Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Direktsequenz-Codemultiplex-Vielfachzugriffsübertragungssystem
(direct sequence code division multiple access, DS-CDMA) und einen Empfänger zum
Einsatz in einem derartigen System.
Bei einem DS-CDMA-Übertragungssystem wird ein digitales Signal, beispielsweise
digitalisierte Sprache oder Daten, mit einer Codiersequenz multipliziert, die aus
einer Pseudozufallssequenz besteht, die die Energie in dem Modulationssignal spreizt
, die dann als Spread-Spektrumsignal übertragen wird. Beim Empfänger wird das Antennensignal
mit der gleichen Pseudozufallssequenz multipliziert, die mit der Spreizsequenz synchronisiert
wird, um das Modulationssignal wiederherzustellen. Aufgrund von Mehrwegeeffekten,
die eine Intersymbolinterferenz bewirken, wird eine Rake-Verknüpfung angewendet,
um diese Effekte zu überwinden und ein Modulationssignal zu erzeugen, das auf zufrieden
stellende Weise demoduliert werden kann.
Im Fall eines DS-CDMA-Übertragungssystems können mehrere verschiedene
Spread-Spektrum-Signale, die die gleiche oder unterschiedliche Chip-Raten haben
und gleichzeitig mit der gleichen Frequenz von unterschiedlichen Benutzern übertragen
werden, von einer Antenne empfangen werden, wobei jedes Signal verschiedenen Mehrwegeeffekten
unterworfen wurde, und ein Entzerrverfahren, das versucht, die Kanalimpulsreaktion
zu bestimmen und umzukehren, ist nicht geeignet. Zu den Problemen gehört der als
Nah-Fern-Effekt (engl. near-far effect) bekannte Effekt, der zurückzuführen ist
auf Signale, die von Sendern an einer Basisstation mit unterschiedlichen Leistungspegeln
empfangen werden. Dieser Effekt wird durch die Basisstationen überwunden, die über
schnelle Leistungssteuerungsalgorithmen verfügen.
Damit ein Empfänger in der Lage ist, sich an verschiedene Bedingungen
anzupassen, die in der Praxis auftreten können, muss er mehrfache Übertragungsgeschwindigkeiten,
die von einem Multimedia-Serviceprovider gefordert werden, Schwankungen beim Laden
des Systems, Bitfehlerzunahmen durch die durch andere Benutzer verursachten Interferenzen
und Leistungssteuerungsausfälle durch beispielsweise Nah-Fern-Interferenzen unter
schweren Fading-Bedingungen bewältigen können.
Die vorliegende Erfindung hat zur Aufgabe, ein DS-CDMA-Signal wirksam
wiederherzustellen.
Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Direktsequenz-Codemultiplex-Vielfachzugriffsübertragungssystem
geschaffen, dem Kreuzkorrelationswerte zwischen gleichzeitig aktiven Benutzern zugeordnet
sind, wobei das System einen Sender und einen Empfänger umfasst, wobei der Sender
über Folgendes verfügt: Mittel zum Multiplizieren eines Modulationssignals mit einer
Spreizsequenz, um ein Spread-Spektrum-Signal zu erzeugen, und Mittel zum Übertragen
des Spread-Spektrum-Signals auf einem CDMA-Kanal, und wobei der Empfänger Folgendes
umfasst: Empfangsmittel, um Signale auf dem genannten CDMA-Kanal zu empfangen, und
Interferenzkompensationsmittel, um Vielfachzugriffsinterferenzen zu beseitigen,
wobei die Interferenzkompensationsmittel Folgendes umfassen: einen mit den Empfangsmitteln
verbundenen Eingang zum Empfangen der empfangenen Signale, mit dem Eingang verbundene
Vorwärtsfiltermittel zum Verarbeiten der empfangenen Signale, mit den Vorwärtsfiltermitteln
verbundene Quantisierungsmittel zum Erzeugen von quantisierten Entscheidungen aus
von den Vorwärtsfiltermitteln abgeleiteten Informationen, Versuchsentscheidungsmittel
zum Treffen von Versuchsentscheidungen über die empfangenen Signale, mit den Versuchsentscheidungsmitteln
und den Quantisierungsmitteln verbundene Kennzeichnungsmittel zum Kennzeichnen des
CDMA-Kanals in Abhängigkeit von den Kreuzkorrelationswerten aller gleichzeitig aktiven
Benutzer, und Einstellmittel, die auf die Kennzeichnungsmittel so reagieren, dass
sie Abgriffsgewichtungen zumindest von den Vorwärtsfiltermitteln einstellen, um
Vielfachzugriffsinterferenzen im Wesentlichen zu beseitigen.
Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Empfänger
zum Empfangen von Direktsequenz-Codemultiplex-Vielfachzugriffs-Übertragungssignalen
(DS-CDMA-Signalen) auf einem CDMA-Kanal geschaffen, wobei die Signale von gleichzeitig
aktiven Benutzern übertragen werden und Kreuzkorrelationswerte aufweisen, die mit
diesen zusammenhängen, wobei der Empfänger Folgendes umfasst: Mittel zum Beseitigen
von Vielfachzugriffsinterferenzen, wobei die genannten Mittel Folgendes umfassen:
Vorwärtsfiltermittel, Quantisierungsmittel zum Erzeugen von quantisierten Entscheidungen
aus von den Vorwärtsfiltermitteln abgeleiteten Informationen, Mittel zum Treffen
von Versuchsentscheidungen über das empfangene DS-CDMA-Signal, Kennzeichnungsmittel,
die mit den Versuchsentscheidungsmitteln und den Quantisierungsmitteln verbunden
sind, zum Kennzeichnen des CDMA-Kanals in Abhängigkeit von den Kreuzkorrelationswerten
aller gleichzeitig aktiven Benutzer, und Einstellmittel, die auf die Kennzeichnungsmittel
so reagieren, dass sie Abgriffsgewichtungen zumindest von den Vorwärtsfiltermitteln
einstellen, um Vielfachzugriffsinterferenzen im Wesentlichen zu beseitigen.
