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Dokumentenidentifikation DE102004036989A1 31.03.2005
Titel Detektor mit Staubfilter und Luftstromüberwachungseinheit
Anmelder Edwards Systems Technology, Inc., Cheshire, Conn., US
Erfinder Right, Robert W., Holmes Beach, Fla., US;
Costa, Hilario, Myakka City, Fla., US;
Braam, Jan, Bradenton, Fla., US
Vertreter Patentanwälte Lang & Tomerius, 80336 München
DE-Anmeldedatum 30.07.2004
DE-Aktenzeichen 102004036989
Offenlegungstag 31.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.03.2005
IPC-Hauptklasse G08B 21/18
IPC-Nebenklasse G08B 17/10   
Zusammenfassung Eine Vorrichtung zur Kontrolle von Änderungen in Luftstromdurchsätzen durch Detektorstaubfilter und zur Bewertung der Luft für Alarmanzeigen, einschließlich Rauch, Wärme, Gas und Luftfeuchtigkeit, wird geschaffen. In einem Verfahren wird der Luftstrom durch die Detektionsvorrichtung kontrolliert und eine Wartungsanzeige abgegeben, wenn der Luftstrom aufgrund einer Kontaminierung der Staubfilter reduziert ist.

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Feststellung von Änderungen in Umgebungsbedingungen. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung, die Änderungen in Luftstromdurchsätzen kontrolliert und zusätzlich die Luft nach Alarmindikatoren untersucht, wie beispielsweise Rauch, Hitze, Gas und Luftfeuchtigkeit. Die Erfindung betrifft zudem ein Verfahren zur Überwachung von Luftströmen durch die Detektorvorrichtung und zur Anzeige der Tatsache, dass der Luftstrom reduziert ist.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Detektoren für Umweltbedingungen haben sich als nützlich erwiesen für die Anzeige der Anwesenheit oder Abwesenheit der jeweils erfassten Bedingung. Beispielsweise haben sich Rauchmelder als nützlich für Frühwarnungen für die Anwesenheit luftübertragener Partikelstoffe erwiesen, wie beispielsweise Rauch.

Luftzustandsdetektoren sind im allgemeinen mit Lüftungsöffnungen versehen, die in Gehäusen untergebracht sind, wobei Umgebungsluft in Reaktion auf die Bewegung der angrenzenden Atmosphäre in das Gehäuse hinein und aus diesem heraus zirkuliert. Alternativ dazu prüfen Detektoren für die Rohrleitungen von Heizung/Lüftung/Klima (HLK) oft den Luftstrom hinter zusätzlichen internen Staubfiltern, die dazu beitragen, Schmutz- oder Staub-bezogene Fehlalarme zu minimieren. Wenn sie sauber sind, dienen diese Filter dazu, die Anzahl von Fehlalarmen durch unerwünschte Staubpartikel zu reduzieren und dennoch einen beständigen Luftstromdurchsatz durch den Detektormechanismus zu gestatten. Allerdings werden Staubfilter im Laufe der Zeit periodisch und chronisch verstopft, und in einem solchen Fall reduziert sich der Luftstrom oder hört ganz auf.

In anderen Situationen kann ein reduzierter Luftstrom auf normale Betriebsbedingungen zurückführbar und nicht das Ergebnis einer Staubfilterkontaminierung sein. Beispielsweise in großen gewerblichen Gebäuden wird die Luftzirkulation oft durch die Zentralheizungs- oder Kühlungssysteme erreicht, und die Gebäudeleitsysteme können so programmiert werden, dass sich der Luftstrom nach festgelegten Plänen ändert. Es kann deshalb Zeiten mit minimaler oder gar keiner Zirkulation geben, wie an Abenden oder während Wochenenden, was fälschlicherweise auf eine Filterkontaminierung hinweisen würde.

Die Fähigkeit von Detektoren für Umgebungsluftbedingungen, effektiv zu funktionieren, ist in gewissem Ausmaß von der Kapazität abhängig, konsistente und repräsentative Samples der Umgebungsluft zu nehmen. Allerdings ist die Fähigkeit zur Luftprobenahme in bestimmten Szenarios, wie oben beschrieben, beeinträchtigt, da die Filter zunehmend kontaminiert werden.

