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Dokumentenidentifikation DE102004032062A1 31.03.2005
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Zuführen von Speiseluft in Turbinenbrennkammern
Anmelder General Electric Co., Schenectady, N.Y., US
Erfinder Manteiga, John A., North Andover, Mass., US;
Tingle, Walter J., Danvers, Mass., US;
White, Timothy A., Peabody, Mass., US;
Canillas, Kevin F., Everett, Mass., US
Vertreter Rüger und Kollegen, 73728 Esslingen
DE-Anmeldedatum 01.07.2004
DE-Aktenzeichen 102004032062
Offenlegungstag 31.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.03.2005
IPC-Hauptklasse F23R 3/04
Zusammenfassung Brennkammer (16) für einen Gasturbinenmotor, zu der gehören: ein Flammenstabilisator (43), der darin einen Brennraum (54) definiert, und ein Gehäuse (40), das sich um den Umfang des Brennkammerflammenstabilisators erstreckt, wobei das Gehäuse einen strömungsmäßig mit einer Speiseluftquelle verbundenen Einlass (84) und einen Volutenkanal aufweist (86), der strömungsmäßig mit dem Einlass verbunden ist und sich zumindest teilweise um den Umfang des Flammenstabilisators erstreckt.

Beschreibung[de]
HINTERGRUND ZU DER ERFINDUNG

Diese Erfindung betrifft ganz allgemein Gasturbinen, insbesondere Verfahren und Vorrichtungen zum Zuführen von Speiseluft in Turbinenbrennkammern.

Bekannte Turbinenmotoren weisen einen Verdichter auf, der dazu dient, geeignet mit einem Brennstoff gemischte Luft zu verdichten und einer ringförmigen Brennkammer zuzuführen, in der das Gemisch gezündet wird, um heiße Verbrennungsgase zu erzeugen. Die Gase werden wenigstens einer Turbine zugeführt, die den Verbrennungsgasen Energie entzieht, um den Verdichter anzutreiben, sowie Nutzleistung abzugeben, z.B. um ein Fahrzeug fortzubewegen.

In zumindest einigen bekannten Turbinenmotoren wird die Verdichterausgangsluft in einem gesonderten Wärmetauscher vorgewärmt, bevor sie über einen Kanal an die Brennkammer verzweigt wird. Insbesondere wird die Speiseluft durch einen einzigen Zufuhr-Einlasspunkt in die Brennkammer verzweigt. Obwohl die gesamte in den Einlass eintretende Luft in die Brennkammer kanalisiert wird, kann es zu unnötigen Druckverlusten und einer unzureichenden Verteilung der in die Brennkammer eingespeisten Luft kommen, da die Einspeisung der Speiseluft in die ringförmige Brennkammer möglicherweise nicht gleichmäßig erfolgt. Hierdurch kann es zu einer Reduzierung der Turbinenleistung und einer Induzierung von in Umfangsrichtung um das Gehäuse verlaufenden Temperaturgradienten kommen, das die Brennkammer umgibt. Im Laufe der Zeit können derartige Gradienten eine nicht in Umfangsrichtung verlaufende thermische Ausdehnung hervorrufen, die sich möglicherweise nachteilig auf Blattspitzentoleranzen der Turbomaschine auswirkt und/oder die Turbinenleistung reduziert. Außerdem kann ein anhaltender Betrieb mit solchen Temperaturgradienten die Nutzungslebensdauer der Brennkammer reduzieren.

KURZBESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

In einem Aspekt ist ein Verfahren zum Zusammenbau eines Gasturbinenmotors geschaffen. Zu dem Verfahren gehören die Schritte: Bereitstellen einer Brennkammer, die einen Flammenstabilisator enthält, der darin einen Brennraum definiert, und Ankoppeln eines Gehäuses innerhalb des Gasturbinenmotors, so dass dieses sich um den Umfang des Brennkammerflammenstabilisators erstreckt, wobei das Gehäuse einen Einlass und einen Volutenkanal aufweist, der strömungsmäßig mit dem Einlass verbunden ist und sich zumindest teilweise um den Umfang des Flammenstabilisators erstreckt. Zu dem Verfahren gehört ferner der Schritt, den Einlass in strömungsmäßiger Verbindung an eine Speiseluftquelle anzuschließen.

In einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Brennkammer für einen Gasturbinenmotor geschaffen. Die Brennkammer enthält einen Flammenstabilisator, der darin einen Brennraum definiert, und ein Gehäuse, das sich um den Umfang des Brennkammerflammenstabilisators erstreckt. Das Gehäuse weist einen in strömungsmäßiger Verbindung an eine Speiseluftquelle angeschlossenen Einlass und einen strömungsmäßig an den Einlass gekoppelten Volutenkanal auf. Der Volutenkanal erstreckt sich zumindest teilweise um den Umfang des Flammenstabilisators.

In einem anderen Aspekt ist ein Gasturbinenmotor geschaffen. Der Gasturbinenmotor enthält einen Verdichter und eine stromaufwärts des Verdichters angeordnete Brennkammer. Zu der Brennkammer gehören ein Flammenstabilisator, der darin einen Brennraum definiert, und ein Gehäuse, das sich um den Umfang des Brennkammerflammenstabilisators erstreckt. Das Gehäuse weist einen in strömungsmäßiger Verbindung mit dem Verdichter gekoppelten Einlass und einen Volutenkanal auf, der in strömungsmäßiger Verbindung an den Einlass gekoppelt ist und sich zumindest teilweise um den Umfang des Flammenstabilisators erstreckt.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 zeigt in einer schematischen Darstellung einen Gasturbinenmotor.

2 zeigt eine Querschnittsansicht eines Abschnitts des in 1 gezeigten Gasturbinenmotors;

3 zeigt eine perspektivische Ansicht eines in 2 gezeigten Brennkammergehäuses, von stromabwärts her betrachtet;

4 zeigt eine perspektivische Teilansicht des in 3 gezeigten Brennkammergehäuses, längs der Schnittlinie 4-4.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

1 veranschaulicht schematisch in einem Querschnitt einen Gasturbinenmotor 10, mit einem Niederdruckverdichter 12, einem Hochdruckverdichter 14 und einer Brennkammer 16. Zu dem Gasturbinenmotor 10 gehören ferner eine Hochdruckturbine 18 und eine Niederdruckturbine 20. Der Verdichter 12 und die Turbine 20 sind über eine erste Welle 24 gekoppelt, und der Verdichter 14 und die Turbine 18 sind über eine zweite Welle 26 gekoppelt. In einem Ausführungsbeispiel ist der Gasturbinenmotor ein Motor des Typs LV100, der von General Electric Company, Cincinnati, Ohio bezogen werden kann. In dem exemplarischen Ausführungsbeispiel ist der Gasturbinenmotor 10 ein rekuperierter Motor.

Im Betrieb strömt Luft durch den Niederdruckverdichter 12 und die verdichtete Luft wird von dem Niederdruckverdichter 12 dem Hochdruckverdichter 14 zugeführt. Die hochverdichtete Luft wird einer Brennkammer 16 zugeführt. Der Luftstrom aus der Brennkammer 16 treibt vor seinem Austreten aus dem Gasturbinenmotor 10 die Turbinen 18 und 20 an.

2 zeigt eine Querschnittsansicht eines Abschnitts des Gasturbinenmotors 10, zu dem die Brennkammer 16 und die Turbine 18 gehören. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Brennkammergehäuses 40, das sich in Umfangsrichtung um die Brennkammer 16 erstreckt. 4 zeigt eine perspektivische Teilansicht des in 3 gezeigten Brennkammergehäuses 40, längs der Schnittlinie 4-4. Die Brennkammer 16 ist ringförmig und enthält eine Flammenstabilisatoranordnung 43, zu der ein innerer Flammenstabilisator 44 und ein äußerer Flammenstabilisator 46 gehören, die sich beide von einem stromaufwärts gelegenen Ende 50 der Brennkammer 16 stromabwärts zu einer Turbinendüsenvorrichtung 52 erstrecken. Der innere Flammenstabilisator 44 ist radial von dem äußeren Flammenstabilisator 46 nach innen hin beabstandet, so dass zwischen diesen ein Brennraum 54 definiert ist. Die Brennkammer 16 ist gegenüber dem Brennkammergehäuse 40 in radialer Richtung weiter innen angeordnet.