Aus dem Artikel „Adaptive Cancellation of Nonlinear Intersymbol
Interference for Voiceband and Data Transmission" von E. Biglieri et al, erschienen
im IEEE Journal on Selected Areas in Communications, Band SAC-2,
Nr. 5, im September 1984 auf den Seiten 765 bis 777, ist der Einsatz von vorläufigen
oder "Versuchs-" Entscheidungen zum Beseitigen von Intersymbolinterferenzen aufgrund
von Kanal-Nichtlinearitäten für die Sprach- und Datenübertragung bekannt. In
4 auf Seite 768 dieses Artikels ist ein nichtlinearer
Basisband-Kompensator dargestellt, bei dem ein Eingangssignal einem linearen Entzerrer
zugeführt wird, dessen Ausgang in zwei Pfade unterteilt ist. Einer der beiden Pfade
umfasst ein mit einem Eingang einer Summierstufe gekoppeltes Verzögerungsglied,
das als Subtrahierglied funktioniert. Der andere der beiden Pfade umfasst Mittel
zum Treffen von Versuchsentscheidungen über das Ausgangssignal des linearen Entzerrers
und zum Einsetzen dieser Entscheidungen für die Einstellung der Abgriffsgewichtungen
des linearen Entzerrers. Ein Ausgangssignal der Versuchsentscheidungsmittel wird
Mitteln zum Speichern der Versuchentscheidungen zum Einsatz in einem vorwärts gekoppelten
Bereich eines nichtlinearen Kompensators zugeführt, dessen Ausgang mit einem zweiten
Eingang der Summierstufe verbunden ist. Ein Ausgang der Summierstufe ist mit einer
Stufe zum Treffen endgültiger Entscheidungen verbunden, von der ein Ausgang zur
Rückkopplung der endgültigen Entscheidungen zu Speichermitteln dient, die in einem
Rückkopplungsbereich des nichtlinearen Kompensators eingesetzt werden. Diese bekannte
Anordnung ist als Mittel zum Anschluss an den linearen Entzerrer gedacht.
J. W. M. Bergmans beschreibt in dem Artikel „Equalization,
Detection and Channel Coding for Digital Transmission and Recording Systems", erschienen
auf den Seiten 161 bis 169 in den Proceedings „Sixth Symposium on Information
Theory in the Benelux" vom 23. – 24. Mai 1985 in Mierlo, in 3
auf Seite 165 einen Kompensator für Intersymbolinterferenzen. Der Kompensator umfasst
eine Entscheidungsrückkopplungsschaltung, die Folgendes umfasst: einen Empfangsfilter
mit einem Eingang für das Kanalsignal, Mittel zum Abtasten des Ausgangssignals des
Empfangsfilters mit der Bitrate, eine Summierstufe, deren einer Eingang so angeschlossen
ist, das er das abgetastete Signal empfängt, und deren Ausgang mit einem Bit-by-Bit-Detektor
verbunden ist, der die endgültigen Entscheidungen erzeugt. Die endgültigen Entscheidungen
werden einem Rückkopplungsfilter zum Entfernen von postkursiven Intersymbolinterferenzen
zugeführt, dessen Ausgangssignal einem weiteren, invertierenden Eingang der Summierstufe
zugeführt wird. Präkursive Intersymbolinterferenzen werden entfernt, indem ein einfacher
Empfänger zur Erzeugung von Versuchsentscheidungen mit dem Eingang des Empfangsfilters
verbunden wird. Die Versuchsentscheidungen werden einem Vorwärtsfilter zugeführt,
dessen Ausgang mit einem weiteren, invertierenden Eingang der Summierstufe verbunden
ist. Derartige bekannte Anordnungen bemühen sich, den Kehrwert der Kanalimpulsreaktion
zu erzeugen, der zur Beseitigung der Interferenz eingesetzt wird. Ein Problem bei
DS-CDMA besteht darin, dass mehrere verschiedene gleichzeitige Übertragungen auf
demselben Frequenzkanal erfolgen können, die asynchron sein und verschiedene Bitraten
haben können. Dementsprechend reicht es zur Annäherung an die Leistung eines einzelnen
Benutzers nicht aus, die Kanalimpulsreaktion lediglich zu schätzen und die Verknüpfung
durchzuführen.
In dem Artikel „Equalizers for Multiple Input/Multiple Output
Channels and PAM Systems with Cyclostationary Input Sequences" von Alexandra Duel-Hallen,
erschienen im IEEE Journal on Selected Areas in Communications, Band 10, Nr. 3,
April 1992, werden auf den Seiten 630 bis 639 lineare Entzerrer mit minimaler Standardabweichung
(engl. minimum mean square error, MMSE) und Entzerrer mit Entscheidungsrückkopplung
(engl. decision feed back, DF) für Übertragungssysteme mit mehreren Eingängen und
mehreren Ausgängen (engl. multiple input/multiple output, MIMO) mit Intersymbolinterferenzen
und breiten stationären Eingängen beschrieben. Die Beschreibung betrifft den Bereich
der D-Transformierten und liefert unter anderem die Schlussfolgerung, dass Verfahren
mit Entscheidungsrückkopplung wesentlich besser waren als lineare Entzerrer. Handelt
es sich um Mehrbenutzerinterferenzen in DS-CDMA-Übertragungen, sind Entzerrer mit
Entscheidungsrückkopplung nicht gut genug, da sie keine Versuchsentscheidungen erzielen
und einsetzen, die unabhängig von den empfangenen Übertragungen erhalten wurden.