Es besteht deshalb weiterhin ein Bedarf an Vorrichtungen und Verfahren zur Kontrolle des Luftstroms und zur Ermöglichung der Überwachung der internen Staubfilter mittels Mitteln zur Wartungsanzeige, wenn sich der Luftstrom aufgrund einer Kontaminierung verringert hat. Es ist auch wünschenswert, eine Luftstromdetektionsanordnung bereitzustellen, die geeignet ist, den Luftstrom durch den Luftfilter im Vergleich mit den Umgebungsluftstrombedingungen zu prüfen, um bei der Bewertung von Luftstrombeschränkungen infolge verstopfter Filter einen Umweltausgleich zu ermöglichen.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die voranstehenden Bedürfnisse werden – zumindest teilweise – durch die vorliegende Erfindung erfüllt, wobei in einem Ausführungsbeispiel eine Vorrichtung zur Verwendung in der Feststellung von Luftbedingungen vorgesehen ist, in die ein Filter zur Entfernung von partikularem Staubmaterial, ein Luftstromdetektionsmittel zur Kontrolle des Luftstroms durch den Filter und ein Anzeigemittel zur Signalisierung von Luftstrombeschränkungen infolge Filterkontaminierungen integriert sind. Die oben genannten und andere Aspekte, Merkmale und Vorteile werden in einigen Ausführungsbeispielen erreicht durch die neuartige Verwendung einer Thermistorbrücke zur gleichzeitigen Prüfung von Luftstrom durch den Detektor und die umgebende Umwelt.

Gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung wird eine Vorrichtung zur Feststellung einer Umgebungsbedingung geschaffen, die einen ersten Sensor zur Feststellung der Anwesenheit einer Bedingung und Abgabe eines Alarmsignals, eine Luftstromkontrolleinheit, die ein Luftstromniveau kontrolliert und ein Luftstromsignal abgibt, und einen Prozessor umfasst, der eine Statusmeldung abgibt, die den Zustand des Alarmsignals und des Luftstromsignals anzeigt. Zusätzliche Sensoren können an die Vorrichtung angeschlossen werden und photoelektrische Rauchmelder, Ionisationsrauchmelder, CO2-, Gas- Hitze- und Luftfeuchtigkeitssensoren umfassen. Einige Sensoren können auch Filter umfassen, mit denen unerwünschte Partikel entfernt und die für eine HLK-Anwendung adaptiert werden können.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung wird ein Detektionssystem zur Feststellung von Umgebungsbedingungen geschaffen, das ein erstes Fühlermittel zur Feststellung einer Umgebungsbedingung und Abgabe eines Alarmsignals, ein Luftstromkontrollmittel zur Kontrolle des Luftstroms durch das Fühlermittel, und ein an das Fühlermittel angeschlossenes Verarbeitungsmittel zur Abgabe einer Statusmeldung umfasst.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung wird ein Verfahren zur Verwendung einer Vorrichtung zur Feststellung von Umgebungsbedingungen geschaffen, umfassend die Feststellung der Anwesenheit einer Umgebungsbedingung und Abgabe eines Alarmsignals, die Kontrolle eines Luftstromdurchsatzes durch die Vorrichtung, den Vergleich des Luftstromdurchsatzes durch die Vorrichtung mit einem gewählten Grenzwert-Luftstromdurchsatz zur Abgabe eines Luftstromsignals und die Abgabe einer Statusmeldung, die den Zustand des Alarmsignals und des Luftstromsignals anzeigt.

Es wurden somit in einiger Ausführlichkeit einige Merkmale der Erfindung dargestellt, damit die nachfolgende detaillierte Beschreibung derselben besser verstanden und damit der Beitrag der vorliegenden Erfindung zum Fach besser erkannt werden möge. Es gibt natürlich zusätzliche Merkmale der Erfindung, die im weiteren beschrieben werden und die den Gegenstand der hier angehängten Ansprüche bilden.

Bevor mindestens ein Ausführungsbeispiel der Erfindung detailliert beschrieben wird, ist diesbezüglich festzuhalten, dass die Erfindung in ihrer Anwendung nicht auf die Details der Konstruktion und die Anordnung der Komponenten beschränkt ist, wie sie in der folgenden Beschreibung ausgeführt und in den Zeichnungen illustriert sind. Die Erfindung kann auch in anderen Ausführungsbeispielen umgesetzt sein und auf unterschiedliche Art und Weise praktiziert und ausgeführt werden. Es ist zudem festzuhalten, dass die hier und im Abstract verwendete Phraseologie und Terminologie nur deskriptiver Natur sind und nicht einschränkend interpretiert werden dürfen.

