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Dokumentenidentifikation DE10135792B4 31.03.2005
Titel Verbesserter Schneidwerkzeughalter
Anmelder Kennametal Inc., Latrobe, Pa., US
Erfinder Stiffler, Stephen P., New Enterprise, Pa., US;
Ritchey, Cary, Curryville, Pa., US
Vertreter Prinz und Partner GbR, 81241 München
DE-Anmeldedatum 23.07.2001
DE-Aktenzeichen 10135792
Offenlegungstag 29.05.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 31.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.03.2005
IPC-Hauptklasse E02F 9/28

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die Erfindung betrifft einen Halter zum Festhalten eines Schneidwerkzeugs in einem Trägerblock gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Schneidewerkzeugvorrichtung gemäß dem Oberbegriff der Ansprüche 10 oder 12.

Ein gattungsgemäßer Halter und eine gattungsgemäße Schneidevorrichtung sind aus der DE 27 57 510 A1 bekannt.

Schneidwerkzeugvorrichtungen für solche Anwendungen wie Bergbau oder Straßenfräsen umfassen typischerweise ein Schneidwerkzeug, das manchmal als Schneidpickel bezeichnet wird, welches drehbar innerhalb eines Trägerblocks montiert ist. Der Trägerblock ist wiederum typischerweise durch Schweißen an einer Trommel oder einem anderen Körper montiert, der wiederum durch eine geeignete Antriebsvorrichtung angetrieben wird. Wenn eine Anzahl solcher Trägerblöcke, die Schneidwerkzeuge tragen, an einer Trommel montiert sind und die Trommel angetrieben wird, greifen die Schneidwerkzeuge am Material, das man abbauen oder entfernen will, an und brechen es. Die allgemeine Funktionsweise einer solchen Bergbau- oder Baumaschine ist in der Technik gut bekannt.

Verschiedene Halter wurden vorgeschlagen oder verwendet, um ein Schneidwerkzeug drehbar oder anders innerhalb eines Trägerblocks zu montieren. Die US 4 505 058 von Peterson zeigt beispielsweise einen Halter mit zwei Schenkeln. Dieser Halter soll mit einem Trägerblock mit einer Aussparung mit speziell gestalteten Seitenwänden verwendet werden, welche mit den Biegungen in den Halterschenkeln zusammenwirken, um den Halter an der Stelle zu halten. Insbesondere umfassen die Seitenwände der Aussparung Vorsprünge, um die Bewegung des Halters bezüglich des Trägerblocks zu begrenzen. Diese Art Halter ist insofern relativ schwierig zu bewegen, um den Halter von dem Schneidwerkzeug zu lösen, als ein Schraubendreher oder ein anderer ähnlicher Gegenstand in die Aussparung und unter die Oberseite des Halters eingeführt werden muß, um den Halter zu stemmen und zu bewegen. Wie andere ähnliche Halter, die mit Klauen arbeiten, stellen die zwei Schenkel dieses Halters nur vier Scherzonen oder -bereiche bereit, wo der Halter sowohl das Schneidwerkzeug als auch den Trägerblock überlappt. Da diese Scherzonen ein Lösen des Schneidwerkzeugs aus dem Trägerblock verhindern, steht die Anzahl solcher Scherzonen mit der Festigkeit und Haltbarkeit des Halters in Zusammenhang.

Die US 4 883 129 von Lonn et al. zeigt einen weiteren Halter, der einen Schneidwerkzeugschaft und einen Trägerblock entlang im wesentlichen der gesamten Länge des Halters überlappt. Folglich stellt der Halter eine einzige, durchgehende Scherzone entlang seiner gesamten Länge bereit. Diese Art Halter ist jedoch schwierig zu installieren und zu entfernen. Insbesondere stellt dieser Halter keine Schlitze oder Öffnungen bereit, die ergriffen werden können oder die eine Vorrichtung zum Stemmen des Halters aus dem Schneidwerkzeugschaft aufnehmen können. Da der Teil des Halters, der den Trägerblock überlappt, relativ schmal ist, sichert diese Art Halter ferner nicht ausreichend das Schneidwerkzeug innerhalb des Trägerblocks über einen ausgedehnten Zeitraum.