Die vorliegende Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird
im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
1 ein Blockschaltbild eines DS-CDMA-Übertragungssystems,
das einen Sender und einen Empfänger umfasst,
2 asynchrone Bitströme von drei aktiven
Benutzern,
3 ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels
eines datengestützten Mehrbenutzer-Interferenzkompensators,
4 ein Blockschaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels
eines datengestützten Mehrbenutzer-Interferenzkompensators mit einem teilweise getrennt
angeordneten Entzerrer,
5 ein Blockschaltbild von alternativen
datengestützten Interferenzkompensatoren gemäß der vorliegenden Erfindung,
6 ein Blockschaltbild eines linearen
synchronen Entzerrer mit mehreren Eingängen und einem einzigen
Ausgang (engl. multiple input/single output, MISO),
7 ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels
eines datengestützten Mehrbenutzer-Mehrgeschwindigkeitsinterferenzkompensators,
und
8 ein Blockschaltbild einer Zweimodus-Empfängerarchitektur.
Gleiche Merkmale haben in den Zeichnungen die gleichen Bezugszeichen.
1 der Zeichnungen stellt eine typische,
in einem DS-CDMA-Übertragungssystem eingesetzte Sender-Empfänger-Anordnung dar.
Der Sender Tx umfasst eine Quelle 10 digitaler Daten, die
ein Datenendgerät oder eine Sprachcodiereinheit umfassen kann. Das Ausgangssignal
der Quelle 10 umfasst einen Strom von Bits mit einer Frequenz F Bits pro
Sekunde. Der Bitstrom wird einem digitalen Multiplizierer, zum Beispiel einem Exklusiv-ODER-Gatter
12, zugeführt. Ein Pseudozufallscode-Generator 14 erzeugt eine
in Chips pro Bit, beispielsweise N Chips pro Bit, ausgedrückte Codiersequenz, die
dem Exklusiv-ODER-Gatter 12 zugeführt wird. Das Ausgangssignal des Exklusiv-ODER-Gatters
12 besteht aus einem Strom von Chips mit einer Frequenz F×N Chips
pro Sekunde. Wenn beispielsweise F = 10db/s und N = 1000, beträgt die Chip-Rate
also 10M Chips/Sekunde. Das Ausgangssignal vom Exklusiv-ODER-Gatter 12
wird einem Symbolgenerator 16 zugeführt, der seinerseits mit einem digitalen
Modulator (oder Mapper) 18 und schließlich mit einer Antenne
20 verbunden ist. Wie bekannt ist, besteht ein Effekt des Spreizens des
Spektrums von digitalen Daten von der Quelle 10 darin, die Energie in dem
Signal über eine größere Bandbreite zu spreizen, so dass es bei Betrachtung in einem
Oszilloskop als Rauschen erscheint.
Der Empfänger Rx umfasst eine Antenne 22, die mit einer Hochfrequenz-Verstärkerstufe
24 verbunden ist. Das empfangene Signal wird dann durch eine Bündelungsstufe
26 geleitet, der die gleiche Codiersequenz von einem Codegenerator
28 zugeführt wird. Bei einer vereinfachten Ausführung des Empfängers würde
die Stufe 26 eine Exklusiv-ODER-Stufe umfassen, deren Ausgangssignal ein
Signal mit der Bitrate wäre. In Wirklichkeit müssen die Stufen 26,
28 jedoch die lokal erzeugte Codiersequenz mit derjenigen in dem Signal,
häufig mit Hilfe von Korrelation, synchronisieren und auch Mehrwege-Intersymbolinterferenzen
handhaben, die darauf zurückzuführen sind, dass Teile des übertragenen Signals durch
Hindernisse, wie ein hohes Gebäude 36 wie es schematisch in 1
dargestellt ist, reflektiert werden. Zusätzlich dazu besteht, da beabsichtigt wird,
dass weitere anders codierte Benutzer denselben Frequenzkanal benutzen, das Problem
der Reduzierung bzw. Beseitigung der Effekte von Interferenzen aufgrund der anderen
Benutzer, deren Codes andere Raten haben können, bezeichnet als Mehrbenutzer-Mehrfachraten-Interferenzkompensation,
und es sind dann zusätzliche Stufen erforderlich, um diese Probleme zu bewältigen.
Das Bitratensignal von der Stufe 26 wird einem Demodulator 30
und dann einer Decodiereinheit 32 zugeführt, wonach das wiederhergestellte
Signal einer Benutzereinrichtung 34, wie einem Datenendgerät oder einer
Sprachdecodiereinheit, zugeführt wird.