Insofern ist für einschlägige Fachleute leicht zu erkennen, dass die Konzeption, auf der diese Offenbarung gründet, ohne Schwierigkeiten als Grundlage für die Ausgestaltung anderer Strukturen, Verfahren und Systeme zur Realisierung der unterschiedlichen Zwecke der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann. Es ist deshalb wichtig, dass die Ansprüche so interpretiert werden, dass sie derartige äquivalente Konstruktionen enthalten, sofern diese nicht vom Geist und Geltungsbereich der vorliegenden Erfindung abweichen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine ausgeschnittene, perspektivische Ansicht des Inneren eines Detektors gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

2 ist ein Blockdiagramm eines Detektorzugangs zu einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.

3 ist ein Fließdiagramm des logischen Ablaufs des Tests auf Filterkontaminierung in einem Ausführungsbeispiel.

BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Einige bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung schaffen beispielsweise Vorrichtungen und Verfahren zur Luftstromkontrolle und ermöglichen die Überwachung interner Staubfilter durch Bereitstellung eines Wartungsanzeigemittels, wenn der Lufstrom aufgrund von Kontaminierungen reduziert worden ist, und außerdem eine Luftstromdetektionsanordnung, die geeignet ist, den Luftstrom durch einen Luftfilter im Vergleich mit Umgebungsluftstrombedingungen zu prüfen, um bei der Bewertung von Luftstrombeschränkungen infolge verstopfter Filter einen Umweltausgleich zu ermöglichen. Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, in denen gleiche Bezugszeichen sich durchgehend auf gleiche Elemente beziehen.

In 1 ist ein Detektor 10 gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dargestellt. Der Detektor 10 ist mit einer Verkleidung 12 dargestellt, die auf Wunsch transparent ist, mit einer Probenahmeröhre 20, einem Filter 30, einem Sieb 40, einem Sensor 50 und einem Ausstoßrohr 60. Der Detektor 10 ist vorzugsweise für eine Heizungs-/Lüftungs-/Klima-Leitung (HLK) im Belüftungs- und/oder Abluftsystem eines Gebäudes ausgelegt und in einer solchen untergebracht. Detektoren der vorliegenden Erfindung können jedoch an jedem beliebigen Ort installiert werden.

Um den Umgebungsluftstrom durch die Leitung zu prüfen, ist der Detektor 10 mit einer Probenahmeröhre 20 ausgestattet. Die Probenahmeröhre 20 kann wie dargestellt zusätzlich mit Sampling-Löchern 25 versehen sein. Das Vorhandensein einer Mehrzahl von Sampling-Löchern 25 erlaubt den Luftstrom in den Detektor 10 für den Fall, dass eines oder mehrere der Löcher 25 durch Kontaminierungen verstopft sein sollte. Der Durchmesser der Probenahmeröhre 20 und der Löcher 25 sollte vorzugsweise ausreichend klein sein, um das Eindringen besonders großer Materialteile zu verhindern, und doch hinreichend groß für einen ausreichenden Luftstrom durch die Röhre.

Nachdem die Umgebungsluft durch die Probenahmeröhre 20 gegangen ist, fließt sie in die Detektorkammer 15 des Detektors 10 ein. In der Detektorkammer 15 trifft die Umgebungsluft auf einen Filter 30. Der Filter 30 ist vorzugsweise ein Schlauchfilter mit Porosität zur Verhinderung des Durchgangs von sichtbarem Partikelmaterial, das möglicherweise in die Kammer 15 eingedrungen ist. Eine solche Kontaminierung kann beispielsweise Schmutz, Staub, Fasern und/oder Pulver umfassen. Der Filter 30 kann Materialien umfassen, die in der Fachwelt bekannt sind, einschließlich Polyschaumstöpsel.