Ein C-förmiger Haltering ist ferner aus der US 3 807 885 bekannt, bei dem ein radialer Fortsatz mit einer Öffnung vorgesehen ist, an der angegriffen werden kann, um den Haltering aus der Aufnahmenut zu drängen.

Eine ähnliche Konstruktion offenbart die DE 195 05 143 C2.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG

Aufgabe der Erfindung ist es, einen verbesserten Halter bereitszustellen, der dazu ausgelegt ist, mit einer Aussparung in einem Schneidwerkzeug in Eingriff zu stehen, um das Schneidwerkzeug an einem Trägerblock zu befestigen, und der die Mängel des Standes der Technik nicht aufweist. Ferner soll eine verbesserte Schneidewerzeugvorrichtung geschaffen werden. Diese Aufgaben werden durch die Merkmale der Ansprüche 1, 10 bzw. 12 gelöst.

Indem der Hauptteil auch einen Teil einer Schraubenlinie bildet, kann die Bewegung des Schneidwerkzeugs bezüglich des Trägerblocks verringert oder beseitigt werden.

Der vorstehende Teil weist vorzugsweise eine Außenfläche auf, die mit einer Installations-/Entnahmevorrichtung zum Installieren des Halters in der Aussparung und zum Entnehmen des Halters aus der Aussparung in Eingriff gebracht werden kann. Bei einer solchen Gestaltung kann der Halter vorteilhafterweise leicht an dem Schneidwerkzeug installiert und von diesem abgenommen werden.

Der vorstehende Teil ist vorzugsweise ein massiver Vorsprung wie z.B. ein Nocken, so daß der vorstehende Teil eine starre Erweiterung des Halterkörpers ist. Alternativ kann der vorstehende Teil eine beliebige geeignete Gestalt aufweisen.

Der Halterkörper kann beispielsweise mindestens zwei oder mindestens drei vorstehende Teile umfassen, die sich radial von dem Hauptteil erstrecken. Solche zusätzlichen vorstehenden Teile können verwendet werden, um den Kontakt zwischen dem Halterkörper und einer Installations-/Entnahmevorrichtung zu verbessern.

Vorzugsweise erstreckt sich die durchgehende Scherzone über einen Winkel von mindestens einhundertachtzig Grad. Bei einer solchen Gestaltung weist der Halter bedeutende Festigkeits- und Haltbarkeitseigenschaften auf.

Bei noch einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung umfaßt der Halter einen Halterkörper mit einem ersten und einem zweiten Ende und einem vorstehenden Teil, der zwischen den Enden angeordnet ist und von den Enden beabstandet ist. Der vorstehende Teil weist eine Breite auf und legt eine durchgehende Scherzone entlang der Breite fest.

Der Halter kann mit mindestens zwei zusätzlichen vorstehenden Teilen versehen sein, die zwischen den Enden des Halterkörpers angeordnet sind. Vorzugsweise legt jeder zusätzliche vorstehende Teil auch eine durchgehende Scherzone fest. Bei einer solchen Gestaltung wird die Festigkeit und Haltbarkeit des Halters verbessert.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine perspektivische Explosionsansicht einer Schneidwerkzeugvorrichtung mit einem Schneidwerkzeug, einem Trägerblock und einer Ausführungsform des Halters der Erfindung;

2 ist eine Seitenansicht der Schneidwerkzeugvorrichtung;

3 ist eine Querschnittsansicht entlang der Linie 3-3 in 2 in der Richtung der Pfeile, welche den Halter und einen Schaft des Schneidwerkzeugs zeigt;

4 ist eine Seitenansicht des Halters;

5 ist eine Draufsicht auf eine Installations-/Entnahmevorrichtung oder Abziehvorrichtung zum Installieren und Entnehmen des Halters;

6 ist eine Draufsicht auf die Abziehvorrichtung, wobei der Halter an der Abziehvorrichtung angeordnet ist;

7 ist eine Seitenansicht der Schneidwerkzeugvorrichtung und der Abziehvorrichtung, die benachbart zum Trägerblock angeordnet ist;

8 ist eine Querschnittsansicht ähnlich 3, die eine zweite Ausführungsform des Halters dieser Erfindung zeigt, welcher am Schaft eines Schneidwerkzeugs montiert ist;

9 ist eine Seitenansicht der zweiten Ausführungsform des Halters; und

10 ist eine Querschnittsansicht ähnlich 3, die eine dritte Ausführungsform des Halters dieser Erfindung zeigt, der am Schaft eines Schneidwerkzeugs montiert ist.