2 zeigt asynchrone Bitströme von drei
aktiven Benutzern UA, UB und UC und dient zur Verdeutlichung des Problems der Mehrbenutzer-Intersymbolinterferenzen
(ISI). Aus 2 ist ersichtlich, dass jedes Chip von K-1
vorhergehenden Chips und K-1 zukünftigen Chips gestört wird, wobei K die Anzahl
gleichzeitig aktiver Benutzer angibt, in diesem Beispiel K=3. Wird Benutzer UB als
Bezugspunkt genommen, wird das Symbol c2(i) von c1(i) und c3(i–1), den vorhergehenden
Symbolen, die vor c2(i) ankommen, und von c1(i+1) und c3(i), den nachfolgenden Symbolen,
die nach c2(i) ankommen, gestört. Die teilweise Überlappung der Symbole erzeugt
das Problem der Mehrbenutzer-ISI. Im Allgemeinen kann aus Sicht des Empfängers die
Überlagerung von K Spread-Spektrum-Signalen als Mehrbenutzer-ISI betrachtet werden,
die durch die teilweise Überlappung von Chips unterschiedlicher Benutzer verursacht
wird. Herkömmlicherweise wird die Mehrbenutzerentzerrung dazu verwendet, die ISI
zu kompensieren, da es sich zeigt, dass die gleichzeitige Demodulation aller aktiven
Benutzer in einem Vielfachzugriffskanal als ein Problem von periodisch (oder über
die Zeit) schwankenden ISI betrachtet werden kann.
Ein erfindungsgemäßer Empfänger umfasst einen datengestützten Mehrbenutzer-Interferenzkompensator.
Ein Beispiel für einen derartigen Kompensator 38 ist in 3
dargestellt. Der Kompensator 38 umfasst einen Eingang 40 und einen
Ausgang 42. Das dem Eingang 40 zugeführte Signal kann bereits
mit Hilfe beispielsweise eines Blocks von Filtern mit abgestimmtem Code (nicht dargestellt)
gebündelt worden sein, deren Ausgangssignale in einer Summierstufe verknüpft werden.
Da das empfangene Signal gebündelt wurde, ist das Signal am Endgerät 40
das Datensignal in Bits. Als Alternative kann das Signal noch nicht gebündelt worden
sein, wobei das Datensignal dann in Chips vorliegt. Auf jeden Fall besteht das Signal
am Ausgang 42 aus Bits.
Wird ein Ausführungsbeispiel angenommen, bei dem das Signal am Eingang
aus Bits besteht, dann sind eine Verzögerungsstufe 44 und ein einfacher
Empfänger 46 mit dem Eingang 40 verbunden. Ein Eingang eines linearen
synchronen Entzerrers 48ist mit der Verzögerungsstufe
44 und ein Ausgang ist mit einem Eingang 49 einer Subtrahierstufe
50 verbunden. Zwischen einen Ausgang der Subtrahierstufe 50 und
den Ausgang 42 ist eine Stufe 52 für Entscheidungen größter Wahrscheinlichkeit
geschaltet, um quantisierte Entscheidungen von den Soft-Decision-Informationen (Informationen
zu weichen Entscheidungen) abzuleiten, die am Ausgang der Subtrahierstufe vorliegen.
Eine weitere Subtrahierstufe 54 ermittelt die Differenz zwischen den Signalen,
die der Entscheidungsstufe 52 zugeführt oder von ihr abgeleitet werden.
Die Eingänge 55, 57 eines Speichers 56 bestehend aus
zwei FIFO-Bereichen (first in first out) 56A, 56B sind mit dem
Ausgang 42 bzw. dem Ausgang des Empfängers 46 verbunden, um die
quantisierten Entscheidungen und die jeweils davon abgeleiteten Versuchs- (oder
vorläufigen) Entscheidungen zu speichern. Der Eingang eines Transversalfilters
58 ist mit dem Speicher 56 und sein Ausgang ist mit einem Eingang
51 der Subtrahierstufe 50 verbunden. Das Ausgangssignal der Subtrahierstufe
54 umfasst ein Fehlersignal, das der Linearisierungseinheit 48
und dem Transversalfilter 58 zugeführt wird, um die Filterabgriffsgewichtungen
erneut gemäß beispielsweise einem Algorithmus des kleinsten quadratischen Mittelwertes
(engl. least mean square, LMS) oder einem Algorithmus der rekursiven kleinsten Quadrate
(engl. recursive least square, RLS) zu berechnen, wie sie an sich bekannt sind.
Die Funktionsweise des Kompensators 38 ist leichter zu verstehen,
wenn die Stufen 48, 50, 52 und 58 als Entscheidungsrückkopplungsentzerrer
betrachtet werden, bei dem ein vorwärts gekoppelter Bereich (der Entzerrer
48) die aktuell empfangenen Bitsignale verarbeitet und ein Rückkopplungsbereich
(die Entscheidungsstufe 52 und das Transversalfilter 58) die ISI
teilweise durch Subtraktion vom Ausgang des Entzerrers 48 beseitigt, die
durch die vergangenen Entscheidungen über die vom Entzerrer 48 kommenden
Symbole verursacht wurden.
In 3 werden jegliche restlichen ISI und
restliches Rauschen am Ausgang des Entzerrers 48 weiter durch das als mehrdimensionale
Vorhersage bezeichnete Verfahren reduziert. Sie ist mehrdimensional, da die Rückkopplung
vergangene Entscheidungen von allen an der Kompensation beteiligten Zufallsprozessen
betrifft.
Der einfache Empfänger 46 umfasst einen getrennten Entzerrer,
der vorläufige Entscheidungen über zukünftige Abtastsignale trifft und bei Verwendung
in Verbindung mit Entscheidungen über vorhergehende Abtastsignale eine gute Darstellung
der vorhergehenden und nachfolgenden ISI und eine sehr gute Kompensation der ISI
in dem aktuellen Abtastsignal am Ausgang des Entzerrers 48 bietet. Die
zukünftigen und vergangenen Entscheidungen werden im Speicher 56 gespeichert
und dem Eingang des Transversalfilters 58 zugeführt, der aus den Teilen
58A, 58B besteht. Der Teil 58B verfügt über eine größere
Anzahl von Stufen für die zukünftigen Entscheidungen als der Teil 58A für
die vergangenen Entscheidungen.