Bevor sie zum Sensor 50 gelangt, geht die Umgebungsluft durch ein Sieb 40. Das Sieb 40 ist vorzugsweise ein Inline-Sieb mit Porosität, um zu verhindern, dass mikroskopisch kleines Material das Sieb 40 passiert. Das Sieb 40 sollte demnach so konzipiert sein, dass Sporen, Milben und Ähnliches ausgeschieden werden. Sowohl der Filter 30 wie auch das Sieb 40 dürfen nicht so fein gewählt werden, dass der Durchgang von Partikelmaterial, das in Rauch vorhanden sein kann, der in den Sensor 50 eindringen sollte, verhindert wird. Jeder geeignete Feinmaschenfilter bzw. jedes geeignete Feinmaschensieb, wie sie in der Fachwelt bekannt und vorhanden sind, kann für diesen Zweck taugen.

Die Umgebungsluft, die durch den Filter 30 und das Sieb 40 geht, wird sodann von einem Sensor 50 analysiert. Der Sensor 50 kann Gas-, Wärme-, CO2-, Rauch- (einschließlich photoelektrischer oder Ionisierungs-Rauchmelder) und Luftfeuchtigkeitsmelder einschließen, ohne auf diese beschränkt zu sein. Der Sensor 50 ist vorzugsweise in einer Sensorkammer 55 eingeschlossen. Die Sensorkammer 55 ist mit einer Vorrichtung ausgestattet, die zur Erfassung und Bewertung von Anwesenheit und Durchsatz eines Luftstroms durch die Sensorkammer 55 konfiguriert ist. In dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist zur Erfassung solcher Luftstromänderungen ein Luftstrom-Thermistor 70 installiert.

In einem Ausführungsbeispiel kann ein Thermistor mit negativem Temperaturkoeffizienten verwendet werden. Bei Thermistor-„Brücken" zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung kann ein Bein vom Luftstrom abgeschirmt sein und eine Basistemperatur bereitstellen, wenn keine Luft strömt. Das andere Bein der Thermistorbrücke kann in der Umgebungsluft stehen, die durch die Sensorkammer 55 strömt. Die Anwesenheit von Luft, die über und um das nicht abgeschirmte Bein fließt, schafft einen niedrigeren Temperaturmesswert im Vergleich zum abgeschirmten Bein. Das negative Temperaturdifferential kann dann so interpretiert werden, dass es einen Luftstrom anzeigt, während das Fehlen eines Differentials eine Anzeige für keinen Luftstrom bedeutet. Wie einer durchschnittlichen Fachperson aus den hier enthaltenen Erkenntnissen ohne weiteres klar wird, kann das Differential auch so kalibriert werden, dass es relative, graduelle Änderungen im Luftstromniveau anzeigt.

Die Umgebungsluft geht durch die Sensorkammer 55 und durch ein Ausstoßrohr 60 hinaus. Das Ausstoßrohr 60 führt die Luft zurück in die Luftleitung oder in die Quelle, der die Luft ursprünglich entnommen wurde. Als Option kann ein Sieb 40 im Austrittweg des Sensors 50 installiert sein (wie dargestellt). Gleichermaßen kann im Ausstoßrohr 60 auch ein Filter 30 installiert sein.

In 2 ist ein Detail eines Detektors 100 in einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dargestellt. Der Detektor 100 kann eine eigenständige Einheit oder mit einer getrennten Steuerungseinheit verbunden sein. Beide Ausführungsbeispiele liegen im Geltungsbereich der vorliegenden Erfindung. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen Rauchmelder. Wie erwähnt, sind die Sensoren dieser Erfindung aber nicht auf Rauchmelder beschränkt.

Der Detektor 100 enthält einen Speicher 110, eine Uhr 120, einen Mikroprozessor 130, Statusleuchten 140, eine Stromversorgung 220, einen Verstärker 160, eine Rauchmelderkammer 170 und einen Thermistor 180. Die Rauchmelderkammer 170 umfasst einen Infrarotleuchtdioden-Sender (IR-LED-Sender) 171 und einen Fotodiodenempfänger 172. Der Sender 171 und der Empfänger 172 sind im allgemeinen in einem Winkel von 90° zueinander angeordnet. In Abwesenheit von Rauch umgeht das Licht vom Sender 171 den Empfänger 172. Wenn Rauch in die Kammer 170 eindringt, wird das Licht vom Sender 171 jedoch von den Rauchpartikeln gestreut, und der Empfänger 172 erfasst eine gewisse Menge Licht. Das Signal 173 von der Empfängerdiode 172 wird durch den Verstärker 160 auf dem Weg zum Mikroprozessor 130 weiter verstärkt.