BESTE ARTEN ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG

Mit Bezug auf die Zeichnungen zeigen die 1 und 2 eine Schneidwerkzeugvorrichtung 10 mit einem Schneidwerkzeug 12, einem Trägerblock 14 und einem Halter 16 gemäß der Erfindung. Das Schneidwerkzeug 12 weist einen vorzugsweise zylindrischen Schaft 18 mit einer ringförmigen Nut oder Aussparung 20 zum Aufnehmen des Halters 16 auf. Der Trägerblock 14 weist eine vorzugsweise zylindrische Bohrung 22 zum Aufnehmen des Schafts 18 und einen Sockel 24, der an eine Bodenplatte 26 einer Grabenaushebemaschine (nicht dargestellt) geschweißt oder anderweitig an dieser befestigt sein kann, auf. Wenn die Bodenplatte 26 von der Grabenaushebemaschine angetrieben wird, greift das Schneidwerkzeug 12 an dem Material, das man abbauen oder entfernen will, an und bricht es. Alternativ kann der Trägerblock 14 an eine Trommel (nicht dargestellt) oder irgendeinen anderen geeigneten Körper geschweißt oder anderweitig an diesem befestigt sein.

Mit Bezug auf die 3 und 4 weist der Halter 16 einen Halterkörper 28 auf. Der Halterkörper 28 weist einen Hauptteil wie z.B. einen gekrümmten Teil 30 mit einem ersten und einem zweiten Ende 32 bzw. 34 auf. Der gekrümmte Teil 30 legt einen Bogen fest, der sich vorzugsweise über einen Winkel von mindestens einhundertachtzig Grad erstreckt. Bei dem in den 3 und 4 gezeigten Ausführungsbeispiel legt der gekrümmte Teil 30 einen Bogen fest, der sich über einen Winkel &agr; von zweihundertsiebzig Grad erstreckt.

Der gekrümmte Teil 30 legt auch eine durchgehende Scherzone 35 vorzugsweise, aber nicht notwendigerweise entlang der gesamten Länge des Bogens fest. Der Begriff "Scherzone", wie in dieser Anmeldung verwendet, bedeutet einen Teil des Halterkörpers 28, der sowohl den Schaft 18 als auch den Trägerblock 14 überlappt, wenn der Halter 16 am Schaft 18 installiert ist. Vozugsweise erstreckt sich die durchgehende Scherzone 35 über einen Winkel im Bereich von dreißig bis dreihundert Grad. Bevorzugter erstreckt sich die durchgehende Scherzone 35 über einen Winkel von mindestens einhundertachtzig Grad und weist ein erstes und ein zweites Ende auf, die dieselben sind wie das erste und das zweite Ende 32 bzw. 34 des gekrümmten Teils 30 oder mit diesen zusammenfallen. Bei dem in den 3 und 4 gezeigten Ausführungsbeispiel erstreckt sich die durchgehende Scherzone 35 über den Winkel &agr; von zweihundertsiebzig Grad und weist ein erstes und ein zweites Ende auf, die dieselben sind wie das erste und das zweite Ende 32 bzw. 34 des gekrümmten Teils 30 oder mit diesen zusammenfallen.

Alternativ können sich ein oder beide Enden 32 und 34 des gekrümmten Teils 30 jeweils über ein oder beide Enden der durchgehenden Scherzone 35 hinaus erstrecken. Der gekrümmte Teil 30 kann sich beispielsweise zu den Enden 32 und 34 hin verjüngen, so daß der gekrümmte Teil 30 keine Scherzone nahe einem der Enden 32 und 34 festlegt.

Ferner bildet der gekrümmte Teil 30 vorzugsweise einen Teil einer Schraubenlinie. Wie in 4 gezeigt, liegt beispielsweise ein zentraler Abschnitt 36 des gekrümmten Teils 30 vorzugsweise schräg bezüglich einer Achse wie z.B. einer horizontalen Linie 38. Folglich erstreckt sich das erste Ende 32 vorzugsweise unter den zentralen Abschnitt 36, und das zweite Ende 34 erstreckt sich vorzugsweise über den zentralen Abschnitt 36. Wenn der Halter 16 in die Aussparung 20 gedrückt wird, liegt mit Bezug auf 1 das erste Ende 32 an einer ersten Wand 40 an, die die Aussparung 20 festlegt, und das zweite Ende 34 liegt an einer zweiten Wand 42 an, die die Aussparung 20 festlegt. Bei einer solchen Gestaltung kann die Bewegung des Schneidwerkzeugs 12 relativ zum Trägerblock 14, wie z.B. ein axiales Wackeln des Schneidwerkzeugs 12, verringert oder beseitigt werden. Alternativ kann der gekrümmte Teil 30 planar sein.

