welchem eine Durchmischung der Masse
erfolgt und in die Masse mechanische und/oder thermische Energie eingetragen wird
(Schritt a);
- – einen zweiten Bereich 4, in welchem ein Druckaufbau in der
Masse erfolgt (Schritt b);
- – einen dritten Bereich 6 zur Aufnahme der aus dem zweiten Bereich
4 ausgestossenen Masse (Schritt d).
Zwischen dem zweiten Bereich 4 und dem dritten Bereich
6 befindet sich eine Umformeinheit 5, mit welcher die druckbeaufschlagte
Masse vor ihrem Ausstoss in den dritten Bereich 6 zu einer bestimmten Form
umgeformt wird (Schritt c).
Erfindungsgemäss weist die Anlage zwischen dem ersten Bereich
2 und dem zweiten Bereich 4 eine die Förderung der Masse hemmende
einstellbare Barriere 3 auf.
Die eingeklammerten Bezugsziffern der 1
weisen auf die entsprechenden Bezugsziffern in 2 und
3 hin.
2 zeigt eine schematische, teilweise
aufgeschnittene Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemässen
Anlage.
Die Anlage weist entlang des Produktflusses die folgenden Abschnitte
auf:
- – einen Vorkonditionierer 1 mit einer ersten Kammer
1a und einer zweiten Kammer 1b, in denen (nicht gezeigte) Werkzeuge
von den Motoren M1 bzw. M2 angetrieben werden, wobei die erste und die zweite Kammer
in Serie zueinander geschaltet sind;
- – einen gleichläufigen Zweiwellen-Extruder 7 mit einem ersten
Teil-Prozessraum 7a und einem zweiten Teil-Prozessraum 7b, zwischen
denen eine einstellbare Barriere 3 angeordnet ist;
- – am förderabseitigen Ende des Extruders 7 eine Umformeinheit
5 z.B. in Form einer Düsenplatte und einem rotierenden Schneidmesser; und
- – schliesslich einen dritter Bereich 6, in dem das fertig geformte
Produkt aufgenommen wird.
Der durch einen Motor M3 über ein Getriebe G angetriebene Zweiwellen-Extruder
7 weist entlang der Produktförderrichtung einen Einzugsbereich E, einen
Kochbereich SME (SME-Eintragungsbereich), die einstellbare Barriere 3,
einen Dichte-Einstellbereich D sowie einen Druck-Aufbaubereich D auf. Innerhalb
des Dichte-Einstellbereichs befindet sich ein Druckeinstellungsmittel
11.
Das Druckeinstellungsmittel 11 ist einerseits mit dem Dichte-Einstellbereich
D des Extruders 7 und andererseits mit einer Zufuhrleitung 12,
einer ersten Abfuhrleitung 13 und einer zweiten Abfuhrleitung
14 verbunden. Das Druckeinstellungsmittel kann ein Rückhaltewerk (in den
Extruder zurückfördernde Schnecken) aufweisen, um zu verhindern, dass zusammen mit
abgezogenem Dampf auch Produkt aus dem Extruder 7 austritt. Durch ein Ventil
12a in der Zufuhrleitung 12, ein Ventil 13a in der ersten
Abfuhrleitung 13 und ein Ventil 14a in der zweiten Abfuhrleitung
14 kann dem zweiten Teil-Prozessraum 7b des Extruders wahlweise
Wasserdampf zugeführt oder entzogen werden, wobei vorzugsweise der entzogene Wasserdampf
über die Abfuhrleitung 14 in den Vorkonditionierer 1 rückgeführt
wird.
Dem Druckeinstellungsmittel 11 sind zugeordnet:
- – eine Zufuhrleitung 12, die den zweiten Teil-Prozessraum
7b mit einem (nicht-gezeigten) Wasserdampf-Erzeugungssystem verbindet;
- – eine erste Abfuhrleitung 13, die den zweiten Teil-Prozessraum
7b mit einem (nicht-gezeigten) Vakuumsystem verbindet; und
- – eine zweite Abfuhrleitung 14, die den zweiten Teil-Prozessraum
7b mit dem Vorkonditionierer 1 verbindet,
wobei die Zufuhrleitung 12 sowie die erste und die zweite Abfuhrleitung
13, 14 über die jeweiligen Ventile 12a, 13a
und 14a wahlweise freigegeben oder gesperrt werden können.
