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Dokumentenidentifikation DE10339585A1 24.03.2005
Titel Optimierte Kühlluftzuführung
Anmelder WILO AG, 44263 Dortmund, DE
Erfinder Schneider, Franka, Dr., 45149 Essen, DE;
Löbel, Markus, 58454 Witten, DE;
Goronzy, Bernd, 44575 Castrop-Rauxel, DE;
Hübner, Jürgen, 44287 Dortmund, DE;
Kröber, Christian, 58119 Hagen, DE
Vertreter COHAUSZ DAWIDOWICZ HANNIG & PARTNER, 40237 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 26.08.2003
DE-Aktenzeichen 10339585
Offenlegungstag 24.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.03.2005
IPC-Hauptklasse H02K 9/06
IPC-Nebenklasse H02K 5/18   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Elektromotor (1) mit einem außen an der Motoraußenwand angeordneten Kasten (5), insbesondere zur Aufnahme einer Motorelektronik (8), und mit einem stirnseitig angeordneten Lüfterrad (3) zur Erzeugung eines im Wesentlichen parallel zur Motorachse (M) gerichteten Luftstromes zur Kühlung der Motoraußenwand, wobei insbesondere das Lüfterrad (3) von einer Lüfterhaube (4) überdeckt ist, wobei in oder an der Motoraußenwand wenigstens ein Luftleitelement (9, 9') angeordnet ist, welches den Luftstrom, insbesondere teilweise, derart ablenkt, dass dieser auf eine der Motorwand gegenüberliegende zu kühlende Fläche (7a) des Kastens (5) gerichtet ist.
Die Erfindung betrifft weiterhin ein Luftleitelement (9, 9'), das an einem Elektromotor (1) in Luftströmungsrichtung nach einem Lüfterrad (3) in, an oder zwischen wenigstens zwei Kühlrippen (2)/Lamellen auf der Motoraußenwand anbringbar ist, um wenigstens einen Teil eines Kühlluftstromes aus der Motorachsrichtung abzulenken.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Elektromotor mit einem außen an der Motoraußenwand direkt oder indirekt angeordneten Kasten, insbesondere zur Aufnahme einer Motorelektronik, und mit einem stirnseitig angeordneten Lüfterrad zur Erzeugung eines im Wesentlichen parallel zur Motorachse gerichteten Luftstromes zur Kühlung der Motoraußenwand, wobei insbesondere das Lüfterrad von einer Lüfterhaube überdeckt ist.

Derartige gattungsgemäße Elektromotoren sind allgemein bekannt. Häufig ist es vorgesehen in dem außen an der Motoraußenwand angeordneten Kasten, dem sogenannten Klemmenkasten die Motorelektronik aufzunehmen, wie beispielsweise einen Frequenzumrichter und die Leistungssteuerung.

Insbesondere sind Motorkonstruktionen bekannt, bei denen ein Klemmenkasten nicht im direkten Kontakt mit der Motoraußenwand steht, sondern beispielsweise über einen Sockel beabstandet zur Motoraußenwand an dem Elektromotor montiert ist. Ein Kühlluftstrom, der durch das Lüfterrad eines Elektromotors erzeugt wird, erreicht daher zumeist in nicht ausreichender Weise die wärmeerzeugenden Elemente am Klemmenkasten, so dass es hier zu einer Überhitzung und zu Defekten kommen kann.

Insbesondere kann es vorgesehen sein, einen Frequenzumrichtertyp an unterschiedlichen Elektromotoren zu verwenden, wobei bei diesen unterschiedlichen Elektromotoren jedoch die Kühlluftführung ebenso unterschiedlich sein kann, so dass diese Kühlluftführung unter Umständen sehr ungünstig bezüglich der Kühlung des Frequenzumrichters bzw. der Leistungselektronik innerhalb des Klemmenkastens sein kann.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Elektromotor bereit zu stellen, der für eine optimierte Kühlung bzw. Kühlluftführung Sorge trägt, um eine ausreichende Kühlung eines Klemmenkastens und der darin angeordneten Elektronik zu gewährleisten.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass auf, in oder an der Motoraußenwand wenigstens ein Luftleitelement angeordnet ist, welches den Luftstrom, insbesondere teilweise, derart ablenkt, dass dieser auf eine der Motorwand gegenüberliegende und zu kühlende Fläche des Kastens gerichtet ist.