Wenn man zu 3 zurückkehrt, umfaßt der Halterkörper 28 ferner einen oder mehrere vorstehende Teile 44, die sich radial von dem gekrümmten Teil 30 erstrecken und den Trägerblock 14 überlappen, wenn der Halter 16 mit der Aussparung 20 in Eingriff steht. Obwohl die vorstehenden Teile 44 eine beliebige geeignete Gestalt aufweisen können, ist jeder vorstehende Teil 44 vorzugsweise ein massiver Vorsprung wie z.B. ein Nocken. Jeder vorstehende Teil 44 weist auch eine sich axial erstreckende Außenfläche 46 auf, die mit einer Installations-/Entnahmevorrichtung wie z.B. einer Abziehvorrichtung 48, die in 5 dargestellt ist, in Eingriff gebracht werden kann. Die Abziehvorrichtung 48 weist mehrere Aussparungen oder Einbuchtungen 50 auf, und jede Einbuchtung 50 ist gestaltet, um einen speziellen vorstehenden Teil 44 aufzunehmen.

Obwohl der Halter 16 in einer beliebigen geeigneten Weise ausgebildet werden kann, wird der Halter vorzugsweise aus einem Blech aus elastischem, kohlenstoffreichem Federstahl mit einer Dicke im Bereich von 2,29 bis 5,6 mm gestanzt. Ein geeigneter Stahl ist unlegierter Stahl Nr. 1050 bis 1070 mit einem Härtewert vorzugsweise im Bereich von 38 bis 48 Rockwell C. Ferner weist der Halter 16 vorzugsweise, aber nicht notwendigerweise, eine Breite auf, die größer als oder gleich der Dicke des Halters 16 ist, so daß die Merkmale des Halters 16 durch Stanzen genau ausgebildet werden können. Alternativ kann der Halter 16 aus einem beliebigen geeigneten Material gebildet werden.

Mit Bezug auf die 1, 3, 6 und 7, wird, um den Halter 16 dieser Erfindung zu verwenden, der zylindrische Schaft 18 des Schneidwerkzeugs 12 in die Bohrung 22 des Trägerblocks 14 derart eingesetzt, daß die Aussparung 20 freiliegt. Der Halter 16 wird dann an der Abziehvorrichtung 48 derart angeordnet, daß sich jeder vorstehende Teil 44 in eine spezielle Einbuchtung 50 erstreckt. Die Abziehvorrichtung 48 wird dann benachbart zum Trägerblock 14 angeordnet, so daß der Halter 16 zwischen die Abziehvorrichtung 48 und den Trägerblock 14 eingefügt wird und die Enden 32 und 34 des Halters 16 in der Aussparung 20 angeordnet werden. Als nächstes wird eine radiale Kraft auf einen Griff 52 der Abziehvorrichtung 48 aufgebracht, um den Halter 16 auf die Aussparung 20 zu drücken. Wenn der Halter 16 auf die Aussparung 20 gedrückt wird, biegen sich die Enden 32 und 34 nach außen auseinander, um zu ermöglichen, daß der Halter 16 in Position schnappt. Wenn der Halter 16 auf die Aussparung 20 gedrückt wird, kommen ferner die Außenflächen 46 der vorstehenden Teile 44, die nahe den Enden 32 und 34 angeordnet sind, vorzugsweise mit entsprechenden Aussparungen 50 der Abziehvorrichtung 48 in Eingriff. Wenn der Halter 16 korrekt am Schaft 18 installiert ist, drückt eine Innenfläche 54 des gekrümmten Teils 30 auf die Aussparung 20, um eine weitere Querbewegung des Halters 16 relativ zum Schaft 18 zu verhindern. Alternativ kann der Halter 16 am Schaft 18 in irgendeiner geeigneten Weise installiert werden.