Das Ausgangsmaterial (Rohmaterialien) zur Herstellung des stärke-,
fett- oder proteinbasierten Nahrungs- oder Futtermittels weist stärke-, fett- oder
proteinhaltige Rohmaterialien sowie Wasser auf. Diese werden dem ersten Bereich
2 (siehe 1) entweder allesamt schon im Vorkonditionierer
1 zugeführt oder nach und nach im Vorkonditionierer und im ersten Teil-Prozessraum
7a des Extruders 7 zugeführt.
Im Vorkonditionierer 1 wird nur relativ wenig SME eingetragen,
und das Produkt wird in ihm noch nicht gekocht. Erst im ersten Teil-Prozessraum
7a des Extruders 7 findet der wesentliche SME-Eintrag und der
eigentliche Kochvorgang statt.
Die in 2 gezeigte Anlage ermöglicht einerseits
eine Einstellung des SME-Eintrags im Extruder 7 durch Einstellen des Füllgrads
im ersten Teil-Prozessraum 7a des Extruders 7 mittels der einstellbaren
Barriere 3 und andererseits eine Einstellung der Dichte bzw. des Schüttgewichts
des Produktes durch Einstellen des Wassergehalts im Produkt im zweiten Teil-Prozessraum
7b des Extruders 7 mittels des Druckeinstellungsmittels
11.
Die erfindungsgemässe Anordnung der einstellbaren Barriere
3 zwischen dem ersten Teil-Prozessraum 7a und dem zweiten Teil-Prozessraum
7b des Extruders 7 ermöglicht gegenüber herkömmlichen Anlagen
eine Entkoppelung der Einstellung des SME-Eintrags und der Einstellung des Schüttgewichts,
d.h. SME-Eintrag und Schüttgewicht (Produktdichte) lassen sich unabhängig voneinander
einstellen.
3 zeigt eine schematische, teilweise
aufgeschnittene Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der
erfindungsgemässen Anlage. Sämtliche Elemente, die mit den entsprechenden Elementen
der 2 identisch sind, tragen in 3
dieselben Bezugszeichen wie in 2.
Die Anlage der 3 unterscheidet sich von
der Anlage der 2 dadurch, dass das Druckeinstellungsmittel
11 einer Dampfstrahlpumpe 20 zugeordnet ist, die einen Dampfstrahl-Einlass
20a, einen Dampfstrahl-Auslass 20b und einen Saug-Einlass
20c aufweist. Die Dampfstrahl-Pumpe 20 ermöglicht die Erzeugung
eines Unterdrucks an ihrem Saug-Einlass 20a, wenn sie von einem Dampfstrahl
von ihrem Einlass 20a zu ihrem Auslass 20b durchströmt wird.
Bei der Dampfstrahlpumpe 20 ist der Dampfstrahl-Einlass
20a mit einem (nicht-gezeigten) Wasserdampf-Erzeugungssystem über eine
erste Dampfleitung 21 verbunden, der Dampfstrahl-Auslass 20b mit
dem Vorkonditionierer 1 über eine zweite Dampfleitung 22 verbunden
und der Saug-Einlass 20c mit dem zweiten Teil-Prozessraum 7b über
eine dritte Dampfleitung 23 verbunden, wobei die erste, die zweite und
die dritte Dampfleitung 21, 22, 23 jeweils ein (nicht-gezeigtes)
erstes, zweites und drittes Ventil aufweisen, mit dem jede von ihnen wahlweise freigegeben
oder blockiert werden kann.
Ausserdem ist eine die erste Dampfleitung 21 und die dritte
Dampfleitung 23 verbindende vierte Dampfleitung (nicht-gezeigt) vorgesehen,
die eine Überbrückungsleitung (Umgehungsleitung) um die Dampfstrahlpumpe
20 bildet, wobei die vierte Dampfleitung ein viertes Ventil (nicht-gezeigt)
aufweist, mit dem sie wahlweise blockiert oder freigegeben werden kann.