Derartige erfindungsgemäße Konstruktionen können insbesondere dort Anwendung finden, wo die Klemmenkästen eines Elektromotors in einem Abstand zur Motoraußenwand beispielsweise über einen Sockel mit dem Elektromotor verbunden sind. Der durch das Lüfterrad erzeugte sich im Wesentlichen in axialer Richtung ausbreitende Luftstrom, der normalerweise nicht für eine genügende Kühlung des Klemmenkastens ausreicht, kann mittels des Luftleitelementes derart abgelenkt werden, dass er auf eine zu kühlende Fläche des Kastens bzw. des Klemmenkastens gerichtet ist. Somit wird aus dem gesamten Kühlluftstrom, der mittels des Elektromotorlüfters erzeugt wird, zumindest ein Teilstrom abgezweigt, um eine gezielte Kühlung am Klemmenkasten zu erreichen.

Häufig ist es vorgesehen, dass Elektromotoren auf ihrer Motoraußenwand Kühlrippen bzw. Lamellen aufweisen, um eine Vergrößerung der Kühloberfläche zu erreichen. Bei einer derartigen Konstruktion kann es bevorzugt vorgesehen sein, dass das Luftleitelement auf, in/zwischen oder an diesen Kühlrippen bzw. Lamellen angeordnet ist, die bevorzugt auf/an der Motoraußenwand in Motorachsrichtung verlaufen.

Hierbei kann es beispielsweise auch vorgesehen sein, dass ein Elektromotor ein erfindungsgemäßes Luftleitelement als separates Bauteil aufweist, welches nachträglich an den Kühlrippen bzw. Lamellen befestigbar ist, beispielsweise durch eine Klemm- oder Schnappvorrichtung. So kann auch eine Nachrüstung bestehender Elektromotoren mit einer optimierten Kühlluftführung erfolgen.

Eine Anbringung eines oder mehrerer Luftleitelemente auf, in/zwischen oder an den Kühlrippen/Lamellen hat weiterhin den Vorteil, dass die Kühlrippen bzw. Lamellen als im Wesentlichen in radialer Richtung von der Motorwand aufstehende Wände eine Kanalisierung des vom Lüfterrad erzeugten Luftstromes vornehmen.

Zum Beispiel kann aus diesem im Wesentlichen in Motorachsrichtung kanalisierten Luftstrom somit mit einem erfindungsgemäßen Luftleitelement, welches beispielsweise in Form eines Prallbleches oder einer Art Spoiler ausgebildet sein kann, eine gezielte Ablenkung des Luftstromes aus der axialen Richtung auf die Außenwand des Klemmenkastens erfolgen.

Es kann auch vorgesehen sein, dass ein Teil des erzeugten Luftstromes auch außerhalb der Kühlrippen in Form eines Kühlluftmantels den Elektromotor umströmt und nicht direkt zur Kühlung des Elektromotors über die Kühlrippen verwendet wird. Erfindungsgemäß kann aus diesem Kühlluftstrom innerhalb dieses äußeren Mantel zumindest ein Teil abgelenkt werden, ohne dass dies einen Einfluß auf die Kühlung des Elektromotors hat. Hierfür können eines oder mehrere Luftleitelemente auf bzw. in radialer Richtung (mit Bezug auf die Motorachse) über den Kühlrippen angeordnet sein. Der Kühlluftstrom durch die Kühlrippen, der primär den Elektromotor kühlt, wird hierdurch nicht beeinträchtigt.

Es kann bevorzugt vorgesehen sein, dass auch die zu kühlende Fläche des Kastens mit Kühlrippen/Lamellen versehen ist, wobei diese insbesondere ebenfalls bevorzugterweise in Motorachsrichtung verlaufen. Es kann so gewährleistet sein, dass die Geschwindigkeitskomponente der Kühlluft, die in Motorachsrichtung liegt auch nach der Luftumlenkung innerhalb der Kühlrippen des Klemmenkastens erhalten bleibt. Auf diese Weise wird die Geschwindigkeit des Luftstromes nur unmaßgeblich verringert, so dass ein optimaler Kühlungseffekt nicht nur an der Motoraußenwand, sondern auch an der Kühlfläche des Klemmenkastens erreicht wird.