Das Brennkammergehäuse 40 ist ringförmig und erstreckt sich in Umfangsrichtung um die Brennkammer 16. Das Gehäuse 40 weist einen Luftzufuhrabschnitt 60 und einen sich stromabwärts des Luftzufuhrabschnitts 60 erstreckenden Befestigungsabschnitt 62 auf. In dem exemplarischen Ausführungsbeispiel ist der Luftzufuhrabschnitt 60 einstückig mit dem Befestigungsabschnitt 62 ausgebildet. Der Befestigungsabschnitt 62 ist im Wesentlichen zylindrisch und erstreckt sich stromabwärts des Luftzufuhrabschnitts 60 zu einem Befestigungsflansch 64. Der Flansch 64 ist ringförmig und ist mit einer Vielzahl von in Umfangsrichtung beabstandeten Öffnungen 66 ausgebildet, die so dimensioniert sind, dass sie eine Vielzahl von (nicht gezeigten) sich durch diese hindurch erstreckenden Befestigungselementenaufnehmen, die dazu dienen, ein stromabwärts gelegenes Ende 68 des Gehäuses 40 innerhalb des Gasturbinenmotors 10 zu halten. Der Befestigungsabschnitt 62 weist ferner eine Vielzahl von Öffnungen 70 auf, die sich zwischen dem Gehäuseabschnitt 60 und dem Flansch 64 durch den Befestigungsabschnitt erstrecken. Die Öffnungen 70 sind jeweils so dimensioniert, dass sie ein sich durch diese hindurch erstreckendes Befestigungselement 74 aufnehmen, um Motorkomponenten, wie einen Turbinenrahmen 76, an dem Gehäuse 40 zu befestigen. Die Öffnungen 70 ermöglichen ferner, durch das Gehäuse 40 hindurch Turbinenwartungen vorzunehmen.

Zu dem Luftzufuhrabschnitt 60 des Gehäuses gehören ein ringförmiger Abschirmabschnitt 82, ein Rekuperatorlufteinlass 84 und ein sich zwischen diesen erstreckender Volutenkanal 86. Der ringförmige Abschirmabschnitt 82 definiert ein steil vorspringendes stromaufwärts gelegenes Ende 88 des Gehäuses 40 und weist einen Befestigungsflansch 90 auf, der bezüglich des stromaufwärts gelegenen Endes 88 radial weiter innen und stromabwärts davon angeordnet ist. Der Befestigungsflansch 90 ist mit einer Vielzahl von in Umfangsrichtung beabstandeten Öffnungen 92 ausgebildet, die jeweils dimensioniert sind, um durch diese hindurch ein Befestigungselement 94 aufzunehmen, um das stromaufwärts gelegene Ende 88 des Gehäuses innerhalb des Gasturbinenmotors 10 zu befestigen. Der Abschirmabschnitt 82 weist ferner eine Vielzahl von Öffnungen 96 auf, die sich zwischen dem stromaufwärts gelegenen Ende 88 und dem Volutenkanal 86 durch den Abschirmabschnitt erstrecken. Öffnungen 96 ermöglichen es, durch diese hindurch Motorkomponenten einzubringen und/oder Turbinenwartungen 100 vorzunehmen. In dem Ausführungsbeispiel ragen beispielsweise eine Vielzahl von Einspritzaggregaten 102 durch die Öffnungen 96.