Die von der Stufe 44 eingeführte Verzögerung gleicht die
Übertragung des Signals durch den einfachen Empfänger 46 aus. Es werden
Mittel (nicht dargestellt) geschaffen, um die verschiedenen Stufen des Kompensators
38 synchron zu takten.
Bei einer Variante des in 3 dargestellten
Ausführungsbeispiels mit einem Eingang und einem Ausgang wird der lineare synchrone
Entzerrer 48 durch einen linearen, teilweise getrennt angeordneten Entzerrer
60 ersetzt (4). Der Entzerrer 60
selbst ist ein Transversalentzerrer, in den Chips von einer Abtasteinrichtung
62 getaktet werden, die mit einem Mehrfachen der Chipfrequenz, beispielsweise
der doppelten Chipfrequenz arbeitet. Das Ausgangssignal dieses Entzerrers wird jedoch
von einer Abtasteinrichtung 64 mit der Bitrate abgetastet. Bei diesem Ausführungsbeispiel
wird der einfache Empfänger 46 entweder durch einen teilweise getrennt
angeordneten Entzerrer, dessen Eingang mit dem Ausgang der Abtasteinrichtung verbunden
ist, oder durch die Kombination eines Filters mit abgestimmtem Code und einem Entzerrer
ersetzt. In beiden Fällen besteht das Ausgangssignal aus einem Signal mit Bitrate.
Sonst funktioniert der datengestützte Mehrbenutzer-Interferenzkompensator wie in
Bezug auf 3 beschrieben. Das Fehlersignal von der Subtrahierstufe
54 wird dazu verwendet, die Abgriffsgewichtungen des Entzerrers
60 und des Transversalfilters 58 zu berechnen.
Im Fall der in den 3 und 4
gezeigten Ausführungsbeispiele ist die Länge des Entzerrers 48 im vorwärts
gekoppelten Pfad größer als oder vergleichbar mit der Länge der Spreizsequenz. Ist
die Länge nicht korrekt, wird die Beständigkeit des Empfängers gegen den Nah-Fern-Effekt
beeinträchtigt.
Eine Gleichung für die Aktualisierung der Abgriffsgewichtungen lautet
wobei cn+1 und cn Vektoren sind, die neue und
vorhergehende Abgriffsgewichtungen darstellen, vn ein Vektor ist, der ein Eingangssignal des Entzerrers darstellt,
das Fehlersignal (von der Subtrahierstufe 54) ist, und
&mgr; eine Konstante, die kritisch ist, wenn der Nah-Fern-Effekt berücksichtigt
wird.
Im Falle des linearen teilweise getrennt angeordneten Entzerrers
60 hat die Konstante &mgr; einen Wert von 10–6.
In 5 sind in Form eines Diagramms zwei
Verfahren zur Kompensation von Vielfachzugriffsinterferenzen in DS-CDMA-Übertragungen
dargestellt, die mehrdimensionale Vorhersagen nutzen.
Ein erstes Verfahren betrifft eine Anordnung mit einem Eingang und
einem Ausgang (engl. single input, single output, SISO) für ein Bitratensignal.
Der CDMA-Intersymbolinterferenzkompensator umfasst entweder eine Anordnung mit mehreren
Eingängen und mehreren Ausgängen (engl. multiple input multiple output, MIMO), die
von einer Basisstation verwendet würde, um Signale von mehreren Benutzern wiederherzustellen,
oder eine Anordnung mit mehreren Eingängen und einem Ausgang (engl. multiple input/single
output, MISO), die von einer Basisstation verwendet würde, um ein Signal von einem
Benutzer wiederherzustellen, und aus einem Block 80 mit synchronisierten
datengestützten Interferenzkompensatoren (engl. data aided interference canceller,
DAIC). Im Fall der MIMO-Architektur kann der datengestützte Mehrbenutzer-Interferenzkompensator
die zusätzlichen Informationen ausnutzen, die von den Filtern mit abgestimmtem Code
der sich störenden Benutzer stammen. Der einfache Empfänger 46 liefert
dann vorläufige Entscheidungen über die zukünftigen, sich störenden Symbole. Diese
vorläufigen Entscheidungen müssen nicht notwendigerweise korrekt sein.
Ein alternatives Verfahren, das sich auf den Einsatz von SISO für
ein Chipratensignal bezieht, umfasst eine SISO- oder SIMO-Anordnung, die einen einzigen
datengestützten Mehrbenutzer-Interferenzkompensator (DAMIC) 82 des in Bezug
auf die 3 und 4
beschriebenen Typs umfasst. Im Fall der SISO-Anordnung überwacht der DAMIC die gesammelten
ISI von den gleichzeitigen Übertragungen von mobilen Stationen und versucht, diese
zu beseitigen. Bei der SISO-Architektur erzeugt der einfache Empfänger
46 vorläufige Entscheidungen über zukünftige Datensymbole (Daten des interessierenden
Benutzers). Dies bedeutet nicht notwendigerweise, dass die zukünftigen Entscheidungen
korrekt sein müssen. Somit können die Anforderungen an die Komplexität des Empfängers
46 gelockert werden, vorausgesetzt, dass die Auswirkung von unrichtigen
Versuchsentscheidungen auf die Gesamtleistung des Empfängers nicht sehr bedeutend
ist.
6 zeigt ein Blockschaltbild einer MISO-Schaltungsanordnung.