Um den Halter 16 abzunehmen, wird die Abziehvorrichtung 48 wieder benachbart zum Trägerblock 14 angeordnet, so daß der Halter 16 zwischen die Abziehvorrichtung 48 und den Trägerblock 14 eingefügt wird und sich jeder vorstehende Teil 44 in eine spezielle Einbuchtung 50 erstreckt. Als nächstes kann die Abziehvorrichtung 48 in Richtung der Bodenplatte 26 oder einer anderen geeigneten Oberfläche gedreht werden, bis ein Teil der Abziehvorrichtung 48 wie z.B. ein Stab 56 mit der Bodenplatte 26 in Eingriff kommt. Eine weitere Drehung der Abziehvorrichtung 48 gegen die Bodenplatte 26 oder eine andere geeignete Oberfläche ermöglicht, daß die Abziehvorrichtung 48 den Halter 16 aus der Aussparung 20 stemmt. Alternativ kann der Halter 16 aus der Aussparung 20 in irgendeiner geeigneten Weise entfernt werden. Einer der vorstehenden Teile 44 kann beispielsweise von einem geeigneten Werkzeug, wie z.B. einer Zange, ergriffen werden, um den Halter 16 von der Aussparung 20 wegzuziehen.

Da sich die durchgehende Scherzone 35 vorzugsweise auf der gesamten Länge des gekrümmten Teils 30 erstreckt, weist der Halter 16 bedeutende Festigkeits- und Haltbarkeitseigenschaften auf. Ferner ermöglichen die vorstehenden Teile 44, daß der Halter 16 leicht an dem Schaft 18 installiert und von diesem abgenommen wird.

Die 8 und 9 zeigen eine zweite Ausführungsform 110 des erfindungsgemäßen Halters. Der Halter 110 weist einen Halterkörper 112 mit einem Hauptteil wie z.B. einem gekrümmten Teil 114 mit einem ersten und einem zweiten Ende 116 bzw. 118 auf. Ähnlich dem gekrümmten Teil 30 des Halters 10 legt der gekümmte Teil 114 vorzugsweise einen Bogen und eine durchgehende Scherzone entlang des Bogens vom Ende 116 zum Ende 118 fest. Der Halterkörper 112 umfaßt ferner einen oder mehrere vorstehende Teile 120 ähnlich den vorstehenden Teilen 44, die sich radial über den gekrümmten Teil 114 hinaus erstrecken und den Trägerblock 14 überlappen, wenn der Halter 110 mit der Aussparung 20 in Eingriff steht. Überdies ist der gekrümmte Teil 114 vorzugsweise planar, und die vorstehenden Teile 120 sind mit dem gekrümmten Teil 114 koplanar.

10 zeigt eine dritte Ausführungsform 210 des erfindungsgemäßen Halters. Der Halter 210 weist einen Halterkörper 212 auf. Der Halterkörper 212 weist ein erstes und ein zweites Ende 214 bzw. 216 mit Endteilen 218 bzw. 219 auf. Die Endteile 218 und 219 sind vorzugsweise nach außen ausgespreizt, um die Installation des Halters 210 auf dem Schneidwerkzeugschaft 18 zu erleichtern. Mindestens einer der Endteile 218 und 219 erstreckt sich vorzugsweise über sowohl den Schaft 18 als auch den Trägerblock 14, wodurch mindestens eine diskrete Scherzone 220 festgelegt wird.

Der Halterkörper 212 umfaßt ferner eine Vielzahl von vorstehenden Teilen 222 und eine Vielzahl von gekrümmten Abschnitten 224, die zwischen den Endteilen 218 und 219 angeordnet und einteilig mit diesen ausgebildet sind. Die vorstehenden Teile 222 ragen über den Durchmesser des Schafts 18 hinaus, um mit dem Trägerblock 14 in Eingriff zu stehen und die Entfernung des Schafts 18 aus der Bohrung 22 zu verhindern. Jeder vorstehende Teil 222 legt vorzugsweise auch eine durchgehende Scherzone 226 entlang einer gesamten Breite W des vorstehenden Teils 222 fest. Vorzugsweise, aber nicht notwendigerweise ist jeder vorstehende Teil 222 derart gestaltet, daß sich die jeweilige durchgehende Scherzone 226 entlang des Umfangs des Schafts 18 über einen Winkel von dreißig bis neunzig Grad erstreckt, wenn der Halter 210 mit der Aussparung 20 in Eingriff steht. Alternativ kann einer oder können mehrere der vorstehenden Teile 222 mit dem Schaft 18 zusammenwirken, um einen Spalt 228 festzulegen, der sich radial über den Schaft 18 hinaus erstreckt.