Die Lufteinlassöffnung 84 ist von stromaufwärts her betrachtet in Umfangsrichtung etwa an einer "Ein-Uhr-Position" angeordnet. Die Lufteinlassöffnung 84 weist einen im Wesentlichen zylindrischen Kanalabschnitt 110 auf, der sich von einer stromabwärts gelegenen Fläche 112 des Volutenkanals 86 aus stromabwärts erstreckt. Die Lufteinlassöffnung 84 ist über den Kanalabschnitt 110 strömungsmäßig an eine Ausstoßöffnung des (in 1 gezeigten) Verdichters 14 gekoppelt. Lufteinlasskanalabschnitt 110 weist einen relativ zu einer Innenfläche 112 des Kanalabschnitts 110 gemessenen Innendurchmesser D1 auf.

Der Volutenkanal 86 ist hohl und erstreckt sich in strömungsmäßiger Verbindung von der Lufteinlassöffnung 84 aus, so dass der gesamte von dem Einlass 84 ausgestoßene Fluidstrom in den Volutenkanal 86 eintritt. Dementsprechend weist der Volutenkanal 86 unmittelbar benachbarte zu dem Einlass 84 eine Einlassquerschnittsfläche 114 auf, die mit einem Innendurchmesser D1 definiert ist. In dem exemplarischen Ausführungsbeispiel weist der Volutenkanal 86 einen linken Volutenarm 120 und einen zu dem Arm 120 spiegelbildlichen rechten Volutenarm 122 auf. Die Volutenarme 120 und 122 sind beide gekrümmt und erstrecken sich von dem Einlass 84 aus über einen Winkel von etwa 180°. In einem alternativen Ausführungsbeispiel weist der Volutenkanal 86 lediglich einen Arm 120 oder 122 auf, der sich von dem Einlass 84 aus über einen Winkel von geringfügig weniger als 360° erstreckt, so dass der Arm ein Verteilen des Fluidstroms ermöglicht, wie es weiter unten näher erläutert ist.

Jeder Volutenkanalarm 120 und 122 weist ein dem Einlass 84 benachbartes Einlassende 130 und eine Auslassende 132 auf, das entgegengesetzt zu dem Einlassende 130 angeordnet ist, und ist gegenüber dem Einlass 84 um etwa 180° versetzt ist.

Die Volutenkanalarme 120 und 122 sind miteinander strömungsmäßig verbunden, und jeder Arm 120 und 122 ist mit einer Vielzahl von Öffnungen 134 ausgebildet, die sich durch diese hindurch erstrecken. Insbesondere sind die Öffnungen 134 lediglich entlang eines Innendurchmessers der Volutenkanalarme 120 und 122 ausgebildet und erstrecken sich daher lediglich durch eine radial innenliegende Fläche 136 jedes Volutenkanalarms 120 und 122 und stehen auf diese Weise mit einem innerhalb des Volutenkanals 84 definierten Fluiddurchlass 140 in strömungsmäßiger Verbindung.

In dem exemplarischen Ausführungsbeispiel ist zwischen der Lufteinlassöffnung 84 und dem Volutenkanal 86 ein Strömungsteiler 200 angeordnet. In einem alternativen Ausführungsbeispiel enthält das Gehäuse 40 den Strömungsteiler 200 nicht. Der Strömungsteiler 200 ist mit einem geeigneten Umriss ausgebildet, um den aus der Lufteinlassöffnung 84 ausgestoßenen Fluidstrom zu kanalisieren. Insbesondere ist der Strömungsteiler 200 in dem Ausführungsbeispiel einstückig mit dem Gehäuse 40 ausgebildet und lenkt einen Teil des von dem Einlass 84 ausgestoßenen Fluidstroms in den Arm 120 und den übrigen Fluidstrom in den Arm 122. In dem exemplarischen Ausführungsbeispiel lenkt der Strömungsteiler 200 etwa 50 % des gesamten ausgestoßenen Fluidstroms in jeweils einen der Arme 120 bzw. 122. Dementsprechend strömen etwa 50 % des durch den Volutenkanal 86 strömenden Fluids in Richtung des Uhrzeigersinns, und etwa 50 % des durch den Volutenkanal 86 strömenden Fluids strömt gegen den Uhrzeigersinn gerichtet.