Der Mikroprozessor 130 kann so kalibriert werden, dass er Änderungen im Signal 173 im Vergleich zu einem Sendersignal 174, das an den IR LED-Sender 171 angelegt wird, überwacht. Die Mikroprozessoruhr 120 kann in den Mikroprozessorchip 130 integriert oder peripher zu diesem angeordnet sein. Wie die Uhr 120, so kann auch der Speicher 110 in den Mikroprozessor 130 integriert oder peripher zu diesem angeordnet sein. Die Statusleuchten 140 können LEDs sein, die dem Bedienpersonal Bedingungen wie beispielsweise Problem-, Alarm- und/oder den Stromstatus des Detektors 100 signalisieren können. In einigen Ausführungsbeispielen können die Statusleuchten mit einer hörbaren Ankündigung ergänzt oder durch eine solche ersetzt werden. Wenn der Detektor 100 mit einem Filter zur Entfernung von Partikelmaterial aus dem Luftstrom durch die Rauchmelderkammer 170 ausgerüstet ist, kann auf der Statusleuchtenanzeige 140 auch eine LED für den Verschmutzungsgrad des Filters angebracht sein.

Die Statusleuchtenanzeige 140 kann aus einer Reihe von LEDs bestehen. Wenn sie leuchten, können die LEDs die ordnungsgemäße Funktion signalisieren oder einen Alarmzustand anzeigen. Der Detektor kann auch so konzipiert sein, dass die ordnungsgemäße Funktion oder die Anzeige eines Alarmszustands durch nicht leuchtende LEDs erfolgt. Auch eine Kombination von Lichtsignalisierungen kann implementiert werden. In einigen Ausführungsbeispielen kann eine einzelne Leuchte zur Anzeige mehrerer Bedingungen benützt werden. Das selbe Konzept ist auch auf die hörbare Ansage anwendbar.

In Ausführungsbeispielen, in denen der Detektor mit einer zentralen Steuerungseinheit gekoppelt ist, sind eine Stromquelle, ein Alarmausgang 200 und ein Problemausgang 210 jeweils an einen Strombus 191, einen Alarmbus 201 bzw. einen Problembus 211 gekoppelt und operativ mit dem Mikroprozessor 130 verbunden. Der Mikroprozessor 130 wird über eine Stromversorgung 220 mit Strom versorgt und kann mit einem Stromkontrolleingang 231 ausgestattet sein. Vorübergehende Unterbrechungen der Stromversorgung des Mikroprozessors 130 über oder unter einem bestimmten Grenzwert können vom Strompuffer 230 erkannt werden. In einigen Ausführungsbeispielen kann die Stromzufuhr zum Mikroprozessor 130 absichtlich vom Bedienpersonal herabgesetzt werden, um auszuführende Sensorfunktionen zu signalisieren. In einem solchen Ausführungsbeispiel wird eine Funktion einer bestimmten Dauer der Stromunterbrechung zugeordnet. Die Stromquelle kann 120 V AC, 220 V AC und 24 V AC/DC sein.

In einigen Ausführungsbeispielen können die Sensoren und Detektoren der vorliegenden Erfindung mit einem Magnetreedkontakt 240 ausgerüstet sein. In diesem Ausführungsbeispiel wird der Magnetreedkontakt 240 eingeschaltet, wenn die Bedienperson einen Magnet in die Nähe bringt. Nach diesem Einschalten des Magnetreedkontakts 240 wird an den Mikroprozessor 130 ein Testsignal 241 angelegt. Die Dauer, während der der Magnet sich in der Nähe des Magnetreedkontakts 240 befindet, zeigt die Zeit der Verbindung an, die auch kennzeichnend für die Art des vom Bedienpersonal gewünschten Tests sein kann.