Ferner weist jeder vorstehende Teil 222 eine sich axial erstreckende Außenfläche 229 auf, die mit einer Installations-/Entnahmevorrichtung wie z.B. der Abziehvorrichtung 48 in Eingriff gebracht werden kann. Somit kann der Halter 210 in einer Weise ähnlich dem Halter 16 an der Aussparung 20 installiert und aus dieser entnommen werden.

Die gekrümmten Abschnitte 224 legen Eingriffsteile 230 fest, die sich innerhalb der Aussparung 20 befinden und mit dieser in Eingriff stehen. Die Eingriffsteile 230 verhindern eine weitere radiale Bewegung des Halters 210, wenn der Halter 210 einmal korrekt am Schaft 18 installiert ist. Obwohl eine beliebige geeignete Gestaltung verwendet werden kann, sind bei dem in 10 gezeigten Ausführungsbeispiel die Eingriffsteile 230 im allgemeinen U-förmig.

Da der Halter 210 vorzugsweise zwei diskrete Scherzonen 220 und drei durchgehende Scherzonen 226 umfaßt, weist der Halter 210 auch bedeutende Festigkeits- und Haltbarkeitseigenschaften auf. Wie die vorstehenden Teile 44 ermöglichen ferner die vorstehenden Teile 222, daß der Halter 210 leicht an dem Schaft 18 installiert und von diesem abgenommen wird.

Obwohl Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt und beschrieben wurden, ist nicht beabsichtigt, daß diese Ausführungsbeispiele alle möglichen Formen der Erfindung darstellen und beschreiben. Es sollte selbstverständlich sein, daß die in der Beschreibung verwendeten Worte vielmehr Worte zur Beschreibung als zur Begrenzung sind und daß verschiedene Änderungen vorgenommen werden können, ohne vom Gedanken und Schutzbereich der Erfindung abzuweichen.


Anspruch[de]
  1. Halter zum Befestigen eines Schneidwerkzeugs (12) an einem Trägerblock (14), wobei das Schneidwerkzeug (12) einen Schaft (18) mit einer Aussparung (20) aufweist und der Halter (16) dazu ausgelegt ist, mit der Aussparung (20) in Eingriff zu stehen, wobei der Halter (16) folgendes umfaßt:

    einen Halterkörper (28) mit einem gekrümmten Hauptteil (30), der eine durchgehende Scherzone (35) festlegt, die sich über einen Winkel von mindestens einhundertachtzig Grad erstreckt,

    dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptteil (30) einen Teil einer Schraubenlinie bildet und der Halterkörper (28) ferner wenigstens einen vorstehenden Teil (44) umfaßt, der sich radial von dem gekrümmten Hauptteil (30) erstreckt und dazu ausgelegt ist, den Trägerblock (14) zu überlappen, wenn der Halter (16) mit der Aussparung (20) in Eingriff steht.
  2. Halter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Halterkörper (28) einen Hauptteil (30) mit einem ersten und einem zweiten Ende hat, welcher die durchgehende Scherzone (35) mit einem ersten und einem zweiten Ende (32, 34) festlegt.
  3. Halter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und das zweite Ende (32, 34) der durchgehenden Scherzone (35) mit dem ersten bzw. dem zweiten Ende des Hauptteils (30) zusammenfallen.
  4. Halter nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der vorstehende Teil (44) eine sich axial erstreckende Außenfläche (46) aufweist, die mit einer Entnahmevorrichtung zum Entnehmen des Halters (16) aus der Aussparung (20) in Eingriff gebracht werden kann.
  5. Halter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der vorstehende Teil (44) ein massiver Vorsprung ist.
  6. Halter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die durchgehende Scherzone (35) über einen Winkel von mindestens zweihundertsiebzig Grad erstreckt.
  7. Halter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Halterkörper (28) mehrere, vorzugsweise mindestens drei vorstehende Teile (44) aufweist.
  8. Halter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der vorstehende Teil mit dem Hauptteil (30) koplanar ist.
  9. Halter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein vorstehender Teil mit einem weiteren vorstehenden Teil nicht koplanar ist.
  10. Schneidwerkzeugvorrichtung mit:

    einem Schneidwerkzeug (12) mit einem Schaft (18), wobei der Schaft (18) eine Aussparung (20) aufweist;

    einem Trägerblock (14) mit einer Bohrung (22) zum Aufnehmen des Schafts (18); und

    einem Halter (210), der entnehmbar um die Aussparung (20) angeordnet ist, zum Befestigen des Schneidwerkzeugs (12) am Trägerblock (14), wobei der Halter (210) einen Hauptteil mit einem ersten und einem zweiten Ende umfaßt,

    dadurch gekennzeichnet, daß

    der Halter (210) mehrere radial vom Hauptteil nach außen vorstehende Teile (222) umfaßt, die von den Enden des Hauptteils (30) beabstandet sind, wobei die vorstehenden Teile (222) den Trägerblock (14) überlappen, wenn der Halter (210) mit der Aussparung (20) in Eingriff steht, und daß die vorstehenden Teile (222) jeweils zugeordnete durchgehende Scherzonen (226) aufweisen, die sich jeweils entlang des Umfangs des Schafts (18) über einen Winkel von 30° bis 90° erstrecken.
  11. Schneidewerkzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß sich jede durchgehende Scherzone (226) über einen Winkel von mindestens 45° erstreckt.
  12. Schneidwerkzeugvorrichtung mit:

    einem Schneidwerkzeug (12) mit einem Schaft (18), wobei der Schaft (18) eine Aussparung (20) aufweist;

    einem Trägerblock (14) mit einer Bohrung zum Aufnehmen des Schafts (18); und

    einem Halter (16; 110), der entnehmbar um die Aussparung (20) angeordnet ist, zum Befestigen des Schneidwerkzeugs (12) am Trägerblock (14), wobei der Halter (16; 110) einen Hauptteil (30) mit einem ersten und einem zweiten Ende (116, 118) umfaßt und eine durchgehende Scherzone (35) mit einem ersten Ende und einem zweiten Ende (32, 34), die mit den Enden (116, 118) des Hauptteils (30) zusammenfallen, festlegt,

    dadurch gekennzeichnet, daß

    der Halter (16; 210) wenigstens zwei vorstehende Teile (44; 120) umfaßt, die zwischen den Enden der durchgehenden Scherzone (35) angeordnet und von den Enden des Hauptteils (30) beabstandet sind, wobei sich die vorstehenden Teile (44; 120) radial vom Hauptteil (30) nach außen erstrecken, so daß die vorstehenden Teile (44; 120) den Trägerblock (14) überlappen, wenn der Halter (16; 210) mit der Aussparung (20) in Eingriff steht.
  13. Schneidwerkzeugvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß sich die durchgehende Scherzone (35) über einen Winkel von mindestens einhundertachtzig Grad erstreckt.
  14. Schneidwerkzeugvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, das sich die durchgehende Scherzone (35) über einen Winkel von mindestens zweihundertsiebzig Grad erstreckt.
  15. Schneidwerkzeugvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die vorstehenden Teile (44; 120) eine sich axial erstreckende Außenfläche (46) aufweisen, die mit einer Entnahmevorrichtung zum Entnehmen des Halters (16; 210) aus der Aussparung (20) in Eingriff gebracht werden kann.
  16. Schneidwerkzeugvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die vorstehenden Teile (44; 120) massive Vorsprünge sind.
  17. Schneidwerkzeugvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptteil (30) einen Teil einer Schraubenlinie bildet.
  18. Schneidwerkzeugvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (16) mindestens drei vorstehende Teile (44) umfaßt, die sich radial vom Hauptteil (30) erstrecken, wobei die vorstehenden Teile (44) den Trägerblock (14) überlappen, wenn der Halter (16) mit der Aussparung (20) in Eingriff steht.
  19. Schneidwerkzeugvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die vorstehenden Teile (222) mit dem Hauptteil koplanar sind.
  20. Schneidwerkzeugvorrichtung nach einem Ansprüche 10 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß ein vorstehender Teil (44) mit einem weiteren vorstehenden Teil nicht koplanar ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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