Jeder Volutenkanalarm 120 und 122 weist ein veränderliches Querschnittsprofil auf, das sich zwischen dem jeweiligen Einlassende 130 und Auslassende 132 erstreckt. Der Volutenkanal 86 weist an dem Auslassende 132 einen Innendurchmesser D2 auf, der kleiner ist als der Innendurchmesser D1 des Einlasses. Insbesondere weist der Volutenkanal 86 eine veränderliche Querschnittsfläche auf, die von dem Einlassende 130 des Volutenkanals hin zu dem Kanalauslassende 132 abnimmt. Dementsprechend ist eine durch den Innendurchmesser D2 definierte Auslassquerschnittsfläche 204 kleiner als die Einlassquerschnittsfläche 87 (114).

Während des Betriebes wird ein Teil der von dem Verdichter 14 ausgestoßenen verdichteten Luft zu der Brennkammer 16 verzweigt, um als Speiseluft verwendet zu werden. Insbesondere wird die Luft gegebenenfalls über den Rekuperatorlufteinlass 84 zu dem Luftzufuhrabschnitt 60 des Brennkammergehäuses kanalisiert. Insbesondere trifft in dem Ausführungsbeispiel aus dem Einlass 84 ausgestoßene Luft auf den Strömungsteiler 200, und etwa 50 % des aus dem Einlass 84 austretenden Fluidstroms wird in Richtung des Uhrzeigersinns in den Volutenkanalarm 122 gelenkt, und der übrige Fluidstrom wird gegen den Uhrzeigersinn in den Volutenkanalarm 120 gelenkt. Durch den Volutenkanal 86 strömende Luft wird durch die Kanalöffnungen 134 gegen die Brennkammerflammenstabilisatoranordnung 43 radial nach innen gelenkt. Die Kombination der innerhalb des Volutenkanals 86 definierten, sich verringernden Strömungsquerschnittsfläche mit dem Beabstanden der Öffnungen 134 in Umfangsrichtung sowie deren Bemessung ermöglicht es, eine im wesentlichen gleichmäßige Strömung in Richtung der Brennkammerflammenstabilisatoranordnung 43 zu erzielen. Insbesondere stellen die Öffnungen 134, da diese sich zwischen den Einlass- und Auslassenden 130 bzw. 132 des Volutenkanals erstrecken, eine in Umfangsrichtung verlaufende Strömung in Richtung der Flammenstabilisatoranordnung 43 bereit.

In dem exemplarischen Ausführungsbeispiel wird aufgrund der sich verringernden Strömungsquerschnittsfläche, die innerhalb des Volutenkanals 86 und den Öffnungen 134 definiert ist, die gesamte durch den Volutenkanal 86 strömende Speiseluft, nachdem sie sich um etwa 180° von dem Einlass 84 entfernt hat, ins Freie entlassen. Da die Speiseluft um die Brennkammerflammenstabilisatoranordnung 43 herum im Wesentlichen gleichmäßig zugeführt wird, wird es ermöglicht, innerhalb der Flammenstabilisatoranordnung 43 induzierte Temperaturgradienten und ein Verziehen der Flammenstabilisatoranordnung 43 aufgrund thermischer Ausdehnung zu reduzieren. Außerdem ermöglicht der Volutenkanal 86 auch, den Faktor des Verbrennungsmusters zu verbessern, mit dem Ergebnis einer Verbesserung der Brennkammerleistung und/oder eine Verlängerung der Nutzungslebensdauer der Brennkammer 16. Darüber hinaus verbessert der Volutenkanal 86, da es ermöglicht ist, ein Verziehen der Flammenstabilisatoranordnung 43 aufgrund von thermischer Ausdehnung zu reduzieren, ferner ein Einhalten von Blattspitzentoleranzen bei Turbomaschinen.

