PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE20315473U1 24.03.2005
Titel Mantelfolie für Leitkegel
Anmelder Kwasny, Siegfried, 33334 Gütersloh, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 20315473
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 24.03.2005
Registration date 17.02.2005
Application date from patent application 08.10.2003
IPC-Hauptklasse E01F 9/016

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Mantelfolie für einen Leitkegel.

Leitkegel mit weißen und roten Ringen werden beispielsweise zur Absicherung von Straßenbaustellen eingesetzt. Ein herkömmlicher Leitkegel wird üblicherweise hergestellt, indem der aus einem Basismaterial gebildete Kegel mit einer Reflektorfolie beklebt wird. Die Reflektorfolie trägt die weißen und roten Ringe und bedeckt die Kegelmantelfläche. Wenn im Laufe der Zeit durch mechanische Beanspruchung oder Witterungseinflüsse die Reflektorfolie abgenutzt oder beschädigt wird, so daß ihr Reflektionsvermögen nachläßt, kann der betreffende Leitkegel aus Sicherheitsgründen nicht weiter verwendet werden. Der Leitkegel muß entsorgt und durch einen neuen ersetzt werden. Ein ähnliches Problem tritt auf bei Leitkegeln, bei denen Streifen ohne Verwendung einer Folie direkt als Farbauftrag auf dem Kegel angebracht sind.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Mantelfolie für einen Leitkegel zu schaffen, die einfach erneuert werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Mantelfolie die Form eines geschlossenen Kegelstumpfmantels hat und wiederabnehmbar so von oben auf den Leitkegel aufstülpbar ist, daß sie flächig an der Mantelfläche des Leitkegels anliegt. Die Mantelfolie kann beispielsweise in üblicher Weise mit roten und weißen Ringen versehen sein und auf einen einfarbigen Kegel aufgestülpt werden, wodurch ein Leitkegel gebildet wird. Ist die Mantelfolie beschädigt oder abgenutzt, so kann sie durch eine neue Mantelfolie ersetzt werden. Der Leitkegel kann also mit einer neuen Mantelfolie weiterverwendet werden. Auf diese Weise kann die Lebensdauer des eigentlichen Kegels, die diejenige der reflektierenden Folie deutlich übertreffen kann, besser ausgenutzt werden. Die Form der Mantelfolie ist passend zu dem Kegel gearbeitet, so daß sie sich an dessen Kegelmantelfläche anschmiegt. Die Mantelfolie hat eine glatte Innenfläche, die flächig an der Außenfläche des Kegels anliegt. Dadurch wird erreicht, daß sich die Mantelfolie an der Außenfläche des Kegels festsaugt, so daß ein äußerst stabiler Sitz der Mantelfolie auf dem Kegel gewährleistet ist. Wahlweise kann die Mantelfolie auch mit Klebepunkten auf dem Kegel befestigt werden. Diese Klebepunkte sind zum Abnehmen der Folie leicht wieder zu lösen.

Eine weitere Verwendung kann die Mantelfolie auch auf herkömmlichen Leitkegeln finden, deren Reflektorfolie nicht mehr ausreichend reflektiert oder bei denen der Helligkeitskontrast zwischen den weißen und roten Ringen nicht mehr ausreicht. Die Mantelfolie kann einfach, gegebenenfalls über die alte Reflektorfolie, auf den Leitkegel aufgestülpt werden.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Bevorzugt weist die Mantelfolie mindestens zwei Lagen auf. Durch Verwendung mehrerer, miteinander verschweißter, vernähter oder auf anderer An und Weise verbundener Lagen können eine gewisse Festigkeit und Steifheit der Mantelfolie erreicht werden. Dies vereinfacht das Aufstülpen der Mantelfolie auf dem Leitkegel. Es kann beispielsweise eine reflektierende Lage, eine farbgebende Lage und/ oder eine Lage zur Erreichung der gewünschten mechanischen Eigenschaften vorhanden sein. Ebenso können von jeder der genannten Lagen mehrere vorhanden sein, und eine Lage kann mehreren Zwecken dienen. Die Mantelfolie ist vorzugsweise aus PVC hergestellt und hat eine Dicke von 0,3 mm oder mehr. Dadurch wird die nötige Festigkeit gewährleistet.

In einer bevorzugten Ausführungsform bedeckt die Mantelfolie, wenn sie auf den Kegel aufgestülpt ist, dessen Kegelmantelfläche im wesentlichen und weist abwechselnd rote und weiße Ringe auf. Die Mantelfolie kann insbesondere reflektierend ausgebildet sein. Die auf den Kegel aufgestülpte Mantelfolie kann insbesondere in der Art eines herkömmlichen Leitkegels drei rote und zwei weiße reflektierende Ringe bilden. Diese Anordnung kann als vollreflektierender Leitkegel in den üblichen Einsatzbereichen verwendet werden. Wahlweise kann die Mantelfolie auch lediglich einen mittleren roten Ring und zwei diesen umgebende weiße Ringe aufweisen. Ein oberer und ein unterer roter Ring können dann durch einen Kegel aus rotem Kunststoff gebildet werden, auf den die Mantelfolie aufgestülpt wird.

In einer anderen Ausführungsform bildet die Mantelfolie, wenn sie auf den Leitkegel aufgestülpt ist, eine Banderole in Form eines weißen Rings. Zwei solche Banderolen unterschiedlicher Größe können beispielsweise auf einen aus gegebenenfalls fluoreszierendem roten Material gebildeten Leitkegel aufgestülpt werden, so daß die Mantelfolien zwei weiße Ringe bilden und die freigelassenen Kegelabschnitte des roten Leitkegels drei rote Ringe bilden. Diese Ausführungsform hat insbesondere die Vorteile einer Materialersparnis und einer einfacheren Herstellung, da lediglich einfarbige, weiße Materialien für die Außenseite der Mantelfolie verwendet zu werden brauchen.

Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine Mantelfolie mit einem roten und zwei weißen Ringen;

2 einen Kegel zum Aufstülpen der Mantelfolie;

3 den Kegel mit aufgestülpter Mantelfolie; und

4 zwei banderolenförmige Mantelfolien.

Die in 1 gezeigte Mantelfolie 10 ist aus einer mehrlagigen PVC-Folie mit einer Stärke im Bereich von 0,3 bis 0,5 mm zu einer konischen Form vernäht oder verschweißt. Die Mantelfolie ist auf ihrer Innenseite glatt und weist auf ihrer Außenseite einen roten Streifen 12 und zwei weiße Streifen 14 auf. Die Außenfläche der Mantelfolie 10 ist reflektierend ausgebildet. Die Mantelfolie 10 kann zu Transportzwecken zusammengelegt werden.

2 zeigt einen Kegel 16 aus rotem Kunststoffmaterial ohne Markierungsstreifen oder Ringe. Der Kegel hat eine glatte Außenfläche 18 und weist einen Fuß 20 auf. Er könnte etwa zur Herstellung eines herkömmlichen Leitkegels mittels Aufkleben von Reflektorfolie oder Auftragen eines Farbanstrichs verwendet werden.

Durch Aufstülpen der Mantelfolie 10 auf den Kegel 16 erhält man den in 3 gezeigten Leitkegel, auf dessen Kegelmantelfläche nun der rote und die reflektierenden weißen Streifen 12 bzw. 14 der Mantelfolie 10 angeordnet sind. Zusätzliche rote Ringe werden durch die von der Mantelfolie 10 oben und unten freigelassenen Teile der Außenfläche 18 des Kegels 16 gebildet. Der Leitkegel kann in dieser Form wie ein herkömmlicher Leitkegel verwendet werden.

Da die Innenfläche der Mantelfolie 10 flächig an der Außenfläche 18 des Kegels anliegt, saugt sich die Mantelfolie auf dem Kegel fest, so daß ohne Verklebung oder andere Befestigungsmaßnahmen ein äußerst stabiler Sitz der Mantelfolie 10 auf dem Leitkegel gewährleistet ist. Wenn man versucht, die Mantelfolie nach oben vom Leitkegel abzuziehen, so nimmt aufgrund der Kegelform das Volumen des Luftspaltes zwischen der Mantelfolie und dem Leitkegel sehr rasch zu. Hierdurch baut sich in dem Luftspalt augenblicklich ein Unterdruck auf, der dem weiteren Abziehen der Mantelfolie entgegenwirkt und außerdem eine elastische Verformung der Mantelfolie verursacht, so daß diese sich wieder dicht an den Leitkegel anlegt und das Einströmen von Luft in den Luftspalt verhindert. Durch diesen Selbstverstärkungseffekt kommt die hohe Stabilität der Befestigung der Mantelfolie auf dem Leitkegel zustande.

Dennoch kann bei Bedarf eine erneuerungsbedürftige Mantelfolie 10 ohne Rückstände von dem Kegel 16 entfernt werden, und eine neue Mantelfolie 10 kann aufgestülpt werden. Das Ablösen der Mantelfolie vom Leitkegel kann beispielsweise durch eine Einkerbung am unteren Rand der Mantelfolie 10 erleichtert werden, um die Mantelfolie an dieser Stelle aufzutrennen.

4 zeigt eine andere Ausführungsform, bei der zwei Mantelfolien je Leitkegel verwendet werden. 4 zeigt eine obere, eine kleinere Banderole bildende Mantelfolie 22 und eine untere, eine größere Banderole bildende Mantelfolie 24. Die beiden Mantelfolien 22 und 24 sind ähnlich wie die Mantelfolie 10 gefertigt, weisen aber jeweils auf ihrer Außenseite lediglich einen weißen Streifen 14 auf. Die Maße der Mantelfolien 22 und 24 sind dergestalt, daß sie beim Aufstülpen auf den Kegel 16 etwa an den in 3 gezeigten Positionen der weißen Streifen 14 sitzen. Rote Streifen werden in diesem Falle durch die nicht von den Mantelfolien 22 und 24 bedeckten Flächen der Außenfläche des Kegels 16 gebildet, welcher zu diesem Zweck aus fluoreszierend rotem Material gebildet ist.


Anspruch[de]
  1. Mantelfolie (10; 22; 24) für einen Leitkegel (16), dadurch gekennzeichnet, daß sie die Form eines geschlossenen Kegelstumpfmantels hat und wiederabnehmbar so von oben auf den Leitkegel (16) aufstülpbar ist, daß sie flächig an der Mantelfläche (18) des Leitkegels (16) anliegt.
  2. Mantelfolie (10; 22; 24) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens zwei Lagen aufweist.
  3. Mantelfolie (10; 22; 24) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus PVC ist.
  4. Mantelfolie (10; 22; 24) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ihre Dicke 0,3 mm oder mehr beträgt.
  5. Mantelfolie (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie, auf den Leitkegel (16) aufgestülpt, dessen Mantelfläche (18) im wesentlichen bedeckt und abwechselnd rote (12) und weiße Ringe (14) aufweist.
  6. Mantelfolie (22; 24) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie, auf den Leitkegel (16) aufgestülpt, eine Banderole in Form eines weißen Rings (14) bildet.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com