Wenn die Überbrückungsleitung blockiert und die Dampfleitungen
21, 22 und 23 freigegeben sind, befindet sich die Dampfstrahlpumpe
im Saugmodus und saugt aus dem Teil-Prozessraum 7b Wasserdampf ab. Dies
führt bei der später stattfindenden Expansion in der Umformeinheit 5 zu
einer Erhöhung der Produktdichte bzw. des Schüttgewichts.
Wenn hingegen die Überbrückungsleitung sowie die Dampfleitungen
21 und 23 freigegeben sind und die Dampfleitung 22 blockiert
ist, befindet sich die Dampfstrahlpumpe im Druckmodus und drückt aus dem Wasserdampf-Erzeugungssystem
über die Dampfleitung 21 herangeführten Wasserdampf in den Teil-Prozessraum
7b. Dies führt bei der später stattfindenden Expansion in der Umformeinheit
5 zu einer Verringerung der Produktdichte bzw. des Schüttgewichts.
Je nach gewünschtem Schüttgewicht kann die Dichte der expandierten
Extrudate (Pellets) bzw. der Expansionsgrad an der Umformeinheit 5 (z.B.
Düsenplatte) stufenlos und in einem grossen Bereich eingestellt werden.
4 zeigt eine schematische, teilweise
aufgeschnittene Seitenansicht einer ersten Ausführung der erfindungsgemässen einstellbaren
Barriere.
Die einstellbare Barriere 3 wird gebildet durch:
- – einen jeweiligen schneckenfreien, rotationssymmetrischen Abschnitt
8a der Schneckenwelle bzw. Schneckenwellen 8 des Extruders
7; und
- – mindestens ein relativ zu dem jeweiligen rotationssymmetrischen Abschnitt
8a bewegbares Sperrglied 9 mit einer zu dem jeweiligen rotationssymmetrischen
Abschnitt 8a komplementären Aussparung 9a.
Somit liegt ein Spalt 10 mit einstellbarer Spaltbreite zwischen
dem jeweiligen rotationssymmetrischen Abschnitt 8a und der komplementären
Aussparung 9a des Sperrglieds 9 vor.
In dem in 4 gezeigten Beispiel sind der
rotationssymmetrische Abschnitt 8a und die komplementäre Aussparung
9a kegelförmig ausgebildet.
Eine axiale Verschiebung des Sperrglieds 9 nach links bewirkt
eine Verkleinerung des Spalts 10 und damit eine Erhöhung des Füllgrades
im Teil-Prozessraum 7a, wodurch eine Erhöhung der eingetragenen SME erzielt
wird.
Eine axiale Verschiebung des Sperrglieds 9 nach rechts bewirkt
eine Vergrösserung des Spalts 10 und damit eine Absenkung des Füllgrades
im Teil-Prozessraum 7a, wodurch eine Verringerung der eingetragenen SME
erzielt wird.
Die durch die Veränderung des Spaltes 10 einstellbare Barriere
3 ermöglicht auf diese Weise eine Einstellung der in den ersten Teil-Prozessraum
7a eingetragenen SME unabhängig von allen übrigen Prozessgrössen und insbesondere
unabhängig von der Einstellung der Produktdichte bzw. des Produkt-Schüttgewichts
in dem zweiten Teil-Prozessraum 7b.
5A, 5B,
5C und 5D
zeigen schematische Perspektivansichten einer zweiten Ausführung der erfindungsgemässen
einstellbaren Barriere in verschiedenen Betriebsstellungen.
Das hier abgebildete SME-Steuerungsmodul 3 besteht im wesentlichen
aus zwei zylinderförmigen Sperrgliedern 9, die nebeneinanderliegend und
mit parallel verlaufenden Zylinderachsen angeordnet sind. Jedes der beiden Sperrglieder
9 besitzt zwei Aussparungen 9a, die komplementär zu einem jeweiligen
rotationssymmetrischen Abschnitt 8a zweier parallel angeordneter, miteinander
kämmender Schneckenwellen 8 sind. Das untere der beiden zylinderförmigen
Sperrglieder 9 wird über einen Sperrgliedmotor M4 angetrieben. An den motorabgewandten
Enden besitzt jedes der beiden Sperrglieder 9 ein Zahnrad 9b.