In einigen Ausführungsformen von Elektromotoren kann es vorgesehen sein, dass das Lüfterrad von einer Lüfterhaube überdeckt ist, so dass es bei diesen Ausführungsformen in einer erfinderischen Weiterbildung bevorzugt vorgesehen sein kann, dass eine solche Lüfterhaube, die Kühlrippen/Lamellen auf oder an der Motoraußenwand zumindest teilweise überdeckt, so dass sich zwischen zwei Lamellen bzw. Kühlrippen und der Lüfterhaube ein im Wesentlichen allseitig geschlossener Luftleitkanal ausgebildet, wobei dann in Luftströmungsrichtung nach der Lüfterhaube wenigstens ein oben genanntes erfindungsgemäßes Luftleitelement angeordnet ist. Ein Luftleitkanal kann auch dadurch ausgebildet sein, dass zwei oder mehr Kühlrippen/Lamellen zumindest abschnittsweise von einer Abdeckung überdeckt sind.

Durch die Ausbildung des Elektromotors mit einer Lüfterhaube ergeben sich dementsprechend wenigstens ein bevorzugt mehrere abgeschlossene Luftleitkanäle, durch die sichergestellt ist, dass die Kühlluftströmung in axialer Richtung der Motorachse optimal erhalten bleibt. Wird sodann am Ende eines solchen durch die Lüfterhaube und die Rippen gebildeten Kanals das Luftleitelement angeordnet, so kann der Kühlluftstrom optimal mit seiner gesamten Kraft bzw. Strömungsgeschwindigkeit umgelenkt werden.

Da es gegebenenfalls vorgesehen sein muss, dass der abgelenkte Kühlluftstrom den Klemmenkasten an der Motoraußenwand an je nach Bauart unterschiedlichen Stellen trifft kann es bevorzugt auch vorgesehen sein, dass die Lüfterhaube zumindest abschnittsweise in Motorachsrichtung verlängert ist bis zu dem Luftleitelement, um wenigstens einen geschlossenen Luftleitkanal bis zu diesem Luftleitelement auszubilden. Es wird somit sichergestellt, dass zumindest zwischen einigen Kühlrippen bzw. Lamellen auf der Motoraußenwand geschlossene Kanäle ausgebildet werden, in denen der Kühlluftstrom optimal bis zum Luftleitelement kanalisiert bleibt.

Um weiterhin sicher zu stellen, dass ein abgelenkter Kühlluftstrom an gegebenenfalls unterschiedlichen Stellen des Klemmenkastens zur Kühlung eingesetzt werden kann, kann es in einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, dass ein Luftleitelement auf der Motoraußenwand bzw. in, an oder zwischen den Kühlrippen bzw. Lamellen in Motorachsrichtung verstellbar/verschiebbar angeordnet ist. Es kann so bedarfsgerecht eine Einstellung des Luftleitelementes hinsichtlich seiner Position in Motorachsrichtung vorgenommen werden, um zu gewährleisten, dass der Kühlluftstrom an der Stelle der größten Wärmeentwicklung dem Klemmenkasten bzw. dessen Kühlfläche trifft. Ebenso kann es gegebenenfalls vorgesehen sein bei einem Luftleitelement, welches als Prallfläche oder in Form eines Spoilers ausgebildet ist, den Neigungswinkel gegenüber dem im Motorachsrichtung anströmenden Kühlluftstrom einzustellen.

Ebenso wie es vorgesehen sein kann, die Kühlrippen auf der Motoraußenwand des Elektromotors zumindest bereichsweise mit einer Abdeckung zu versehen, die beispielsweise eine Verlängerung der Lüfterhaube darstellen kann, kann es genauso vorgesehen sein, die Kühlrippen des zu kühlenden Kastens mit einer Abdeckung zu versehen, um auch dort geschlossene Luftleitkanäle auszubilden.