Das oben beschriebene Brennkammergehäuse stellt ein kostengünstiges und zuverlässiges Mittel bereit, um innerhalb des Brennkammerflammenstabilisators induzierte Temperaturgradienten zu reduzieren. Insbesondere lenkt das Gehäuse Speiseluft im wesentlichen gleichmäßig und in Umfangsrichtung auf den Brennkammerflammenstabilisator. Als Folge hiervon wird es ermöglicht, ein auf thermische Ausdehnung zurückzuführendes Verziehen des Flammenstabilisators zu reduzieren. Darüber hinaus ermöglicht das Brennkammergehäuse eine kostengünstige und zuverlässige Verlängerung der Nutzungslebensdauer der Brennkammer.

Vorausgehend ist ein Ausführungsbeispiel eines Brennkammergehäuses im Einzelnen beschrieben. Das veranschaulichte Gehäuse ist nicht auf die speziellen hier beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, vielmehr können deren Komponenten unabhängig und getrennt von anderen hier beschriebenen Komponenten verwendet werden.

Brennkammer 16 für einen Gasturbinenmotor, zu der gehören: ein Flammenstabilisator 43, der darin einen Brennraum 54 definiert, und ein Gehäuse 40, das sich um den Umfang des Brennkammerflammenstabilisators erstreckt, wobei das Gehäuse einen strömungsmäßig mit einer Speiseluftquelle verbundenen Einlass 84 und einen Volutenkanal aufweist 86, der strömungsmäßig mit dem Einlass verbunden ist und sich zumindest teilweise um den Umfang des Flammenstabilisators erstreckt.

Während die Erfindung anhand vielfältiger spezieller Ausführungsbeispiele beschrieben wurde, wird der Fachmann erkennen, dass es möglich ist, die Erfindung mit Abwandlungen zu verwirklichen, ohne von dem Schutzbereich der Ansprüche abzuweichen.

10Gasturbinenmotor 12Niederdruckverdichter 14Hochdruckverdichter 16Brennkammer 18Hochdruckturbine 20Turbine 24Erste Welle 26Zweite Welle 40Brennkammergehäuse 43Flammenstabilisatoranordnung 44Innerer Flammenstabilisator 46Äußerer Flammenstabilisator 50Stromaufwärts gelegenes Ende 52Turbinendüsenvorrichtung 54Brennraum 60Gehäuse 62Befestigungsabschnitt 64Befestigungsflansch 66Öffnungen 68Stromabwärts gelegenes Ende 70Öffnungen 74Befestigungselement 76Turbinenrahmen 82Ringförmiger Abschirmabschnitt 84Rekuperatorlufteinlass 86Volutenkanal 88Nicht stromlinienförmiges/steiles stromaufwärts gelegenes Ende 90Befestigungsflansch 92Öffnungen 94Befestigungselement 96Öffnungen 100Turbinenwartungszugang 102Einspritzaggregate 110Kanalabschnitt 112Stromabwärts gelegene Fläche D1Innendurchmesser 114Einlassquerschnittsfläche 120Volutenarm 122Volutenarm 130Einlassende 132Auslassende 134Öffnungen 136Innenfläche 140Fluiddurchlass 200Strömungsteiler D2Innendurchmesser 204Auslassquerschnittsfläche

Anspruch[de]
  1. Brennkammer (16) für einen Gasturbinenmotor (10), wobei zu der Brennkammer gehören:

    ein Flammenstabilisator (43), der darin einen Brennraum (54) definiert; und

    ein Gehäuse (40), das sich um den Umfang des Brennkammerflammenstabilisators erstreckt, wobei das Gehäuse einen strömungsmäßig mit einer Speiseluftquelle verbundenen Einlass (84) und einen Volutenkanal aufweist (86), der strömungsmäßig mit dem Einlass verbunden ist und sich zumindest teilweise um den Umfang des Flammenstabilisators erstreckt.
  2. Brennkammer (16) nach Anspruch 1, bei der der Volutenkanal (86) eine Vielzahl von darin ausgebildeten Öffnungen (134) aufweist, wobei die Öffnungen dazu dienen, Speiseluft im Wesentlichen gleichmäßig um den Brennkammerflammenstabilisator (43) herum zu lenken.
  3. Brennkammer (16) nach Anspruch 2, bei der die Vielzahl von Öffnungen (134) im Wesentlichen in Umfangsrichtung beabstandet um den Brennkammerflammenstabilisator (43) herum durch den Volutenkanal (86) hindurch ausgebildet sind.
  4. Brennkammer (16) nach Anspruch 1, bei der der Volutenkanal (86) einen ersten gekrümmten Bereich (120), der sich von dem Einlass (84) aus erstreckt, und einen sich von dem Einlass aus erstreckenden zweiten gekrümmten Bereich (122) aufweist, wobei der erste gekrümmte Bereich im Wesentlichen spiegelbildlich zu dem zweiten gekrümmten Bereich ist.
  5. Brennkammer (16) nach Anspruch 4, zu der ferner gehören: ein zwischen dem Volutenkanal (86) und dem Einlass (84) angeordneter Strömungsteiler (200), der dazu dient, einen Teil der von dem Einlass ausgestoßenen Speiseluft in einer im Uhrzeigersinn verlaufenden Strömungsrichtung durch den ersten gekrümmten Bereich (120) zu kanalisieren, und die aus dem Einlass ausgestoßene übrige Speiseluft in einer gegen den Uhrzeigersinn verlaufenden Strömungsrichtung durch den zweiten gekrümmten Bereich (122) zu kanalisieren.
  6. Brennkammer (16) nach Anspruch 1, bei der der Volutenkanal (84) eine veränderliche Querschnittsfläche aufweist, die sich entlang einer Länge des Volutenkanals erstreckt.
  7. Brennkammer (16) nach Anspruch 1, bei der der Volutenkanal (84) eine dem Einlass (84) benachbarte erste Querschnittsfläche (D1) und eine gegenüberliegend zu dem Einlass angeordnete zweite Querschnittsfläche (D2) aufweist, wobei die zweite Querschnittsfläche des Volutenkanals kleiner ist als die erste Querschnittsfläche des Volutenkanals.
  8. Brennkammer (16) nach Anspruch 1, bei der der volutenkanal (84) konfiguriert ist, um ein Vermindern von in Umfangsrichtung verlaufenden Temperaturgradienten innerhalb des Brennkammerflammenstabilisators (43) zu ermöglichen.
  9. Gasturbinenmotor (10), zu dem gehören:

    ein Verdichter (14);

    eine stromaufwärts des Verdichters angeordnete Brennkammer (16), wobei die Brennkammer einen Flammenstabilisator (43) aufweist, der darin einen Brennraum (54) definiert, und ein Gehäuse (40), das sich um den Umfang des Brennkammerflammenstabilisators erstreckt, wobei das Gehäuse einen strömungsmäßig mit dem Verdichter verbundenen Einlass (84) und einen Volutenkanal aufweist (86), der strömungsmäßig mit dem Einlass verbunden ist und sich zumindest teilweise um den Umfang des Flammenstabilisators erstreckt.
  10. Gasturbinenmotor (10) nach Anspruch 9, bei dem der Brennkammervolutenkanal (86) eine Vielzahl von Öffnungen (134) aufweist, die sich durch diesen hindurch erstrecken, wobei die Öffnungen dazu dienen, Speiseluft im Wesentlichen gleichmäßig um den Brennkammerflammenstabilisator (43) zu kanalisieren, bei dem die Vielzahl von Öffnungen des Brennkammervolutenkanals beabstandet um den Umfang des Brennkammerflammenstabilisators angeordnet sind, um eine Reduzierung von innerhalb des Flammenstabilisators induzierten, in Umfangsrichtung verlaufenden Temperaturgradienten zu ermöglichen.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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