Der Radius der beiden Zahnräder (Stirnräder) und ihre Zähne sind so ausgebildet,
dass sie miteinander kämmen. Dadurch wird das obere Sperrglied 9 über das
untere durch den Motor M4 angetriebene Sperrglied 9 angetrieben. Dadurch
bewegen sich die betätigten Sperrglieder 9, 9 gegenläufig, wodurch
der Spalt 10 zwischen den rotationssymmetrischen Abschnitten
8a und den komplementären Aussparungen 9a je nach der Drehrichtung
des Motors M4 verkleinert oder vergrössert werden kann.
In dem hier gezeigten Beispiel sind die rotationssymmetrischen Abschnitte
8a und die komplementären Aussparungen 9a zylinderförmig ausgebildet.
5A zeigt das SME-Steuerungsmodul
3 in einer vollständig geöffneten Stellung. Die beiden Sperrglieder
9, 9 sind hier weitestmöglich voneinander weg gedreht. Diese Stellung
ermöglicht es, die Schnecken 8 auszubauen.
5B zeigt das SME-Steuerungsmodul
3 in einer um ca. 60° geschwenkten Stellung. Die beiden Sperrglieder
9, 9 sind hier teilweise voneinander weg gedreht. Diese und andere
Winkelstellungen der Sperrglieder 9, 9 ermöglichen die Einstellung
eines gewünschten Strömungswiderstands in dem Modul 3 und somit des Füllgrads
in dem ersten Teil-Prozessraum 7a (siehe 2).
5C zeigt das SME-Steuerungsmodul
3 in einer um 90° geschwenkten Stellung. Die beiden Sperrglieder
9, 9 sind hier weitestmöglich aufeinander zu gedreht. Diese Winkelstellung
der Sperrglieder 9, 9 ermöglicht eine fast vollständige Sperrung
und somit eine Maximierung des Strömungswiderstands in dem Modul 3 und
somit des Füllgrads in dem ersten Teil-Prozessraum 7a (siehe
2). In dieser Stellung beträgt der Spalt
10 zwischen den zylinderförmigen Abschnitten 8a der Schneckenwellen
8 und den komplementären Aussparungen 9a der Sperrglieder
9, 9 etwa 0,5mm.
5D zeigt die komplette Einheit des SME-Steuerungsmoduls
einschliesslich des in den 5A, 5B
und 5C nicht gezeigten Sperrgliedgehäuses
H.
1- Vorkonditionierer
1a- erste Kammer
1b- zweite Kammer
2- erster Bereich
3- einstellbare Barriere
4- zweiter Bereich
5- Umformeinheit, Düsenplatte
6- dritter Bereich
7- gleichläufiger Mehrwellen-Extruder oder Zweiwellen-Extruder
7a- erster Teil-Prozessraum des MWE oder ZWE
7b- zweiter Teil-Prozessraum des MWE oder ZWE
M1- erster Motor des Vorkonditionierers
M2- zweiter Motor des Vorkonditionierers
M3- Extrudermotor
F- Produkt-Förderrichtung
G- Extrudergetriebe
E- Einzugsbereich
SME- SME-Eintragungsbereich (Kochbereich)
D- Dichte-Einstellbereich
P- Druck-Aufbaubereich
8- Schneckenwelle
8a- rotationssymmetrischer Abschnitt
9- Sperrglied
9a- komplementäre Aussparung
9b- Zahnrad
M4- Sperrgliedmotor
H- Sperrgliedgehäuse
10- Spalt
11- Druckeinstellungsmittel
12- Zufuhrleitung
12a- Ventil
13- erste Abfuhrleitung
13a- Ventil
14- zweite Abfuhrleitung
14a- Ventil
20- Dampfstrahlpumpe
20a- Dampfstrahl-Einlass
20b- Dampfstrahl-Auslass
20c- Saug-Einlass
21- erste Dampfleitung
22- zweite Dampfleitung
23- dritte Dampfleitung
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| Anspruch[de] |
- Anlage zur Herstellung stärke-, fett- oder proteinbasierter Nahrungs-
oder Futtermittel oder technischer Zwischenprodukte aus einer stärke-, fett- oder
proteinbasierten Wasser aufweisenden Masse, wobei die Anlage die folgenden aufeinanderfolgenden
Bereiche aufweist, entlang derer die Masse förderbar ist:
– einen ersten Bereich (2; 1, 7a) mit einem ersten
Prozessraum (7a), in welchem eine Durchmischung der Masse erfolgt und in
die Masse mechanische und/oder thermische Energie eingetragen wird;