Es kann sodann in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen sein, dass ein Luftleitkanal an der Motoraußenwand über ein Luftleitelement, welches z.B. einen rohrförmigen Kanalabschnitt bildet in einen Luftleitkanal am Kasten übergeht. Dieser Übergang kann insbesondere derart stattfinden, dass sich ein geschlossener Luftleitkanal von der Motoraußenwand zur Kühlfläche des Kastens ergibt. Bei einer derartigen Konstruktion bleibt dementsprechend die Kühlluft über ihren gesamten Weg vom Lüfterrad an der Motoraußenwand bzw. den dort gebildeten Luftleitkanälen bis in die Luftleitkanäle am Kasten erhalten. Es kann somit eine optimale Geschwindigkeit und ein optimaler Volumenstrom auch am zu kühlenden Klemmenkasten realisiert werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den nachfolgenden Figuren näher erläutert. Es zeigen:

1: eine erste allgemeine Ausführungsform mit einem Luftleitelement zur Umleitung des Kühlluftstromes eines Motorventilators;

2: eine weitergebildete Ausführungsform mit verlängerter Lüfterhaube zur Ausbildung eines Luftleitkanals vor dem Luftleitelement.

Die 1 und 2 zeigen im Wesentlichen zwei identische Elektromotoren lediglich mit Unterschieden in der Kühlluftführung.

Dargestellt ist jeweils ein Elektromotor 1, der auf seiner Motoraußenwand eine Vielzahl in radialer Richtung aufstehender und in Richtung der Motorachse M verlaufender Kühlrippen 2 aufweist. Linksseitig des Elektromotors 1 ist ein Ventilator bzw. Lüfterrad 3 angeordnet, das von einer Lüfterhaube 4 überdeckt wird. Mittels des Lüfterrades 3 wird ein Kühlluftstrom in Motorachsrichtung erzeugt, der sich im Wesentlichen durch die Kühlrippen 2 über die Motoraußenwand fortsetzt und so für eine ausreichende Kühlung des Motors Sorge trägt. Ein Teil der Kühlluft bewegt sich auch ausserhalb der Kühlrippen 2 in Form eines Kühlluftmantels in Achsrichtung um den Elektromotor 1 herum.

In diesem Ausführungsbeispiel ist über einen Anschlusssockel 6 in einem Abstand auf der Motoraußenwand des Elektromotors 1 ein Klemmenkasten 5 angeordnet, der beispielsweise eine Frequenzumrichterelektronik 8 beinhaltet, bei der es zur ordnungsgemäßen Funktion einer ausreichenden Wärmeabfuhr bedarf.

Aus diesem Grunde ist am Ort der größten Wärmequelle wie beispielsweise der Leistungselektronik des Frequenzumrichters die hier auf der der Motoraußenwand gegenüberliegenden Unterseite 7a des Klemmenkastens 5 angeordnet ist ebenfalls eine Kühlverippung 7b vorgesehen. Die Kühlrippen 7b, die an der der Motoraußenwand gegenüberliegenden zu kühlenden Fläche 7a des Klemmenkastens 5 angeordnet sind, verlaufen hierbei bevorzugt in der gleichen Motorachsrichtung wie die Kühlrippen 2 des Elektromotors 1.

In der 1 wird deutlich, dass mittels eines Luftleitelementes 9 aus dem Kühlluftstrom des Lüfterrades 3 zumindest ein Teilluftstrom derart abgelenkt werden kann, wie es durch den Pfeil 10 in der 1 dargestellt ist. So kann zumindest ein Teil des Kühlluftstromes durch die Ablenkung in die Kühlrippen 7b des Klemmenkastens 5 umgelenkt werden.

Hierbei kann es sich um den Teil des Kühlluftstromes handeln, der nicht direkt durch die Kühlrippen 2 verläuft, sondern außerhalb der Kühlrippen 2 um den Motor 1 herum etwa in Form eines Kühlluftmantels angeordnet ist, der nicht zur direkten Kühlung des Elektromotors beiträgt und so zur Kühlung des Kastens 5 verwendet werden kann, ohne hierdurch die Kühlleistung für den Elektromotor 1 zu verringern. Ebenso kann der Kühlluftstrom direkt aus den Bereichen zwischen den Kühlrippen 7b abgelenkt werden.