Ein am Eingang 40 empfangenes Signal r(t) wird einem Block von Filtern
CMF1 bis CMF5 mit abgestimmtem Code zugeführt, die jeder über einen Eingang für
einen entsprechenden Benutzercode PRC1 bis PRC5 verfügen, um das Signal zu bündeln.
Jeder Filter mit abgestimmtem Code, der aus einem Korrelator und einem Integrator
oder als Alternative aus einem Filter mit endlicher Impulsantwort (engl. finite
impulse response, FIR) besteht, verfügt über einen Ausgang, der über die entsprechenden
Bitraten-Abtasteinrichtungen 98 mit den entsprechenden datengestützten
Mehrbenutzer-Interferenzkompensatoren C11 bis C15 verbunden ist. Die Eingänge
85 bis 89 einer Summierstufe 84 sind mit den Ausgängen
der entsprechenden Kompensatoren C11 bis C15 und der Ausgang 90 ist mit
einer Entscheidungsstufe 100 verbunden.
Wenn angenommen wird, dass der gewünschte Benutzer den Code PRC1 hat,
werden die Signale an den Eingängen 86 bis 89 von demjenigen am
Eingang 85 subtrahiert.
Ein k × k datengestützter MIMO-Mehrbenutzer-Interferenzkompensator,
wobei k die Anzahl der Benutzer angibt, kann durch eine Matrix C(D) beschrieben
werden, die seine Transferfunktion im Frequenz- (D-Transformierte) oder Zeitbereich
folgendermaßen angibt:
Jede Reihe dieser Matrix beschreibt einen MISO-Detektor, der einem
teilweise getrennt angeordneten (engl. fractionally spaced, FS), datengestützten
Mehrbenutzer-Interferenzkompensator entspricht. Die Matrix C(D) wird abgeleitet,
indem das Kriterium des kleinsten quadratischen Mittelwerts eingesetzt wird, das
an sich bekannt ist. Im Fall der 6 muss das Ausgangssignal
der Entscheidungsstufe (oder der Quantisierstufe) 100 minus der von dem
interessierenden Benutzer übertragenen Bits zum Quadrat minimiert werden.
Eine Erweiterung des Empfängers zur Kompensation von Interferenzen
durch andere Benutzer, die mit unterschiedlichen Bitraten übertragen, wird nun beschrieben.
Zum Erzielen dieser Fähigkeit wird am besten eine Codierart für mehrere Raten verwendet,
wobei eine derartige Codierung ein orthogonaler Faltungscode mit geringer Geschwindigkeit
(engl. low rate orthogonal convolution code, LOROC) ist, wie er in dem Artikel „Very
Low Rate Convolutional Codes for Maximum Theoretical Performance of Spread-Spectrum
Multiple-Access Channels" von Andrew J. Viterbi, erschienen im IEEE Journal on Selected
Areas in Communications, Band 8, Nr. 4, Mai 1990, auf den Seiten 641 bis 649 beschrieben
wird.
Im Sender werden Daten mit der Bitrate einem Schieberegister
zugeführt, das K Stufen umfasst, die mit der Bitrate getaktet werden. Nach jeder
Aktualisierung des Schieberegisters wird eine Zeile mit Symbolen aus einer 2K
× 2K Hadamard-Matrix in Übereinstinunung mit der Zahl im Schieberegister
ausgewählt und ausgelesen, und jedes Symbol der Zeile wird mit jedem Chip des gespreizten
Codes multipliziert.
In 7 ist ein datengestützter Mehrbenutzer-Mehrbit-Interferenzkompensator
für den Einsatz mit LOROC-codierten Signalen mit verschachtelten Blöcken und konstanter
Chiprate dargestellt, d.h. dass das Produkt der Bitrate und des Spreizfaktors konstant
ist. Somit wird bei abnehmender Bitrate der Spreizfaktor erhöht und umgekehrt. Der
Kürze halber werden nur die Merkmale beschrieben, die den Unterschied zwischen den
3 und 7 ausmachen.
In 7 wird anstelle der Verzögerungsstufe
44 eine Entschachtelungseinheit 84 eingesetzt, und der Ausgang
der Entscheidungsstufe 52 ist mit einer „Green Machine"
66 verbunden, deren Ausgang mit einem Viterbi-Decodierer 68 verbunden
ist, der Entscheidungen liefert, die im Speicher 56 gespeichert werden.
Die „Green Machine" 66, die in dem obigen Artikel von Viterbi erwähnt
wird, berechnet die Korrelationswerte eines Codes mit allen Zeilen der Hadamard-Matrix.
Die Zahl der Zeile mit dem größten Korrelationswert wird dem Viterbi-Decodierer
68 zugeführt, der wie ein Decodierer größter Wahrscheinlichkeit funktioniert.
Die Zuverlässigkeit der Entscheidungen vom Viterbi-Decodierer
68 ist größer als wenn Fehlerschutzcodierung nicht eingesetzt wird, mit
dem Ergebnis, dass der in 7 dargestellte Kompensator
ein wirksameres Leistungsvermögen aufweist.
Die in den 3 bis 7
dargestellten Interferenzkompensatoren können optional zu einem bekannten DS-CDMA-System
hinzugefügt werden, das einen Sprachkanal hat. 8 zeigt
eine Rake-Verknüpfungseinheit 92, deren Ausgänge 93 mit einem
Kompensator 38 über Schalter 94 verbunden werden können, die von
einer Steuerstufe 96 gesteuert werden, die die Schalter 94 in
Reaktion auf das Ergebnis eines Interferenzkompensations-Steuerungsalgorithmus betätigt.