– einen zweiten Bereich (4; 7b) mit einem zweiten Prozessraum
(7b), in welchem ein Druckaufbau in der Masse erfolgt; und
– einen dritten Bereich (6) zur Aufnahme der aus dem zweiten Bereich
(4; 7b) ausgestossenen Masse;
wobei zwischen dem zweiten Bereich (4; 7b) und dem dritten Bereich
(6) eine Umformeinheit (5) angeordnet ist, mit welcher die druckbeaufschlagte
Masse vor ihrem Ausstoss in den dritten Bereich (6) zu einer bestimmten
Form umformbar ist;
dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage zwischen dem ersten Bereich (2;
1, 7a) und dem zweiten Bereich (4; 7b) eine
die Förderung der Masse hemmende einstellbare Barriere (3) aufweist.
- Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einstellbare
Barriere (3) eine einstellbare Querschnittsverengung ist.
- Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem
dritten Bereich ein Druck herrscht, der kleiner als der Sättigungsdampfdruck des
in der Masse enthaltenen Wassers ist.
- Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem
dritten Bereich ein Druck herrscht, der grösser als der Sättigungsdampfdruck des
in der Masse enthaltenen Wassers ist.
- Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Bereich (2; 1, 7a) und der zweite Bereich (4;
7b) durch den Prozessraum eines Mehrwellen-Extruders, insbesondere eines
gleichläufigen Zweiwellen-Extruders (7) gebildet sind.
- Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Bereich durch den Prozessraum eines Mehrwellen-Extruders, insbesondere
eines gegenläufigen Zweiwellenextruders, gebildet ist und der zweite Bereich durch
den Prozessraum eines Einwellen-Extruders, eines gegenläufigen Zweiwellen-Extruders
oder einer Zahnradpumpe gebildet ist.
- Anlage nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass dem Mehrwellen-Extruder
(7) ein Vorkonditionierer (1) vorgeschaltet ist.
- Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die einstellbare
Barriere (3) innerhalb eines Längenabschnitts des Mehrwellen-Extruders
bzw. des Zweiwellen-Extruders (7) an einem Ort angeordnet ist, der sich
zwischen 1/5 und 4/5, insbesondere zwischen 2/5 und 3/5, der Gesamtlänge des Mehrwellen-Extruders
bzw. des Zweiwellen-Extruders (7) befindet.
- Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die einstellbare
Barriere am förderabseitigen Ende des durch den Mehrwellen-Extruder bzw. den Zweiwellen-Extruder
gebildeten ersten Bereichs angeordnet ist.
- Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die einstellbare
Barriere am förderaufseitigen Ende des durch den Einwellen-Extruder, den gegenläufigen
Zweiwellen-Extruder oder die Zahnradpumpe gebildeten zweiten Bereichs angeordnet
ist.
- Anlage nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
dass die einstellbare Barriere (3) durch einen jeweiligen schneckenfreien,
rotationssymmetrischen Abschnitt (8a) der Schneckenwelle bzw. Schneckenwellen
(8) des Extruders (7) und mindestens ein relativ zu dem jeweiligen
rotationssymmetrischen Abschnitt (8a) bewegbares Sperrglied (9)
mit einer zu dem jeweiligen rotationssymmetrischen Abschnitt (8a) komplementären
Aussparung (9a) gebildet ist, so dass ein Spalt (10) mit einstellbarer
Spaltbreite zwischen dem jeweiligen rotationssymmetrischen Abschnitt (8a)
und der komplementären Aussparung (9a) des Sperrglieds (9) vorliegt.
- Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Anlage in dem zweiten Bereich (4) ein Druckeinstellungsmittel
(11) zur Einstellung des in der Masse herrschenden Druckes aufweist.
- Anlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckeinstellungsmittel
(11) eine Einrichtung zum Verändern der Menge des in der Masse vorliegenden
Wassers aufweist.
- Anlage nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das
Druckeinstellungsmittel (11) eine Einrichtung (12, 13,
14) zum wahlweisen Zuführen oder Abführen von Wasserdampf in bzw. aus dem
zweiten Bereich (7b) aufweist.
- Anlage nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckeinstellungsmittel
(11) eine Zufuhrleitung (12) und eine Abfuhrleitung (13,
14) zum Zuführen oder Abführen von Wasserdampf in bzw. aus dem zweiten
Bereich (7b) aufweist, wobei die Zufuhrleitung (12) und die Abfuhrleitung
(13, 14) wahlweise freigegeben oder gesperrt werden können.
- Anlage nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckeinstellungsmittel
(11) eine Zufuhrleitung (12), die den zweiten Bereich (7b)
mit einem Wasserdampf-Erzeugungssystem verbindet, eine erste Abfuhrleitung (13),
die den zweiten Bereich (7b) mit einem Vakuumsystem verbindet, und eine
zweite Abfuhrleitung (14), die den zweiten Bereich mit
dem ersten Bereich verbindet, aufweist, wobei die Zufuhrleitung (12) sowie
die erste und die zweite Abfuhrleitung (13, 14) wahlweise freigegeben
oder gesperrt werden können.
- Anlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Umformeinheit eine Düsenplatte mit einem rotierbaren Schneidmesser ist.
- Verfahren zur Herstellung stärke-, fett- oder proteinbasierter Nahrungs-
oder Futtermittel oder technischer Zwischenprodukte aus einer stärke-, fett- oder
proteinbasierten Wasser aufweisenden Masse unter Verwendung einer Anlage gemäss
einem der Ansprüche 1 bis 17, wobei das Verfahren die folgenden aufeinanderfolgenden
Schritte in aufeinanderfolgenden Bereichen aufweist:
a) Fördern der Masse durch einen ersten Bereich hindurch, welcher einen ersten Prozessraum
aufweist, wobei die Masse unter Eintragung mechanischer und/oder thermischer Energie
durchmischt und geknetet wird und das Wasser auf die Masse einwirkt;
b) Fördern der Masse durch einen zweiten Bereich hindurch, welcher einen zweiten
Prozessraum aufweist, wobei in der Masse Druck aufgebaut wird;
c) Umformen der druckbeaufschlagten Masse mittels einer zwischen dem zweiten Bereich
und einem dritten Bereich angeordneten Umformeinheit;
d) Ausstossen der druckbeaufschlagten und geformten Masse in den dritten Bereich;
dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung des in dem ersten Bereich stattfindenden
spezifischen mechanischen Energieeintrags in die Masse durch Einstellen einer die
Förderung der Masse zwischen dem ersten Bereich und dem zweiten Bereich hemmenden
Barriere erfolgt.
- Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass in dem dritten
Bereich ein Druck herrscht, der kleiner als der Sättigungsdampfdruck des in der
Masse enthaltenen Wassers ist, so dass die unter Druck stehende geformte Masse bei
ihrem Eintritt in den dritten Bereich expandiert.
- Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass in dem dritten
Bereich ein Druck herrscht, der grösser als der Sättigungsdampfdruck des in der
Masse enthaltenen Wassers ist, so dass die unter Druck stehende geformte Masse bei
ihrem Eintritt in den dritten Bereich nicht expandiert.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet,
dass in dem zweiten Bereich eine Einstellung des in der Masse herrschenden Druckes
erfolgt.
- Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung
des Druckes durch Zuführen oder Abführen von Wasserdampf in dem zweiten Bereich
erfolgt, um den Wassergehalt bzw. die Produktfeuchte der Masse zu verändern.
- Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass wahlweise
dem zweiten Bereich Wasserdampf von einem Wasserdampf-Erzeugungssystem zugeführt
wird oder dem zweiten Bereich Wasserdampf zu einem Vakuumsystem entzogen wird oder
aus dem zweiten Bereich Wasserdampf in den ersten Bereich zurückgeführt wird.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen
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