In der 1 wird deutlich, dass der gemäß dem Pfeil 10 umgelenkte Kühlluftstrom mitunter nicht exakt den Ort der größten Wärmequelle 8 in optimaler Weise trifft, so dass die Kühlluftzuführung an die zu kühlende Fläche 7a des Klemmenkastens 5 zwar verbessert jedoch bei dieser Ausführung noch nicht optimal ist.

In der 1 ist es weiterhin gepunktet dargestellt, dass es bevorzugt vorgesehen sein kann das Luftleitelement 9 verstellbar beispielsweise verschieblich innerhalb oder in radialer Richtung (bezogen auf die Motorachse M) außerhalb der Kühlluftrippen 2 anzuordnen. Eine alternative Position 9' des Luftleitelementes würde grundsätzlich dazu führen, dass der abgelenkte Kühlluftstrom den Ort der größten Wärmequelle 8 besser trifft und somit zu einer optimierten Kühlung führt. Bei der in der 1 dargestellten Ausführungsform ist jedoch zu beachten, dass mangels einer Kanalisierung des Kühlluftstromes zwischen dem Ort maximaler Luftgeschwindigkeit direkt am Lüfterrad 3 es zu Verlusten bei der Strömungsgeschwindigkeit kommt auf dem Weg vom Lüfterrad 3 bis zur alternativen verschobenen Position 9' des Luftleitelementes.

So mag dann zwar bei dieser Ausführung der Ort 8 der größten Wärmequelle besser erreicht werden, jedoch ist bei dieser Ausführung voraussichtlich die Luftgeschwindigkeit bzw. der Volumenstrom nicht mehr ausreichend.

Die 2 zeigt eine andere bevorzugte Ausführungsform, bei der zumindest bereichsweise die Kühlrippen 2 des Elektromotors 1 mit einer Abdeckung 11 versehen sind, so dass der durch das Lüfterrad 3 erzeugte Kühlluftstrom in einem sich unterhalb der Abdeckung 11 und insbesondere zwischen zwei Kühlrippen 2 und der Abdeckung 11 ergebenden Kühlluftkanal optimal kanalisiert bleibt, so dass die Geschwindigkeitskomponente in axialer Richtung erhalten bleibt bis das die Luft auf das an der alternativen Position 9' angeordnete Luftleitelement prallt und abgelenkt wird in Richtung des Ortes 8 der größten Wärmequelle.

Die Abdeckung 11 kann beispielsweise durch eine abschnittsweise Verlängerung der Lüfterhaube 4 realisiert sein. Es kann auch vorgesehen sein, ein separates Abdeckelement auf die Kühlrippen 2 und die Lüfterhaube 4 anzusetzen um die gewünscht Anzahl von Kanälen zu erreichen.

In einer bevorzugten Ausführung kann es vorgesehen sein das Luftleitelement 9 beispielsweise auch in einer Schienenführung verschieblich innerhalb oder außerhalb (oberhalb) der Kühlluftrippen 2 des Elektromotors anzuordnen. Ebenso kann das Luftleitelement 9 beliebig verschieblich oder in diskreten Schritten auf der Motoraußenwand angeordnet werden. In einer Weiterbildung kann es dafür vorgesehen sein, dass sich die Abdeckung 11 in ihrer Länge automatisch an den Abstand zwischen dem Luftleitelement 9 bzw. 9' von der Lüfterhaube 4 anpasst. Dies kann beispielsweise durch eine Art teleskopierbare Abdeckung 11 erreicht werden.

Mit den dargestellten Ausführungsformen, auf die die Erfindung nicht zu beschränken ist, kann eine optimierte Kühlluftzuführung insbesondere zu einem Ort der größten Wärmequelle am Klemmenkasten eines Elektromotors erreicht werden, wofür erfindungsgemäß mittels wenigstens eines Luftleitelementes zumindest ein Teilstrom aus der Kühlluft des Elektromotors in die Richtung des Klemmenkastens abgelenkt wird.