Die Rake-Verknüpfungseinheit 92, die an sich bekannt ist,
umfasst einen Block mit Filtern mit abgestimmtem Code, die jeweils einen Eingang
für eine dynamisch verzögerte Version des Pseudozufallscodes jedes speziellen Benutzers
aufweisen, Verzögerungsmittel und eine Signalkombinationseinheit. Auch wenn der
Rake-Empfänger verwendet werden kann, um die Mehrwegekomponenten optimal zu verknüpfen,
ist er wirksamer bei der Kompensation der Interferenzen durch andere Benutzer und
somit der Reduzierung der Bitfehlerrate (engl. bit error rate, BER).
Befindet sich ein Empfänger in einem Bereich mit gutem Empfang und
kann der normalerweise für den Ausgleich der Nah-Fern-Effekts verwendete Leistungssteuerungsalgorithmus
eine angemessene Leistung liefern, sind die Schalter 94 geöffnet, und es
wird Batterieleistung gespart, da der Kompensator 38 nicht zu arbeiten
braucht. Wenn der Empfänger Rx an eine gesättigte Zelle übergibt oder der Leistungssteuerungsalgorithmus
nicht korrekt funktionieren kann, werden die Schalter 94 geschlossen, um
den Kompensator 38 mit der Rake-Verknüpfungseinheit zu verbinden und eine
Mehrbenutzerkompensation zu bewirken. Dadurch wird die Kapazität des Systems wirksam
erhöht, da die Qualität des Kanals sonst nicht tolerierbar sein kann.
TEXT IN DER ZEICHNUNGFigur 5
T-spacednach T getrennt angeordnetFraction spacednach Teilen getrennt angeordnet
Anspruch[de]
Direktsequenz-Codemultiplex-Vielfachzugriffsübertragungssystem (DS-CDMA-System),
dem Kreuzkorrelationswerte zwischen gleichzeitig aktiven Benutzern zugeordnet sind,
wobei das System einen Sender und einen Empfänger umfasst, wobei der Sender über
Folgendes verfügt: Mittel (12) zum Multiplizieren eines Modulationssignals
mit einer Spreizsequenz, um ein Spread-Spektrum-Signal zu erzeugen, und Mittel (18,
20) zum Übertragen des Spread-Spektrum-Signals auf einem CDMA-Kanal, und
wobei der Empfänger Folgendes umfasst: Empfangsmittel, um Signale auf dem genannten
CDMA-Kanal zu empfangen, und Interferenzkompensationsmittel, um Vielfachzugriffsinterferenzen
zu beseitigen, wobei die Interferenzkompensationsmittel Folgendes umfassen: einen
mit den Empfangsmitteln verbundenen Eingang zum Empfangen der empfangenen Signale,
mit dem Eingang verbundene Vorwärtsfiltermittel (48 oder 60) zum
Verarbeiten der empfangenen Signale, mit den Vorwärtsfiltermitteln verbundene Quantisierungsmittel
(52) zum Erzeugen von quantisierten Entscheidungen aus von den Vorwärtsfiltermitteln
abgeleiteten Informationen, Versuchsentscheidungsmittel (46) zum Treffen
von Versuchsentscheidungen über die empfangenen Signale, mit den Versuchsentscheidungsmitteln
und den Quantisierungsmitteln verbundene Kennzeichnungsmittel zum Kennzeichnen des
CDMA-Kanals in Abhängigkeit von den Kreuzkorrelationswerten aller gleichzeitig
aktiven Benutzer und Einstellmittel, die auf die Kennzeichnungsmittel so reagieren,
dass sie Abgriffsgewichtungen zumindest von den Vorwärtsfiltermitteln einstellen,
um Vielfachzugriffsinterferenzen im Wesentlichen zu beseitigen.
DS-CDMA-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kennzeichnungsmittel
Rückkopplungsfiltermittel (58) umfassen, die jeweils mit den Versuchsentscheidungsmitteln
und den Quantisierungsmitteln verbunden sind, um die Versuchsentscheidungen und
die quantisierten Entscheidungen zu verarbeiten.
DS-CDMA-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kennzeichnungsmittel
Speichermittel (56) umfassen, die über erste Eingangsmittel (55)
verfügen, die mit dem Ausgang der Quantisierungsmittel verbunden sind, die über
zweite Eingangsmittel (57) verfügen, die mit einem Ausgang der Versuchsentscheidungsmittel
(46) verbunden sind, und die über Ausgangsmittel verfügen, wobei die Rückkopplungsfiltermittel
(58) über erste Eingangsmittel verfügen, die mit den Ausgangsmitteln der
Speichermittel (56) verbunden sind, und über einen Ausgang verfügen, der
mit ersten Subtrahiermitteln verbunden ist, in denen das Ausgangssignal der Rückkopplungsfiltermittel
von einem Ausgangssignal der Vorwärtsfiltermittel (48) subtrahiert wird,
wobei der erste und der zweite Eingang von zweiten Subtrahiermitteln (54)
jeweils mit einem Eingang und einem Ausgang der Quantisierungsmittel verbunden sind
und ein Ausgang mit Mitteln zum Einstellen der Abgriffsgewichtungen der Vorwärtsfiltermittel
und der Rückkopplungsfiltermittel verbunden ist, und dass die Länge der Vorwärtsfiltermittel
im Wesentlichen gleich der oder größer als die Länge einer zum Bilden des DS-CDMA-Signals
verwendeten Spreizsequenz ist.