Die Mikroprozessoren dieser Erfindung können so ausgerüstet sein, dass sie nicht nur die Anwesenheit oder Abwesenheit der geprüften Bedingung feststellen, sondern auch das Statusniveau der geprüften Bedingung im Verhältnis zu einem Basis- oder Grenzwert. Mit anderen Worten, ein Mikroprozessor eines Temperaturfühlers kann in einigen Ausführungsbeispielen so kalibriert sein, dass er nicht nur die Temperatur anzeigt, sondern auch in der Lage ist, die Temperatur mit einem gegebenen Grenzwert zu vergleichen. Ein solcher Grenzwert kann verstellbar oder auf die Umgebungstemperatur eingestellt sein. Da die Temperatur bestimmter Gebäude so eingestellt sein kann, dass sie in gewissen Zyklen steigt oder fällt, sind auch die Mikroprozessoren der vorliegenden Erfindung vorzugsweise so ausgeführt, dass sie das umgebungsbedingte Ansteigen und Fallen der Temperatur bei der Signalisierung von Alarmzuständen berücksichtigen. Der selbe Prozess, wie er oben für Temperaturfühler beschrieben ist, kann ähnlich auch auf CO2-, Rauch- und/oder Liftfeuchtigkeitssensoren sowie Luftstromprüfer angewendet werden.

Wenn Luftstromsensoren eingebaut sind, ist es wünschenswert, einen Mikroprozessor zu schaffen, der Luftstrombeschränkungen durch Luftfilterkontaminierungen von Luftstrombeschränkungen infolge einer eingestellten Reduzierung der Luftzirkulation unterscheiden kann. Insbesondere bei Detektoren für Umgebungsluftbedingungen, bei denen intern Filter untergebracht sind, um unerwünschtes Partikelmaterial an der Auslösung von Fehlalarmen zu hindern, kann der Luftstrom oftmals beeinträchtigt sein, wenn die Filter kontaminiert werden. Wenn anderseits zu bestimmten Tageszeiten der Luftstrom absichtlich reduziert wird, kann auch der Luftstrom durch den Sensor reduziert sein.

In die vorliegende Erfindung kann jede Vorrichtung zum Erfassen und Vergleichen von Luftstrom in die vorliegende Erfindung eingebaut werden, einschließlich der Verwendung eines Thermistors 180. Der Thermistor 180 kann ein Bein 181 im Luftstrom und das andere Bein 182 vom Luftstrom abgeschirmt haben. Ein Thermistor mit negativem Temperaturkoeffizienten kann Änderungen in den Temperaturmesswerten von den Beinen 181 zu 182 erfassen und den Messwert an den Mikroprozessor 130 senden. Der Mikroprozessor 130 kann dann die Differentialmesswerte von den Beinen 181 und 182 interpretieren, um die Luftstromdurchsätze aufgrund eines kalibrierten Basisdurchsatzes/-messwerts zu bewerten. Der Luftstromausgang 185 kann sowohl mit analogen wie mit digitalen Mitteln übertragen werden.

In 3 ist ein Fließdiagramm der Logikoperation für den Luftstromdurchsatz („Luftstromtest") in einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dargestellt. Ein Luftstromtest kann von einer Bedienperson beispielsweise mit Hilfe des Magnetreedkontakts ausgelöst werden, oder auch automatisch in vorher eingestellten Intervallen. Der Mikroprozessor 130 nimmt dann den Messwert von einem Bein des Thermistors S1 (z. B. Bein 181) und anschließend auf gleiche Weise den Messwert vom anderen Bein des Thermistors 130, S2 (z. B. Bein 182). Dann berechnet der Mikroprozessor 130 den Differenzwert zwischen S1 und S2. Liegt der Differenzwert oberhalb (oder unterhalb) eines bestimmten Grenzwerts, wird ein Ausgang zur Anzeige des Luftstromzustands aktiviert. Wird kein Grenzwert erreicht, so erfolgt auch keine Anzeige. In anderen Ausführungsbeispielen kann eine Matrix diskreter Grenzwerte in den Mikroprozessor 130 einprogrammiert werden, so dass mehrere relative Luftstromwerte genommen und der Bedienperson signalisiert werden können.