Anspruch[de]
  1. Elektromotor (1) mit einem außen an der Motoraußenwand angeordneten Kasten (5), insbesondere zur Aufnahme einer Motorelektronik (8), und mit einem stirnseitig angeordneten Lüfterrad (3) zur Erzeugung eines im Wesentlichen parallel zur Motorachse (M) gerichteten Luftstromes zur Kühlung der Motoraußenwand, wobei insbesondere das Lüfterrad (3) von einer Lüfterhaube (4) überdeckt ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf, in oder an der Motoraußenwand wenigstens ein Luftleitelement (9, 9') angeordnet ist, welches den Luftstrom, insbesondere teilweise, derart ablenkt, dass dieser auf eine der Motorwand gegenüberliegende zu kühlende Fläche (7a) des Kastens (5) gerichtet ist.
  2. Elektromotor nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Luftleitelement (9, 9') auf, in/zwischen oder an Kühlrippen/Lamellen (2) angeordnet ist, die auf/an der Motoraußenwand in Richtung der Motorachse (M) verlaufen.
  3. Elektromotor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zu kühlende Fläche (7a) des Kastens (5) mit Kühlrippen/Lamellen (7b) versehen ist, insbesondere die in Richtung der Motorachse (M) verlaufen.
  4. Elektromotor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlrippen (2)/Lamellen auf/an der Motoraußenwand zumindest teilweise mit einer Abdeckung (11) überdeckt sind, so dass sich zwischen wenigstens zwei Kühlrippen/Lamellen (2) wenigstens ein Luftleitkanal ausbildet, wobei in Luftströmungsrichtung nach der Abdeckung wenigstens ein Luftleitelement (9, 9') angeordnet ist.
  5. Elektromotor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausbildung einer Abdeckung (11) die Lüfterhaube (4) zumindest abschnittsweise in Motorachsrichtung verlängert ist bis zum Luftleitelement (9, 9'), um wenigstens einen geschlossenen Luftleitkanal bis zum Luftleitelement (9, 9') auszubilden.
  6. Elektromotor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Luftleitelement (9, 9') auf der Motoraußenwand in Motorachsrichtung verstellbar/verschiebbar angeordnet ist, insbesondere durch verstellbare/verschiebbare Anordnung auf den Kühlrippen (2).
  7. Elektromotor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch die Luftleitkanäle gerichteter Kühluftstrom mittels eines Luftleitelementes (9, 9') zwischen die Kühlrippen (7) der Kühlfläche des Kastens (5) leitbar ist, insbesondere, wobei die Luftströmungsrichtung in Motorsachsrichtung erhalten bleibt.
  8. Elektromotor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlrippen (7) das Kastens (5) wenigstens bereichsweise durch eine Abdeckung überdeckt sind, um geschlossene Luftleitkanäle auszubilden.
  9. Elektromotor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Luftleitkanal an der Motoraußenwand über ein Luftleitelement (9, 9'), welches einen Kanalabschnitt bildet, in einen Luftleitkanal am Kasten (5) übergeht, insbesondere derart, dass sich ein geschlossener Luftleitkanal von der Motoraußenwand zur Kühlfläche (7a) des Kastens (5) ergibt.
  10. Luftleitelement (9, 9'), dadurch gekennzeichnet, dass es an einem Elektromotor (1) in Luftströmungsrichtung nach einem Lüfterrad (3) in, an oder zwischen wenigstens zwei Kühlrippen (2)/Lamellen auf der Motoraussenwand anbringbar ist, um wenigstens einen Teil eines Kühlluftstromes aus der Motorachsrichtung abzulenken.
  11. Luftleitelement (9, 9') nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass es in, an oder zwischen wenigstens zwei Kühlrippen (2)/Lamellen in Motorachsrichtung verstellbar/verschieblich ist, insbesondere wobei die Kühlrippen/Lamellen (2) Führungsschienen bilden.
  12. Luftleitelement (9, 9') nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung des Luftleitelementes (9, 9') gegenüber dem Kühlluftstrom verstellbar ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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