Empfänger zum Empfangen von Direktsequenz-Codemultiplex-Vielfachzugriffs-Übertragungssignalen
(DS-CDMA-Signalen) auf einem CDMA-Kanal, wobei die Signale von gleichzeitig aktiven
Benutzern übertragen werden und Kreuzkorrelationswerte aufweisen, die mit diesen
zusammenhängen, wobei der Empfänger Folgendes umfasst: Mittel zum Beseitigen von
Vielfachzugriffsinterferenzen, wobei die genannten Mittel Folgendes umfassen: Vorwärtsfiltermittel
(48 oder 60), Quantisierungsmittel (52) zum Erzeugen
von quantisierten Entscheidungen aus von den Vorwärtsfiltermitteln abgeleiteten
Informationen, Mittel (46) zum Treffen von Versuchsentscheidungen über
das empfangene DS-CDMA-Signal, Kennzeichnungsmittel, die mit den Versuchsentscheidungsmitteln
(46) und den Quantisierungsmitteln (52) verbunden sind, zum Kennzeichnen
des CDMA-Kanals in Abhängigkeit von den Kreuzkorrelationswerten aller gleichzeitig
aktiven Benutzer, und Einstellmittel, die auf die Kennzeichnungsmittel so reagieren,
dass sie Abgriffsgewichtungen zumindest von den Vorwärtsfiltermitteln einstellen,
um Vielfachzugriffsinterferenzen im Wesentlichen zu beseitigen.
Empfänger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kennzeichnungsmittel
Rückkopplungsfiltermittel (58) umfassen, die jeweils mit den Versuchsentscheidungsmitteln
und den Quantisierungsmitteln verbunden sind, um die Versuchsentscheidungen und
die quantisierten Entscheidungen zu verarbeiten.
Empfänger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kennzeichnungsmittel
Speichermittel (56) umfassen, die über erste Eingangsmittel (55)
verfügen, die mit dem Ausgang der Quantisierungsmittel verbunden sind, die über
zweite Eingangsmittel (57) verfügen, die mit einem Ausgang der Versuchsentscheidungsmittel
(46) verbunden sind, und die über Ausgangsmittel verfügen, wobei die Rückkopplungsfiltermittel
(58) über erste Eingangsmittel verfügen, die mit den Ausgangsmitteln der
Speichermittel (56) verbunden sind, und über einen Ausgang verfügen, der
mit ersten Subtrahiermitteln verbunden ist, in denen das Ausgangssignal der Rückkopplungsfiltermittel
von einem Ausgangssignal der Vorwärtsfiltermittel (48) subtrahiert wird,
wobei der erste und der zweite Eingang von zweiten Subtrahiermitteln (54)
jeweils mit einem Eingang und einem Ausgang der Quantisierungsmittel verbunden sind
und ein Ausgang mit Mitteln zum Einstellen der Abgriffsgewichtungen der Vorwärtsfiltermittel
und der Rückkopplungsfiltermittel verbunden ist, und dass die Länge der Vorwärtsfiltermittel
im Wesentlichen gleich der oder größer als die Länge einer zum Bilden des DS-CDMA-Signals
verwendeten Spreizsequenz ist.
Empfänger nach Anspruch 6, wobei die Rückkopplungsfiltermittel (58)
über eine Vielzahl von Schieberegisterstufen zum Empfangen von Versuchsentscheidungen,
die im Betrieb abgeleitet und in den Speichermitteln gespeichert werden, und von
vergangenen Entscheidungen, die im Betrieb abgeleitet und in den Speichermitteln
gespeichert werden, verfügt, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der für vergangene
Entscheidungen erforderlichen Schieberegisterstufen geringer ist als die Anzahl
der für Versuchsentscheidungen erforderlichen Schieberegisterstufen.
Empfänger nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorwärtsfiltermittel einen linearen, synchronen Entzerrer (48)
umfassen, und dass Signalbündelmittel mit einem Signaleingang der Vorwärtsfiltermittel
verbunden sind.
Empfänger nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass der oder jeder Interferenzkompensator über Decodiermittel (68) verfügt, die
zwischen den Signalausgang der Entscheidungsstufe und den ersten Eingang der Speichermittel
geschaltet sind.
Empfänger nach Anspruch 4, wobei bei einer MISO-Anordnung (engl. multiple
input single output) der Entzerrer dadurch gekennzeichnet ist, dass er Folgendes
umfasst: eine Vielzahl von Filtern mit abgestimmtem Code (CMF1 bis CMF5) mit einem
gemeinsamen Eingang (r(&PHgr;))zum Empfangen eines Eingangssignals, Mittel zum Zuführen
eines Spreizcodes (PRC1 bis PRC5) von unterschiedlichen Benutzern zu jedem der Filter
mit abgestimmtem Code, Mittel (98) zum Abtasten mit der Bitrate des Ausgangssignals
jedes Filters mit abgestimmtem Code, eine entsprechende Vielzahl von Interferenzkompensatoren
(C11 bis C15), deren Eingänge mit entsprechenden Abtastmitteln verbunden sind, Mittel
(84), die mit den Ausgängen der Interferenzkompensatoren verbunden sind,
zum Subtrahieren unerwünschte Signale von einem gewünschten Signal und Erzeugen
eines Differenzsignals und Quantisierungsmittel (100), die über einen Eingang
zum Empfangen des Differenzsignals verfügen.
Empfänger nach Anspruch 4, wobei bei einer MISO-Anordnung die Interferenzkompensation
im Frequenz- oder Zeitbereich durch eine Matrix C(D) beschrieben wird, in der
wobei k die Anzahl der Benutzer ist.