Die zahlreichen Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der detaillierten Spezifikation offenkundig hervor. Die angehängten Ansprüche haben somit den Zweck, alle diese Merkmale und Vorteile der Erfindung abzudecken, die in den echten Geist und Geltungsbereich der Erfindung fallen. Da außerdem für Fachpersonen zahlreiche Modifikationen und Variationen erkennbar sind, wird nicht beabsichtigt, die Erfindung auf die exakte Konstruktion und Bedienung zu beschränken, wie sie dargestellt und beschrieben sind, und folglich können alle geeigneten Modifikationen und Äquivalente einbezogen werden und fallen in den Geltungsbereich der Erfindung.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Bestimmung einer Umgebungsbedingung, umfassend:

    einen ersten Sensor zur Feststellung der Anwesenheit einer Bedingung und zur Abgabe eines Alarmsignals; eine Luftstromkontrolleinheit, die das Luftstromniveau überwacht und ein Luftstromsignal

    abgibt; und

    einen Prozessor, der eine Statusmeldung abgibt, die auf den Zustand des Alarmsignals und des Luftstromsignals verweist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, in der die Luftstromkontrolleinheit einen Thermistor umfasst.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, des weiteren einen zweiten Sensor zur Feststellung der Anwesenheit eines zweiten Zustands und zur Abgabe eines zweiten Alarmsignals umfassend.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, in der der erste Sensor ein photoelektrischer Rauchmelder ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, in der der erste Sensor ein Ionisationsrauchmelder ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 1, in der der erste Sensor ein Wärmesensor ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 1, in der der erste Sensor ein Luftfeuchtigkeitssensor ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 1, in der der erste Sensor ein CO2-Gas-Sensor ist.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 1, in der die Vorrichtung des weiteren einen Luftfilter besitzt, der kontaminiert werden kann.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 1, des weiteren einen Luftstromsensor zur Feststellung des Luftstroms durch die Vorrichtung und zur Abgabe eines Luftstromalarmsignals umfassend.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 1, in der der Prozessor das kontrollierte Luftstromniveau mit einem unteren Luftstromgrenzwert vergleicht und ein Luftstromalarmsignal abgibt, das auf ein tiefes Luftstromniveau hinweist, wenn das kontrollierte Luftstromniveau tiefer ist als der untere Luftstromgrenzwert.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 11, in der der untere Luftstromgrenzwert einstellbar ist.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 11, in der der untere Luftstromgrenzwert im wesentlichen dem Umgebungsluftstrom entspricht.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 11, des weiteren einen zweiten Sensor zur Feststellung der Anwesenheit einer zweiten Bedingung und zur Abgabe eines zweiten Alarmsignals umfassend.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 14, in der mindestens einer von erstem Sensor und zweitem Sensor für eine Unterbringung in einer HLK-Leitung ausgelegt ist.
  16. Detektionssystem zur Bestimmung von Umgebungsbedingungen, umfassend:

    ein erstes Feststellungsmittel zur Feststellung der Anwesenheit einer ersten Umgebungsbedingung und zur Abgabe eines ersten Alarmsignals;

    Luftstromkontrollmittel zur Kontrolle des Luftstroms durch das Feststellungsmittel; und

    Verarbeitungsmittel, die mit dem Feststellungsmittel verbunden sind, um eine Statusmeldung abzugeben.
  17. Detektionssystem nach Anspruch 16, in dem das Feststellungsmittel ein photoelektrischer Rauchmelder ist.
  18. Detektionssystem nach Anspruch 16, in dem das Feststellungsmittel ein Ionisationsrauchmelder ist.
  19. Detektionssystem nach Anspruch 16, in dem das Feststellungsmittel zur Unterbringung in einer HLK-Leitung ausgelegt ist.
  20. Detektionssystem nach Anspruch 16, des weiteren ein zweites Feststellungsmittel zur Feststellung der Anwesenheit einer zweiten Bedingung umfassend.
  21. Verfahren zur Verwendung einer Vorrichtung zur Bestimmung von Umgebungsbedingungen, umfassend:

    Feststellen der Anwesenheit einer Umgebungsbedingung und Abgabe eines Alarmsignals; Kontrolle eines Luftstromdurchsatzes durch die Vorrichtung;

    Vergleichen des Luftstromdurchsatzes durch die Vorrichtung mit einem gewählten Luftstromgrenzwert zur Abgabe eines Luftstromsignals; und

    Abgabe einer Statusmeldung, die den Zustand des Alarmsignals und des Luftstromsignals anzeigt.
  22. Verfahren nach Anspruch 21, in dem die Umgebungsbedingung eine Rauchbedingung ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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